Hirnbruch - Erkenntnisse aus dem Kollaps

Thomas Tikko

Ich bin Thomas, zweifacher Krebsüberlebender nach R-CHOP, Matrix- und CAR-T-Zelltherapie. Die ersten 15 Folgen unter dem alten Titel erzählen meine Geschichte – von Diagnose, Chemo und Klinikalltag bis zu den psychischen Nachwirkungen. Mit Hirnbruch geht es weiter: Wie lebt man danach? Panikattacken, Dissoziation, Trauma, Identität – und wie sich durch Aha-Momente plötzlich neue Klarheit und Leistungsfähigkeit entwickeln. Offen, direkt und mit schwarzem Humor, aus der Innenperspektive eines Menschen, der seine Psyche Stück für Stück neu zusammensetzt.

  1. May 25

    Sertralin zum Schreiben 2: Was sich nach fast zwei Jahren verändert hat

    In meiner ersten Folge zu Sertralin ging es vor allem darum, wie ich überhaupt angefangen habe, das Medikament zu nehmen und was sich am Anfang verändert hat. In dieser Fortsetzung erzähle ich, was danach passiert ist. Sertralin hat bei mir nicht einfach „alles besser“ gemacht. Ich leide weiterhin, bin nicht einfach gesund und auch nicht plötzlich normal belastbar. Aber etwas Grundlegendes hat sich verändert: Ich habe heute Zugriff auf ein Ruhegefühl, das ich vorher kaum erreichen konnte. Ich meine damit diesen parasympathischen Zustand, in dem der Körper nicht dauerhaft im Alarm ist. Einfach sitzen. Atmen. Existieren. Nicht ständig angespannt sein, nicht sofort in Panik oder Reizüberflutung rutschen. Genau dieser Abstand hat bei mir vieles möglich gemacht: Schreiben, Konzentration, Schach, Körperarbeit, Zwerchfelldehnung, Traumaverarbeitung und ein besseres Verständnis meiner Neurodivergenz. Es geht in dieser Folge um Sertralin, Schlaf, Appetit, Libido, Hypervigilanz, Körperhaltung, Reizverarbeitung und die Frage, warum ich heute sagen kann, dass es mir psychisch besser geht als je zuvor — nicht weil alles gut ist, sondern weil ich zum ersten Mal einen ruhigen Grundzustand überhaupt wieder erreichen kann. Für mich war Sertralin kein Ersatz für Verarbeitung.Es war eher der Zustand, in dem Verarbeitung überhaupt möglich wurde. Das ist keine medizinische Empfehlung und keine Dosieranleitung, sondern nur mein persönlicher Erfahrungsbericht. #Sertralin #SSRI #Trauma #Neurodivergenz #Krebs #PTBS #Konzentration #Hirnbruch

    Sertralin zum Schreiben 2: Was sich nach fast zwei Jahren verändert hat

About

Ich bin Thomas, zweifacher Krebsüberlebender nach R-CHOP, Matrix- und CAR-T-Zelltherapie. Die ersten 15 Folgen unter dem alten Titel erzählen meine Geschichte – von Diagnose, Chemo und Klinikalltag bis zu den psychischen Nachwirkungen. Mit Hirnbruch geht es weiter: Wie lebt man danach? Panikattacken, Dissoziation, Trauma, Identität – und wie sich durch Aha-Momente plötzlich neue Klarheit und Leistungsfähigkeit entwickeln. Offen, direkt und mit schwarzem Humor, aus der Innenperspektive eines Menschen, der seine Psyche Stück für Stück neu zusammensetzt.