Zwischen gestern und morgen

Stefan Müller

Leben im Umbruch: Der Newsletter erzählt meine Geschichte, ordnet ein und erkundet Wege durch fundamentale Veränderung. Mit seiner Hilfe möchte ich: - Mut machen, indem ich meine Geschichte erzähle. - Unseren gemeinschaftlichen Umgang mit Endlichkeit, Tod und Trauer verbessern, indem ich den Themen einen Raum gebe. - Hintergründe zum Thema Trauer vermitteln und aufklären. - Sichtbar machen, wie vielfältig die Angebote, die in diesen Situationen unterstützen, heute schon sind. - Sensibilisieren, wie relevant das Thema auch im Arbeits- und Unternehmenskontext ist und Verantwortliche ermuntern, ins Handeln zu kommen. Meine Website: https://mein-systemisches-coaching.de/

  1. #19:  „Das Krokodil fährt nicht mehr“ - Zu Gast: Andreas Seltmann

    JAN 12

    #19: „Das Krokodil fährt nicht mehr“ - Zu Gast: Andreas Seltmann

    Send us a text In dieser Podcastfolge spricht Stefan Müller mit Andreas Seltmann über Vaterschaft, Abschied, Trauer und die Frage, welchen Platz wir als Söhne, Männer und Väter im größeren Ganzen einnehmen. Ausgangspunkt des Gesprächs ist Andreas’ zweites Buch „Das Krokodil fährt nicht mehr – Wieso ein Sohn seinen Vater auf seiner letzten Reise begleiten sollte“. Darin verarbeitet er die intensive Zeit, in der er seinen schwerkranken Vater über mehrere Wochen hinweg begleitet hat. Andreas beschreibt sehr offen, was es bedeutet, unvorbereitet mit dem Sterben eines Elternteils konfrontiert zu sein: das Schwanken zwischen Hoffnung und Abschied, das allmähliche Erkennen von Endlichkeit und den Moment, in dem klar wird, dass es nicht mehr um „Hoffen und Bangen“, sondern um Abschiednehmen geht. Besonders eindrücklich schildert er das Gefühl, plötzlich ohne „Schutzschild“ dazustehen – nicht nur als Sohn, sondern auch als Mann. Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Frage nach dem eigenen Platz in der familiären und generationsübergreifenden Linie: Was habe ich von meinen Eltern bekommen? Was gebe ich weiter? Und welcher Sohn, Mann und Vater möchte ich gewesen sein – wenn ich von meinem Lebensende aus zurückblicke? Auch Männlichkeit und Männerfreundschaften kommen zur Sprache. Andreas beschreibt berührende Momente stiller Verbundenheit, etwa nach der Beerdigung seines Vaters, getragen von Nähe, Präsenz und gegenseitigem Dasein – oft ohne viele Worte. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Trauer als Reifungs- und Wachstumsprozess, der rückblickend als Geschenk erlebt werden kann, auch wenn er mitten im Erleben schmerzhaft und fordernd ist. Abschließend formuliert Andreas einen klaren Wunsch: mehr herzliche, reflektierte und verantwortungsvolle Männlichkeit in die Welt zu bringen, jenseits von Härte, Verdrängung oder Sprachlosigkeit. Eine Folge über Abschied und Endlichkeit und zugleich über Verbundenheit, Sinn und eine menschliche, tragfähige Form von Männlichkeit. Andreas Website: https://andreas-seltmann.com/

    33 min
  2. #16: Trauersprachen, Trosthelden & KI-Begleitung – Im Gespräch mit Hendrik Lind

    11/26/2025

    #16: Trauersprachen, Trosthelden & KI-Begleitung – Im Gespräch mit Hendrik Lind

    Send us a text In dieser Folge spreche ich mit Hendrik Lind, dem Gründer von Trosthelden – einem innovativen, kostenlosen Online-Ort für Trauerfreundschaften – und Mitentwickler von Aurora, einer KI-basierten Trauerbegleitung über WhatsApp. Ausgehend von Hendriks jahrzehntelanger Arbeit mit Trauernden tauchen wir ein in Themen wie: Trauersprachen – warum jede Trauer individuell ist und weshalb „Gleich und gleich gesellt sich gern“ gerade in der Trauer so bedeutsam istTrauerfreundschaften & Community – wie Trosthelden Menschen miteinander verbindet, die einander wirklich verstehenVereinsamung & Selbstverständnis – warum fehlende Resonanz im Umfeld so belastend ist und wieso gegenseitiges „unbedingtes Verständnis“ heilsam wirktAurora: KI in der Trauerbegleitung – Chancen, Nutzen und klare GrenzenGefährliche Entwicklungen – z. B. KI-Avatare von Verstorbenen und die Risiken für TrauerprozesseSelbstfürsorge, neue Identität & die Aufgabe der Trauer – wie wir den „neuen Teil des Ichs“ kennenlernenWir sprechen darüber, wo Trauerprozesse steckenbleiben können, warum Scham- und Tabuthemen so häufig sind und wie neue Formen der Unterstützung, digital wie zwischenmenschlich, helfen können. Zum Abschluss verrät Hendrik seinen größten Wunsch im Umgang mit Trauer: dass sowohl Trauernde als auch ihr Umfeld verstehen, was Trauersprachen bedeuten und wie entlastend dieses Wissen für alle Beteiligten sein kann. Eine zutiefst menschliche, ehrliche und inspirierende Folge. Ich wünsche dir viel Freude beim Hören. Website Trosthelden Hendrik auf LinkedIn

    22 min

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