Chaos und Konfetti

Petra Lüttge und Tine Fricke

Herzlich Willkommen bei Chaos & Konfetti, dem kleinen Realitätscheck für Zwischendurch.  Wir sind Tine und Petra – zwei Frauen, die Coaching-Wissen, Face Reading, (Selbst-)Führungsthemen und ehrliche Lebenserfahrungen mit Humor und Herz verbinden. Jede Woche gibt es eine Folge mit Tiefgang, aber Leichtigkeit: inspirierende Zitate, praxisnahe Tools, ehrliche Gedanken und Geschichten, die berühren – manchmal laut, manchmal leise. Wir sprechen über innere Stärke, Selbstreflexion, Kommunikation und das kleine große Chaos des Alltags, ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit echtem Mehrwert. Ein Podcast für Menschen, die wachsen, lachen und sich selbst ein Stückchen besser verstehen wollen – mitten im Leben, zwischen Chaos & Konfetti.

  1. 2H AGO

    Was es mit Facereading auf sich hat und was dein Gesicht über dich erzählt

    Wir nehmen euch heute mit in ein Thema, das bei euch immer wieder für Resonanz sorgt: Facereading oder auch Gesichtslesen. Was ist das eigentlich wirklich? Kann das jeder? Ist das “Energie” oder “Analyse”? Und warum fühlt es sich manchmal an wie ein Puzzle, das endlich ein Bild ergibt? Petra startet aus dem Morgenmüde-Flow-Tunnel und dann tauchen wir ein: in die Idee, dass wir alle als Gesichtleserinnen und -leser geboren werden. Babys können keine Worte, aber sie können Gesichter lesen. Stimmungen. Sicherheit. Stress. Präsenz. Und manchmal eben auch: wenn jemand innerlich längst am Limit ist. Wir erzählen, wie wir selbst zum Gesichtslesen gekommen sind – über Anne Fierhauser, über Vorträge, über „Ich wusste sofort: DAS will ich können“. Weil es nicht darum geht, Menschen zu bewerten. Sondern sie in ihrer Schönheit zu sehen. In ihrem Sein. Und vor allem das wieder anzusprechen, was vielleicht verschüttet war. Tine bringt es auf den Punkt:„Ich lese dir den Liebesbrief deines Lebens in deinem Gesicht vor.“Und genau darum geht’s in dieser Folge: Menschen wieder mit ihrer Sonne zu verbinden. Mit ihren Talenten. Mit dem, was sie längst sind,  auch wenn sie es gerade nicht fühlen. In dieser Folge sprechen wir u. a. über: Was ein Reading eigentlich ist (und was nicht)Warum wir Nullmimik-Fotos brauchen (ja, die sind seltsam – und genau deshalb spannend)Weshalb ein Merkmal nie “alles” ist: Gesichtlesen ist Puzzle, nicht SchubladeWarum wir im Reading immer aus bedingungsloser Liebe lesenWieso es manchmal Themen gibt, die „lauter“ sind und warum Coaching danach so wertvoll sein kannDie Mischung aus Siang Mien (chinesisches Gesichtslesen) und PhysiognomikUnsere Lieblingsmerkmale und warum wir im Zweifel im Café… erstmal Ohren gucken. Mini-Einblicke in Merkmale (ohne zu spoilern – aber zum Mitfühlen): Ohren: Spiegel deiner inneren Realität – wie du Welt „verarbeitest“, was du reinlässt, wie du filterst. Plus: Hinweise auf Kindheitsthemen, Durchhaltevermögen, Resilienz.Mund: Kommunikations- und Emotionsportal – redest du, wenn es wichtig ist? Oder ungefiltert? Oder gar nicht mehr, weil es weh tat? Und: warum der Mund oft als „Portal zum Glück“ gilt.Augen: Tore zur Seele – Emotion, Haltung, Intimität, Seelenleben. Und ja, Rehaugen sind nicht nur süß, sondern oft hochsensibel. Reflexionsfragen für dich (wenn du beim Hören mit dir selbst arbeiten willst): Wo in meinem Leben „lese“ ich Menschen längst ohne es bewusst zu nennen?Was halte ich im Mund zurück, obwohl es längst gesagt werden will?Wo höre ich weg, obwohl mein Inneres eigentlich längst weiß, was stimmt?Welche Veränderung in mir würde man vermutlich zuerst im Gesicht sehen? Wenn du beim Zuhören spürst: „Ich will diesen Blick auf mich selbst“, dann melde dich bei uns. Ein Reading ist kein netter Moment für einen Tag. Es ist etwas, das dich begleiten kann: info@petraluettge.de (www.petraluettge.de) info@mucksmausewild.de (www.mucksmausewild.de) Chaotische Konfetti-Grüße Petra und Tine

    36 min
  2. FEB 19

    Wenn eine "Red Flag" weht - bleiben, gehen oder verändern?

    Red Flags... Wir kennen den Begriff alle. Und wir werfen ihn inzwischen oft ziemlich schnell durch die Gegend. In dieser Folge von Chaos & Konfetti nehmen wir das Phänomen auseinander: Was sind Warnzeichen wirklich? Wann sind sie ein sinnvoller Hinweis und wann werden sie zur bequemen Ausrede, um keine unangenehmen Gespräche führen zu müssen? Wir starten bei einem Klassiker, den fast jede oder jeder kennt: Bauchgefühl vs. Kopf. Kennst du diese Momente, in denen innerlich alles „Achtung!“ schreit und du trotzdem bleibst? Petra erzählt, wie stark sie früher im Analytischen unterwegs war (Team Kopf, sehr „blau“) und wie lange sie Signale überhört hat, bevor sie sie überhaupt klar denken oder geschweige denn aussprechen konnte. Und genau bei diesem Beispiel kann man gut erkennen: Red Flags sind nicht automatisch „schlecht“. Sie sind häufig erst mal Information. So wie die rote Flagge am Strand nicht als Angriff gedacht, sondern als Hinweis. Die Frage ist nur: Was machst du daraus? Gehst du direkt „Danke, tschüss“? Oder schaust du hin, klärst, setzt Grenzen und nutzt das Warnzeichen als Kompass? Wir sprechen darüber, warum es uns so viel leichter fällt, Red Flags zu benennen als Green Flags. Warum unser Kopf sich negative Ereignisse besser merkt als die Tage mit „grüner Flagge“. Und warum der Begriff „Red Flag“ inzwischen oft wie ein Stempel benutzt wird, genauso wie „toxisch“ oder „Narzisst“. Da wird schnell eine ganze Person bewertet, obwohl es eigentlich um eine Situation geht, um Verhalten, Wirkung, Grenzen, Bedürfnisse. Und manchmal ist ja auch genau dieses Wegstempeln die eigentliche Red Flag! Wenn jemand etwas in den Raum knallt und sich aus der Verantwortung verabschiedet, statt in Kontakt zu bleiben und zu klären. Warnzeichen tauchen oft genau dort auf, wo wir Konflikt vermeiden wollen. Wo Abgrenzung unbequem ist. Wo Veränderung droht. Und wenn wir lange genug schlucken, wird’s irgendwann unschön. Ein wichtiger Schlüssel: Regulation statt Reaktion. Und dann Kommunikation statt Interpretation. Denn wir machen uns so oft Geschichten im Kopf und nehmen unsere Interpretation als Wahrheit. Dabei gilt: Die Wahrheit muss nicht die Wahrheit meines Gegenübers sein. Wir streifen auch das Thema Werte und politische Ansichten: Wann ist „agree to disagree“ möglich und wann wird ein Unterschied so dominant, dass du dich fragen darfst, ob das langfristig noch passt? Zum Schluss machen wir einen kleinen Abstecher ins Face Reading. Lass uns eine Bewertung da und schick diese Folge an jemanden, der „Red Flag“ oder „toxisch“ sehr schnell sagt. Chaotische Konfettigrüße Petra & Tine

    36 min
  3. FEB 12

    Drei Türen raus aus dem Stillstand: Wie du deine Stärke zurückholst und wieder ins Handeln kommst

    „Mein Chef ist doof. Die Kolleg:innen nerven. Zu wenig Geld. Zu viel auf dem Tisch. Zuhause ist auch alles anstrengend.“Kommt dir bekannt vor? Dann ist diese Folge dein Reminder: Du bist nicht machtlos – du bist nur gerade im Negativtunnel. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Unzufriedenheit so schnell zur Dauerschleife wird und warum es ab einem Punkt nicht mehr reicht, „einfach nur durchzuhalten“. Denn wenn du dauerhaft das Gefühl hast, festzustecken, hilflos zu sein oder innerlich nur noch zu reagieren, ist das ein Signal: Es ist Zeit, deine Eigenverantwortung wieder zu greifen. Nicht als Druck, sondern als Rückgabe deiner Macht. Wichtig ist dabei, dass Eigenverantwortung nicht bedeutet „Du bist an allem schuld“ und auch nicht „Kündige, trenn dich, zieh weg und starte neu“. Manchmal ist ein radikaler Schritt richtig, häufig braucht es aber gar nicht so krasse Veränderungen. Was du zuerst brauchst, ist Klarheit: Was stört mich wirklich? Was wünsche ich mir stattdessen? Denn wenn du das nicht sauber trennst, wechselst du vielleicht Job, Partner oder Umfeld und landest nach einiger Zeit im gleichen Muster. Petra bringt dafür ihr Bild aus dem Coaching mit: die 3 Türen zurück in deine SelbstwirksamkeitTür 1 – Veränderung: Was kannst du konkret beeinflussen? Tür 2 – Umgang: Wenn du es nicht verändern kannst, wie kannst du anders damit umgehen?Tür 3 – Learning: Was will diese Situation dich lehren, damit du künftig anders navigierst – statt wieder reinzurutschen? Warum so viele Menschen davor zurückschrecken, ihre eigene Verantwortung anzuerkennen und anzunehmen? Weil Verantwortung heißt: Du gehst raus aus der unkomfortablen Komfortzone. Und wenn es nicht klappt, kannst du nicht mehr nur auf „die anderen“ zeigen. Gleichzeitig ist genau das der Moment, in dem Stärke entsteht. Petra teilt außerdem sehr persönlich ihren eigenen Wendepunkt: den Schritt, nach 15 Jahren die Verbeamtung auf Lebenszeit zu verlassen, trotz Angst, Unsicherheit und massivem Gegenwind von außen. Und was daraus entstanden ist: mehr Aufrichtung, mehr Leuchten, mehr innere Ruhe, weil sie für ihre Werte losgegangen ist. Zum Schluss wird’s (wie immer) gesichtsleserisch: Wir sprechen darüber, welche Hinweise Gesichtszüge wie Kinn/Kiefer oder Augenbrauen geben können, wenn es um Durchsetzungskraft, Konfliktverhalten und Standfestigkeit geht – inklusive der wichtigsten Botschaft: Du bist nicht festgelegt. Gesicht & Persönlichkeit entwickeln sich, wenn du deine Themen angehst. Dein Mini-Impuls zum Mitnehmen:Frag dich heute: Wo gebe ich gerade Macht ab und was ist mein kleinster Schritt zurück in meine Eigenverantwortung? Wenn dir die Folge gefallen hat: Teile sie mit einem Menschen, der gerade festhängt und schreib uns: Welche der 3 Türen ist bei dir gerade dran? Chaotische Konfettigrüße von Petra & Tine

    38 min
  4. FEB 5

    Single. Kinderlos. Komplett. Über Lebensmodelle, die anecken

    Single, kinderlos – und trotzdem komplett. In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das viele betrifft – und über das gleichzeitig viel zu oft zu laut, zu schnell und zu wertend gesprochen wird: Lebensmodelle, die nicht ins gesellschaftliche Drehbuch passen. Der Einstieg ist direkt eine dieser Fragen, die so entlarvend sind, dass sie sitzen bleibt:„Wann wurdest du das letzte Mal gefragt, warum du einen Mann hast und Kinder?“ Spoiler: Fast nie. Umgekehrt? Passiert ständig. Und genau da steigen wir ein: in diese stillen Erwartungen, in klassische Rollenbilder, in den Druck, sich zu erklären – und in die Unsicherheit, die entsteht, wenn man das Gefühl hat, man müsse sich rechtfertigen, nur weil man anders lebt. Wir sprechen offen darüber, warum Petra in Vorstellungsrunden nicht automatisch sagt „verheiratet, zwei Kinder“ – nicht, weil sie’s versteckt, sondern weil sie sich nicht darüber definiert. Und Tine teilt die andere Seite: Wie es ist, in Runden mitzuschwingen, über Kinder und Familie mitreden zu können – und dann bei der Frage „Wie viele Kinder hast du?“ ein „keins“ zu sagen und in erstaunte Gesichter zu blicken. Ein wichtiger Teil dieser Folge: Kinderlosigkeit hat viele Gesichter. Es gibt Menschen, die bewusst keine Kinder haben. Und es gibt Menschen, die ungewollt kinderlos sind – und bei denen eine scheinbar „harmlose“ Frage mitten ins Herz treffen kann. Wir sprechen darüber, warum solche Fragen im falschen Rahmen grenzüberschreitend sind (ja, sogar im Bewerbungsgespräch!) und wie man klar kommuniziert: Stopp. Das ist zu privat. Außerdem nehmen wir Mythen auseinander, die sich hartnäckig halten: „Du hast doch keine Kinder, du hast doch Zeit!“„Ohne Mann und Kind bist du weniger…“„Kinder brauchen zwingend Vater + Mutter“ (und was stattdessen wirklich zählt) Und wir landen bei der Frage: Was bräuchten wir gesellschaftlich mehr – Toleranz oder Ehrlichkeit?Unsere Antwort ist überraschend einfach und gleichzeitig maximal herausfordernd: Mehr Liebe. Weniger Wertung.Denn oft scheitern nicht Lebensmodelle – sondern Menschen an Erwartungen, fehlenden Gesprächen, fehlender Offenheit. Zum Schluss gibt’s noch eine Story, die gleichzeitig zum Lachen und zum Nachdenken ist: Ein fünfjähriger Junge, der unbedingt eine „Fußballmannschaft zu Hause“ wollte – und Tine kurzerhand einen „Opa-Vorschlag“ bekam, damit das Projekt „ganz viele Kinder“ doch noch klappt. Kindermund trifft Gesellschaftsnorm – und zeigt, wie früh diese Bilder schon wirken. Diese Folge ist für dich, wenn du… dich schon mal erklären musstest, obwohl du nichts „falsch“ gemacht hastSingle bist, kinderlos (bewusst oder ungewollt) – oder einfach anders lebstin klassischen Familienmodellen lebst, aber merkst: „Ich bin mehr als dieses Etikett“lernen willst, wie man Grenzen setzt, ohne hart zu werdenLust hast, Wertungen zu entknoten – bei dir und im Außen Mini-Impulsfrage zum Mitnehmen:Wann wurdest du zuletzt bewertet – und was würdest du heute gern erwidern, klar und freundlich? Hinweis: In dieser Folge sprechen wir u. a. über (un)gewollte Kinderlosigkeit und sensible Fragen im Umfeld. Hör gut auf dich. Wenn dir die Folge gefällt: Folgen, bewerten (⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ hilft enorm) und gern teilen mit jemandem, der/die das gerade hören sollte.   Chaotische Konfettigrüße von Petra und Tine

    37 min
  5. JAN 29

    Betriebssystem Familie -zwischen Brotbox, Business und Bedürfnissen

    Betriebssystem Familie - Wie kann ich Brotbox, Business, und meine eigenen Bedürfnisse so jonglieren, ohne mich dabei selbst zu verlieren? In dieser Folge von Chaos & Konfetti sprechen wir über ein Gefühl, das in vielen Familien ständig mitläuft: „Ich kann nicht mehr. Ich bin müde. Es ist alles zu viel.“ Und die wichtige Unterscheidung dahinter: Oft fehlt nicht Liebe – sondern Struktur, Ordnung und ein echtes Commitment im Familiensystem. Tine bringt ihre Erfahrung aus vielen Familien mit (Küchentisch-Gespräche inklusive) und Petra packt ein Paradebeispiel aus dem echten Leben dazu, das das Spannungsfeld zwischen liebevoller Fürsorge und eigenen Bedürfnissen beschreibt. Die Folge daraus ist ein Gefühl der Zerrissenheit, weil ihr eigener Plan (Laufen, Termine, To-dos) kippt. Der zentrale Punkt: Du darfst die richtige Entscheidung treffen – und sie trotzdem blöd finden. Gefühle haben Berechtigung. Und: Dein Kind ist nicht verantwortlich für deine Entscheidung. Gemeinsam schauen wir nicht auf „noch bessere Organisation“ und noch mehr Listen, sondern auf das Familiensystem als Betriebssystem – mit mehreren Ebenen, die ineinandergreifen: Ich-Ebene: die eigenen Bedürfnisse und Gefühle, das Streben nach Sicherheit, Nähe und gleichzeitig Freiheit.Logistik-Ebene: Termine, Haushalt, Schule, Fahrdienste, Geburtstage, Klamotten, usw.Werte-/Selbstbild-Ebene: Das eigene Wertesystem und das eigene Selbstbild: „Wann bin ich eine gute Mutter?“, „Wie sieht eine gute Beziehung aus?“, „Wie fülle ich meine Verantwortung aus und wann bin ich eigentlich ein gutes Vorbild?“ Wir beschreiben aus unserer beruflichen und auch aus unserer eigenen Erfahrung, was konkret dabei helfen kann, bei sich zu bleiben, ohne dabei das Familiensystem jedes Mal zu sprengen: Kinder früh einbeziehen (Spülmaschine ausräumen, Socken-Memory) → entlastet langfristigFeste Routinen statt Mental-Load-Nachfragen („Dienstag Müll“ statt „Kannst du bitte…?“)10-Minuten-Kaffee-Reset am Tag: kurz raus, kurz checken, kurz atmenFamilienrat: Was läuft gut? Was nicht? Was ändern wir? – aufschreiben & unterschreiben (und ja: auch Eltern dürfen Konsequenzen haben)Ampel-System (grün/gelb/rot) als gemeinsame Sprache für Überforderung: „Bist du gerade rot?“Ferien-Gamechanger: Wünsche aufteilen in (1) nur für mich, (2) für uns als Familie, (3) mit 1–2 anderen + ein nicht verhandelbares Zeitfenster (z. B. ein Abend frei). Zum Schluss wird’s herrlich praktisch: Petra teilt, wie sie das „Zerrissen“-Gefühl morgens mit einem klaren Commitment löst. Der Kernsatz rund um dieses Thema ist für uns: Liebe ist, wenn wirklich alle immer mitgezählt und berücksichtigt werden. Unser Konfetti der Woche:„Ich bleibe bei mir – und wir finden einen Weg, der das System nicht sprengt.“Welche Rolle oder welcher „Ball“ ist bei dir gerade zu viel – und welcher darf (endlich) runter? Schreib’s uns in die Kommentare. Chaotische Konfettigrüße von Petra & Tine

    35 min
  6. JAN 22

    Bindungsangst als Sicherheitsproblem: Warum Vertrauen und Nähe sich gefährlich anfühlen kann

    Heute wird’s ein bisschen tiefer. Und gleichzeitig alltagstauglich. Wir sprechen über Bindungsangst als Sicherheitsproblem – nicht als „kaltes Herz“, nicht als Charakterfehler und schon gar nicht als Stempel. Sondern als etwas, das oft aus einem Nervensystem kommt, das Nähe nicht automatisch als sicher einsortiert. Und dann passiert etwas Verrücktes: Du willst Verbindung – aber dein System will Schutz. Und das sieht von außen manchmal aus wie Unabhängigkeit, Coolness oder „Ich brauch halt meinen Freiraum“. Aber innen fühlt es sich eher an wie ALARM! Petra bringt ein starkes Bild mit: Seenotrettung. Dunkler Ozean, Wellen, Kälte – und dann fliegt dir ein Seil oder Rettungsring zu. Und selbst wenn es Rettung ist… es kann sich sperrig anfühlen, wehtun, fremd sein. Genau so kann sich Nähe anfühlen, wenn Sicherheit fehlt. Darüber sprechen wir u. a.: warum Bindungsangst oft nicht nur Partnerschaft betrifft (sondern auch Freundschaften, Eltern-Kind, Arbeit, Führung)wie Bindungsangst sich tarnt: Kontrolle, Witze in tiefen Momenten, „Ich bin freiheitsliebend“ (Spoiler: manchmal ist es Angst im Freiheitskostüm)warum Nähe sich bedrohlich anfühlt: Verletzlichkeit, Erwartungen, Abhängigkeit, „nicht mehr entfliehen können“wie der Körper oft schneller ist als der Kopf: Shutdown, Rückzug, „keine Lust auf Nähe“, bevor du’s erklären kannstder zweite Blick: nicht nur „bindungsängstliche Menschen“, sondern auch die, die ständig retten wollen (und irgendwann sind die Rettungsringe aufgebraucht)Bindungsangst im Team- & Führungskontext: Kontrolle statt Vertrauen, Nachhaken, Absichern, Verantwortung schieben – und wie man damit als Führungskraft umgehen kann, ohne Therapeutin zu spielen 3 Fragen, die wir dir am Ende mitgeben: Wo in meinem Leben halte ich Kontrolle, obwohl ich mir Nähe wünsche?Was befürchte ich wirklich, wenn ich mich auf jemanden einlasse?Was würde sich verändern, wenn Sicherheit in mir beginnt – und nicht im Außen? Und weil es uns wichtig ist: Wir lassen in dieser Folge bewusst die gesichtleserische Perspektive weg, weil wir keine „Merkmale“ mit Bindungsfähigkeit verknüpfen wollen. Bindung ist komplex. Und vor allem ist sie eins, nämlich menschlich. Wenn du dich (oder jemand anderen) hier wiedererkennst: Schau liebevoll hin. Bindungsangst ist oft ein Schutzanzug, der mal geholfen hat – und heute zu eng geworden ist. Nähe braucht kein Tempo. Nähe braucht Sicherheit. Wenn dir die Folge hilft: Schick sie einer Person, die gerade viel „im Ozean“ ist, oder kommentiere: Wo kennst du eher Kontrolle – und wo wünschst du dir Nähe? Chaotische Konfettigrüße von Petra & Tine Hinweis: Dieser Podcast ersetzt keine Therapie. Wenn dich das Thema stark belastet, hol dir bitte professionelle Unterstützung.

    34 min
  7. JAN 15

    Grenzen setzen: Wenn Selbstfürsorge zur Herausforderung wird

    In dieser Folge starten wir direkt mitten rein: Wann wird Selbstfürsorge eigentlich zu (ungesundem) Egoismus – und wer entscheidet das? Spoiler: Es geht nicht um „entweder nett oder hart“, sondern um diese wackelige, aber lernbare goldene Mitte zwischen People-Pleasing und „Friss oder stirb“. Wir sprechen darüber, warum Grenzen so oft erst dann kommen, wenn es schon längst zu viel war – und wie aus „Ich halte alles aus“ plötzlich eine Explosion wird. Warum das für das Gegenüber wie ein kompletter Persönlichkeitswechsel wirkt. Und warum Grenzen dann schnell wie eine Mauer wirken, obwohl sie eigentlich eine Tür sein sollen: ehrlich, verbindend, klar. Das erwartet dich in der Folge: Selbstfürsorge vs. Egoismus: Woran merkt man, dass es kippt? (Stichwort: Empathie geht verloren)People-Pleaser-Mechanik: lange schlucken, lange lächeln – und dann knallt’sWarum Rückzug so häufig ist: Gerade im Job, wenn plötzlich Aufgaben nicht mehr „mit übernommen“ werdenGrenzen kommunizieren, ohne zu verletzen: nicht poltern – eher „Schlüssel ins Schloss“, damit das Gegenüber überhaupt mitkommen kannSelbstreflexion auf beiden Seiten:Wenn du Grenzen setzt: Was ist mein Bedürfnis dahinter? Ist es Grenze oder Bestrafung?Wenn dir jemand eine Grenze setzt: Fühle ich mich abgelehnt? Oder stolpere ich gerade wirklich über Grenzen?Ressourcen, Werte, Energie: Grenzen sind nicht nur Zeit und Aufgaben – sondern auch emotionale Kapazität und innere WertePraxisbeispiele aus dem Alltag: Arbeitsverteilung, Mental Load, Beziehungen, Freundschaften, FamilienlebenEltern-/Erziehungskontext: Grenze vs. Strafe – und warum Ankündigung & Kontext den Unterschied machenGesichtslesen-Perspektive: Was Kinn, Kiefer und besonders die Ohren über Harmoniebedürfnis, Individualismus und Grenzverhalten andeuten könnenAm Ende bleibt eine sehr klare Essenz: Grenzen setzen ist nicht „einmal mutig sein“ – es ist Training. Und ja: Man tritt manchmal daneben. Aber genau dadurch wird’s besser. Konfetti der Woche (Mission):Setze eine Mikro-Grenze, die du sonst runtergeschluckt hättest – freundlich, klar, ohne Elefant im Porzellanladen zu sein. Chaotische Konfetti-GrüßePetra & Tine

    37 min
  8. JAN 8

    Führen, beraten oder coachen? - Wie du deine Rollen klar hältst und nicht ungefragt coachst

    Rollenkonflikte. Wer spricht da gerade eigentlich? Die Führungskraft? Der Coach? Die Beraterin? Die Freundin? Die Partnerin? Und noch wichtiger: Gibt es überhaupt einen Auftrag – oder gebe ich ihn mir ungefragt und heimlich selbst? Auslöser der Folge ist ein Satz, der in Teams und Führungsetagen häufig fällt: „Ich coache mein Team.“ Und ja – da geht bei uns direkt die innere Warnlampe an. Nicht, weil das böse gemeint ist. Oft steckt Fürsorge dahinter. Aber weil in diesem Satz schnell alles in einem Topf landet: Führen, Entscheiden, Bewerten, Verantwortung tragen – und gleichzeitig „coachen“. Und genau da wird’s heikel: Machtgefälle + fehlender Rahmen + kein klarer Auftrag können dazu führen, dass Menschen sich öffnen und später denken: „Mist… das fällt mir irgendwann auf die Füße.“ Wir sortieren gemeinsam: Was ist Coaching – und was ist es nicht? Coaching heißt für uns: ein bewusster, klar vereinbarter Prozess mit einem definierten Rahmen. Der Coach hält sich zurück, stellt Fragen, spiegelt, schafft Raum – damit die andere Person ihre eigene Lösung findet. Beratung darf (manchmal!) sinnvoll sein, wenn Expertise gefragt ist – aber dann muss es benannt sein. Und Ratgeber-Modus? Der klingt eher nach „Ich an deiner Stelle würde…“. Kann helfen – ist aber eben nicht Coaching. Wir sprechen auch über Grenzen im Privaten: Warum wir Menschen aus dem engen Umfeld nicht „mal eben tief“ coachen oder lesen würden – und warum „nebenbei coachen“ oft schiefgeht. Denn unterschwellig zu coachen, ohne dass dein Gegenüber das will, ist kein Geschenk – das ist Vertrauensmissbrauch. Ein weiteres Herzstück: Führung vs. Coaching. Führung bedeutet: Rahmen setzen, Entscheidungen treffen, Prioritäten klären, Orientierung geben – auch wenn’s unbequem ist. Coaching bedeutet: Verantwortung beim Gegenüber lassen. Beides ist wertvoll. Und beides wird richtig stark, wenn du klar trennen kannst, wann du welche Rolle einnimmst. Zum Schluss geben wir dir einen kleinen Coaching-Quickie mit, damit du dich in Situationen sofort sortieren kannst: Was wird gerade wirklich von mir gebraucht? (Entscheidung, Rat, Expertise, Raum zum Auskotzen?)In welcher Rolle bin ich gerade?Gibt es einen klaren Auftrag?Wenn nicht: Stop. Nachfragen. Rahmen klären. Wenn du dich beim Zuhören ertappt fühlst: Kein Urteil – eher eine Einladung. Rollen zu trennen heißt nicht, weniger zu helfen. Es heißt: ehrlicher, klarer und sicherer für alle. Teile die Folge gern mit jemandem, der gerade „Chefcoach-Feuerwehr-Rettungsdienst“ in einer Person ist. Feedback lieben wir – schreib uns! Chaotische Konfettigrüße von Petra & Tine

    37 min

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Herzlich Willkommen bei Chaos & Konfetti, dem kleinen Realitätscheck für Zwischendurch.  Wir sind Tine und Petra – zwei Frauen, die Coaching-Wissen, Face Reading, (Selbst-)Führungsthemen und ehrliche Lebenserfahrungen mit Humor und Herz verbinden. Jede Woche gibt es eine Folge mit Tiefgang, aber Leichtigkeit: inspirierende Zitate, praxisnahe Tools, ehrliche Gedanken und Geschichten, die berühren – manchmal laut, manchmal leise. Wir sprechen über innere Stärke, Selbstreflexion, Kommunikation und das kleine große Chaos des Alltags, ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit echtem Mehrwert. Ein Podcast für Menschen, die wachsen, lachen und sich selbst ein Stückchen besser verstehen wollen – mitten im Leben, zwischen Chaos & Konfetti.