Liebes Kino! Erinnerungen von Adrian Kutter

Adrian Kutter und Michael Scheyer

Die Geschichte des deutschen Kinos ist eng mit Adrian Kutter verbunden. Bereits als Jugendlicher sammelte er Erfahrungen als Kinomacher im väterlichen Kino in Biberach. Schon damals ging es ihm um mehr als das bloße Filmvorführen. "Kino ist mehr als Filmschauen", sagt Adrian Kutter auch heute noch. Als langjähriger Präsident der Gilde Deutscher Filmkunsttheater beeinflusste er in ganz Deutschland die Art und Weise, wie Filme programmiert werden. Und als Gründer der Biberacher Filmfestspiele schenkte er dem neuen deutschen Film einen eigenen Treffpunkt und eine Plattform, auf der sich Publikum und Filmemacher abseits des Rampenlichts treffen und austauschen konnten. In diesem Podcast sammelt der Journalist Michael Scheyer im Auftrag der Filmtage Oberschwaben in Ravensburg Adrian Kutters wertvolle Erinnerungen an die deutsche Filmgeschichte.

  1. 09/04/2025

    Adrian, welchen Hitchcock-Film muss jeder mal gesehen haben? (Folge 15)

    In dieser Folge setzen wir unser Alfred Hitchcock-Special fort und tauchen noch tiefer in das faszinierende Schaffen des Meisterregisseurs ein. Zunächst beleuchten wir einige seiner Oscar-Nominierungen, wobei wir feststellen, dass Hitchcock trotz seiner bemerkenswerten Karriere nie einen Oscar gewann. Wir analysieren die Filme, für die er nominiert wurde, darunter „Rebecca“, „Verdacht“, „Das Rettungsboot“ und „Psycho“, und diskutieren die starken Wettbewerber, gegen die er antreten musste. Besonders interessant sind die herausragenden Leistungen der weiblichen Hauptdarstellerinnen in seinen Filmen, die beharrlich im Zentrum der Geschichte stehen. Ein weiterer zentraler Aspekt dieser Episode ist die Charaktertiefe und psychologische Komplexität seiner Figuren. Bei Filmen wie „Rebecca“ und „Verdacht“ wird deutlich, wie Hitchcock oft Frauen in herausfordernden Situationen präsentiert, während sich gleichzeitig die männlichen Protagonisten, wie Cary Grant, mit ihren Schwächen und zweifelhaften Absichten auseinandersetzen. Die Diskussion geht weiter mit einer Betrachtung von Hitchcocks einzigartigen Erzähltechniken, einschließlich seiner berühmten Kameratechniken und Schnitttechniken, die bei Filmen wie „Vertigo“ und „Cocktail für eine Leiche“ zum Tragen kommen. Auch die Herausforderungen, die Hitchcock bei der Produktion seiner Filme hatte, werden thematisiert, wobei besonderes Augenmerk auf sein festes Team und seine innovative Nutzung von Storyboards gelegt wird. Wir werfen einen Blick auf Hitchcocks Leben sowohl hinter als auch vor der Kamera. Er steht im engen Austausch mit seiner Frau Alma, die nicht nur als seine Lebensgefährtin, sondern auch als engste Mitarbeiterin eine zentrale Rolle in seinem Schaffen spielt. Ihr Einfluss auf seine Arbeit wird als unverzichtbar angesehen, auch in Bezug auf die Entwicklung seiner Drehbücher und den Schnittprozess. Im Verlauf der Episode werden die verschiedenen Techniken und Mittel, die Hitchcock einsetzte, um Spannungsmomente zu erzeugen, detailliert erläutert. Dies umfasst sowohl seine Präferenz für Außendrehorte, die eine lebendige Kulisse bieten, als auch seine Fähigkeit, mit Musik und Sounddesign eine fesselnde Atmosphäre zu schaffen. Der Podcast endet mit einer Vorschau auf die nächste Episode, in der wir uns mit einem Filmmuseum im Zusammenhang mit Baden-Württemberg beschäftigen und die bemerkenswerten Protagonisten und deren Beiträge zur Filmgeschichte beleuchten. Diese Entdeckungstour durch die Welt von Hitchcock und darüber hinaus wird nicht nur die Fans des Genres fesseln, sondern auch eine neue Perspektive auf die Kunst des Filmemachens präsentieren.

    1h 11m
  2. Adrian, was fasziniert Dich so an Alfred Hitchcock? (Folge 14)

    08/21/2025

    Adrian, was fasziniert Dich so an Alfred Hitchcock? (Folge 14)

    In dieser Episode unseres Podcasts „Liebes Kino“ widmete sich Adrian Kutter dem filmischen Schaffen des legendären Alfred Hitchcock, eines der einflussreichsten Regisseure der Filmgeschichte. In dieser umfassenden Untersuchung seines Lebens und seiner Werke begeben wir uns auf die Spuren von Hitchcocks eindrucksvoller Karriere, die in einem bescheidenen Umfeld begann und ihn zu einem der bekanntesten Filmemacher der Welt machte. Von seinen ersten Schritten im Filmgeschäft als Zeichner von Zwischentiteln bis hin zu seinen ikonischen Meisterwerken erzählten wir die Geschichte eines Mannes, der die Kunst des Spannungsaufbaus perfektionierte und Generationen von Film- und Krimifreunden prägte. Wir begannen unser Gespräch mit der Frage nach Adrian Kutters ersten Erinnerungen an Hitchcock-Filme, die sich auf den Charakter des Regisseurs und seine einzigartige Fähigkeit, Publikum zu fesseln, konzentrierten. Hitchcock, geboren 1899 in England, drehte insgesamt 53 Filme und prägte den Thriller-Genre nachhaltig. Adrian erzählte von den Anfängen seiner Faszination für Hitchcock und wie dessen Werke sein cineastisches Interesse weckten. Mit einem Lächeln erinnerte er sich an seinen ersten Hitchcock-Film „Das Fenster zum Hof“ und die Nervenkitzel, den dieser bei ihm hinterließ – die voyeuristische Perspektive des Protagonisten, gespielt von James Stewart, ließ das Publikum an seinen Entdeckungen und Ängsten teilhaben. Ein zentrales Thema unserer Diskussion war Hitchcocks meisterhafte Anwendung von „Suspense“. Wir beleuchteten, wie Hitchcock das Publikum in einen emotionalen Konflikt zog, indem er oft mehr Informationen über die Situation hatte als die Charaktere der Filme selbst. Der Zuhörer wurde so zum Komplizen im Geschehen, was den Spannungsbogen seiner Filme einzigartig machte. Adrian erklärte, dass diese Technik einen entscheidenden Beitrag zu Hitchcocks Erfolg leistete und gleichzeitig die Erwartungen des Publikums über die Erzählstruktur herausforderte. Eine weitere wichtiges Element der Episode war Hitchcocks besondere Beziehung zu seinen Hauptdarstellerinnen, insbesondere zu Grace Kelly. Adrian berichtete von der bedingungslosen Hingabe, die Hitchcock für seine Protagonistinnen empfand, und analysierte die Komplexität der Frauenrollen in seinen Filmen. Diese Reflexion über die oft ambivalente Darstellung weiblicher Charaktere in Hitchcocks Werken führte zu einer tieferen Diskussion über seine filmische Ästhetik und die gesellschaftlichen Normen seiner Zeit. In der Fortsetzung der Episode setzten wir unsere Analyse fort und beleuchteten dabei nicht nur einige von Hitchcocks bedeutendsten Filmen, wie „Psycho“ und „Vertigo“, sondern auch die zahlreichen Cameo-Auftritte des Regisseurs selbst in seinen Filmen. Adrian erzählte von den Geschichten und Anekdoten über Hitchcock und schloss mit dem feinen Gespür des Filmemachers für Ironie und Humor, auch in den dunkelsten Szenarien. Diese Episode ist ein umfassendes Porträt eines cineastischen Genies und eine Hommage an das Erbe, das Alfred Hitchcock hinterlassen hat.

    1h 1m
  3. Adrian, gegen welchen Film haben Menschen vor Deinem Kino so fanatisch protestiert? (Folge 12)

    07/24/2025

    Adrian, gegen welchen Film haben Menschen vor Deinem Kino so fanatisch protestiert? (Folge 12)

    In dieser Episode des Podcasts „Liebes Kino, Erinnerungen von Adrian Kutter“ vertiefen wir uns in die faszinierende und oft kontroverse Geschichte der Filmfreigaben in Deutschland. Moderator Michael Scheyer begleitet Adrian Kutter, einen ausgewiesenen Experten der Kinogeschichte und selbst langjährigen Kinobetreiber, durch einen regen Austausch über die Herausforderungen, die sowohl Finanzierungsproblematiken als auch religiöse Sensibilitäten im Filmgeschäft mit sich bringen. Wir beginnen mit dem Überraschungsmoment der zwölften Episode, in der die beiden Protagonisten sowohl die Höhepunkte der vorherigen Folgen reflektieren als auch auf die heutige Thematik eingehen – den stillen Feiertag. Hierbei wird deutlich, dass bei der Freigabe von Filmen auch die sozialen und religiösen Kontexte eine entscheidende Rolle spielen. Adrian hebt hervor, dass über 700 Filme für die Vorführung an stillen Feiertagen in Deutschland nicht freigegeben werden – eine Zahl, die sowohl historische als auch aktuelle Dimensionen in die Diskussion beihebt. Besonders spannend wird es, als Adrian die Liste der Filme durchgeht, die in der Vergangenheit an Feiertagen für nicht geeignet erklärt wurden. Diese Filme reichen von Horror- bis Actionfilmen, doch auch überraschende Titel finden sich darunter, wie Jacques Tatis „Traffic“. Adrian diskutiert die Veränderungen in den Freigabekriterien über die Jahrzehnte und wie die Wahrnehmung von Kunst und Schaffensfreiheit sich gewandelt hat. Eine weitere zentrale Thematik der Folge sind die gesellschaftlichen Reaktionen auf kontroverse Filme. Anhand von Adrian Kutters eigenen Erfahrungen mit dem Film „Die letzte Versuchung Christi“ von Martin Scorsese schildert er die heftigen Reaktionen, die bei der Aufführung des Films in Deutschland, insbesondere in seiner Region, von verschiedenen religiösen Gemeinschaften und Einzelpersonen angestoßen wurden. Diese Erzählungen sind nicht nur informativ, sondern verdeutlichen auch wie Film als Medium sowohl als Kunstform als auch als gesellschaftliches Werkzeug fungiert, das polarisieren und Debatten entfachen kann. Adrian erzählt eindringlich von den Drohungen, den massiven Protesten und den Beschwerden, die er als Kinobetreiber erleben musste, als er entschloss, diesen Film zu zeigen. Dabei wird klar, dass es hierbei nicht nur um den Inhalt des Films geht, sondern auch um die zivilgesellschaftlichen Grundlagen der Meinungsfreiheit und der künstlerischen Freiheit im Allgemeinen. Seine unerschütterliche Entschlossenheit, das Publikum mit hochwertigen Filmen zu unterhalten und zu bilden, zeigt sich auch in der Rückschau auf die Filmfestspiele sowie den kulturellen Einfluss, den er über die Jahre hatte. Die Episode schließt mit einem Aufruf zur Sensibilisierung für süchtig machende Themen in der Film- und Medienwelt, während Adrian und Michael sich auf die nächste Folge freuen, in der weitere spannende Einblicke in die Erinnerungen und die Kinogeschichte von Adrian Kutter gegeben werden. Es ist eine tiefgründige und reflektierte Diskussion, die die Hörer zum Nachdenken anregt und umfassendes Wissen über die Filmfreigabe-Problematik in Deutschland bietet.

    57 min
  4. Adrian, zwischen Kalifornien und der Ukraine, was hast Du mit der Gilde auf Reisen erlebt? (Folge 11)

    07/17/2025

    Adrian, zwischen Kalifornien und der Ukraine, was hast Du mit der Gilde auf Reisen erlebt? (Folge 11)

    In dieser Episode von "Liebes Kino" sprechen wir ausführlich mit Adrian Kutter über seine Reisen für die Gilde der Deutschen Filmkunsttheater und die international bedeutenden Filmfestivals, die er besucht hat, um den deutschen Film zu präsentieren und Netzwerke zu knüpfen. Adrian, unser Dauergast und Filmexperte, beginnt mit einem Rückblick auf die Geschichte der Gilde und beschreibt, wie sie seit ihrer Gründung im Jahr 1953 in die Internationalität expandiert hat. Die Gilde hat sich im Laufe der Jahre mit anderen Verbänden fusioniert, wodurch sie sich als wichtiger Vertreter der Filmkunst in Deutschland etabliert hat. Adrian erörtert die Motive hinter den Reisen. Ursprünglich wurden sie initiiert, um den Austausch zwischen deutschen Kinobetreibern und internationalen Kollegen zu fördern. Er hebt hervor, dass die Reisen nie rein touristisch waren, sondern vor allem dem gegenseitigen Informationsaustausch und der Analyse von Kino- und Filmstrukturen dienten. Dabei schildert er auch besondere Erlebnisse, wie die Teilnahme an verschiedenen internationalen Filmfestivals in Cannes, Venedig und Locarno, sowie an bedeutenden historischen Orten wie Paris und Budapest. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den technischen Entwicklungen im Kino, die Adrian während seiner Reisen beobachtet hat. Er spricht über die Einführung von Multiplex-Kinos und deren wirtschaftliche Relevanz sowie die technischen Innovationen, die das Kinoerlebnis revolutioniert haben. Von Kinos in New York und Los Angeles bis hin zu den beeindruckenden Filmstudios in Moskau und Kiew erzählt Adrian von den vielfältigen Perspektiven und dem Wissen, das er und die Gilde aus diesen Erfahrungen mit nach Deutschland brachten. Ein Höhepunkt der Episode ist die Erzählung über die Gilde-Reise nach Kalifornien im Jahr 1989, in der Adrian beeindruckende Einblicke in die amerikanische Filmindustrie und Kinokultur bietet. Er teilt amüsante Anekdoten über die Organisation der Reise und die Herausforderungen, ein großes Mitgliederkollektiv aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus thematisiert Adrian die emotionalen Erlebnisse, die er während seiner Reisen in Osteuropa, insbesondere während der Wendezeit in der DDR und der Sowjetunion, hatte. Diese Segmente sind nicht nur informativ, sondern zeigen auch die menschliche Seite der Filmindustrie und die Bedeutung des kulturellen Austauschs in bewegenden Zeiten der Geschichte. Abschließend äußert Adrian den Wunsch, noch mehr solcher Geschichten zu teilen, um das Erlebnis des Kinos und die Mission der Gilde weiter in die Welt zu tragen. Dies führt zu einem Ausblick auf zukünftige Episoden, in denen noch mehr über seine Reisen erzählt werden soll.

    56 min
  5. Adrian, findest Du nicht, dass es zu viele Filmfestivals gibt? (Folge 10)

    06/26/2025

    Adrian, findest Du nicht, dass es zu viele Filmfestivals gibt? (Folge 10)

    In dieser Folge von "Liebeskinoerinnerungen" widme ich mich dem Thema Filmfestivals, insbesondere dem Locarno Film Festival, meinem Lieblingsfilmfestival, und teile persönliche Erfahrungen sowie spannende Geschichten aus über zwei Jahrzehnten meiner Festivalteilnahme. Ich beginne mit dem ersten Mal, als ich nach Locarno reiste. Eingeladen wurde ich durch meine Rolle als Vorstandsmitglied der Gilde Deutscher Filmkunsttheater. Locarno war für mich eine Offenbarung – die bezaubernde Atmosphäre am Lago Maggiore, die malerische Altstadt und die köstliche Tessiner Küche haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Das Festival erstreckt sich über zehn bis zwölf Tage und zieht Filmkunstliebhaber aus der ganzen Welt an. Wir hatten die Gelegenheit, nicht nur Filme im Wettbewerb zu sehen, sondern auch auf der Piazza Grande Filme unter freiem Himmel zu genießen, was jeder Erfahrung ein magisches Flair verleiht. Im Laufe der Jahre habe ich zahlreiche Juroren und Festivaldirektoren kennengelernt und einige prägende Momente erlebt, darunter die Darbietung meiner eigenen Rede auf der Piazza Grande vor einem Publikum von rund 6000 Menschen. Diese Erfahrungen waren oft die Höhepunkte eines arbeitsreichen, aber sehr erfüllenden Festivallebens. Locarno ist für mich nicht nur ein Festival, sondern ein Ort voller Erinnerungen, herzlicher Begegnungen und filmischer Höhepunkte – eine echte Schatzkammer der Filmkunst. Gleichzeitig betrachte ich das Festival als Plattform für aufstrebende Filmemacher und internationale Debütfilme, die oft nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen. Der Fokus auf arthausorientierte Filme unterscheidet Locarno von anderen Großveranstaltungen wie Cannes oder Venedig und verleiht ihm einen einzigartigen Charakter. Dies ist ein Grund, warum das Festival für mich so besonders ist – eine Feier des Kinos in seiner künstlerischen Form und ein Ort der Begegnung mit Gleichgesinnten. Zusätzlich sinniere ich über meine Erfahrungen mit anderen Filmfestivals, wie zum Beispiel in Portugal. Das Festival in Figueira da Foz war ein weiterer Ort, der mir ans Herz gewachsen ist, und ich erlebte die Entstehungsgeschichte eines Festivals, das dank der Leidenschaft eines einzelnen Filmbegeisterten entstand. Diese Festivals sind oft stark mit der Person verbunden, die sie leitet, und zeigen, wie wichtig Engagement und Liebe zur Filmkunst für den Erfolg eines Festivals sind. Abschließend reflektiere ich über den gegenwärtigen Zustand von Filmfestivals im Allgemeinen. In den letzten Jahren erlebte ich eine wachsende Anzahl an Festivals, die oft einer "Inflation" von Veranstaltungsarten gleichen, wobei viele die Identität der Filmkunst zu verwässern scheinen. Es wird zunehmend schwierig, die Vielfalt und den kulturellen Reichtum zu bewahren, während sich viele Festivals eher auf die Prominenz konzentrieren, um Aufmerksamkeit zu generieren. Ein echtes Festival sollte jedoch vor allem die Filmkunst feiern und die Filmemacher unterstützen, die möglicherweise nicht in der Lage sind, auf den größeren Bühnen dieser Weltgesehen zu werden. Für die nächste Folge plane ich, über meine Reisen zu sprechen und die faszinierenden Erlebnisse, die ich auf meinen Festivalbesuchen sammeln konnte, zu teilen.

    1h 2m

About

Die Geschichte des deutschen Kinos ist eng mit Adrian Kutter verbunden. Bereits als Jugendlicher sammelte er Erfahrungen als Kinomacher im väterlichen Kino in Biberach. Schon damals ging es ihm um mehr als das bloße Filmvorführen. "Kino ist mehr als Filmschauen", sagt Adrian Kutter auch heute noch. Als langjähriger Präsident der Gilde Deutscher Filmkunsttheater beeinflusste er in ganz Deutschland die Art und Weise, wie Filme programmiert werden. Und als Gründer der Biberacher Filmfestspiele schenkte er dem neuen deutschen Film einen eigenen Treffpunkt und eine Plattform, auf der sich Publikum und Filmemacher abseits des Rampenlichts treffen und austauschen konnten. In diesem Podcast sammelt der Journalist Michael Scheyer im Auftrag der Filmtage Oberschwaben in Ravensburg Adrian Kutters wertvolle Erinnerungen an die deutsche Filmgeschichte.