Liebeslabor mit Dr. Degen

Dr. Degen Teach LOVE

Psychologie, Beziehungen, Medien und alles, was uns aus der Bahn, aber auch weiter bringt.

  1. Oct 16

    New Work und andere normale Absurditäten: Wie Arbeit unser Leben und unsere Beziehungen prägt

    Ein voller Kalender, ständige Erreichbarkeit und abends die Frage: Was habe ich heute eigentlich gemacht? Arbeit prägt nicht nur unseren Alltag. Sie beeinflusst auch, wie viel Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit für unsere Beziehungen bleibt, wie wir uns selbst erleben und wie wir leben. In dieser Folge des Liebeslabors sprechen wir über die Versprechen von New Work und die Widersprüche im Arbeitsalltag, von Meeting Fatigue und leeren Versprechen auf Karrierepfaden. Was bedeutet Loyalität, während Menschen sich austauschbar fühlen? Wann ist Beschäftigung nur sichtbar (presentism), aber wenig sinnvoll? Und warum kann es manchmal leichter erscheinen, länger im Büro zu bleiben, als nach Hause zu gehen? Gemeinsam diskutieren wir Homeoffice, Kontrolle, Sinn und Selbstbestimmung und die Frage, wie Arbeit aussehen könnte, die Menschen und ihren Beziehungen guttut. Dabei geht es auch um die Grenzen individueller Lösungen und um die Bedingungen, unter denen wir arbeiten. Degen, J. L., Kleeberg-Niepage, A., & Bal, P. M. (2024). Lost in Context? Critical Perspectives on Individualization: Degen et al. Human Arenas, 7(3), 507-512. Degen, J. L., & Zekavat, M. (2022). Holding up a democratic facade: How ‘new work organizations’ avoid resistance and litigation when dismissing their managers. Frontiers in psychology, 13, 789404. Bal, M., Brookes, A., Hack-Polay, D., Kordowicz, M., & Mendy, J. (2023). The absurd workplace: How absurdity is hypernormalized in contemporary society and organizations. Degen, J. L., & Tommasi, F. (2026). The dark side of diversity management: lived experiences and everyday practices in organizations. The International Journal of Human Resource Management, 1-40.

  2. Sep 15

    Lohnt sich Beziehung noch? Über Heterofatalismus, Gemeinschaft, alleine sterben und die Frage, was Beziehung eigentlich leisten soll

    Wir sprechen darüber, warum die Paarbeziehung heute Freundeskreis, Sinnstiftung und Sicherheit gleichzeitig tragen soll und daran oft scheitert. Warum viele über offene Modelle nachdenken, obwohl ihnen eher Freundschaften fehlen. Und was in Beziehungen messbar zu holen ist, von Beruhigung über gesundheitliche Effekte bis zur Erweiterung des Selbst. Außerdem schauen wir auf den Zusammenhang von ökonomischer Lage und Trennungen, auf Kritik als Beziehungskiller und darauf, wie man Kinder bekommt, ohne in der Elternrolle zu verschwinden. Im zweiten Teil beantworten wir eure Fragen. Warum läuft es so schlecht mit den Männern, geht es Männern mit Frauen genauso, und lohnt sich Beziehung, nur um nicht allein zu sterben. Fortbildungen: teach-love.de Registrieren für den Liebesbrief: https://teach-love.de/newsletter/ Weiterlesen: Apostolou, M., Christoforou, C., & Lajunen, T. J. (2023). What are romantic relationships good for? An explorative analysis of the perceived benefits of being in a relationship. Evolutionary Psychology, 21(4), 14747049231210245.  Kislev, E. (2025). Being single in the twenty-first century. In Research Handbook on Partnering across the Life Course (pp. 129-139). Edward Elgar Publishing.  Park, Y., Page-Gould, E., & MacDonald, G. (2022). Satisfying singlehood as a function of age and cohort: Satisfaction with being single increases with age after midlife. Psychology and Aging, 37(5), 626.

  3. Aug 28

    Polyamorie und offene Beziehungen - die besseren Modelle? Was Forschung und Therapie zeigen.

    Polyamorie, offene Beziehung, offene Ehe und was Erdbeer und Schokoladeneis damit zu haben. Ihr habt gefrag und eure Dr. Degen steht Rede und Antwort.  Viele fragen sich: Sollen wir auch unsere Beziehung öffnen? Ist monogam leben heute schon peinlich und wie verbreitet sind Poly Konstellationen eigentlich?  Halten offene Beziehungen länger? Sind die Menschen glücklicher? Müssen beide aktiv offen leben und kann eine Öffnung Probleme lösen? Ist die Beziehungsöffnung nur der Anfang vom Ende? Wie viele schließen offene Beziehungen nach den ersten Versuchen wieder? Wir fangen ganz am Anfang an und klären Begriffe und Formen, gehen dann tief rein und diskutieren die Hässlichkeiten und Herausforderungen und vor allem sprechen wir darüber, was alle Beziehungen von offenen Modellen lernen können; Denn wie immer geht es um die Qualität nicht die Form! Psychologisch und wissenschaftlich fundierte Kurse zum Thema findet ihr bei teach-love.de Den Online-Kurs von Sonja Brönig findet ihr hier: https://teach-love.de/diversitaetssensibel-beraten-queere-identitat-beziehungen-sonja-broening/ Den Workshop zu Polyamorie und offenen Beziehungen mit Jonas Bamert findet ihr hier: https://teach-love.de/kurse/ Die Aus- und Fortbildungen mit Johanna Degen hier:  https://teach-love.de/weiterbildung/paarberatung/ Die Poly Bibel (inkl. der Machtperspektiven): Sonja Bröning & Agostino Mazziotta: Vielfältige Liebe: Polyamorie gestalten (Springer) https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-48372-2 Konkrete Praxiserfahrungen: Jonas Bamert: Von Hügeln und Hochgebirgen (Beratung aktuell) https://beratung-aktuell.de/article/view/1437-3181-2025-1-35 Agostino Mazziotta und Christoph Hutter über Macht und Privilegien in Beziehungen: https://link.springer.com/article/10.1007/s11620-025-00855-2

    Polyamorie und offene Beziehungen - die besseren Modelle? Was Forschung und Therapie zeigen.

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