Ruhepol dein Podcast für Inspiration und innerer Balance

Inés Georgescu

RUHEPOL – Dein Podcast für Inspiration und innere Balance. Hier erwarten dich persönliche Gedanken, neue Perspektiven, Meditationen und wertvolle Impulse für ein bewussteres und selbstbestimmtes Leben. Ich bin Inés Georgescu – Autorin und Impulsgeberin. In RUHEPOL nehme ich dich mit in Themen, die uns im Leben begegnen und bewegen: Psychologie, Philosophie und Gesellschaft, persönliche Entwicklung, Selbstwert und Resilienz, Veränderung und Lebenskunst. Ergänzt werden die Folgen durch Meditationen und bewusste Momente der Entspannung, die dabei helfen können, zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu schöpfen. Dabei geht es nicht um schnelle Antworten oder fertige Lebensrezepte. Ich möchte genauer hinschauen, Zusammenhänge beleuchten, zum Nachdenken anregen und unterschiedliche Perspektiven eröffnen. RUHEPOL ist eine Einladung, innezuhalten, Gedanken weiterzudenken und den eigenen Weg mit mehr Klarheit, Leichtigkeit und innerer Balance zu gehen.

  1. 23h ago

    Ruhepol Folge 103

    Die Kunst der inneren Fülle Herzlich willkommen bei Ruhepol, deinem Podcast für Inspiration und innere Balance. Vielleicht kennst du diese Augenblicke, in denen das Leben für einen Moment vollständig erscheint. Du sitzt am Fenster, eine warme Tasse zwischen deinen Händen, und draußen bewegt der Wind die Bäume. Aus einem anderen Zimmer klingt Musik. Das Licht fällt auf den Tisch, und plötzlich empfindest du eine leise Freude darüber, einfach hier zu sein. Dabei hat sich an deinen Umständen kaum etwas verändert. Die offenen Fragen sind noch da, die unerledigten Aufgaben ebenfalls. Trotzdem fehlt dir in diesem Augenblick nichts. Über dieses Gefühl möchte ich heute mit dir sprechen. Über innere Fülle und die Frage, wie wir ihr in unserem Leben mehr Raum geben können. Wir verbringen viel Zeit damit, uns auf ein späteres Glück vorzubereiten. Wenn dieses Projekt abgeschlossen ist, wenn die finanzielle Sicherheit größer wird, wenn die richtige Liebe kommt, dann, so hoffen wir, werden wir endlich aufatmen. Unsere Wünsche führen uns nach vorn, und das hat seinen Wert. Doch manchmal verlegen wir dabei unser ganzes Wohlbefinden in eine Zukunft, die immer ein kleines Stück entfernt bleibt. Ich frage mich gelegentlich, wie viele schöne Tage ich wohl schon übersehen habe, weil ich darauf wartete, dass etwas anderes geschieht. Wie oft war etwas Kostbares längst anwesend, während meine Aufmerksamkeit dem galt, was noch fehlte? Innere Fülle beginnt für mich mit der Bereitschaft, genauer hinzusehen. Auf das, was mich trägt, was mich berührt und was über die Jahre in mir gewachsen ist. Wenn ich auf mein Leben schaue, gehören dazu auch die Reisen, die fremden Sprachen und die Begegnungen mit anderen Kulturen. Ein Gespräch, in dem wir nach Worten suchen und uns irgendwann lächelnd verstehen. Ein Essen an einem unbekannten Ort, dessen Duft später eine ganze Erinnerung zurückbringt. Eine Straße, durch die ich zum ersten Mal gehe, und dieses besondere Gefühl, zugleich fremd und hellwach zu sein. Solche Erfahrungen leben in uns weiter. Sie verändern unseren Blick und geben unserer eigenen Geschichte Tiefe. Manchmal genügt eine Melodie, und eine längst vergangene Landschaft öffnet sich wieder in unserer Erinnerung. Auch Bücher können zu solchen inneren Orten werden. Wir begegnen einem Gedanken, für den uns bisher die Worte fehlten, und fühlen uns plötzlich verstanden. Eine Figur begleitet uns durch eine schwierige Zeit. Ein Satz bleibt über Jahre bei uns und gewinnt mit jeder Erfahrung eine neue Bedeutung. So entsteht nach und nach eine innere Welt, die wir überallhin mitnehmen. Zu dieser Welt gehören auch Dinge, die niemand von außen erkennen kann. Der Mut, den eine Entscheidung gekostet hat. Die Geduld, mit der wir etwas gelernt haben. Unsere Fähigkeit, nach einer Enttäuschung wieder Nähe zuzulassen. Vieles davon findet keinen Platz in einem Lebenslauf und verdient trotzdem unsere Anerkennung. Vielleicht magst du dich einmal fragen, welche Eigenschaften du heute besitzt, die dein jüngeres Ich noch gebraucht hätte. Kannst du inzwischen deutlicher sagen, was du möchtest? Erkennst du früher, wann dir etwas zu viel wird? Hast du gelernt, allein einen schönen Tag zu verbringen oder um Hilfe zu bitten? Es lohnt sich, diese Veränderungen wahrzunehmen. Wir leben oft so dicht an uns selbst, dass wir unser eigenes Wachsen übersehen. Natürlich gibt es Zeiten, in denen wir wenig Zugang zu einem Gefühl von Fülle finden. Wer sich um seine Existenz sorgt, einen Menschen vermisst oder erschöpft ist, braucht Raum für diese Wirklichkeit. Dankbarkeit lässt sich nicht verordnen. Schmerz braucht keine schönere Verpackung, und ein schwerer Tag darf schwer bleiben. Gerade dann kann es wohltuend sein, die Erwartungen an sich selbst kleiner werden zu lassen. Vielleicht besteht die Fürsorge heute darin, etwas Warmes zu essen, einen vertrauten Menschen anzurufen oder eine Aufgabe auf morgen zu verschieben. Auch unsere Bedürfnisse gehören zu einem erfüllten Leben.

  2. 1d ago

    Ruhepol Folge 102

    Non, je ne regrette rien – Das Leben, das mir sonst entgangen wäre Herzlich willkommen bei Ruhepol, deinem Podcast für Inspiration und innere Balance. Manchmal frage ich mich, welches Leben ich heute führen würde, wenn damals alles so gekommen wäre, wie ich es unbedingt wollte. Wer wäre ich geworden? Welche Bücher hätte ich nie gelesen? Welche Menschen niemals getroffen? Welche Länder wären Namen auf einer Landkarte geblieben? Und welche Seiten an mir hätte ich nie kennengelernt? Wir denken oft darüber nach, was uns durch eine Enttäuschung genommen wurde. Viel seltener betrachten wir das Leben, das uns dadurch überhaupt erst zugänglich geworden ist. Vielleicht, weil wir für das Verlorene sofort Worte finden. Für das, wovor wir bewahrt wurden, brauchen wir manchmal Jahre. „Non, je ne regrette rien.“ Nein, ich bereue nichts. In diesem Satz liegt für mich ein stilles Einverständnis mit meiner Geschichte. Auch mit ihren rätselhaften Wendungen. Ich glaube, dass Gott weiter sieht als ich. Ich sah damals einen Wunsch. Eine bestimmte Vorstellung von Sicherheit, Zugehörigkeit, Glück. Ich wollte, dass etwas gelingt, dass jemand bleibt, dass sich eine Tür öffnet. Gott sah vielleicht auch, was danach gekommen wäre. Die Jahre hinter dieser Tür. Die Anpassung. Die wachsende Unzufriedenheit. Ein Leben, in dem ich äußerlich angekommen wäre und mich innerlich immer weiter von mir entfernt hätte. Vielleicht hat er diese Entwicklung deshalb so gewollt. Weil das Leben, an dem ich festhalten wollte, auf Dauer schwerer geworden wäre als der Abschied davon. Dieser Gedanke gehört zu meinem Glauben. Er gibt mir Vertrauen, wo mein Wissen endet. Es gibt eine Unzufriedenheit, die sehr ordentlich aussieht. Der Kalender ist gefüllt. Die Aufgaben sind erledigt. Alles hat seinen Platz. Nur das eigene Staunen kommt darin kaum noch vor. Man steht auf, funktioniert, kommt nach Hause und sammelt Kraft, um am nächsten Morgen wieder zu funktionieren. Irgendwann besteht die Woche hauptsächlich aus der Erwartung, dass sie vorübergeht. Ein stumpfes Nine-to-five hätte für mich genau diese Gefahr enthalten: dass meine Zeit so vollständig verplant gewesen wäre, dass ich meine eigenen Fragen kaum noch gehört hätte. Natürlich kann Arbeit erfüllen. Doch ich wollte ein Leben, in dem auch das Platz hat, was sich weder abrechnen noch im Voraus rechtfertigen lässt. Ein langes Gespräch. Ein Nachmittag zwischen Büchern. Eine Reise, von der ich mit anderen Gedanken zurückkehre. Zeit, in der etwas entstehen darf, ohne sofort nützlich sein zu müssen. Vielleicht wäre ich in einem scheinbar sicheren Leben ärmer geworden, ohne es rechtzeitig zu bemerken. Ärmer an Neugier. An Erfahrungen. An innerer Beweglichkeit. Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich deshalb mehr als die schwierigen Ereignisse. Ich sehe, wie viel ich gelernt habe. Wie viel ich gelesen habe. Wie viele Gespräche möglich wurden. Wie viel Zeit ich hatte, um Zusammenhänge zu verstehen, mich weiterzubilden, neue Interessen zu entdecken. Und ich sehe auch, wie viel Spaß dieses Leben enthalten hat. Das gehört dazu. Die Leichtigkeit. Das Lachen. Die spontanen Entscheidungen. Ein Abend, der länger wurde als gedacht, weil niemand gehen wollte. Wir erzählen Entwicklung oft so ernst, als müsse jede Erkenntnis unter Anstrengung entstehen. Doch manchmal erkennen wir gerade in unserer Freude, was uns lange gefehlt hat. Wir lachen und merken: So fühlt es sich an, wenn ich mich nicht ständig zurückhalten muss. Wir verlieren beim Lesen das Zeitgefühl und entdecken, wie lebendig unser Denken noch ist. Wir betreten eine Ausstellung und bleiben vor einem Bild stehen, ohne erklären zu können, weshalb es uns berührt. Auch darin kann Veränderung liegen. Kunst hat etwas Geheimnisvolles. Bis zur nächsten Folge Eure Ines

    Ruhepol Folge 102
  3. 1d ago

    Ruhepol Folge 101

    RUHEPOL – Dein Podcast für Inspiration und innere Balance wissen – und trotzdem vielleicht Mit Special Guest Marc Aurelius Über Zwischentöne, Wertschätzung, Selfcare und die Freiheit, sich nicht sofort entscheiden zu müssen Willkommen bei Ruhepol – deinem Podcast für Inspiration und innere Balance. Vielleicht – ein kleines Wort mit großer Bedeutung Es gibt Wörter, die benutzen wir beinahe täglich, ohne lange über sie nachzudenken. „Vielleicht“ ist so ein Wort. Sieben Buchstaben, die erstaunlich viel offenlassen. Vielleicht komme ich. Vielleicht später. Vielleicht hast du recht. Vielleicht weiß ich es längst. Vielleicht möchte ich nur noch nicht darüber sprechen. Philologisch bezeichnet „vielleicht“ zunächst eine Möglichkeit: Etwas ist weder sicher bejaht noch ausgeschlossen. Das Wort geht historisch auf die Verbindung „viel leicht“ zurück und trug ursprünglich den Gedanken in sich, dass etwas durchaus oder sehr leicht möglich sein könnte. Doch im Alltag ist das Vielleicht längst mehr als eine sprachliche Wahrscheinlichkeitsangabe. Es kann Hoffnung ausdrücken, Zweifel und Vorsicht. Es kann höflich sein, diplomatisch, ausweichend oder schützend. Manchmal hält es Möglichkeiten offen. Manchmal verschafft es uns Zeit. Und manchmal wissen wir die Antwort längst. Alles wissen – und trotzdem vielleicht Wir leben in einer Zeit, in der Wissen scheinbar überall verfügbar ist. Wir können innerhalb von Sekunden recherchieren, vergleichen, nachlesen und überprüfen. Daten, Studien, Nachrichten und Meinungen begleiten uns beinahe rund um die Uhr. Gleichzeitig scheint von uns erwartet zu werden, ebenso schnell zu wissen, was wir denken. Ja oder Nein. Dafür oder dagegen. Richtig oder falsch. Mitmachen oder ablehnen. Doch der Mensch funktioniert nicht wie Fritzchens Baukasten, in dem jedes Teil nur an eine bestimmte Stelle gehört. Unser Denken ist komplexer. Wir können etwas wissen und trotzdem zweifeln. Wir können überzeugt sein und dennoch offenbleiben. Wir können einen Menschen verstehen und trotzdem Abstand halten. Wir können vergeben, ohne zu vergessen. Wir können uns nach Nähe sehnen und gleichzeitig Ruhe brauchen. Das ist kein Widerspruch. Es ist Differenzierung. Vielleicht ist gerade das eine Form von Reife: auszuhalten, dass nicht jede Frage sofort eine eindeutige Antwort braucht. Wenn „vielleicht“ keine Unsicherheit ist Ein Vielleicht muss deshalb nicht bedeuten: Ich weiß nicht, was ich will. Es kann ebenso bedeuten: Ich weiß sehr genau, was ich denke. Aber ich entscheide selbst, wann ich daraus eine Entscheidung mache. Manchmal kennen wir eine Wahrheit und sprechen sie trotzdem nicht sofort aus. Vielleicht möchten wir einen anderen Menschen nicht verletzen. Vielleicht wollen wir eine Beziehung schützen. Vielleicht benötigen wir Zeit, um die Konsequenzen einer Entscheidung abzuwägen. Und manchmal schützen wir uns selbst. Nicht jede Wahrheit muss in dem Augenblick ausgesprochen werden, in dem wir sie erkennen. Nicht jede Erwartung anderer verpflichtet uns zu einer Antwort. Das Vielleicht schafft einen Zwischenraum zwischen Wissen und Handeln. Und dieser Zwischenraum kann wichtig sein. Wenn Erfahrungen unsere Antworten verändern Dazu gehört auch unsere Vergangenheit. Wer über längere Zeit viel gegeben, funktioniert, sich angepasst oder Leistung erbracht hat, ohne sich entsprechend gesehen oder wertgeschätzt zu fühlen, wird möglicherweise irgendwann vorsichtiger mit der eigenen Zeit und Energie. Das muss nicht bedeuten, dass man weniger konnte, weniger interessant war oder weniger zu geben hatte. Menschen treffen Entscheidungen aus den unterschiedlichsten Gründen. Trotzdem hinterlassen solche Erfahrungen Spuren. Irgendwann muss man nicht mehr um jeden Platz kämpfen. In diesem Sinne Bis zur nächsten Folge Eure Ines

  4. Sep 26

    Ruhepol Folge 100

    Ruhepol Folge 100 Albert Camus’ „Die Pest“ – Vom Absurden und der Entscheidung, menschlich zu bleiben Was bleibt vom Menschen, wenn die gewohnte Ordnung zerfällt? Albert Camus’ 1947 erschienener Roman Die Pest erzählt von einer Epidemie in der algerischen Stadt Oran. Doch die Krankheit bildet nur die sichtbare Ebene einer Erzählung, die weit darüber hinausweist. Camus schreibt über das Absurde: über den menschlichen Wunsch nach Sinn und eine Welt, die keine verlässlichen Antworten gibt. Über Krankheit und Tod, Freiheit und Verantwortung, Verdrängung und Widerstand. Und über die Frage, weshalb wir solidarisch handeln sollten, obwohl uns niemand verspricht, dass das Gute am Ende gewinnt. Die Pest lässt sich zugleich als politische Allegorie auf Faschismus, Besatzung und die Erfahrung des Widerstands lesen. Camus, selbst während des Zweiten Weltkriegs im französischen Widerstand aktiv, beschreibt eine Gesellschaft im Ausnahmezustand: Einige verdrängen die Gefahr, andere arrangieren sich mit ihr, manche profitieren – und andere entscheiden sich, ihr entgegenzutreten. Im Mittelpunkt steht dabei keine heroische Erlösung, sondern eine bemerkenswert nüchterne Form von Menschlichkeit: helfen, weil ein anderer Mensch Hilfe braucht. Handeln, obwohl der Ausgang ungewiss ist. In dieser Folge von RUHEPOL geht es deshalb auch um eine andere Vorstellung von innerer Balance. Nicht als Zustand vollkommener Harmonie, sondern als Haltung gegenüber einer Welt, die widersprüchlich und nicht vollständig kontrollierbar bleibt. Vielleicht liegt darin die bleibende Aktualität Camus’: Die Welt garantiert uns weder Gerechtigkeit noch Sicherheit oder Sinn. Aber sie nimmt uns damit nicht die Verantwortung für unsere Entscheidungen. Wenn wir nicht bestimmen können, was uns widerfährt – können wir dennoch entscheiden, wer wir sein wollen, wenn es geschieht? Eine Folge über Albert Camus, das Absurde, Solidarität, Widerstand und die schwierige Kunst, in einer unberechenbaren Welt menschlich zu bleiben. RUHEPOL – Dein Podcast für Inspiration und innere Balance.

  5. Sep 26

    RUHEPOL Folge 99

    RUHEPOL Folge 99 Einsam-Macher Wenn Politik, fehlende Chancengleichheit und soziale Ungleichheit Menschen voneinander entfernen Einsamkeit ist mehr als das Fehlen persönlicher Beziehungen. Sie kann dort entstehen, wo Menschen das Gefühl verlieren, gesellschaftlich dazuzugehören, gehört zu werden oder überhaupt noch eine Rolle zu spielen. In dieser Folge von RUHEPOL richtet Ines Georgescu den Blick deshalb auf eine oft übersehene Dimension von Einsamkeit: ihre gesellschaftlichen und politischen Ursachen. Welche Folgen haben politische Entscheidungen für unseren sozialen Alltag? Was geschieht, wenn Chancengleichheit im Erwachsenenleben zur Theorie wird, wirtschaftliche Unterschiede zunehmend über gesellschaftliche Teilhabe entscheiden und politische Debatten Menschen eher in Lager aufteilen, als miteinander ins Gespräch zu bringen? Auch der wachsende Zuspruch für politische Angebote jenseits der traditionellen Mitte wird dabei als gesellschaftliches Signal betrachtet: Was steckt hinter dem Gefühl, von bestehenden Strukturen nicht mehr ausreichend gesehen oder vertreten zu werden? Und wann wird aus politischer Polarisierung soziale Entfremdung? Die Folge führt von Chancengleichheit und sozialer Ungleichheit über Zugehörigkeit und gesellschaftliche Isolation bis zu einer grundlegenden Frage: Was hält eine Gesellschaft eigentlich zusammen? Denn Politik lässt sich nicht ausschließlich an Wirtschaftsdaten, Haushalten, Wohnungszahlen oder Statistiken messen. Ihre Wirkung zeigt sich auch darin, ob Menschen Zugang zu gesellschaftlichem Leben finden, ob Begegnung möglich bleibt und ob sie die Erfahrung machen: Ich gehöre dazu. Eine Folge über Politik – aber vor allem über Menschen. Über Zugehörigkeit, Entfremdung und die gesellschaftlichen Bedingungen. RUHEPOL – Dein Podcast für Inspiration und innere Balance Mit Ines Georgescu

  6. Sep 5

    Ruhepol Folge 98

    🎙️ Ruhepol Folge 98 Wahrer Luxus ist Zeit 💖 Willkommen bei Ruhepol – deinem Podcast für Inspiration und innere Balance. Was bedeutet Luxus heute eigentlich? Ein besonderes Hotel, eine weite Reise, Mode, Schmuck oder ein schönes Zuhause können unser Leben bereichern. Doch vielleicht gibt es einen Luxus, der zunehmend kostbarer wird und sich trotzdem nicht einfach kaufen lässt: die Freiheit, über die eigene Zeit bestimmen zu können. Ein Morgen ohne Wecker. Ein Nachmittag ohne Termine. Ein Spaziergang ohne Ziel. Ein Kaffee, bei dem wir nicht auf die Uhr schauen. Oder die Freiheit, einen Anruf auch einmal nicht anzunehmen. In dieser Folge von Ruhepol geht es um Zeitautonomie und eine neue Vorstellung von Wohlstand. Denn in einer Welt permanenter Erreichbarkeit kann gerade das Nicht-Verplant-Sein zu etwas Besonderem werden. Wir sprechen darüber, warum Beschäftigtsein lange als Statussymbol galt, weshalb freie Zeit etwas anderes ist als selbstbestimmte Zeit und warum wir inzwischen sogar unsere Erholung häufig optimieren. Und wir stellen eine vielleicht unbequeme Frage: Wie viel unseres Lebens gehört eigentlich noch uns selbst? Denn Geld und Besitz verlieren für manche Menschen einen Teil ihrer beeindruckenden Wirkung, wenn sie erkennen, dass ein anderer Wert viel schwieriger zu bekommen ist: die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie man seine begrenzte Lebenszeit verbringt. 🌿 In dieser Folge: • Warum sich unsere Vorstellung von Luxus verändert • Zeitautonomie als neue Form von Wohlstand • Warum ein voller Kalender nicht automatisch Erfolg bedeutet • Permanente Erreichbarkeit und ihre Schattenseiten • Weshalb wir nicht jede freie Minute optimieren müssen • Warum Nichtstun einen eigenen Wert haben darf • Materieller Luxus versus innerer Luxus • Die Frage, wie viel unserer Zeit tatsächlich uns selbst gehört *Das Mami-Papi-Syndrom – Wenn geerbter Wohlstand mit eigenem Erfolg verwechselt wird 📚 Buchtipps zur Folge Seneca – „Von der Kürze des Lebens“ Ein erstaunlich zeitloser Text über unseren Umgang mit Lebenszeit. Seneca stellt sinngemäß die Frage, ob unser Leben tatsächlich zu kurz ist – oder ob wir einen zu großen Teil unserer Zeit verschwenden. Oliver Burkeman – „4000 Wochen: Das Leben ist zu kurz für Zeitmanagement“ Burkeman stellt die klassische Idee infrage, dass wir nur effizienter werden müssten, um endlich alles zu schaffen. Ein kluges Buch über die Begrenztheit unserer Lebenszeit und darüber, warum gerade diese Begrenzung unseren Entscheidungen Bedeutung gibt. Jenny Odell – „Nichts tun“ Ein Gegenentwurf zur permanenten Verfügbarkeit und Aufmerksamkeitsökonomie. Odell beschäftigt sich damit, wie wir unsere Aufmerksamkeit zurückgewinnen und uns dem Zwang entziehen können, ständig produktiv und erreichbar sein zu müssen. Erling Kagge – „Stille. Ein Wegweiser“ Ein ruhiges, philosophisches Buch über Stille, Rückzug und die Fähigkeit, sich wieder Räume zu schaffen, in denen nicht ständig etwas passieren muss. ✨ Gedanke zum Mitnehmen Vielleicht sollten wir Wohlstand gelegentlich auch mal anders messen. Nicht nur: Was kann ich mir leisten ? Sondern: Wie frei kann ich über meine Zeit entscheiden? Denn wir können Geld verdienen, Dinge besitzen und Termine organisieren. Aber die Stunden eines vergangenen Tages bekommen wir nicht zurück. Vielleicht ist deshalb ein leerer Platz im Kalender manchmal wertvoller als ein weiterer Termin. 💖 Danke, dass ihr bei Ruhepol – deinem Podcast für Inspiration und innere Balance dabei seid. Vielleicht schenkt ihr euch heute etwas, das keinen Preis braucht: eine Stunde, die niemandem gehört außer euch selbst. Denn manchmal ist der größte Luxus nicht das, was wir besitzen. Sondern der Moment, in dem unsere begrenzte Zeit auf Erden wieder uns gehört.

  7. Sep 5

    Ruhepol – Folge 97

    🎙️ Ruhepol – Folge 97 Rückenschmerzen? Spazieren wir sie weg! 💖 Willkommen bei Ruhepol – deinem Podcast für Inspiration und innere Balance. Wenn der Rücken schmerzt, möchten wir uns häufig möglichst wenig bewegen. Doch gerade bei vielen alltäglichen, unspezifischen Rückenbeschwerden kann regelmäßige Bewegung ein wichtiger Teil des Umgangs mit den Beschwerden sein. Und dafür braucht es nicht unbedingt Fitnessstudio, komplizierte Übungen oder sportliche Höchstleistungen. Manchmal reicht der erste Schritt vor die eigene Haustür. In dieser Folge geht es darum, warum Spazierengehen unserem Rücken guttun kann, weshalb wir uns nicht von der berühmten 10.000-Schritte-Marke unter Druck setzen lassen sollten und wie aus regelmäßiger Bewegung ein kleines Ritual für Körper und Seele werden kann. Wir schauen darauf, was langes Sitzen mit unserem Körper macht, warum eine natürliche Aufrichtung beim Gehen wichtig ist und wie bereits kleinere Spaziergänge mehr Bewegung in unseren Alltag bringen können. Außerdem geht es um Nordic Walking als Ganzkörperbewegung, um Spaziergänge im Wald und um die wohltuende Verbindung zwischen körperlicher Aktivität und mentaler Auszeit. Denn Bewegung muss keine weitere Aufgabe auf unserer To-do-Liste sein. Ein Spaziergang darf eine Pause sein. Zeit zum Nachdenken. Ein Treffen mit einem lieben Menschen. Eine Runde durch den Park oder Wald. Oder einfach eine halbe Stunde, in der das Smartphone einmal in der Tasche bleibt. 🌿 In dieser Folge: • Warum unser Rücken regelmäßige Bewegung braucht • Weshalb Schonung nicht bei jedem Rückenschmerz die beste Lösung ist • Warum es nicht unbedingt 10.000 Schritte sein müssen • Bewusste Haltung und natürliche Aufrichtung beim Gehen • Nordic Walking als Alternative zum klassischen Spaziergang • Warum Wald und Natur auch unserem Kopf guttun können • Kleine Bewegungsrituale, die sich wirklich in den Alltag integrieren lassen • Wann Rückenschmerzen ärztlich abgeklärt werden sollten 📚 Buchtipps zur Folge Dr. Stuart McGill – „Rücken-Reparatur“ Der Wirbelsäulenexperte Stuart McGill beschäftigt sich mit unterschiedlichen Ursachen von Rückenschmerzen und zeigt Wege zu einem bewussteren Umgang mit Bewegung und Belastung. Kelly & Juliet Starrett – „Built to Move“ Ein praxisorientiertes Buch darüber, wie wir Bewegung wieder selbstverständlich in unseren Alltag integrieren und unsere Beweglichkeit langfristig erhalten können. Shane O’Mara – „Das Glück des Gehens“ Besonders passend zu dieser Folge: Der Neurowissenschaftler widmet sich der Frage, warum Gehen nicht nur unserem Körper, sondern auch unserem Denken, unserer Kreativität und unserem Wohlbefinden guttun kann. Erling Kagge – „Gehen. Weiter gehen“ Eine philosophischere Ergänzung: Kagge beschreibt das Gehen als Möglichkeit, langsamer zu werden, die Welt bewusster wahrzunehmen und wieder stärker bei sich selbst anzukommen. ✨ Gedanke zum Mitnehmen Vielleicht muss Bewegung gar nicht kompliziert sein. Schuhe an. Jacke über. Handy in die Tasche – und losgehen. Nicht für irgendeine Zahl auf dem Display, sondern für unseren Rücken, unseren Kreislauf, unseren Kopf und für dieses besondere Gefühl, nach einem Spaziergang wieder ein bisschen mehr bei uns selbst angekommen zu sein. ⚕️ Hinweis: Diese Folge dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung oder Diagnose. Neue, starke oder anhaltende Rückenschmerzen sowie neurologische Symptome sollten medizinisch abgeklärt werden. 💖 Danke, dass ihr bei Ruhepol – deinem Podcast für Inspiration und innere Balance dabei seid.

  8. Sep 5

    Ruhepol Folge 96

    Ruhepol Folge 96 Das Impostor-Phänomen 💖 Willkommen bei Ruhepol – deinem Podcast für Inspiration und innere Balance. „Eigentlich bin ich gar nicht so gut.“ „Ich hatte einfach Glück.“ „Irgendwann merken die anderen, dass ich das alles gar nicht kann.“ Solche Gedanken können selbst Menschen begleiten, die längst erfolgreich sind, Erfahrung besitzen und von anderen für ihre Fähigkeiten geschätzt werden. Dahinter kann das sogenannte Impostor-Phänomen stecken – häufig auch Hochstapler-Syndrom genannt. Der Begriff geht auf die Psychologinnen Pauline Rose Clance und Suzanne Imes zurück, die das Phänomen bereits 1978 wissenschaftlich beschrieben haben. In dieser Folge von Ruhepol geht es darum, warum wir manchmal Schwierigkeiten haben, unsere eigenen Leistungen anzuerkennen. Warum schreiben wir Erfolge dem Glück, Zufall oder den Umständen zu, während wir Fehler sofort als Beweis für die eigene Unzulänglichkeit betrachten? Wir sprechen über Selbstzweifel und Perfektionismus, über die Angst, den Erwartungen anderer nicht gerecht zu werden, und über diesen merkwürdigen inneren Widerspruch: Andere sehen unsere Kompetenz – nur wir selbst können sie manchmal nicht erkennen. Das Impostor-Phänomen ist dabei keine Frage tatsächlicher Fähigkeiten. Gerade Menschen, die objektiv Erfolge vorweisen können, können trotzdem das Gefühl haben, ihre Position oder Anerkennung eigentlich nicht verdient zu haben. 🌿 In dieser Folge geht es um: • Was hinter dem Impostor-Phänomen steckt • Warum Erfolg Selbstzweifel nicht automatisch verschwinden lässt • Weshalb wir unsere Leistungen häufig herunterspielen • Perfektionismus und die Angst vor Fehlern • Den Unterschied zwischen gesunder Selbstreflexion und ständigem Selbstzweifel • Warum Vergleiche mit anderen unser Selbstbild verzerren können • Wie wir lernen können, Erfolge tatsächlich als eigene Erfolge anzuerkennen • Warum wir nicht alles wissen und können müssen, um kompetent zu sein 📚 Buchtipps zur Folge Valerie Young – „The Secret Thoughts of Successful Women“ Ein Klassiker zum Impostor-Phänomen. Young beschäftigt sich damit, warum kompetente Menschen ihre eigenen Fähigkeiten anzweifeln und Erfolge nicht sich selbst zuschreiben können. Pauline Rose Clance – „The Impostor Phenomenon“ Clance gehört zu den beiden Psychologinnen, die das Phänomen ursprünglich beschrieben haben. Ihr Buch beschäftigt sich mit den Ursprüngen von Impostor-Gefühlen und Möglichkeiten, mit ihnen umzugehen. Kevin Cokley (Hrsg.) – „The Impostor Phenomenon: Psychological Research, Theory, and Interventions“ Wer tiefer in die wissenschaftliche Perspektive einsteigen möchte, findet hier einen aktuellen Überblick über Forschung, psychologische Erklärungsansätze und Interventionen. 💖 Danke, dass ihr bei Ruhepol – deinem Podcast für Inspiration und innere Balance dabei seid. Und vielleicht nehmt ihr heute eine kleine Frage mit: Welchen Erfolg in eurem Leben habt ihr bisher dem Glück zugeschrieben, obwohl er eigentlich auch etwas mit eurem eigenen Können zu tun hatte? Bis zum nächsten Mal bei Ruhepol. Eure Ines

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RUHEPOL – Dein Podcast für Inspiration und innere Balance. Hier erwarten dich persönliche Gedanken, neue Perspektiven, Meditationen und wertvolle Impulse für ein bewussteres und selbstbestimmtes Leben. Ich bin Inés Georgescu – Autorin und Impulsgeberin. In RUHEPOL nehme ich dich mit in Themen, die uns im Leben begegnen und bewegen: Psychologie, Philosophie und Gesellschaft, persönliche Entwicklung, Selbstwert und Resilienz, Veränderung und Lebenskunst. Ergänzt werden die Folgen durch Meditationen und bewusste Momente der Entspannung, die dabei helfen können, zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu schöpfen. Dabei geht es nicht um schnelle Antworten oder fertige Lebensrezepte. Ich möchte genauer hinschauen, Zusammenhänge beleuchten, zum Nachdenken anregen und unterschiedliche Perspektiven eröffnen. RUHEPOL ist eine Einladung, innezuhalten, Gedanken weiterzudenken und den eigenen Weg mit mehr Klarheit, Leichtigkeit und innerer Balance zu gehen.