Leben ohne Glanzpapier

Stefanie Krause-Weise

Echte Geschichten. Ungefiltert. Ohne perfekte Fassade. In „Leben ohne Glanzpapier" spricht Steffi mit Menschen über das, was im Leben wirklich passiert – jenseits von perfekten Lebensläufen, schönen Bildern und einfachen Antworten. Es geht um Wendepunkte, Verluste, Neuanfänge, Beziehungen, Familie, Krankheit, Entscheidungen, Krisen, Mut und um Erfahrungen, über die oft erst gesprochen wird, wenn man selbst davon betroffen ist. Die Gäste erzählen ihre Geschichten selbst. Persönlich, offen und ohne daraus eine Hochglanzversion zu machen. Steffi hört zu, fragt nach und gibt auch den leisen Momenten Raum. Manche Geschichten sind schwer. Andere überraschend, hoffnungsvoll oder sogar komisch. Oft ist es alles gleichzeitig. Denn das echte Leben ist selten perfekt erzählt. „Leben ohne Glanzpapier" – ein Podcast über Menschen, ihre Geschichten und das Leben, wie es wirklich ist. Moderation und redaktionelle Freigabe: Steffi Konzeption, Produktion und Postproduktion: Thomas Stähler by Storylens.de Website Thomas - Storylens https://www.storylens.de http://contact@storylens.de Website Steffi: https://www.lebenohneglanzpapier.de https://info@lebenohneglanzpapier.de Hier kannst du uns natürlich auch finden: Instagram: Steffi: https://www.instagram.com/leben_ohne_glanzpapier Thomas von Storylens: https://www.instagram.com/thomas.staehler Impressum: https://www.lebenohneglanzpapier.de/impressum

  1. Sep 24

    Mein Sohn war niemals falsch - als seine Wut meine Wunden sichtbar machte mit Steffi Federspiel

    „Warum bekomme ich das mit meinem Kind nicht hin?" Diese Frage begleitet Steffi Federspiel schon seit den ersten Tagen als Mutter. Während andere Mütter im Krankenhaus scheinbar entspannt frühstücken, schreit ihr Baby - und in Steffi beginnt etwas, das sie lange nicht einordnen kann: Selbstzweifel, innere Unruhe und später eine Wut, mit der sie selbst nie gelernt hatte umzugehen. Als ihr Sohn älter wird und seine Gefühle immer deutlicher zeigt, trifft seine Wut auf etwas, das Steffi aus ihrer eigenen Kindheit kennt - oder genauer: auf etwas, das dort kaum Platz hatte. Sie beschreibt sich als „braves Mädchen", das gelernt hatte, sich anzupassen. Auch die Trauer nach dem Tod ihres Bruders mit 25 versucht sie lange wegzuschieben. Irgendwann kommen Angstzustände und Krankheitsängste hinzu. Nach außen merkt kaum jemand etwas. Der Wendepunkt kommt an einem Abend auf dem Sofa. Im Fernsehen sieht Steffi eine Reportage über einen Mann mit ähnlichen Ängsten. Zum ersten Mal erkennt sie ihre eigene Geschichte darin und erzählt ihrem Mann, wie es ihr wirklich geht. Es folgen Therapie, persönliche Weiterentwicklung und verschiedene Ausbildungen rund um einen anderen, beziehungsorientierten Umgang mit Kindern. Heute sagt Steffi einen Satz, der den Kern dieser Folge trifft: „Mein Sohn war niemals falsch. Ich konnte nur nicht mit ihm umgehen." Wir sprechen darüber, was Kinder in uns auslösen können, warum alte Erziehungsmuster unter Stress plötzlich wieder auftauchen, wie sich Elternschaft verändern kann, wenn wir unsere eigenen Gefühle besser verstehen, und warum bedürfnis- oder beziehungsorientiert nicht bedeutet, Kindern keine Grenzen zu setzen. Außerdem wird es konkret: Zähneputzen, Wutanfälle, gefährliche Situationen, Druck aus Kindergarten und Schule, mögliche Diagnosen und die Frage, wie Eltern ihre Kinder stärken können, ohne notwendige Unterstützung auszublenden. Eine Folge über Verantwortung statt Perfektion - und darüber, dass ein Neuanfang manchmal dort beginnt, wo wir aufhören, nur das Kind verändern zu wollen. Rechtlicher / redaktioneller Hinweis In dieser Folge schildert Steffi Federspiel persönliche Erfahrungen und ihre persönliche bzw. berufliche Haltung. Aussagen zu Angst, psychischer Belastung, Elternschaft und kindlichem Verhalten sind keine individuelle Diagnose und ersetzen keine ärztliche, psychotherapeutische, psychologische, pädagogische oder sonstige fachliche Beratung. Bei anhaltender oder starker psychischer Belastung sowie bei Fragen zur Entwicklung oder Gesundheit eines Kindes sollte qualifizierte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Der Podcast Leben ohne Glanzpapier wird von Thomas Stähler von Storylens.de produziert Werbung - Verlinkung - Namensnennung 🎥 Video & Podcastproduktion: Storylens / Thomas Stähler  https://www.storylens.de contact@storylens.de Hier kannst du uns natürlich auch finden: Instagram: Instagram: Steffi:   https://www.instagram.com/lebenohneglanzpapier Thomas von Storylens:  https://www.instagram.com/thomas.staehler TikTok Steffi: https://www.tiktok.com/@lebenohneglanzpapier Website Steffi: https://www.lebenohneglanzpapier.de https://info@lebenohneglanzpapier.de Steffi Federspiel: https://www.instagram.com/steeffi_elterncoach https://steffi-federspiel.de

    Mein Sohn war niemals falsch - als seine Wut meine Wunden sichtbar machte mit Steffi Federspiel
  2. Sep 10

    Der Mut, nicht weiter zu funktionieren mit Kristina Pfister

    Kristinas Leben wirkte lange stabil: eine Beziehung über viele Jahre, ein sicherer Beruf, Karriere, ein vertrauter Freundeskreis und ein Umfeld, in dem sie sich auskannte. Gleichzeitig wurde das Gefühl immer stärker, dass dieses Leben für sie zu eng geworden war. Nach der Trennung von ihrem damaligen Partner lebte Kristina zu Beginn der Corona-Zeit plötzlich allein. Während sie versuchte, mit diesem Verlust umzugehen, begleitete sie ihren schwer erkrankten Vater bis zu seinem Tod. Die Erfahrung, dass Lebenszeit nicht unbegrenzt ist, stellte eine Frage immer deutlicher in den Raum: Worauf wartet sie eigentlich noch? Der entscheidende Wendepunkt war für Kristina nicht die Trennung. Danach funktionierte sie weiter. Erst als sie nach mehr als zwei Jahrzehnten ihr berufliches Sicherheitsnetz verließ, ihre Wohnung untervermietete und ohne Rückflugticket nach Bali aufbrach, wurde aus dem inneren Wunsch eine wirkliche Entscheidung. Aus geplanten sechs Monaten wurde eine lange Reise über Bali, Neuseeland, Fidschi und weitere Orte in Asien. Sie sah viel, begegnete neuen Menschen und fand Raum für Trauer und persönliche Auseinandersetzung. In dieser Folge erzählt Kristina auch von einer Wanderung in Neuseeland, die zu ihrem inneren Kraftbild wurde. Sie ging allein und in ihrem eigenen Tempo bergauf, obwohl sie sich eine solche körperliche Herausforderung früher nicht zugetraut hätte. Oben erlebte sie Stolz, Weite und Verbundenheit - aber die Reise bestand nicht nur aus solchen Gipfelmomenten. Der Aufbruch kostete sie Freundschaften, Geld, vertraute Rollen und einen Teil ihrer bisherigen Sicherheit. Vor allem erkannte sie, dass ein neuer Ort einen Menschen nicht automatisch verändert. Wer sich mit den eigenen Themen nicht auseinandersetzt, nimmt sie auch mit ans andere Ende der Welt. Nach ihrer Rückkehr entschied sich Kristina bewusst gegen das frühere Stadtleben und für ihre Heimatregion. Sie unterstützte ihre Mutter beim Abschied vom Elternhaus und beim Umzug in betreutes Wohnen. Heute lebt sie selbst im Elternhaus, sortiert sich beruflich neu und sagt offen, dass sie wieder Stabilität sucht. Sie ist klarer bei sich - aber mit dem Ankommen noch nicht fertig. Diese Folge ist keine Aufforderung, den Job zu kündigen oder nach Bali zu fliegen. Sie ist ein Gespräch über das Funktionieren, über schmerzhafte Ehrlichkeit, über Endlichkeit, Freiheit, Verantwortung und die Frage, was sich wirklich verändert, wenn wir beginnen, uns selbst ernst zu nehmen. Der Podcast Leben ohne Glanzpapier wird von Thomas Stähler von Storylens.de produziert. Werbung - Verlinkung - Namensnennung Moderation und redaktionelle Freigabe: Steffi Konzeption, Produktion und Postproduktion: Storylens https://www.storylens.de http://contact@storylens.de Hier kannst du uns natürlich auch finden: Instagram: Instagram: Steffi: https://www.instagram.com/lebenohneglanzpapier Thomas von Storylens:  https://www.instagram.com/thomas.staehler Website Steffi: lebenohneglanzpapier.de info@lebenohneglanzpapier.de Kristina:  https://www.instagram.com/kristina.soul.journey https://instagram.com/kristinapfister.de https://www.kristinapfister.de

    Der Mut, nicht weiter zu funktionieren mit Kristina Pfister
  3. Aug 27

    Wenn du nirgends passt, schaff dir deinen Platz - mit Anna Asweh

    Anna Asweh wollte nicht einfach nur mit Tieren arbeiten. Sie wollte einen Ort finden, an dem Verantwortung, Respekt und ihre eigene Haltung wirklich zusammenpassen. 2017 begann sie ihre Ausbildung zur Zootierpflegerin. Danach arbeitete sie in verschiedenen zoologischen Einrichtungen, mit Greifvögeln, Eulen, Papageien und auch mit Großkatzen. Drei Jahre lang hielt sie trotz einer Allergie an diesem besonderen Traum fest, bis ihr Körper eine Grenze setzte. Doch auch danach kam sie beruflich nicht wirklich an. Insgesamt sechs Betriebe lagen auf ihrem Weg. Am vorletzten Tag einer Probezeit wurde sie ohne Vorwarnung gekündigt und sofort freigestellt. Die Begründung, sie passe nicht ins Team, traf sie tiefer, als sie selbst erwartet hatte. Dieser Moment war kein sauberer Wendepunkt und schon gar keine romantische Befreiung. Zuerst kamen Verletzung, Zweifel, Wut und weitere Absagen - bei Standorten ebenso wie bei Geldgebern. Anna machte trotzdem weiter. Aus der Idee einer eigenen Falknerei wurde Schritt für Schritt die Falknerei Greifenherz. Ein Vermieter gab ihr die Möglichkeit, auf einem Grundstück zu beginnen. Gemeinsam mit ihrem Mann Nils baute sie Volieren, Infrastruktur, Angebote und einen Alltag auf, der weit mehr bedeutet als schöne Begegnungen mit Eulen und Greifvögeln. Dazu gehören Training, Pflege, Fütterung, eine eigene Mäusezucht und die tägliche Verantwortung dafür, dass ein Wildtier niemals zum bloßen Werkzeug wird. In dieser Folge spricht Steffi mit Anna darüber, wie es sich anfühlt, in bestehenden Strukturen immer wieder nicht anzukommen. Es geht um die Grenze zwischen Beharrlichkeit und Selbstüberforderung, um die Frage, welchen Preis ein Traum haben darf, und um eine Partnerschaft, die diesen Weg gemeinsam trägt. Anna erzählt auch von einer frühen Veranstaltung, nach der zwei Männer Eulenkästen bauten und zu ihr brachten - ein kleiner, konkreter Beweis dafür, dass Aufklärung mehr sein kann als ein schöner Vortrag. Diese Folge ist keine glatte Erfolgsgeschichte. Sie handelt von einem Menschen, der Rückschläge nicht verleugnet und trotzdem nicht bereit ist, seinen Traum abzugeben. Und sie stellt eine klare Frage: Was bauen wir auf, wenn wir aufhören, darauf zu warten, dass uns jemand einen passenden Platz anbietet? Der Podcast Leben ohne Glanzpapier wird von Thomas Stähler von Storylens.de produziert. Werbung - Verlinkung - Namensnennung Moderation und redaktionelle Freigabe: Steffi Konzeption, Produktion und Postproduktion: Storylens https://www.storylens.de http://contact@storylens.de Hier kannst du uns natürlich auch finden: Instagram: Instagram: Steffi: https://www.instagram.com/lebenohneglanzpapier Thomas von Storylens:  https://www.instagram.com/thomas.staehler Website Steffi: lebenohneglanzpapier.de info@lebenohneglanzpapier.de Anna: https://www.instagram.com/falknereigreifenherz https://www.falknerei-greifenherz.de

    Wenn du nirgends passt, schaff dir deinen Platz - mit Anna Asweh
  4. Aug 13

    Mein Kind war nicht falsch - Rosmarie Holterman

    Als Rosmaries jüngerer Sohn früh Auffälligkeiten zeigte, begann für sie eine jahrelange Suche. Sie fuhr nach eigener Erinnerung zu Kinderärzten, in Krankenhäuser und zu unterschiedlichen Fachstellen - und hatte trotzdem immer wieder das Gefühl, mit ihren Fragen allein zu bleiben. Den Satz, man könne nichts tun, wollte sie nicht akzeptieren. Aus der Suche nach Hilfe für das eigene Kind wurde schließlich ein neuer beruflicher Weg. Rosmarie ließ sich zur Lerntherapeutin ausbilden, räumte zu Hause ein Zimmer frei, kaufte einen Tisch und zwei Stühle und begann mit dem ersten Kind, das Unterstützung brauchte. Später folgten weitere Ausbildungen und jahrzehntelange Arbeit mit Kindern, Erwachsenen und Eltern. In dieser Folge spricht Steffi mit Rosmarie darüber, wie Hilflosigkeit in Handlungsfähigkeit umschlagen kann, warum Kinder unterschiedliche Zugänge zum Lernen brauchen und weshalb selbst größter elterlicher Einsatz nicht verhindert, dass Geschwister sich zeitweise zurückgestellt fühlen. Es geht auch um die Grenzen individueller Erfahrung, um die notwendige Zusammenarbeit mit Medizin, Schule und Therapie - und um eine Frau, die heute 76 Jahre ist und vor 3 Jahren noch einmal neu begonnen hat. Diese Folge erzählt persönliche Erfahrungen und fachliche Sichtweisen der Gästin. Sie ersetzt keine medizinische, psychotherapeutische oder pädagogische Diagnostik oder Beratung. „Leben ohne Glanzpapier" wird von Thomas Stähler von Storylens.de produziert. Werbung - Verlinkung - Namensnennung Moderation und redaktionelle Freigabe: Steffi Konzeption, Produktion und Postproduktion: Storylens https://www.storylens.de http://contact@storylens.de Hier kannst du uns natürlich auch finden: Instagram: Instagram: Steffi: https://www.instagram.com/lebenohneglanzpapier Thomas von Storylens:  https://www.instagram.com/thomas.staehler Website Steffi: lebenohneglanzpapier.de info@lebenohneglanzpapier.de Rosmarie: https://www.rosmarieholterman.de https://www.instagram.com/rosmarie_holterman

    Mein Kind war nicht falsch - Rosmarie Holterman
  5. Aug 13

    Manchmal braucht es einen neuen Namen, um bei sich zu bleiben

    Es gibt Momente, da verändert sich etwas, obwohl man eigentlich weitermachen wollte wie bisher. Aus „Zimmer für zwei" wird „Leben ohne Glanzpapier". In dieser ersten Folge unter neuem Namen erzählt Steffi, warum dieser Schritt notwendig geworden ist, warum wir uns ganz bewusst gegen einen langen Streit und für einen Neuanfang entschieden haben - und weshalb sich dieser Neuanfang inzwischen sogar richtig anfühlt. Denn „Leben ohne Glanzpapier" beschreibt vielleicht noch besser, worum es hier eigentlich geht: um Menschen und ihre Geschichten. Um das, was hinter der schönen Fassade passiert. Um Brüche, Zweifel, Verluste und Neuanfänge. Aber genauso um Mut, Nähe, Hoffnung und diese Momente, in denen das Leben plötzlich eine andere Richtung nimmt. Auch Thomas bleibt als Produzent und kreativer Kopf hinter dem Podcast dabei. Gemeinsam entwickeln wir das Format weiter, investieren noch mehr Zeit in die Vorbereitung jeder einzelnen Geschichte und wollen den Menschen, die bei uns Platz nehmen, noch mehr Raum geben. Deshalb wird es zunächst zwei neue Folgen im Monat geben. Weniger Folgen - aber jede einzelne mit noch mehr Zeit, Vorbereitung und Tiefe. Der Name ist neu. Das Cover ist neu. Und manches wird sich verändern. Was bleibt, sind echte Menschen und Geschichten, die nicht glattgebügelt werden müssen, um erzählenswert zu sein. Willkommen bei "Leben ohne Glanzpapier". Moderation und redaktionelle Freigabe: Steffanie Krause-Weise Konzeption, Produktion und Postproduktion: Thomas Stähler by Storylens.de Website Thomas - Storylens https://www.storylens.de Mail:  contact@storylens.de Website Steffi: https://www.lebenohneglanzpapier.de Mail:  info@lebenohneglanzpapier.de Hier kannst du uns natürlich auch finden: Instagram: Steffi: https://www.instagram.com/leben_ohne_glanzpapier Thomas von Storylens:  https://www.instagram.com/thomas.staehler Impressum: https://www.lebenohneglanzpapier.de/impressum

    Manchmal braucht es einen neuen Namen, um bei sich zu bleiben
  6. Aug 6

    Lehrerin aus Leidenschaft - bis nichts mehr ging mit Kerstin Wülfert

    Kerstin Wülfert war fast drei Jahrzehnte Lehrerin. Nicht, weil sie irgendwann zufällig in diesem Beruf gelandet ist, sondern weil sie ihn wirklich wollte. Sie hatte vorher eine Ausbildung gemacht, wollte nicht in Abhängigkeit feststecken, studierte Lehramt und arbeitete viele Jahre mit Leidenschaft, Humor und dem echten Wunsch, junge Menschen zu erreichen. In dieser Folge von Leben ohne Glanzpapier spricht Steffi mit Kerstin über genau diesen Weg: über die Liebe zum Lehrerberuf, über Schülerinnen und Schüler, die sie geprägt haben, über Fachunterricht, Verantwortung, Respekt im Klassenzimmer und über die Jahre, in denen sich etwas veränderte. Aus Leichtigkeit wurde Kampf. Aus Unterrichten wurde Funktionieren. Aus einem Beruf, der einmal Sinn gegeben hatte, wurde immer mehr ein System, in dem Kerstin sich selbst verlor. Kerstin erzählt von zwei Burnouts. Den ersten nahm sie selbst nicht richtig ernst. Beim zweiten konnte sie nicht mehr darüber hinweggehen. Rückenschmerzen, Erschöpfung, Überforderung und eine sechswöchige Krankheitsphase machten deutlich, dass ihr Körper längst etwas sagte, was ihr Kopf noch nicht wahrhaben wollte: So geht es nicht weiter. Besonders stark ist diese Folge, weil Kerstin nicht pauschal über Schule schimpft. Sie rechnet nicht ab. Sie beschreibt, wie sie es erlebt hat. Sie spricht über Gespräche, die für sie nichts mehr gelöst haben, über den Satz, dass sie als Beamtin bestimmte Dinge eben machen müsse, und über den Moment, in dem sie innerlich klar wurde: Dann höre ich eben auf. Diese Entscheidung hatte einen Preis. Kerstin ließ sich aus dem Beamtentum entlassen, gab Sicherheit auf, zahlte finanziell und mental dafür und ging einen schweren Weg in die Selbstständigkeit. Heute arbeitet sie als Mentaltrainerin und beschäftigt sich mit Mentalarbeit, Spiritualität und der Frage, wie Menschen wieder einen ehrlichen Blick auf sich selbst bekommen können. Diese Folge ist für Menschen, die in einem Beruf, einer Rolle oder einem System feststecken und merken, dass sie nur noch funktionieren. Sie ist besonders nah an Lehrerinnen und Lehrern, aber sie geht weit darüber hinaus. Es geht um Gesundheit, Selbstschutz, Verantwortung, Sinn und die Frage, wie lange man weitermachen darf, wenn der eigene Körper schon längst um Hilfe ruft. Es ist keine Folge mit einfachen Antworten. Es ist eine Folge über eine Frau, die ihren Beruf geliebt hat und trotzdem gehen musste, um wieder bei sich anzukommen. „Leben ohne Glanzpapier" wird von Thomas Stähler von Storylens.de produziert. Werbung - Verlinkung - Namensnennung Moderation und redaktionelle Freigabe: Steffi Konzeption, Produktion und Postproduktion: Storylens https://www.storylens.de http://contact@storylens.de Hier kannst du uns natürlich auch finden: Instagram: Instagram: Steffi: https://www.instagram.com/lebenohneglanzpapier Thomas von Storylens:  https://www.instagram.com/thomas.staehler Website Steffi: lebenohneglanzpapier.de info@lebenohneglanzpapier.de Kerstin: https://www.instagram.com/dein.koerper.kompass https://www.instagram.com/kerstinwuelfert https://www.kerstinwuelfert.com

    Lehrerin aus Leidenschaft - bis nichts mehr ging mit Kerstin Wülfert
  7. Jul 30

    Nora Brettschneider-Jobke: Wenn Mutterliebe nicht retten kann

    In dieser Folge von Leben ohne Glanzpapier spricht Steffi mit Nora Brettschneider-Jobke über ein Leben, das früh anders wurde als geplant - und später an einer Stelle zerbrach, die kein Mensch je wirklich begreifen kann. Nora war jung, wollte frei sein, suchte ihren eigenen Weg und ging für eine Ausbildung nach Portugal. Dort wurde sie schwanger. Aus Freiheit wurde Verantwortung. Aus Plänen wurde Muttersein. Und aus einem jungen Leben wurde sehr früh ein Leben, in dem Nora Entscheidungen treffen musste, für die andere Menschen deutlich mehr Zeit haben. Sie erzählt, wie sie sich für ihr Kind entschieden hat, wie sie zwischen Ländern, Ausbildung, Familie und eigener Zukunft stand und wie sie sich immer wieder neu orientieren musste. Sie brach die Köchinnenausbildung ab, lernte Friseurin, machte den Meister und studierte später Lehramt. Gleichzeitig musste sie sich immer wieder verteidigen: als junge Mutter, als Frau mit eigenen Träumen, als jemand, der nicht einfach in die Rolle passen wollte, die andere für sie vorgesehen hatten. Der schwerste Teil dieser Folge beginnt dort, wo Nora von ihrem Sohn erzählt. Von den ersten Veränderungen. Von kleinen Anzeichen, die größer wurden. Von Drogenkonsum, Gesprächen mit der Schule, Kontakt zum Jugendamt, Umzug, Entzugsversuch, Kliniken, Terminen und der permanenten Suche nach Hilfe. Nora erzählt nicht, um einfache Antworten zu geben. Sie erzählt, weil sie weiß, wie schnell Menschen urteilen. Und weil sie klar machen möchte: Man kann eine gute Mutter sein, Hilfe suchen, kämpfen, hoffen - und trotzdem nicht alles verhindern. Ihr Sohn starb, bevor ein weiterer Termin noch wahrgenommen werden konnte. Nora fand ihn zu Hause nicht mehr ansprechbar, rief den Notarzt und reanimierte ihn. Sie betete, dass er zurückkommt, obwohl sie innerlich wusste, dass er nicht mehr zurückkommen würde. Diese Folge spricht über den Tod eines Kindes, aber sie reduziert Noras Sohn nicht auf seinen Tod. Ein zentraler Satz dieser Episode ist: Menschen dürfen nicht über ihre Fehler definiert werden. Nora möchte, dass ihr Sohn als ganzer Mensch erinnert wird - nicht nur über seine Sucht, nicht nur über die letzten Monate, nicht nur über das, was schiefging. Gleichzeitig erzählt Nora vom Weiterleben. Nicht von einem glatten Neuanfang, nicht von Heilung als schönes Wort, sondern von einem langsamen Weitergehen. Für ihre anderen Kinder. Für sich selbst. Für das, was trotz allem noch da ist. Sie sagt, dass der Punkt kommen kann, an dem man wieder glücklich wird. Nicht, weil der Verlust kleiner wird. Sondern weil Liebe, Erinnerung und Leben nebeneinander bestehen können. Diese Folge ist besonders für junge Mütter, für Frauen im Kampfmodus, für Menschen in Trauer und für alle, die glauben, sie müssten jedes Ergebnis ihres Lebens kontrollieren können. Nora zeigt keine perfekte Lösung. Sie zeigt eine Wahrheit, die schwerer und ehrlicher ist: Manchmal kann man alles versuchen - und muss trotzdem lernen, mit dem Unverhinderten weiterzuleben. Produziert wird Leben ohne Glanzpapier von Thomas Stähler von Storylens.de. Werbung - Verlinkung - Namensnennung Moderation und redaktionelle Freigabe: Steffi Konzeption, Produktion und Postproduktion: Storylens https://www.storylens.de http://contact@storylens.de Hier kannst du uns natürlich auch finden: Instagram: Instagram: Steffi: https://www.instagram.com/lebenohneglanzpapier Thomas von Storylens:  https://www.instagram.com/thomas.staehler Website Steffi: lebenohneglanzpapier.de info@lebenohneglanzpapier.de Nora: https://www.instagram.com/norabrettschneiderjobke

    Nora Brettschneider-Jobke: Wenn Mutterliebe nicht retten kann
  8. Jul 23

    Leben ohne Dickdarm: Tabeas Weg zurück

    In dieser Folge von Leben ohne Glanzpapier spricht Steffi mit Tabea Palmer über ein Leben, das gleichzeitig körperlich und psychisch an Grenzen geraten ist. Tabea lebt mit Colitis ulcerosa, hat schwere Depressionen erlebt, bekam 2020 die Diagnose Borderline und war mehrfach stationär in Kliniken. Zwischen starken Gefühlsausbrüchen, Verlustängsten, Selbstverletzung, kaum Selbstwertgefühl und toxischen Beziehungen musste sie lernen, dass Hilfe kein Zeichen von Schwäche ist. Eine Therapeutin begleitet sie seit 2020, Medikamente helfen ihr heute, stabiler zu bleiben, und sie hat gelernt, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Doch ihre Geschichte ist nicht nur psychisch schwer. Ihre Darmerkrankung bestimmte irgendwann jeden Tag. Tabea musste zeitweise 30 bis 40 Mal am Tag zur Toilette, hatte blutigen Stuhlgang, starke Schmerzen, nahm viel ab und probierte Medikamente aus, die am Ende nicht mehr halfen. Der Wendepunkt kam, als ihr Freund sie in die Notaufnahme drängte. Danach folgten Krankenhaus, Spezialist und drei Operationen. Tabea spricht über Angst, Scham, Kraftlosigkeit und den Moment, in dem klar wurde, dass ihr altes Leben so nicht weitergehen konnte. Sie erzählt, wie schwer es war, einen künstlichen Darmausgang anzunehmen, warum Versorgung und rechtzeitige Rezepte im Alltag so wichtig sind und weshalb der Pouch nicht künstlich ist, sondern aus dem Dünndarm gebildet wird. Sie erzählt auch von der Akzeptanz eines veränderten Körpers, von ihrer Familie, ihrem Bruder, ihrem unterstützenden Partner und dem Wunsch, wieder in die Altenpflege zurückzukehren, sobald der Arzt grünes Licht gibt. Diese Folge ist keine einfache Mutmachgeschichte. Sie macht nichts kleiner, als es war. Tabea musste Angst, Freiheit, Arbeit, Kraft und Selbstständigkeit verlieren, um langsam wieder Lebensqualität zu gewinnen. Heute hat sie weniger Schmerzen, eine berufliche Perspektive, einen guten Arbeitgeber und den Wunsch, aufzuklären. Besonders für Menschen mit Darmerkrankungen, für Menschen vor einer Operation oder für Angehörige kann diese Folge wichtig sein. Es geht um Krankheit ohne Beschönigung. Um Borderline ohne Klischees. Um Depression ohne Dramatisierung. Um einen künstlichen Darmausgang ohne Scham. Und um die leise Erkenntnis, dass ein Leben ohne Dickdarm immer noch ein echtes, wertvolles Leben sein kann. Werbung - Verlinkung - Namensnennung Moderation und redaktionelle Freigabe: Steffi Konzeption, Produktion und Postproduktion: Storylens https://www.storylens.de http://contact@storylens.de Hier kannst du uns natürlich auch finden: Instagram: Instagram: Steffi: https://www.instagram.com/lebenohneglanzpapier Thomas von Storylens:  https://www.instagram.com/thomas.staehler Website Steffi: lebenohneglanzpapier.de info@lebenohneglanzpapier.de   Tabea: https://www.instagram.com/tabeaslebenmitpouch https://www.instagram.com/tabeas.bookworld https://www.toktok.com/@tabipalmi1309

    Leben ohne Dickdarm: Tabeas Weg zurück

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