Integraler BewusstSeins Podcast von Sarla

Sarla

Ein Raum für Worte, die erinnern. Für Stille zwischen den Gedanken und für Bewusstsein, das weiter reicht als das Ich. Hier entstehen Gedichte, Monologe und gesprochenes Lauschen. Was geschieht, wenn Sprache nicht erklärt, sondern öffnet? Der Podcast „Integraler BewusstSeins Podcast von Sarla“ begleitet diese Reise – ruhig, poetisch, gegenwärtig.

  1. FEB 7

    Wenn die Zeit innehält / Poesie

    Es gibt einen Augenblick, der nicht vergeht. Kein Teil der fliehenden Stunden, kein Staubkorn im Strom der Zeit, sondern ein stilles Öffnen im Herzen des Werdens. Hier hält die Zeit den Atem an und erkennt ihr eigenes Geheimnis. --- Aus der Tiefe der Dinge tritt das Ewige hervor, nicht als Lichtblitz, nicht als Ekstase, sondern als unbewegte Gegenwart. Sie kommt nicht – sie war immer da. Und doch wird sie berührbar im schmalen Tor des Moments. --- Oh unbewegte Gegenwart Sie ist kein Kind der Zeit. Er ist ihr Ursprung. In ihm begegnen sich das Ungewordene und das Gestaltete. Hier kreuzen sich die Wege der Sterne und der Puls des menschlichen Herzens. --- Der Körper weiß davon. Er trägt die Erinnerung des Ursprungs in seinen stillen Bahnen. Während der Geist wandert durch Vergangenes und Mögliches, bleibt der Leib an der Schwelle des Jetzt. Er wacht für das Unsichtbare. --- Durch seine Nerven spricht eine alte Weisheit, älter als Denken, älter als Wille. Eine Wahrnehmende Göttliche Intelligenz, die nicht urteilt, nicht sucht, nicht fordert. Sie nimmt wahr, was ist. --- Manchmal spricht sie als Enge, manchmal als Weite. Manchmal als Unruhe, manchmal als leiser Rückzug. Nicht um zu verwirren, sondern um zu erinnern. --- Das Ego sucht Herrschaft. Es will lenken, vermeiden, sich sichern. Doch im Moment verliert es seinen Thron. Nicht durch Gewalt, sondern durch Wahrheit. --- Hier beginnt ein anderes Wollen. Kein stoßender Wille, kein verteidigender Entschluss, sondern ein Lauschen auf das, was durch uns will. Der Wille wird still und erkennt sich neu. --- Vergangenheit löst ihre Ketten. Zukunft verliert ihren Sog. Nur die Gegenwart bleibt offen. Ein weiter Raum, in dem Wandlung ohne Mühe geschieht. --- Nicht wir verwandeln uns. Das Ewige wirkt in der Zeit. Und jeder Augenblick trägt den Keim einer neuen Ordnung. --- So wird der Moment zum Altar der Begegnung. Hier neigt sich das Zeitliche vor seinem Ursprung, ohne sich zu verlieren. Und die Gegenwart wird zum lebendigen Ort, an dem das Unendliche menschliche Gestalt annimmt.

  2. JAN 29 · VIDEO

    Poesie: Von der gewöhnlichen Selbstbestimmtheit zur einer Selbstbestimmtheit in Übereinstimmung mir dem Wahren.

    Von der Selbstbestimmtheit zur Übereinstimmung Eine poetische Betrachtung des Willens auf dem Lichtvollen Pfad Es gibt Themen, die nicht am Rand unseres Weges liegen, sondern in seinem innersten Zentrum. Themen, die uns begegnen, sobald wir nicht mehr nur suchen, sondern beginnen zu gehen. Eines dieser Themen ist die Selbstbestimmtheit. Nicht nur die, die wir gewohnt sind zu leben, sondern auch jene tiefere Selbstbestimmtheit, die in Übereinstimmung ist mit dem Wahren. Zwei Qualitäten desselben Wortes Beide heißen Selbstbestimmtheit. Und doch stammen sie aus verschiedenen Räumen. Die eine ist die gewöhnliche Selbstbestimmtheit, geboren aus dem Ich, getragen vom Geist, geprägt von Angst, Kontrolle und Abwehr. Die andere ist eine Selbstbestimmtheit, die nicht gegen das Wahre steht, sondern mit ihm geht, in ihm ruht, aus ihm handelt. Und beide sind Willen. Doch nicht derselbe. Die gewöhnliche Selbstbestimmtheit Die gewöhnliche Selbstbestimmtheit lebt im Bereich des mentalen und vitalen Daseins. Dort herrscht das Ich, das sich selbst als Zentrum erlebt. Es bestimmt, weil es fürchtet. Es kontrolliert, weil es glaubt, sich sonst zu verlieren. Diese Selbstbestimmtheit erscheint frei. Sie fühlt sich autonom an. Doch sie ist gebunden – an Gewohnheiten, an Reaktionen, an vertraute innere Landschaften. Der Mensch verteidigt darin seine Freiheit. Doch in Wahrheit verteidigt er seine Gewohnheit. So entsteht Angst vor Hingabe. Denn Hingabe wird verwechselt mit Unterwerfung, mit Auflösung, mit dem Ende der eigenen Welt. Das Ego kennt keine andere Selbstbestimmtheit als die seine. Es weiß nichts von einer Freiheit, die nicht isoliert ist. So wird Hingabe zur Bedrohung. Nicht weil sie es ist, sondern weil sie so gesehen wird Keine Kritik – sondern Wandlung Doch hier geht es nicht um Kritik. Nicht um Verurteilung. Nicht um Ablehnung der gewöhnlichen Selbstbestimmtheit. Es geht um Wandlung. Um eine Bewegung von einer Ebene zur anderen. Die Frage lautet nicht: Soll ich selbstbestimmt sein oder nicht? Die Frage lautet: Wer bestimmt in mir? Und aus welchem Raum? Die Verwandlung des Willens Auf dem Lichtvollen Pfad wird die Selbstbestimmtheit nicht zerstört. Nicht unterdrückt. Nicht ausgeschaltet. Der menschliche Wille wird geklärt, vertieft, geweiht. Er wird nicht gebrochen. Er wird durchlichtet. Die gewöhnliche Selbstbestimmtheit wandelt sich zu einer Selbstbestimmtheit in Übereinstimmung mit dem Wahren. Der Wille bleibt – doch er ist nicht mehr isoliert. Er steht nicht mehr allein gegen das Leben, gegen das Ewige, gegen das Ganze. Wahre Selbstbestimmtheit Wahre Selbstbestimmtheit ist Einklang. Einklang zwischen dem Ewigen und der Form dieser Welt. Sie ist Einssein mit der höchsten eigenen Wahrheit. Manchmal wirkt sie durch das seelische Wesen, durch jene Tiefe, die nicht aus Angst handelt, sondern aus Wahrheit. Dort heißt es nicht: Ich darf nicht wollen. Dort heißt es: Ich will die Wahrheit. ......

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Ein Raum für Worte, die erinnern. Für Stille zwischen den Gedanken und für Bewusstsein, das weiter reicht als das Ich. Hier entstehen Gedichte, Monologe und gesprochenes Lauschen. Was geschieht, wenn Sprache nicht erklärt, sondern öffnet? Der Podcast „Integraler BewusstSeins Podcast von Sarla“ begleitet diese Reise – ruhig, poetisch, gegenwärtig.