Damit die Guten gewinnen

ASK – Die Kommunikationsagentur

Die Welt dreht sich nach rechts. Die Nachrichten machen schlechte Laune. Und trotzdem gibt es Menschen, die nicht aufhören, mit ihrem Engagement etwas für die Gesellschaft zu tun. Thomas Mühlnickel spricht mit ihnen – Aktivist:innen, Politiker:innen, Macher:innen aus Zivilgesellschaft und Kultur. Keine Phrasen, keine Selbstbeweihräucherung – sondern ehrliche Gespräche über Demokratie, Zusammenhalt und die Frage: Was kann ich selbst tun? „Damit die Guten gewinnen" – der Podcast von ASK Berlin. Zweiwöchentlich. Für alle, die den Lärm satt haben und trotzdem nicht aufgeben. Gäste bisher: Martin Schulz, Jutta Allmendinger, Christoph Sieber, Mo Asumang, Christoph Bautz, Natascha Strobl u.v.m. Themen: Demokratie, Rechtsextremismus, Zivilgesellschaft, soziales Engagement, gesellschaftlicher Zusammenhalt – alle zwei Wochen neu.

  1. 4d ago

    „Wo kommt mein Geld an?“ – Aysel Osmanoglu über Geldqualität und die GLS Bank

    Wo kommt mein Geld an? Diese Frage stellt Aysel Osmanoglu, Vorstandssprecherin der GLS Bank, und sie meint sie ernst. Für sie ist Geld kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, mit dem wir Gesellschaft gestalten. Was Geld bewirken kann, hat sie früh erlebt. Sie wächst als Teil der türkischen Minderheit in Bulgarien auf. Mit zwölf wandert die Familie in die Türkei aus und hat dort zunächst nichts. Eines Abends geht die Familie hungrig ins Bett, am nächsten Tag bringt ein Nachbar einen Karton voller Lebensmittel. Mit 18 kommt sie allein nach Deutschland, lernt in Freiburg Deutsch, holt das Abitur nach und studiert Wirtschaft. Bei der GLS Bank fängt sie als Werkstudentin an. Heute führt sie die Bank. Im Gespräch mit Thomas Mühlnickel erklärt sie, was hinter dem Begriff Geldqualität steckt. Kaufgeld ist Anerkennung, Kredit ist Vertrauen, Schenkgeld ist Liebe ohne Gegenleistung. Sie zeigt auch, was die GLS Bank als Genossenschaft anders macht. Die Mitglieder bestimmen mit, jeder gewerbliche Kredit wird veröffentlicht, und auch die Vorstandsgehälter sind öffentlich. „Guckt doch nach“, sagt sie. Darum geht es: - Geldqualität und die Frage, was dein Geld eigentlich bewirkt - Herkunft, Umbrüche und Menschen, die unterstützen - Wie die GLS Bank finanziert und was sie ausschließt - Transparenz bei Krediten und Gehältern - Wirtschaften in Verbundenheit und das Gutes-Morgen-Festival in Bochum - Nachhaltigkeit unter Druck und was Europa wirtschaftlich stark macht - Was jede und jeder Einzelne heute tun kann Und du? Weißt du, was deine Bank mit deinem Geld macht? Schreib es uns in die Kommentare. 0:00 Intro und wer sind die Guten? 5:12 Geldqualität: Kaufgeld, Kredit, Schenkgeld 12:37 Herkunft, Weg nach Deutschland und Umbrüche 27:11 Geld, Haltung und Loslassen 32:35 Die GLS Bank: Genossenschaft und Transparenz 42:56 Wirtschaften in Verbundenheit und das Gutes-Morgen-Festival 52:32 Freiheit, Wohlwollen und Nachhaltigkeit unter Druck 1:05:07 Was jede und jeder tun kann und Blick auf 2050 #GLSBank #Geldqualität #DamitDieGutenGewinnen

  2. Sep 25

    Wer ist wirklich das Problem – die AfD oder Demokraten? Gilda Sahebi über den Zustand Deutschlands

    In dieser Episode von „Damit die Guten gewinnen" spricht Thomas Mühlnickel mit Gilda Sahebi, Journalistin und Autorin. Sie ist in Teheran geboren, ihre Eltern flohen aus politischen Gründen, als sie noch ein Kleinkind war. Sie studierte Medizin in Heidelberg, machte das Physikum, wechselte die Universität und nahm Politik dazu – Neurologin wollte sie werden. Im praktischen Jahr entschied sie sich gegen das System Klinik, Ende 20 war das, spät, wie sie selbst sagt. Eine schwere Erkrankung vor einigen Jahren hat sie noch einmal verändert. Heute arbeitet sie journalistisch, hält Hochzeits- und Trauerreden und versucht, durch die vier Türen zu sprechen: true, kind, necessary, complete. Eine Folge über Polarisierung, Machtgefälle, Emotionen und Autoritarismus und die Frage, warum eine Gesellschaft, die im Alltag erstaunlich gut funktioniert, sich selbst für zerrissen hält. Hauptthemen der Episode: Die Spaltung ist eine Erzählung: warum die Daten keine in zwei Hälften zerfallene Gesellschaft hergeben. Nur 25 Prozent kommentieren online: wie ein winziger Ausschnitt zur gefühlten Realität aller wird. Algorithmen sind Manipulation: was sich seit der Übernahme von Twitter durch Elon Musk verschoben hat. Der Beef mit den Demokraten: warum Sahebi die demokratischen Parteien härter kritisiert als die autoritären Kräfte. 70 Lobbyisten pro Abgeordnetem: wie wenig Einzelne im Finanzausschuss des Bundestages gegen Strukturen ausrichten. Deutschland ist emotional unterentwickelt: warum sie deshalb Hochzeits- und Trauerrednerin geworden ist. Hoffnung gibt es nur in der Gemeinschaft: was das Zusammenkommen im Iran gerade am Leben hält. Wichtige Stellen der Episode: 0:00 Begrüßung 0:16 „Ich glaube nicht an die Guten" 1:08 Die vier Türen: true, kind, necessary, complete 10:17 Warum affektive Polarisierung immer den Autoritären hilft 14:24 Die SPD und die Frage, ob sie es wirklich anders macht 18:09 Der Gedanke, Deutschland zu verlassen 21:32 Was die Parteien zuerst anerkennen müssten 33:45 Machtgefälle und 27 Millionen Ehrenamtliche 40:02 Warum Deutschland emotional unterentwickelt ist 44:16 Teheran, Flucht, Familie: Wer ist Gilda Sahebi? 46:38 Die Erkrankung, die vieles verändert hat 51:03 Die Lage im Iran nach drei Jahren Umbruch 58:39 Im Jahr 2050 am Brandenburger Tor Was wir besprochen haben: Warum Gilda Sahebi nicht an die Guten glaubt, sondern nur an Menschen, die sich öfter dafür entscheiden, gut zu handeln – und warum das niemanden zum besseren Menschen macht. Die vier Türen als persönlicher Maßstab: true, kind, necessary, complete. Für „kind" gibt es im Deutschen kein Wort. Der Verweis auf den Harvard-Politikwissenschaftler Daniel Ziblatt, nach dem in jeder Gesellschaft 20 bis 30 Prozent der Menschen autoritären Wegen zuneigen – das Problem entsteht erst, wenn demokratische Politiker*innen sich mit ihnen verbünden. Die Beobachtung, dass 30 bis 40 Prozent der Menschen in Deutschland keine Spareinlagen haben und eine kaputte Waschmaschine zur Existenzfrage wird. Deutschland liegt neben Estland an der Spitze der Vermögensungleichheit in Europa – eine Zahl, die aus ihrer Sicht keine Partei ernsthaft anerkennt. Die Szene auf dem Juso-Kongress, nach der ihr ein junger Teilnehmer sagte, sie sei die Einzige auf dem Podium gewesen, die sozialdemokratische Sachen gesagt habe. Der Supermarktbesitzer in Brandenburg, der Senior*innen zehn Prozent Rabatt gibt, außer auf Tabak. Für sie ein Beispiel dafür, wie viele Menschen sich täglich für gutes Handeln entscheiden. Mehmonie: das Zusammenkommen von Familien und Freund*innen im Iran, mit Musik, Tanz und Gesang – eine Lifeline, die wegen der wirtschaftlichen Lage seltener wird. Der Satz, der das Gespräch trägt: „Das kleinste Licht kann eine Dunkelheit erhellen, egal wie klein es ist." Der Blick ins Jahr 2050: Auf die Frage, welches Land sie am Brandenburger Tor sieht, antwortet sie „Das Land, das wir daraus machen." Eine Strategie dafür hat sie nicht – nur die Arbeit am eigenen Schatten und die vie

  3. Sep 18

    KI ist kein Schnupfen, KI ist chronisch – Alexander Thamm

    Kann Europa bei Künstlicher Intelligenz noch aufholen — oder müssen wir Europa tatsächlich retten? In dieser Folge von „Damit die Guten Gewinnen“ spricht Thomas Mühlnickel mit Alexander Thamm, Gründer und CEO der KI-Beratung Alexander Thamm GmbH, über die Zukunft von Künstlicher Intelligenz in Deutschland und Europa. Alexander Thamm beschäftigt sich seit vielen Jahren mit KI, Daten und digitalen Geschäftsmodellen. Mit mehr als 500 Mitarbeitenden und Standorten in mehreren europäischen Ländern begleitet sein Unternehmen Organisationen auf dem Weg zu einer tragfähigen KI-Strategie. Im Gespräch geht es nicht um kurzfristige KI-Hypes, sondern um die entscheidende Frage: Was muss Europa jetzt konkret tun, um bei Künstlicher Intelligenz souverän und wettbewerbsfähig zu bleiben? Alexander Thamm beschreibt KI als Werkzeug — eher als Akkuschrauber denn als Zauberstab. Gemeinsam sprechen Thomas Mühlnickel und er darüber, wie Unternehmen KI sinnvoll einsetzen können, warum Europa nicht nur regulieren, sondern selbst Lösungen bauen muss und welche Rolle Unternehmertum, Haltung und Verantwortung dabei spielen. In dieser Folge geht es unter anderem um: Künstliche Intelligenz in Deutschland und Europa Europas digitale und technologische Souveränität KI-Strategien für Unternehmen und Organisationen Chancen und Risiken generativer KI KI-Agenten, Agenten-Meshes und Automatisierung Robotik und die nächste Welle technologischer Disruption Machtkonzentration bei US-amerikanischen und chinesischen Tech-Konzernen Regulierung versus Innovation in der Europäischen Union Unternehmertum, Verantwortung und Haltung Die Frage, wie Europa bis 2030, 2040 und 2050 zukunftsfähig werden kann Kernthese des Gesprächs: Europa darf Künstliche Intelligenz nicht nur regulieren. Europa muss konkrete KI-Produkte, Unternehmen und Anwendungen entwickeln — in Deutschland und im gesamten europäischen Raum. Über Alexander Thamm Alexander Thamm ist Gründer und CEO der gleichnamigen KI-Beratung. Das Unternehmen unterstützt Firmen und Institutionen bei Datenstrategie, Künstlicher Intelligenz, Machine Learning und der Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle. Über den Podcast „Damit die Guten Gewinnen“ ist der Podcast mit Thomas Mühlnickel über Menschen, Ideen und Entscheidungen, die unsere Zukunft prägen. Es geht um Haltung, Verantwortung, Politik, Wirtschaft, Technologie und die Frage, wie Fortschritt gelingen kann. 🎧 Jetzt abonnieren, wenn du Gespräche über Zukunft, Verantwortung und echte Veränderung nicht verpassen möchtest. 💬 Was muss Europa tun, damit wir bei KI nicht den Anschluss verlieren? Schreib es in die Kommentare. Kapitelmarken: 0:00 Superintelligenz, KI-Hype und die Frage nach der Angst 0:34 Wer sind die Guten? Europas Werte und unternehmerische Haltung 10:14 Alexander Thamm: DDR, Unternehmertum und der Weg zur KI 35:03 Authentizität, Vorbilder und Verantwortung in der KI 51:57 Demokratie, Diskurs und Europas digitale Souveränität 1:00:04 KI als Akkuschrauber: Robotik, Agenten und die Zukunft Europas

  4. Aug 28

    „Wer hat euch erlaubt, Frauen so zu hassen?" – Kristina Lunz über Hass im Netz

    In dieser Folge von „Damit die Guten gewinnen" spricht Thomas Mühlnickel mit Kristina Lunz, Politikwissenschaftlerin, Autorin und Mitgründerin des Centre for Feminist Foreign Policy, über Frauenhass im Netz, organisierte Mobs und die Frage, was jede und jeder Einzelne dagegen tun kann. Kristina Lunz kommt aus einem Dorf mit 60 Einwohner*innen, studierte in London und Oxford und war die erste in ihrer Familie, die studiert hat. 2014 legte sie sich mit einer Kampagne gegen Sexismus in der Bild-Zeitung mit dem größten Medienkonzern Deutschlands an. 2016 gehörte sie zu den Stimmen, die die Änderung des Sexualstrafrechts nach dem Prinzip „Nein heißt Nein" durchgesetzt haben. Acht Jahre lang baute sie das Centre for Feminist Foreign Policy auf, mit über 60 internationalen Projekten zu Abrüstung, Menschenrechten und Klimagerechtigkeit. Im Gespräch geht es nicht um abstrakte Debatten über Hass im Netz, sondern um die Mechanik dahinter: Wie aus wenigen Accounts ein scheinbarer Massenprotest wird, warum Extreme belohnt werden und was das mit Frauen macht, die sich öffentlich äußern. Kristina Lunz beschreibt Frauenverachtung als Glut, die in patriarchalen Gesellschaften ohnehin überall liegt. Es brauche wenig, um daraus ein Feuer zu machen. In ihrem Buch zieht sie gemeinsam mit ihrer Co-Autorin die Parallele zu den Hexenverfolgungen der frühen Neuzeit — mit dem Unterschied, dass ein Mob heute an einem Nachmittag organisiert ist. In dieser Folge geht es unter anderem um: Digitale Gewalt gegen Frauen in Deutschland Der Unterschied zwischen Shitstorm und orchestriertem Mob Algorithmic Literacy und wie kleine Accounts Reichweite erzeugen Aufmerksamkeitsökonomie, Desinformation und moralisches Kapital Der Silencing-Effekt: Warum sich Frauen aus Politik und Öffentlichkeit zurückziehen Die Solidaritätsaktion mit über 250 Frauen aus Kultur, Politik und Medien Zehn Forderungen: Femizid als Straftatbestand, sexualisierte Deepfakes, „Ja heißt Ja" Feministische Außenpolitik zwischen Koalitionsvertrag 2021 und heutiger Bedeutungslosigkeit Klassendynamiken in Oxford und die Rolle von Fürsprecher*innen Rechtsextremismus, Ungleichheit und der Kampf um gesellschaftlichen Zusammenhalt Hoffnung als Haltung: der Havel-Satz und ein Blick ins Jahr 2050 Kernthese des Gesprächs: Digitale Gewalt gegen Frauen ist kein Nebeneffekt sozialer Medien, sondern ein Anreizsystem. Wer sie eindämmen will, braucht Gesetze, Schutzstrukturen und Menschen, die die Verteidigungslinie halten. Über Kristina Lunz Kristina Lunz ist Autorin, Aktivistin und Mitgründerin des Centre for Feminist Foreign Policy. Sie schrieb das erste deutschsprachige Buch zu feministischer Außenpolitik, arbeitete für die Vereinten Nationen in New York und Myanmar sowie als Beraterin im Auswärtigen Amt. Zuletzt erschien ihr gemeinsames Buch „Wer hat euch erlaubt, Frauen so zu hassen?", entstanden in nur zweieinhalb Monaten nach der Solidaritätsaktion für Coline Fernandes. Über den Podcast „Damit die Guten gewinnen" ist der Podcast mit Thomas Mühlnickel über Menschen, Ideen und Entscheidungen, die unsere Zukunft prägen. Es geht um Haltung, Verantwortung, Politik, Wirtschaft, Technologie und die Frage, wie Fortschritt gelingen kann. 🎧 Jetzt abonnieren, wenn du Gespräche über Zukunft, Verantwortung und echte Veränderung nicht verpassen möchtest. 💬 Was hilft gegen organisierten Hass im Netz? Schreib es in die Kommentare. Kapitelmarken 0:00 Wer sind die Guten? Integrität und Beispiel statt Meinung 2:44 Vom Dorf mit 60 Einwohner*innen nach Oxford 8:16 Klassendynamik, Habitus und unfaire Vorteile 10:27 Wie feministische Außenpolitik vom Nischenthema zur Debatte wurde 14:22 Die Kampagne gegen die Bild-Zeitung und der erste Gegenwind 18:24 Drohungen, Rückzug und die Frage, ob es weitergeht 20:48 Warum Trolle sich immer Frauen aussuchen 22:04 Die Glut der Frauenverachtung und die digitalen Hexenjagden 25:18 Ein Wochenende, 250 Frauen, zehn Forderungen 29:09 Shitstorm oder orchestrierter Mob? Die Mechani

  5. Aug 13

    Die Kraft der Guten – KI, Medienkompetenz & Demokratie mit Jutta Croll

    Jutta Croll ist eine der profiliertesten Vorkämpferinnen für digitale Gerechtigkeit in Deutschland. Seit über 25 Jahren leitet die studierte Literatur- und Politikwissenschaftlerin die Stiftung Digitale Chancen. Ende der 90er-Jahre erkannte sie bereits die Gefahr einer sozialen Spaltung durch Technologie. Seither widmet sie sich der Mission, dass niemand auf dem Weg zurückbleibt. In dieser Folge von „Damit die Guten gewinnen“ sprechen Thomas Mühlnickel und Jutta Croll über das große Versprechen des Internets. Es geht um die Utopie, dass jede*r Sender und Empfänger sein kann. Sie beleuchten den historischen Kipppunkt, an dem aus einem demokratischen Raum ein kommerzielles Spielfeld wurde. Echte Teilhabe ist heute keine Frage des technischen Zugangs mehr, sondern eine Überlebensfrage für unsere Demokratie. Darüber hinaus geht es um die konkreten Herausforderungen unseres Alltags. Die Flut an Desinformation und Hass im Netz geht uns alle an. Wir brauchen dringend eine Medienkompetenz-Offensive für die Generation WhatsApp. Jutta erklärt, wie der europäische Digital Services Act (DSA) die großen Plattformen endlich in die Pflicht nimmt. Nur so können wir Kinder und Jugendliche im digitalen Raum wirksam schützen. Und dann ist da noch die persönliche Seite. Jutta teilt ihren besten Ratschlag „Play to your strengths“ und berichtet von ihrer Arbeit bei den Vereinten Nationen. Sie erzählt, wie eine digitale Schnitzeljagd mit Tablets älteren Menschen neue Lebenswelten eröffnet. Thomas wiederum beichtet eine höchst unterhaltsame Gesangseinlage aus seiner Podcast-Vergangenheit. Diese überlebt im Netz als unfreiwilliges Lehrstück für Medienkompetenz. Es ist ein Gespräch über den wachen Blick auf technologische Entwicklungen, die Notwendigkeit von Regulierung, und den unerschütterlichen Optimismus. Am Ende steht die Hoffnung, dass die Guten die Oberhand behalten. Themen dieser Folge Wer sind „die Guten“? – Juttas positive Definition in jeder Lebenslage Vom Buch per Fernleihe zum Desktop-Klick: Die Anfänge des Internets in den 90ern Der digitale Graben: Warum soziale Spaltung nicht erst im Netz beginnt Kommerzialisierung ohne Gatekeeper: Wie Big Tech die Gesellschaft verändert hat Zugang vs. Kompetenz: Warum über 90 Prozent Netzabdeckung nicht ausreichen „Play to your strengths“: Der beste Ratschlag, und Thomas’ Gesangs-Fauxpas im Netz Tablets an Schulen: Warum „Bring Your Own Device“ soziale Unterschiede verschärft Der YouTube-Babysitter beim Italiener: Was echte Medienerziehung ausmacht Die Generation WhatsApp: Warum auch 50- bis 70-Jährige Medienkompetenz brauchen Regulierung mit Zähnen: Wie der Digital Services Act (DSA) die Plattformen zähmen soll UN-Beraterin im Silicon Valley: Juttas Arbeit im Internet Governance Forum Deutschland 2050 am Brandenburger Tor: Eine optimistische Vision für unsere Demokratie. Links zur Folge: Jutta Croll Stiftung Digitale Chancen: https://www.digitale-chancen.de/ Jutta Croll LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jutta-croll-1b10721/ Ganze Folge auf Youtube sehen: https://youtu.be/HBzhI5BtOkA LinkedIn Thomas Mühlnickel: https://www.linkedin.com/in/thomas-m%C3%BChlnickel-75048a176/ ASK Berlin: www.ask-berlin.de

  6. Jul 31

    Haltung ist kein Slogan! – Christian Arbeit über das was den 1. FC Union Berlin wirklich ausmacht

    Was kann ein Fußballverein für den Zusammenhalt einer ganzen Stadt leisten? Und was hat ein Stadion mit echter Freiheit zu tun – jenseits von Regeln, Blasen und Belehrungen? In dieser Episode von „Damit die Guten gewinnen" spricht Thomas Mühlnickel mit Christian Arbeit, Stadionsprecher und Geschäftsführer Kommunikation des 1. FC Union Berlin, über einen Verein, der anders ist. Angefangen hat alles 1986 auf einem Stehplatz an der Mittellinie. Heute führt Christian außerdem die Unionstiftung „Schulter an Schulter" – nach einem einfachen Motto: Der Starke hilft dem Schwachen. Eine Folge über Gemeinschaft, Haltung, Frauenfußball und die Frage, was Solidarität wirklich bedeutet – im Stadion und weit darüber hinaus. Hauptthemen der Episode: - Vom Fan zur Stimme des Vereins: Christians ungewöhnlicher Weg zum Stadionsprecher durch Zufall und Zufälle. - Das Stadion als sozialer Raum: Warum Fußball Menschen zusammenbringt, die sonst nichts verbindet. - Union bleibt anders: Identität, Haltung und Aufstieg ohne Identitätsverlust. - Haltung bewahren – nicht nur als Slogan, sondern als tägliche Entscheidung. - Frauenfußball konkret fördern: Gemeinsames Trainingszentrum und 8.200 Zuschauende im Schnitt. - Die Stiftung Union Vereint: Wie Fußballkraft gesellschaftliche Kraft werden kann. Wichtige Stellen der Episode: 0:00 Begrüßung 00:06:17 Fanwerdung in der Försterei: Warum Fußball für Christian nie Sport war, sondern Freiheit 00:13:32 Der Weg zur Sprecherstimme: Zweieinhalb Zufälle und ein Abend im Zoopalast 00:30:03 Union bleibt anders: Keine Tormusik – und das aus Überzeugung, nicht aus Trotz 00:41:55 Haltung bewahren im Konflikt: Was der Satz vor dem Leipzig-Spiel wirklich bedeutet 00:45:59 Frauenfußball konkret fördern: Weniger reden, mehr tun – das Union-Prinzip 00:53:32 Die Stiftung als Kraftquelle: Wie ein Fußballverein gesellschaftliche Verantwortung übernimmt 01:02:19 Solidarisches Land im Jahr 2100: Was Christian sich für die Zukunft wünscht Was wir besprochen haben: Christians Definition der Guten: Menschen, die andere freundlich und solidarisch zusammenbringen. Das erste Stadionerlebnis 1986 – und warum er seitdem nie aufgehört hat, Union-Fan zu sein Warum Union keine Tormusik spielt und was das über Vereinsidentität aussagt Aufstieg ohne Kulturschock: Wie Union seinen Charakter auch in der Champions League bewahrte. Der feine Unterschied zwischen Haltung zeigen und PR-Aktionismus 8.200 Zuschauende im Schnitt beim Frauenfußball – zweithöchster Wert in Europa Wie die Stiftung Union Vereint von Müllsammelaktionen bis zur Finanzierung von Teilnahmegebühren für die Special Games wirkt. Warum Christian mit „Work-Life-Balance" nichts anfangen kann – und was ihn wirklich ausgleicht. Seine Hoffnung für 2100: Eine Gesellschaft, die Armut nicht hinnimmt und Solidarität zur Grundlage macht. Links: 🎧 Jetzt auf Spotify hören: https://open.spotify.com/show/1dLFdwUDlNQNag44RAibgx ⚽ 1. FC Union Berlin: https://www.fc-union-berlin.de 🤝 Stiftung Union Vereint – Schulter an Schulter: https://fc-union-stiftung.de/ 🔗 LinkedIn Christian Arbeit: https://www.linkedin.com/in/christian-arbeit-62371097/ 🔗 LinkedIn Thomas Mühlnickel: https://www.linkedin.com/in/thomas-m%C3%BChlnickel-75048a176/ Podcast abonnieren: Abonniere „Damit die Guten gewinnen" auf: 🎧 Spotify 🍎 Apple Podcasts ▶️ YouTube und verpasse keine Folge über Menschen, die unsere Gesellschaft positiv verändern.

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Die Welt dreht sich nach rechts. Die Nachrichten machen schlechte Laune. Und trotzdem gibt es Menschen, die nicht aufhören, mit ihrem Engagement etwas für die Gesellschaft zu tun. Thomas Mühlnickel spricht mit ihnen – Aktivist:innen, Politiker:innen, Macher:innen aus Zivilgesellschaft und Kultur. Keine Phrasen, keine Selbstbeweihräucherung – sondern ehrliche Gespräche über Demokratie, Zusammenhalt und die Frage: Was kann ich selbst tun? „Damit die Guten gewinnen" – der Podcast von ASK Berlin. Zweiwöchentlich. Für alle, die den Lärm satt haben und trotzdem nicht aufgeben. Gäste bisher: Martin Schulz, Jutta Allmendinger, Christoph Sieber, Mo Asumang, Christoph Bautz, Natascha Strobl u.v.m. Themen: Demokratie, Rechtsextremismus, Zivilgesellschaft, soziales Engagement, gesellschaftlicher Zusammenhalt – alle zwei Wochen neu.

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