MitStimmen

Sanata Doumbia-Milkereit + Sinja Michel

„MitStimmen“ ist der feministische Podcast von Terre des Femmes. Wir glauben, dass gesellschaftliche Veränderungen dort beginnen, wo Menschen einander wirklich zuhören. Genau deshalb sprechen die Psychologinnen Sanata Doumbia-Milkereit und Sinja Michel mit Menschen, die unterschiedliche Perspektiven auf gesellschaftliche Themen mitbringen. Dabei geht es unter anderem um Feminismus, Demokratie, Rassismus, Gewalterfahrungen, Gesundheit, Vielfalt und Selbstbestimmung. Persönliche Erfahrungen treffen auf gesellschaftliche Fragen und eröffnen neue Blickwinkel. Wir sprechen nicht über Menschen, sondern mit ihnen. Dabei geht es nicht darum, zu überzeugen, sondern zuzuhören, zu verstehen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Jede Stimme zählt.

  1. 3d ago

    #30 Emine: Der lange Weg aus der Gewalt

    Emine wächst in einer Familie auf, in der strenge Regeln, traditionelle Rollenbilder und Gewalt ihren Alltag bestimmen. Schon als kleines Mädchen fühlt sie sich oft allein, nicht gesehen und nicht gehört. Auch in der Schule erlebt sie Ausgrenzung und Mobbing. Mit 16 Jahren verlässt sie ihr Elternhaus. Sie hofft auf ein selbstbestimmtes Leben, auf Liebe und eine Familie, in der vieles anders sein soll. Doch auch in ihrer Beziehung erlebt sie Gewalt, Kontrolle und Abwertung. Erst viele Jahre später gelingt es ihr, sich aus dieser Beziehung zu lösen. In dieser Folge erzählt Emine zum ersten Mal so offen von ihrer Geschichte. Wir sprechen über häusliche Gewalt, familiäre Erwartungen, die Rolle von Frauen, aber auch über Mutterschaft, Selbstbestimmung und die Frage, warum so viele Menschen wegsehen, wenn andere Hilfe brauchen. Für Sanata ist dieses Gespräch besonders persönlich. Sie und Emine kennen sich aus der Grundschule, bis Emine eines Tages plötzlich nicht mehr da war. Jahrzehnte später begegnen sich die beiden wieder und blicken gemeinsam auf ihre Kindheit zurück. Emines Geschichte zeigt, wie lange Gewalterfahrungen nachwirken können und wie wichtig es ist, Menschen ernst zunehmen, ihnen zuzuhören und nicht wegzusehen. Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über körperliche und psychische Gewalt, Vernachlässigung, Mobbing, Suizidgedanken und einen Suizidversuch. Bitte achte beim Hören auf dich und entscheide selbst, ob gerade der richtige Zeitpunkt für diese Themen ist. Hilfe bei Suizidgedanken und psychischen Krisen: Wenn du selbst Suizidgedanken hast oder dich in einer schweren psychischen Krise befindest, musst du damit nicht allein bleiben. Die TelefonSeelsorge ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar: Telefon: 116 123 Alternativ: 0800 111 0 111oder 0800 111 0 222 Weitere Informationen sowie Chat- und E-Mail-Beratung findest du unter: https://www.telefonseelsorge.de Bei akuter Suizidgefahr wähle bitte den Notruf 112. Mehr zu Sanata Doumbia-Milkereit: https://www.instagram.com/suis_sanna/ Mehr zu Sinja Michel: https://www.instagram.com/sinja_michel/ Mehr zu Terre des femmes: https://frauenrechte.de/

  2. Oct 14

    #29 Dr. med. Christoph Zerm: Wenn Tradition Frauen verletzt

    Warum wird eine Tradition weitergegeben, obwohl sie Frauen und Mädchen verletzt? In dieser Folge sprechen wir mit Dr. med. Christoph Zerm, Gynäkologe und langjähriger Experte für weibliche Genitalverstümmelung. Er begleitet seit vielen Jahren betroffene Frauen, erstellt Gutachten für Asylverfahren und setzt sich dafür ein, dass mehr medizinische Fachkräfte wissen, wie sie Betroffene gut und respektvoll versorgen können. Wir sprechen darüber, warum weibliche Genitalverstümmelung bis heute weitergegeben wird, welche Rolle gesellschaftliche Erwartungen und patriarchale Strukturen dabei spielen und warum Verurteilen wenig verändert. Es geht um fehlendes Wissen in der Medizin,um die Folgen von Gewalt und Traumatisierung, aber auch darum, was Prävention und Aufklärung bewirken können. Sehr persönlich wird das Gespräch, als Sanata von ihrer eigenen Erfahrung erzählt: Viele Jahre wurde bei ihrmedizinisch nicht erkannt, was ihr als Kind widerfahren ist. Gemeinsam mit Dr. Zerm sprechen wir darüber, wie so etwas passieren kann und warum es so wichtig ist, dass medizinisches Fachpersonal für dieses Thema sensibilisiert wird. Eine Folge über ein schweres Thema, bei der es uns nicht darum geht, mit dem Finger auf andere zu zeigen, sonderndarum, zuzuhören, Zusammenhänge zu verstehen und vor allem die Menschen zu sehen, die davon betroffen sind. Mehr zu Dr. med. Christoph Zerm: http://www.dr-zerm.de/ FGM-Fortbildung – die Lernplattform zu FGM/Cfür medizinische Fachkräfte Mehr zu Sanata Doumbia-Milkereit: https://www.instagram.com/suis_sanna/ Mehr zu Sinja Michel: https://www.instagram.com/sinja_michel/ Mehr zu Terre des femmes: https://frauenrechte.de/

  3. Sep 2

    #26 Sarah Nowicki: Kinderlosigkeit ist kein Plan-B-Leben

    Was passiert, wenn ein Lebensplan, der immer selbstverständlich erschien, plötzlich nicht mehr funktioniert? Für Sarah Nowicki war lange klar: Irgendwann werde ich Mutter. Nach einer Fehlgeburt, einer lebensbedrohlichen Eileiterschwangerschaft und den Diagnosen Endometriose und Adenomyose musste sie sich irgendwann mit einer Frage beschäftigen, auf die sie lange keine Antwort hatte: Wie kann mein Leben aussehen, wenn ich keine Mutter werde? Wir sprechen mit Sarah über unerfüllten Kinderwunsch, Verluste und die Identitätskrise, die sie dadurch erlebt hat. Darüber, wie einsam sich diese Erfahrungen anfühlen können und warum gut gemeintes Mitleid nicht immer das ist, was Betroffene brauchen. Aber wir sprechen auch über das Leben danach. Über den Abschied von alten Vorstellungen, einen neuen Blick auf den eigenen Körper und darüber, warum Kinderlosigkeit kein minderwertiges Leben und kein Trostpreis sein muss. Und wir fragen uns: Warum wird Frauen eigentlich noch immer so selbstverständlich unterstellt, dass Kinder zu einem erfüllten Leben dazugehören? Warum kann die Frage „Und, wann bekommt ihr Kinder?“ so verletzend sein? Und warum brauchen wir endlich ein vielfältigeres Bild davon, was Familie und ein gutes Leben bedeuten können? Eine Folge über unerfüllten Kinderwunsch, Kinderlosigkeit und die Erkenntnis, dass ein anderer Lebensweg nicht weniger wertvoll ist. Mehr zu Sarah Nowicki: https://www.instagram.com/kinderlos.gluecklich/ Coaching nach unerfülltem Kinderwunsch | Leben ohne Kinder neu gestalten Mehr zu Sinja Michel: https://www.instagram.com/sinja_michel/ Mehr zu Sanata Doumbia-Milkereit:                                                                                  https://www.instagram.com/suis_sanna/ Mehr zu Terre des femmes: https://frauenrechte.de/

  4. Aug 19

    #25 Theresa Fuchs: Wie wird man Feministin?

    Wie wird man eigentlich Feministin? Und muss man dafür schon alles über Feminismus wissen? In dieser Folge sprechen wir mit Theresa Fuchs über ihrenganz persönlichen Weg: vom eher unpolitischen Aufwachsen zwischen unterschiedlichen Rollenbildern bis zu ihrem heutigen Engagement als ehrenamtliche Vorständin bei Terre des femmes. Theresa erzählt, warum sie schon früh angefangen hat, vermeintliche Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen undwarum sich ihre eigene Haltung zu manchen feministischen Themen im Laufe der Jahre komplett verändert hat. Wir sprechen über Frauenrechte und Selbstbestimmung,Care-Arbeit und Karriere, Prostitution und das nordische Modell und darüber, warum sich junge Frauen und Männer politisch teilweise immer weiter voneinander entfernen. Aber es geht auch um die Frage, was jede und jeder selbstverändern kann. Denn Feminismus bedeutet nicht, 3000 Bücher gelesen zu haben oder in irgendein bestimmtes Bild passen zu müssen. Manchmal beginnt Veränderung einfach damit, neugierig zu sein, Fragen zu stellen und sicheinzumischen. Eine Folge über Feminismus, unterschiedliche Perspektivenund den Mut, die eigene Meinung immer wieder zu hinterfragen. Mehr zu der Städtegruppe Tdf in Stuttgard: https://www.instagram.com/sg_stuttgard_tdf Mehr zu Sinja Michel: https://www.instagram.com/sinja_michel/ Mehr zu Sanata Doumbia-Milkereit:                                                                                  https://www.instagram.com/suis_sanna/ Mehr zu Terre des femmes: https://frauenrechte.de/

  5. Aug 5

    #24 Menuja: Queer sein zwischen zwei Kulturen

    Was bedeutet es, zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen? Wie fühlt es sich an, die eigene queere Identität zu entdecken? Und warum brauchen Menschen Orte, an denen sie einfach sie selbst sein können? In dieser Folge von „MitStimmen“ sprechen wir mit Menuja. Auf Social Media setzt sie sich für queeren Feminismus, Antirassismus und Empowerment ein. Mit ihren Meetups schafft sie deutschlandweit Begegnungsräume für Menschen, die sich oft zum ersten Mal wirklich gesehen und verstanden fühlen. Menuja erzählt, wie sie ihre queere Identität entdeckt hat, warum ein Coming-out für jeden Menschen anders aussieht und weshalb Sicherheit dabei eine so wichtige Rolle spielt. Sie spricht über das Aufwachsen zwischen der tamilischen und der deutschen Kultur, über Zugehörigkeit, Privilegien, Vorbilder und darüber, wie Begegnungen dazu beitragen können, Vorurteile abzubauen und Menschen miteinander zu verbinden. Eine ruhige und persönliche Folge über Identität, Gemeinschaft und den Mut, den eigenen Weg zu gehen und darüber, warum Zuhören manchmal der erste Schritt zu mehr Verständnis ist. Mehr zu Menuja: https://www.instagram.com/herzensreise_mj/ Mehr zu Sinja Michel:⁠https://www.instagram.com/sinja_michel/⁠ Mehr zu Sanata Doumbia-Milkereit:                                                                                  https://www.instagram.com/suis_sanna/ Mehr zu Terre des femmes: https://frauenrechte.de/

About

„MitStimmen“ ist der feministische Podcast von Terre des Femmes. Wir glauben, dass gesellschaftliche Veränderungen dort beginnen, wo Menschen einander wirklich zuhören. Genau deshalb sprechen die Psychologinnen Sanata Doumbia-Milkereit und Sinja Michel mit Menschen, die unterschiedliche Perspektiven auf gesellschaftliche Themen mitbringen. Dabei geht es unter anderem um Feminismus, Demokratie, Rassismus, Gewalterfahrungen, Gesundheit, Vielfalt und Selbstbestimmung. Persönliche Erfahrungen treffen auf gesellschaftliche Fragen und eröffnen neue Blickwinkel. Wir sprechen nicht über Menschen, sondern mit ihnen. Dabei geht es nicht darum, zu überzeugen, sondern zuzuhören, zu verstehen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Jede Stimme zählt.