MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß!

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MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! ist ein Podcast, in dem wir in die Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihr begeistern lassen wollen. Folge für Folge nehmen wir uns einen Mikroorganismus vor, der durch einen besonderen Namen, eine lustige Geschichte oder eine spannende Fähigkeit hervorsticht und schauen uns an, was ihn so faszinierend macht! Kommt mit auf eine Reise in eine Welt, die für das bloße Auge unsichtbar und doch omnipräsent ist.

  1. 2d ago

    Desulforudis audaxviator

    Von Deutschland nach Island, in den Krater des Vulkans Snaefellsjökull, durch tiefe Höhlen und unterirdische Meere, durch einen Lavastrom auf Stromboli – diesen Weg legen die Protagonisten in Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ zurück. Die Mikrobe um die es in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! hat es zwar nicht ganz zum Mittelpunkt der Erde geschafft, harrt aber in 1.5 bis 3 km Tiefe unter der Erdkruste in vollkommener Dunkelheit und Abwesenheit von Sauerstoff aus. Die Rede ist von Desulforudis audaxviator, benannt nach dem „wagemutigen Reisenden“ aus einer Inschrift aus Jules Vernes Roman, einer Mikrobe, die ein außergewöhnliches Ökosystem auf nur einem Genom vereint. Kapitel 00:00 – Intro 00:37 – Die Reise zum Mittelpunkt der Erde 02:33 – Desulforudis audaxviator – Erstbeschreibung und Benennung 05:33 – Leben in der Dunkelheit – Wie sich D. audaxviator an seine Nische angepasst hat 09:03 – Ein ganzes Ökosystem auf einem Genom 10:18 – D. audaxviator als lebendes Mikrofossil 12:10 – Fazit und Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… „Descende, audax viator, et terrestre centrum attinges“ lautet eine Inschrift in Jules Vernes „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde. Nach dem audax viator, dem wagemutigen Reisenden ist auch eine Mikrobe genannt. Desulforudis audaxviator lebt in 1.5 bis 3 km Tiefe unter der Erdoberfläche in kompletter Abwesenheit von Licht, Sauerstoff und organischen Materialien. Auf dem Genom von D. audaxviator sind alle Proteine codiert, die es braucht, um Energie zu gewinnen, gezielt zu Nährestoffen zu navigieren, Kohlenstoff und Stickstoff aus der nährstoffarmen Umgebung zu ziehen. Für Forschende ein spannendes Beispiel für ein Ökosystem, in dem sich nur eine lebendige Komponente befindet, die ganz alleine überlebensfähig ist. In den vergangenen 165 Millionen Jahren hat sich am Genom dieses Mikroorganismus wenig geändert, auch wenn Populationen sich teilweise fast auf gegenüberliegenden Seiten der Erde befinden – ein echtes Erfolgsrezept also. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Chivian, D. u. a. (2008), Science, 322(5899), S. 275–278. Karnachuk, O.V. u. a. (2019), The ISME Journal, 13(8), S. 1947–1959. Lindsay, M.R. u. a. (2024), Proceedings of the National Academy of Sciences, 121(15), S. e2309636121. Becraft, E.D. u. a. (2021), The ISME Journal, 15(10), S. 2830–2842.   Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

  2. Aug 4

    Mycoplasma laboratorium

    Mikroben sind ja bekanntlich klein – sehr klein sogar. Aber was ist eigentlich die kleinste Mikrobe der Welt? Diese Frage kann ich in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! nicht beantworten. Ihr könnt mich aber zumindest bei der Recherche begleiten und von den spannenden Geschichten hören, über die ich bei der Suche nach der kleinsten Mikrobe gestolpert bin. Beispielsweise, die Geschichte, wie aus einer Mikrobe mit einem winzigen Genom, Mycoplasma genitalium, ein synthetischer Mikroorganismus wurde, der neben JCVI-syn1.0 oder Mycoplasma laboratorium eben auch den Namen Synthia trägt. Kapitel 00:00 – Intro 01:24 – Die Jagd nach der kleinsten Mikrobe 04:21 – Leben am Minimum 05:33 – M. genitalium – Minimikrobe mit Minigenom 08:44 – Der Weg zum Minimalgenom 10:24 – Die Geburtstunde von Synthia 14:03 – Fazit und Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Die Frage nach der kleinsten Mikrobe der Welt ist unglaublich schwer zu beantworten. Bei so kleinen Größenordnungen stoßen wir schnell an die Grenzen dessen, was noch als Lebewesen zählt Das kleinste bislang bekannte und anerkannte Bakterium ist Mycoplasma genitalium. Mit nur 300 nm Durchmesser ist es etwa 10-fach kleiner als E. coli und hat ein winziges Genom von nur knapp 600.000 Basenpaaren. Forschende um J. Craig Venter erzeugten auf Basis von M. genitalium den synthetischen Organismus JCVI-syn1.0 oder M. laboratorium Synthia. Sie ermittelten, welche Gene das Bakterium zum Überleben braucht, und konstruierten nur aus diesen ein Genom. Damit gelang es ihnen, einen überlebensfähigen synthetischen Organismus zu schaffen. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Übersichtsartikel zu kleinen Mikroorganismen Velimirov, B. (2001), Microbes and Environments, 16(2), S. 67–77. Martel, J. und Young, J.D.-E. (2008), PNAS, 105(14), S. 5549–5554. Glass, J.I. u. a. (2017), Cold Spring Harbor Perspectives in Biology, 9(12), S. a023861. Mycoplasma, Carsonella und Nanoarcheum Waites, K.B. und Bébéar, C. (2023), ClinMicroNow. John Wiley & Sons, Ltd, S. 1–23. Nakabachi, A. u. a. (2006), Science, 314(5797), S. 267–267. Huber, H. u. a. (2002), Nature, 417(6884), S. 63–67. Zum Genom von Mycoplasma und der Konstruktion von Synthia Fraser, C.M. u. a. (1995), Science, 270(5235), S. 397–404. Glass, J.I. u. a. (2006), PNAS, 103(2), S. 425–430. Gibson, D.G. u. a. (2010), Science, 329(5987), S. 52–56. Hutchison, C.A. u. a. (2016), Science, 351(6280), S. aad6253. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop Hinterlasse gerne eine Bewertung

  3. Jul 21

    Saccharomyces carlsbergensis

    Ohne sie gäbe es kein Pils, kein Helles und kein Märzen: Saccharomyces pastorianus – auch bekannt unter ihrem historischen Namen Saccharomyces carlsbergensis – ist die wohl bedeutendste Bierhefe der Welt. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! geht es um die Geschichte ihrer Entdeckung und die Entstehung des Lagerbiers. Und wer sich schon immer mal gefragt hat, was eigentlich obergärige und untergärige Biere sind, wie alkoholfreie Biere hergestellt werden oder was der Unterschied zwischen alkoholfrei und 0,0% auf dem Etikett bedeutet, findet hier die Antwort! Kapitel 00:00 – Intro 02:54 – Eine kurze Geschichte der Braukultur 07:15 – Obergärige vs. untergärige Biere 09:45 – S. carlsbergensis – ein ungewöhnliches Hybrid 11:16 – Carlsberg Original 1883 Rebrew 12:22 – Herstellung alkoholfreier Biere 17:06 – Zusammenfassung und Fazit Was ihr in dieser Folge lernen konntet… S. carlsbergensis ist eine der bedeutendsten Bierhefen der modernen Braukultur. Als Hybrid aus S. cerevisiae und der in Patagonien gefunden S. eubayanus, ist diese Hefeart für die Fermentation untergäriger Biere verantwortlich. Erstmals isoliert wurde die Hefe 1883 durch Emil Christian Hansen im Labor der Carlsberg Brauerei in Kopenhagen. Er nannte die Mikrobe 1908 S. carlsbergensis, eigentlich trug sie aber bereits den Namen S. pastorianus, der heute noch die offiziell anerkannte Bezeichnung ist. Obergärige Hefen bleiben in Sprossverbänden zusammen und erhalten durch die Kohlensäure Auftrieb, schwimmen im Brauansatz also oben, während untergärige Hefen eher zur Sedimentation neigen. Durch unterschiedliche Fermentationstemperaturen unterscheiden sich die Geschmacksprofile teils deutlich. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Historischer Rückblick Barnett, J.A. und Barnett, L. (2011) Yeast research: a historical overview. ASM press. Allgemeines zu Brauhefen Boulton, C. und Quain, D. (2013) Brewing Yeast and Fermentation. John Wiley & Sons. Gibson, B.R. a. (2013), Yeast, 30(7), S. 255–266. Entwicklung und Genetik von S. carlsbergensis Gallone, B. a. (2018), Current Opinion in Biotechnology, 49, S. 148–155. Hutzler, M. a. (2023), FEMS Yeast Research, 23, S. foad023. Libkind, D. a. (2011), Proceedings of the National Academy of Sciences, 108(35), S. 14539–14544. Nakao, Y. a. (2009), DNA Research, 16(2), S. 115–129. Historisches Re-Brew-Projekt Newsroom » Carlsberg Research Lab Rebrews the Father of Quality Beers « Carlsberg Group Alkoholarme und alkoholfreie Biere Brányik, T. a. (2012), Journal of Food Engineering, 108(4), S. 493–506.

  4. Jul 7

    Noctiluca scintillans

    Sommerzeit ist Ferienzeit! Und nach ein paar warmen Tagen am Meer, kann es durchaus sein, dass man in das Vergnügen kommt, Meeresleuchten beobachten zu können. Wie dieses besondere Phänomen entsteht und welche Geheimnisse eine der verantwortlichen Mikroben, Noctiluca scintillans, noch so birgt – das erfahrt ihr in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! Kapitel 00:00 – Intro 02:02 – Noctiluca scintillans – ein ungewöhnlicher Dinoflagellat 03:09 – Die Entstehung des Leuchtens und wie es vor Fressfeinden schützt 06:31 – N. scintillans, die Planktonangel und grüne Endosymbionten 09:51 – Red Tides, Gefahr durch N. scintillans 10:33 – Fazit und Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Noctiluca scintillans ist mitverantwortlich für die Entstehung des Meeresleuchtens. Zur Verteidigung gegen Fressfeinde besitzt der Dinoflagellat Scintillons, Organellen, in denen Luciferin oxidiert wird. Dabei wird Licht frei, dass Fressfeinde abschrecken, deren Fressfeinde anlocken oder eben durch Menschen als Meeresleuchten wahrgenommen werden kann. Noctiluca scintillans gehört zu den Dinoflagellaten und schwimmt als Plankton relativ passiv im Meer herum. Seine Nahrung, ebenfalls Plankton, fischt es mithilfe klebriger Mucusfäden aus dem Wasser. Einige Zellen von Noctiluca scintillans gehen auch eine Symbiose mit photosynthesefähige Pedinomonas noctiluca ein. Dann werden die eigentlich rot pigmentierten Zellen grün. Grüne und rote Noctiluca scintillans unterscheiden sich in ihrer globalen Verteilung. In hohen Konzentrationen lösen sie nicht nur Meeresleuchten auch, sondern auch „rote Tiden“, die durch erhöhte Ammonium- und niedrige Sauerstoffkonzentrationen zu Fisch- und Korallensterben führen. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Taxonomie, Morphologie und Verbreitung Harrison, P.J. et al. (2011), Chinese Journal of Oceanology and Limnology, 29(4), pp. 807–831. Ollevier, A. et al. (2021), Frontiers in Marine Science, 8. Ernährung und Endosymbiose Kiϕrboe, T. and Titelman, J. (1998), Journal of Plankton Research, 20(8), pp. 1615–1636. Saito, H., Furuya, K. and Lirdwitayaprasit, T. (2006), Plankton and Benthos Research, 1(2), pp. 97–101.  Biolumineszenz Valiadi, M. and Iglesias-Rodriguez, D. (2013), Microorganisms, 1(1), pp. 3–25. Ökologische Bedeutung Fonda Umani, S. et al. (2004), Journal of Plankton Research, 26(5), pp. 545–561. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

  5. Jun 23

    Nostoc commune

    Es sieht aus, als hätte ein Regenschauer grüne Gallerte vom Himmel fallen lassen. Kein Wunder also, dass Nostoc commune über Jahrhunderte Namen wie „Sternenrotz“ oder „Hexenspei“ erhielt. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß!  erkunden wir die Facetten dieses außergewöhnlichen Cyanobakteriums, von seinen spezialisierten Zelltypen, seinen Fähigkeiten zur interzellulären Kommunikation und seiner Zusammenarbeit mit Pflanzen bis hin zu seiner Rolle in der Evolution des Lebens und modernen biotechnologischen Anwendungen. Kapitel 00:00 – Intro 01:02 – Nostoc commune – der rätselhafte Sternenrotz 04:17 – Exkurs: Cyanobakterien und ihre Bedeutung in der Erdgeschichte 08:36 – Arbeitsteilung bei Nostoc commune 13:19 – Nostoc als Symbiont für Pflanzen 15:02 – Die Teichpflaume und Nostoc als Delikatesse 16:58 – Nostoc in Forschung und Biotechnologie 18:18 – Zusammenfassung und Fazit Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Nostoc commune wirkt wie ein geheimnisvoller Schleimklumpen, ist aber tatsächlich ein Cyanobakterium, das bereits vor dem Regen auf dem Boden lebt. Erst wenn seine wasserbindende Schleimschicht aufquillt, wird die Kolonie als gallertartige Masse sichtbar. Nostoc commune zeigt komplexe Formen der Zusammenarbeit. Innerhalb langer Zellketten übernehmen verschiedene Zelltypen unterschiedliche Aufgaben wie Photosynthese, Stickstofffixierung oder das Überdauern extremer Umweltbedingungen. Cyanobakterien gehören zu den wichtigsten Organismen der Erdgeschichte. Sie trugen zur Anreicherung von Sauerstoff in der Atmosphäre bei, stehen vermutlich am Ursprung der Chloroplasten in Pflanzen und sind bis heute wichtige Akteure in vielen Ökosystemen. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Allgemeines und Pressemitteilung der VAAM Mikrobe des Jahres 2014 / VAAM - Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V. Dersch, P. et al. (2022) Allgemeine Mikrobiologie. 11., vollständig überarbeitete Auflage. Edited by G. Fuchs, M. Bramkamp, and H.G. Schlegel. Stuttgart New York: Georg Thieme Verlag (Thieme eRef). Engelhardt, H. (2014), BIOspektrum, 20(2), pp. 234–235. Potts, M. (1997) , International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology, 47(2), pp. 584–584. Ausdifferenzierung verschiedener Zelltypen Flores, E. and Herrero, A. (2010), Nature Reviews Microbiology, 8(1), pp. 39–50. Symbiose mit Pflanzen Álvarez, C. et al. (2023), Journal of Experimental Botany, 74(19), pp. 6145–6157. Biotechnologie und Zukunftsaussichten Onyeaka, H. et al. (2025), Sustainable Microbiology, 2(4), p. qvaf025. Kimura, Y. et al. (2016), Eco-Engineering, 28(2), pp. 43–51.

  6. Jun 9

    Caballeronia insecticola

    Eine Mikrobe, die Käfer befällt und ihnen dadurch nicht schadet, sondern sie stärker, größer und ausdernder macht? Was nach Katastrophenfilm klingt, ist tatsächlich Wirklichkeit. Caballeronia insecticola lebt ihm Darm des Bohnenkäfers Riptortus pedestris und hilft diesem bei der Vermehrung und Ausbreitung. Um das zu bewerkstelligen, wendet das Bakterium eine ungewöhnliche Fortbewegungsmethode an. Die Flagellen eng um den Leib geschlungen, dreht sich das Bakterium wie ein kleiner Bohrkopf durch enge Passagen im Darm des Käfers. Wie genau das funktioniert und was die Beziehung zwischen Bakterium und Käfer noch so bereithält, erfahrt ihr in der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! Kapitel 00:00 – Intro 02:06 – R. pedestris, der Bohnenkäfer und die Auswirkungen von C. insecticola 05:29 – Wie C. insecticola seinen Wirt besiedelt 08:07 – C. insecticola und seine ungewöhnliche Fortbewegung 10:47 – Zusammenfassung und Fazit Was ihr in dieser Folge lernen konntet… · Caballeronia insecticola lebt in einer symbiontischen Beziehung mit dem Bohnenkäfer Riptortus pedestris. Die Käfer profitieren durch eine bessere Ausbreitung und Vermehrung. · C. insecticola besidelt den Darm des Käfers. Um in die spezialiserten Darmkrypten vordingen zu können, muss die Mikrobe eine enge Passage überwinden. Dafür wickelt sich das Bakterium die Flagellen um den Leib und dreht sich wie ein Bohrkopf durch den engen Durchgang. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Erstbeschreibung und Reklassifizierung Takeshita, K. et al. (2018), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 68(7), pp. 2370–2374. Dobritsa, A.P. and Samadpour, M. (2019), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 69(7), pp. 2057–2063. Auswirkungen von C. insecticola auf R. pedestris Jung, M. and Lee, D.-H. (2023), J. Asia-Pac. Entomol., 26(2), p. 102085. Kho, J.-W., Jung, M. and Lee, D.-H. (2024), J. Insect Sci., 24(5), p. 5. Entwicklung der Darmkrypten Kikuchi, Y. et al. (2020), The ISME J., 14(7), pp. 1627–1638. Flagellare Umwicklung zur Fortbewegung Yoshioka, A. et al. (2026), Nat. Commun., 17(1), p. 713.

  7. May 26

    Escherichia coli

    Es ist wohl einer der bekanntesten und wichtigsten Mikroorganismen der Wissenschaftsgeschichte: Escherichia coli. Millionen dieser Bakterien leben in unserem Darm und spielen dort eine wichtige Rolle für das mikrobielle Gleichgewicht. Gleichzeitig ist E. coli ein absolutes Arbeitspferd der modernen Molekularbiologie und prägt bis heute Forschung, Gentechnik und Biotechnologie. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! sprechen wir über die Entdeckung des Bakteriums, seinen Weg zum Modellorganismus und seine vielfältige Anwendung. Kapitel 00:00 – Intro 01:19 – Erstbeschreibung von Escherichia coli 03:32 – E. coli und Homo sapiens – eine lebenslange Beziehung 04:41 – E. coli als Krankheitserreger 08:11 – Der Weg E. colis zum Star der Molekularbiologie 15:18 – Zusammenfassung und Fazit Was ihr in dieser Folge lernen konntet… E. coli ist eines der bedeutendsten Bakterien in der Forschungslandschaft. Seine Verfügbarkeit, leichte Kultivierbarkeit und Fähigkeit Fremd-DNA aufzunehmen und zu nutzen, machten das Bakterium in den vergangenen 100 Jahren zu einem wahren Arbeitspferd der Molekularbiologie und Biotechnologie. Insgesamt gibt es mehrere hundert verschiedene Stämme, die in der Spezies E. coli zusammengefasst sind. Als Darmbakterium ist E. coli ein bedeutender Bestandteil der Darmflora, hilft vermutlich bei der Erstkolonisierung von Neugeborenen und beeinflusst unseren Alltag. Gelangt es auf Nahrungsmittel oder Gewässer, kann das Bakterium schwere Erkrankungen auslösen. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Erstbeschreibung und Benennung Escherich, T. (1886). Enke. Castellani, A., & Chalmers, A. J. (1920). W. Wood. Migula, W. (1895). W. Engelmann. Bielaszewska, M. et al. (2011), The Lancet Infectious Diseases, 11(9), pp. 671–676. Mikrobiologischer Überblick und historischer Rückblick Eitinger, T. (2014) Allgemeine Mikrobiologie. 9. Edited by G. Fuchs and H.G. Schlegel. Georg Thieme Verlag. Blount, Z.D. (2015), eLife, 4, p. e05826. Ruiz, N. and Silhavy, T.J. (2022), Journal of Bacteriology, 204(9), pp. e00230-22. Genomsequenzierung Blattner, F.R. et al. (1997), Science, 277(5331), pp. 1453–1462. Rolle als Darmbakterium Eckburg, P.B. et al. (2005), Science, 308(5728), pp. 1635–1638. Foster-Nyarko, E. and Pallen, M.J. (2022), FEMS Microbiology Reviews, 46(3).  E. coli auf Münzgeld Angelakis, E. et al. (2014), Future Microbiology, 9(2), pp. 249–261.   Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro! Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

  8. May 12

    Methanocaldococcus jannaschii

    Welches ist das schnellste Lebewesen der Welt? Der Gepard, der mit bis zu 120 km/h sprinten kann? Der Wanderfalke, der im Sturzflug bis zu 350 km/h erreicht? Oder liegt die Antwort vielleicht doch in der Welt der Mikroben? In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! lernen wir Methanocaldococcus jannaschii kennen, eine Archaee, die alle Geschwindigkeitsrekorde knackt. Mit bis zu 500 Körperlängen pro Sekunde schießt sie durch die Welt der hydrothermalen Quellen am Meeresgrund. Wie das geht und warum die Archaee das braucht? Hört rein und findet es heraus! Kapitel 00:00 – Intro 00:36 – Das schnellste Lebewesen der Welt – eine Mikrobe? 04:33 – Hydrothermale Quellen als Lebensraum 06:34 – Wie und warum Methanocaldococcus jannaschii so schnell ist 09:16 – Hydrothermale Quellen als Ursprung des Lebens 11:17 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Das schnellste Lebewesen der Welt ist die Archaee M. jannaschii. Mit 500 Körperlängen pro Sekunde erreicht es Rekordgeschwindigkeiten, zumindest wenn man die Geschwindigkeit auf die Größe des Lebewesens skaliert. Methanocaldococcus lebt in hydrothermalen Quellen. Seine Geißeln können die Archaee in den Mineraltürmen verankern, aber auch helfen, sollte die Mikrobe ins umgebende Meer gespült werden. Dann kann sie schnell wieder zu einem Ort mit heißerem Wasser zurückschwimmen. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Pressemeldung der Uni Regensburg ‘Die schnellsten Lebewesen der Welt’ Erste Beschreibung und Genom von M. jannaschii Jones, W.J. et al. (1983), Archives of Microbiology, 136(4), pp. 254–261. Thennarasu, S. et al. (2013), Genome Announc, 1(4), pp. e00481-13. Schwimmverhalten von M. jannaschii Herzog, B. and Wirth, R. (2012), Appl. Environ. Microbiol., 78(6), pp. 1670–1674. M. jannaschii am Ursprung des Lebens Helmbrecht, V. et al. (2025), Nat Ecol Evol, 9(5), pp. 769–778.   Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

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MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! ist ein Podcast, in dem wir in die Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihr begeistern lassen wollen. Folge für Folge nehmen wir uns einen Mikroorganismus vor, der durch einen besonderen Namen, eine lustige Geschichte oder eine spannende Fähigkeit hervorsticht und schauen uns an, was ihn so faszinierend macht! Kommt mit auf eine Reise in eine Welt, die für das bloße Auge unsichtbar und doch omnipräsent ist.

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