MGB MEDIZIN

mgo fachverlage GmbH & Co. KG

Willkommen bei MGB MEDIZIN – Ihrem kompakten Wissens-Update für die moderne Medizin! In unserem Podcast erwarten Sie zwei spannende Formate: KurzGefasst: Hier erhalten Sie in wenigen Minuten KI-gestützte, prägnante Zusammenfassungen aktueller medizinischer Studien. Ideal für alle, die schnell und fundiert auf dem neuesten Stand bleiben möchten. Expertentalk: In diesem Format sprechen wir mit führenden Fachleuten aus verschiedenen medizinischen Bereichen über relevante Themen, aktuelle Trends und zentrale Herausforderungen. Freuen Sie sich auf fundierte Einblicke und praxisnahe Impulse direkt von Expertinnen und Experten. Unsere Themenpalette reicht von Allgemeinmedizin, Diabetologie, Kardiologie, Onkologie, Neurologie, Urologie und Gynäkologie bis hin zu Pädiatrie und Dermatologie. Abonnieren Sie jetzt, bleiben Sie stets bestens informiert und besuchen Sie uns auf: https://mgb-medizin.de/

  1. 1d ago

    Paranoia bei isolierten Teammissionen - ein Blick in die Antarktis | Prof. Sebastian Walther im Expertentalk

    In der Antarktis leben Menschen unter Bedingungen, die kaum extremer sein könnten: monatelange Dunkelheit, Temperaturen von bis zu minus 85 Grad Celsius, niedriger Luftdruck und Hunderte Kilometer Entfernung zur nächsten menschlichen Siedlung. Auf der Concordia-Station verbrachte eine zwölfköpfige Crew zehn Monate unter diesen Bedingungen. Unsere Medizinjournalistin Julina Pletziger spricht im neuen Expertentalk von MGB MEDIZIN mit Prof. Dr. Sebastian Walther, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg. Gemeinsam sprechen sie über eine internationale Studie zu den psychischen Auswirkungen extremer Isolation. Wie verändern sich Einsamkeit, Schlaf, Gruppenzusammenhalt und Vertrauen, wenn Menschen über Monate auf engstem Raum zusammenleben? Die Forschung zeigt: Trotz ständiger sozialer Nähe nahm das Gefühl der Einsamkeit zu. Auch Konflikte und misstrauische beziehungsweise paranoide Gedanken traten häufiger auf, während der Zusammenhalt und die individuelle Leistungsfähigkeit abnahmen. Prof. Dr. Walther erklärt, welche Warnsignale sich früh erkennen lassen, warum sich innerhalb der Crew nationale Gruppen bildeten und was sich daraus für künftige Einsätze in U-Booten, Militärlagern oder sogar bei Marsmissionen lernen lässt. Seien Sie gespannt und folgen Sie uns, um keine neuen Folgen zu verpassen! Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgb-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!

    Paranoia bei isolierten Teammissionen - ein Blick in die Antarktis | Prof. Sebastian Walther im Expertentalk
  2. Aug 10

    KurzGefasst: Der Schmerz des Bezahlens – buchstäblich messbar im Gehirn

    Verursacht Geld ausgeben tatsächlich Schmerz – im wörtlichen, neuronalen Sinne? In dieser Folge von „KurzGefasst" stellen wir eine aktuelle Studie aus dem Journal of Economic Behavior and Organization vor, die erstmals neurowissenschaftliche und kausale Evidenz dafür liefert, dass der Schmerz des Bezahlens ein reales affektives Erlebnis ist – mit messbaren Hirnaktivierungsmustern und direktem Einfluss auf Kaufentscheidungen. Die Forschungsgruppe um Nicole Robitaille von der Queen's University kombinierte zwei methodisch unterschiedliche Ansätze: eine fMRT-Pilotstudie mit neunzehn Teilnehmenden und eine experimentelle Hauptstudie mit 173 Personen im Rahmen einer als klinische Medikamentenstudie inszenierten Placebo-Untersuchung. In der Pilotstudie trafen Probanden während der funktionellen Magnetresonanztomografie reale Kaufentscheidungen – Snacks wurden entweder gegen Geld oder gegen elektrische Schocks angeboten. In der Hauptstudie erhielten Teilnehmende in einem doppelblinden Placebo-Design scheinbare Medikamente, die affektiven oder somatosensorischen Schmerz modulieren sollten, um den Einfluss der Schmerzwahrnehmung auf die Zahlungsbereitschaft zu prüfen. Die Ergebnisse zeigen: Beim Bezahlen mit Geld korrelierte die anteriore Insula – eine Schlüsselregion der affektiven Schmerzverarbeitung – signifikant mit der Preishöhe. Somatosensorische Schmerznetzwerke blieben dagegen inaktiv. Die Hauptstudie lieferte kausale Evidenz: Wer glaubte, ein schmerzverstärkendes Placebo erhalten zu haben, zeigte eine signifikant höhere Zahlungsbereitschaft – weil der Schmerz des Bezahlens einer externen Quelle zugeschrieben wurde und damit seine handlungsleitende Funktion verlor. Wir besprechen, welche klinischen Anknüpfungspunkte sich daraus ergeben – etwa für Patientinnen und Patienten mit impulsivem Kaufverhalten oder finanziellen Belastungen –, welche methodischen Einschränkungen die Studie hat und was die Befunde über die neuronalen Überschneidungen von finanziellem und sozialem Schmerz verraten. Quelle: Robitaille N et al. The pain of paying – literally measurable in the brain. J Econ Behav Organ. 2026. (Bitte vollständige Quellenangabe inkl. DOI vor Veröffentlichung ergänzen.) Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgb-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!

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  3. Aug 5

    Geburtshilfe in Deutschland: Geburtenregister, Patientensicherheit & neue AGG-Leitung | Expertentalk

    Warum braucht die Geburtshilfe in Deutschland eine stärkere Stimme – und welche Rolle könnten ein nationales Geburtenregister, mehr Qualitätssicherung und ein gemeinsames Verständnis von Patientensicherheit und Selbstbestimmung dabei spielen? Fachredakteurin Nina Hoffmann spricht mit Prof. Dr. Tanja Groten und Hon.-Prof. Dr. habil. Holger Maul, den neu gewählten Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin (AGG), über aktuelle Herausforderungen, gesundheitspolitische Baustellen und Zukunftsperspektiven der Geburtshilfe. Warum ist die Geburtshilfe innerhalb der Fachgesellschaften und der Versorgungspraxis so stark unter Druck? Welche strukturellen Probleme zeigen sich bei der Zertifizierung von Geburtskliniken? Und weshalb ist ein nationales Geburtenregister so entscheidend, um perinatale und neonatologische Daten besser zu verknüpfen und daraus belastbare Verbesserungen für die Versorgung abzuleiten? Freuen Sie sich auf ein Gespräch, das zentrale Debatten der modernen Geburtshilfe verständlich einordnet und deutlich macht, warum Patientensicherheit und Selbstbestimmung im Kreißsaal keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam gedacht werden müssen. Für alle, die besser verstehen möchten, wie Geburtshilfe in Deutschland zukunftsfähig gestaltet werden kann – fachlich, strukturell und gesundheitspolitisch. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgb-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!

    Geburtshilfe in Deutschland: Geburtenregister, Patientensicherheit & neue AGG-Leitung | Expertentalk
  4. Jul 27

    KurzGefasst: Wie wir Farben sehen Erstmals molekulare Struktur aller drei Farb-Opsine entschlüsselt

    Wie sehen wir Farben – und was passiert dabei auf molekularer Ebene in unserem Auge? In dieser Folge von „KurzGefasst" stellen wir eine aktuelle Studie der Charité Berlin vor, veröffentlicht im renommierten Fachjournal Science, die erstmals die molekulare Struktur aller drei menschlichen Farbopsine im aktiven Zustand entschlüsselt. Die Forschungsgruppe um Dr. Patrick Scherer (Charité Berlin) und Professor Jin Zhang (Nanchang University) nutzte Kryoelektronenmikroskopie, um die Struktur der drei Zapfenpigmente – für blaues, grünes und rotes Licht – im aktiven, an all-trans-Retinal gekoppelten Zustand hochaufgelöst darzustellen. Aus zweidimensionalen Aufnahmen im Ångström-Bereich rekonstruierten die Forschenden detaillierte dreidimensionale Strukturmodelle, die einzelne Aminosäuren sichtbar machen. Die Ergebnisse zeigen: Alle drei Farbopsine enthalten das Vitamin-A-Derivat Retinal als lichtempfindlichen Bestandteil. Trifft Licht auf das Retinal, verändert es seine Form – von elf-cis- zu all-trans-Retinal – und löst damit eine biochemische Signalkette aus, die zur Farbwahrnehmung im Gehirn führt. Besonders auffällig: Das Blau-Opsin ähnelt strukturell dem Rhodopsin der Stäbchenzellen, während die Opsine für Grün und Rot sich deutlich davon unterscheiden. Unterschiedliche Aminosäureumgebungen um das Retinal erklären, warum die drei Rezeptortypen auf verschiedene Lichtwellenlängen unterschiedlich empfindlich reagieren. Wir besprechen, warum diese Strukturdaten klinisch relevant sind – etwa für das Verständnis von Opsin-Genmutationen bei Farbsehschwächen und Retinadegeneration –, welche Bedeutung die Erkenntnisse für die breite Klasse der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCR) haben und welche offenen Fragen die Studie für die Forschung zu Farbwahrnehmung und Sehstörungen hinterlässt. Quelle: Peng Q et al. Cryogenic electron microscopy structures of human cone visual pigments. Science 2026 Jun 25. doi: 10.1126/science.adz8141 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgb-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!

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  5. Jul 13

    KurzGefasst: Demenzprognose 2060 – Regionale Unterschiede erfordern gezielte Versorgungsplanung

    Wie stark wird die Zahl der Menschen mit Demenz in Deutschland bis 2060 ansteigen – und welche Rolle spielen regionale Unterschiede für Prävention und Versorgung? In dieser Folge von „KurzGefasst“ stellen wir eine aktuelle Studie aus dem European Journal of Epidemiology vor, die erstmals kleinräumige Prognosen zur Entwicklung von Demenzerkrankungen in Deutschland liefert. Grundlage der Analyse ist ein Mikrosimulationsmodell auf Basis von Routinedaten von 27 Millionen AOK-Versicherten aus den Jahren 2017 bis 2019. Die Forschenden kombinierten regionale Prävalenzdaten mit nationalen Inzidenz- und Mortalitätsraten, um Projektionen für alle 400 Landkreise in Deutschland zu berechnen. Modelliert wurden verschiedene Szenarien – von steigender Lebenserwartung bei konstanter Demenzinzidenz bis hin zu Präventionsannahmen mit jährlich sinkender Inzidenz. Die Ergebnisse zeigen: Im Hauptszenario steigt die Zahl der Menschen mit Demenz in Deutschland von 1,4 Millionen im Jahr 2018 auf 2,1 Millionen im Jahr 2060. Gleichzeitig nehmen die regionalen Unterschiede deutlich zu. Während Großstädte vergleichsweise niedrige Prävalenzen aufweisen, könnten in einzelnen ostdeutschen Landkreisen bis zu sechs Prozent der Bevölkerung betroffen sein. Auch die Belastung der erwerbsfähigen Bevölkerung durch Pflege- und Versorgungsaufgaben dürfte deutlich zunehmen. Wir besprechen, warum diese Daten für die regionale Versorgungsplanung so relevant sind, welchen Einfluss Prävention auf die künftige Fallzahl haben könnte und welche Schlussfolgerungen sich für ärztliche Praxis, Gesundheitswesen und Public Health ergeben. Quelle: Schüssel K, Brückner G, Ernst J, Caratiola C, Schröder H, Münnich R, Doblhammer G, Jessen F. Forecast of dementia prevalence in Germany and subnational regions until 2060 using microsimulation. Eur J Epidemiol. 2026. doi: 10.1007/s10654-026-01392-4 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!

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  6. Jun 29

    KurzGefasst: Der dorsale Klitorisnerv – erstmals detailliert kartiert

    Wie genau verzweigt sich der dorsale Klitorisnerv – und welche Konsequenzen hat das für die rekonstruktive Chirurgie nach weiblicher Genitalverstümmelung oder bei geschlechtsangleichenden Operationen? In dieser Folge von „KurzGefasst" stellen wir eine aktuelle Studie aus dem Fachmagazin Folia Morphologica vor, in der erstmals eine detaillierte anatomische Kartierung der Nervenarchitektur der menschlichen Klitoris vorgelegt wird. Ein Team um Erstautor Dr. Michael Wolf-Vollenbröker vom Institut für Anatomie I der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf untersuchte neun Klitorispräparate von Körperspendern mithilfe einer modifizierten Silafärbung, die das Gewebe transparent macht und Nervenfaszikel sichtbar färbt. Dabei zeigen sich zwei anatomische Verzweigungshotspots: Im Bereich des Ligamentum suspensorium klitoridis zweigen im Durchschnitt 1,8 Nervenfaszikel ab, weiter distal im anterolateralen Bereich teilt sich der Nerv in durchschnittlich 3,7 größere Faszikel pro Seite auf – mit erheblicher interindividueller Variabilität. Die Innervation ist zudem nicht symmetrisch: Links und rechts können sich deutlich unterscheiden. Wir diskutieren, welche klinischen Implikationen sich aus diesen Befunden für die NMCS-Prozedur und andere rekonstruktive Eingriffe ergeben, warum das Ligamentum suspensorium als chirurgische Orientierungsstruktur und No-Touch-Area dienen kann, und welche Fragen zu funktionellen Korrelaten der anatomischen Varianten offen bleiben. Quelle: Wolf-Vollenbröker M, Piermaier L, Filler TJ, mon O'Dey D. Ramification of the dorsal clitoral nerve along its course on the human clitoris. Folia Morphologica. 2026. DOI: 10.5603/fm.107254 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo‑medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME‑Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!

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