European Publishing Congress

Johann Oberauer GmbH

Am 23. und 24. Juni 2025 präsentieren die besten Medienmacherinnen und -macher Europas beim European Publishing Congress ihre Strategien und sprechen über die Zukunft der Branche. In diesem Podcast bekommen sie ausgewählte Sessions und Zusammenfassungen der Keynotes als Podcast Episoden. KI und die digitale Transformation bei Medien sind die zentralen Themen beim European Publishing Congress 2025. Erfahren Sie, wie die deutsche „Zeit“ im Lesermarkt weiter wachsen will, wie „Sabato“ in Belgien ein ultimatives Wochenendgefühl für ein anspruchsvolles Publikum gelingt, warum der Schwäbische Verlag in Deutschland seine Plus-Strategie überdenkt, warum Mediahuis in Holland die gut verbrachte Nutzungszeit seiner Leser in den Mittelpunkt stellt, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" eine Schlüsselrolle in der Online-Strategie der FAZ übernommen hat und wie "Zetland" in Dänemark mit Online-Journalismus ohne Clickbaiting erfolgreich ist. https://www.publishing-congress.com/

  1. Jun 18

    Thomas Düffert: Die Madsack-Strategie: Wie schaffen wir zugleich Wachstum und Effizienz

    Lokale Recherche ist das einzige echte Monopol im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Der Regionaljournalismus steht in der absoluten Crunch Time, doch statt in Pessimismus zu verfallen, zeigt diese Folge klare digitale Auswege. Nach dieser Episode versteht ihr, wie die digitale Transformation bei einem der größten Medienhäuser Europas praktisch umgesetzt wird. Ihr lernt, warum sich der Erlösmix radikal verschiebt, wie kostenintensive Print-Zustellgebiete gezielt digitalisiert werden und warum das kollaborative Arbeiten in Netzwerken das Überleben kleinerer Verlage sichert. Markus Wiegand spricht mit Thomas Düffert, dem CEO der Madsack Mediengruppe. Düffert lenkt ein Haus mit über einer Milliarde Euro Umsatz und gibt hier ungeschönte Einblicke in die Strategiewerkstätten der Branche. Er erklärt, warum das e-Paper stagniert, während personalisierte Plus-Abos und kostenpflichtige Regional-Newsletter wie das Format „5 in 5“ die Zukunft der Erlöse sichern. Themen der Session Die harte Modellierung bis 2030: Wenn sich die Print-Auflage halbiert. Das unterschätzte Monopol: Warum regionales Vertrauen der ultimative KI-Schutzschild ist. Investitionen im achtstelligen Bereich: Warum Datenmanagement über eure Werbezukunft entscheidet. Die sächsische Zeitung und das Prignitz-Experiment: Radikale Schritte im ländlichen Raum. Kooperation statt Einzelkampf: Warum das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) als Plattform für andere Verlage offensteht. Am Ende wird klar: Der Blick nach vorne mag kurz vernebelt sein, aber die Zukunftschancen für regionalen Content waren selten so greifbar. European Publishing Congress 2026 www.publishing-congress.com/

  2. Jun 18

    BILD and Upday: AI agents at work

    Mit Kashika Manocha, Daniel Böcking „KI ist ein kultureller Wandel – kein rein technischer." – Wie die BILD-Redaktion mit KI-Agenten arbeitet, ohne den Journalismus aus der Hand zu geben. Kashika Manocha (Product Managerin bei Axel Springer National Media & Tech) und Daniel Böcking (BILD, Schwerpunkt KI in der Redaktion) gemeinsam auf der Bühne – Engineering, Produkt und Redaktion zum ersten Mal in einer Präsentation. Genau das, sagen sie, ist schon der halbe Punkt: KI im Journalismus funktioniert nur, wenn Technik und Newsroom an einem Tisch sitzen. Statt der üblichen „Was kann die Maschine allein?"-Demo geht es um Systeme aus vielen spezialisierten Agenten, die wie eine echte Redaktion zusammenarbeiten. Für planbare Aufgaben – etwa Artikel aus Agenturmeldungen – läuft ein sequenzielles Agenten-Framework: Ein Agent entscheidet, ob eine Meldung überhaupt trägt, dann entsteht ein Entwurf, den sieben „Spezial-Editoren" auf Konsistenz, Grammatik, die W-Fragen, Klarheit und Logik prüfen, bevor Headlines, SEO und Faktencheck folgen – und am Ende immer ein Mensch verifiziert. Für die unplanbaren Ideen gibt es „Backseat", ein Multi-Agenten-System, in dem ein Orchestrator wie ein Chefredakteur Aufgaben verteilt, schwache Geschichten killt und sensiblen Leads nachgeht. Am konkreten Beispiel „Morning Briefing" wird gezeigt, wie sich die Rolle der Redakteurin verschiebt: weg vom Scannen und Filtern, hin zum Entscheiden. European Publishing Congress 2026 www.publishing-congress.com/

  3. Jun 18

    Panel: Zukunft des Lokaljournalismus: Relevanz, Reichweite und Verantwortung

    Mit Wolf Röcken, Isabel Russ, Katja Fleischmann, Markus Knall und Steffen Grimberg Erschreckende 80 Prozent der digital produzierten Regionalartikel werden vom Publikum überhaupt nicht wahrgenommen – eine fundierte Erkenntnis aus der Datenpraxis, die zum radikalen Umdenken zwingt. Wenn der Großteil des redaktionellen Aufwands im digitalen Raum ungesehen verpufft, erfordert die Zukunft des Lokaljournalismus eine grundlegende Neuausrichtung an den realen Bedürfnissen der Nutzerschaft. Diese differenzierte Podiumsdiskussion im Rahmen des European Publishing Congress widmet sich den strategischen Hebeln, mit denen Medienhäuser der digitale Turnaround gelingt. Im Fokus stehen dabei datengestützte Modelle und technologische Innovationen, die Redaktionen direkt in die Praxis überführen können. Die Kernbereiche der Diskussion im Überblick: Nutzerzentrierung statt Schreibtisch-Berichterstattung: Wie das strategische User-Needs-Modell dabei hilft, die redaktionelle Inhalteerstellung transparent zu strukturieren, Sendepläne zu optimieren und die Relevanz für das Publikum messbar zu steigern. Kollaboration als Überlebensfaktor: Warum die Zusammenarbeit im Rahmen von Projekten wie DRIVE (dpa) oder gemeinsamen KI-Initiativen zwingend notwendig ist, um technologische Skaleneffekte zu erzielen und auch als kleineres Verlagshaus wettbewerbsfähig zu bleiben. Dynamische Personalisierung im Web: Einblicke in erfolgreiche Praxisbeispiele, bei denen bis zu 80 Prozent der Startseite individualisiert ausgespielt werden, was zu einer nachweislich höheren Media Time, verbesserten Klickraten und steigenden Konversionsraten führt. KI im Journalismus und qualitative Tiefe: Wie Redaktionen mithilfe von Zukunftstechnologien wie Agentischem RAG (Retrieval-Augmented Generation) historische Zeitungsarchive mit Millionen von Artikeln nutzbar machen, um selbst kleinsten Zielgruppen eine beispiellose journalistische Komplexität und Recherchetiefe zu bieten. Community-Building vor Ort: Neue Eventformate wie journalistische Pub-Quizzes oder gezielte Vor-Ort-Aktionen, die einen Großteil neuer, bisher unerreichter Zielgruppen und potenzieller Abonnenten aktivieren. Eine fundierte Analyse für Medienschaffende, Verleger und Journalisten, die den digitalen Wandel nicht nur begleiten, sondern aktiv gestalten wollen. Abonnieren Sie diesen Podcast in Ihrer bevorzugten Podcast-App und hinterlassen Sie eine Bewertung, um keine weiteren Analysen zur Zukunft der Medienlandschaft zu verpassen. European Publishing Congress 2026 www.publishing-congress.com/

  4. Jun 18

    Richard Tigges: Der Kampf der Agenten, warum wir die Kontrolle über KI im Journalismus behalten müssen

    Ein Bot schickt fünfhundert Fragen, der Media-Responder antwortet sekundenschnell, während Menschen noch nach Outlook-Terminen suchen. Wenn KI-Agenten auf automatisierte PR-Systeme treffen, verändert das die Spielregeln zwischen Journalismus und Kommunikation fundamental. Der Wandel betrifft längst nicht mehr nur das automatisierte Schreiben von Texten, sondern die Art und Weise, wie Informationen verifiziert und transportiert werden. Themen in dieser Session: Der Unterschied zwischen reinen Sprachmodellen und echten Weltmodellen für die tägliche Praxis strategisch nutzen. Einen Strukturierte Wissensspeicher aufbauen, damit die Kommunikationsstrategie nicht durch statistische Fehler verwässert wird. KI-Werkzeuge gezielt für tiefgehende Mustererkennung und Datenanalysen einsetzen, statt nur Oberflächentexte zu generieren. Richard Tigges vom Institute of Applied Communication Intelligence zeigt auf, warum viele Führungskräfte fälschlicherweise glauben, sie hätten mit KI Wissen statt reiner Sprache eingekauft. Nur wer eigene Positionen kuratiert, verhindert das Prinzip „Garbage in, Garbage out“. In dieser Session erfahren sie von Richard Tigges, wie Machine-to-Machine-Briefings den Recherchealltag beschleunigen und warum die eigentliche Gefahr nicht in überlegenen Maschinen, sondern in unserer eigenen Bequemlichkeit liegt. Richard Tigges blickt auf die wirtschaftlichen Verschiebungen durch Bots, die Feeds direkt auslesen, und bespricht, warum Vertrauen und editoriale Standards in einer Welt voller synthetischer Inhalte zur wertvollsten Währung werden. Am Ende entscheidet sich die Zukunft nicht durch Technologie, sondern durch eine Kultur des kritischen Denkens. European Publishing Congress 2026 www.publishing-congress.com/

  5. Jun 18

    Ulrike Langer: Der KI-Revenue-Shift: Warum Lizenzdeals erst der Anfang sind

    17 Cent für eine Zusammenfassung klingen verlockend, doch für Medienhäuser verbirgt sich dahinter eine gefährliche Sackgasse. Viele Verlage stehen aktuell vor der existentiellen Frage, wie tragfähige Medien Geschäftsmodelle in Zeiten von generativer KI aussehen können. Die Verlockung ist groß, schnelle Lizenz-Deals mit den Betreibern der LLMs einzugehen. Doch wer jetzt unvorbereitet zusagt, gibt die Kontrolle über die eigenen Inhalte dauerhaft ab. In dieser Folge betrachten wir die Mechanismen des Marktes und zeigen, warum reines Abwarten oder das Blockieren von Bots keine nachhaltige Strategie ist. Themen dieser Session: Versteckten Risiken von Pay-per-Crawl-Modellen analysieren und bewerten Eigenen Archive gezielt nach "Intelligence-Aspekten" durchsuchen, um strukturierte Daten für B2B-Kunden statt reine Publikumstexte anzubieten. Technischen Mindeststandard etablieren, damit Inhalte für die kommende Welle an KI-Agenten überhaupt maschinenlesbar sind. Die Innovationsjournalistin Ulrike Langer teilt in dieser Episode ihre tiefen Einblicke aus internationalen Medien-Konferenzen. Sie erklärt fundiert, warum das klassische Kerngeschäft, die undifferenzierte Mitte der Berichterstattung, unaufhaltsam zerstört wird. Sei erfahren, wie Initiativen wie die SPUR-Koalition versuchen, kollektive Standards gegen das Diktat der Tech-Plattformen durchzusetzen. Wir werfen einen Blick auf internationale Vorbilder wie die Financial Times oder Politico, die ihre Margen durch B2B-Intelligence-Produkte drastisch gesteigert haben. Zudem wird aufgedeckt, wie am anderen Ende der Skala rein menschliche, investigative Prozesse erfolgreich monetarisiert werden. Bevor die große Welle der Agenten kommt, müssen sie Daten strukturieren und das Model Context Protocol verstehen. Erfahren sie von Ulrike Langer, wie sie ihr redaktionelles Urteilsvermögen als echten Hebel einsetzen können. European Publishing Congress 2026 www.publishing-congress.com/

  6. Jun 18

    Marcel Semmler: „Liquid Publisher“ als Modell für das Medienhaus der Zukunft

    Wer Artikel einfach nur automatisiert in Videos verwandelt, betreibt noch lange kein echtes Liquid Content. Viele Medienhäuser glauben, sie seien bereits flexibel aufgestellt, weil sie Inhalte im Web, in Apps oder Newslettern zweitverwerten. Doch dieses bloße Repurposing greift in einer KI-getriebenen Medienwelt viel zu kurz. Wenn der Content-Supply im Markt explodiert, aber die Aufmerksamkeit der Nutzer begrenzt bleibt, müsst ihr eure journalistische Superpower völlig neu definieren. Das Produkt der Zukunft ist nicht der einzelne Text, sondern das strukturierte Wissen im System. In dieser Folge erfahren sie, wie sie den Sprung zum echten Liquid Publisher schaffen und die Workflows von Grund auf neu designt. Nach der Folge können sie den Unterschied zwischen Multi-Format und echter Daten-Liquidität bestimmen. Sie werden sehen, wie sie wertvolles Hintergrundwissen wie Interview-Transkripte und Recherche-Notizen semantisch schützen, statt es unvorbereitet als Trainingsdaten an LLMs abzugeben. Zudem gibt es konkrete Ansätze, wie sie die Zusammenarbeit zwischen Redaktion, Produkt und Commercial ohne endlose Steering Committees organisieren können. Marcel Semmler, Produktchef des globalen digitalen Publishing der Bauer Media Group, teilt seine Erfahrungen aus zehn Jahren Medienbranche und zeigt, wie der Publisher Theorie in messbare Praxis verwandelt. Er gibt exklusive Einblicke in konkrete Meilensteine: Erfahrt, wie agentische KI-Workflows im Trend-Research täglich vier Stunden manuelle Arbeit pro Content-Unit einsparen und wie automatisierte Prozesse ein umfassendes Content-Briefing von acht Stunden auf gerade einmal zehn Minuten reduzieren.  European Publishing Congress 2026 www.publishing-congress.com/

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Am 23. und 24. Juni 2025 präsentieren die besten Medienmacherinnen und -macher Europas beim European Publishing Congress ihre Strategien und sprechen über die Zukunft der Branche. In diesem Podcast bekommen sie ausgewählte Sessions und Zusammenfassungen der Keynotes als Podcast Episoden. KI und die digitale Transformation bei Medien sind die zentralen Themen beim European Publishing Congress 2025. Erfahren Sie, wie die deutsche „Zeit“ im Lesermarkt weiter wachsen will, wie „Sabato“ in Belgien ein ultimatives Wochenendgefühl für ein anspruchsvolles Publikum gelingt, warum der Schwäbische Verlag in Deutschland seine Plus-Strategie überdenkt, warum Mediahuis in Holland die gut verbrachte Nutzungszeit seiner Leser in den Mittelpunkt stellt, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" eine Schlüsselrolle in der Online-Strategie der FAZ übernommen hat und wie "Zetland" in Dänemark mit Online-Journalismus ohne Clickbaiting erfolgreich ist. https://www.publishing-congress.com/