Why Real Estate?

Oliver Küppers

Hallo und herzlich Willkommen zu „Why Real Estate?“. Menschen interessieren sich für Menschen und deshalb treffe ich mich mit Menschen aus der Immobilienbranche und spreche mit ihnen darüber, warum sie sie in der Branche arbeiten, wie es dazu kam, was sie antreibt und wie sie so ticken. Ich freue mich auf die Menschen, die ich treffen darf. Auf ihre Geschichten. Auf die Entdeckungsreisen, die wir gemeinsam machen werden.

  1. 4d ago

    Sonja Seubert: "So mutig wie ich tue, bin ich nicht."

    Sonja Seubert ist ohne Eltern bei ihren Großeltern aufgewachsen, dazwischen zwei Jahre im Heim. Der Urlaub ging immer nach Holland, in die Dünen, zu einem Haus auf Stelzen mit dem besten Softeis. Einmal ist sie dort verschwunden, weil sie den falschen Eingang genommen hatte. Ihr Opa hat stundenlang gesucht. Alleingänge, sagt sie heute, macht sie manchmal immer noch. Dieser Opa war Eisenbahner und in russischer Gefangenschaft gewesen, hörte Marschmusik im Auto und wählte CDU. Ein Stück altes Patriarchat, sagt sie selbst. Und ausgerechnet er hat sie zu einer emanzipierten Frau erzogen, weil er in ihr sah, was er in seinen beiden Söhnen nicht gesehen hat. Mit vier Jahren brachte er ihr das Lesen bei. Sie war die Erste in der Familie mit Abitur, die Erste mit Studium. Als sie 21 war, wurde er pflegebedürftig. Sie hat ihn gepflegt, seine Beerdigung organisiert und danach sechs Jahre lang ihre Großmutter versorgt – neben Studium, drei Nebenjobs und einem Praktikum bei der Commerzbank, für das sie morgens um fünf nach Frankfurt pendelte. Für Trauer war in dieser Zeit kein Platz. Als Belastung hat sie es trotzdem nie gesehen, sondern als Geschenk. Mit ihrer Großmutter ist sie jede Woche in ein anderes Restaurant gegangen: indisch, asiatisch, afrikanisch. Ihr Opa war mit Essen schwierig gewesen. Studiert hat sie deutsche Sprachgeschichte, Kunstgeschichte und Psychologie, Linguistik als Hauptfach, unter den zehn Besten in Deutschland. Ein Stipendium lag in Reichweite, eine Promotion wäre möglich gewesen. Stattdessen wurde es die Bank, über eine Bewerbung, die eigentlich ihre Freundin schreiben wollte und die Sonja halbherzig selbst verfasste, inklusive Rechtschreibfehlern. Man hat sie trotzdem eingeladen. Oder deswegen?! Aus dem Praktikum wurden zehn Jahre: Dresdner-Bank-Integration, Reden für den Vorstand, die Abbaukommunikation der Eurohypo für zweitausend Menschen, Compliance, Commerz Real. Den Unterschied zwischen einer Anleihe und einer Aktie kannte sie am Anfang nicht. Sie hat den Gabler wie ein Vokabelheft auswendig gelernt. Mit 33 drückte sie Reset: Ehe im Guten beendet, Job gekündigt, ohne Möbel nach Berlin. Zehn Jahre später zog sie nach vier Monaten Beziehung von Berlin nach Goldbach bei Aschaffenburg. Heute führt sie gemeinsam mit Holger Friedrichs die PB3C, eine der bekanntesten Kommunikationsberatungen der Immobilien- und Finanzwirtschaft. Über sich selbst sagt sie, sie sei das trojanische Pferd der Branche – wie Casper aus der Kiste, erst drin, dann anders. Ein Gespräch über eine Kindheit, in der Verantwortung früher kam als alles andere, über zehn Jahre Konzern und einen Umzug ohne Möbel, über die Frage, warum jemand, der beruflich andere positioniert, sich selbst nicht positionieren kann, und über einen Appell: Hört auf mit dem Ellenbogen.   Wir danken dem Uerige in Düsseldorf für die Beretschaft, dass wir dort diese Aufnahme machen durften.   Sonja Seubert auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sonja-seubert-a8140b99/   Mein Gedöns Oliver Küppers auf LinkedIn: https://bit.ly/OKs_LinkedIN Why Real Estate? auf LinkedIn: https://bit.ly/WRE_LinkedIN Why Real Estate? auf Instagram: https://bit.ly/WRE_Insta Why Real Estate? WhatsApp Kanal: https://bit.ly/WRE_WApp Why Real Estate? Spotify Gästeplaylist:https://bit.ly/4t0UldC   Podcast Design: Tim Schmitz – Stillewacht –https://bit.ly/WRE_Design Musik: David Cutter, Chocolate Box –https://bit.ly/WRE_Music

    Sonja Seubert: "So mutig wie ich tue, bin ich nicht."
  2. Oct 14

    Aygül Özkan: "Ich will nicht dumm sterben."

    Aygül Özkan ist in Hamburg aufgewachsen, mitten in der Großstadt, zwischen Kreuzungen und Nahverkehr. Der Vater kam 1963 aus Ankara, machte sich nach Jahren bei der Bundespost mit einer Änderungsschneiderei selbständig. Die Mutter arbeitete mit. Reich war die Familie nicht. Aber mittwochs ging die Mutter mit den Töchtern in die Bücherhalle, zu Fuß, jede Woche, ohne Ausnahme. Ein Tipp der deutschen Nachbarn. Aygül sagt heute, das sei eine der Grundlagen dessen, was aus ihr geworden ist. Nach der vierten Klasse empfahl die Grundschullehrerin dieHauptschule. Die Begründung, Jahre später nachgefragt: Familien mit Migrationshintergrund gingen ja ohnehin zurück. Der Vater setzte sich darüber hinweg, ging mit dem Zeugnis zur Direktorin des nahegelegenen Gymnasiums undfragte. Die sagte ja. Es wurde ein Abitur mit 1,6 und ein Jurastudium. Die Grundschullehrerin sagte später: Ich habe mich geirrt. Dann siebzehn Jahre Wirtschaft – Deutsche Telekom, TNT,später die Deutsche Bank. Dazwischen, von 2010 bis 2013, Ministerin in Niedersachsen mit sechs Ressorts, darunter Bau. Es war die kürzeste Phase ihres Berufslebens und die, die bis heute hängen bleibt. In die Immobilienwirtschaft kam sie über einen Umweg: Städtebau und Wohnungsbauförderung im Ministerium, die Stiftung Lebendige Stadt, sechs Jahre Immobilienfinanzierung bei der Deutschen Bank und dann ein Anruf aus dem eigenen Netzwerk. Heute ist sie Hauptgeschäftsführerin des ZIA. Sie beschreibt ihren Job ohne das Wort Verband so: die richtigen Menschen mit den richtigen Themen zusammenbringen. Und sie sagt, sie wolle nicht dumm sterben. Ein Gespräch über eine Bücherhalle am Mittwochnachmittag,über einen Vater, der nicht lockerließ, über einen Heiligabend ohne Weihnachten und einen Aufruf mehr einander zuzuhören und die Dinge herauszustellen, die verbinden.   Aufgezeichnet am dritten Messetag der Expo Real 2026 inMünchen. Die Hintergrundgeräusche gehören dazu.   Aygül Özkan auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/ayguel-oezkan/ ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss:https://zia-deutschland.de Lebenslauf und Mandate: https://aygueloezkan.de   Mein Gedöns Oliver Küppers auf LinkedIn: https://bit.ly/OKs_LinkedIN Why Real Estate? auf LinkedIn: https://bit.ly/WRE_LinkedIN Why Real Estate? auf Instagram: https://bit.ly/WRE_Insta Why Real Estate? WhatsApp Kanal: https://bit.ly/WRE_WApp Why Real Estate? Spotify Gästeplaylist:https://bit.ly/4t0UldC   Podcast Design: Tim Schmitz – Stillewacht –https://bit.ly/WRE_Design Musik: David Cutter, Chocolate Box –https://bit.ly/WRE_Music

    Aygül Özkan: "Ich will nicht dumm sterben."
  3. Oct 7

    Expo Real 2026: Fragenhagel Special

    Drei Tage, ein Mikrofon, zwei Moderationskarten. Auf der Expo Real 2026 habe ich fünfzehn ehemalige und zukünftige Gäste von Why Real Estate? getroffen und ihnen jeweils ca. vier Minuten lang Fragen an den Kopf geworfen. Welche Karte sie bekamen, haben sie selbst gezogen. Verdeckt, ohne zu wissen, was darauf steht. Es ging kein einziges Mal um den Marktdaten, sondern um Schuhe, Schlafstunden, geschüttelte Hände, vertauschte Mäntel und die Frage, wem man am Ende dieser drei Tageeigentlich danken möchte. Zusammen bringen die fünfzehn weit über zweihundert Expo Reals mit. Was dabei herauskommt, ist ein ungeplanter Stimmungsbericht. Auf die Frage nach der größten Lüge dieser Messe antworten fünfzehn Menschen unabhängig voneinander fast wortgleich. Auf die Frage, ob die Expo Lust oder Last ist, antworten sie ebenso einhellig, nur in die andere Richtung. Und auf die Frage, ob das hier die beste Expo Real aller Zeiten war, sagen fast alle Nein, bleiben aber trotzdem gern. Mit dabei: Alexander Heinzmann, Andy Dietrich, Aygül Özkan, Eva Seeber, Felix von Saucken, Helmut Weih, Kim Köhler, Martin Rodeck, Max Schultheis, Simone Ulmer, StefanieLütteke, Stefanie Saß, Susanne Hügel, Thomas Beyerle und Thomas Herr.   Aus der Folge: 🎙️ Ein Heiratsantrag auf der Expo Real 🎙️ Vier Tage mit dem Fahrrad von Straßburg nach München, über Biberach 🎙️ Der falsche schwarze Mantel und die Frau, die ihn am nächsten Abend zurückbekam 🎙️ 48,5 geschüttelte Hände 🎙️ Pinguine in Dunkelblau: wie man einem Erstklässler die Expo Real erklärt   Die Gäste auf LinkedIN Simone Ulmer: https://www.linkedin.com/in/simone-ulmer/ Kim Köhler: https://www.linkedin.com/in/kim-adriana-k%C3%B6hler/ Martin Rodek: https://www.linkedin.com/in/martinrodeck/ Stefanie Lütteke: https://www.linkedin.com/in/stefanie-luetteke-dreso/ Susanne Hügel: https://www.linkedin.com/in/dr-susanne-h%C3%BCgel-6242619a/ Eva Seeber: https://www.linkedin.com/in/eva-seeber-71738858/ Felix von Saucken: https://www.linkedin.com/in/felix-von-saucken-563075108/ Thomas Herr: https://www.linkedin.com/in/thomas-herr-ab0a6ba/ Helmut Weih: https://www.linkedin.com/in/helmut-weih-49960b19/ Aygül Özkan: https://www.linkedin.com/in/ayguel-oezkan/ Andy Dietrich: https://www.linkedin.com/in/andy-dietrich/ Thomas Beyerle: https://www.linkedin.com/in/prof-dr-thomas-beyerle-42670112/ Alexander Heinzmann: https://www.linkedin.com/in/alexander-heinzmann-096639101/ Max Schultheis: https://www.linkedin.com/in/max-schultheis-3317ab5b/     Mein Gedöns   Oliver Küppers auf LinkedIn: https://bit.ly/OKs_LinkedIN Why Real Estate? Auf LinkedIn: https://bit.ly/WRE_LinkedIN Why Real Estate? auf Instagram: https://bit.ly/WRE_Insta Why Real Estate? WhatsApp Kanal: https://bit.ly/WRE_WApp   Why Real Estate? Spotify Gästeplaylist: https://bit.ly/4t0UldC     Podcast Design: Tim Schmitz - Stillewacht - https://bit.ly/WRE_Design Musik: David Cutter, Chocolate Box - https://bit.ly/WRE_Music

    Expo Real 2026: Fragenhagel Special
  4. Oct 1

    Christoph Schäfer: "Mir geht es nicht darum anderen etwas zu beweisen."

    Christoph Schäfer ist in Walluf aufgewachsen, an der Pforte zum Rheingau. Klassisches Elternhaus, katholisch, Messdiener. Der Vater flog als Lufthansa-Kapitän Langstrecke und war fünf Tage die Woche weg, die Mutter war Lehrerin für Politik, Geschichte und Französisch. Auf dem Frühstückstisch lagen drei Zeitungen. Das, sagt erheute, war die Vorprägung. 1998 war er 18 und durfte zum ersten Mal wählen. DIE ZEIT titelte „Zeit für den Wechsel", und dieser eine Artikel drehte seine Wahlentscheidung. Ab da war klar: Journalismus. Zu Hause löste das keine Begeisterung aus. Der Vater sah ihn auf direktem Weg in die Armut, der ältere Bruder studierte Medizin. Und dann belauschte er das Telefonat seiner Mutter:„Der Stefan studiert Medizin." Pause. Und dann, nur noch halblaut ins Telefon genuschelt: „Ja, der Christoph. Der meinte Journalismus." Dann Journalistik in Dortmund, Volontariat bei der Süddeutschen, Politikredakteur. Mit 29 das Angebot vom Stern: operative Leitung der siebtgrößten Nachrichtenseite Deutschlands. Zwei Jahre später kam die Medienkrise. Der Anruf, dass es nicht weitergeht, kam abends, zwei Tage vorVertragsende. Keine Abfindung, keine Entschuldigung. Abitur 1,0, Diplom 1,1, Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung – und plötzlich die Frage, wovon die nächste Miete bezahlt wird. Danach elf Jahre F.A.Z., zuletzt Ressortleiter Wirtschaft und Finanzen. Insgesamt 16 Jahre Journalismus. In die Immobilienbranche kam er nicht über ein Grundstück,sondern über die Miete. Seine Immobilienartikel hatten vier- bis fünfmal so viele Leser wie alles andere. Alle hielten ihn für einen begnadeten Journalisten. Er sagt von selbst dazu: Es lag auch am Thema. Heute ist er Partner und Geschäftsführer bei Feldhoff & Cie. Ein großer Teil seiner Arbeit sind Sondersituationen: 16 Großprojekte allein in diesem Jahr, fast immer Insolvenzen. Sein Anruf des Jahres kam an einem Freitag um halb vier, von einem fremden Geschäftsführer, der gerade vom Amtsgericht kam. Seine Rolle vergleicht er mit der eines Arztes. Kalt bleiben, sagt er, kann dabei niemand. Ein Gespräch über ein Telefonat, das er nicht hören sollte,über einen Chefredakteur, der ihn sein bestes Pferd im Stall nannte und dann nie wieder anrief, über die Frage, was man einem Menschen sagt, der gerade sein Lebenswerk verliert und über 999 Glühbirnen, die nicht funktioniert haben. Christoph Schäfer auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/chschaefer/   Mein Gedöns Oliver Küppers auf LinkedIn: https://bit.ly/OKs_LinkedINWhy Real Estate? auf LinkedIn: https://bit.ly/WRE_LinkedINWhy Real Estate? auf Instagram: https://bit.ly/WRE_InstaWhy Real Estate? WhatsApp Kanal: https://bit.ly/WRE_WApp Why Real Estate? Spotify Gästeplaylist: https://bit.ly/4t0UldC Podcast Design: Tim Schmitz – Stillewacht – https://bit.ly/WRE_DesignMusik: David Cutter, Chocolate Box – https://bit.ly/WRE_Music

    Christoph Schäfer: "Mir geht es nicht darum anderen etwas zu beweisen."
  5. Sep 16

    Stefanie Lütteke: "Wenn sich eine Chance bietet, dann muss man zugreifen."

    Stefanie Lütteke ist in einer Kleinstadt zwischen Ruhrgebiet und Münster aufgewachsen. Sehr beschaulich, sagt sie. Und alles sehr geordnet. Dann, elfte Klasse, ein Stipendium des Deutschen Bundestages und ein Jahr in Utah. Sie nennt es den Türöffner in die große weite Welt. Und sagt dazu einen Satz, den man nicht oft hört: dass man dort gelernt hat, die eigene Identität auch mal hintenanzustellen. In diesem Jahr liest sie ein Buch. Nicht über Architektur, sondern über einen Architekten. Danach steht der Berufswunsch fest. Gegen den Rat ihres Vaters, der lieber "etwas Ordentliches" gesehen hätte. Diplom 2001, in einen Markt, in dem für Architekten praktisch nichts ging. Ein paar Jahre später ruft eine ehemalige Kollegin an und erzählt von einem Aufbaustudium in Helsinki. Stefanie überlegt zwölf Stunden und kündigt am nächsten Morgen. 2008 dann der Anruf, auf den sie gewartet hat: Drees & Sommer, Umbau der Deutschen Botschaft in Washington. Sie ist schon auf Wohnungssuche. Beim Termin zur Vertragsunterschrift erfährt sie, dass das Projekt gestoppt ist. Vierundzwanzig Stunden später sagt sie trotzdem zu. Achtzehn Jahre ist das her. Heute verantwortet sie als Partnerin die Region Nordrhein-Westfalen und seit September 2025 zusätzlich den Vorsitz des ULI in NRW, was sie in diesem Gespräch erst erwähnt, als ich sie darauf anspreche. Wir sprechen über eine Rundreise durch Kanada, die seit einem halben Jahr minutiös geplant ist, und über drei Entscheidungen, die sie jeweils über Nacht getroffen hat. Über Tennis und darüber, dass sie ganz gern gewinnt. Über die Frage, ob ein Mann jemals gefragt wurde, wo gerade seine Kinder sind. Über ein kleines Büchlein, das vor jeder Expo Real gefüllt wird. Über Angela Merkel und die Uneitelkeit. Und am Ende über das Thema, das ihr gerade am wichtigsten ist: dass die Immobilienwirtschaft Infrastruktur als Teil der eigenen Aufgabe begreifen muss. Energie, Mobilität, Datennetze. Nicht als Sache des Staates. Ein Gespräch über eine Kleinstadt, ein Buch und ein Stipendium und über die Frage, warum jemand, der alles plant, die wichtigsten Entscheidungen über Nacht trifft. Stefanie Lütteke auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/stefanie-luetteke-dreso/   Mein Gedöns Oliver Küppers auf LinkedIn: https://bit.ly/OKs_LinkedIN Why Real Estate? auf LinkedIn: https://bit.ly/WRE_LinkedIN Why Real Estate? auf Instagram: https://bit.ly/WRE_Insta Why Real Estate? WhatsApp Kanal: https://bit.ly/WRE_WApp Why Real Estate? Spotify Gästeplaylist: https://bit.ly/4t0UldC   Podcast Design: Tim Schmitz – Stillewacht – https://bit.ly/WRE_Design Musik: David Cutter, Chocolate Box – https://bit.ly/WRE_Music

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  6. Sep 2

    Thomas Grynia: "Man lernt nur durch Schmerzen."

    Thomas Grynia ist 1990 geboren, zwei Jahre nachdem seine Eltern aus Polen nach Deutschland geflohen sind. Was daraus folgte, beschreibt er selbst ziemlich schmucklos: „In Deutschland war ich der Polacke, in Polen der Nazi.“ Dazugehören gab es nicht geschenkt.  Am Küchentisch wurde über Schule gesprochen, über Sport, über das, was man an dem Tag geleistet hat. Seine Mutter sagte ihm, sie wolle nie, dass jemand aus dem Viertel kommt und erzählt, wie unerzogen ihr Sohn sei. Mit Anfang zwanzig hatte er Stipendienangebote aus den USA in der Hand. Er hat abgesagt. Aus Angst vor der eigenen Courage, wie er heute sagt und um seinen Eltern keine Kosten zu machen. Ob das der wahre Grund war, bezweifelt er inzwischen selbst. Die 13. Klasse musste er wiederholen, kurz vor der Prüfung. Was folgte, war der Lehrer, der ihn nach der ersten Stunde des neuen Jahrgangs dabehielt und sagte: Dieses Jahr wirst du nicht durchfallen. Im selben Fach, mit demselben Thema, bekam er dann eine Eins minus. Dann drei Jahre Versicherungsvertrieb, ein abgebrochenes Studium, ein Umzug nach Düsseldorf  und der Anruf beim Sohn seines früheren Trainers, der ihn in die Personalberatung holte. Er brauchte, wie er es nennt, eine harte Schule. Seit 2020 führt er die grynia consulting GmbH in Düsseldorf und moderiert seit zwei Jahren den Podcast #REALinsights. Was dieses Gespräch für mich besonders macht, ist der Zusammenhang zwischen dem Kind, das sich Zugehörigkeit erarbeiten musste, und dem Mann, der heute beruflich über Zugang entscheidet. Verbindlichkeit ist bei ihm kein Wert auf einer Website. Es ist die Freitagsmail an jeden Kandidaten, auch wenn es nichts zu melden gibt, damit niemand unwissend ins Wochenende geht.   Thomas Grynia auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/thomas-grynia/ #REALinsights: https://podcasts.apple.com/de/podcast/realinsights/id1762428807   Mein Gedöns   Oliver Küppers auf LinkedIn: https://bit.ly/OKs_LinkedIN  Why Real Estate? auf LinkedIn: https://bit.ly/WRE_LinkedIN  Why Real Estate? auf Instagram: https://bit.ly/WRE_Insta  Why Real Estate? WhatsApp Kanal: https://bit.ly/WRE_WApp  Why Real Estate? Spotify Gästeplaylist: https://bit.ly/4t0UldC   Podcast Design: Tim Schmitz – Stillewacht – https://bit.ly/WRE_Design Musik: David Cutter, Chocolate Box – https://bit.ly/WRE_Music

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  7. Aug 19

    Alexander Heinzmann: "Was für ein Mist, geh surfen."

    Alexander Heinzmann ist in Stuttgart aufgewachsen, in einem Haus aus den Dreißigerjahren, in dem seine Eltern bis heute leben. Großer Garten, selbst angebautes Gemüse, selbst gemachte Marmelade so beschreibt er seine Kindheit. Die Eltern hatten ein kleines Bauträgergeschäft. Am Küchentisch war das kaum Thema. Die Initialzündung, sagt er heute, war es trotzdem. Er wollte Barbetreiber werden, Skilehrer oder Surflehrer. Die eigene Bar in Stuttgart gab es schon. Die „Note", sie existiert bis heute. Dann der Satz seiner Eltern: Erst lernst du etwas Vernünftiges, danach kannst du die Welt bereisen. Zur Wahl standen Bank oder Immobilie. Die Bank wollte ihn nicht. Also die Lehre zum Immobilienkaufmann beim Katholischen Siedlungswerk und dort fand er den Spaß an der Sache.  Dann Studium als erster Jahrgang bei Professor Gondring, Aufbaujahre bei PlanetHome, dann die Ochsentour bei der Wüstenrot Haus- und Städtebau, vom Junior-Projektentwickler bis zum Geschäftsführer. Und dann klopfte die BPD an. Zur Weltreise kam es nie. Heute verantwortet er als CEO das Deutschlandgeschäft der BPD, eines der größten Projekt- und Gebietsentwickler Europas. 6.500 Wohnungen in der Gebietsentwicklung, die nördlichste Baustelle in Kappeln, die südlichste in Garmisch, dazwischen ein Pendlerleben zwischen Stuttgart und Frankfurt. Sein Auftrag beim Antritt lautete: den Umsatz verdoppeln. Dann kam das Krisenjahr 2022. Die dreieinhalb Wochen Corona-Quarantäne, allein in einem Frankfurter Arbeitszimmer, haben ihm gezeigt, warum Wohnen Heimat werden muss. Dass Tiefgaragen die teuersten Pilzzuchtfarmen der Zukunft sind. Und dass er sich fragt, warum eigentlich niemand montags für mehr Wohnungsbau auf die Straße geht. Ein Gespräch über eine Bar namens Note, über einen Deal am Küchentisch, über Führung, die man nachts am Tresen lernt – und über die Frage, was sein 20-jähriges Ich heute zu ihm sagen würde. Alexander Heinzmann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/alexander-heinzmann-096639101/ Mein Gedöns Oliver Küppers auf LinkedIn: https://bit.ly/OKs_LinkedIN Why Real Estate? Auf LinkedIn: https://bit.ly/WRE_LinkedIN Why Real Estate? auf Instagram: https://bit.ly/WRE_Insta Why Real Estate? WhatsApp Kanal: https://bit.ly/WRE_WApp   Why Real Estate?  Spotify Gästeplaylist: https://bit.ly/4t0UldC   Podcast Design: Tim Schmitz - Stillewacht - https://bit.ly/WRE_Design Musik: David Cutter, Chocolate Box - https://bit.ly/WRE_Music

    Alexander Heinzmann: "Was für ein Mist, geh surfen."
  8. Aug 5

    Anaïs Cosneau: "Love it, change it or leave it."

    Anaïs Cosneau ist Gründerin des Happy Immo Clubs und eine Frau, deren Weg in die Immobilienbranche früher beginnt, als jede Karrierestation vermuten lässt: mit zwölf, als ihr Vater stirbt und ihre Familie das Haus, das Vermögen und dieSicherheit verliert. Im Gespräch erzählt sie, was sie aus diesem Wiederaufstehen gelernt hat, warum sie bis heute das Gefühl braucht, jederzeitausziehen zu können und wie aus der Architektin, die in Shanghai sinnlose Säulen zeichnen musste, eine Frau wurde, die selbst entscheiden wollte. Wir sprechen über den Moment, in dem sie merkte, dass sie zwar super verdient, aber andere Vermögen aufbauen. Über Schwangerschaft und die Reaktionen des Arbeitsumfelds.Über den Happy Immo Club als „Führerschein“ für den Immobilienerwerb und über die "ungewöhnliche" Frage, ob es nicht eigentlich traurig ist, dass es den Happy Immo Club braucht. Ihre Antwort: Ja, und genau deshalb ist das Ziel, sich überflüssig zu machen. Bis dahin gilt ihre Vision: jede Frau in Deutschland mit einer eigenen Immobilie. Anaïs Cosneau auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/anais-cosneau/   Mein Gedöns  Oliver Küppers auf LinkedIn: https://bit.ly/OKs_LinkedIN Why Real Estate? Auf LinkedIn: https://bit.ly/WRE_LinkedIN Why Real Estate? auf Instagram: https://bit.ly/WRE_Insta Why Real Estate? WhatsApp Kanal: https://bit.ly/WRE_WApp   Why Real Estate? Spotify Gästeplaylist: https://bit.ly/4t0UldC

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