Logistik aus der Praxis

SCM for Logistics

Hier finden Sie echte Erfahrungen, Erlebnisse und Weisheiten aus einer der wichtigsten Branchen der Welt - der Logistik!

  1. Jul 9

    Vier Experten, eine Mannschaft: Das Fazit

    „Du gewinnst keine Meisterschaften mit der Offensive, sondern mit einer stabilen Defensive." Sechs Folgen, vier Experten, eine Frage: Wie sicher ist unsere Energieversorgung? Zum Abschluss der Staffel ziehen Henrik Schneider und Christian Inderkum Bilanz — und entdecken etwas Überraschendes: Die vier Gäste, die auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Antworten gaben, wollen am Ende dasselbe. Christian bringt es auf ein Bild: eine Fußballmannschaft. Herbert Saurugg spielt die Defensive — er führt die Fragilität des Systems vor Augen. Johan Warburg ist der Stürmer — der Verbraucher als Teil der Lösung. Dominik Schlipf und Maximilian Fichtner bilden das Mittelfeld — das lernende System und die machbaren Lösungen. Und wie im modernen Teamsport gilt: Es gewinnt nicht das Team mit den größten Egos, sondern das, in dem sich alle dem gemeinsamen Ziel unterordnen. In dieser Folge: → Warum die vier Standpunkte am Ende zusammenlaufen — Stichwort Orchestrierung → Das 80/20-Prinzip: Warum es keine 100-Prozent-Lösung gibt, sondern einen situativen Mix → Sauruggs Truthahn-Illusion — und warum „hat ja immer funktioniert" der gefährlichste Satz ist → Warum die Machbarkeit längst da ist — und was trotzdem fehlt → Der rote Faden: Energie ist eine Lieferkette ohne Lager → Ein Ausblick: Was als Nächstes kommt Keine Panik, kein Alarmismus. Lieferkette Energie — nicht Lieferkette Angst. Danke an Herbert Saurugg, Dr. Dominik Schlipf, Prof. Maximilian Fichtner und Johan Warburg für die vielen Perspektiven. Hosts: Henrik Schneider & Christian Inderkum

    Vier Experten, eine Mannschaft: Das Fazit
  2. Jul 2

    Wie funktioniert der Strommarkt? Warum Deutschland billig exportiert und teuer importiert — TransnetBW

    „Der Markt strebt von selbst ins Optimum." — Dr. Dominik Schlipf, TransnetBW Tagsüber Sonne satt, der Strompreis fällt ins Negative. Abends, wenn der Wind fehlt, schießt er auf 500 Euro. Und die Schlagzeile lautet: „Deutschland verschenkt seinen Strom ans Ausland und kauft ihn teuer zurück." Klingt nach Wahnsinn. Stimmt das? Zum zweiten Mal zu Gast: Dr. Dominik Schlipf, Teamleiter Systembilanz bei TransnetBW. In Episode 1 hat er die Physik des Stromnetzes erklärt — heute die Ökonomie, die darauf aufsetzt. Sachlich, ohne Politik, mit der Klarheit eines Mannes, der den Markt täglich von innen sieht. In diesem Gespräch erfahrt ihr: → Wie der Day-Ahead-Markt funktioniert — und warum „pay as cleared" bedeutet, dass alle denselben Preis bekommen → Warum negative Strompreise bis minus 600 Euro kein Marktversagen sind, sondern Ausdruck nicht steuerbarer Erzeugung → Was der „Spread" mit dem aktuellen Boom an Großbatteriespeichern zu tun hat → Warum Deutschland seit 2023 Nettoimporteur ist — und was das für Versorgungssicherheit bedeutet → Warum es keine 100/0-Lösung gibt, sondern das Optimum eher bei 80/20 liegt → Was ein „systemdienliches Marktdesign" wäre — und warum jeder mit einem Lichtschalter Marktteilnehmer ist Eine Episode darüber, dass der Strommarkt keine Naturgewalt ist, sondern ein lernendes System — mit Regeln, die sich permanent anpassen. Vor 20 Jahren galt ein Netz mit 4 % Solar als unfahrbar. Heute laufen 40 %. Staffel: Lieferkette Energie — Wie sicher ist unsere Versorgung? Hosts: Henrik Schneider & Christian Inderkum Gast: Dr. Dominik Schlipf, TransnetBW GmbH

    Wie funktioniert der Strommarkt? Warum Deutschland billig exportiert und teuer importiert — TransnetBW
  3. Jun 18

    Die teuerste Energie ist nicht die eingekaufte — sondern die ungenutzte Flexibilität." — Johan Warburg, Octopus Energy

    In der Logistik würde niemand alle LKW morgens um 8 Uhr gleichzeitig losschicken. Im Stromsystem machen wir genau das: Alle laden abends um 18 Uhr ihr E-Auto. Was wäre, wenn die Haushalte nicht das Problem wären — sondern die Lösung? In dieser Episode sprechen Henrik Schneider und Christian Inderkum mit Johan Warburg, Head of Flexibility Germany bei Octopus Energy. Er verantwortet Intelligent Octopus — ein System, das bereits heute rund 60.000 Geräte in Echtzeit steuert. In diesem Gespräch erfahrt ihr: → Was Verbraucherflexibilität ist und warum sie das Stromnetz stabilisiert → Wie das Laden eines E-Autos automatisch in die günstigsten Stunden verschoben wird — ohne dass der Kunde es merkt → Warum 6 Millionen Geräte bis zu 15 Gigawatt Flexibilität liefern könnten — die Leistung von zehn großen Gaskraftwerksblöcken → Warum das aktuelle Lastverschieben noch kein bidirektionales Laden ist — und was Vehicle-to-Grid künftig zusätzlich ermöglicht → Wo die Grenzen liegen: Gleichzeitigkeit, lokale Netzengpässe, Kundennutzen → Warum Warburg davon ausgeht, dass 2030–2032 die kritische Masse erreicht ist Eine Episode über das letzte Glied der Energie-Lieferkette — den Verbraucher. Und darüber, wie aus Millionen kleiner Geräte ein stabilisierender Faktor für das gesamte Netz wird. Staffel: Lieferkette Energie — Wie sicher ist unsere Versorgung? Hosts: Henrik Schneider & Christian Inderkum Gast: Johan Warburg, Head of Flexibility Germany, Octopus Energy

    Die teuerste Energie ist nicht die eingekaufte — sondern die ungenutzte Flexibilität." — Johan Warburg, Octopus Energy
  4. Jun 4

    Dunkelflaute 2026: Wie Batterien das Stromnetz retten — Prof. Maximilian Fichtner

    „Ihr hättet es wissen können." — Prof. Maximilian Fichtner Kein Wind, keine Sonne, vier Tage lang. 2025 erlebte Deutschland vier Dunkelflauten. Die längste dauerte 90 Stunden. Was passiert, wenn die Energiequelle nicht liefert — und es kein Lager gibt? In dieser Episode sprechen Henrik Schneider und Christian Inderkum mit Prof. Dr. Maximilian Fichtner — Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm und einer der führenden Batterieforscher Europas. Die überraschende Erkenntnis: Dunkelflauten sind durch europäischen Netzausbau praktisch eliminierbar. Von 23 pro Jahr auf statistisch 0,2 — also einmal alle fünf Jahre. Der Deutsche Wetterdienst hat es vorgerechnet. In diesem Gespräch erfahrt ihr: → Warum Deutschland keine gescheiterte Energiewende hat, sondern einen gescheiterten Netzausbau → Wie Dunkelflauten durch transeuropäische Vernetzung von 23 auf 0,2 pro Jahr sinken → Warum Batteriespeicher nicht nur Strom speichern, sondern Netze stabilisieren und Netzentgelte senken → Was Post-Lithium-Batterien aus Calcium und Natrium leisten können — ohne geopolitische Abhängigkeiten → Warum die 36 Milliarden für die Energiewende Investitionen sind — und die 80 Milliarden für Fossile echte Kosten → DACH-Perspektive: Deutschlands Bedarf steigt auf 800 TWh, Österreichs verdoppelt sich, die Schweiz gibt sich 69 von 100 Punkten Staffel: Lieferkette Energie — Wie sicher ist unsere Versorgung? Hosts: Henrik Schneider & Christian Inderkum Gast: Prof. Dr. Maximilian Fichtner, Helmholtz-Institut Ulm, Exzellenzcluster POLiS

    Dunkelflaute 2026: Wie Batterien das Stromnetz retten — Prof. Maximilian Fichtner
  5. May 28

    Blackout in Deutschland 2026: Wie wahrscheinlich ist er wirklich? — Herbert Saurugg

    „Es geht nicht um den Stromausfall — sondern um den Lieferkettenkollaps danach." — Herbert Saurugg Drei Blackouts in Europa innerhalb eines Jahres. Berlin 2026: 100.000 Menschen, vier Tage ohne Strom. Spanien und Portugal 2025: Millionen betroffen. Und die Energiewirtschaft sagt: „Es ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen." Herbert Saurugg nennt das fahrlässig. In dieser Episode sprechen Henrik Schneider und Christian Inderkum mit Herbert Saurugg — Präsident der Gesellschaft für Krisenvorsorge, ehemaliger Major im österreichischen Bundesheer, seit über 15 Jahren Blackout-Experte. In diesem Gespräch erfahrt ihr: → Warum es innerhalb eines Jahres drei Blackouts in Europa gab — und warum die meisten nichts davon mitbekommen haben → Was die Truthahn-Illusion mit unserer Einschätzung von Stromausfällen zu tun hat → Warum negative Strompreise von minus 500 Euro ein Frühwarnsignal sind → Was in den ersten 24 Stunden passiert — und warum nach 72 Stunden alles eskaliert → Warum Telekommunikation, Logistik und Zahlungssysteme gleichzeitig ausfallen → Warum Saurugg 14 Tage Eigenvorsorge empfiehlt statt der offiziellen 3 Tage → Was Selbstwirksamkeit bedeutet — und warum sie wichtiger ist als staatliche Krisenpläne Staffel: Lieferkette Energie — Wie sicher ist unsere Versorgung? Hosts: Henrik Schneider & Christian Inderkum Gast: Herbert Saurugg, Gesellschaft für Krisenvorsorge

    Blackout in Deutschland 2026: Wie wahrscheinlich ist er wirklich? — Herbert Saurugg

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