LET´S MEET! Der Kneipenpodcast

Max

Wer eine Gaststätte hat, wird zum Diskussionspartner, zum Anwalt oder Psychologen. Er hört spannende Lebensgeschichten und interessante Thesen. Ich bin Max und betreibe eine kleine Eck-Kneipe mit südafrikanischer Küche in Bielefeld. Ich möchte Euch Menschen vorstellen, die ich in Tresengesprächen kennengelernt habe. Spannende Charaktere, interessante Lebenswege. Nicht nur Prominente mit stetiger Medienpräsenz haben spannende Biografien. Die wahren Helden leben oft nebenan!

  1. NINA MOGHADDAM "Was im Iran passiert, zerbricht mir das Herz!"

    Jan 26

    NINA MOGHADDAM "Was im Iran passiert, zerbricht mir das Herz!"

    Wer mit dem Kinderfernsehen von Super RTL aufgewachsen ist, kennt natürlich Nina Moghaddam. Sie war viele Jahre das Gesicht von "Toggo TV" und "WOW - Die Entdeckerzone". Wenn Nina die Straße entlangläuft, wird sie oft von jungen Erwachsenen erkannt, die rufen: "Meine Kindheitsheldin!" Nina freut sich immer sehr über diese Anerkennung, auch wenn sie längst nicht mehr im Kinderfernsehen arbeitet. Sie ist mit der ProSieben-Sendung "taff" auf "City Trips" quer durch Europa und die Welt unterwegs, sie moderiert die "WDR Lokalzeit OWL" und andere Formate. Privat ist sie alleinerziehende Mutter von zwei Jungs und meistert ihr Leben zwischen Familie und Karriere. Ihre Heimatstadt ist Köln, dort ist sie aufgewachsen und glücklich bis heute. Wenn da nicht die stetige Sorge um das Heimatland ihrer Eltern wäre. Der Iran macht gerade weltweite Schlagzeilen, weil Menschen gegen einen Unrechtsstaat, gegen Korruption, Willkür und riesige wirtschaftliche Probleme auf die Straße gehen und mit unvorstellbarer Brutalität ermordet werden. Die Zahlen der Toten geht in die zehntausende, es gibt unzählige Gefangene, in den Foltergefängnissen des Regimes. Ein Großteil von Ninas Familie lebt nach wie vor im Iran und sie kann kaum mit ihnen kommunizieren, weil das Internet abgeschaltet ist. Nina spricht über ihre großen Sorgen, über Schuldgefühle und den Drahtseilakt zwischen ihrem Leben in Deutschland und der Hilflosigkeit, beim Anblick grausamer Videos und Nachrichten aus dem Iran.

    1h 11m
  2. ALEKSANDER MILADINOVIC "In der Kneipe habe ich laufen und sprechen gelernt"

    10/09/2025

    ALEKSANDER MILADINOVIC "In der Kneipe habe ich laufen und sprechen gelernt"

    Aleksander – oder einfach Aleks – Miladinovic hat mit Mitte 30 ein wirklich bewegtes Leben hinter sich, das nicht immer einfach war. Er ist Sohn eines Serben und einer Kroatin und hat seine Kindheit in den 90er Jahren verbracht, als beide Völker sich nicht besonders grün waren - um es milde auszudrücken. Auch in der Diaspora war der Konflikt, der in Ex-Jugoslawien tobte, spürbar, allerdings nicht für den jungen Aleks, der als Kind gar nicht verstand, was in der Heimat seiner Eltern los war. Vater und Mutter betrieben zusammen die alte deutsche Kneipe „Zum Eggetal“ in Bielefeld. Der kleine Aleks wuchs zwischen den Thekenstühlen auf und das Kneipenleben war für ihn der ganz normale Alltag. Stammkunden wie „Asbach-Dieter“ gehörten genauso dazu, wie kroatische Zockerrunden, Zigaretten-Qualm und Schnitzel mit Kartoffelsalat. Als die Eltern sich trennten, lebte Aleks zunächst bei der Mutter, ehe die mit einem neuen Freund nach Kroatien türmte. Zurück beim Vater, wurde er als 17-Jähriger zum Pfleger, da sein alter Herr gesundheitliche Probleme bekam. Eigentlich wollte er sich auf Schule und Ausbildung fokussieren, doch die Situation zuhause wurde zur Überforderung. Schon mit Mitte 20 musste er seinen Vater beerdigen. Das Kind der Gastro, blieb in der Gastro, als „Küchenbulle“, „Theken-Cowboy“ und „Party-Tiger“. Fast hätte ihn das Nachleben verschlungen, doch er zog rechtzeitig die Reisleine und darf sich heute, nach einigen Umwegen, „Bachelor of Law“ nennen. Er arbeitet im Jobcenter in Gelsenkirchen, der Stadt mit den meisten Bürgergeld-Empfängern Deutschlands. Jeder fünfte lebt hier von Sozialhilfe, doch trotzdem hat Aleks nicht den Eindruck, dass er es mit vielen sogenannten „Totalverweigerern“ zu tun hat.

    2h 25m

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Wer eine Gaststätte hat, wird zum Diskussionspartner, zum Anwalt oder Psychologen. Er hört spannende Lebensgeschichten und interessante Thesen. Ich bin Max und betreibe eine kleine Eck-Kneipe mit südafrikanischer Küche in Bielefeld. Ich möchte Euch Menschen vorstellen, die ich in Tresengesprächen kennengelernt habe. Spannende Charaktere, interessante Lebenswege. Nicht nur Prominente mit stetiger Medienpräsenz haben spannende Biografien. Die wahren Helden leben oft nebenan!