Ein Koffer, ein Schlüsselbund, ein Teddy oder eineZuckerdose: Auf den ersten Blick sind das gewöhnliche Alltagsgegenstände. Dochmanchmal erzählen sie von Flucht und Vertreibung, von Neubeginn und Versöhnung. In dieser Folge spreche ich mit Anika Kreft, Kuratorin fürSonderausstellungen am Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung inBerlin. Wir unterhalten uns darüber, wie persönlichen Gegenstände und DokumenteEingang in eine Museumssammlung finden – und warum die Geschichten hinter denObjekten so entscheidend sind. Aufhänger für das Gespräch ist die Sonderausstellung„Zuflucht Berlin. Flüchtlinge und Vertriebene in der geteilten Stadt 1945 bis1961“, für die das Dokumentationszentrum noch Ausstellungsstücke sucht. Dabeigeht es nicht nur um die Flucht selbst, sondern auch um das Ankommen und das Lebenin Berlin als Geflüchtete. Darum geht es in dieser Folge Warum Koffer, Truhen, Schmuck, Puppen, Fotos und Schlüssel typische Erinnerungsobjekte sind und scheinbar banale Alltagsgegenstände historische Bedeutung bekommen.Wie eine Sonderausstellung entsteht und nach welchen Kriterien ein Objekt in die Sammlung oder ins Archiv aufgenommen wird.Warum eine möglichst gut belegte Geschichte und die Provenienz eines Gegenstands so wichtig sind.Wie Museen mit der Vielschichtigkeit von Fluchtgeschichten und der NS-Vergangenheit einzelner Familien umgehen.Warum es kaum Information und Geschichten über Geflüchtet in Ostberlin und der DDR gibt.Warum auch jüngere Fluchtbewegungen, etwa aus Syrien, der Ukraine, Bosnien oder Vietnam, zum Sammelgebiet gehören.Wie Zeitzeuginnen, Zeitzeugen und Nachkommen persönliche Objekte, Fotos und Dokumente zur Sammlung beitragen können.Das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnungfreut sich über persönliche Geschichten, Gegenstände, Fotos und Dokumente imZusammenhang mit Flucht, Vertreibung und dem Leben als Geflüchtete, aktuell besondersin Berlin. Wichtig sind drei Informationen: Wer sind Sie oder aus welcher Familiengeschichte stammt das Objekt?Was möchten Sie beitragen – zum Beispiel ein Foto, einen Brief, einen Koffer oder ein Erinnerungsstück?Welchen Zusammenhang gibt es mit Flucht, Vertreibung und Berlin?Auch Geschichten von Menschen, die nur vorübergehend inBerlin waren, sind willkommen. Dabei muss es nicht ausschließlich um die Jahre1945 bis 1961 gehen. Kontakt: sammlung@f-v-v.de Sammlungsaufruf: https://www.flucht-vertreibung-versoehnung.de/de/sammlungsaufruf-80-jahre-flucht-und-vertreibung Über den Podcast Krempel de Luxe ist der Podcast über Dinge, die bleiben,gehen oder weitergegeben werden. Der Podcast ist eine Produktion der OrdnungscoachClaudia Knobloch (www.krempeldeluxe.de)und Studio Brod (www.studiobrod.com). Wenn dir die Folge gefallen hat, abonniere den Podcast aufSpotify und hinterlasse gerne eine Bewertung oder Empfehlung. #Flucht #Vertreibung #Erinnerungskultur #Museum #Berlin#Zeitgeschichte #Familiengeschichte #Erbstücke #Nachkriegszeit#Dokumentationszentrum