Re-Source: Leben als Spielraum

Dittmar Kruse

Liebevolle Aufmerksamkeit steht im Mittelpunkt dieses Podcasts . Sie zeigt sich als Präsenz und Klarheit im Kontakt – mit sich selbst und mit anderen. In dieser sinnlichen Wachheit findet das Denken seinen Platz, ohne beherrschen zu wollen. So wird das Leben frei, weit und lebendig: wir erleben es als Spielraum. Dieser Spielraum entfaltet sich in Gesprächen und Experimenten zu konkreten Lebenssituationen: Beziehungen, Gedanken, Selbstbild, Wahrnehmung und Bewusstsein. Darin zeigen sich Gelegenheiten, lebensfreundlich zu leben. NLP wird hier nicht als Werkzeugkiste verstanden, sondern als Beschreibung des Erlebens – in Neugier, Liebe und Präsenz. Und Nondualität wird hier nicht verkündet, sondern erkundet. Die meisten Episoden entstehen im Dialog zwischen Dittmar Kruse und Bernd Stadlober. Ergänzend gibt es Solo-Folgen mit Erkundungen und Experimenten. Grundlage ist Dittmars Buch „Re-Source – Metaphern für Lebendigkeit“. Weitere Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source

  1. 4h ago

    Trauma und Frieden

    Traumatische Erfahrungen und schmerzhafte Erinnerungen können uns noch lange begleiten. Manchmal reagieren Körper und Gefühle auf eine Erinnerung, als würde das Vergangene gerade wieder geschehen. Doch eine Erinnerung muss nicht verschwinden, damit wir Frieden mit ihr finden können. In diesem Gespräch geht es darum, wie Erinnerungen ihren Platz in unserer Lebensgeschichte finden können, ohne uns weiterhin zu überwältigen. Um die Möglichkeit, Freiheit von der eigenen Geschichte zu erfahren, ohne sie vergessen oder verdrängen zu müssen. Wir sprechen über körperliche Anspannung, einschränkende Überzeugungen und die Schutzfunktion belastender Erinnerungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bedeutung von Präsenz und Mitgefühl im Zusammensein mit anderen Menschen. Was verändert sich, wenn jemand unseren Schmerz wahrnimmt, ohne uns darauf zu reduzieren? Wenn neben dem Mitgefühl auch das Vertrauen da ist, dass wir mehr sind als unsere Geschichte? Traumatische Erfahrungen können tiefgreifende Folgen haben. Manchmal braucht es therapeutische Unterstützung, um einen neuen Umgang damit zu finden. Gleichzeitig können Offenheit, Verständnis und ein Gefühl von Sicherheit dazu beitragen, dass wieder mehr Spielraum und Lebendigkeit erfahrbar werden. Ein Gespräch über Trauma, Erinnerungen, Mitgefühl und die Möglichkeit, Frieden mit der Vergangenheit zu finden. Gesprächsthemen: · Schlechte Erinnerungen und traumatische Erfahrungen – wo liegt der Unterschied? · Wenn Erinnerungen körperliche Reaktionen auslösen · Erinnern, ohne das Vergangene erneut zu durchleben · Erinnerungen ihren Platz geben, statt sie zu bekämpfen · Die Schutzfunktion belastender Erinnerungen und Überzeugungen · Präsenz und Sicherheit im Umgang mit traumatischen Erfahrungen · Mitgefühl – was wir aus schmerzhaften Erfahrungen lernen können · Menschen wahrnehmen: mehr als ihre Geschichte · Vorschussvertrauen und die Möglichkeit innerer Freiheit · Das gemeinsame Wir – wenn Zusammensein Frieden erfahrbar macht Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source

  2. Nov 1

    Alles ändert sich. Was bleibt?

    Alles ändert sich. Gedanken, Gefühle, Sinneseindrücke und Lebensumstände sind in ständigem Wandel. Was bleibt? Hier geht es um die Offenheit des Erlebens: um das Bewusstsein, in dem alle Erfahrungen auftauchen und sich verändern. Und um die Frage „Wer oder was bin ich?“, wenn auch das eigene Selbstbild Teil dieser Veränderung ist. Diese Offenheit lässt sich nicht wie ein Gegenstand finden. Sie ist der Raum, in dem Wahrnehmung, Gedanken und Gefühle stattfinden. Auch Meditation kann eine Möglichkeit sein, diese Offenheit direkt zu erleben – nicht indem wir bestimmte Erfahrungen herstellen, sondern weil wir uns als durchlässig für die Inhalte des Erlebens erfahren. Dabei zeigt sich eine andere Bedeutung von Leere: kein Mangel, der gefüllt werden muss, sondern Offenheit für das, was ist. Was bedeutet das für unser Leben, für Liebe und Beziehung? Kann Liebe frei von Brauchen sein? Wenn wir andere Menschen nicht brauchen, um uns vollständig zu fühlen, kann eine neue Freiheit im Kontakt entstehen. Das bedeutet nicht Gleichgültigkeit. Im Gegenteil: Die Schönheit und Einzigartigkeit eines Menschen können gerade dann deutlich werden, wenn wir ihn nicht für etwas brauchen. Liebe und Verbundenheit erscheinen so weniger als Erfüllung eines Mangels, sondern als Geschenk: als lebendiges Zusammenspiel von Offenheit, Unterschiedlichkeit und gemeinsamem Erleben. Ein Gespräch über Bewusstsein, Präsenz, Liebe und die Schönheit des direkten Erlebens. Gesprächsthemen: · Was bleibt, wenn sich alles verändert? · Bewusstsein, Erleben und die Offenheit für Sinneseindrücke · Die Frage „Wer oder was bin ich?“ · Meditation, Loslassen und Durchlässigkeit · Leere als Offenheit statt als Mangel · Ganzheit im Zusammenspiel von Offenheit und Erleben · Die Schönheit der Dinge, ohne sie zu brauchen · Liebe und Beziehung: Brauchen oder Geschenk? · Die Einzigartigkeit menschlicher Beziehungen · Gemeinsame Offenheit und Verbundenheit im Kontakt Kapitel: 00:00 Was bleibt, wenn sich alles verändert? 01:06 Wer oder was bin ich? 02:46 Die Offenheit des Erlebens 04:09 Meditation und Durchlässigkeit 05:14 Leere ist Offenheit 06:30 Schönheit ohne Brauchen 07:58 Liebe und gemeinsame Offenheit 09:11 Liebe ohne Brauchen? 10:59 Beziehung als Geschenk Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source

  3. Oct 18

    Disziplin: Klarheit statt Kampf

    Selbstdisziplin wird oft mit Kampf und Zwang gleichgesetzt: Wir müssen den "inneren Schweinehund" überwinden oder brauchen einen „Tritt in den Hintern“, um anzufangen oder dranzubleiben. Hier erkunden wir eine andere Grundlage für Konsequenz: Klarheit darüber, was wir wirklich wollen und was uns guttut. Bernd beschreibt, wie leicht wir in vertrauten Gewohnheiten hängen bleiben – etwa beim Scrollen durch Social Media oder auf dem Sofa –, obwohl wir wissen, dass uns etwas anderes guttun würde. Dittmar betrachtet, wie neue Gewohnheiten entstehen: Was anfangs Überwindung kostet, wird durch wiederholte positive Erfahrungen selbstverständlich. Ein Beispiel dafür: Bewegung. Eine Alternative zum inneren Zwang liegt darin, die Unterschiede im eigenen Erleben bewusst wahrzunehmen. Wie fühlt sich der Körper nach Bewegung an? Und wie nach einer Stunde, in der wir uns mit Dingen beschäftigt haben, die uns eigentlich nicht interessieren? Wenn wir diese Erfahrungen nicht nur gedanklich bewerten, sondern unmittelbar fühlen, entsteht daraus eine natürliche Orientierung. Die Aufmerksamkeit wendet sich dem zu, was wir als stimmig, sinnvoll und lebendig erleben. Das bedeutet nicht, auf Disziplin und Verbindlichkeit zu verzichten. Feste Termine, Verabredungen und bewusst geschaffene Rahmenbedingungen können neue Gewohnheiten unterstützen. Entscheidungen müssen nicht immer wieder neu ausgehandelt werden. Wesentlich ist der Unterschied zwischen dem Gefühl, sich selbst zu etwas zwingen zu müssen, und der Klarheit, aus eigener Überzeugung konsequent zu handeln. Gerade bei Social Media zeigt sich, wie Gewohnheiten unsere Aufmerksamkeit binden können. Ein Video folgt auf das nächste, begleitet von dem Gefühl, noch etwas zu brauchen. Während die Aufmerksamkeit auf den nächsten Reiz gerichtet ist, gerät das eigene Empfinden leicht in den Hintergrund. Ein bewusstes Innehalten kann diesen Automatismus unterbrechen: Wie fühlt sich dieser Moment tatsächlich an? Ist die Aufmerksamkeit getrieben und auf der Suche nach mehr, oder offen und empfänglich für das gegenwärtige Erleben? Hier zeigt sich eine Gelegenheit zu lernen. Wenn wir den Unterschied zwischen Ablenkung und wirklicher Befriedigung direkt erleben, verändert sich unsere Beziehung zu den eigenen Gewohnheiten. Konsequenz ist dann kein Kampf gegen einen vermeintlichen inneren Gegner (oder „Schweinehund“). Sie wird Ausdruck der Klarheit darüber, was wir lieben und wie wir leben wollen. Gesprächsthemen: · Selbstdisziplin, Selbstüberwindung und innerer Zwang · Der „Tritt in den Hintern“ und der „innere Schweinehund“ · Gewohnheiten verändern und neue Gewohnheiten entwickeln · Bewegung, Gesundheit und positive Körpererfahrungen · Klarheit über das, was uns wichtig ist · Sich zwingen oder aus eigener Überzeugung handeln · Feste Termine, Verabredungen und Regelmäßigkeit · Social Media, Ablenkung und das Bedürfnis nach immer mehr · Aufmerksamkeit und unmittelbares Erleben · Bewusstes Innehalten und die Frage „Wie fühlt sich das an?“ · Lernen durch den erlebten Unterschied · Konsequenz aus Klarheit statt innerem Kampf Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source

  4. Oct 11

    Lebensregeln oder liebevolle Aufmerksamkeit?

    Lebensregeln können hilfreich sein: Sie geben Orientierung und Disziplin. Neben solchen Leitsätzen gibt es auch eine andere Art der Orientierung: das eigene Empfinden dafür, was stimmig, sinnvoll und liebevoll ist. Am Beispiel der Richtlinie „Ich akzeptiere keine Negativität“ erkunden Bernd und Dittmar, was wir überhaupt als negatives Denken bezeichnen. Ein Einwand wie „Das wird nicht funktionieren“ kann entmutigend wirken, aber auch auf ein tatsächliches Risiko aufmerksam machen. Mögliche Schwierigkeiten zu bedenken, sich zu versichern oder im Auto anzuschnallen, muss kein Ausdruck einer negativen Einstellung sein. Es kann ebenso aus Fürsorge und dem Wunsch nach Sicherheit entstehen. Dittmar beschreibt eine andere Art der Orientierung: liebevolle Aufmerksamkeit für den gegenwärtigen Moment. Dabei geht es nicht darum, unangenehme Gedanken oder Gefühle auszuschließen, sondern sie neugierig und offen wahrzunehmen. In diesem Erleben entfalten sich Klarheit und sinnvolle Handlungsmöglichkeiten. Wenn wir verliebt sind, müssen wir uns nicht daran erinnern, an den geliebten Menschen zu denken. Die Aufmerksamkeit wird ganz von selbst dorthin gezogen. Ähnlich kann liebevolle Aufmerksamkeit zu einer natürlichen Ausrichtung werden – nicht als Disziplin oder Pflicht, sondern weil wir den Unterschied im eigenen Erleben fühlen und diese Art der Aufmerksamkeit lieben. Im Alltag fordern Denken und Planen viel Aufmerksamkeit. Sie kann sich dabei fokussieren und verengen, zum Beispiel beim Kopfrechnen. Gleichzeitig bleibt das Bewusstsein, das diese Bewegung der Aufmerksamkeit erlebt, weiterhin offen. Die Aufmerksamkeit kann sich dieser Offenheit wieder zuwenden und aus der gedanklichen Fokussierung lösen. So führt die Frage nach Lebensregeln zu einer tieferen Unterscheidung: zwischen einer Richtlinie, die wir befolgen, und der liebevollen Ausrichtung, die sich aus direkter Erfahrung entwickelt. Gesprächsthemen: · Lebensregeln und innere Orientierung · Negatives Denken und übertriebener Optimismus · Risiken erkennen, Vorsorge und Sicherheit · Die liebevolle Absicht hinter Gedanken · Stimmigkeit, Fühlen und sinnvolles Handeln · Liebevolle Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Moment · Verliebtsein als Metapher für natürliche Aufmerksamkeit · Gewohnheiten, Disziplin und innere Anziehung · Denken, Planen und Konzentration · Verengung und Öffnung der Aufmerksamkeit · Bewusstsein und unmittelbares Erleben Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source

  5. Oct 4

    Spirituelle Gleichgültigkeit?

    Die Erfahrung, nicht das „Ich“ zu sein, wofür wir uns gehalten haben, kann befreiend sein. Die Identifikation mit dem eigenen Selbstbild, dem gedachten Stellvertreter-Ich, kann sich auflösen. Anstelle der Ich-Identifikation tritt bei manchen Menschen dann aber eine neue Überzeugung: dass nicht nur dieses „Ich“, sondern die ganze Welt, der Körper, Gefühle und alles sinnliche Erleben Illusion sind. Solche Vorstellungen finden sich auch in der Nondualität: „Da ist niemand, der fühlt“, alles Veränderliche ist Illusion, wirklich ist nur das Einssein, die Leere oder das reine Bewusstsein. Aus einer befreienden spirituellen Erfahrung kann so eine neue Erklärung werden, die das einfache, direkte Erleben der Wirklichkeit überschreibt. Bernd erzählt von einer Phase, in der ihm tatsächlich alles gleichgültig erschien. Gefühle wurden mit dem Gedanken „Das ist eh nicht echt“ weggeschoben. Diese Distanz wirkte erleichternd und versprach Sicherheit: Was nicht wirklich ist, kann mich auch nicht berühren. Doch letztlich wurde diese Art der Dissoziation selbst als schmerzhaft erlebt. Das führte zu einer erneuten Öffnung für Gefühle, Berührtheit und das unmittelbare Erleben. Hier geht es nicht darum, Erfahrungen von Leere, Offenheit oder Einssein abzuwerten. Einssein und Vielfalt sind keine Gegensätze. Nicht die Welt fällt weg, sondern die Trennung zwischen Welt und Erleben. Dann zeigt sich Einssein als Verbundenheit mit dem Leben: darin, ganz natürlich als fühlender Organismus da zu sein. Die Leere wird dadurch nicht ausgeschlossen: Lebendigkeit ist das Erleben von Inhalten in diesem offenen, wachen Raum. Die Aufmerksamkeit kann sich zwischen diesen Polen bewegen: zwischen Leere und Fülle, Einssein und Vielheit, der Weite des Bewusstseins und dem konkreten sinnlichen Erleben. Beides schließt sich nicht aus. Präsenz und Verbundenheit werden gerade im Zusammen-Sein mit der Welt und mit anderen Menschen erlebt. Gesprächsthemen: · Nondualität und spirituelle Gleichgültigkeit · Selbstbild, Ich-Identifikation und Stellvertreter-Ich · „Alles ist Illusion“ als neue Orientierung · Dissoziation und emotionale Distanz · Unberührbarkeit und Sicherheit · Gefühle, Körper und sinnliches Erleben · Leere und reines Bewusstsein · Einssein, Vielheit und Verbundenheit · Aufmerksamkeit und Wahrnehmung · Präsenz und Lebendigkeit Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source

  6. Sep 27

    Widerstand: vom Konflikt zum Spielraum

    Widerstand erleben wir meist als etwas, das bremst: Wir wollen etwas tun – und ein Teil von uns will etwas anderes. Oder die Wirklichkeit entspricht nicht dem, was wir uns wünschen. Unsere Energie zieht in verschiedene Richtungen und es entsteht ein Gefühl von innerem Konflikt und Zerrissenheit. In diesem Gespräch erkunden wir Widerstand als natürliches Phänomen und als Ausdruck unterschiedlicher Interessen. Nicht jeder Widerstand muss aufgelöst oder ausführlich untersucht werden. Manchmal ist klar, was zu tun ist. In anderen Situationen kann es sinnvoll sein, genauer wahrzunehmen: Was sind eigentlich die verschiedenen Interessen, die hier aufeinandertreffen? Oft identifizieren wir uns mit einer Seite und erleben die andere als störenden Widerstand. Wenn beide Seiten gleichzeitig wahrgenommen werden, entsteht eine andere Möglichkeit: Der Konflikt muss nicht dadurch verschwinden, dass eine Seite gewinnt oder unterdrückt wird. Beide können als Aspekte desselben Bewusstseins sichtbar werden – und damit als Spielraum, in dem vielleicht mehr möglich ist als ein Entweder-oder. So kann Widerstand auch helfen, Gewohnheiten und Routinen zu verlassen, neue Möglichkeiten zu entdecken und den eigenen Horizont zu erweitern. Wie beim Spiel braucht es ein Gegenüber, das nicht einfach immer nachgibt. Widerstand kann Entwicklung ermöglichen, wenn wir ihn nicht nur als Gegeneinander erleben, sondern als Teil eines Zusammenspiels. Es geht also nicht darum, widerstandslos zu werden. Entscheidend ist, den Konflikt klarer wahrzunehmen, die unterschiedlichen Interessen ernst zu nehmen und offen dafür zu werden, wie sie zusammenwirken können. Aus einem inneren Gegeneinander kann so mehr Spielraum für Wahlmöglichkeiten, Kreativität und Lebendigkeit entstehen. Gesprächsthemen: 👉 Widerstand und Interessenkonflikte 👉 Wenn Energie in verschiedene Richtungen zieht 👉 Akzeptieren oder sich einsetzen 👉 Beide Seiten gleichzeitig wahrnehmen 👉 Innere Zerrissenheit und Klarheit 👉 Widerstand und Gewohnheiten 👉 Spielraum statt Entweder-oder 👉 Neue Wahlmöglichkeiten entdecken 👉 Widerstand als Teil von Entwicklung 👉 Konkurrenzkampf und Zusammenspiel Kapitel: 00:00 Was ist Widerstand? 01:12 Widerstand als Interessenkonflikt 02:22 Widerstand und Einssein 03:55 Widerstand unterdrücken oder wahrnehmen? 06:09 Innere Konflikte wahrnehmen 07:42 Vom Konflikt zum Spielraum 10:42 Widerstand und Gewohnheiten 13:00 Vom Gegeneinander zum Zusammenspiel Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source

  7. Sep 20

    Selbstbild: polieren oder pausieren?

    Ein Selbstbild kann hilfreich sein: Es gibt uns Orientierung über unsere Vorlieben und Abneigungen, unsere Stärken und Schwächen ... Problematisch wird es nur, wenn wir uns mit dieser Beschreibung verwechseln – und das Bild von uns wichtiger scheint als das, was wir gerade tatsächlich erleben. In diesem Gespräch erkunden wir, wie Selbstbilder aus Erfahrungen, Erinnerungen und Verallgemeinerungen entstehen und wie sie unsere Selbstwahrnehmung und den Kontakt mit anderen prägen. Wer sich für schüchtern hält, geht vielleicht schon mit dieser Erwartung in eine Begegnung – und übersieht, dass es mit diesem Menschen gerade ganz anders sein könnte. Ein starres Selbstbild schränkt den Spielraum für Veränderung und Entwicklung ein. Das Selbstbild verspricht dem Denken Sicherheit und Vorhersehbarkeit. Aber es bleibt eine schematische Darstellung, ähnlich wie ein Navi nicht die Wirklichkeit einer Stadt zeigt. Im direkten Erleben zeigt sich, was in dieser Beschreibung nicht abgebildet ist: neue Möglichkeiten, Offenheit, Kreativität und Lebendigkeit. So erwacht das Gefühl für die Einzigartigkeit dieses Moments. Es geht nicht darum, das Selbstbild abzuschaffen. Manchmal ist es sinnvoll, ein zu enges oder negatives Selbstbild bewusst zu erweitern und aufmerksam für Gegenbeispiele zu werden. Eine andere Möglichkeit ist, das Selbstbild für den Moment zu pausieren und wahrzunehmen: Wie ist das Erleben jetzt, bevor ich mich beschreibe? So kann die Aufmerksamkeit sich der gegenwärtigen Wirklichkeit zuwenden statt dem Bild, das wir von uns haben. Gesprächsthemen: · Selbstbild und Selbstbeschreibung · Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung · Fremdbilder und Erwartungen · Scham und die Schutzfunktion des Selbstbildes · Denken, Orientierung und Sicherheit · Direktes Erleben und Präsenz · Selbstbild aufpolieren oder pausieren · Spielraum, Entwicklung und Kreativität · Rollen und Identifikation · Offenheit, Freiheit und Lebendigkeit Mehr Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source

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Liebevolle Aufmerksamkeit steht im Mittelpunkt dieses Podcasts . Sie zeigt sich als Präsenz und Klarheit im Kontakt – mit sich selbst und mit anderen. In dieser sinnlichen Wachheit findet das Denken seinen Platz, ohne beherrschen zu wollen. So wird das Leben frei, weit und lebendig: wir erleben es als Spielraum. Dieser Spielraum entfaltet sich in Gesprächen und Experimenten zu konkreten Lebenssituationen: Beziehungen, Gedanken, Selbstbild, Wahrnehmung und Bewusstsein. Darin zeigen sich Gelegenheiten, lebensfreundlich zu leben. NLP wird hier nicht als Werkzeugkiste verstanden, sondern als Beschreibung des Erlebens – in Neugier, Liebe und Präsenz. Und Nondualität wird hier nicht verkündet, sondern erkundet. Die meisten Episoden entstehen im Dialog zwischen Dittmar Kruse und Bernd Stadlober. Ergänzend gibt es Solo-Folgen mit Erkundungen und Experimenten. Grundlage ist Dittmars Buch „Re-Source – Metaphern für Lebendigkeit“. Weitere Informationen: https://dittmar-kruse.com/re-source