Pater Hugo auf Deutsch Podcast

Pater Hugo

Drück auf „Subscribe“ und tauche ein in die Gedankenwelt von Pater Hugo, dem Einsiedler von Warfhuizen. Begleite ihn auf seinen Erkundungen nach dem Geheimnis des Heiligen. www.paterhugo.de

Episodes

  1. Ich kann nicht mehr an Gott glauben

    12/21/2025

    Ich kann nicht mehr an Gott glauben

    Was, wenn gerade dein Beten deinem Glauben schadet?Was, wenn Gott im Gebet nicht nur formloser, sondern auch wesenloser wird? Was, wenn du tief in dir eigentlich gar nicht mehr glaubst, dass es überhaupt so etwas wie Gott gibt? Stell dir vor: Du bist Priester oder Ordensmensch.Du hast dein ganzes Leben der Suche nach Gott geweiht.Als junger Mensch wurdest du von der Sehnsucht nach Ihm ergriffen.Du meintest, berufen zu sein, und hast – so gut es ging – all deine Kräfte dem Dienst Gottes geschenkt. Ein Leben lang hast du dich mit den Kapriolen der Kirche und dem spöttischen Staunen deiner ungläubigen Mitmenschen abgefunden.Du hast endlose Litaneien in seltsamen Kutten abgespult, mehr Psalmen als Kartoffeln gegessen und Maria mit deinem Rosenkranz fast aus dem Himmel gezerrt. Doch du fühlst es nicht mehr – und schlimmer noch:Du glaubst es auch nicht mehr wirklich.Inzwischen bist du längst im mittleren Alter, und du kannst nicht einfach von vorn beginnen.Du hast dein Leben einer Illusion geopfert. Oder? Was ich hier beschreibe, ist eine der tiefsten Ängste gottgeweihter Menschen: Dass sie am Ende ihres Lebens den Glauben verlieren. Die heilige Theresia wurde schon in jungen Jahren mit dieser Angst konfrontiert – sie lag ja schon mit vierundzwanzig im Sterben.In ihrem Tagebuch schrieb sie: “Plötzlich wird der Nebel, der mich umgibt, dichter.Er dringt in meine Seele ein und hüllt sie so ein,dass es mir nicht mehr gelingt, das schöne Bild meiner Heimat wachzurufen. Alles ist verschwunden! Wenn mein Herz, müde von der Dunkelheit ringsum,ein wenig ausruhen möchte und an jenes leuchtende Land denken will,das ich ersehne, dann wird meine Qual nur noch größer. Dann scheint es, als liehe die Finsternis sich die Stimme der Sünderund spräche voller Hohn zu mir: ‚Du träumst vom Licht, von einer Heimat voller süßer Düfte.Du träumst davon, den Schöpfer all dieser Wunder ewig zu besitzen.Du glaubst, befreit zu werden von diesem Nebel, der dich umhüllt. Geh nur! Geh weiter!Freue dich auf den Tod, der dir nicht geben wird, was du erhoffst,sondern eine noch dunklere Nacht: die Nacht des Nichts!‘” Und etwas später: “Mutter, vielleicht meinen Sie, ich übertreibe meine Prüfung.Wenn Sie sich an den Versen orientieren, die ich dieses Jahr schrieb,müssten Sie denken, meine Seele sei voll von Tröstungenund der Schleier des Glaubens fast zerrissen.Doch für mich ist er kein Schleier mehr –sondern eine Mauer, die bis in den Himmel ragtund das sternbedeckte Firmament verhüllt.” Theresia konnte schließlich doch in Frieden sterben – aber nur, weil sie sich radikal klein gemacht hat. Ein Leben als „Berufsgläubige“ erzeugt manchmal fast den Eindruck,dass die Realität des Himmels und das Dasein Gottesvom eigenen, sturen Festhalten an ihrer Wirklichkeit abhängen.Dass sie aufhören zu existieren, wenn man seinen Zweifel zulässt.Dass sie verhungern, wenn man sie nicht nährt mit heroischem Vertrauen.Dass sie verblassen, wenn man sie nicht nährt mit der Glut der eigenen Aufmerksamkeit. Anstatt in versteinerten Gottesbildern zu verharren,hast du nun deine eigene Geisteskraft zu Gott gemacht.Deine spirituelle Spannkraft zum Maß aller Dinge erhoben.Du bist zu einem Atlas geworden –dem Riesen, der das Universum auf seinen Schultern trägt. Diese ungewollte Art von Götzendienst ist gefährlicher als der erste.Gott durchschaut zwar Herz und Nieren und weiß, dass du dich nicht absichtlich an seine Stelle gesetzt hast. Aber seinen Kelch kannst du nicht trinken – also musst du dich daran verschlucken. Sein Kreuz kannst du nicht tragen – also musst du darunter zusammenbrechen. Um dieses bedrückende Missverständnis zu überwinden, muss man zunächst darin ersticken. Theresia erstickte buchstäblich – sie lag im Sterben an der Tuberkulose.Und sie erstickte geistlich in jener raffinierten Falle, die das Leben für Priester und Ordensleute bereithält. Sie, die ihr ganzes Klosterleben darauf verwendet hatte, klein zu werden,mühte sich zwischen verschwitzten Laken fiebrig ab, den guten Gott durch bloßen Willen aufrechtzuerhalten. Bis sie Ihn schließlich mit größter Erleichterung loslassen konnte. „Ja“, sagte sie, „ich glaube wirklich, dass ich letztlich nie etwas anderes gesucht habe als die Wahrheit.“ Sie hatte gesucht – und oft nicht gefunden. Sie hatte sich vieles eingebildet und vieles viel zu kompliziert gemacht. Wie ein eigensinniges kleines Mädchen hatte sie viel zu viel selbst tun wollen. Aber sie war all die Zeit aufrichtig gewesen. Sie hatte nie absichtlich versucht, sich selbst, ihre Mitmenschen oder gar Gott zu täuschen.Sie hatte nie etwas anderes gesucht als die Wahrheit. Und was Gott betrifft – das Absolute, die Wahrheit, die Güte, die Schönheit –,da ist Suchen heimlich auch schon Finden. Darum konnte Theresia am Ende auch sagen: „Ja, ich habe die Demut des Herzens verstanden. Ich glaube, ich bin demütig.“ Wenn dich diese Beklemmung plagt, ist es vielleicht gar kein schlechter Weg, einfach einmal loszulassen, was du krampfhaft zu retten versuchst.Nicht nach dem zu greifen, was deiner Meinung nach da sein sollte –sondern einfach da sein zu lassen, was da ist. Manchmal ist gerade das Eingeständnis, dass Gott vielleicht gar nicht existiert – und dass das übrigens nicht von dir abhängt – die beste Chance, Ihm neu zu begegnen. Denn wir können es nicht oft genug wiederholen: Gott ist kein kleines Männlein auf dem Mond, das auf einem Dachboden aus Duftwatte und Lichtstrahlen wohnt. Er ist der Grund allen Seins, die Quelle der Wirklichkeit. Raum und Zeit gehen aus seiner Hand hervor,und in Ihm leben, bewegen und sind wir. Ja, Er ist eine Person. Er lebt.Wenn du Ihn rufst, hört Er dich. Wenn du zu Ihm aufblickst, schaut Er dich an. Er kennt dich und erkennt dich. Er will, dass du bist und dass du lebst.Er liebt dich. Aber nicht wie dein Vater, deine Mutter, deine Brüder oder Schwestern. Er ist keine Person in dem Sinn, wie wir Personen um uns herum erleben:Menschen mit begrenztem Bewusstsein, mit Charakterzügen, Stärken und Schwächen, mit einer Lebensgeschichte von vielleicht siebzig Jahren, oder achtzig, wenn sie stark sind. Und Er steht auch nicht außerhalb von uns, so als müsste Er raten, was uns bewegt, oder uns fragen, was uns umtreibt. Er ist uns näher, als wir uns selbst nahe sind, würde Augustinus sagen. Ich selbst halte den Rat von Abba Isaak aus der ägyptischen Wüste des vierten Jahrhunderts für den weisesten: Weiterbeten, immer wieder zu Gott zurückkehren – ob es Ihn nun gibt oder nicht. Denn das wird Er schon selbst entscheiden. Und vielleicht gelingt es dir in diesem Zustand nicht, das lange durchzuhalten. Dann eben Stoßgebete! In diesem Fall ist vielleicht das Gebet jenes Vaters aus dem Matthäusevangelium ein gutes Gebet für dich:Sein Sohn lag im Sterben, und Jesus fragte ihn, ob er glauben könne.„Ich glaube – hilf meinem Unglauben!“ sagte er. Get full access to Pater Hugo auf Deutsch at www.paterhugo.de/subscribe

    9 min
  2. Steck Gott nicht in eine Schublade

    12/21/2025

    Steck Gott nicht in eine Schublade

    Du kommst aus Deutschland – also bist du immer tod­ernst, überkorrekt, liebst Regeln und Autoritäten. Stimmt’s? Nein? Wirfst du etwa gern Eier auf die Polizei?Nackt? Oder… ich sehe schon, das irritiert dich.Ein bisschen dünnhäutig bist du aber schon, oder? Nein? Du magst Ballett?Also bist du sicher schwul. Was für ein hübsch-buntes Outfit du trägst!Du wählst bestimmt links, oder? Nichts ist so ärgerlich wie ein Etikett, das dir von außen aufgeklebt wird und nichts mit dir zu tun hat.Wir Menschen stecken einander ständig in Schubladen – und hassen es zugleich, selbst hineingesteckt zu werden. Es beengt uns. Wir wollen frei sein, wir selbst sein dürfen. Und doch empfinden wir es in anderen Momenten als tröstlich und sicher, zu einer Gruppe zu gehören. Dann passen wir unsere Vorlieben und Überzeugungen an, nur um dazuzugehören – und stecken uns freiwillig wieder selbst in eine Schublade. Alles ist verwirrend, weil der Mensch verwirrend ist. Ich zum Beispiel habe eine ausgesprochene Vorliebe für die alte lateinische Messe.Warum und wieso, tut hier nichts zur Sache.Sehr wohl aber die Schlussfolgerungen, die andere sofort daraus ziehen. Ach – die alte Messe.Also liebst du Thomas von Aquin und die aus ihm abgeleiteten theologischen Handbücher.Du bist sicher ethisch konservativ, fixiert auf Sexualität, Abtreibung, Sterbehilfe – und vor allem auf Homosexuelle.Du bist gegen Vielfalt und Nachhaltigkeit, wählst wahrscheinlich rechtsextrem und hörst ausschließlich klassische Musik von eher bräunlicher Sorte. Wagner und so. In Wirklichkeit finde ich die Theologie des Thomas von Aquin meist unerträglich langweilig – die seiner Nachfolger sogar unerträglich schlecht.Mich interessieren fast ausschließlich mystische Theologen. Andere lese ich auch, aber meist aus Pflichtgefühl. Ethisch schätze ich klassische Werte, aber nicht notwendigerweise klassische Normen.Ich habe nichts gegen Homosexuelle und interessiere mich ernsthaft für ökologische Fragen.Und es gibt keinen einzigen Gedanken in mir, der meint, es sei eine gute Idee, alle Muslime aus dem Land zu werfen. Ich wähle meistens irgendetwas aus der politischen Mitte und liebe frankophonen Rap aus Belgien.Wenn ich klassische Musik höre, ist sie oft kanadisch oder hindi – also aus Indien. Menschen, die mich in ein Framing pressen und nicht damit aufhören wollen, meide ich.Denn ich möchte ich selbst sein dürfen. Aber was ist, wenn es um Gott geht? Auch er will er selbst sein dürfen.Und doch legen wir ihn ständig fest, stecken ihn in eine Schublade – oder gleich in zehn. Dionysius der Areopagit schrieb darüber bereits im sechsten Jahrhundert in seiner Mystischen Theologie.Er sagt sinngemäß:Wir geben der Ursache, die über allem steht, eine Gestalt, die wir auf das Niedrigste gründen, das es überhaupt gibt. Und so tun wir, als wäre Gott nicht erhaben über diesen ungeheuren Haufen unfrommer Bilder, den wir uns zusammengezimmert haben. Gott ist die Ursache von allem. Darum müssen wir ihm einerseits alle Eigenschaften zuschreiben.Aber zugleich – und noch viel zutreffender – müssen wir all das auch wieder verneinen. Denn er steht über allem Seienden.Und glaube nicht, dass das, was du verneinst, im Widerspruch stünde zu dem, was du zuvor bejaht hast. Gott ist über jede Verneinung ebenso erhaben wie über jede Bejahung.Alles, was du über ihn sagst, musst du zugleich wieder zurücknehmen.Jede Eigenschaft, die er zu haben scheint, besitzt er auch in gegenteiliger Weise:Er ist die strahlende Dunkelheit, das hallende Schweigen, das kühlende Feuer. Diejenigen von uns, die sich intensiv mit diesen Dingen beschäftigen, verstehen das meist mit dem Verstand.Doch unser Gefühlshaushalt hat seinen eigenen Willen. Unaufhaltsam drängt er darauf, Gott wieder in Bilder zu pressen – Bilder, die dann ein Eigenleben entwickeln und uns den Blick auf ihn verstellen. Dieser Prozess hört fast nie auf. Wir können einfach nicht anders. Und dann tut Gott – oder sie, oder es – genau das, was auch wir an seiner Stelle tun würden:Er zieht sich zurück. Er entzieht sich unserem Beten. Dann wird es in uns dunkel und leer.Denn unsere Gottesbilder haben keine Seele mehr, keine persönliche Gegenwart.Ihre wahre Natur tritt zutage: Es sind bloß Bilder, Vorstellungen, kleine Püppchen – eigentlich Götzen. Meist nicht absichtlich gemacht, sondern unbemerkt gewachsen. Sie schauen nicht zurück, wenn du sie anschaust.Wenn du ihnen dein Herz ausschüttest, schweigen sie ohrenbetäubend.Wenn du Geborgenheit suchst, findest du sie nicht.Sie sind kalt und seelenlos wie der Tod selbst. Darum musst du ihnen den letzten Stoß geben.Loslassen. Zerbrechen lassen. Aber das verlangt große Selbstbeherrschung.Denn du hängst an ihnen. Du willst sie retten, bewahren, verteidigen. Genau hier werden Menschen fanatisch oder fundamentalistisch.Dann muss ihr Gott um jeden Preis gerettet werden – fast immer auf Kosten des anderen. Doch ein Gott, den du tragen musst, statt dass er dich trägt, ist nicht anbetungswürdig. Denn ob du es nun witzig findest oder nicht:Eines Tages wirst du sterben.Deine ganze Spannung wird nachlassen.Alles, was du festgehalten hast, musst du loslassen. Und dann wäre es gut, wenn sich herausstellt, dass Gott dich all die Zeit getragen hat – und nicht du Gott.Denn wenn Letzteres der Fall ist, werdet ihr gemeinsam fallen. Gott lässt sich nicht greifen, nicht begreifen, nicht einmal benennen.Er übersteigt alle Namen, Bilder und Blicke – und entgleitet zugleich. Deine eigene Seele tut im Grunde dasselbe.Sie geht in jedem Moment ihres Daseins aus eben dieser unbenennbaren Herrlichkeit hervor.Sie empfängt sich selbst aus ihr. Meister Eckhart schreibt darüber:Wollte Gott je in das Innerste der Seele schauen, müsste ihn das alle seine göttlichen Namen kosten, ja selbst seine personale Eigenart. All das müsste er draußen lassen. So wie Gott eine einfache Einheit ist – ohne jedes Wie und jede Eigentümlichkeit –, so tritt er ein in das Eine, das ich das Bürglein der Seele nenne.Und auf keine andere Weise tritt er dort ein. In diesem innersten Grund ist die Seele Gott gleich – und in nichts anderem. Was ich euch gesagt habe, ist wahr.Als Zeugen rufe ich die Wahrheit selbst und meine Seele als Pfand. Mögen wir ein solches Bürglein sein,in dem Jesus aufsteigt, empfangen wird und ewig bleibt – auf die Weise, die ich beschrieben habe. Dazu helfe uns Gott.Amen. Wenn du also kein Bild von Gott hast und dir die Worte fehlen, wenn man dich nach ihm fragt, dann ist das nicht unbedingt schlimm. Beten heißt loslassenund Raum schaffen. Get full access to Pater Hugo auf Deutsch at www.paterhugo.de/subscribe

    10 min
  3. Zwischen Eifer und Nüchternheit

    12/21/2025

    Zwischen Eifer und Nüchternheit

    Ich gehe Gott suchen! Und ehe ich mich versehe, schwebe ich schon auf bauschigen Wolken in einem sanft umhüllten Schimmer unter dem Kirchgewölbe. Wohlriechende Stigmata erscheinen an meinen Händen und Füßen. Sie tun zwar weh, aber nicht wirklich schlimm – eher der Form halber. Aus meinem Hinterteil strömt ein süßes, seliges Licht, das dumme Atheisten unversehens in Psalmen ausbrechen lässt, und mein Wort bringt Päpste zum Schaudern vor ehrfürchtiger Verzückung. Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen sich ein Leben lang an solchen pubertären Fantasien festklammern – sei es vielleicht in etwas subtilerer Form. Anders lässt sich der Erfolg mancher spiritueller Botschaften, innerhalb wie außerhalb der Kirche, kaum erklären: Botschaften, die auf seltsame Erscheinungen und Phänomene fixiert sind. In der esoterischen Szene ist das „Manifestieren“ gerade wieder im Trend. Das war schon in meiner Jugend modern – damals ausgelöst durch das alberne Buch The Secret. Es verkündete, man könne alles bekommen, was das Herz begehre, indem man sich einfach vorstelle, es schon zu besitzen. Wenn man nur positiv genug denke, würde das Universum – oder was auch immer – einem alles in den Schoß legen: Liebe, Lebensglück, Ferraris, Villen mit Swimmingpool, einen Waschbrettbauch… Das Phänomen verschwand dann auch wieder – es war so sterbensdämlich, dass ich ehrlich gesagt nicht damit gerechnet hatte, es je wiederzusehen. Und doch: Kuckuck, da ist es wieder! Die Fähigkeit des Menschen zur Selbsttäuschung bleibt erstaunlich. Doch auch innerhalb der Kirche kann einiges schiefgehen. Sonderbare Marienerscheinungen drohen in endlosen Tiraden mit dem Weltuntergang. Sie verlangen bizarrste Andachtsformen – sonst holen sie dich! Sie flüstern ihren Seherinnen geheime Botschaften ins Ohr und hinterlassen unauslöschliche Zeichen – meist unsichtbar, versteht sich, denn so gehört sich das. Ihr Publikum besteht in der Regel aus frommen Damen gesetzteren Alters, aber manchmal gelingt es ihnen sogar, Teile des Klerus für sich zu gewinnen. So ist in den Niederlanden die Amsterdamer Erscheinung der „Frau aller Völker“ an Ida Peerdeman berüchtigt. Sie brillierte mit apokalyptischen Visionen, deren sich selbst Hieronymus Bosch nicht geschämt hätte. Und sie ermutigte den niederländischen General Van Heutsz, Indonesien mit Gewalt für die Niederlande zu behalten. Das klingt verrückt – und ist es auch. Dennoch erkannte der damalige Bischof von Haarlem im Jahr 2002 die Übernatürlichkeit dieser Erscheinung an. Erst vor wenigen Jahren hat die Glaubenskongregation das Ganze mit hochrotem Kopf wieder zurückgenommen. Wenn das Problem auf dieser Ebene bliebe, könnten wir vielleicht noch damit leben. Hin und wieder ein paar fromme Omas beruhigen und hie und da einen Eimer Weihwasser ausschütten – das wäre machbar. Doch leider gibt es diese Tendenzen auch subtiler – und durchaus auch unter Mönchen. Denn wenn man Tag für Tag sein Leben im Stundengebet und in stiller Meditation hingibt – darf man dann nicht auch erwarten, dass dabei etwas herauskommt? Dass man mit der Zeit eine gelassene, weise Persönlichkeit wird? Jemand, der anderen mit klugen Ratschlägen zur Seite steht und gewissermaßen Achtung genießt? Selbst wenn man sich solche Gedanken nicht laut eingesteht – sie schlagen doch nur zu leicht Wurzeln in den unbemerkt gebliebenen, staubigen Ecken der Seele. Am deutlichsten merkt man das, wenn ein Mitbruder ernster genommen wird als man selbst – wenn er mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung bekommt. Wenn dann das grünäugige Ungeheuer in einem aufsteigt, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass im Seelenkeller noch aufgeräumt werden muss. Das Ärgerliche ist: Einerseits verlangt dieses Leben eine enorme Treue. Jeden Tag: Matutin, Laudes, Vesper, und so weiter und so fort. Man weiß jetzt schon, was man in zehn Jahren um viertel nach sechs tun wird – sofern man dann noch lebt. Auch hat man nie die Herrschaft über seine eigene Zeit, über Essen und Trinken, Kommen und Gehen. Und zugleich wird erwartet, dass man so lebt, als ob man keinerlei Fortschritt davon erwarte – auch bei größter Anstrengung. Damit ist eigentlich jeder Mönch per definitionem ein Narr um Christi willen. Man schuftet sich zu Tode, ohne auch nur persönliche Entwicklung davon erwarten zu dürfen. Denn sobald man feststellt, dass man gewachsen ist, ist man schon gefallen und muss von vorne beginnen. Nicht einmal die gewöhnliche Lebensweisheit, die sich auch einfache Laien ab fünfzig gern selbst zusprechen, wird einem zuteil. Denn selbst die gilt für Mönche als Eitelkeit. Das alles soll natürlich nicht entmutigen. Die Liebe selbst ist mehr als genug Lohn. Aber vielleicht hilft es, mit beiden Füßen auf dem Boden zu bleiben, wenn man über die Gestaltung seines Wachens und Betens, seines Essens und Fastens, seines Lesens und Verzichten-Müssens nachdenkt. Ein nüchternes Leben, um nicht von Dingen und kleinen Vergnügungen abhängig zu werden, ist wichtig und gesund. Aber ein spirituelles Hochleistungssportlerdasein ist immer zum Scheitern verurteilt. Junge Mönche in einem Kloster stürzen sich oft mit Feuereifer in Askese und lange Gebete. Aber sie können es nicht, denn Vater Abt und der Novizenmeister schieben dem einen Riegel vor. Einsiedler hingegen können sich in aller Freiheit verrennen. Oh, was für eine schöne Litanei ist das! Die bete ich künftig nach jeder Hore! Und die fünfhundert von Optina – wie herrlich klar wird man davon! Dreihundert Jesusgebete, hundert Mal „Heilige Gottesgebärerin, rette mich!“, hundert Mal „Alle Heiligen Gottes, bittet für mich!“ Und dann noch der Akathistos zum heiligen Wolbodo von Ottokaufbeurensteinerfehn – zum Heulen rührend. Und ehe man sich versieht, wird man erdrückt von einem Berg wundervoller Gebete von der Größe eines Sattelschleppers. Wenn man dann nicht alles jeden Tag fromm und vollständig verrichtet, schämt man sich vor Gott. Man bildet sich ein, dass Er den Kopf schüttelt, einen verachtet, einen nicht mehr liebt. Noch schlimmer ist es, wenn man es tatsächlich schafft, alles bis zum letzten Punkt und Komma abzuleisten. Dann ist die Gefahr, dem Gestank des Eigendünkels zu entkommen, äußerst gering. Abba Moses erzählte dem heiligen Cassianus, dass er in seiner Jugend in der Gegend lebte, wo auch der heilige Antonius der Große wohnte. Dort hatte sich einst eine große Gruppe Wüstenväter versammelt, um eine Art Synode über heilsame Praktiken auf dem Weg zu Gott abzuhalten. Sie tagten tagelang, bis sie sich einig waren: Sie entwarfen ein exquisites Programm für ein vollkommenes Mönchsleben. Da räusperte sich der große Antonius und sprach:„Alles, was ihr genannt habt, ist gewiss nützlich, ja vielleicht notwendig für jene, die nach Gott dürsten und sich sehnen, ihn zu finden. Doch sehen wir oft, dass gerade diejenigen, die sich am strengsten ans Fasten und Wachen halten, die in wundersamer Einsamkeit leben, die auf jeglichen Besitz verzichten und sich nicht einmal Brot für einen Tag oder eine Münze aufheben, die auch noch die Gastfreundschaft mit größtem Eifer pflegen – dass gerade diese plötzlich stürzen. Es gelingt ihnen nicht, das Werk, das sie so gut begonnen haben, auch zu einem guten Ende zu bringen, und sie stehen beschämt da. Übertreibung jeglicher Art ist immer der Tod im Topf. Diese Mönche litten an einem Mangel an Unterscheidung. Unterscheidung bewahrt den Mönch auf der rechten Seite davor, dass seine guten Eigenschaften ihn aufblähen. Vor einem übertriebenen Eifer, der jedes Maß sprengt und von albernem Stolz befeuert wird. Auf der linken Seite bewahrt die Mäßigung davor, dass der Mönch seinen fleischlichen Neigungen nachgibt, dem Hang zur Bequemlichkeit. Der verkleidet sich gern als Fürsorge für den Körper, macht aber in Wahrheit weichlich und geistig lau.“ Wenn du also Lust verspürst, deine tägliche Regel um eine gewaltige Liste von Gebeten zu erweitern… Wenn du denkst, du könntest ruhig noch früher aufstehen und noch weniger essen… Wenn du meinst, ein Stück Stacheldraht um den Knöchel oder Kieselsteine in den Schuhen wären eine gute Idee, um Entsagung zu lernen… …dann könntest du auch einfach einmal versuchen, all die einfachen Dinge zu tun, die ohnehin dran sind – und bei denen du immer wieder scheiterst: Geduld haben, wenn dir jemand auf die Nerven geht. Dich sauber halten und deine Klause wischen, den Rasen mähen und die Hecken schneiden, die Handtücher falten und die Kerzenreste auskratzen. Nicht schludern beim Stundengebet. Freundlich sein zu Menschen, die dich langweilen. Get full access to Pater Hugo auf Deutsch at www.paterhugo.de/subscribe

    12 min
  4. Und du denkst an Bratwürste

    12/21/2025

    Und du denkst an Bratwürste

    Du kennst das bestimmt: Du hast dir endlich einmal wirklich Zeit zum Beten freigehalten. Und – Wunder über Wunder – es ist dir sogar gelungen, rechtzeitig dazusitzen. Du hast nicht verschlafen, die Zeit nicht vergessen, keine Ausreden erfunden, um andere Dinge vorzuziehen. Dinge, die eigentlich weniger wichtig sind als das Gebet, aber die doch irgendwie immer ein klein wenig dringlicher scheinen, als jetzt einfach einmal zur richtigen Zeit die Laudes zu singen oder kurz den Kopf in die Kapelle zu stecken, um das Allerheiligste zu grüßen. Wichtiger als die Meditation, die du dir vorgenommen hattest, oder dein Rosenkranzspaziergang. Und wie oft hast du es am Ende nicht einmal geschafft, überhaupt einen Anfang zu machen. Zu oft hast du wieder irgendeinen Vorwand gefunden, um in letzter Minute doch noch etwas anderes zu tun. Irgendwas mit dem Internet, meistens. Aber diesmal war es anders. All diese Hindernisse hast du diesmal überwunden, und da sitzt du nun – frisch und aufgeräumt –, bereit, dein Herz zu Gott zu erheben. Und dann denkst du plötzlich daran, dass da noch Bratwürste im Kühlschrank liegen, die bald ablaufen und dringend gegessen werden sollten. Und du denkst daran, dass du den Geruch deiner Mutter vermisst. Und du lächelst bei der Erinnerung an deinen Bruder, der, als er acht war, weinend aus dem Skilift kam, weil er auf dem Weg nach oben in die Hose gemacht hatte. Und du denkst an … Gaza, Schnorcheln, Hagebuttentee, Hämorrhoiden, Wladimir Putin, dein Fahrrad ist kaputt. Du denkst und denkst – und setzt noch einen drauf. Und das Beten wird beinahe unmöglich. Denn deine Gedanken hängen quengelnd um deine Seele wie eine Mückenschwarm um dein Bett, wenn du zu schlafen versuchst. Evagrius hat das einmal sehr treffend beschrieben in seinem Buch über das Gebet: „Achte beim Gebet genau auf dein Gedächtnis, damit es dich daran erinnert, dass du dich in der Gegenwart Gottes befindest. Erlaube ihm nicht, dich durch Erinnerungen an deine Leidenschaften abzulenken. Der Geist hat nämlich die zähe Gewohnheit, sich im Gebet ausplündern zu lassen. Dann führt dein Gedächtnis dir Fantasien vor, oder Dinge aus der Vergangenheit, oder Sorgen von heute, oder das Gesicht eines Menschen, der dich verletzt hat.“ Und du fühlst dich schuldig. Denn ist es nicht ein Vorrecht, überhaupt frei zu sein, um beten zu dürfen? Und ist Gott nicht vielleicht die ehrfurchtgebietendste Wirklichkeit, die es gibt? Er hat alles erschaffen, und ohne ihn ist nichts geworden von dem, was geworden ist, und ohne ihn bleibt nichts bestehen. Die ganze Wirklichkeit hängt in ihm. Er könnte zerstörerischer sein als ein neuer Urknall – alle Kraft und Macht ist in ihm verdichtet. Seine Stimme ist schöner als die schönste Musik und ruft das ganze Universum ins Leben. Sein Sprechen ist nur scheinbar unhörbar: Der Tag sagt es dem nächsten Tag, und die Nacht flüstert es der folgenden Nacht. Auf sein Wort brechen die Reben in Knospen aus und öffnen sich die Sternenblumen am Abendhimmel in funkelndem Flüstern. Pulsierende Wortlein, die sich nach ihm verzehren. Warum also kannst du deine Aufmerksamkeit nicht auf ihn gerichtet halten? Keine zehn Minuten lang? Er ist hier und jetzt für dich gegenwärtig, als das köstlichste Geheimnis, das alles übersteigt – und du denkst an Bratwürste? Was bist du für ein Mönch? Vollidiot! Ehe du dich versiehst, beschimpfst du dich selbst und trampelst dich innerlich nieder. Dass gerade das es noch unmöglicher macht, Gottes Stimme zu hören – geschweige denn seine Nähe zu genießen – kommt dir da schon gar nicht mehr in den Sinn. Du bist dann genau wie jemand, der im Bett liegt und nicht einschlafen kann. Immer öfter hebt er den Kopf, um auf seinen Wecker zu schauen, und mit jedem Blick wird es später. Je mehr die Uhr von der Nacht geschluckt hat, desto unruhiger wird er, und desto unwahrscheinlicher scheint es, dass er vor der Morgendämmerung noch zur Ruhe findet. Was kann man tun? Denn man muss doch irgendetwas tun, oder? Wie kann ein solches Gebet überhaupt irgendeinen Sinn haben? Und genau da liegt der Irrtum. Der Sinn des Gebets liegt nicht im Herunterleiern von Anliegen. Als ob der gute Gott vergesslich wäre und du ihn daran erinnern müsstest, dass irgendwo Menschen belagert und in die Luft gesprengt werden. Oder hier um die Ecke mit Krebs ringen und schwere Behandlungen durchstehen. Oder gestorben sind und erlöst werden müssen. „Herr, denkst du bitte daran, dass Tante Greta neue Knie bekommen soll und das eine ziemlich riskante Angelegenheit ist? Und vergiss nicht, Emma und Björn wohlbehalten aus Portugal zurückzubringen?“ Viele meinen auch noch, Gott könne sie nur hören, wenn sie ganz laut in Gedanken sprechen – und konzentrieren sich so sehr auf Tante Gretas Knie, dass sie selbst zu Tante Gretas Knie werden, sozusagen. Das alles ist natürlich Unsinn. Gott weiß von allen Knien, Operationen, Flugreisen und Chemotherapien. Er trägt alles und ist allem voraus. Dass du dich mit all dem solidarisch verbindest und es in Gott hineinträgst, hat gewiss Sinn, weil jede Liebe sinnvoll ist. Aber buchhalterische Präzision ist dabei wirklich nicht nötig. Ein weiteres Missverständnis ist, dass Gebet vor allem darum ginge, Gottes Gegenwart zu spüren. Wie du inzwischen wahrscheinlich gemerkt hast, ist Gott definitionsgemäß immer und überall gegenwärtig. Ob du das gefühlsmäßig miterlebst oder nicht, spielt dabei keinerlei Rolle. Nicht das Erleben zählt, sondern – da sind wir wieder – die Liebe, die du in dein Gebet hineingießt. Diese Liebe zeigt sich nicht in der Menge an rührseligen oder süßen Gefühlen, die du hast oder nicht hast. Schon gar nicht in dem Trost, den du empfindest – oder eben nicht. Denn Gefühle drehen sich um dich selbst und haben mit dem Beten nichts zu tun. Beim Gebet zählen deine Gefühle überhaupt nicht. Die göttliche Tugend der Liebe wird nicht mit deinen Gefühlen geübt, sondern mit deinem Willen. Lieben heißt nicht, vor Rührung zu zerfließen, sondern aus tiefstem Herzen wollen, dass der andere existiert, ihm Gutes wünschen, sein Gedeihen und Aufblühen wollen. Diese Liebe, dieser Einsatz des Willens, trägt auch das Gebet. Und es wird dich nicht überraschen, dass sie sich in diesem irdischen Tränental meist als Treue zeigt: Immer wieder zurückkommen, neu anfangen und im gewissen Sinne durchhalten. Nicht aus eigener Kraft wie ein Leistungssportler – das wirkt zwar stark, ist aber in Wahrheit verkleideter Stolz. Wenn du es so versuchst, bekommst du garantiert ein Gebet voller Bratwürste, Familienerinnerungen, juckender Zehen und vergessener Einkäufe. Durchhalten äußert sich nicht in zusammengekniffenen Pobacken, sondern in Vertrauen. Sich Gott überlassen. Nicht fühlen, dass er da ist und alles trägt – sondern diese Tatsache einfach annehmen als selbstverständliche Wahrheit. Und ihn dann freundlich, aber beharrlich bitten, dich zu tragen. Dich und all die Gebetsanliegen, die in deinem Herzen leben. Nicht einmal – sondern wenn nötig tausend Mal. Oft nimmt man dazu Stoßgebete. Der Beginn der meisten Horen ist ein berühmtes Beispiel: „Gott, komm mir zu Hilfe. Herr, eile, mir zu helfen.“ Es stammt vom Wüstenvater Abba Isaak und gelangte über den heiligen Kassian in die benediktinische Spiritualität. Kassian empfahl es gerade für Zeiten, in denen das Gebet stockt: „Wenn ich durch Reize von Zorn, Habgier oder Traurigkeit unruhig gemacht werde und gezwungen bin, jene Sanftmut, zu der ich mich verpflichtet habe – und die mir so lieb ist –, aufzugeben, dann handle ich so: Damit mich die Erregung des Zorns nicht in giftige Bitterkeit entführt, rufe ich aus – unter einem Berg von Seufzern: ‚O Gott, neige dich zu mir und hilf mir! Herr, eile, mir zu helfen!‘ Wenn ich schwer geprüft werde durch Anflüge von Akedia, Eitelkeit oder Hochmut und mein Geist sich insgeheim darin verliert zu denken, dass andere nachlässig oder lau sind, dann muss ich beten. Damit mich die üble Eingebung des Feindes nicht überwältigt, muss ich mit ganz zerknirschtem Herzen beten: ‚O Gott, neige dich zu mir und hilf mir! Herr, eile, mir zu helfen!‘ Wenn ich den Hochmut mit unablässigem Reuesinn beiseitegeschoben habe, wenn ich die Gnade der Demut und der Einfalt empfangen habe, dann muss ich zu Gott hinausschreien. Damit mich nicht erneut die Ferse des Hochmuts zertritt und die Hand des Sünders mir keinen Anstoß gibt, muss ich mit aller Kraft rufen: ‚O Gott, neige dich zu mir und hilf mir! Herr, eile, mir zu helfen!‘ Wenn ich überkocht werde von Myriaden seelischer Ablenkungen und mit unbeständigem Herzen meine zerstreuten Gedanken nicht mehr bändigen kann, dann muss ich Gott mein Elend klagen. Wenn ich meine Gebete nicht einmal mehr sprechen kann, ohne sie zu unterbrechen oder mich von törichten Fantasien ablenken zu lassen oder mich an alte Worte und Taten zu erinnern, dann muss ich mein Elend Gott klagen. Wenn ich mich bedrängt fühle von dieser trockenen Wüste und den Eindruck habe, dass ich keine einzige geistliche Regung mehr hervorbringen kann, dann muss ich – damit ich würdig werde, von dieser Fäulnis des Geistes befreit zu werden, die ich durch Seufzen und Stöhnen nicht von mir abschütteln kann – mein Elend vor Gott klagen: ‚O Gott, neige dich zu mir und hilf mir! Herr, eile, mir zu helfen!‘ Und umgekehrt: Wenn ich spüre, dass ich durch das Kommen des Heiligen Geistes Richtung gewonnen habe, Festigkeit des Denkens und Freude des Herzens … Wenn ich zudem unaussprechliche Freude und ein Überströmen des Geistes erfahre, wenn ich durch eine plötzliche Erleuchtung des Herrn von einer Flut geistlicher Gedanken überrollt werde (an die ich vorher nie gedacht hätte), dann muss ich – damit ich würdig werde, in all dem noch länger zu verweilen – oft und voller Hingabe rufen: ‚O Gott, neige dich zu mir und hilf mir! Herr, eile, mir zu helfen!‘“

    13 min

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