Gegen den Strom

Patrik Baab

GEGEN DEN STROM ist das Interview- und Analyseformat von Patrik Baab. Im Fokus: geopolitische Machtverschiebungen, Medienkritik, transatlantische Strukturen, Eurasien sowie Krieg und Frieden – mit historischem Tiefgang und politischer Brisanz. Zu Gast sind Militärs, Diplomaten, Wissenschaftler, Journalisten und Künstler mit einer anderen Perspektive, als sie in den etablierten Medien zu hören ist. Folgt GEGEN DEN STROM auf Spotify! Unterstützung: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen

  1. 1d ago

    Ulrike Sumfleth: Die NGO-Partei – ein Gegenmodell zur Macht der Konzerne?

    Nichtregierungsorganisationen stehen zunehmend in der Kritik: Wer finanziert sie? Wessen Interessen vertreten sie? Und wie unabhängig sind sie tatsächlich? Die Hamburger Publizistin Ulrike Sumfleth stellt eine andere Machtfrage. In ihrem Buch „Macht neu verteilen – Wie eine NGO-Partei den Lobbyismus umkehrt“ argumentiert sie, dass nicht das Etikett NGO entscheidend sei, sondern Abhängigkeit, Finanzierung und die dahinterstehenden Netzwerke. Im Gespräch mit Patrik Baab entwickelt Sumfleth daraus eine ungewöhnliche Idee: eine „NGO-Partei“. Sie soll sich systematisch für konzern- und möglichst staatsunabhängige zivilgesellschaftliche Organisationen öffnen und deren Expertise stärker in politische Entscheidungen einbringen. Sumfleth selbst will keine solche Partei gründen, sondern versteht ihr Modell als Konzept und Diskussionsangebot. Im Zentrum steht ihre Kritik an der Macht großer Konzerne und vermögender Eigentümer. Sumfleth argumentiert, dass Kapital nicht nur wirtschaftliche Macht schafft, sondern auch Zugang zu Experten, Kommunikationsnetzwerken und politischer Beratung. Deshalb fragt sie: Wer bestimmt eigentlich, wer als Experte gehört wird? Doch könnte eine solche NGO-Partei nicht selbst zum Ziel von Lobbyisten werden? Wie verhindert man Karriereinteressen, Fraktionsmacht und Unterwanderung? Was passiert, sobald Koalitionen geschlossen werden müssen? Patrik Baab konfrontiert Sumfleths Modell mit genau den Problemen, die sie bestehenden Parteien vorwirft. Das Gespräch führt von staatlich finanzierten NGOs und sogenannten GONGOs über Lobbyismus und Transparenz bis zu Brüssel, dem BSW und der Frage nach einer neuen politischen Interessenvertretung. Besonders zugespitzt wird die Debatte, als Sumfleth die heutige gesellschaftliche Ungleichheit mit der Situation vor 1789 vergleicht und von einer „vorrevolutionären Phase“ spricht. Am Ende formuliert sie ein bewusst schmales politisches Fundament: höhere Steuern auf sehr große Vermögen und Konzerne sowie Klima-, Arten- und Umweltschutz. Bei einem anderen zentralen Thema räumt Sumfleth dagegen selbst eine Leerstelle ein: Krieg und Frieden habe sie in ihrem Buch nicht ausreichend behandelt. Themen dieser Folge: – NGOs, GONGOs und die Frage politischer Abhängigkeit– Wer besitzt gesellschaftliche Macht?– Konzernmacht und politische Einflussnetzwerke– Wer bestimmt, welche Experten gehört werden?– Was ist eine „NGO-Partei“?– 51 Prozent konzernunabhängige Politikberatung– Lobbyismus, Transparenz und politische Selbstbindung– Kann sich eine neue Partei vor Korruption schützen?– Zivilgesellschaft als politische Gegenmacht– Sumfleths Vergleich mit 1789– Links und Rechts oder Gemeinwohl?– Milliardärssteuern und Konzernbesteuerung– Warum Krieg und Frieden im Buch eine Leerstelle bleiben Ulrike Sumfleth:„Ich sehe ehrlich gesagt die Weltgesellschaft in einer vorrevolutionären Phase.“ Kapitel: 00:00 – Begrüßung & Vorstellung von Ulrike Sumfleth 03:30 – Der Einfluss von Konzernmacht auf Wirtschaft & Gesellschaft 11:45 – Lobbyismus in den Schaltzentralen der Politik 19:20 – Wo versagen die etablierten Strukturen? 27:00 – Die Idee einer neuen Partei: Beweggründe & Vision 35:10 – Kernanliegen, Ziele und programmatische Schwerpunkte 41:30 – Wie geht es weiter? Mobilisierung & Ausblick 44:00 – Fazit & Verabschiedung Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus:https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr:Website: https://www.patrikbaab.deTelegram: https://t.me/patrik_baabX: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

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  2. 4d ago

    Scott Ritter: Der Krieg der Drohnen – Wiesbaden, CIA und die Gefahr einer nuklearen Eskalation

    Scott Ritter war US-Marineoffizier und UN-Waffeninspekteur. Im Gespräch mit Patrik Baab berichtet er von seiner Reise in den Donbass und erklärt, wie Drohnen, Satellitendaten und digitale Zielerfassung den Krieg verändert haben. Ausgangspunkt ist Starobilsk. Ritter besuchte dort ein College, das im Mai 2026 von Drohnen getroffen wurde, und schildert Gespräche mit Augenzeugen sowie seine Fahrt durch ein Gebiet unter Drohnengefahr. Er ist überzeugt, dass das College gezielt als ziviles Objekt angegriffen wurde. Von dort führt das Gespräch zur technischen Infrastruktur des Krieges: Starlink, Palantir, Satellitenaufklärung und die sogenannte „Kill Chain“. Ritter beschreibt, wie Daten verarbeitet und in Zielkoordinaten und Waffenwirkung übersetzt werden. Eine zentrale Rolle schreibt er dabei dem US-Stützpunkt Wiesbaden und der Zusammenarbeit zwischen den USA, der NATO und der Ukraine zu. Weitere Themen sind westliche Geheimdienststrukturen in der Ukraine seit 2014, Stay-Behind-Netzwerke sowie die Entstehung der Gruppe Wagner. Ritter schildert seine Sicht auf Wagner, Bachmut, Prigoschins Meuterei und dessen Tod. Besonders anschaulich wird das Gespräch beim modernen Drohnenkrieg: Ritter beschreibt Glasfaserkabel über Feldern und Wäldern, FPV-Drohnen, elektronische Kriegsführung und kleine Angriffstrupps. Nach seiner Analyse bestimmen Drohnen inzwischen Aufklärung, Kommunikation, Feuerleitung und Bewegung auf dem Gefechtsfeld. Im letzten Teil geht es um Angriffe auf das russische Hinterland, Odessa, Geheimdiplomatie zwischen Washington und Moskau und die Frage: Wie kann aus konventioneller Eskalation durch Fehlwahrnehmung und Fehlkalkulation eine nukleare Krise entstehen? Themen dieser Folge: – Ritters Reise in den Donbass und nach Starobilsk– Wie Drohnen den Ukrainekrieg verändert haben– Starlink, Palantir und die „Kill Chain“– Die Rolle des US-Stützpunkts Wiesbaden– CIA-Kooperation und Stay-behind-Strukturen seit 2014– Die Entstehung der Gruppe Wagner– Bachmut, Prigoschins Meuterei und sein Tod– Glasfaser- und FPV-Drohnen an der Front– Angriffe auf russische Energieinfrastruktur– Odessa und die wirtschaftliche Dimension– Geheimdiplomatie zwischen Washington und Moskau– Nukleardoktrin und die Gefahr einer Fehlkalkulation– Ritters Einschätzung zur Zukunft der Ukraine und Europas Scott Ritter:„The drones are what drives the war.“ Kapitel: 00:00:00 – Intro00:01:58 – Begrüßung und Vorstellung von Scott Ritter00:03:15 – Reise in den Donbass & Der Drohnenangriff in Starobilsk00:11:47 – Westliche Technologie im Einsatz: Starlink & Palantir00:21:10 – US-Stützpunkt Wiesbaden & Die Rolle der NATO00:26:24 – CIA-Präsenz und Spezialausbildung in der Ukraine seit 201400:29:07 – Nationalistisches Bataillone & Ausländische Söldner00:31:30 – „Stay-Behind“-Netzwerke und Sabotage hinter den Linien00:38:41 – Die Ursprünge der Gruppe Wagner im Donbass (2014)00:45:20 – Wagner in Bachmut, Prigoschins Meuterei & der Absturz00:54:36 – Augenzeugenberichte aus Starobilsk & menschliche Schicksale00:58:03 – Die Revolution des Drohnenkriegs: Glasfaser & FPV-Taktiken01:10:05 – Angriffe auf das russische Hinterland & Energieinfrastruktur01:17:33 – Schließung des Hafens von Odessa & wirtschaftliche Folgen01:22:20 – CIA-Direktor in Moskau: Hintergründe & Geheimdiplomatie01:29:56 – Risiko einer nuklearen Eskalation & Treffen mit Botschafter Antonow01:39:42 – Westliche Nukleardoktrin & die Rolle der europäischen Staaten01:44:49 – Demografie der Ukraine, Kriegsausgang & geopolitische Folgen für Europa01:51:15 – Fazit & Verabschiedung Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus:https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr:Website: https://www.patrikbaab.deTelegram: https://t.me/patrik_baabX: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

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  3. Sep 27

    Nord Stream: Wer sprengte die Pipelines? Moritz Enders über Andromeda, Hersh und die USA

    Eine Segeljacht, eine kleine Crew, mehrere Sprengsätze – und eine Pipeline in rund 80 Metern Tiefe. Kann der Anschlag auf Nord Stream tatsächlich so abgelaufen sein? Der Filmemacher Moritz Enders hat für seine Dokumentation „Nord Stream – Die Sprengung“ die Hintergründe des Anschlags untersucht. Im Gespräch mit Patrik Baab erklärt er, warum er erhebliche Zweifel an der Andromeda-Rekonstruktion hat. Enders fragt: Wie viele Tauchflaschen wären nötig? Wie funktioniert die Dekompression in dieser Tiefe? Wie hält man eine Segeljacht über der Pipeline in Position? Wie transportiert und befestigt man Unterwassersprengstoff? Daraus entwickelt Enders seine These einer professionell vorbereiteten militärischen Kommandooperation. Das Gespräch behandelt Seymour Hershs umstrittene Rekonstruktion, das NATO-Manöver BALTOPS, Poseidon-Aufklärungsflugzeuge, mögliche Zündmechanismen sowie Spezialtaucher und Tauchboote. Enders hält eine US-amerikanische Beteiligung für wahrscheinlich, macht aber mehrfach deutlich, wo seine Recherche keine abschließenden Antworten liefert. Im zweiten Teil geht es um die geopolitische Bedeutung von Nord Stream. Enders verbindet den Anschlag mit dem Verhältnis zwischen Deutschland, Russland und den USA, mit Energiepolitik, amerikanischem Flüssiggas und der Heartland-Theorie. Sein Film zieht zudem eine historische Parallele zur Bagdadbahn. Schließlich geht es um Joe Bidens Äußerungen zu Nord Stream 2, Olaf Scholz’ Auftritt in Washington, die deutschen Ermittlungen und die wirtschaftlichen und geopolitischen Folgen für Deutschland. Themen dieser Folge: – Wie plausibel ist die Andromeda-Rekonstruktion?– Tauchen und Sprengstoff in rund 80 Metern Tiefe– Dekompression, Positionierung und Spezialausrüstung– Ungereimtheiten, Spuren und Beweismaterial– Warum Enders eine militärische Operation für plausibler hält– Seymour Hersh, BALTOPS und die Nord-Stream-Sabotage– Poseidon-Aufklärungsflugzeuge und mögliche Zündmechanismen– Enders’ These einer möglichen US-Beteiligung– Deutschland, Russland und die geopolitische Bedeutung von Nord Stream– Fracking-Gas und wirtschaftliche Interessen– Heartland-Theorie und die Parallele zur Bagdadbahn– Biden, Scholz und die Frage nach deutscher Souveränität– Deutsche Behörden und die Aufklärung– Reaktionen auf Enders’ Dokumentarfilm „Was vollkommen deutlich wird, ist ja, dass es eine hochkomplexe Aktion ist. Das ist eine militärisch geplante Kommandoaktion, die Monate vorher geplant werden muss.“– Moritz Enders Kapitel: 00:00 – Einleitung: Zweifel an der offiziellen Andromeda-These03:00 – Technische Hürden & Tauchlogistik in 80 m Tiefe06:24 – Ungereimtheiten der Route & Beweislage10:20 – Militärische Dimension & Seymour Hershs Recherchen13:07 – Zündmechanismen & Analyse durch Akustik-Experten18:15 – Planung in den USA & Spezialeinheiten22:56 – Flugbewegungen der Poseidon-Aufklärungsflugzeuge24:28 – US-Strategie gegen Nord Stream im Vorfeld26:00 – Geopolitische Einordnung & die Heartland-Theorie30:00 – Wirtschaftliche Interessen: Fracking-Gas & Industriestandort33:05 – Historischer Vergleich: Die Bagdadbahn im 1. Weltkrieg37:44 – Der Auftritt von Scholz und Biden in Washington40:12 – Rolle der deutschen Behörden & des Generalbundesanwalts43:30 – Transatlantische Bindungen in der Politik46:30 – Kinoausstrahlung & Reaktionen der Medien Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus:https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr:Website: https://www.patrikbaab.deTelegram: https://t.me/patrik_baabX: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

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  4. Sep 25

    (DEUTSCH) Julija Mendel: Von Selenskyjs Sprecherin zur Kritikerin – „Frieden ist pro-ukrainisch“

    Julija Mendel war von 2019 bis 2021 Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Heute gehört sie zu seinen schärfsten Kritikerinnen. Im Gespräch mit Patrik Baab erklärt sie, warum sie mit ihrem früheren Chef gebrochen hat und weshalb sie Frieden, Neutralität und einen grundlegenden Strategiewechsel für die Ukraine fordert. Mendel spricht ungewöhnlich offen über ihre Zeit im Präsidentenbüro. Sie erzählt von Selenskyjs Umgang mit Kritik, seinem Fokus auf öffentliche Wirkung und PR und von jenem Moment im Jahr 2021, in dem sie zu der Überzeugung gelangte, der Dialog mit Russland werde abreißen. Dennoch unterstützte sie Selenskyj nach dem russischen Angriff 2022 zunächst weiter. Heute blickt sie selbstkritisch darauf zurück. Besonders persönlich wird das Gespräch, als Mendel über ihre Heimatregion Cherson spricht. Sie schildert die Folgen des russischen Beschusses, die Angst der Zivilbevölkerung und den demografischen Niedergang der Ukraine. Russland und Putin spricht sie ausdrücklich nicht von der Verantwortung für den Krieg frei. Gleichzeitig wirft sie Selenskyj vor, Chancen auf Verhandlungen ausgeschlagen und den eigenen Machterhalt über die Interessen des Landes gestellt zu haben. Weitere Themen sind Korruption, Mobilisierung, politische Sanktionen gegen Mendel, der Maidan, die NATO-Frage und die Verhandlungen von Istanbul 2022. Mendel plädiert für eine neutrale Ukraine und sagt: „Peace is not pro-Russian, peace is pro-Ukrainian.“ Am Ende richtet sich der Blick nach vorn: Was kommt nach Selenskyj? Und könnte Julija Mendel selbst noch einmal eine politische Rolle in der Ukraine übernehmen? Themen dieser Folge: – Warum Julija Mendel mit Selenskyj gebrochen hat– Ihre persönlichen Erfahrungen im Präsidentenbüro– Sanktionen, Meinungsfreiheit und politischer Druck– Cherson und die menschlichen Kosten des Krieges– Korruption, Mobilisierung und der Zustand der ukrainischen Demokratie– Warum Mendel 2021 das Präsidentenbüro verließ– Warum sie Selenskyj 2022 trotzdem noch unterstützte– Maidan und ihre heutige Sicht auf die Ereignisse von 2014– NATO-Mitgliedschaft oder Neutralität?– Istanbul 2022 und Mendels Sicht auf verpasste Friedenschancen– Trump und mögliche Wege zu Verhandlungen– Was kommt nach Selenskyj – und welche Rolle könnte Mendel spielen? Julija Mendel:„Peace is not pro-Russian, peace is pro-Ukrainian.“ Kapitel: (00:00) Julija Mendel: von der Insiderin zur Kritikerin(02:59) Mirotworez und Angst um ihre Familie(04:39) Warum sie nicht ins Europäische Parlament durfte(08:10) Selenskyjs Sanktionen gegen Mendel(09:51) Ist die Ukraine noch eine Demokratie?(11:56) Cherson: die menschlichen Kosten des Krieges(16:42) Warum Mendel Selenskyj mitverantwortlich macht(17:51) So erlebte sie Selenskyj persönlich(21:35) „Ein fantastischer Schauspieler“(24:43) Oligarchen, Geld und Korruptionsvorwürfe(30:04) Maidan: Mendels Blick zurück(34:26) NATO oder Neutralität?(34:59) Wie Mendel Selenskyjs Sprecherin wurde(36:27) PR statt Strategie? Erfahrungen aus dem Präsidentenbüro(39:23) Warum sie 2021 ging(43:17) Ukraine vor dem russischen Großangriff(47:40) Warum sie Selenskyj 2022 trotzdem unterstützte(49:51) Waffenlieferungen und Korruption(51:49) Istanbul 2022 und die Friedensverhandlungen(55:18) Welche Rolle spielte Boris Johnson?(56:25) Mendels Weg zum Frieden: Neutralität(1:00:19) Was kostet dieser Krieg die Ukraine?(1:03:26) Trump und die Friedensfrage(1:05:50) Hat Selenskyj noch Rückhalt?(1:07:06) Was kommt nach Selenskyj?(1:07:25) Würde Julija Mendel selbst bereitstehen? Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus:https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr:Website: https://www.patrikbaab.deTelegram: https://t.me/patrik_baabX: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

    (DEUTSCH) Julija Mendel: Von Selenskyjs Sprecherin zur Kritikerin – „Frieden ist pro-ukrainisch“
  5. Sep 24

    Julija Mendel: Von Selenskyjs Sprecherin zur Kritikerin – „Frieden ist pro-ukrainisch“

    Julija Mendel war von 2019 bis 2021 Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Heute gehört sie zu seinen schärfsten Kritikerinnen. Im Gespräch mit Patrik Baab erklärt sie, warum sie mit ihrem früheren Chef gebrochen hat und weshalb sie Frieden, Neutralität und einen grundlegenden Strategiewechsel für die Ukraine fordert. Mendel spricht ungewöhnlich offen über ihre Zeit im Präsidentenbüro. Sie erzählt von Selenskyjs Umgang mit Kritik, seinem Fokus auf öffentliche Wirkung und PR und von jenem Moment im Jahr 2021, in dem sie zu der Überzeugung gelangte, der Dialog mit Russland werde abreißen. Dennoch unterstützte sie Selenskyj nach dem russischen Angriff 2022 zunächst weiter. Heute blickt sie selbstkritisch darauf zurück. Besonders persönlich wird das Gespräch, als Mendel über ihre Heimatregion Cherson spricht. Sie schildert die Folgen des russischen Beschusses, die Angst der Zivilbevölkerung und den demografischen Niedergang der Ukraine. Russland und Putin spricht sie ausdrücklich nicht von der Verantwortung für den Krieg frei. Gleichzeitig wirft sie Selenskyj vor, Chancen auf Verhandlungen ausgeschlagen und den eigenen Machterhalt über die Interessen des Landes gestellt zu haben. Weitere Themen sind Korruption, Mobilisierung, politische Sanktionen gegen Mendel, der Maidan, die NATO-Frage und die Verhandlungen von Istanbul 2022. Mendel plädiert für eine neutrale Ukraine und sagt: „Peace is not pro-Russian, peace is pro-Ukrainian.“ Am Ende richtet sich der Blick nach vorn: Was kommt nach Selenskyj? Und könnte Julija Mendel selbst noch einmal eine politische Rolle in der Ukraine übernehmen? Themen dieser Folge: – Warum Julija Mendel mit Selenskyj gebrochen hat– Ihre persönlichen Erfahrungen im Präsidentenbüro– Sanktionen, Meinungsfreiheit und politischer Druck– Cherson und die menschlichen Kosten des Krieges– Korruption, Mobilisierung und der Zustand der ukrainischen Demokratie– Warum Mendel 2021 das Präsidentenbüro verließ– Warum sie Selenskyj 2022 trotzdem noch unterstützte– Maidan und ihre heutige Sicht auf die Ereignisse von 2014– NATO-Mitgliedschaft oder Neutralität?– Istanbul 2022 und Mendels Sicht auf verpasste Friedenschancen– Trump und mögliche Wege zu Verhandlungen– Was kommt nach Selenskyj – und welche Rolle könnte Mendel spielen? Julija Mendel:„Peace is not pro-Russian, peace is pro-Ukrainian.“ Kapitel: (00:00) Julija Mendel: von der Insiderin zur Kritikerin(02:59) Mirotworez und Angst um ihre Familie(04:39) Warum sie nicht ins Europäische Parlament durfte(08:10) Selenskyjs Sanktionen gegen Mendel(09:51) Ist die Ukraine noch eine Demokratie?(11:56) Cherson: die menschlichen Kosten des Krieges(16:42) Warum Mendel Selenskyj mitverantwortlich macht(17:51) So erlebte sie Selenskyj persönlich(21:35) „Ein fantastischer Schauspieler“(24:43) Oligarchen, Geld und Korruptionsvorwürfe(30:04) Maidan: Mendels Blick zurück(34:26) NATO oder Neutralität?(34:59) Wie Mendel Selenskyjs Sprecherin wurde(36:27) PR statt Strategie? Erfahrungen aus dem Präsidentenbüro(39:23) Warum sie 2021 ging(43:17) Ukraine vor dem russischen Großangriff(47:40) Warum sie Selenskyj 2022 trotzdem unterstützte(49:51) Waffenlieferungen und Korruption(51:49) Istanbul 2022 und die Friedensverhandlungen(55:18) Welche Rolle spielte Boris Johnson?(56:25) Mendels Weg zum Frieden: Neutralität(1:00:19) Was kostet dieser Krieg die Ukraine?(1:03:26) Trump und die Friedensfrage(1:05:50) Hat Selenskyj noch Rückhalt?(1:07:06) Was kommt nach Selenskyj?(1:07:25) Würde Julija Mendel selbst bereitstehen? Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus:https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr:Website: https://www.patrikbaab.deTelegram: https://t.me/patrik_baabX: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

    Julija Mendel: Von Selenskyjs Sprecherin zur Kritikerin – „Frieden ist pro-ukrainisch“
  6. Sep 23

    Julija Mendel: „Frieden kann nicht prorussisch sein" – Ex-Sprecherin Selenskyjs rechnet mit der Kriegspolitik ab

    Julija Mendel, ehemalige Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, hält vor EU-Parlamentariern in Straßburg, am 16. September 2029 eine Rede über die humanitären und gesellschaftlichen Folgen des Krieges. Sie schildert den Zusammenbruch des Alltags in der Ukraine, kollabierende Demografie, zerstörte Infrastruktur, traumatisierte Kinder und fordert einen Kurswechsel hin zu Verhandlungen. Themen dieser Rede:– Die Realität des Krieges: Kinder ohne Bildung und Zukunftsperspektive– Die Lage an der Front und in Regionen wie Cherson– Mendels Kritik an Selenskyjs Maximalforderungen und Vorwürfe von Korruption– Der dramatische Bevölkerungsrückgang und die wirtschaftliche Lage der Ukraine– Meinungsfreiheit unter Druck: Die Kriminalisierung von Friedensforderungen– Das Scheitern von Sanktionen und die Forderung nach Diplomatie „Frieden kann nicht prorussisch sein. Frieden ist der einzige Weg aus der Krise." – Julija Mendel Kapitel:(00:00) Einleitung & Begrüßung(00:17) Julija Mendel über ihre Rolle und den Bruch mit der Kiewer Linie(02:30) Die Realität des Krieges: Kinder ohne Bildung und Zukunft(05:15) Kampf ums Überleben: Die Lage an der Front und in Cherson(08:40) Großmacht-Ideen vs. Rettung der Ukraine(11:30) Gekündigte Vereinbarungen und Selenskyjs Maximalforderungen(14:00) Die bittere Demografie: Der schrumpfende Staat(16:45) Zerstörte Wirtschaft und wachsende Abhängigkeit(19:10) „Frieden kann nicht prorussisch sein": Meinungsfreiheit unter Druck(22:00) Zwangsmobilisierung und Korruption im Führungszirkel(24:45) Aufrüstung, Feindbilder und westliche Illusionen(28:15) Scheitern der Sanktionen und Notwendigkeit von Diplomatie(31:00) Autokratische Tendenzen und Repression gegen Friedensstimmen(33:20) Das finnische Modell vs. Afghanistan-Szenario(34:50) Schlussappell an Europa: Verhandlungen statt Zerstörung(35:40) Danksagung Dieser Beitrag dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus:Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr: https://www.patrikbaab.de | Telegram: https://t.me/patrik_baab | X: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

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  7. Sep 22

    Julija Mendel: „Frieden ist nicht pro-russisch“ – Selenskyjs Ex-Sprecherin rechnet mit Europas Ukrainekurs ab

    Julija Mendel war Sprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Heute gehört sie zu seinen scharfen Kritikerinnen und fordert ein Ende der militärischen Eskalation. In Straßburg will sie ihre Botschaft vor Abgeordneten des Europäischen Parlaments vortragen – doch sie darf das Parlamentsgebäude nicht betreten. In diesem „Zur Sache“ berichtet Patrik Baab aus dem Hotel Grand-Île, nur wenige Schritte vom Europäischen Parlament entfernt. Während Mendel ihre Rede per Video hält, tagt im Nebenraum eine kanadische Delegation um Premierminister Mark Carney. Für Baab werden die beiden Hotelräume zum Sinnbild zweier politischer Richtungen: hier Mendels Forderung nach Verhandlungen, dort die strategische Annäherung zwischen Kanada und der EU. Mendel spricht über die menschlichen Kosten des Ukrainekriegs, Korruption und die Politik Selenskyjs. Ihre zentrale Botschaft: Frieden zu fordern sei nicht pro-russisch. Russlands Krieg verurteilt sie ausdrücklich, zugleich warnt sie davor, ukrainische Menschenleben einer Strategie dauerhafter militärischer Eskalation unterzuordnen. Doch der Beitrag stellt noch eine zweite Frage: Welche politische Rolle könnte Mendel künftig spielen? Baab zeichnet ihren Weg von Selenskyjs Sprecherin zur Kritikerin nach und untersucht ihre politischen Schnittmengen mit Donald Trump, J.D. Vance und Marco Rubio. Als er sie auf die Rolle der USA anspricht, will Mendel die Frage nicht beantworten. Daraus entwickelt Baab seine Hypothese: Könnte Mendel für Washington eine politische Rolle in einer Ukraine nach Selenskyj spielen? Themen dieser Folge: – Warum Julija Mendel nicht ins Europäische Parlament durfte– Von Selenskyjs Sprecherin zu seiner Kritikerin– Mendels Appell für Verhandlungen und ein Ende der Eskalation– „Frieden ist nicht pro-russisch“– Die menschlichen und gesellschaftlichen Kosten des Ukrainekriegs– Mendels Kritik an Selenskyj und europäischen Entscheidungsträgern– Mark Carney und die strategische Annäherung zwischen Kanada und EU– Unterschiedliche Interessen Washingtons und Brüssels– Mendels politische Schnittmengen mit Trump, Vance und Rubio– Die Frage nach einer politischen Neuordnung der Ukraine „Wenn ihr wirklich gegen Russland kämpfen wollt, geht an die Front. Zensiert nicht die Ukrainer, die nach Frieden rufen.“– Julija Mendel Kapitel: (00:00) Straßburg: der politische „Tatort“(01:45) Zwei Räume, zwei politische Richtungen(03:25) Warum Julija Mendel nicht ins Parlament darf(05:30) Mendels Friedensappell(07:45) Ukrainekrieg: Menschenleben und Kriegsziele(09:15) „Frieden ist nicht pro-russisch“(11:00) Mendel über Selenskyj und die Ukraine(13:20) Wer ist Julija Mendel heute?(15:20) Die Frage nach Washington(17:00) Trump, Rubio und Vance: politische Schnittmengen(19:00) Washington und Brüssel: unterschiedliche Strategien?(21:00) Mendel nach Selenskyj?(22:30) Rückkehr zum „Tatort“ Grand-Île Dieser Beitrag dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus:https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr:Website: https://www.patrikbaab.deTelegram: https://t.me/patrik_baabX: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

    Julija Mendel: „Frieden ist nicht pro-russisch“ – Selenskyjs Ex-Sprecherin rechnet mit Europas Ukrainekurs ab
  8. Sep 20

    Patrik Baab: Tagebuch meines Todes – Warum ich meine Flucht vorbereitet habe

    Was nimmt man mit, wenn man glaubt, sein Land verlassen zu müssen? Wie schützt man seine Kommunikation? Wohin bringt man sein Geld? Und was geschieht mit einem Menschen, der nachts darauf wartet, dass es an seiner Tür klingelt? In „Tagebuch meines Todes“ verbindet Patrik Baab persönliche Erfahrungen und Ängste mit einer fundamentalen Kritik an der politischen Entwicklung Deutschlands und Europas. Ausgangspunkt ist eine Reise nach Malta: eine anonyme SIM-Karte, die Suche nach einem Bankkonto, ein vorbereiteter Fluchtkoffer und die Frage, wie eine Flucht aus der EU aussehen könnte. Baab erinnert an berufliche Konsequenzen und öffentliche Kampagnen nach seinen Reisen in den Donbass, an Konflikte mit Universität und Arbeitgeber sowie an eine Vorladung der Berliner Staatsanwaltschaft. Aus dieser persönlichen Geschichte entwickelt er seine politische These: Sanktionen, Überwachung, Aufrüstung, Informationskontrolle und Ukrainekrieg seien Ausdruck einer Entwicklung, die demokratische und rechtsstaatliche Sicherheiten zunehmend gefährde. Der Vortrag weitet sich schließlich zu einer Analyse von EU, NATO, Finanzindustrie und Kriegsökonomie aus. Baab stellt die These auf, dass Europas Aufrüstung eine politische und wirtschaftliche Eigendynamik entwickelt habe, die den Frieden selbst zum Problem werden lasse. Doch am Ende kehrt die Geschichte dorthin zurück, wo sie begonnen hat: zu einem einzelnen Menschen und seiner Angst. Traum und Wirklichkeit verschwimmen – bis zur Vision des eigenen Todes. Themen dieser Folge: – Warum Patrik Baab eine mögliche Flucht vorbereitet– Berufliche Ausgrenzung und seine Erfahrungen nach den Donbass-Reisen– Mirotworez, Staatsanwaltschaft und die Angst vor Verfolgung– Anonyme SIM-Karte, Kreditkarte und digitale Überwachung– EU-Sanktionen und Baabs Kritik an rechtsstaatlichen Defiziten– Informationskontrolle und kognitive Kriegsführung– Malta, Luxemburg und die Finanzierung der Aufrüstung– Rüstungsindustrie und die These vom ökonomischen Kriegszwang– Ukrainekrieg und europäische Machtpolitik– Schlaflosigkeit, Todesangst und die „Zeit der Monster“ „Was würde man mitnehmen müssen im Augenblick der Flucht, der den Rückweg auf immer verschlöße.“– Patrik Baab Kapitel: (00:00) Tagebuch meines Todes: Flucht durch Valletta(03:30) Die Liste, auf der sein Name steht(05:30) Ausgrenzung, Kündigung und öffentliche Kampagnen(08:30) Staatsanwaltschaft und Angst vor den Folgen einer Aussage(10:30) Kreditkarte: die verräterische digitale Spur(12:00) Der Fluchtkoffer unter dem Bett(15:00) Sanktionen und die Angst vor staatlicher Verfolgung(18:00) Malta, EU-Eliten und politische Netzwerke(22:00) Finanzsystem und Kriegsökonomie(25:00) Aufrüstung: Wird Frieden zum Problem?(27:00) „Bankrott oder Krieg“ – Baabs These über Europas Sackgasse(30:00) Schlaflosigkeit und Todesangst(33:00) „Es war die Zeit der Monster“ Dieser Vortrag dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus:https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Mehr:Website: https://www.patrikbaab.deTelegram: https://t.me/patrik_baabX: https://x.com/PatrikBaabOG © 2026 Patrik Baab

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