Nahaufnahme - Über Menschen, Bilder und die Geschichten dahinter

Dominik Böckling

"Nahaufnahme – Über Menschen, Bilder und die Geschichten dahinter" ist ein Podcast über die menschliche Seite der Portraitfotografie. Statt über Technik, Kameraeinstellungen oder Ausrüstung zu sprechen, richtet sich der Blick auf das, was Portraits wirklich prägt: Begegnungen, Vertrauen, Kommunikation und die vielen kleinen Momente, die sich nicht planen lassen. Host Dominik Böckling, promovierter Geograph und Portraitfotograf, nimmt dich mit hinter die Kulissen seiner Arbeit. Er spricht über Emotionen beim Shooten und darüber, wie authentische Portraits entstehen. Immer wieder kommen auch Menschen zu Wort, die selbst vor seiner Kamera standen oder ihn fotografisch begleitet haben. Wenn dich interessiert, welche Geschichten zwischen Fotograf und Model entstehen, wie man echte Momente einfängt und was Portraitfotografie jenseits der Technik bedeuten kann, dann bist du hier genau richtig. Nahaufnahme ist ein Podcast für alle, die Portraitfotografie als Begegnung verstehen – und für alle, die Freude daran haben, Menschen und ihre Geschichten in einem neuen Licht zu sehen.

  1. Oct 22

    Wenn aus einem Shooting nichts wird

    Nicht jede Anfrage führt am Ende zu einem Shooting. Termine ändern sich, Vorstellungen passen doch nicht zusammen oder jemand merkt einfach, dass ein Projekt gerade nicht das Richtige ist. Eine Absage ist deshalb für mich grundsätzlich kein Problem. Spannender finde ich die Frage, wie dieses Nein kommuniziert wird – oder ob es überhaupt kommuniziert wird. In dieser Folge von "Nahaufnahme" geht es um Absagen, Funkstille und Ghosting rund um Shootings. Dabei unterscheide ich bewusst zwischen einem ganz frühen, noch unverbindlichen Kontakt und Situationen, in denen bereits ein Termin feststeht, konkrete Ideen ausgetauscht wurden oder sogar schon ein Vertrag beziehungsweise ein individuelles Angebot vorbereitet wurde. Interessanterweise habe ich im privaten Portraitbereich bislang kaum echtes Ghosting erlebt. Meine deutlichste Erfahrung damit stammt ausgerechnet aus dem B2B-Bereich: Nach einer konkreten Anfrage für ein Eventshooting habe ich Zeit in ein individuelles Angebot investiert – und anschließend trotz freundlicher Nachfrage nie wieder eine Rückmeldung erhalten. Für mich zeigt dieses Beispiel ziemlich gut, worum es eigentlich geht: Je konkreter eine Zusammenarbeit wird, desto größer wird auch die Verantwortung, klar miteinander zu kommunizieren. Denn ein Nein kann vielleicht enttäuschen, schafft aber Klarheit. Funkstille lässt die andere Seite dagegen in der Ungewissheit. Eine Folge über Verbindlichkeit, Professionalität und die Frage, warum keine Antwort zwar auch eine Antwort sein kann – aber oft die unhöflichere.

  2. Oct 8

    Bitte lächeln?

    Warum lächeln Menschen auf meinen Portraits eigentlich vergleichsweise selten? Diese Rückmeldung habe ich in den vergangenen Wochen gleich mehrfach bekommen – und sie hat mich dazu gebracht, meinen eigenen fotografischen Blick etwas genauer zu hinterfragen. Tatsächlich bevorzuge ich selbst häufig ruhigere, nachdenklichere Portraits. Gleichzeitig habe ich beim Blick in mein Archiv festgestellt, dass während meiner Shootings durchaus viele lachende und lächelnde Bilder entstehen. Ich habe sie bisher nur seltener für meine Webseite oder für Social Media ausgewählt. Podcast Bitte lächeln In dieser Folge geht es deshalb nicht um die Frage, ob Lächeln auf Portraits gut oder schlecht ist. Viel interessanter finde ich die Frage, warum wir Gesichtsausdruck so häufig als binäre Entscheidung betrachten: lächeln oder ernst schauen. Dazwischen liegt schließlich ein großes Spektrum – vom angedeuteten Lächeln über einen weichen, entspannten Blick bis zu Nachdenklichkeit, Ruhe oder einem spontanen herzlichen Lachen. Außerdem spreche ich darüber, warum sich die gewünschte Wirkung eines Portraits je nach Kontext verändern kann. Gerade bei Business- und Personal-Branding-Portraits kann ein freundlicher Ausdruck Nähe und Sympathie vermitteln. Trotzdem muss ein Lächeln zur Person passen – und manchmal kann ein ruhigeres Portrait genau die richtige Wahl sein. Podcast Bitte lächeln Und wie sieht es bei Hochzeiten, Geburtstagen oder Familienbildern aus? Muss ein Fotograf dort möglichst viel Freude aus den Menschen "herauskitzeln" – oder geht es eher darum, eine Atmosphäre zu schaffen, in der echte Freude überhaupt entstehen kann? Eine Folge über Gesichtsausdruck, fotografische Vorlieben und die Frage, ob Authentizität überhaupt einen bestimmten Gesichtsausdruck haben kann.

  3. Sep 24

    Wenn die Stimmung stimmt – im Gespräch mit Marana

    Premiere bei "Nahaufnahme": Zum ersten Mal ist ein Gast im Podcast zu hören. Mit Marana habe ich in den vergangenen Jahren mehrfach fotografiert – und genau deshalb interessiert mich in diesem Gespräch besonders der Perspektivwechsel. Wie erlebt sie ein Shooting vor der Kamera? Was bleibt ihr von unseren gemeinsamen Shootings in Erinnerung? Und wo unterscheiden sich ihre Wahrnehmung und meine Perspektive als Fotograf? Wir sprechen darüber, wie Marana überhaupt zum Modeln gekommen ist, welche Rolle Schauspiel, Tanz und Körperausdruck dabei spielen und warum sich ein gutes Shooting für sie weniger nach statischem Posing als nach Bewegung und Flow anfühlt. Natürlich blicken wir auch auf unsere drei bisherigen gemeinsamen Shootings zurück – vom anfänglichen Lampenfieber beim ersten Treffen bis zu einem immer entspannteren und intuitiveren Zusammenspiel. Anhand von vier ausgewählten Bildern sprechen wir darüber, was ein Portrait für uns besonders macht und warum Fotografie immer auch ein Gemeinschaftswerk ist. Die Bilder dazu findet ihr in einer kleinen Online-Galerie, die in den Shownotes verlinkt ist. Außerdem geht es um Vertrauen und Kommunikation beim Shooting, klare Absprachen und persönliche Grenzen, hilfreiches Feedback und die Frage, was dabei hilft, wieder aus dem Kopf und zurück in den Moment zu kommen. Marana erzählt auch von ihrer eigenen Fotografie, ihrer Verbundenheit mit der Natur und von ihrem bislang außergewöhnlichsten Shooting. Zum Abschluss gibt es eine kleine Runde mit Satzanfängen, die Marana spontan ergänzt – über Fotografiertwerden, gelungene Bilder, Kreativität, Selbstwahrnehmung und das, was sie an der Arbeit vor der Kamera besonders schätzt. Eine Folge über Portraitfotografie aus zwei Blickrichtungen – und über das, was zwischen Fotograf und fotografierter Person entstehen kann, wenn die Stimmung stimmt.

  4. Sep 10

    Wenn Bilder eine Stimme bekommen

    In dieser kurzen Folge von "Nahaufnahme" geht es um einen kleinen Ausblick auf das, was den Podcast künftig punktuell ergänzen wird: Gespräche mit Menschen, die bereits vor meiner Kamera standen. Bisher habe ich hier vor allem aus meiner Perspektive als Fotograf über Portraitfotografie gesprochen – über Bildauswahl, kreative Prozesse, fotografische Haltung und darüber, was beim Fotografieren zwischen Menschen entstehen kann. Mit den kommenden Interviewfolgen soll nun eine zweite Perspektive dazukommen: die Perspektive der Person vor der Kamera. Denn ein Portrait entsteht nicht nur durch Licht, Technik oder Bildaufbau. Es entsteht auch durch Begegnung, Vertrauen und durch das Zusammenspiel zwischen der Person hinter und der Person vor der Kamera. In der nächsten Folge wird es deshalb das erste Interview bei "Nahaufnahme" geben – mit Marana, mit der ich in der Vergangenheit bereits mehrfach geshootet habe. Wir sprechen über unsere gemeinsamen Shooting-Erfahrungen, über die unterschiedlichen Perspektiven vor und hinter der Kamera und auch über allgemeinere Einblicke in besondere Shootings. Zu solchen Interviewfolgen wird es außerdem eine kleine Online-Galerie geben, die jeweils in den Shownotes verlinkt wird. Dort könnt ihr euch einige ausgewählte Bilder aus den gemeinsamen Shootings anschauen und so neben dem Gespräch auch einen visuellen Eindruck bekommen. Eine kurze Folge über den Schritt vom fotografischen Blick zum persönlichen Gespräch – und darüber, warum eine Nahaufnahme manchmal nicht nur durch ein Bild entsteht, sondern auch durch Zuhören.

  5. Aug 27

    Welche Bilder bleiben?

    In dieser Folge von "Nahaufnahme" geht es um ein Thema, über das nach Shootings erstaunlich wenig gesprochen wird: Bildauswahl. Welche Bilder kommen nach einem Shooting überhaupt in eine Auswahlgalerie? Wie viele Bilder sind angemessen? Wer entscheidet, welche Fotos final bearbeitet werden? Und wie findet man eine faire Lösung, wenn Fotograf und fotografierte Person mit unterschiedlichen Erwartungen auf die Bilder schauen? Gerade bei freien Projekten und TfP-Shootings gibt es dafür keine allgemeingültigen Regeln. Manche Fotografinnen und Fotografen stellen sehr große Auswahlgalerien bereit, andere liefern nur wenige final bearbeitete Bilder aus. Ich spreche darüber, warum ich mich mit meiner eigenen Arbeitsweise bewusst zwischen diesen Extremen bewege: echte Auswahlmöglichkeit ja – aber keine ungefilterte Bilderflut. Außerdem erzähle ich, wie sich meine eigene Haltung zur Bildauswahl über die Jahre verändert hat: von sehr großen Galerien mit mehreren hundert Bildern hin zu stärker kuratierten Auswahlen, die nicht überfordern, sondern Orientierung geben. Es geht um Qualität vor Quantität, um die unterschiedlichen Perspektiven von Fotograf und Model, um Vertrauen bei freien Projekten, um das Aussortieren technisch schwächerer Bilder, um Mitspracherecht bei Veröffentlichungen – und um die Frage, warum Postproduktion ein oft unterschätzter Teil fotografischer Arbeit ist. Auch KI-gestützte Bildbearbeitung spielt eine Rolle: Moderne Tools können heute viele Arbeitsschritte beschleunigen. Trotzdem bleibt für mich gerade in der Portraitfotografie entscheidend, dass jedes finale Bild sorgfältig ausgewählt, individuell betrachtet und bewusst fertiggestellt wird. Eine Folge über Bildauswahl als Teil der fotografischen Verantwortung – und darüber, warum eine kleinere, gut kuratierte Galerie manchmal großzügiger sein kann als eine riesige Bildermenge.

  6. Jun 4

    Wie konsistent muss ein Portfolio wirklich sein?

    n dieser Folge von „Nahaufnahme“ geht es um eine Frage, die viele Fotograf betrifft – besonders auf Instagram: Muss ein Portfolio möglichst einheitlich sein, oder darf es unterschiedliche Facetten zeigen? Ausgangspunkt ist der häufige Marketing-Ratschlag, sich klar zu positionieren, nur eine Richtung zu zeigen und möglichst konsistent aufzutreten. Ich spreche darüber, warum dieser Gedanke nachvollziehbar ist – aber auch darüber, warum er für mich persönlich nicht ganz unproblematisch ist. Denn ich fotografiere zwar fast ausschließlich Menschen und bin damit durchaus spezialisiert. Innerhalb der Portraitfotografie interessieren mich aber viele verschiedene Seiten: natürliche Portraits, emotionale Schwarzweißbilder, Businessportraits, Paare, Familien und persönliche Projekte. In der Folge geht es deshalb um Vielfalt, Wiedererkennbarkeit und die Frage, ob fehlende Konsistenz wirklich automatisch marketingschädlich ist. Außerdem spreche ich darüber, warum Instagram und ein Webseiten-Portfolio unterschiedlich funktionieren, ob man für jeden Stil einen eigenen Account braucht und ob ältere Arbeiten gelöscht werden sollten – oder ob sie nicht auch fotografische Entwicklung sichtbar machen dürfen. Eine Folge über Spezialisierung, kreative Neugier und die Frage, ob die eigentliche Handschrift eines Fotografen vielleicht weniger im immer gleichen Look liegt – sondern in einer Haltung, einem Blick auf Menschen und einer Art, die Welt zu sehen.

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"Nahaufnahme – Über Menschen, Bilder und die Geschichten dahinter" ist ein Podcast über die menschliche Seite der Portraitfotografie. Statt über Technik, Kameraeinstellungen oder Ausrüstung zu sprechen, richtet sich der Blick auf das, was Portraits wirklich prägt: Begegnungen, Vertrauen, Kommunikation und die vielen kleinen Momente, die sich nicht planen lassen. Host Dominik Böckling, promovierter Geograph und Portraitfotograf, nimmt dich mit hinter die Kulissen seiner Arbeit. Er spricht über Emotionen beim Shooten und darüber, wie authentische Portraits entstehen. Immer wieder kommen auch Menschen zu Wort, die selbst vor seiner Kamera standen oder ihn fotografisch begleitet haben. Wenn dich interessiert, welche Geschichten zwischen Fotograf und Model entstehen, wie man echte Momente einfängt und was Portraitfotografie jenseits der Technik bedeuten kann, dann bist du hier genau richtig. Nahaufnahme ist ein Podcast für alle, die Portraitfotografie als Begegnung verstehen – und für alle, die Freude daran haben, Menschen und ihre Geschichten in einem neuen Licht zu sehen.