HUBER Business AI Podcast

Andy Huber

HUBER BUSINESS AI evaluiert die strategische und operative Implementierung von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Im Dialog mit Entscheidungsträgern analysiert Andy Huber validierte Use Cases hinsichtlich ihrer Wertschöpfung und Skalierbarkeit. Der Fokus liegt auf der technologischen Basis sowie der Bewältigung von Transformationshürden im Change Management. Gäste legen ihre Vorgehensweise offen, von der Grundlagenarbeit über die kulturelle Adoption der Belegschaft bis zur Lösung konkreter Implementierungsprobleme

  1. 15h ago

    #39 Copilot oder ChatGPT/Claude? Pascal Brunner-Nikolla räumt auf

    Viele Unternehmen haben Microsoft Copilot getestet und sind zum Schluss gekommen, ChatGPT sei besser. Pascal Brunner-Nikolla kennt diesen Ruf aus über 400 Copilot-Projekten. Er erklärt, wie er entstanden ist und wo Copilot heute im Vergleich steht. Im Gespräch geht es um die Lücke zwischen gefühlter und belegbarer Produktivität. Viele Mitarbeitende fühlen sich mit KI produktiver, nur ein Teil der Unternehmen kann das auch nachweisen. Pascal erklärt, warum gewonnene Zeit im Arbeitsalltag sofort wieder verschwindet und weshalb der Einstieg über den konkreten Arbeitstag einer Rolle besser funktioniert als ein allgemeiner Überblick. Dazu kommen Use Cases aus seinen Projekten. Ein Agent durchsucht rund 4'000 Vertragselemente zu Garantieleistungen von Produktionslinien, ein weiterer unterstützt die Unternehmenskommunikation. Pascal spricht auch über Datenhaltung in der Schweiz, über Schatten-AI und darüber, warum die Einstellungen vor dem Start geprüft werden sollten. Zum Gast: Pascal Brunner-Nikolla, Head of Modern Work bei Campana & Schott Schweiz und Microsoft MVP. Jeden Montag erscheint sein Newsletter «Copilot Your Day». Follow me on LinkedInhttps://copilotyourday.com/links/https://www.newsletter.copilotyourday.com/Zugang zu den CheatsheetsLinkedIn Learning Kurse zu CopilotGastgeber: Andy Huber. https://www.linkedin.com/in/andy-huber-ai-consulting/ Takeaways Eine Lizenz ist noch keine Nutzung. Wie beim Fitness-Abo im Januar braucht es neue Routinen, damit Copilot im Alltag ankommt.Persönliche Produktivität ist noch kein Business Impact. Messbaren Nutzen zeigen vor allem Unternehmen, die ihre Prozesse neu denken.Gewonnene Zeit wird sofort wieder absorbiert. Wer sie für wertschöpfende Aufgaben nutzen will, muss das bewusst planen.Beim Arbeitstag ansetzen. Wer den Alltag einer Rolle durchgeht und an einzelnen Schritten zeigt, wo Copilot hilft, erreicht die Mitarbeitenden eher.Die meisten haben kein Modellproblem. Entscheidend ist, wie KI in den Arbeitsalltag integriert wird.Verbote verschieben das Problem. Ohne gutes internes Angebot laden Mitarbeitende Firmendaten in private Tools hoch.Vor dem Go-live die Einstellungen prüfen. Ein bis zwei Wochen später starten ist besser, als nachträglich Freigaben korrigieren zu müssen.Kapitel00:00 Intro 01:11 KI in Pascals Alltag 02:57 Pascal Brunner-Nikolla und Campana & Schott 03:59 Der Weg zum Copilot-Experten 06:08 Am Ball bleiben bei diesem Tempo 10:04 Was Unternehmen von KI erwarten 14:04 Wenn gewonnene Zeit verpufft 16:53 Daten und Organisation als Fundament 18:26 Ist Copilot schlechter als ChatGPT 21:37 Warum das Modell selten das Problem ist 23:25 Fitness-Abo und AI-Fitness 24:05 Use Cases mit Wirkung 27:16 On-prem, Cloud und Migration 29:46 Datenschutz und Datenhaltung in der Schweiz 31:46 Schatten-AI und KI-Richtlinien 34:33 Überforderte IT und Technical Readiness 36:28 Change und Technik im gleichen Team 38:01 Selber machen oder Unterstützung holen 41:00 Wie wir in zwei Jahren arbeiten 42:43 Verabschiedung

  2. Oct 4

    #38 KI im KMU: Faserplast macht es mit 30 Leuten vor, mit CEO Marc Beck

    Faserplast führt mit rund 30 Leuten sechs Geschäftsbereiche, von der Regenwassernutzung über die Wasserschadensanierung bis zur Teichtechnik. CEO Marc Beck erklärt, warum die Digitalisierung dort mit Aufräumen begann. Fast zehn Jahre lang wurden Sortiment, ERP und Stammdaten bereinigt. Auf dieser Basis entstand die KI-gestützte Artikeleröffnung. Pro Produkt sind fast 300 Felder zu füllen. Irgendwann hatte das Team keine Lust mehr darauf. Heute füllt die KI vieles vorab aus und erstellt einen Marktbericht, bevor ein Artikel aufgenommen wird. Ein Mensch prüft weiterhin. Marc erzählt, wie aus einer Schnittstellenfrage der eigene Datenhub FAPA Connect wurde und wie Faserplast Restplatten mit KI-Unterstützung in den Online-Shop bringt. Er spricht auch über eine Wissensdatenbank, die nur mit Quellennachweis antworten darf, und über das Risiko, wenn nur noch wenige wissen, wie die selbst gebauten Lösungen funktionieren. Gast: Marc Beck https://www.linkedin.com/in/marcbeck-faserplast Host: Andy Huber https://www.linkedin.com/in/andy-huber-ai-consulting TakeawaysDigitalisierung beginnt mit Aufräumen. Sortiment, ERP und Stammdaten zuerst bereinigen. Erst dann bringt KI einen Nutzen.Datenpflege hört nie auf. Faserplast macht bei jeder physischen Inventur auch eine Dateninventur. Löschen gehört dazu.Ein hoher Anspruch braucht Unterstützung. Die 300 Felder pro Artikel sind erst wieder machbar, seit die KI vorbefüllt und Regeln direkt bei der Eingabe anzeigt.Eigene Schnittstellen bringen Tempo. Mit dem eigenen Datenhub ist Faserplast nicht mehr von externen Partnern abhängig.Die Belegschaft mitnehmen. Eine interne KI-Plattform mit Umfragen und verschiedenen Schulungsformaten verhindert, dass sich das Projektteam von den Mitarbeitenden entfernt.Gute Ideen kommen vom Kunden. Das Restplatten-Tool entstand aus wiederholten Kundenanfragen nach Reststücken.Wer selbst baut, muss auch selbst betreiben. Das Wissen über eigene Lösungen darf nicht an einzelnen Personen hängen.Kapitel00:00 Intro00:45 Marc Beck und Faserplast02:01 Sechs Geschäftsbereiche mit 30 Leuten04:09 Der Auslöser, aufräumen statt Bazar06:06 Saubere Stammdaten und die Leute mitnehmen08:08 Artikeleröffnung mit 300 Feldern12:57 FAPA Connect, der eigene Datenhub14:40 Interne Kompetenz statt externer Partner16:29 KI-Plattform und Hackathon19:37 Wer das Thema treibt21:11 Prozesse kennen und dokumentieren23:43 Wie man Prozesse aufnimmt25:07 Warum Dokumentation so wichtig ist27:39 Restplatten im Online-Shop31:23 Neue Angebote aus Kundenbedürfnissen32:23 Die Wissensdatenbank mit Quellennachweis38:14 Empfehlung für Einsteiger, Daten aufräumen40:25 Faserplast in drei Jahren und Agentic Commerce42:22 Die Kehrseite, Abhängigkeiten und Betrieb43:34 VerabschiedungWenn du in deinem Unternehmen wissen willst, welcher KI-Anwendungsfall sich bei dir wirklich rechnet und ob deine Daten dafür bereit sind, dann lass uns reden. Ich begleite Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte genau bei dieser Frage. Und wenn du für deinen Führungsanlass einen Referenten zum Thema suchst, melde dich ebenfalls per Linkedin

  3. Sep 27

    #37 Unilever bis Avosano: Reto Gamper über Change und datengestützten Vertrieb

    Reto Gamper hat bei Unilever, Ciba Vision, Steinfels Swiss, Bogar und Avosano Veränderungen verantwortet. Vom Turnaround bis zum Zusammenschluss zweier gleich grosser Pharma-Grosshändler. Er erklärt, warum ein Change nur mit dem Team gelingt und weshalb der Chef danach zurückstehen muss. Am Beispiel einer geschlossenen Verteilzentrale mit 300 Kunden zeigt er, wie Kundenfeedback einen fertigen Plan verändert hat. Im zweiten Teil geht es um datengestützte Vertriebssteuerung. Und um eine Kundenbefragung mit sechs Fragen, die abwanderungsgefährdete Kunden zu Fans gemacht hat. Zum Gast: Reto Gamper, Verkaufs- und Change-Profi, zuletzt verantwortlich für Verkauf und Einkauf bei Avosano. https://www.linkedin.com/in/r-gamper/ Gastgeber: Andy Huber. https://www.linkedin.com/in/andy-huber-ai-consulting/ Takeaways Ohne Team kein Change. Ist das Ziel gesetzt, muss der Chef zurückstehen und machen lassen.Den Plan mit Kunden testen. Beim Transfer von 300 Kunden hat erst das Kundenfeedback gezeigt, dass eine zweite Variante nötig war.Transaktionsdaten sind Gold. Sie zeigen, welcher Aussendienst welche Segmente verkauft und wo Cross- und Upselling-Potenzial liegt.Kurz fragen, schnell reagieren. Sechs Fragen mehrmals im Jahr, wöchentlich ausgewertet, haben die Abgangsrate gesenkt.KI bereitet vor, der Mensch baut Vertrauen auf. Briefings und Auswertungen werden schneller, der persönliche Kontakt bleibt.Kapitel 00:01 KI im Alltag00:38 Retos Stationen von Unilever bis Avosano02:57 Das Muster hinter jedem Change05:36 Wenn der Plan auf die Kunden trifft08:05 Umgang mit Widerstand im Team09:13 Change im Konzern und im KMU11:25 Leitplanken und Firmenwissen schützen12:12 Wie fit ist der Vertrieb bei Daten15:25 Datengesteuert statt nach Routine18:13 Mehrwert im Kundengespräch21:22 Die richtigen KPI im Vertrieb23:57 Trigger statt Excel-Listen27:41 Kundenbefragung als Frühwarnsystem33:22 Besuchsrapporte und Transkription39:34 Verabschiedung

  4. Sep 20

    #36 Oswald: 14 KI-Projekte parallel bei einer Traditionsmarke, mit Franco Kölliker

    Oswald entwickelt, produziert und vermarktet seine Produkte selbst. Die Traditionsmarke treibt heute 14 KI-Projekte parallel voran. Franco Kölliker ist Co-CEO sowie Chief Digital und Marketing Officer bei Oswald. Er erzählt, wie eine KI das Werbebudget auf die Kanäle verteilt und das gleiche Budget damit 300 Prozent mehr Wirkung bringt. Die Suche auf der Website hat sein Team in fünf Arbeitstagen durch eine KI-gestützte Suche ersetzt. Die Conversion der Suchenden stieg von 4,5 auf fast 40 Prozent. Nicht alles lief nach Plan. Beim Chatbot hat das Team unterschätzt, wie viel Prozesswissen und wie viele Leitplanken es braucht. Es ging sechs Monate, bis er für alle Kunden gut genug war. Im Gespräch geht es auch um Copilot im Backoffice, um die Frage, wie man die Leute mitnimmt, und darum, wo bei einer Traditionsmarke der Mensch bleiben muss. Gast: https://www.linkedin.com/in/franco-kölliker-74a1ab86/ Host: https://www.linkedin.com/in/andy-huber-ai-consulting/ TakeawaysKlein anfangen. Oswald hat nicht mit einem grossen KI-Projekt gestartet, sondern mit vielen kleinen Projekten, die schnell Wirkung zeigen. Heute laufen 14 parallel.Die KI schlägt vor, der Mensch entscheidet. Die Budgetsteuerung im Performance Marketing war nach drei Monaten Testphase besser als die manuelle Steuerung. Die Freigabe bleibt beim Menschen.Produktdaten allein reichen nicht. Ein Chatbot braucht Prozesswissen und klare Leitplanken. Sonst empfiehlt er Produkte, die gar nicht im Sortiment sind.Eine feste Frist bündelt die Kräfte. Für die neue Suche hatten Agentur und Projektleitung fünf Arbeitstage. KI hat dabei auch bei der Programmierung geholfen.Nicht auf perfekte Daten warten. Der Einstieg gelingt über repetitive Tätigkeiten. Die Daten werden parallel verbessert.Die Menschen sind der wichtigste Faktor. Gute Daten und dokumentierte Prozesse nützen wenig ohne Leute, die das Thema aus eigenem Antrieb vorantreiben.Jede Lizenz braucht einen Business Case. Copilot ist im Backoffice breit im Einsatz. Ob eine Person eine Lizenz braucht, wird trotzdem jedes Mal geprüft. Kapitel00:00 Intro01:32 KI im privaten Alltag, Kochen und Smart Home02:44 ChatGPT, Claude und Gemini statt Google03:54 Franco und Oswald05:49 Zielgruppen, von B2C bis Export06:38 Die ersten Use Cases, Performance Marketing und Chatbot10:22 Agentur oder in-house10:49 KI in der Geschäftsleitung, Business Case und Testphase13:03 Daten, Prozesse und die Menschen14:06 Die zweite Führungsstufe mitnehmen16:42 Kreativität und A/B-Tests mit Visuals18:43 Copilot im Backoffice19:02 Wie das Team Copilot gelernt hat20:49 KI als Change-Projekt22:12 Was KI für das Kundenerlebnis bedeutet24:16 Schnellere Antworten, höhere Erwartungen26:08 Wo der Mensch bleiben muss27:56 KI-generierte Inhalte und menschliche Kontrolle29:18 KI-Agenten am Telefon31:54 Nicht auf perfekte Daten warten34:30 Neue Suche in fünf Tagen35:51 Wie weit die Branche ist37:15 Rückstand aufholen38:00 KI-Kompetenz bei der Rekrutierung39:05 Oswald in drei Jahren41:44 Was KI nicht kann, der Geschmack42:30 Verabschiedung

  5. Sep 13

    #35 Siemens: Warum der Konzern auf die offene Plattform Xcelerator setzt, mit Mario Fürst

    Siemens ist über 175 Jahre alt und im Projektgeschäft gross geworden. Seit 2022 bietet der Konzern auf seiner eigenen Plattform auch Lösungen von Partnern an. Mario Fürst verantwortet Siemens Xcelerator in der Schweiz. Auslöser für die Plattform war Feedback aus dem Markt. Viele Kunden finden die passenden Lösungen und Partner für ihre Digitalisierungsprojekte nicht. Intern stellte sich eine andere Frage. Wieso etwas ändern, wenn das Geschäft gut läuft? Wir sprechen über Industrial AI und Simulationen, die heute in wenigen Stunden laufen. Über einen KI-Agenten, der Ingenieure beim Programmieren von Steuerungen unterstützt. Und darüber, wann der KI-Agent eines Kunden selbst auf der Plattform einkauft. Gast: https://www.linkedin.com/in/mario-fürst-35291b12a/ Host: https://www.linkedin.com/in/andy-huber-ai-consulting/ Takeaways Die Qualität entscheidet über den Nutzen. Viele Projekte sind früher gescheitert, weil die Qualität nicht dort war, wo sie sein musste. Erst wenn die digitale Simulation der Realität entspricht, entsteht ein echter Nutzen.Simulationen laufen heute in wenigen Stunden. Lösungen, die vor 20 Jahren drei bis vier Tage gerechnet haben, schaffen das mit Physical AI in einem Bruchteil der Zeit.KMU sind oft schneller. Grosskonzerne haben die stärkeren Strategien und planen langfristiger. Eine allgemeine Aussage zur Industrie lässt sich nicht machen.Kein Anbieter kann alles allein. Deshalb stellt Siemens Partnerlösungen neben die eigenen. Geprüft wird, welche Lösungen sich ergänzen.Je grösser das Angebot, desto wichtiger die Suche. KI im Backend und die richtigen Keywords führen Besucher je nach Zielgruppe zur passenden Lösung.KI kann grosse Investitionen ersetzen. Mit Kameradaten und KI-gestützter visueller Qualitätskontrolle lässt sich zum Beispiel ein Röntgenscanner für rund 1 Million einsparen.Private Nutzung erleichtert den Einstieg im Beruf. Wer den Nutzen von KI privat erlebt hat, setzt sie auch im Vertrieb schneller ein. Kapitel 00:00 Intro00:07 KI im Alltag, Reiseplanung mit der Familie03:16 Von IoT zu Industrial AI, was sich verändert hat05:34 Warum Skalierung heute im Fokus steht06:54 Wie weit die Industrie ist, KMU und Grosskonzerne08:11 Techstandort Schweiz und Robotik08:37 Was Siemens Xcelerator ist10:38 Der Marktplatz auch für Nicht-Kunden12:04 Für welche Branchen die Plattform gedacht ist12:27 Warum Siemens auf Offenheit setzt14:57 Widerstände intern und wie man sie überwindet17:54 Globale Plattform, lokale Partner19:34 Wie Unternehmen Marketplace Seller werden20:31 Was die Zertifizierung bedeutet21:02 Die richtige Lösung finden, KI im Backend23:37 Wie die Plattform bekannter werden soll25:28 Der Eigen Engineering Agent im TIA Portal26:57 KI-Use-Cases von der Entwicklung bis zur Produktion31:38 AI Lab und Guardrails im Grosskonzern34:03 Wie Mario KI im Arbeitsalltag nutzt34:46 KI im Vertrieb36:51 Menschen mitnehmen, vom privaten Nutzen ins Geschäft40:38 Wann der KI-Agent des Kunden einkauft

  6. Sep 6

    #34 KI legt Firmen lahm, versteht aber keine Bestellung – mit Marcel Rassinger, aikyma.ai

    Eine Bestellung kommt als PDF herein und muss ins ERP. Klingt nach einer Aufgabe für jedes Tool. Genau daran scheitern die meisten KI-Projekte im Handel. Marcel Rassinger war CIO von BRACK.Alltron. Heute baut er mit aikyma für den Handel KI-Lösungen. Sein Befund ist nüchtern. Die Anbindung an SAP oder Business Central ist der einfache Teil. Schwierig wird es Sonderwünschen in Notizfeldern und bei Wissen, das nur in den Köpfen der Mitarbeitenden steckt. Warum aus einem KI-Projekt schnell ein Prozess- und Datenprojekt wird und wo sich der ROI wirklich rechnet. Zum Gast: Marcel Rassinger, studierter Physiker, früher CIO der Competec-Gruppe, heute Co-Founder und CTO von aikyma in Basel. Gast: https://www.linkedin.com/in/marcel-rassinger-0b1b74/ Website:https://aikyma.ai/ Host: https://www.linkedin.com/in/andy-huber-ai-consulting/ Takeaways Die technische Anbindung ist heute der einfache Teil. Mit KI-Tools bekommt man die Verbindung zu SAP oder Business Central schnell hin. Der Aufwand steckt in den Prozessen dahinter.Die Prozesse laufen anders, als sie dokumentiert sind. Was im Kopf des Managements und in der Prozessbeschreibung steht, ist selten das, was im Tagesgeschäft tatsächlich passiert.Agenten wie neue Mitarbeitende behandeln. Jemand erklärt ihnen, wie das Unternehmen funktioniert. Marcel nennt das selbst edge und teilweise bleeding edge.Ein Mitarbeitender allein reicht als Quelle nicht. Erst die Spiegelung im Kreis von Teamleitern und Entscheidungsbefugten bringt ein belastbares Bild.Aus dem KI-Projekt wird ein Prozess- und Datenprojekt. In den Feedback-Runden zeigt sich, was ein Bug ist, wo der Prozess uneinheitlich ist und wo schlicht die Daten nicht stimmen.100 Prozent sind nicht das Ziel. Die Fleissarbeit soll wegfallen, entscheiden soll der Mensch dort, wo entschieden werden muss.Human in the Loop ist eine zweite Integrationsschicht. Nicht nur ins System, sondern in die Organisation. Die Feedback-Schlaufe läuft über Zuständigkeiten, Mails und Menschen.Ohne Management-Unterstützung geht es in komplexen Fällen nicht. Wer ein Tool kauft und es wie ein Excel behandelt, wird damit nicht weit kommen.Kapitel 00:00 Intro 00:17 Marcels Lieblings-KI-Tool 02:32 Vom Physikstudium ins Internetbanking 05:24 Was vom Physikstudium geblieben ist 06:19 Wohin sich KI entwickelt 11:05 Die CIO-Rolle vor zehn Jahren und heute 13:51 KI deckt die alten Baustellen auf 17:01 Was aikyma genau macht 18:23 Wenn der Teufel im Detail steckt 19:14 Die Kunden, bei denen es tatsächlich schnell geht 19:35 Gewachsene Systeme und die Adresse aus Shanghai 25:33 Wenn jeder den Prozess anders auslegt 26:40 Feedback-Runden mit Teamleitern und Entscheidern 28:40 Aus dem KI-Projekt wird ein Prozess- und Datenprojekt 29:42 Der ROI und die einfache Rechnung 33:02 Human in the Loop und die Integration in die Organisation 34:57 Kultur, Fehler und der Umgang damit 35:41 Change-Management-Projekte 36:37 Wie Mitarbeitende auf die Automatisierung reagieren 39:47 Was Unternehmen an KI-Projekten falsch verstehen 41:18 Ausblick, 80 Prozent der Bürokratie sind automatisierbar 45:56 Wenn Software fast gratis wird

  7. Aug 30

    #33 Warum sind Google, Nvidia, OpenAI, Anthropic in Zürich? – Christian Lüscher, Greater Zurich Area

    Google, Nvidia, Meta, OpenAI, Anthropic. Warum sitzen diese Firmen ausgerechnet in Zürich? Christian Lüscher arbeitet seit vier Jahren daran, dass diese Frage im Ausland überhaupt gestellt wird. Als PR-Manager der Greater Zurich Area macht er einen Wirtschaftsraum von neun Kantonen sichtbar – ab 2027 sind es zehn. Sein Befund ist nüchtern: Niemand in San Francisco, Schanghai oder Tel Aviv weiss automatisch, was Zürich zu bieten hat. Rund 100 Ansiedlungen pro Jahr entstehen nicht durch Inserate, sondern durch Netzwerkarbeit – 80 Prozent davon werden aktiv angebahnt. Wir sprechen über Google als Leuchtturm: seit 20 Jahren hier, rund 5'000 Mitarbeitende, grösster Entwicklungsstandort ausserhalb der USA und über 200 Firmengründungen, die aus diesem Umfeld entstanden sind. Über die Zürcher AI-Karte mit rund 200 Firmen, die tatsächlich Forschung und Entwicklung betreiben. Und über den nächsten Schub, den Christian nicht bei KI sieht, sondern in der Robotik: Das Hirn der Roboter wird hier entwickelt, in Labs, die man von der Strasse aus gar nicht sieht. Dazu die Kehrseite: Wohnungspreise, Verdrängung, Wachstumsmüdigkeit. Christian ordnet ein, welchen Anteil die Ansiedlungspolitik daran wirklich hat – und warum er trotzdem für eine Annäherungs- statt eine Vermeidungsstrategie plädiert. Zurich AI Festival, Ende September bis Anfang Oktober: https://www.zurichaifestival.ch/ Christian Lüscher: https://www.linkedin.com/in/luschair/ Andy Huber: https://www.linkedin.com/in/andy-huber-ai-consulting/ TAKEAWAYS Google war der Leuchtturm. 20 Jahre, 5'000 Mitarbeitende, über 200 Firmengründungen aus diesem Umfeld.Cluster ziehen Cluster an. Die Erfolgreichen suchen die Nähe zueinander.Der nächste Hype ist Robotik, nicht KI. Das Hirn der Roboter entsteht in Zürich.Talent kommt vor Firma. Die Formel lautet Technology, Tax, Talent.Lebensqualität ist ein harter Standortfaktor, kein weicher.Die Ansiedlungen machen unter zwei Prozent der Zuwanderung aus.Vermeidung ist keine Strategie. Annäherung statt Rückzug ins Reduit.Standortfaktor Nummer eins ist Zusammenarbeit – auf allen Ebenen. KAPITEL 00:00 Intro 01:49 Vom Journalismus zur Standortförderung 05:12 Was die Greater Zurich Area genau macht 07:00 Neun Kantone, ab 2027 zehn 07:45 Büros in den USA und China: Netzwerkarbeit statt Werbung 09:34 Warum das nichts mit Tourismuswerbung zu tun hat 11:22 Was die Organisation leistet – und was nicht 14:14 Wer dahintersteckt: Public-Private-Partnership 15:13 Google in Zürich: grösster Standort ausserhalb der USA 17:59 Die AI-Karte: 200 Firmen mit Forschung und Entwicklung 19:55 Robotik: «Grossmacht Zürich» und die versteckten Labs 23:43 Warum jetzt? Die Dynamik der letzten 36 Monate 24:35 Talent, Hochschulen und die Formel der 3 T 26:36 Zürisee, Techno, Lebensqualität als harter Faktor 28:26 Die Karten – und was sie sonst noch zeigen 30:45 Die Kehrseite: Wohnungspreise und Verdrängung 33:00 Zuwanderung: der reale Anteil der Ansiedlungen 36:25 Zürich in den 90ern – wie weit der Standort gekommen ist 37:48 Ökosystem: Hochschulen, Konzerne, Startups 38:50 Über 200 Firmengründungen aus dem Google-Umfeld 40:36 Was es braucht, damit der Standort vorne bleibt 44:09 Standortfaktor Nummer eins: Zusammenarbeit

  8. Aug 23

    #32 Marcel Salathé: Soll KI Service public sein?

    Baut die Schweiz künstliche Intelligenz selber oder kaufen wir sie künftig einfach ein? Marcel Salathé hat die Frage durchgerechnet: Der Co-Direktor des AI Center der EPFL kommt auf rund eine Milliarde Franken pro Jahr, ein Bruchteil dessen, was in den USA in diese Technologie fliesst. Passiert nichts, sagt er, werden wir vollständig abhängig von Amerikanern und Chinesen und wer die Technologie besitzt, bestimmt Preis und Zugang. Ein Gespräch über das Schweizer Modell Apertus, über ein Departement für Technologie, das es in Bern nicht gibt, darüber warum KI privat längst funktioniert und in Unternehmen harzt – und was das für unsere Kinder in der Schule heisst. Gast: Marcel Salathé https://www.linkedin.com/in/salathe/ Host: Andy Huber https://www.linkedin.com/in/andy-huber-ai-consulting/ Takeaways Eine eigene Schweizer KI kostet rund eine Milliarde pro Jahr. Für Modelle und Ökosystem, nicht für den weltweiten Betrieb – ein kleiner Prozentsatz dessen, was die grossen Anbieter investieren. Die Schweiz wäre damit durchaus kompetitiv.Ohne Entscheid wird die Abhängigkeit zum Fakt. «Dann werden wir vollständig abhängig sein von Chinesen und Amerikanern.» Für Unternehmen heisst das: Die Technologie, auf der die eigenen Prozesse laufen, gehört jemand anderem.Apertus ist Vorarbeit, Als Forschungsprojekt wertvoll, insgesamt aber «massiv unter seinem Potenzial». Für ein konkurrenzfähiges Modell braucht es Ressourcen im Faktor hundert.Individuell klappt KI, institutionell harzt es. Der Grund ist nicht fehlender Wille: Die Technologie arbeitet nicht deterministisch, sondern probabilistisch – und fein austarierte Unternehmensprozesse kommen damit schlecht zurecht.Die Schule muss den Prozess bewerten, nicht das Resultat. Wer im Fitnessstudio die Maschine für sich arbeiten lässt, hat am Schluss keine Muskeln. Genau das passiert, wenn nur das abgegebene Dokument zählt. Kapitel 00:00  – Intro und Einordnung 00:11  – Wie Marcel Salathé KI im Alltag nutzt – und wo bewusst nicht 02:18  – Sein Setup: 80 Prozent Codex, 20 Prozent Claude 03:27  – Modell auf dem eigenen Laptop: 27 Sekunden gegen 37 Minuten 05:13  – Das AI Center der EPFL und die Rolle als Co-Direktor 06:54  – Warum er «Kompass Künstliche Intelligenz» geschrieben hat 09:35  – Wer das Buch liest – und was zurückkommt 11:12  – Vom Biologen zur KI: warum das Tempo nie neu ist 14:47  – Der Sprung in die Wirtschaft – und wo er stockt 15:10  – Warum Institutionen härter kämpfen als jeder Einzelne 18:10  – Drei Typen von Unternehmen: bereit, willig, überholt 20:26  – Die Schweiz im KI-Ranking ganz unten – und warum das richtig war 23:25  – Braucht Bern ein Departement für Technologie? 24:41  – USA und China: Milliarden für Rechenzentren 25:55  – Die Rechnung: eine Milliarde Franken pro Jahr 27:05  – Apertus: «massiv unter seinem Potenzial» 31:20  – Schule, Kinder und der Vergleich mit dem Fitnessstudio 34:48  – KI an der EPFL: wie Prüfungen heute funktionieren 38:52  – Die Fähigkeiten der Zukunft: das T-shaped Skillset 46:31  – In fünf Jahren: hat die Schweiz ihre Chance genutzt?

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HUBER BUSINESS AI evaluiert die strategische und operative Implementierung von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Im Dialog mit Entscheidungsträgern analysiert Andy Huber validierte Use Cases hinsichtlich ihrer Wertschöpfung und Skalierbarkeit. Der Fokus liegt auf der technologischen Basis sowie der Bewältigung von Transformationshürden im Change Management. Gäste legen ihre Vorgehensweise offen, von der Grundlagenarbeit über die kulturelle Adoption der Belegschaft bis zur Lösung konkreter Implementierungsprobleme

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