Stimme der Wirtschaft. Der Podcast der IHK Köln.

IHK Köln

Die "Stimme der Wirtschaft" ist der Video-Podcast der IHK Köln. Zu Gast im Kammer-Studio sind regelmäßig Personen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

  1. May 28

    Folge 26: Es geht um die Wurst

    In der neuen Folge unseres Video-Podcasts „Stimme der Wirtschaft“ geht es um die Wurst! Zu Gast sind Nane und Nina Remagen, Schwestern und Geschäftsführende Gesellschafterinnen der Hardy Remagen GmbH und Co KG. Aus ihrem Unternehmen kennt wohl jeder in Köln die Stadionwurst, dabei stellt Remagen noch viele andere Lebensmittel und Convenience-Produkte her – mittlerweile auch ganz ohne Fleisch. „Genuss mit Leidenschaft“, lautet das Credo der Firma. Seit 1718 gibt es das Unternehmen schon, die Schwestern führen die Firma in zehnter Generation. Zum ersten Mal in der mehr als 300-jährigen Familiengeschichte, dass Frauen an der Spitze sind. „Wir sind mit dem Familienunternehmen groß geworden, deshalb lag es uns beiden sehr am Herzen, dass wir auch die Flamme weitertragen. So sagte Papa es immer so schön, weil es einfach ein Familienunternehmen mit Herz ist“, erzählt Nane Remagen, die hauptsächlich auf der Produktionsseite mitarbeitet, während Nina sich um Vertrieb und Verwaltung kümmert. Zu Beginn ihrer Karriere arbeiteten die Schwestern noch mit ihrem Vater zusammen. Das sei nicht immer einfach gewesen, vor allem, als es darum ging, eigene Ideen durchzusetzen. An seinem 60. Geburtstag übertrug der Senior seinen Töchtern schließlich seine Anteile, zog sich aus dem Tagesgeschäft zurück und steht seitdem im Hintergrund beratend zur Seite. Dass der Übergang zwischen den Generationen so problemlos verläuft, wünschen sich viele Familienunternehmen. „Das ist letztlich, was unseren deutschen Mittelstand auszeichnet: Man denkt halt nicht in Quartalsberichten, man denkt in Generationen. Man will Werte schaffen, Werte erhalten und das ist ein Paradebeispiel“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein. „Mir ist es unglaublich wichtig, den Mittelstand hier bei uns in der Region zu fördern, zu unterstützen und zu schauen, was wir da noch voranbringen können“, ergänzt Nina Remagen, die sich auch in der IHK-Vollversammlung engagiert.

    18 min
  2. May 14

    Folge 25: Ausbilderin des Jahres

    Sie zeigt Leidenschaft im Job. Und mit dieser Leidenschaft begeistert sie junge Menschen: Sabine Kipke, Ausbilderin des Jahres 2026! In der neuen Folge unseres Video-Podcasts erzählt die Ausbildungsleiterin der „P.J. Schulz GmbH“ in Bergisch Gladbach, einem Spezialisten für Dichtungstechnik, was ihr der Preis in der Kategorie „Ausbildungsengagement“, den sie im Rahmen unserer Veranstaltung „Zukunft Ausbildung“ erhalten hat, bedeutet. „Das bedeutet für mich große Wertschätzung und Anerkennung. Ich lebe und liebe meine Arbeit, und dafür bin ich sehr dankbar. Ich tanze mein Leben“, sagt die frisch gekürte Siegerin. Und was ging ihr in dem Moment durch den Kopf, als bei der Verkündung der Siegerin ihr Name fiel? „Da hatte ich Achterbahngefühle, Blumenwiesengefühle, Glücksgefühle. Es war einfach unfassbar. Mega schön!“, beschreibt Sabine Kipke den Moment, als sie bei der Verkündung ihren Namen hörte. Und natürlich hat die „Ausbilderin des Jahres“ auch noch einen Tipp für junge Menschen, die überlegen, eine Ausbildung zu machen: „Entwickelt Eure stärken, testet Eure Stärken. Macht Praktika. Habt Mut auch für Dinge, zu denen Ihr sagt, dass das gar nicht geht. Informiert Euch bei der IHK, informiert Euch bei den Unternehmen.“ In der Folge betont unser Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Vetterlein, wie wichtig das Thema Ausbildung für die IHK ist: „Wir müssen junge Menschen überzeugen, eine Ausbildung zu machen. Wir müssen zeigen, wie toll das ist. Wir müssen die Eltern davon überzeugen, dass das gut für ihre Kinder ist. Und wir müssen natürlich sehen, dass die schulischen Bedingungen so sind, dass es am Ende die Wertschätzung abbildet, die wir der Ausbildung geben wollen.“ Nicht zu vergessen: Bei „Zukunft Ausbildung“ gibt es auch einen zweiten Preis, in der Kategorie „Innovative Konzepte“ (Gewinner hier war in diesem Jahr die „igus SE & Co. KG“). Uwe Vetterlein dazu: „Wir wollen neue Ausbildungskonzepte zeigen. Da wählt die Jury welche aus, die wirklich neu sind. Und das Neue soll so sein, dass andere es wirklich abgucken können.“

    18 min
  3. Apr 30

    Folge 24: Startup City Cologne

    Wie wird aus einer Idee ein starkes Geschäftsmodell? Woher bekommt man das dafür nötige Geld? Wie wird man vom Startup zum Scaleup – oder sogar zum Unicorn? Worauf warten, wenn man an seine Idee glaubt? „Ich kann jedem nur raten, jetzt zu gründen, weil es die beste Zeit ist. Mit KI kann man sich alles zusammenbauen“, sagt Markus Gick, Managing Partner von xdeck, in unserem Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“. Und weiter: „Man braucht natürlich immer noch Menschen. Ich glaube, das ist ganz wichtig, denn Menschen wollen auch mit Menschen arbeiten. Aber man kann sich sehr viel der lästigen Arbeiten, die man vorher von Hand erledigen musste, mittlerweile von KI-Agenten abnehmen lassen.“ Und was, wenn der erste Schritt gemacht ist? „Das Allerwichtigste ist, ganz nah am Kunden zu sein“, rät Gick. „Früh Kundeninterviews sammeln und versuchen, die eigenen Ansätze zu validieren oder auch gerne mal zu konterkarieren und zu überlegen, ob das wirklich der richtige Weg ist.“ Köln und der Kammerbezirk sind auch ein sehr gutes Umfeld für eine Gründung. „Wir haben als großes Plus unsere mehr als 100.000 Studierenden an den Hochschulen hier in Köln und in der Region”, sagt IHK-Präsidentin Nicole Grünewald. „Und wir haben natürlich auch viele Initiativen, viele Investoren und eine sehr gute Wirtschaftsstruktur. Das ist für ein Startup ein ganz gutes Ökosystem. Da kann man sich schon niederlassen und auch gut wachsen.“

    20 min
  4. Apr 2

    Folge 22: Wie sich der Einzelhandel neu erfinden muss

    In jeder Krise steckt die Chance auf Wandel. Und egal, wie groß die Krise ist, das Motto von Buchhändlerin Dorothee Junck lautet: „Gute Laune verbreiten und nicht nölen!“ Junck führt den Buchladen „Neusser Straße“ im Kölner Stadtteil und spricht im IHK-Videopodcast „Stimme der Wirtschaft“ mit Moderator Konstantin Klostermann und IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein über die Lage im Einzelhandel. Obwohl es vor allem Geschäften in den Innenstädten immer schwerer haben, läuft der Buchladen in Nippes gut. Wie kommt das und was ist das Erfolgsrezept? „Nippes hat noch eine gute Einkaufsstraße mit einem Branchenmix, der passt“, sagt Junck, die auch Mitglied der IHK-Vollversammlung ist. Service und Kundenkontakt werde im Veedel anders gelebt als in der Innenstadt. Für Uwe Vetterlein liegt der Grund für die Krise des stationären Einzelhandels zum einen an Corona, weil seitdem noch mehr Menschen online einkauften. Zum anderen sei es aber auch eine Qualitätsfrage, ob die Menschen in die Innenstadt fahren oder nicht: „Die Erreichbarkeit, den öffentlichen Raum, die Verwahrlosung an verschiedenen Ecken und Enden, die es ja dann auch nicht mehr so lustig machen, einfach mal in die Stadt zu gehen, ohne Ziel, um ein bisschen zu flanieren.“ Seit 46 Jahren gibt es den Buchladen an der Neusser Straße schon, Dorothee Junck ist seit 20 Jahren mit im Geschäft und hat sich mit der Zeit den Veränderungen angepasst und die Herausforderungen angenommen. Kunden können zum Beispiel ihre Bücher im Laden bestellen, aber dann im Rewe, Kiosk oder beim Bäcker abholen, wenn das besser passt. Der Laden sei digital gut aufgestellt und biete den Kunden trotzdem einen guten Service, Lesungen und andere Veranstaltungen. Trotz Kollege Amazon hätten die Kunden Lust, sich wieder beraten zu lassen. „Dieser persönliche Moment ist durch nichts ersetzbar“, ist Junck überzeugt. Die IHK hilft Unternehmen dabei, neue Wege zu gehen und sich untereinander auszutauschen – zum Beispiel beim großen Branchentreff von Gastro, Handel und Tourismus (nächster Termin: 13. April). Junck hat noch einen weiteren wichtigen Tipp für gut laufende Geschäfte: Gute Laune verbreiten und nicht nölen! „Die Zeiten sind schwierig, keine Frage“, sagt sie. Aber: Es bringt nichts zu nölen. Der Kunde will einfach ein schönes Erlebnis haben. Er hat selber genug Sorgen.“

    18 min
  5. Mar 19

    Folge 21: Wie eine Nonne ein Traditionsunternehmen gründete

    200 Jahre Klosterfrau Melissengeist: Wie eine Nonne ein Traditionsunternehmen gründete! Eine der bekanntesten Kölner Marken feiert ihren 200. Geburtstag – und hat gleichzeitig eine der spannendsten Entstehungsgeschichten überhaupt! Oder kennen Sie ein Unternehmen, dass am Anfang des 19. Jahrhunderts von einer Nonne gegründet wurde und sich bis heute am Markt behauptet? Genau das ist der Fall bei Klosterfrau Melissengeist! „Eine Frau, die ein Startup gründet, war vor 200 Jahren natürlich schon sehr außergewöhnlich“, erzählt Michael Reiss, CFO der Klosterfrau Group, in unserem Video-Podcast „Stimme der Wirtschaft“. Aber wie schafft man das überhaupt, ein Unternehmen über 200 Jahre durch alle Kriege und Krise zu führen, zumal eine Ordensfrau ja keine Nachkommen hinterlässt. „Es fängt mit einer guten Idee an, mit einem guten Produkt, das immer weiterentwickelt wird“, erklärt Reiss. „Ganz wichtig ist in unserem Fall, dass eine ganze Reihe von Persönlichkeiten für das Unternehmen brennen und es voranbringen wollen. Die Verbindung von Tradition und Innovation ist für unser Erfolgsgeheimnis.“ Und natürlich die Rezeptur der Produkte, aber die wird nicht verraten … Was die Gründerinnen und Gründer von heute von dieser Geschichte lernen können, erklärt Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln: „Es geht um Mut und Resilienz! Man muss sich jeden Tag neu prüfen, sich auf veränderte Verhältnisse einstellen. Jeder gute und langfristig angelegte Plan muss anpassungsfähig bleiben. Diese Bereitschaft, sich ständig zu verändern, aber trotzdem an das eigene Produkt und die eigene Identität zu glauben – das ist beeindruckend und vorbildlich.“

    17 min
  6. Mar 5

    Folge 20: Einfach machen - Digitalisierung in der Wirtschaft

    „Einfach machen – Digitalisierung in der Wirtschaft“. Die neue Folge unseres Video-Podcasts "Stimme der Wirtschaft dreht sich ganz um das Thema Digitalisierung! Moderator Konstantin Klostermann und unser Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Vetterlein sprechen mit Mike Gahn, Geschäftsführender Gesellschafter der ownSoft GmbH und Vizepräsident der IHK Köln. Gerade für den Mittelstand bietet die Digitalisierung enormes Potenzial: neue Geschäftsmodelle, effizientere Abläufe und mehr Geschwindigkeit. Die Digitalbranche selbst wächst deutlich schneller als die Gesamtwirtschaft und profitiert in der Region Köln von starken Standortfaktoren wie guter Infrastruktur und einem leistungsfähigen Bildungsumfeld. Ein besonderer Fokus der Folge liegt auf Künstlicher Intelligenz als praxisnahem Produktivitätshebel. KI ist längst kein Thema nur für Großkonzerne oder IT-Spezialisten, sondern bietet auch kleinen und mittleren Unternehmen konkrete Mehrwerte – etwa bei der Personaleinsatzplanung in der Gastronomie oder durch Chatbots im Kundenservice. Mit der neuen Veranstaltung „KI to go“ (18. März, leider bereits ausgebucht, es gibt eine Warteliste) schafft die IHK Köln eine kompakte, praxisorientierte Plattform für genau diese Anwendungsbeispiele. Das große Interesse an der Veranstaltung zeigt: Die Unternehmen in der Region wollen anpacken und sich aktiv mit den Möglichkeiten der KI auseinandersetzen. Zudem geht es um unseren Ausschuss für Digitales & Innovation. Dort werden von Expertinnen und Experten Potenziale identifiziert, Best Practices sichtbar gemacht und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen mit Politik und Verwaltung diskutiert. Ziel ist es, digitale Infrastruktur auszubauen, vernetztes Arbeiten zu fördern und innovative Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Klar ist: Unternehmen sollten die Chancen der Digitalisierung jetzt ergreifen, ausprobieren und ins Machen kommen – die IHK Köln ist dabei ein verlässlicher Sparringspartner auf dem Weg in die digitale Zukunft.

    13 min

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Die "Stimme der Wirtschaft" ist der Video-Podcast der IHK Köln. Zu Gast im Kammer-Studio sind regelmäßig Personen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.