The Kurious Radio

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**The Kurious Radio ist der Podcast zum The Kurious Magazine** Hier entdeckt ihr neue Hobbys, plant kleine und große Abenteuer, knüpft echte Freundschaften, wechselt Perspektiven, schaut Sterne, schreibt mal wieder einen Brief oder geht ins Museum. Nicht aus Nostalgie – sondern weil im digitalen Dauerrauschen etwas verloren geht: Neugier, Abenteuer, echtes Leben. Wir erzählen Geschichten vom Leben und Sterben, von Ameisen und Vögeln, von stillen Freundschaften und wilden Partys. Dazu gibt’s neue Musik, Rezepte – und Menschen, die sagen: Warum nur träumen?

  1. Apr 10

    Papyrus Rabbit Hole: True-Crime aus dem Alten Rom

    Papyrus – klingt nach staubigen Texten und ziemlich weit weg von unserer Gegenwart. Aber dieses Vorurteil ändert sich schnell, wenn einem Anna Dolganov, Althistorikerin und Papyrologin am Österreichischen Archäologischen Institut, diesen unter die Nase hält. Denn ihr letzter Forschungsfund, ein Papyrus etwa so groß wie ein heutiges A4-Blatt, enthält den Stoff für einen waschechten Politthriller. Im Mittelpunkt stehen zwei Herren: Gadalias, der Sohn eines Notars mit zweifelhaftem Ruf, und sein Kumpan Saulos, ein Mann mit einer Vorliebe für kreative Buchhaltung. Ihr Verbrechen? Ein fingierter Sklavenkauf, verbunden mit einer dreisten Manipulation offizieller Dokumente. Das Ziel: Steuern sparen. Wahrscheinlich. Was genau Gadalias und Saulos bezweckten, bleibt unklar. War es bloß ein schlauer Trick, um den römischen Fiskus zu prellen? Oder steckte mehr dahinter? Immerhin fällt auf, dass einer der vermeintlich gekauften Sklaven anschließend freigelassen wurde. Ein merkwürdiger Zug für einen Finanzbetrug – es sei denn, der wahre Plan bestand darin, jüdische Sklaven in die Freiheit zu schleusen, vielleicht sogar Rebellen, die in den Wirren der letzten Aufstände in Gefangenschaft geraten waren. Der Fall Gadalias und Saulos zeigt: Geschichte ist selten so klar, wie sie scheint. War es ein gewöhnlicher Betrug – oder ein Akt des Widerstands? Hatte man es nur auf Geld abgesehen, oder ging es um weit mehr? Und wie fühlt es sich an, fast 2000 Jahre später ein Dokument zu entziffern, das mitten in diesen Wirren geschrieben wurde? Diese Podcast-Folge haben wir uns von unserem Schwesternpodcast IM MUSEUM ausgeborgt.

    49 min
  2. Analoge Sprachnachrichten

    Mar 6

    Analoge Sprachnachrichten

    Hallo, wie geht's? Gut? Mir auch! Wie ist es, die eigene Stimme aufzunehmen, sie auf einer Schallplatte einzuschreiben, in einen Briefumschlag zu stecken und dann über den Atlantik aus der USA zurück nach Wien zu verschicken? Sprachnachrichten gibt es schon überraschend lange. Vor dem Kassettenrecorder, mit denen jede Person ein Aufnahmegerät ins Haus bekam, gab es im öffentlichen Raum Voice-o-maten, das sind Aufnahmekabinen, die ein bisschen wie Telefonzellen aussahen. Man warf eine Münze rein und hatte 2 Minuten Zeit, ins Mikrofon zu sprechen. Die Schallplatte, die dabei herauskam, konnte man dann versenden oder weiter schenken. Eva Kapeller-Hallama beschäftigte sich die letzten Jahre mit analogen Audiobriefen. Sie leitet das Forschungsprojekt SONIME – Sonic Memories, Audio Letters in Times of Migration and Mobility und baute damit an der Österreichischen Mediathek eine eigene Audiobriefsammlung auf. In dieser Episode ist sie bei uns im Studio zu Gast und hat einige Originalaufnahmen mitgebracht! Ihr hört Briefe aus dem Jahr 1912 und 1968, einen, der in einer Badewanne aufgenommen wurde, und einen bei dem niemand weiß, wer denn die darauf zu hörenden Personen sind. Eva: „Man kann sehr viel durch die Stimme selbst erfahren. Wenn man eine Aufnahme hat, auf der mehrere Familienmitglieder zu hören sind, und wir jetzt den Kontext dazu nicht haben, kann man die Beziehungen oft an den Zwischentönen verstehen, nicht an den Worten. Man kann hören, in welchem Verhältnis die einzelnen Personen zueinander stehen.“

    59 min

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**The Kurious Radio ist der Podcast zum The Kurious Magazine** Hier entdeckt ihr neue Hobbys, plant kleine und große Abenteuer, knüpft echte Freundschaften, wechselt Perspektiven, schaut Sterne, schreibt mal wieder einen Brief oder geht ins Museum. Nicht aus Nostalgie – sondern weil im digitalen Dauerrauschen etwas verloren geht: Neugier, Abenteuer, echtes Leben. Wir erzählen Geschichten vom Leben und Sterben, von Ameisen und Vögeln, von stillen Freundschaften und wilden Partys. Dazu gibt’s neue Musik, Rezepte – und Menschen, die sagen: Warum nur träumen?