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Ökonomie. Freiheit. Geschichte.

  1. 17h ago

    Zum Teufel mit der Steuer! – Der ewige Kampf ums fremde Geld (Teil 1/2)

    Wusstest du, dass die Weihnachtsgeschichte eigentlich mit einer Steuererklärung beginnt? Josef und Maria waren nur deshalb unterwegs nach Bethlehem, weil Kaiser Augustus einen Zensus angeordnet hatte: Jeder Acker, jeder Weinstock, jedesStück Vieh sollte erfasst werden. Und das war erst der Anfang. In dieser Folge reisen wir durch mehr als dreitausend Jahre Steuergeschichte und stellen eine unbequeme Frage: Wie oft waren Steuern der Funke, der Aufstände, Bürgerkriege und Umstürze ausgelöst hat? Grundlage ist das Buch „Zum Teufel mit der Steuer! 5000 Jahre Steuern, ein langer Leidensweg der Menschheit“. Wir erzählen von assyrischen Königen, die Tributverweigerer bei lebendigem Leib häuten ließen. Von den Zeloten in Judäa, die dem Kaiser keinen Denar zahlen wollten, und von römischen Zensoren, die Menschen folterten, bis sie Besitz gestanden,den es gar nicht gab. Wir fragen, ob die Varusschlacht in Wahrheit eine Steuerrevolte war, und schauen auf den Nika-Aufstand in Byzanz, der rund 30.000 Menschen das Leben kostete. Im Mittelalter wird es nicht besser: Die Franken verbrennen die Steuerregister ihrer Herrscher, die Florentiner Wollkämmer rebellieren gegen manipulierte Schuldbücher, und 1381 marschieren 60.000 Engländer gegen die Kopfsteuer nach London. In Württemberg wirft ein armer Mann namens Gaispeter die gefälschten Gewichtssteine des Herzogs in den Fluss, und in Erfurt verlangen Bürger, dass endlich auch die Priester Steuern zahlen. Am Ende steht der große Bauernkrieg von 1525 mit etwa 100.000 Toten und einer Pointe, die sprachlos macht: Die Besiegten mussten eine „Aufruhrsteuer“ zahlen, also ihreeigene Niederschlagung finanzieren. Eine Folge über Macht, Geld und die Frage, wann aus einer Abgabe Raub wird. Im zweiten Teil geht es weiter mit der Neuzeit, in der Steuerrevolten Staaten gründen undKönige ihren Kopf kosten. Hier geht´s zum Buch:Reiner Sahm – Zum Teufel mit der Steuer!: 5000 Jahre Steuern – ein langer Leidensweg der Menschheit Weitere Bücherzum Thema: Amilcare Puviani – Theorie der sanften Plünderung Franz Oppenheimer - Der Staat Auberon Herbert – Voluntarismus Eugen Richter – Wider die Aufrüstung! Frédéric Bastiat - Der Staat & Das Gesetz   Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke ⁠hier (oeconimus.com)⁠

    Zum Teufel mit der Steuer! – Der ewige Kampf ums fremde Geld (Teil 1/2)
  2. Sep 27

    Filmkritik: Fahrenheit 451 - Weniger Wörter, weniger Gedanken

    Sechstausend Sprachen gab es einmal auf dieser Welt. In der Welt dieses fiktionalen Films sind es noch sechzig. Der Satz fällt beiläufig, fast nebenbei, und er ist der Schlüssel zu allem, was danach folgt. In dieser Folge sprechen wir über Ramin Bahranis Verfilmung von Ray Bradburys Klassiker, und zwar nicht als Thriller, sondern als Lehrstück. Denn was hier verbrannt wird, sind nicht nur Bücher. Verbrannt werden Tonbänder, Schriften aller Art, auch Notenblätter. Ein instrumentales Musikstück vertritt keine Meinung. Sie enthält nur eine andere Ordnung, eine andere Möglichkeit, die Welt wahrzunehmen. Was im Film ein ausreichender Grund für die Vernichtung ist. Wir reden darüber, warum eine Feuerwehr, die kein Feuer mehr zu löschen hat, kurzerhand selbst zum Brandstifter wird, und was das über Behörden sagt, die ihren Existenzgrund verlieren. Wir reden über die vielleicht unangenehmste Szene des Films: Ein Vorgesetzter erklärt ruhig und fast fürsorglich, wie es zur Bücherverbrennung kam. Ein Buch kränkte die einen, also verschwand es. Ein anderes kränkte die anderen, also verschwand auch dieses. Am Ende blieb nichts übrig, worüber sich noch jemand hätte aufregen können. Zensur tritt hier nichtals Tyrannei auf. Sie tritt als Rücksichtnahme auf, als wohlmeinender Therapeut. Und wir reden über die Antwort, die uns am meisten interessiert. Der Widerstand versucht gar nicht erst, die Bücher zu verteidigen. Bücher brauchen Raum, Raum lässt sich nicht verbergen, Verstecke werden verraten. Also wird jeder Mensch selbst kurzerhand zum Speichermedium. Einer lernt ein Buch, ein anderer das nächste. Wo nichts mehr zentral liegt, gibt es auch nichts mehr abzufackeln. Der Staat kann alles kontrollieren, was relativ knapp, lokalisierbar und materiell ist. Sobald das Wissen diese Eigenschaften verliert, verliert er den Zugriff. Hier geht´s zum Film: Fahrenheit 451 Weitere Bücher zum Thema:John Milton – Areopagitica Thomas Mackay - Plädoyer für die Freiheit Auberon Herbert – Für die Freiheit Andreas Tiedkte – Die Erlöser Henry David Thoreau - Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat Herbert Spencer – Soziale Statik Ludwig von Mises – Der allmächtige Staat Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke ⁠hier (oeconimus.com)⁠

    Filmkritik: Fahrenheit 451 - Weniger Wörter, weniger Gedanken
  3. Sep 20

    Der Staat ist der gefährlichste KI-Anwender #Anthropic

    Während sich die Presse fragt, ob die künstliche Intelligenz außer Kontrolle geraten ist, ist sie längst in festen Händen. Nicht nur in Verbraucherhänden. Staaten und ihre Paladine eignen sich die neue Technik gerade an, und das nicht heimlich, sondern nachlesbar. Anthropic, der Hersteller der Claude-Modelle, hat im September 2026 39 Fälle von KI-Missbrauch offengelegt. Wer sie nicht nach Methode sortiert, sondern nach Auftraggeber, sieht sofort, wohin die Reise geht. Bei der Überwachung sind zehn von zehn Fällen staatlich oder staatsnah. Bei den konventionellen Waffen sechs von sechs. Bei Betrug und beim Abkupfern fremder Modelle kein einziger. In Bamako baute ein Geheimdienstberater eine Software, die 25 Millionen Telefonkarten mitliest, und zwar so konstruiert, dass der Richter, den das Gesetz vorsieht, gar nicht erst vorkommt. Wer sich darüber wundert, hat die letzten fünfhundert Jahre nicht mitgeschrieben. Der Buchdruck war kaum erfunden, da hatte die Obrigkeit das Imprimatur, die Zensurbehörde und den Index. Die Eisenbahn wurde als Handelsweg gefeiert und vom preußischen Generalstab von Anfang an mitgeplant; Moltke ließdie Aufmarschpläne nach Fahrplänen schreiben, lange bevor der erste Waggon Getreide dorthin fuhr. Die Kernspaltung kam über Hiroshima zum Kraftwerk, nicht umgekehrt. Fritz Haber gab uns den Kunstdünger und leitete den Gaskrieg im Ersten Weltkrieg. Es ist immer dieselbe Geschichte, nur mit neuen Requisiten. Deshalb geht die Forderung nach einem Entwicklungsstopp am Ziel vorbei. Sie bindet die, die Gesetze befolgen müssen, und sonst niemanden. Durchsetzen müsste sie ausgerechnet der, der in diesem Bericht am häufigsten vorkommt. In der neuen Folge gehen wir die Fälle einzeln durch, erklären sie so, dass niemand Technik studiert haben muss, und fragen, was die Trennung von Staat und Technik praktisch hieße. Hier geht´s zum Paper:Detecting and countering misuse of AI: September 2026 https://www-cdn.anthropic.com/e50be2e51e7695dc4b1366a37a245a597377d3b5/Anthropic-Detecting-and-countering-091026.pdfweitere Bücher zum Thema:Herbert Spencer - Mensch gegen Staat Franz Oppenheimer - Der Staat Albert Jay Nock – Unser Feind, der Staat Ludwig von Mises – Der allmächtige Staat John Milton – Areopagitica Frédéric Bastiat - Der Staat & DasGesetz Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke ⁠hier (oeconimus.com)⁠

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  4. Sep 13

    "Klaut" KI menschliche Ideen? - Evolution vs. Urheberrecht

    Newton sagte es 1675 ganz offen: „Wenn ich weiter gesehen habe, dann deshalb, weil ich auf den Schultern von Riesen stand." Und er hatte recht. Keine einzige große Erfindung der Menschheitsgeschichte ist jemals aus dem Nichts entstanden. James Watt hat die Dampfmaschine nicht erfunden. Er hat Newcomens Maschine verbessert, die auf Savery aufbaute, die auf Papin aufbaute. Shakespeare hat keinen einzigen Plot selbst erdacht, sondern bei Holinshed und Plutarch abgeschrieben. Der Blues wurde zu Jazz, Jazz zu Swing, Rock baute auf Blues auf, Hip-Hop sampelte Jazz. 70.000 Jahre lang haben Bogenbauer die Entwürfe ihrer Vorgänger optimiert, ohne Patentanwalt. Und jetzt kommt Künstliche Intelligenz und tut exakt dasselbe: lernen, variieren, verbessern. Doch plötzlich nennen wir es Diebstahl. Warum? Weil uns nicht das Prinzip stört, sondern die Geschwindigkeit. In dieser Folge stellen wir eine unbequeme Frage: Ist das Urheberrecht wirklich ein Instrument des Fortschritts, oder steht es ihm im Weg? Goethes Werther wurde im ersten Jahr achtmal raubgedruckt. Goethe war trotzdem wohlhabend. Open Source hat mehr Innovation hervorgebracht als jedes Lizenzsystem der Welt. Die Musikindustrie hat Napster überlebt und Rekordumsätze erzielt. Die gesamte Kulturgeschichte ist ein einziger gigantischer Remix. Wer das bei Menschen feiert, aber bei Maschinen verbieten will, misst mit zweierlei Maß. Wer den Fortschritt will, darf ihn nicht an den eigenen Interessen aufhalten. Bücher zum Thema: Herbert Spencer – Soziale Statik Hans-Hermann Hoppe – Eigentum, Anarchie und Staat Carl Menger - Untersuchungen über die Methode derSozialwissenschaften Andrew Carnegie - Empire of Business Andrew Carnegie - Geschichte meines Lebens ⁠Richard Ehrenberg – Die Unternehmungen der Brüder Siemens: Bis 1870⁠ Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke ⁠hier (oeconimus.com)⁠

    "Klaut" KI menschliche Ideen? - Evolution vs. Urheberrecht
  5. Sep 6

    Das Kapitalistische Manifest

    Wohlstand fällt nicht vom Himmel, und er bleibt auch nicht von selbst. Das ist die unbequeme Wahrheit, mit der Johan Norberg in „Das kapitalistische Manifest" aufräumt, geschrieben mitten in den wütenden Protesten gegen die Globalisierung. Norberg war einmal selbst (linker) Anarchist. Heute streitet er für den freien Markt, und er tut es mit einem Zorn, den manspürt: Zorn darüber, dass wohlhabende Demonstranten in reichen Ländern den Ärmsten der Welt genau jenen Weg verbauen wollen, den unsere eigenen Vorfahren längst gegangen sind. Denn Globalisierung ist nichts Neues. Norbergs Urgroßeltern lebten in einem Schweden voller Armut und Hunger. Erst als das Land auf Freihandel setzte, stieg der Wohlstand rasant. Was Schweden gerettet hat, könnte auch heute Millionen Menschen retten, wenn man sie nur ließe. Warum der Markt ganz ohne Kontrollzentrum funktioniert, und warum diese scheinbare „Machtlosigkeit" in Wahrheit Macht für dich selbst bedeutet, über dein eigenes Leben. Du isst Bananen aus Ecuador, trinkst Tee aus Sri Lanka, siehst Filme aus Hollywood, ohne dass je ein Vorstand das beschlossen hätte, und genau das ist der Punkt. Warum Analphabetismus, Armut und Diktatur weltweit zurückgehen, während viele glauben, alles werde schlechter. Und warum sogar Schweden den Rückwärtsgang einlegen kann, vom viertreichsten Land der Welt auf Platz siebzehn, wenn Steuern und Bürokratie die Kreativität ersticken. Über zwanzig Jahre ist dieser Text alt, und er klingt erschreckend aktuell, in einer Zeit von Zöllen, Abschottung und„De-Globalisierung". Hier geht´s zum Buch: Johan Norberg – Das Kapitalistische Manifest: Warum allein die globalisierte Marktwirtschaft den Wohlstand der Menschheit sichertweitere Bücher zum Thema: Frédéric Bastiat – Was man sieht und was man nicht siehtFrédéric Bastiat - Protektionismus und KommunismusLudwig von Mises – Gewinn und VerlustFrédéric Bastiat - Volkswirtschaftliche Harmonien: Band 1Frédéric Bastiat - Volkswirtschaftliche Harmonien: Band 2Carl Menger - Grundsätze der Volkswirtschaftslehre Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke ⁠hier (oeconimus.com)⁠

    Das Kapitalistische Manifest
  6. Aug 30

    Kulturgeschichte der Steuer - Vom Zehnten bis zum Finanzamt

    Der Zehnte. Ein Zehntel deiner Ernte, deines Einkommens, deiner Arbeit. Damit fing alles an. Was einst als heiliges Opfer anGott und Priester gedacht war, wurde zur Pflicht, dann zum Zwang, dann zum modernen Steuerstaat, der dich vom ersten Euro bis zum letzten begleitet. In dieser Folge nehmen wir dich mit auf eine Reise durch dreitausend Jahre Steuergeschichte mit. Es ist eine Geschichte von Macht, Widerstand und erstaunlicher menschlicher Fantasie. Wir sprechen darüber, wie die Athener ihr Gemeinwesen ganz ohne Zwangssteuer finanzierten, warum das römische „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist" bis heute nachhallt, und wie Byzanz zur regelrechten Steuerhölle wurde. Wir erzählen vom Bauernkrieg von 1525, als Menschen buchstäblich fürs Senken der Abgaben zu den Waffen griffen. Wir zeigen, wie ganze Kreuzzüge finanziert wurden, indem man den Klerus zur Kassebat, und wie mittelalterliche Städte wie Florenz und Köln zwischen Schulden und Steuerrebellion schwankten. Wir schauen auf Wallenstein, den Kriegsunternehmer, und auf die Geburt der Einkommensteuer, die den Fiskus tief in dein Lebenholte. Und wir sparen die dunklen Kapitel nicht aus: die Steuer als Werkzeug der Ausgrenzung und Enteignung. Am Ende landen wir bei der Frage, die alle verbindet: Wo hört das eigentlich auf? Bart, Fenster, Pelze, alles wurde schon besteuert. Die Fantasie des Fiskus kennt keine Grenze und Logik spielt dabei keine Rolle. Wir schlagen die Brücke von Bastiats Blick aufs Unsichtbare bis zu Puvianis Finanzillusion, der Kunst, dich zahlen zu lassen, ohne dass du es merkst. Wie viele Monate im Jahr arbeitest du eigentlich für den Staat, bevor der erste Euro wirklich dir gehört?  Hier geht´s zum Buch: Uwe Schultz – Mit dem Zehnten fing es an weitere Bücher zum Thema: Amilcare Puviani – Theorie der sanften PlünderungFrédéric Bastiat – Was man sieht und was man nicht siehtHans Ostwald - Sittengeschichte der InflationWilliam Graham Sumner – Was die sozialen Klassen einander schulden Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke ⁠hier (oeconimus.com)⁠

    Kulturgeschichte der Steuer - Vom Zehnten bis zum Finanzamt
  7. Aug 23

    Astrid Lindgrens Steuermärchen "Pomperipossa"

    Stell dir vor, du arbeitest dein Leben lang fleißig, du liebst das Land in dem lebst und arbeitest, du wählst treu seit Jahrzehnten dieselbe sozialdemokratische Partei. Und dann rechnet dir eines Tages ein Freund vor: Dein Steuersatz beträgt in diesem Jahr 102 Prozent. Mehr, als es eigentlich geben dürfte. Genau das passierte 1976 Astrid Lindgren, der Frau, die uns Pippi Langstrumpf schenkte. Ihre Antwort war kein Brandbrief und keine Wutrede, sondern ein Märchen. Es hieß „Pomperipossa in Monismanien", und es war so harmlos verpackt und so giftig in der Sache, dass es ein ganzes Landerschütterte. In dieser Folge erzählen wir, wie aus einer geliebten Kinderbuchautorin die gefährlichste Oppositionelle Schwedens wurde. Wir folgen Pomperipossa, die feststellt, dass man Steuern nur senken kann, indem man Schulden macht, und dieschließlich beschließt, sich ein Brecheisen zu kaufen: Wenn der Staat schon stiehlt, warum dann nicht auch sie? Wir reden über einen Finanzminister, der sie als rechenschwach abkanzelte und sich damit selbst blamierte, über einen Regisseur, der aus Protest das Land verließ, und über eine Wahl, die nach 44 Jahren eine Ära beendete. Und wir fragen: Was passiert mit einer Gesellschaft, die ihre fleißigsten Bürger nichtbelohnt, sondern bestraft? Ein bitterböses Steuermärchen, fast fünfzig Jahre später erschreckend aktuell in einem Land, dessen Institutionen für einige Menschen weit mehr als 50% ihrer Arbeitsleistung per Steuern und Abgaben verlangen. Hört rein und fragt euch am Ende: Wo liegt eigentlich eure eigene Schmerzgrenze? Hier geht´s zu einer gekürzten deutschen Übersetzung des Märchens:Pomperipossa in Monismanien Weitere Titel zum Thema: Auberon Herbert – VoluntarismusFrédéric Bastiat – Was man sieht und was man nicht siehtEugen Richter – Sozialdemokratische ZukunftsbilderHerbert Spencer – Soziale Statik Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke ⁠hier (oeconimus.com)⁠

    Astrid Lindgrens Steuermärchen "Pomperipossa"
  8. Aug 16

    Die Unternehmung der Gebrüder Siemens - vom Scheitern und Erfolg

    Ein Kabel reißt. Ganz sanft geht es vor den Augen der Brüder im Mittelmeer auseinander, und mit ihm die Hälfte des LondonerKapitals. So fühlt sich Unternehmertum an, wenn niemand einen Rettungsschirm aufspannt. Richard Ehrenbergs „Die Unternehmungen der Brüder Siemens" von 1906 ist kein Heldenepos, sondern etwas Selteneres: die Lebensgeschichte eines Unternehmens, erzählt aus den vertraulichen Briefen, die Werner von Siemens mit Wilhelm, Karl und Walter wechselte. Du liest mit, wie vier sehr verschiedene Köpfe aus dem Nichts einen Weltkonzern bauen, zwischen Wassermessern in Manchester, Seekabeln im Roten Meer und einer Telegraphenlinie, die einmal von London bis nach Persien reichen soll. Werner legt am Roten Meer selbst Kabel, tagelang ohne Ruhe, aufrecht gehalten nur von starkem schwarzen Kaffee. Es ist eine Schule des Kapitalismus in Reinform. Werner will nicht die billigste, sondern die „solideste Arbeit", und genau das wird zum Vorsprung, während die Konkurrenz im Trüben fischt. Erst vertrauen die Brüder ihren englischen Partnern rückhaltlos und werden ausgenutzt, dann dreht sich das Blatt, sobald jene auf das Können der Deutschen angewiesen sind. Jeder Fehler kostet eigenes Geld, kein fremdes, und diese Haftung schärft jede Entscheidung. Der vorsichtige Werner, der wagemutigeWilhelm und der ruheselige Halske ringen in jedem Brief aufs Neue um Risiko und Gewinn. Auf dem Spiel steht ihr eigenes Vermögen und der Ruf des ganzen Hauses. Und immer wieder steht der Staat im Weg. In Persien verkaufen Minister ihre Dienste offen für ein paar Dukaten. In Wien senken drei Regierungen kurzerhand die Tarife und ruinieren beinahe die privat finanzierte Linie. Wo der Markt regiert, entscheiden Qualität und Vertrauen. Wo der Staat regiert, entscheiden Intrige und Bestechung. Warum das heute mehr denn je zählt? Weil sich hinter einer Geschichte über Kupferdraht und durchwachte Nächte die ewige Frage verbirgt: Wer trägt das Risiko, und wer erntet den Gewinn? Hier geht´s zum Buch: Richard Ehrenberg – Die Unternehmungen der Brüder Siemens: Bis 1870   Weitere Bücher zum Thema:Richard Ehrenberg - Grosse Vermögen: Die Fugger - Rothschild – Krupp Egon Ceasar Conte Corti – Das Haus Rothschild 1770-1871 Andrew Carnegie - Geschichte meines Lebens Andrew Carnegie - Empire of Business Carl Colbert - Der Börsenschwindel des John Law: Ein Beitrag zur Revolutions- und Sittengeschichte  Gustavus Myers - Geschichte der großen amerikanischen Vermögen: Erster Band Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke ⁠hier (oeconimus.com)⁠

    Die Unternehmung der Gebrüder Siemens - vom Scheitern und Erfolg

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