Casino oder Recruiting

Christian Milerski

Was benötigt es, um die eigene Belegschaft langfristig für sich zu begeistern? Diese Frage dürfte sich jedes Unternehmen im DACH-Raum bereits mehrfach gestellt haben! Wenn Sie mich fragen, wie viel Erfahrung als Unternehmer, Selbstständiger oder Führungskraft ich habe, lautet die Antwort: Null Ich bin seit fast 20 Jahren als Angestellter im Berufsleben. Und aus der Perspektive beleuchte ich die eingangs gestellte Frage. Ich sehe jeden Tag bei Familie, Freunden, Nachbarn was im Berufsleben schiefläuft, wenn es um die langfristige Bindung der eigenen Belegschaft geht.  Zudem bin ich im Bewerbermanagement einer Social Recruiting und Employer Branding Agentur tätig. Inzwischen habe ich über 10.000 Erstgespräche mit Bewerbern geführt - Branchenübergreifend durch die BRD. Deshalb liefere ich Impulse und Ansätze aus der Praxis für die Praxis. Theoretische Ideen, die funktionieren könnten, werden Sie bei mir nicht finden. Nun wünsche ich viel Spaß beim Hören! Ihr Christian Milerski

  1. 4d ago

    Folge 66 - Wenn der Stress im Job auf dem Teller landet

    Wenn der Stress im Job auf dem Teller landet – mit Andreas Altmannsberger Ein anstrengender Arbeitstag, unrealistische Erwartungen, ständig neue Aufgaben und am Abend der Griff zur Schokolade oder zur Chipstüte. Aber was hat unser Essverhalten eigentlich mit unserer Arbeit und vor allem mit unserer Führungskraft zu tun? In dieser Folge von „Casino oder Recruiting“ spreche ich mit Andreas Altmannsberger, systemischem Coach und Emotionscoach mit dem Schwerpunkt emotionales Essen und Stressessen. Andreas kennt das Problem aus eigener Erfahrung. Als ehemaliger IT-Projektleiter stand er unter ständigem Leistungs- und Termindruck. Die Folgen: Stress, Essen, Selbstvorwürfe und noch mehr innerer Druck. Ein Teufelskreis, aus dem er erst nach vielen Jahren einen Ausweg fand. Heute hilft er Menschen dabei, die Ursachen ihres Essverhaltens zu erkennen und eingefahrene Muster zu verändern. Doch unser Gespräch geht weit über das Thema Ernährung hinaus. Wir sprechen über unrealistische Deadlines, Führungskräfte, die ihren eigenen Druck ungefiltert an ihre Mitarbeiter weitergeben, und darüber, warum es gefährlich wird, wenn Mitarbeiter irgendwann aufhören, Probleme anzusprechen. Dabei stellen wir auch eine unbequeme Frage: Wie viel Verantwortung tragen Arbeitgeber, wenn ihre Mitarbeiter unter beruflichem Druck gesundheitliche Probleme entwickeln? Es geht um Eigenverantwortung, klare Kommunikation, gesunde Grenzen und die Erkenntnis, dass Arbeit nicht nur eine Belastung sein muss, sondern auch Freude, Stolz und Erfüllung bringen kann. Eine Folge über Stress, Führung, persönliche Veränderung und die Frage, warum wir manchmal zuerst unsere Arbeitsbedingungen hinterfragen sollten, bevor wir versuchen, uns selbst mit noch mehr Disziplin zu verändern.

    Folge 66 - Wenn der Stress im Job auf dem Teller landet
  2. Oct 26

    Folge 65 - Leadership aus der Hölle

    Mitarbeiter kündigen keine Arbeit. Sie kündigen Führung. Was muss in einem Unternehmen eigentlich schieflaufen, damit Mitarbeiter nach vielen Jahren plötzlich kündigen, innerlich längst abgeschlossen haben oder nur noch darauf warten, endlich einen anderen Arbeitgeber zu finden? Gemeinsam mit York Lemb spreche ich live aus der Podcast Lounge der STAFFINGpro 2026 in Wiesbaden über ein Thema, das mir besonders am Herzen liegt: Leadership aus der Hölle. Aus über 10.000 Erstgesprächen mit Bewerbern kenne ich Geschichten, bei denen man sich fragt, ob manche Führungskräfte ihre Mitarbeiter eigentlich halten oder möglichst schnell loswerden möchten. Eine Mitarbeiterin, deren Vorgesetzte nach Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft ihren Ehemann beleidigen. Ein Auszubildender, der kaum auf seine Prüfung vorbereitet wurde. Und Mitarbeiter, die sich nichts sehnlicher wünschen, als von ihren Vorgesetzten wie Menschen behandelt zu werden. Doch wir sprechen nicht nur darüber, was alles schiefläuft, sondern vor allem darüber, wie gute Führung funktionieren kann. Warum ist Kommunikation so entscheidend? Weshalb müssen Führungskräfte die Stärken ihrer Mitarbeiter kennen? Warum ist es gefährlich, wenn sich Mitarbeiter plötzlich nicht mehr beschweren? Und weshalb ist es manchmal sinnvoller, das Recruitingbudget direkt ins Casino zu tragen? Dabei wird es deutlich, provokant und gelegentlich ziemlich sarkastisch. Denn eines steht für mich fest: Gute Führung ist keine Utopie. Ich erlebe sie selbst jeden Tag. Mein herzlicher Dank gilt York Lemb für das spannende Interview und der STAFFINGpro für die Möglichkeit, dieses Gespräch auf der Messe aufzuzeichnen. Viel Spaß beim Zuhören!

  3. Oct 19

    Folge 64 - Meine Tür steht immer offen

    „Meine Tür steht für meine Mitarbeiter immer offen.“ Ein wunderbarer Satz. Wirklich. Allerdings steht auch die Tür zum Löwengehege gelegentlich offen. Trotzdem würde ich nicht unbedingt empfehlen, hindurchzugehen. Viele Führungskräfte sind stolz darauf, jederzeit ein offenes Ohr für ihre Mitarbeiter zu haben. Zumindest glauben sie das. Doch was passiert, wenn Mitarbeiter tatsächlich Kritik äußern? Wenn sie Entscheidungen hinterfragen, Verbesserungsvorschläge machen oder ihrer Führungskraft offen sagen, dass etwas schiefläuft? Werden sie gehört? Oder gelten sie anschließend als schwierig? In dieser Folge von Casino oder Recruiting spreche ich darüber, warum Schweigen nicht automatisch Zufriedenheit bedeutet, weshalb Mitarbeiter irgendwann aufhören, Verbesserungsvorschläge zu machen, und warum eine offene Bürotür noch lange keine offene Unternehmenskultur garantiert. Dabei geht es auch um meine Erfahrungen aus mehr als 10.000 Bewerber-Erstgesprächen, um teure Unternehmensberater, deren Ideen Mitarbeiter möglicherweise längst kostenlos geliefert haben, und um Führungskräfte, die Kritik nur so lange schätzen, wie sie nicht persönlich betroffen sind. Zum Schluss habe ich drei Fragen für Führungskräfte: Wann hat Ihnen zuletzt ein Mitarbeiter offen gesagt, dass Sie etwas falsch gemacht haben?Wie haben Sie darauf reagiert?Und würde dieser Mitarbeiter es heute wieder tun?Denn Mitarbeiter lernen nicht aus dem, was Führungskräfte über ihre offene Tür erzählen. Sie lernen aus dem, was passiert, wenn sie hindurchgehen. Und wenn sich niemand mehr traut, brauchen Sie vielleicht keinen neuen Türstopper. Sondern einen neuen Führungsstil.

    Folge 64 - Meine Tür steht immer offen
  4. Oct 12

    Folge 63 - Der Obstkorb kann Ihre Führung nicht retten!

    Der Obstkorb kann Ihre Führung nicht retten Ich muss eine Lanze für den Obstkorb brechen. Denn der arme Obstkorb kann überhaupt nichts dafür, dass er inzwischen beinahe zum Symbol für schlechte Arbeitgeber geworden ist. Gegen Obst, kostenlosen Kaffee, Jobräder, E-Ladestationen oder andere Benefits ist überhaupt nichts einzuwenden. Solange sie das bleiben, was sie sein sollten: ein Zusatz – und kein Schmerzensgeld. Problematisch wird es, wenn Unternehmen versuchen, mit monetären Benefits Probleme zu lösen, die überhaupt nichts mit Geld zu tun haben. Schlechte Führung wird durch frische Bananen nicht besser. Eine toxische Unternehmenskultur verschwindet nicht durch ein Jobrad. Und mangelnde Wertschätzung lässt sich nicht mit einem Tankgutschein kompensieren. In dieser Folge von Casino oder Recruiting geht es deshalb um eine unbequeme Frage: Warum sollten Ihre besten Mitarbeiter eigentlich bei Ihnen bleiben wollen? Und ich lade Sie zu einem einfachen Gedankenexperiment ein: Streichen Sie gedanklich sämtliche Benefits aus Ihrem Unternehmen. Was bleibt dann noch übrig? Vertrauen? Verantwortung? Rückendeckung? Entwicklung? Anerkennung? Eine vernünftige Fehlerkultur? Gute Führung? Wenn davon genug vorhanden ist: hervorragend. Legen Sie gute Benefits obendrauf. Wenn nicht, brauchen Sie wahrscheinlich keinen größeren Benefit-Katalog. Dann haben Sie ein ganz anderes Problem. Denn wenn Ihre Mitarbeiter wegen Ihrer Führung innerlich bereits gekündigt haben, retten Sie sie nicht mehr mit einem Obstkorb. Im schlimmsten Fall nehmen sie beim Gehen noch einen Apfel mit.

    Folge 63 - Der Obstkorb kann Ihre Führung nicht retten!
  5. Sep 28

    Folge 61 - Warum die besten gehen

    Warum die Besten gehen – nicht wegen der Arbeit, sondern wegen der Ungerechtigkeit Warum verlassen gerade engagierte Mitarbeiter ein Unternehmen, obwohl sie ihre eigentliche Arbeit vielleicht sogar gerne machen? In dieser Folge von „Casino oder Recruiting?“ spreche ich mit Saya Naumann – SAYA IN SPACE über das, was häufig lange vor einer Kündigung passiert. Saya ist Coach, Speaker und Künstlerin und beschäftigt sich mit Menschen, die über Jahre funktioniert, Verantwortung übernommen und sich angepasst haben – bis irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem es nicht mehr weitergeht. Wir sprechen darüber, warum People Pleasing auch im Berufsleben eine enorme Rolle spielen kann und weshalb gerade diejenigen Mitarbeiter gefährdet sind, die lange Zeit alles mitmachen. Sie sagen Ja, springen ein, vermeiden Konflikte und versuchen, es allen recht zu machen. Nach außen funktioniert alles. Innerlich beginnt jedoch längst der Rückzug. Es geht um Perfektionismus als Schutzmechanismus, um Harmonie um jeden Preis und um die Frage, wann Anpassung zum Selbstverrat wird. Vor allem sprechen wir darüber, warum eine Kündigung nicht an dem Tag beginnt, an dem ein Mitarbeiter seine Unterschrift unter ein Stück Papier setzt. Sie kann Monate vorher beginnen. Mit einer Ungerechtigkeit, die niemand ernst nimmt. Mit fehlender Anerkennung. Mit einem weiteren Ja, obwohl eigentlich längst ein Nein notwendig gewesen wäre. Und mit dem Gefühl, dass der eigene Einsatz selbstverständlich geworden ist. Eine Folge über Mitarbeiterbindung, innere Sicherheit und darüber, was Unternehmen häufig übersehen, während ihre besten Leute innerlich bereits auf dem Weg nach draußen sind. Über Saya Naumann Saya Naumann begleitet Menschen dabei, aus den Schubladen des Funktionierens auszusteigen und wieder bewusst, lebendig und selbstgeführt zu leben und zu führen. Ihr Ansatz verbindet Nervensystemarbeit, Körperarbeit und psychologisches Verständnis. Saya nahm 2026 an „Germany's Next Speaker Star“ teil und erreichte dort die Top 100. Außerdem gehörte sie 2025 zu den „Top 111 Upcoming Public Speakers“.

    Folge 61 - Warum die besten gehen
  6. Sep 21

    Folge 60 - Warum wir tun, was wir tun

    Warum tun wir Dinge, von denen wir genau wissen, dass sie uns nicht guttun? Und warum schieben wir gleichzeitig genau das auf, was uns eigentlich weiterbringen würde? In dieser Folge von „Casino oder Recruiting“ spreche ich mit Manuel Dierlinger. Manuel ist Speaker, SPIEGEL-Bestseller-Autor und Experte für Muster- und Verhaltensänderung. Seit rund 20 Jahren ist er selbstständig im Vertrieb – doch auf die ersten zehn Jahre dieser Zeit blickt er heute mit einem besonderen Begriff zurück: seine „verlorene Dekade“. Viel angefangen. Wenig zu Ende gebracht. Ständig beschäftigt. Und trotzdem oft nicht wirklich vorangekommen. Aus dieser persönlichen Erfahrung entstand eine Frage, die Manuel bis heute beschäftigt: Warum verhalten wir uns immer wieder auf eine Weise, obwohl wir eigentlich ganz genau wissen, dass ein anderes Verhalten besser für uns wäre? Wir sprechen darüber, wie Gewohnheiten und automatische Verhaltensmuster entstehen, warum Prokrastination nicht einfach mit Faulheit gleichzusetzen ist und weshalb gute Vorsätze allein häufig erstaunlich wenig verändern. Dabei geht es auch um die Frage, welchen Einfluss unsere Rahmenbedingungen auf unser Verhalten haben. Denn vielleicht müssen wir nicht ständig versuchen, uns selbst mit noch mehr Disziplin zu zwingen. Vielleicht müssen wir vielmehr dafür sorgen, dass das gewünschte Verhalten wahrscheinlicher wird. Ein Gespräch über Gewohnheiten, Impulsivität, Aufschieben, Veränderung – und über die kleinen und großen Muster, die unseren Alltag stärker bestimmen, als uns manchmal bewusst ist. Manuel ist Autor des Buches „Die Macht der Muster – Warum Du tust, was Du nicht willst – und wie Du das änderst.“

    Folge 60 - Warum wir tun, was wir tun

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Was benötigt es, um die eigene Belegschaft langfristig für sich zu begeistern? Diese Frage dürfte sich jedes Unternehmen im DACH-Raum bereits mehrfach gestellt haben! Wenn Sie mich fragen, wie viel Erfahrung als Unternehmer, Selbstständiger oder Führungskraft ich habe, lautet die Antwort: Null Ich bin seit fast 20 Jahren als Angestellter im Berufsleben. Und aus der Perspektive beleuchte ich die eingangs gestellte Frage. Ich sehe jeden Tag bei Familie, Freunden, Nachbarn was im Berufsleben schiefläuft, wenn es um die langfristige Bindung der eigenen Belegschaft geht.  Zudem bin ich im Bewerbermanagement einer Social Recruiting und Employer Branding Agentur tätig. Inzwischen habe ich über 10.000 Erstgespräche mit Bewerbern geführt - Branchenübergreifend durch die BRD. Deshalb liefere ich Impulse und Ansätze aus der Praxis für die Praxis. Theoretische Ideen, die funktionieren könnten, werden Sie bei mir nicht finden. Nun wünsche ich viel Spaß beim Hören! Ihr Christian Milerski