EVOMENTIS - Neurodivergenz, ADHS, Autismus und darüber hinaus

Mathias Küfner

Dein Podcast zu Neurodivergenz, Evolutionärer Psychologie, Gesellschaft, Philosophie und mentaler Entwicklung www.evomentis.de

  1. 2d ago

    ♾️ Die unsichtbare Übersetzungslast – Warum Kommunikation Neurodivergente so viel Kraft kostet

    In dieser Folge sprechen wir über Kommunikation als zentrales Thema, das uns aus verschiedenen aktuellen Eindrücken begegnet ist. Ausgangspunkt ist dabei auch ein aktueller Podcast, auf den wir Bezug nehmen, um zu zeigen, wie eng Sprache, Verstehen und neurodivergente Erfahrungen zusammenhängen. Wir stellen den Podcast Neurodivergenz-Navigator von Katharina Schön vor und ordnen ein, wie er aufgebaut ist und welche Themen dort vorkommen. Dabei sprechen wir über ihre Arbeitsweise, ihre Modelle und über eine aktuelle Spezialfolge zu ADHS, die wir besonders interessant fanden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, warum Kommunikation zwischen neurotypischen und neurodivergenten Menschen oft schwierig ist. Wir beschreiben, dass es nicht nur um Worte geht, sondern auch um gemeinsamen Kontext, kulturelle Codes und unterschiedliche Arten, Fragen, Kritik und Aussagen zu verstehen. Wir gehen außerdem auf Sprache als Denkwerkzeug ein. Dabei sprechen wir über Mehrsprachigkeit, Gebärdensprache und darüber, dass Sprachgrenzen auch kognitive und emotionale Grenzen markieren können. Anhand von Beispielen erläutern wir, wie unterschiedlich Menschen Belastungen wahrnehmen und wie schnell daraus Missverständnisse entstehen. Zum Schluss ordnen wir ein, welche Themen wir in kommenden Folgen weiter behandeln wollen, darunter Beziehungsökologie, ADHS, Autismus und neurodivergente Perspektiven auf soziale Strukturen. Außerdem erwähnen wir, dass wir noch viele Episoden in Vorbereitung haben und Rückmeldungen und Themenwünsche weiterhin aufgreifen wollen.

  2. Sep 5

    💌 Offene Beziehungen beginnen nicht beim Sex, sondern bei Autonomie

    In dieser Folge sprechen wir darüber, wie wir Beziehungen jenseits klassischer Vorstellungen verstehen können. Wir greifen Begriffe wie Monogamie, offene Beziehung und Polyamorie auf, betonen aber, dass Labels allein wenig erklären und je nach Bedeutung sehr unterschiedlich gefüllt sein können. Wir beschreiben, dass viele Menschen bei Worten wie „mein Partner“ sofort ein festes Bild im Kopf haben, obwohl Beziehungen in der Realität ganz anders aussehen können. Deshalb lohnt es sich aus unserer Sicht, genauer nachzufragen und Beziehungen nicht vorschnell als eindeutig zu bewerten. Ein zentraler Punkt ist für uns Autonomie. Wir sagen, dass in guten Beziehungen niemand dem anderen gehört und dass gegenseitiger Respekt vor den eigenen Entscheidungen die Grundlage sein sollte. Besitzdenken, Kontrolle und Forderungen nach Verfügbarkeit sehen wir als problematisch, weil sie die Selbstbestimmung des anderen einschränken. Daran anschließend sprechen wir über prosoziales Verhalten und Kompetenz: Wir wollen den anderen mitdenken, ohne über ihn zu bestimmen. Dazu gehört, Bedürfnisse zu erkennen, Grenzen zu respektieren und nicht aus Hilfe oder Zuwendung nachträglich Ansprüche abzuleiten. Wir unterscheiden außerdem zwischen echter Zuneigung und einem Deal. Wenn Unterstützung nur gegeben wird, um später eine Gegenleistung einzufordern, halten wir das für eine andere Form von Beziehung. Wichtig ist für uns, solche Erwartungen offen zu kommunizieren. Zum Schluss gehen wir darauf ein, dass nicht ein einzelner Mensch alle Bedürfnisse abdecken muss. Wir sehen es als sinnvoll an, Nähe, Freundschaften, Hobbys und intime Beziehungen nicht unnötig auf eine Person zu konzentrieren, sondern offen über verschiedene Beziehungsformen, Ängste und Wünsche zu sprechen. [AI generated & AI modified: Metadaten, Transkription, Illustrationen, Musik & Soundelemente, akustische Optimierung] (Alle rechtlichen Hinweise siehe: https://www.evomentis.de/rechtliches/ )

  3. Sep 2

    💌 Beziehung ist eine Vereinbarung - Warum Labels oft zu grob sind

    In dieser Episode sprechen wir über Beziehungskonzepte allgemein, mit einem Schwerpunkt auf Monogamie, Polyamorie und anderen Formen von Nähe und Verbindung. Wir ordnen das Thema in den größeren Kontext von Neurodivergenz ein, vor allem mit Blick auf ADHS, Autismus, Hochsensibilität, Hochbegabung und ähnliche Bereiche. Wir gehen darauf ein, dass Beziehungsformen sehr unterschiedlich sein können und dass die übliche Einteilung in Single, verlobt, verheiratet, getrennt oder geschieden oft zu eng ist. Wir beschreiben, dass Beziehungen nicht nur über rechtliche oder gesellschaftliche Kategorien definiert werden, sondern auch über individuelle Vereinbarungen, Erwartungen und die Art, wie Menschen miteinander leben und sich begegnen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie stark Neurodivergenz mit nicht-monogamen oder queeren Beziehungskonzepten zusammenhängt. Wir sprechen darüber, dass es insbesondere bei Autismus gut belegte Überschneidungen mit unterschiedlichen sexuellen Identitäten und Präferenzen gibt, während die Belege bei ADHS und anderen Neurodivergenzen gemischter sind, aber trotzdem auf relevante Zusammenhänge hindeuten. Wir behandeln auch das Thema Langzeitsingles und Personen, die unfreiwillig ohne Partnerschaft leben. Dabei sprechen wir über mögliche Gründe wie fehlende Passung im Umfeld, Unsicherheit, soziale Erwartungen und einen möglichen Teufelskreis aus Rückzug und mangelnden positiven Erfahrungen. Zum Schluss thematisieren wir, dass Beziehungen sehr unterschiedliche Formen annehmen können und dass Begriffe wie Partnerschaft, Freundschaft plus oder platonische Beziehung vor allem als Labels dienen. Wir betonen, dass am Ende wichtig ist, was für die beteiligten Menschen stimmig ist, und dass das Thema in weiteren Episoden fortgesetzt wird. [AI generated & AI modified: Metadaten, Transkription, Illustrationen, Musik & Soundelemente, akustische Optimierung] (Alle rechtlichen Hinweise siehe: https://www.evomentis.de/rechtliches/ )

  4. Aug 29

    Liebe jenseits der Vorgabe: Monogamie, Polyamorie und Neurodivergenz

    In dieser Episode setzen wir einen neuen Schwerpunkt auf Beziehungskonzepte und Liebe im Zusammenhang mit Neurodivergenz. Wir kündigen an, das Thema in mehrere klar markierte Folgen aufzuteilen und zwischendurch auch wieder andere Themen aufzugreifen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie stark Beziehungsvorstellungen von gesellschaftlicher Konformität geprägt sind und wie wir damit umgehen, wenn klassische Modelle für uns nicht passen. Wir sprechen darüber, dass viele neurodivergente Menschen es als hilfreich empfinden, Beziehung, Partnerschaft und auch das Leben als Single grundsätzlich neu zu durchdenken. Dabei vergleichen wir neurodivergente und eher neurotypische Zugänge: Während neurodivergente Menschen laut der Folge eher dazu neigen, Dinge selbst zu hinterfragen und individuell zu prüfen, was für sie funktioniert, wird im Mainstream oft ein vorgegebenes Konzept übernommen. Diese Unterschiede werden mit allgemeinen gesellschaftlichen Strukturen, Hierarchien und religiösen Vorgaben in Verbindung gebracht. Ein großer Teil der Episode beschäftigt sich mit Nichtmonogamie und Polyamorie. Wir sprechen darüber, dass solche Lebens- und Beziehungskonzepte in neurodivergenten Kreisen häufiger thematisiert werden und dass sie starke Anforderungen an Kommunikation und Absprache stellen. Außerdem thematisieren wir die Grenzen klassischer monogamer Beziehungen, etwa beim Umgang mit Freundschaften, Freiräumen und sexueller Exklusivität. Wir greifen das Spannungsfeld zwischen offener Kommunikation, Eifersucht, Betrug und der Frage auf, woran eine Paarbeziehung eigentlich festgemacht wird. Zum Schluss reflektieren wir, dass stabile Beziehungen sehr unterschiedliche Formen haben können und dass es wichtig ist, passende Modelle nicht von außen vorgegeben zu bekommen, sondern selbst zu entwickeln. Wir kündigen an, das Thema in den nächsten Folgen weiterzuführen. [AI generated & AI modified: Metadaten, Transkription, Illustrationen, Musik & Soundelemente, akustische Optimierung] (Alle rechtlichen Hinweise siehe: https://www.evomentis.de/rechtliches/ )

  5. Aug 26

    🧭 Zwischenorientierung

    In dieser Folge geben wir eine Orientierung zum Podcast und ordnen ein, wie es in den nächsten Wochen weitergeht. Wir erklären, dass die Sommerpause mit regulären Episoden überbrückt wurde, teils in veränderter Reihenfolge, und dass wir künftig Themenfolgen stärker getrennt halten wollen, ohne ständig auf kommende Inhalte zu verweisen. Ein Schwerpunkt der kommenden Episoden ist Beziehungsökologie. Dabei geht es um Beziehungen, Dating, Singles, queere Kontexte und soziale Umgangsformen. Wir ordnen dieses Feld als relevant für neurodivergente Menschen ein und möchten dabei auch neue Perspektiven und Modelle entwickeln. Wir stellen klar, dass der Podcast nicht nur bei ADHS- und Autismus-Themen bleibt, sondern bewusst auch Philosophie, Soziologie, Anthropologie und andere Zusammenhänge einbezieht. Wir verstehen den Podcast als Denkraum für interdisziplinäre Fragen und als Mischung aus verschiedenen Themenfeldern rund um Neurodivergenz. Außerdem geben wir einen Ausblick auf weitere Inhalte, die sich mit aktuellen Fragen aus Diagnostik, Alltag und psychologischen Themen beschäftigen. Wir sagen, dass bereits viele halbfertige Ideen vorliegen, die wegen anderer Verpflichtungen nur schrittweise umgesetzt werden können. Zum Schluss sprechen wir über technische und organisatorische Fragen: über Videoepisoden, RSS-Feeds, Plattformen und mögliche Kennzeichnungen für explizite Inhalte. Wir erwähnen außerdem die nähere 100. Episode, mögliche Wünsche für Sonderfolgen, den Ausblick auf Staffel 3 und die Herkunft der Intro- und Outro-Musik, die teilweise KI-gestützt entstanden ist. [AI generated & AI modified: Metadaten, Transkription, Illustrationen, Musik & Soundelemente, akustische Optimierung] (Alle rechtlichen Hinweise siehe: https://www.evomentis.de/rechtliches/

  6. Aug 22

    🛠️ BRÜCKE - Handlungsfähig mit ADHS auch ohne ständigen Alarmzustand🚨

    In dieser Folge sprechen wir darüber, warum uns Dringlichkeit oft stärker motiviert als normale, planbare Aufgaben. Wir beschreiben den „Feuerwehrmodus“ als Zustand ständiger Alarmbereitschaft, der besonders bei ADHS dazu führen kann, dass wir erst kurz vor einer Deadline oder in einer Krise ins Handeln kommen. Wir erklären, dass dieser Modus zwar viel Energie freisetzen und kurzfristig Leistung ermöglichen kann, langfristig aber auch zu Überlastung führen kann. Wenn der Dauer-Alarm wegfällt, kann es plötzlich schwerer werden, sich zu motivieren, weil Priorisierung, Starten und Fokussieren dann nicht mehr automatisch von außen vorgegeben sind. Ein großer Teil der Folge beschäftigt sich damit, warum normale Arbeitsphasen oft so schwerfallen. Wir sprechen darüber, dass wir im Notfallmodus viele Aufgaben abnehmen und ausblenden, dass wir aber im ruhigen Zustand diese Struktur selbst herstellen müssen. Dabei gehen wir auf Faktoren wie Priorisierung, emotionale Relevanz, tragbaren Aufwand, Handlungsinitiation, Feedback und Qualitätsanspruch ein. Zum Schluss stellen wir eine praktische Vorgehensweise vor, die wir als „Brücke-Methode“ beschreiben. Dazu gehören unter anderem den Aufgabenbestand begrenzen, Relevanz rückübersetzen, Übergänge externalisieren, die kleinste gültige Handlung definieren und den Wiedereinstieg vorbereiten. Außerdem betonen wir, dass es legitim ist zu sagen: „Ich schaffe das gerade nicht“, wenn Energie oder Rahmenbedingungen fehlen. [AI generated & AI modified: Metadaten, Transkription, Illustrationen, Musik & Soundelemente, akustische Optimierung] (Alle rechtlichen Hinweise siehe: https://www.evomentis.de/rechtliches/ )

  7. Aug 15

    ♾️ Autismus Konnektivitätstypen

    In dieser Folge sprechen wir über neue Grundlagenforschung zu Autismus und knüpfen dabei auch an frühere Folgen zu ADHS und Konnektivität an. Wir ordnen ein, dass Autismus und ADHS in der Forschung oft getrennt behandelt werden, obwohl es Überschneidungen und die Idee eines breiteren Spektrums gibt. Im Mittelpunkt stehen vier aktuelle Publikationen, die Autismus-Subtypen über funktionelle Konnektivität, Genexpression und immunbezogene Prozesse beschreiben. Wir betonen dabei, dass es sich nicht um eine vollständige neue Modellierung von Autismus handelt, sondern um einen begrenzten, bottom-up-Ansatz aus der Grundlagenforschung. Wir erklären zwei unterscheidbare Typen: Hypokonnektivität und Hyperkonnektivität. Beim hypokonnektiven Typ sind Hirnnetzwerke schwächer miteinander verbunden, sodass Informationen und Kontext weniger automatisch integriert werden. Beim hyperkonnektiven Typ sind Netzwerke stärker oder zu breit gekoppelt, wobei hier vor allem Genaktivität und immunbezogene Prozesse als Marker hervortreten. Anschließend besprechen wir, was diese Unterschiede für Wahrnehmung, Verarbeitung und Alltag bedeuten könnten. Beim hypokonnektiven Typ geht es eher um detailorientierte, bewusstere Verarbeitung und mehr Aufwand beim Zusammenfügen sozialer und situativer Informationen. Beim hyperkonnektiven Typ stehen Reizoffenheit, Überlastung und Schwierigkeiten beim Filtern von Eindrücken im Vordergrund. Wir ordnen das auch in frühere Autismus-Kategorien ein, etwa Asperger, frühkindlichen Autismus, High- und Low-Functioning sowie DSM-Unterstützungslevel. Dabei betonen wir, dass diese älteren Einteilungen vor allem die sichtbare Funktion im Alltag beschreiben, aber die zugrunde liegenden Mechanismen nur unzureichend erfassen. Zum Schluss sprechen wir über Masking, Missverständnisse in der Kommunikation zwischen neurotypischen und neurodivergenten Menschen und die Bedeutung weiterer Forschung. Wir geben einen Ausblick auf kommende Themen rund um ADHS, Autismus, Neurodivergenz und die Frage, wie sich daraus ein besseres Verständnis für Betroffene entwickeln lässt. [AI generated & AI modified: Metadaten, Transkription, Illustrationen, Musik & Soundelemente, akustische Optimierung] (Alle rechtlichen Hinweise siehe: https://www.evomentis.de/rechtliches/ )

  8. Aug 8

    ♾️ADHS-Biotypen

    In dieser Folge werden verschiedene ADHS-Typen anhand neuer Forschungsansätze erläutert. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die äußere klinische Erscheinung, sondern der Blick auf zugrunde liegende Regulationsmechanismen und mögliche Unterschiede im Gehirn. Es wird erklärt, dass die übliche Einteilung nach Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und kombiniertem Typ vor allem auf der Außenwirkung beruht. Diese Sichtweise könne wichtige Unterschiede übersehen, weil sie wenig über die inneren Prozesse, Startbedingungen und Belastungen einer Person aussage. Anschließend werden drei in MRT-Studien beschriebene Biotypen vorgestellt. Typ 1 wird als schwere kombinierte Form mit emotionaler Dysregulation beschrieben, Typ 2 als vorwiegend hyperaktiv-impulsiv und Typ 3 als vorwiegend unaufmerksam. Genannt werden dabei unter anderem Auffälligkeiten in Bereichen wie medialem präfrontalem Kortex, Pallidum und superiorer Frontalregion. Zu Typ 1 heißt es, dass starke emotionale Überflutung, Wut, Meltdowns und lange Erholungszeiten im Vordergrund stehen. Typ 2 wird mit innerer und äußerer Unruhe, starkem Handlungsdrang und geringer Bremsfunktion verbunden. Typ 3 betrifft vor allem Fokus, Organisation, Arbeitsgedächtnis und das Dranbleiben an Aufgaben. Die Folge betont, dass ADHS wahrscheinlich kein einheitliches Phänomen ist, sondern eher unterschiedliche Regulationsprobleme unter einer gemeinsamen Oberfläche zusammenfasst. Daraus wird abgeleitet, dass Diagnostik und Unterstützung genauer auf die jeweils betroffenen Systeme schauen sollten, statt nur das sichtbare Verhalten zu bewerten. [AI generated & AI modified: Metadaten, Transkription, Illustrationen, Musik & Soundelemente, akustische Optimierung] (Alle rechtlichen Hinweise siehe: https://www.evomentis.de/rechtliches/ )

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