LEBE SELBSTVOLL

Franziska Günther-Güldenpfennig

LEBE SELBSTVOLL, der Podcast für Frauen mit und nach Krebs. Was verändert sich im Leben, wenn plötzlich eine Krebsdiagnose im Raum steht? Wie erleben Betroffene die Zeit der Behandlung und was bleibt, wenn die Therapie abgeschlossen ist oder die Erkrankung Teil des weiteren Lebens wird? In LEBE SELBSTVOLL erzählen Frauen von ihren persönlichen Erfahrungen mit Krebs. Sie sprechen über ihre Diagnose und Behandlung, über Ängste und Unsicherheiten, Veränderungen des eigenen Körpers, Beziehungen und Familie, über das Leben danach und darüber, was ihnen heute wichtig ist. Neue Folgen gibt es jeden Dienstag. Mehr über den Podcast, meine fotografische Arbeit und mein Buch "schön & stark, Frauen mit Krebs" findest du auf www.franziskaguentherfotografie.de

  1. 5h ago

    #176 Diagnose DCIS

    Julia war Mitte 30, als sie Veränderungen an ihrer Brust bemerkte. Sie konnte zunächst selbst kaum beschreiben, was genau sich anders anfühlte. Ein Ultraschall beim Gynäkologen bliebt ohne Befund. Einige Zeit später entstand an ihrer Brustwarze eine kleine wunde Stelle, die nicht richtig abheilte. Zunächst vermutete sie, dass ihr Sport-BH die Haut gereizt hatte. Als die Stelle trotz Salbe immer wieder aufbrach, ging sie erneut zu ihrem Frauenarzt. Auch dieses Mal zeigte der Ultraschall keinen auffälligen Befund. Julia entschied sich schließlich, eine andere Ärztin aufzusuchen. Diese vermutete aufgrund der Veränderung an der Brustwarze ein Paget-Karzinom und schickte Julia zur weiteren Abklärung ins Brustzentrum. Bei den folgenden Untersuchungen wurde schließlich ein ausgeprägtes DCIS – ein duktales Carcinoma in situ – festgestellt. Ein DCIS entsteht in den Milchgängen der Brust. Die veränderten Zellen befinden sich dabei zunächst innerhalb der Milchgänge und haben das umliegende Brustgewebe noch nicht durchbrochen. Deshalb wird ein DCIS häufig als Brustkrebsvorstufe beziehungsweise nicht-invasive Form bezeichnet. In Julias Fall waren große Bereiche des Milchgangsystems betroffen. Julia wurde zu einer Mastektomie geraten. Das Brustdrüsengewebe wurde entfernt und die Brust zunächst mit einem Implantat rekonstruiert. Wenige Wochen später musste sie erneut operiert werden, weil der notwendige Sicherheitsabstand im Gewebe nicht ausreichend war. Heute ist Julia auf dieser Seite flach.

    #176 Diagnose DCIS
  2. Sep 29

    #175 Vom Knoten in der Achsel zur Diagnose Eierstockkrebs

    Nora war Ende 30, als sie einen Knoten entdeckte und ihn ärztlich abklären lassen wollte. Zunächst wurde sie beruhigt und sollte einige Wochen abwarten. Doch der Knoten wurde größer. Schließlich wurde er entfernt – und die Untersuchung des Gewebes brachte eine unerwartete Diagnose: Bei dem Knoten handelte es sich um eine triple-negative Metastase. Wo der dazugehörige Haupttumor saß, war zunächst völlig unklar. Es folgten verschiedene Untersuchungen, doch der Ursprung wurde lange nicht gefunden. Erst bei einem PET-CT entdeckten die Ärzte schließlich einen Tumor an einem Eierstock. Nora wurde operiert, ihre Eierstöcke wurden entfernt und aufgrund der metastasierten Erkrankung folgte eine Chemotherapie. Nach dem Ende ihrer Akuttherapie begann für Nora noch einmal eine ganz andere Zeit. Sie merkte zunehmend, dass ihr bisheriges Leben für sie nicht mehr richtig passte. Sie veränderte vieles und beschäftigte sich immer intensiver mit dem weiblichen Körper und seinen hormonellen Veränderungen. Schließlich machte sie sich als Hormoncoachin selbstständig. Deshalb sprechen wir in dieser Folge auch ausführlich über Hormone, Perimenopause und Wechseljahre. Nora erklärt, welche Veränderungen bereits während der Perimenopause auftreten können und warum sie den weiblichen Körper ganzheitlich betrachtet. Dabei geht es auch um das Zusammenspiel von körperlichen Veränderungen, Lebensweise und Psyche.

    #175 Vom Knoten in der Achsel zur Diagnose Eierstockkrebs
  3. Sep 8

    #172 Schilddrüsenkrebs & ein Knoten in der Brust

    Mit 21 Jahren bekam Ajlo die Diagnose Schilddrüsenkrebs. Schon längere Zeit hatte sie Veränderungen an sich bemerkt. Sie nahm stark zu und erlebte ausgeprägte Stimmungsschwankungen. Zunächst vermutete sie einen Zusammenhang mit der Pille, die sie etwa ein Jahr zuvor verschrieben bekommen hatte. Doch auch nachdem sie diese wieder abgesetzt hatte, blieben die Veränderungen bestehen. Ihre Mutter, die selbst mit 30 Jahren an Schilddrüsenkrebs erkrankt war, riet ihr schließlich, ihre Schilddrüsenwerte untersuchen zu lassen. Kurz darauf wurde bei Ajlo tatsächlich papillärer Schilddrüsenkrebs festgestellt. Ihre Schilddrüse wurde entfernt und anschließend folgte eine Radiojodtherapie. Für die Behandlung musste Ajlo eine Woche isoliert im Krankenhaus verbringen, da ihr Körper in dieser Zeit radioaktive Strahlung abgab. Sie durfte keinen Besuch empfangen und auch der Kontakt zum medizinischen Personal war auf das Notwendige beschränkt. Ajlo hat diese Isolation bis heute als sehr belastend in Erinnerung. Nach der Behandlung wurde sie auf Schilddrüsenhormone eingestellt und fand nach und nach wieder in ihren Alltag zurück. Doch sechs Jahre später, mit 27, folgte die nächste Krebsdiagnose. Schon länger wurde ein Knoten in ihrer Brust beobachtet, der zunächst als Fibroadenom eingestuft worden war. Als der Befund bei einer späteren MRT-Untersuchung auffällig erschien, wurde erneut eine Gewebeprobe entnommen. Dieses Mal lautete die Diagnose: Brustkrebs. Ajlo wurde brusterhaltend operiert und bestrahlt und begann anschließend eine Anti-Hormon-Therapie. Die Erkrankung und ihre Behandlung haben ihren Körper verändert, aber auch ihre Sicht auf das Leben.

    #172 Schilddrüsenkrebs & ein Knoten in der Brust
  4. Sep 1

    #171 Ein "alte-Damen-Krebs"

    Steff ist dreimal an Brustkrebs erkrankt. Bei ihrer ersten Diagnose hatte sie plötzlich einen Knoten in ihrer Brust ertastet. Es folgten eine brusterhaltende Operation, Chemotherapie und Bestrahlung – und die Aussicht, dass danach alles überstanden sein würde. Anderthalb Jahre später kam der Krebs zurück. Dieses Mal stand plötzlich die Entfernung ihrer Brust im Raum. Steff erzählt sehr offen davon, wie sie sich damals fühlte und wie wenig sie selbst zu diesem Zeitpunkt schon bereit war, sich von ihrer Brust zu verabschieden. Sie wechselte das Brustzentrum und entschied sich zunächst für einen Wiederaufbau mit Implantat. Später folgte ein erneuter Brustaufbau mit Eigengewebe. Doch auch danach ließ die Erkrankung sie nicht los. Steff bekam ein weiteres Rezidiv und damit zum dritten Mal die Diagnose Brustkrebs. Während sie bei ihrer ersten Erkrankung noch kaum Kontakt zu anderen Betroffenen gesucht hatte, änderte sich das nach der zweiten Diagnose. Steff fand das Buusenkollektiv und erlebte, wie wertvoll der Austausch mit Frauen sein kann, die viele Gedanken, Ängste und Erfahrungen aus ihrem eigenen Leben kennen. Heute ist sie selbst fester Teil des Teams und engagiert sich dort für andere Betroffene. In unserem Gespräch erzählt Steff von ihren drei Brustkrebserkrankungen, dem Verlust und Wiederaufbau ihrer Brust und den Folgen, die die Behandlungen bis heute für ihren Körper haben. Und wir sprechen darüber, warum es sich lohnen kann, nach einer Selbsthilfegruppe oder Community zu suchen, die wirklich zu einem selbst passt.

    #171 Ein "alte-Damen-Krebs"
  5. Aug 18

    #169 Ein Osteosarkom & Psychoonkologie

    Mit 24 Jahren bekam Carsten die Diagnose Osteosarkom – Knochenkrebs. Der Tumor saß in seinem Unterarm und zunächst war völlig unklar, wie es für ihn weitergehen würde. Es folgten Chemotherapie und eine große Operation. Nach der Operation stellte sich heraus, dass sein Tumor auf die Chemotherapie nicht angesprochen hatte. Statt einer weiteren Chemotherapie folgten regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen. 2013 wurde dabei eine Metastase in der Lunge entdeckt, 2014 eine weitere. Viele Jahre später, 2023, musste Carsten erneut wegen einer Lungenmetastase operiert werden. Heute ist Carsten 39 Jahre alt. Wenn er auf die Zeit seiner ersten Erkrankung zurückblickt, erzählt er auch davon, wie anders er mit 24 mit seiner Diagnose umging und wie sich sein Blick darauf im Laufe der Jahre verändert hat. Seine eigene Geschichte hat schließlich auch seinen beruflichen Weg geprägt. Carsten holte sein Abitur nach, studierte und entschied sich, Psychoonkologe zu werden. Außerdem gründete er die Selbsthilfegruppe „Jung und Krebs“ – auch, weil ihm selbst nach seiner Diagnose der Austausch mit anderen jungen Betroffenen gefehlt hatte. In unserem Gespräch geht es deshalb um beides: um Carstens eigene Krebsgeschichte und um seine heutige Arbeit als Psychoonkologe. Was kann Psychoonkologie eigentlich leisten? Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich Unterstützung zu holen? Wie lange dauert eine Begleitung? Und hilft es wirklich, noch einmal über das Erlebte zu sprechen?

    #169 Ein Osteosarkom & Psychoonkologie

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LEBE SELBSTVOLL, der Podcast für Frauen mit und nach Krebs. Was verändert sich im Leben, wenn plötzlich eine Krebsdiagnose im Raum steht? Wie erleben Betroffene die Zeit der Behandlung und was bleibt, wenn die Therapie abgeschlossen ist oder die Erkrankung Teil des weiteren Lebens wird? In LEBE SELBSTVOLL erzählen Frauen von ihren persönlichen Erfahrungen mit Krebs. Sie sprechen über ihre Diagnose und Behandlung, über Ängste und Unsicherheiten, Veränderungen des eigenen Körpers, Beziehungen und Familie, über das Leben danach und darüber, was ihnen heute wichtig ist. Neue Folgen gibt es jeden Dienstag. Mehr über den Podcast, meine fotografische Arbeit und mein Buch "schön & stark, Frauen mit Krebs" findest du auf www.franziskaguentherfotografie.de

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