Ein voller Kalender, ständige Erreichbarkeit und abends die Frage: Was habe ich heute eigentlich gemacht? Arbeit prägt nicht nur unseren Alltag. Sie beeinflusst auch, wie viel Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit für unsere Beziehungen bleibt, wie wir uns selbst erleben und wie wir leben. In dieser Folge des Liebeslabors sprechen wir über die Versprechen von New Work und die Widersprüche im Arbeitsalltag, von Meeting Fatigue und leeren Versprechen auf Karrierepfaden. Was bedeutet Loyalität, während Menschen sich austauschbar fühlen? Wann ist Beschäftigung nur sichtbar (presentism), aber wenig sinnvoll? Und warum kann es manchmal leichter erscheinen, länger im Büro zu bleiben, als nach Hause zu gehen? Gemeinsam diskutieren wir Homeoffice, Kontrolle, Sinn und Selbstbestimmung und die Frage, wie Arbeit aussehen könnte, die Menschen und ihren Beziehungen guttut. Dabei geht es auch um die Grenzen individueller Lösungen und um die Bedingungen, unter denen wir arbeiten. Degen, J. L., Kleeberg-Niepage, A., & Bal, P. M. (2024). Lost in Context? Critical Perspectives on Individualization: Degen et al. Human Arenas, 7(3), 507-512. Degen, J. L., & Zekavat, M. (2022). Holding up a democratic facade: How ‘new work organizations’ avoid resistance and litigation when dismissing their managers. Frontiers in psychology, 13, 789404. Bal, M., Brookes, A., Hack-Polay, D., Kordowicz, M., & Mendy, J. (2023). The absurd workplace: How absurdity is hypernormalized in contemporary society and organizations. Degen, J. L., & Tommasi, F. (2026). The dark side of diversity management: lived experiences and everyday practices in organizations. The International Journal of Human Resource Management, 1-40.