Steil & Kahl – Der Internationale Politik Talk

Sören Keil und Bernhard Stahl

Globale Krisen, Machtspiele und diplomatische Spannungen: Dr. Sören Keil und Prof. Dr. Bernhard Stahl von der Universität Passau bringen Ordnung ins internationale Chaos. Mit scharfem Blick, theoretischer Tiefe und hin und wieder einem Augenzwinkern gehen sie der Frage nach: Wer trifft welche Entscheidungen – und wieso? Ein Podcast für alle, die internationale Politik nicht nur verstehen, sondern auch hinterfragen wollen (ohne dabei einzuschlafen). Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

  1. Sep 8

    #36 – Die Trikolore im Wind: Frankreichs Außenpolitik in stürmischen Zeiten

    Frankreich versteht sich als Großmacht, Nuklearmacht, Motor der europäischen Integration und zugleich als eigenständiges Korrektiv zu den USA. Doch wie konstant ist die französische Außenpolitik tatsächlich? In dieser Folge von „Steil & Kahl“ analysieren Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. SörenKeil, warum Frankreich außenpolitisch häufig deutlich aktiver und wandlungsfähiger auftritt als Deutschland – und ob dahinter strategische Anpassungsfähigkeit oder eher ein sprunghafter Kurs steckt. Der Blick reicht dabei von Frankreichs Rolle in der europäischen Erweiterungspolitik über den Umgang mit Russland bis zumkolonialen Erbe in Afrika. Welche Folgen hat Frankreichs Selbstverständnis als Großmacht bis heute? Warum ist das französische Engagement in der Sahelzone weitgehend gescheitert? Und welche Verantwortung trägt Paris für diepolitischen Entwicklungen in seinen ehemaligen Kolonien? Schließlich richtet sich der Blick auf das deutsch-französische Verhältnis und die Zukunft der europäischen Verteidigung.Kann Europa sicherheitspolitisch ohne eine enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich funktionieren? Und wie geht es für Frankreich und die europäische Gemeinschaft nach den französischen Präsidentschaftswahlen weiter? „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen. Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an internationale-politik@uni-passau.de.

  2. Aug 25

    #35 – Das musste ja so kommen: Der Nahostkonflikt und die Staatsgründung Israels

    Kriege mit dem Libanon, mit arabischen Nachbarstaaten, imGaza-Streifen, gegen den Iran. Dazu zwei große Aufstände, die Intifadas. Die Region rund um Israel ist seit Jahrzehnten schwer von Gewalt und Konflikten geprägt. Doch warum ist das so? In dieser Folge von „Steil & Kahl“ blicken Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil zurück auf die Entstehung des Konflikts unddie Staatsgründung Israels und stellen sich dabei die zentrale Frage: Musste das wirklich so kommen? Dabei nehmen sie vier Entwicklungen genauer unter die Lupe: Die jüdische und arabische Migration in die Region, die widersprüchlichen Versprechen der britischen Kolonialmacht, die Entstehung israelischer und palästinensischer Identitäten sowie den UN-Teilungsplan von 1947. Welche Rolle spielte der Holocaust für die Gründung Israels? Wie stark prägte die britische Politik den späteren Konflikt? Und warum entstand aus dem vorgesehenen Zwei-Staaten-Plan am Ende nur ein Staat? Ein historischer Blick auf Migration und Staatenbildung – und darauf, wie alte Entscheidungen vom Ende des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute die Konfliktdynamiken im Nahen Osten beeinflussen. „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen. Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an internationale-politik@uni-passau.de.

  3. Jul 28

    #33 - Der Januskopf auf dem Balkan: Serbien nach dem Zerfall Jugoslawiens

    Serbien gilt als Schlüsselland des Westbalkans. Erst kürzlich hat der serbische Präsident Aleksandar Vučić angekündigt, demnächst zurückzutreten und Neuwahlen zu organisieren. Dass er weiterhin in der Politik bleibt, ist jedoch wahrscheinlich. Schließlich war Vučić bereits Premierminister. Andere Politiker auf dem Balkan wie Milo Djukanovic in Montenegro taten es ihm gleich. Während Präsident Vučić enge Beziehungen zu Russland und China pflegt, verhandelt sein Land zugleich über einen EU-Beitritt und profitiert von europäischer Unterstützung. Wie gelingt dieser Spagat? Und warum setzt die Europäische Union trotz demokratischer Rückschritte weiterhin auf Belgrad? In dieser Folge von „Steil & Kahl“ analysieren Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil die innen- und außenpolitische Entwicklung Serbiens. Sie diskutieren, warum Vučić trotz anhaltender Massenproteste und zunehmender Autokratisierung außenpolitisch so erfolgreich agieren kann, welche Rolle geopolitische Interessen, von regionaler Stabilität bis zum serbischen Lithium, spielen und weshalb der Kosovo-Konflikt weiterhin ein zentraler Hebel serbischer Außenpolitik bleibt. Ist Serbien tatsächlich ein unverzichtbarer Partner Europas oder nutzt die politische Führung geschickt die Konkurrenz zwischen Brüssel, Moskau und Peking aus? „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen. Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an internationale-politik@uni-passau.de.

  4. Jun 30

    #31 – Die Rückkehr des Machismo: Starke, weiße Männer in der internationalen Politik

    Donald Trump, Wladimir Putin, Xi Jinping, Benjamin Netanjahu, Friedrich Merz: Überall sind die starken, weißen, älteren Männer sichtbar, die Politik über Gewalt und nationale Stärke definieren. Doch warum sind solche Führungsfiguren so präsent und was bedeutet die männlich dominierte Politik, das Streben nach einfachen Lösungen für die internationale Gemeinschaft? In dieser Folge von „Steil & Kahl“ sprechen Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil über die Rückkehr des Machismo in derinternationalen Politik. Dabei geht es auch um feministische Perspektiven: Sind Trump und Putin das Problem oder doch die Machtstrukturen, in denen sie handeln? Was ist mit Politikerinnen wie Ursula von der Leyen oder der japanischenPremierministerin Sanae Takaichi, die ebenfalls eine „männliche Politik“ verfolgen können? Oder umgekehrt: Wie steht es um Personen wie Barack Obama, die als Mann eine Politik mit weiblichen Werten fahren? Und warum reicht es nicht, einfach mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen? Der Blick richtet sich auch auf Deutschland: Auf Friedrich Merz, auf die Frage, was deutsche Politik heute bräuchte und warum es nicht reicht, einfach mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen. Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an internationale-politik@uni-passau.de.

  5. Jun 16

    #30 – Verneinte oder Verweinte Nationen: Wer braucht noch die UNO?

    „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, sind fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren.“ Mit diesen Worten beginnt die Charta der UNO von 1945. Achtzig Jahre später wirkt dieses Versprechen zunehmend fragil. Angesichts der zunehmenden Massenverbrechen und Kriege in der Ukraine, im Nahen Osten und anderswo stellt sich die Frage: Braucht die Welt die UNO überhaupt noch? In dieser Folge von „Steil & Kahl“ diskutieren Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil die Rolle der Vereinten Nationen in einer Zeit wachsender Großmachtrivalitäten. Warum wirkt der Sicherheitsrat oft handlungsunfähig? Welche Verantwortung tragen die USA, China und Russland für die Krise der UNO? Und wie schwer wiegt der Widerspruch zwischen den sichtbaren Misserfolgen und den oft übersehenen Erfolgen der Vereinten Nationen in Entwicklung, Bildung und humanitärer Hilfe? Die beiden analysieren, warum die internationale Organisation trotz finanzieller Engpässe und politischer Blockaden weiterhin unverzichtbar erscheint, und welche Reformen die UNO möglicherweise zukunftsfähig machen könnten. Reicht eine Reform des Sicherheitsrats aus? Sollte die Generalversammlung gestärkt werden? Oder braucht die Welt langfristig ganz neue Formen internationaler Zusammenarbeit? „Steil & Kahl“ ist eineProduktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau.Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen. Sie haben Fragen, Wünsche oderAnmerkungen? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an internationale-politik@uni-passau.de.

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