1203 - Geschichten aus Brome und Umgebung

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1203 – Geschichte aus Brome und Umgebung ist ein Podcast zur Heimatgeschichte für alle Orte der Samtgemeinde Brome. Wir berichten von historischen Ereignissen, von vergessenen oder verschwundenen Orten und von interessanten Geschichten aus unserer Heimat. Äußerungen unserer Gesprächspartner*innen und Moderator*innen geben deren eigene Auffassungen wieder. https://meinpodcast.de macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner*innen in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

  1. 2d ago

    21 Was ein Scharfrichter wirklich tat - Die Henker unserer Region

    "Was ein Scharfrichter wirklich tat — Die Henker unserer Region" Wenn wir „Scharfrichter” hören, denken wir an den vermummten Mann mit dem Schwert. Doch das Bild ist unvollständig. Der Scharfrichter war ebenso Wundversorger und Knochenflicker, Abdecker und Hundehalter — ein Beruf, der Töten und Heilen in einer Person vereinte. Diese Folge erzählt das wirkliche Berufsbild und folgt den Männern, die für Brome und Umgebung die Urteile vollstreckten und die Kranken heilten — bis hin zu einer Scharfrichter-Dynastie, deren Spur sich über die Orte unserer Region ziehen lässt. Die Orte dieser Folge Brome — Ausgangspunkt der Spurensuche: Der Flecken hatte keinen eigenen Scharfrichter, sondern ließ ihn von auswärts kommen. Überliefert sind die Hinrichtungen des Diebes Jürgen Wendt (1596) und des „Blinden Peter” (1602) samt der erhaltenen Kostenabrechnung „Expenss über die Justification des blinden Peters” — ein seltener Blick auf die genaue Bezahlung eines Scharfrichters. Vorsfelde — das Zentrum der Überlieferung: Hier lässt sich über anderthalb Jahrhunderte eine Dynastie von Henkern und Heilern verfolgen (Engelke, Pfeffer, Fahnert, Löwe, Buchholz). Erhalten sind das Scharfrichterhaus in der Meinstraße 14 (erbaut 1606), das Richtschwert mit der Inschrift „Tue nichts Böses, so geschieht dir nichts Böses!” und das Zeugnis von 1662 für Meister Hans Pfeffer, das Hinrichten und Heilen im selben Atemzug rühmt. Wolfsburg — Quelle für den Scharfrichter-Alltag: Die Gerichtsprotokolle des Amtmanns Johann Ernst Selig (1711–1724) zeigen den Vorsfelder Scharfrichter immer wieder als Wundversorger, dem Dorfbewohner Behandlungslohn schuldeten. Vom adeligen Gericht Wolfsburg stammt auch die Aufstellung der Straffälle im Brief des Jochim Friedrich von Bartensleben an Celle (1677), darunter die späte Hexenverbrennung der Anna Werniken (1674). Uelzen — Schauplatz des „Pflichtenhefts”: Aus der Uelzener Scharfrichterei stammt die königliche Bestallungsurkunde von 1721 (ausgestellt von Georg I., König von Großbritannien und Herzog von Braunschweig-Lüneburg) — ein vollständiges Pflichtenheft des Amtes: Abgaben, Hundehaltung für die Wolfsjagd, Abdeckerei und die Gebühren für Folter und Hinrichtung. Gifhorn — Wurzel der Dynastie: Hier wurde Benedict Johann Andreas Pfeffer am 17. April 1688 getauft; hier wurde 1689 auch seine Mutter begraben. Gifhorn ist einer der Knotenpunkte im weitverzweigten Heiratsnetz der Scharfrichterfamilien. Wittingen — endlich ein Name: Lange war der Wittinger Scharfrichter in den Quellen namenlos. Jetzt ist er benannt — Benedict Johann Andreas Pfeffer — und mit ihm schließt sich der Kreis zur Vorsfelder Familie Pfeffer. Tülau-Fahrenhorst — der konkrete Beleg für unsere Dörfer: Zum Gericht Tülau-Fahrenhorst gehörten Tülau, Fahrenhorst und Croya. Ein Abdeckereivertrag vom 15. Oktober 1689 aus dem Gutsarchiv derer von Weyhe belegt, dass der Wittinger Nachrichter hier die Abdeckerei versah — samt kuriosem Detail der zwei Paar hundeledernen Handschuhe. Und am 7. November 1714 wurde am Tülauer Galgen ein Pferdedieb gehängt — die Hinrichtung fällt in die Zeit, in der Wittingen für das Gebiet zuständig war. So wird greifbar, wie unsere Dörfer tatsächlich von auswärts versorgt wurden. Themen der Folge •            Warum kleine Flecken wie Brome keinen eigenen Scharfrichter hatten •            Der Scharfrichter als Wundarzt und Knochenflicker — vier Behandlungsfälle aus den Dörfern Jembke, Rühen, Brackstedt, Tiddische und Brechtorf •            Das Amt als „Pflichtenheft”: Hundehaltung, Wolfsjagd, Abdeckerei und die Gebührenordnung für Folter und Hinrichtung •            Die Abdeckerei als alltägliches Monopol — und wie sie bei den späten Vorsfelder Löwes zum Haupterwerb wurde •            Die Scharfrichter-Dynastie Pfeffer über drei Generationen — vom Vorsfelder Meister über Uelzen und Gifhorn bis Wittingen Mehr unter bromer-geschichte.de Dieser Podcast wird vermarktet von der Podcastbude.www.podcastbu.de - Full-Service-Podcast-Agentur - Konzeption, Produktion, Vermarktung, Distribution und Hosting.Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen?Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich.Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude. (00:00:00) 01-Einführung (00:01:24) 02-Brome ohne eigenen Scharfrichter (00:03:10) 03-Scharfrichter in Vorsfelde (00:07:38) 04-Der Scharfrichter als Wundversorger (00:12:32) 05-Das Pflichtenheft von 1721 (00:21:26) 06-Der Scharfrichter als Abdecker (00:24:17) 07-Die Strafen und die Werkzeuge (00:31:11) 08-Das Richtschwert und das Scharfrichterhaus (00:33:28) 09-Endlich ein Name (00:39:20) 10-Der Wittingen Scharfrichter in Tülau-Fahrenhorst (00:44:25) 11-Outro

  2. Sep 1

    20 Aus dem Dorfleben des Jahres 1711

    20 – Vor dem Gericht: Aus dem Dorfleben des Jahres 1711 Was stritten die Menschen unserer Dörfer vor über dreihundert Jahren aus? In dieser Folge reisen wir ins Jahr 1711 und schauen dem Wolfsburger Amtmann Johann Ernst Selig über die Schulter, vor dessen Gericht die kleinen und großen Konflikte der Untertanen verhandelt wurden. Zwölf Fälle aus Orten der heutigen Samtgemeinde Brome – aus Tiddische, Brechtorf, Parsau, Zicherie, Eischott und Rühen – ergeben zusammen ein lebendiges Bild vom Alltag, von den Nöten und von der Ehre unserer Vorfahren. Themen der Folge: Der Amtmann Johann Ernst Selig und sein Gericht: ein studierter Jurist, der zugleich Richter, Ankläger, Verteidiger und Protokollant war, und die weite Gerichtsbarkeit derer von Bartensleben zu Wolfsburg Gewalt im Dienstverhältnis: ein Knecht, der beim Herrendienst mit der Sense zuschlägt, und eine Dienstfrau, die ihren Knecht verprügelt Ehre und üble Nachrede: der Streit um einen gestohlenen Käse Sitte und Buße: ein Unzuchtsfall aus Parsau Erbe und Mitgift: der jahrzehntelange Streit zweier Brüder aus Tiddische – samt Beschimpfung als „Schelm" vor Gericht Schulden und Pfand: von Roggen, Buchweizen und einer verwickelten Geschichte um Schaf und Lamm Ein Todesfall und der Scharfrichter, der als Wundarzt tätig war Quelle: Die Gerichtsprotokolle des Wolfsburger Amtmanns Johann Ernst Selig aus der Zeit von 1711–1724. Herausgegeben und bearbeitet von Maria Schlelein. Wolfsburg 2017. Mehr zur Geschichte unserer Region: bromer-geschichte.de und mhv-brome.de Dieser Podcast wird vermarktet von der Podcastbude.www.podcastbu.de - Full-Service-Podcast-Agentur - Konzeption, Produktion, Vermarktung, Distribution und Hosting.Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen?Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich.Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude. (00:00:00) 01-Einführung (00:01:33) 02-Der Amtmann und sein Gericht (00:08:03) 03-Gewalt im Dienst (00:13:13) 04-Ehre und üble Nachrede (00:16:01) 05-Sitte und Sünde (00:17:10) 06-Erbe, Mitgift und die Pflichten der Familie (00:23:24) 07-Schulden und Pfand (00:27:59) 08-Ein Todesfall und seine Folgen (00:31:34) 09-Was bleibt

  3. Aug 2

    19 Die Burg Brome im Dritten Reich

    19 – Die Burg Brome im Dritten Reich Von 1937 bis 1944 befand sich auf der Burg Brome ein Landjahrlager – zunächst für Jungen unter dem Namen „Ulrich von Hutten", ab 1940 für Mädchen. Für den Umbau des alten Wirtschaftsgebäudes zum HJ-Heim ließ Graf Günther von der Schulenburg-Wolfsburg 1937 die Stallungen umgestalten. In dieser Folge erzähle ich die Geschichte des Lagers, seiner Menschen und seiner bis heute erhaltenen Spuren – anhand von Akten aus dem Staatsarchiv Hannover, dem Meldebuch der Gemeinde Brome und Dokumenten aus dem Archiv des Museums Burg Brome. Themen der Folge: Was das „Landjahr" im NS-Staat war und woher die Kinder kamen (überwiegend aus Wuppertal) Graf von der Schulenburg, der Verlust von Schloss Wolfsburg an das entstehende Volkswagenwerk und der gescheiterte Plan eines neuen Schlosses in Brome Der Umbau des Stallgebäudes 1937: Kostenvoranschlag, beteiligte Handwerker und die enge Verzahnung von HJ und Landjahr Das Mädellager ab 1940 und der Streit um eine Verdunkelung im Herbst 1940 Die Burg als Lazarett in den letzten Kriegswochen 1945 Zwei stille Zeugen bis heute: das Toilettenhäuschen und der Balken „1937 – HJ – Landjahr" unter dem Dach Mehr zur Bromer Geschichte: bromer-geschichte.de und mhv-brome.de Dieser Podcast wird vermarktet von der Podcastbude.www.podcastbu.de - Full-Service-Podcast-Agentur - Konzeption, Produktion, Vermarktung, Distribution und Hosting.Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen?Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich.Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude. (00:00:00) 01-Einführung (00:01:19) 02-Was war das Landjahr (00:04:25) 03-Die Burg und das Graf von der Schulenburg (00:16:53) 04-Aus der Burg wird ein Landjahrlager (00:20:53) 05-Umbau zum HJ-Heim (00:32:27) 06-Bau eines Toilettenhäuschens (00:35:04) 07-Kündigung des Mietvertrages (00:38:56) 08-Vom Jungenlager zum Mädellager (00:43:48) 09-Streit um Verdunklung (00:48:51) 10-Die Burg Brome als Lazarett (00:50:57) 11-Was bleibt

  4. Jun 26

    18 Die Stärkefabriken Croya und Radenbeck

    Von der Knolle zur Aktie – Die Stärkefabriken Croya und Radenbeck Wie wird aus einer Kartoffel eine Aktie? In dieser Folge nehmen wir euch mit in die Zeit, als rund um Wittingen ein ganzes Bündel von Stärkefabriken entstand – allen voran in Croya und Radenbeck. Bauern, die ihre Kartoffeln nicht länger zu Spottpreisen verkaufen wollten, taten sich zusammen, legten ihr Geld zusammen und gründeten etwas erstaunlich Modernes: Aktiengesellschaften, mitten auf dem Land. Wir erzählen, wie die einst verachtete Knolle zum industriellen Rohstoff aufstieg, wie die Aktiengesellschaft als neue Form des Investments ins Deutsche Reich kam – mit Gründerzeit, Gründerkrach und dem Aktiengesetz von 1884 – und wie sich all das in unseren kleinen Dörfern ganz konkret abspielte. Von der euphorischen Aufbruchstimmung des Jahres 1888 bis zu jenem stillen Ende, das eine Schulchronik die „Beerdigung der Fabrik auf eigenem Gelände” nannte. Mit dabei: ein Stärkemeister, der zur Eisenbahn wechselte, und eine Bahnstrecke, die eine ganze Fabrik überflüssig machte. Eine Geschichte über Knollen, Kapital und den Unternehmungsgeist einer ganzen Region. Mehr zur Geschichte unserer Region findet ihr auf unserem Geschichtsblog www.bromer-geschichte.de und auf der Homepage des Museums- und Heimatvereins Brome e.V. unter www.mhv-brome.de. Diese Folge hat euch gefallen? Dann unterstützt unsere Arbeit und werdet Mitglied im Museums- und Heimatverein Brome e.V.! Mit eurem Beitritt helft ihr, die Geschichte unserer Region zu bewahren, zu erforschen und lebendig zu halten. Schaut einfach auf www.mhv-brome.de vorbei – wir freuen uns auf euch. Dieser Podcast wird vermarktet von der Podcastbude.www.podcastbu.de - Full-Service-Podcast-Agentur - Konzeption, Produktion, Vermarktung, Distribution und Hosting.Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen?Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich.Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude. (00:00:00) Das Aktiengesetz von 1884 (00:02:29) 01 Die Kartoffel als Rohstoff (00:06:12) 02 Warum ausgerechnet eine Fabrik (00:08:46) 03 Eine neue Idee (00:11:10) 04 Die Gründerzeit (00:13:50) 05 Das Aktiengesetz von 1884 (00:16:27) 06 Die Aktienstärkefabrik Croya (00:24:41) 07 Die Stärkefabriken im Raum Wittingen (00:31:39) 08 Die Aktienstärkefabrik Radenbeck (00:45:00) 09 Vom Stillstand über Neuanfang zur Schließung (00:48:27) 10 Was bleibt

  5. May 1

    16 Die Entwicklung der NSDAP-Ortsgruppe Brome

    Die Entwicklung der NSDAP-Ortsgruppe Brome 1925-1945 Zusammenfassung Diese Episode erzählt die Geschichte der NSDAP-Ortsgruppe Brome anhand der kürzlich vom US National Archives freigegebenen Mitgliederkartei. Wir verfolgen den Weg von der Gründung 1925 über die Krise durch den Tannenbergbund, die Neugründung 1931, das Explosionsjahr 1933 bis zum Kriegsende 1945. Die Mitgliederzahl wuchs von zunächst wenigen auf etwa 260 Personen – ein Beispiel für die totale Durchdringung der Gesellschaft durch das NS-Regime. Wichtige Daten 27. Februar 1925: Gründung der Ortsgruppe 1. Oktober 1931: Neugründung unter Konrad Erling 30. Januar 1933: Hitlers Machtergreifung 1933: Verbot des Tannenbergbunds → Mitglieder treten zur NSDAP über 1937: Zweite Wachstumswelle mit 113 Neuaufnahmen 1945: Kriegsende mit ca. 260 Mitgliedern Weiterführende Ressourcen Blog zur Bromer Geschichte: www.bromer-geschichte.de Museums- und Heimatverein Brome e.V.: www.mhv-brome.de Episodenlänge: ca. 20 Minuten Dieser Podcast wird vermarktet von der Podcastbude.www.podcastbu.de - Full-Service-Podcast-Agentur - Konzeption, Produktion, Vermarktung, Distribution und Hosting.Du möchtest deinen Podcast auch kostenlos hosten und damit Geld verdienen?Dann schaue auf www.kostenlos-hosten.de und informiere dich.Dort erhältst du alle Informationen zu unseren kostenlosen Podcast-Hosting-Angeboten. kostenlos-hosten.de ist ein Produkt der Podcastbude. (00:00) Kapitel 1

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1203 – Geschichte aus Brome und Umgebung ist ein Podcast zur Heimatgeschichte für alle Orte der Samtgemeinde Brome. Wir berichten von historischen Ereignissen, von vergessenen oder verschwundenen Orten und von interessanten Geschichten aus unserer Heimat. Äußerungen unserer Gesprächspartner*innen und Moderator*innen geben deren eigene Auffassungen wieder. https://meinpodcast.de macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner*innen in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.