Jüdische Salongespräche

Sonia Simmenauer, Marion Kollbach

Unser Jüdischer Salon Berlin bietet unter www.juedischer-salon-berlin.de/podcasts Jüdische Salongespräche als Podcast zum Nachhören an. Im krisenhaften Heute bieten wir geladenen Gästen in unserem Berliner Jüdischen Salon, fern von den sozialen Medien, ein Forum, in dem sie sich persönlich und mit ihrem Wissen einbringen können, und in dem sich das Gespräch mit dem Publikum entfalten kann. Jenseits von Ohnmacht und Vorurteil kommt die Unübersichtlichkeit und Vielfältigkeit von Realität und Vorstellung zu Wort und wird aus diversen Perspektiven beleuchtet. Die eigenen Fragen treffen auf die Fragen anderer, Neugierde paart sich mit Austausch. Die Themen unseres Salons haben aktuelle gesellschaftliche Relevanz, sie sind ein Spiegel der Gesellschaft. Die ursprüngliche Frage, die wir aufwerfen wollten: Wie lebt es sich als Jüdin und Jude im 21. Jahrhundert? Wurde von der Aktualität überrollt, so geht es heute nicht mehr „nur“ darum, wie sich die Shoah neu unter die anderen Kapitel der so langen jüdischen Geschichte erzählen läßt, wie divers können jüdische Identitäten heute sein, sondern wie nach dem 7. Oktober 2023 justament in dem einst von seinen Juden leergefegten Deutschland und insbesondere Berlin Jüdinnen und Juden vielfältigster Herkunft und hier ihre jüdische Kultur mit all ihren Facetten selbstbewusst leben können. Ein Salon erscheint uns als der tradierte Raum, um Geschichten zu erzählen und zu hören, um zu fragen, um die Vielfältigkeit jüdischer Existenzen und jüdischen Denkens im 21. Jahrhundert zu erleben und zu diskutieren. Die Podcastfolgen sind Mitschnitte des Jüdischen Salons im Grünen Salon. https://www.juedischer-salon-berlin.de

Episodes

  1. 03/24/2025

    Gewachsene Verbindungen: Blicke auf Israel und Deutschland

    Wenn von „den Beziehungen“ zwischen Deutschland und Israel die Rede ist, wird es schnell staatstragend – oder schwarz-weiß. Dann geht es um „pro“ und „anti“, um Täter und Opfer, um politische Positionierungen und Stellungsnahmen, die häufig nach Worthülsen klingen. Das hat jedoch wenig mit den Lebenswelten von Israelis und Deutschen zu tun, die sich in ihrem Alltag tatsächlich begegnen. Ihre Geschichten erzählen oft von Zwischenmenschlichem und Emotionen, persönlichen Verbindungen und gemeinsamem Erleben. „Woran denkst Du, wenn Du an Israel denkst? Woran denkst Du, wenn Du an Deutschland denkst?“ – sind die zwei Fragen, die Dr. Alexandra Nocke und Teresa Schäfer im Rahmen ihres Buches „Ich sehe was, was Du nicht siehst. Deutschland. Israel. Einblicke.“ ihren Interviewpartner:innen gestellt haben. Eine der Beitragenden im Buch war die Sopranistin Alma Sadé, die an diesem Abend zusammen mit Alexandra Nocke über ihren ganz persönlichen Blick auf Deutschland und Israel spricht. Es geht dabei um Grünflächen im nowhere land, Freiheit und Ficusbäumen auf den Boulevards in Tel Aviv, aber auch um den existentiellen Bruch nach dem 7.10.2023. Im Jüdischen Salon präsentieren Alexandra Nocke und Alma Sadé überraschende Perspektiven auf die Beziehungen zwischen Israelis und Deutschen und blicken auf Trennendes und Verbindendes, Ungewöhnliches und vermeintlich Typisches. Weitere Informationen zum Jüdischen Salon sowie nächste Termine finden Sie unter https://www.salon-ich.berlin

    1h 9m
  2. 01/07/2025

    Dreamed Belongings: Jewish life between Europe and Israel

    Die renommierte Historikerin und Intellektuelle, Diana Pinto, ist nach dem Ende des Kalten Kriegs für ein selbstbewusstes, vielfältiges und in der europäischen Gesellschaft verankertes Judentum eingetreten, das aktiv an der Gestaltung Europas mitwirken solle. Ob und wie sich ihre Vision auf dem Hintergrund der aktuellen Konflikte ausnimmt, wie sich ein diasporisches Judentum inhaltlich gestalten kann, dies diskutieren Cilly Kugelmann und Diana Pinto auf ihrem jeweilig sehr unterschiedlichen jüdischen Hintergrund. Sie denken darüber nach, wie ihr Verhältnis zu Israel aussieht und aussah. Juden sehen sich mit der Erwartung konfrontiert, die Politik Israels rechtfertigen zu müssen, was zu emotionalen Loyalitätskonflikten führen kann. Ob es in dieser schwierigen Situation eine Chance für ein selbstbewusstes europäisches Judentum mit einer nuancierten Haltung zu Israel, die Verbundenheit und kritische Reflexion vereint, geben kann, diskutiert Cilly Kugelmann mit Diana Pinto. Die Krise der EU zwingt die Juden Europas seit Jahren, sich zu aktuellen Fragen wie Migration, dem Erstarken des Populismus und einem zunehmenden Antisemitismus zu positionieren. Durch den Krieg in Gaza sehen sich jüdische Organisationen gezwungen, öffentlich auf komplexe politische Fragen zu reagieren, die selten pluralistisch ausfallen, was oft interne Spannungen auslöst. Weitere Informationen zum Jüdischen Salon sowie nächste Termine finden Sie unter https://www.salon-ich.berlin/

    1h 4m

About

Unser Jüdischer Salon Berlin bietet unter www.juedischer-salon-berlin.de/podcasts Jüdische Salongespräche als Podcast zum Nachhören an. Im krisenhaften Heute bieten wir geladenen Gästen in unserem Berliner Jüdischen Salon, fern von den sozialen Medien, ein Forum, in dem sie sich persönlich und mit ihrem Wissen einbringen können, und in dem sich das Gespräch mit dem Publikum entfalten kann. Jenseits von Ohnmacht und Vorurteil kommt die Unübersichtlichkeit und Vielfältigkeit von Realität und Vorstellung zu Wort und wird aus diversen Perspektiven beleuchtet. Die eigenen Fragen treffen auf die Fragen anderer, Neugierde paart sich mit Austausch. Die Themen unseres Salons haben aktuelle gesellschaftliche Relevanz, sie sind ein Spiegel der Gesellschaft. Die ursprüngliche Frage, die wir aufwerfen wollten: Wie lebt es sich als Jüdin und Jude im 21. Jahrhundert? Wurde von der Aktualität überrollt, so geht es heute nicht mehr „nur“ darum, wie sich die Shoah neu unter die anderen Kapitel der so langen jüdischen Geschichte erzählen läßt, wie divers können jüdische Identitäten heute sein, sondern wie nach dem 7. Oktober 2023 justament in dem einst von seinen Juden leergefegten Deutschland und insbesondere Berlin Jüdinnen und Juden vielfältigster Herkunft und hier ihre jüdische Kultur mit all ihren Facetten selbstbewusst leben können. Ein Salon erscheint uns als der tradierte Raum, um Geschichten zu erzählen und zu hören, um zu fragen, um die Vielfältigkeit jüdischer Existenzen und jüdischen Denkens im 21. Jahrhundert zu erleben und zu diskutieren. Die Podcastfolgen sind Mitschnitte des Jüdischen Salons im Grünen Salon. https://www.juedischer-salon-berlin.de

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