Der Märchendoktor

Joachim Huber

Wieso macht ein Notarzt nun einen Podcast mit Märchen? Ganz einfach: schon unsere Kinder waren begeisterte Zuhörer und die oft auch selbst erfundenen Märchen waren so beliebt, dass ich jeden Abend an ihren Bettchen saß und erzählte. Die Kunst des Geschichtenerzählens habe ich auch auf meinen Reisen in afrikanischen, arabischen und asiatischen Ländern genutzt, um Freunde zu gewinnen, Menschen zu trösten und zu erfreuen.  Märchen als Therapie machen Alt und Jung mutig und gesund! Durch Märchen werden bei den Zuhörern individuelle Fähigkeiten gestärkt: Zuhören, Empathie und emotionales Erleben, psychische Widerstandskraft, Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauer und Teamgeist, Entdeckerfreude und Fantasie verbessert. Mir geht es auch darum, bei meinen Zuhörern mit Hilfe von Märchen die eigenen bewussten oder unbewussten inneren Stärken und Schwächen zu erkennen und die „Schwächen“ gezielt zu behandeln. Märchen sind (das wusste schon Siegmund Freud) ein Spiegelbild unserer Seele - ähnlich wie Träume - Tore zum Unbewussten. Sie erlauben uns auf der symbolischen Ebene innere Wahrheiten zu erkennen und zu erleben. Märchen, die wir lieben, sagen etwas über unsere Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse aus; sie offenbaren uns, mit welchen menschlichen Haltungen wir uns identifizieren, sie weisen uns aber auch darauf hin, welche Probleme wir noch angehen und welche Haltungen wir noch entwickeln müssen. Ich wünsche meinen Zuhörerinnen und Zuhörern, dass sie staunen, sich ein bisserl gruseln aber, ganz wichtig, Mut bekommen und nicht aufgeben, auch wenn es im echten Leben manchmal sehr schwierig wird.

  1. 1d ago

    Weitere Geschichten vom Pfeifer Huisele

    Liebe Märchen- und Sagenfreunde,  unser Großvater Karl Huber (der Ehemann von Luise Huber), stammte aus einer Vorarlberger Beamtenfamilie geb.1884 in Dornbirn - gest. 1929 bei einem Schiunfall. Nach dem Studium des Bauingenieurwesens in Graz und seiner Graduierung zum Diplomingenieur wurde DI Karl Huber Baurat in der k. u. k. Straßen-verwaltung. Er wurde zum k. k. Statthalter von Trient bestellt. Unsere Großmutter  Luise wurde 1885 in Feldkirch geboren, ihre Eltern waren Johann „Hans“ Drexel (Oberlehrer in Lingenau im Bregenzerwald.  Karl und Luise, heirateten 1912 in Bregenz, sie hatten zusammen 2 Kinder: Leni, und Fritz, also unser Vater, er ist 2017  in Bozen auf die Welt gekommen. Oma Luise hat mir öfters mal Sagen und Märchen aus Südtirol erzählt. Darunter auch die Geschichten vom Pfeifer. Quellen: Ignaz Vinzenz Zingerle "Sagen aus Tirol", 1859 und Hermann Holzmann, Innsbruck 1953.  Huisele ist die tirolerische Verkleinerungsform des Vornamens Matthäus (Häusl/Huisel).  Der echte historische Kern der Sage wird als Matthäus Hägele identifiziert, der um 1620 in Flading geboren wurde. Die Bezeichnung „Pfeifer“ stammt vermutlich von seinem Herkunftshof. Er stammte aus dem Pfeifer-Hof in Flading im Ratschingstal. Der Pfeifer Huisile war bisher fast unbekannt in der Tiroler Sagenforschung, ein Schalk wie Till Eulenspiegel, der große Verwandlungskünstler, ein moderner Flugkünstler, ein Wasser Beherrscher und Wetterbeschwörer, er war dem  Schwarzen Schutzengel verschrieben, wurde von der Mutter Gottes wie Faust bald erlöst. Die Gnade missachtet, vom Teufel geholt und das seltsamste: Er hat wirklich gelebt, gestorben 1680 in Meran findest Du seine Spuren und Geschichten überall in Südtirol.

    21 min
  2. May 31

    Geschichten über den Pfeifer Huisile aus Südtirol

    Liebe Märchen- und Sagenfreunde,  unser Großvater Karl Huber (der Ehemann von Luise Huber), stammte aus einer Vorarlberger Beamtenfamilie geb.1884 in Dornbirn - gest. 1929 bei einem Schiunfall. Nach dem Studium des Bauingenieurwesens in Graz und seiner Graduierung zum Diplomingenieur wurde DI Karl Huber Baurat in der k. u. k. Straßen-verwaltung. Er wurde zum k. k. Statthalter von Trient bestellt. Unsere Großmutter  Luise wurde 1885 in Feldkirch geboren, ihre Eltern waren Johann „Hans“ Drexel (Oberlehrer in Lingenau im Bregenzerwald.  Karl und Luise, heirateten 1912 in Bregenz, sie hatten zusammen 2 Kinder: Leni, und Fritz, also unser Vater, er ist 2017  in Bozen auf die Welt gekommen. Oma Luise hat mir öfters mal Sagen und Märchen aus Südtirol erzählt. Darunter auch die Geschichten vom Pfeifer. Quellen: Ignaz Vinzenz Zingerle "Sagen aus Tirol", 1859 und Hermann Holzmann, Innsbruck 1953.  Huisele ist die tirolerische Verkleinerungsform des Vornamens Matthäus (Häusl/Huisel).  Der echte historische Kern der Sage wird als Matthäus Hägele identifiziert, der um 1620 in Flading geboren wurde. Die Bezeichnung „Pfeifer“ stammt vermutlich von seinem Herkunftshof. Er stammte aus dem Pfeifer-Hof in Flading im Ratschingstal. Der Pfeifer Huisile war bisher fast unbekannt in der Tiroler Sagenforschung, ein Schalk wie Till Eulenspiegel, der große Verwandlungskünstler, ein moderner Flugkünstler, ein Wasser Beherrscher und Wetterbeschwörer, er war dem  Schwarzen Schutzengel verschrieben, wurde von der Mutter Gottes wie Faust bald erlöst. Die Gnade missachtet, vom Teufel geholt und das seltsamste: Er hat wirklich gelebt, gestorben 1680 in Meran findest Du seine Spuren und Geschichten überall in Südtirol.

    15 min
  3. Apr 26

    Burgenland: Der Neusiedler See & die verhexten Kühe

    Die erste Geschichte erzählt vom Burgherr von Forchtenstein, er verirrte sich bei der Jagd, kam nach Mädchenthal und verliebte sich dort in Maria, das schönste Mädchen des Dorfes. Die Geschichte wird in der Region um den Neusiedler See oft im Zusammenhang mit der Volkskultur rund um den Neusiedler See erwähnt. Der Neusiedler See – das Meer der Wiener, (ungar. Fertő tó, fertő bedeutet wörtlich „Sumpf“) ist, wie der Plattensee, einer der wenigen Steppenseen in Europa und der größte ohne natürlichen Abfluss ausgestattete See in Mitteleuropa. Er liegt flächenmäßig überwiegend auf österreichischem und zu einem weit geringeren Teil auf ungarischem Staatsgebiet. Der See zeichnet sich durch seinen Schilfgürtel, seine geringe Tiefe und sein mildes, aber windiges Klima aus. Noch vor rund 150 Jahren gehörte die Fischerei in den Ortschaften um den See zum Haupterwerb der Bevölkerung, doch bald nach 1910 sollte ihre Bedeutung zugunsten von Viehzucht, Ackerbau und Weinbau schwinden.===========================Die zweite Geschichte erzählt von einem Hirtenbuben namens Resch Schurl, der nahe der Burg Forchtenstein Kühe hütete. Er hatte große Probleme, da ihm ständig Kühe davonliefen, was auf einen bösen Zauber zurückgeführt wurde.Märchen und Sagen aus dem Burgenland spiegeln die reiche pannonische Kultur wider, oft geprägt von der Grenzlage und der Vielfalt der Volksgruppen. Bekannte Sammlungen umfassen Erzählungen über Naturgeister, Hexen, Teufel sowie spezifische Geschichten der Burgenland-Kroaten, Roma und der Hianzen.Hianzen (auch Heanzen) bezeichnet die mittelbairische Mundart im österreichischen Bundesland Burgenland und angrenzenden Gebieten. Charakteristisch ist der sogenannte „Ui-Dialekt“ (z.B. „drei“ wird zu „drui“). Ursprünglich als Spottname für Bewohner, die „hiaz“ (jetzt) sagten, entstanden, ist es heute ein kulturelles Identitätsmerkmal.Quelle: 1. Die schönsten Sagen aus Österreich, 19542.  Adolf Parr und Ernst Löger, Sagen aus dem Burgenland, 1931

    8 min

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Wieso macht ein Notarzt nun einen Podcast mit Märchen? Ganz einfach: schon unsere Kinder waren begeisterte Zuhörer und die oft auch selbst erfundenen Märchen waren so beliebt, dass ich jeden Abend an ihren Bettchen saß und erzählte. Die Kunst des Geschichtenerzählens habe ich auch auf meinen Reisen in afrikanischen, arabischen und asiatischen Ländern genutzt, um Freunde zu gewinnen, Menschen zu trösten und zu erfreuen.  Märchen als Therapie machen Alt und Jung mutig und gesund! Durch Märchen werden bei den Zuhörern individuelle Fähigkeiten gestärkt: Zuhören, Empathie und emotionales Erleben, psychische Widerstandskraft, Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauer und Teamgeist, Entdeckerfreude und Fantasie verbessert. Mir geht es auch darum, bei meinen Zuhörern mit Hilfe von Märchen die eigenen bewussten oder unbewussten inneren Stärken und Schwächen zu erkennen und die „Schwächen“ gezielt zu behandeln. Märchen sind (das wusste schon Siegmund Freud) ein Spiegelbild unserer Seele - ähnlich wie Träume - Tore zum Unbewussten. Sie erlauben uns auf der symbolischen Ebene innere Wahrheiten zu erkennen und zu erleben. Märchen, die wir lieben, sagen etwas über unsere Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse aus; sie offenbaren uns, mit welchen menschlichen Haltungen wir uns identifizieren, sie weisen uns aber auch darauf hin, welche Probleme wir noch angehen und welche Haltungen wir noch entwickeln müssen. Ich wünsche meinen Zuhörerinnen und Zuhörern, dass sie staunen, sich ein bisserl gruseln aber, ganz wichtig, Mut bekommen und nicht aufgeben, auch wenn es im echten Leben manchmal sehr schwierig wird.