Bildung wird entlang der Orte bewertet, an denen sie stattfindet, und weniger entlang der Qualität dessen, was dort tatsächlich gelernt wird. Im neuen BildungsGründerPodcast spreche ich mit Franziska Schmid darüber, wie ein Bildungssystem aussehen könnte, das Lernen nicht nur organisiert, sondern auch präziser wahrnimmt. Wir sprechen über Makerspaces, außerschulische Lernorte und Lernumgebungen, in denen junge Menschen gestalten, iterieren, Verantwortung übernehmen und dadurch Kompetenzen entwickeln, die im schulischen Alltag oft nur am Rand sichtbar werden. Wir sprechen auch über Fehlerkultur als Form von Kompetenzaufbau und über die pädagogische Bedeutung von Praxis. Der Punkt ist dabei nicht das Produkt am Ende, sondern der Lernprozess selbst: Probleme lösen, mit Material arbeiten, im Team weiterdenken, Rückschläge verarbeiten und aus offenen Situationen etwas Tragfähiges entwickeln. Gerade darin zeigt sich, dass Kompetenzen oft dort besonders klar hervortreten, wo Lernen nicht vollständig in Fächergrenzen, Zuständigkeiten und klassische Nachweisformate passt. Wir sprechen außerdem über Open Educational Badges, über ESCO als gemeinsamen Kompetenzrahmen und über die Frage, wie nonformale Lernprozesse gesellschaftlich lesbarer werden können. Dahinter steht eine größere Systemfrage: Wenn reale Lernwege vielfältiger werden, braucht es Formen der Beschreibung, die dieser Vielfalt gerecht werden, ohne sie sofort wieder zu groben Kategorien zu verdichten. Die Folge verbindet damit Bildungsinnovation, Organisationslogik und die Suche nach einer präziseren Sprache für das, was Menschen tatsächlich können. – ESCO: Europäischer Kompetenzrahmen für Skills, Competences und Occupations, auf den im Gespräch als gemeinsames Referenzsystem für Kompetenzbeschreibungen Bezug genommen wird. https://esco.ec.europa.eu/en (EU Language Selection) – STARK-App: Berufsorientierungs-App aus dem Form21-Kontext, die in der Folge als Beispiel für stärkenorientierte Selbsteinschätzung genannt wird. https://www.stark-app.de/ (My Site) – Form21: Bildungsunternehmen hinter der STARK-App und Teil des im Podcast besprochenen organisationalen Umfelds. https://www.form21.org/general (My Site) – Junge Tüftler*innen: Gemeinnützige Organisation für Maker Education und außerschulische Lernorte, die im Gespräch eine zentrale Rolle spielt. https://junge-tueftler.de/ (Junge Tüftler) – Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND): Netzwerk für Sozialunternehmen, das im Podcast als relevanter Bezugspunkt im Feld genannt wird. https://www.send-ev.de/ (SEND) – Open Educational Badges: Plattform und Praxis digitaler Kompetenznachweise, über die im Gespräch ausführlich gesprochen wird. https://openbadges.education/ (openbadges.education) Franziska Schmid ist Bildungsunternehmerin und Mitgründerin mehrerer Bildungsinitiativen an der Schnittstelle von Schule, Zukunftskompetenzen und lebenslangem Lernen. Sie arbeitet zu Themen wie Maker Spaces, KI, Kompetenznachweisen und der Frage, wie Lernen auch außerhalb klassischer Noten sichtbar und wertvoll werden kann.