IAT ScienceCast - Einblicke in Naturwissenschaft und Technik aus dem Klostersaal Traunkirchen

Internationale Akademie Traunkirchen

Die Internationale Akademie Traunkirchen (IAT) lädt mehrmals im Jahr zu spannenden Vorträgen hochkarätiger Wissenschaftler:innen ein. Dabei geht es um aktuelle Fragen, vor allem aus Naturwissenschaft und Technik – verständlich erklärt und faktenbasiert diskutiert. Renommierte österreichische und internationale Forscher:innen geben Einblicke in ihre Arbeit und teilen neueste Erkenntnisse. Ab sofort können Sie diese Vorträge auch als Podcast erleben: die Originalaufnahmen direkt aus dem Klostersaal Traunkirchen zum Nachhören. 👉 Jetzt abonnieren auf allen gängigen Podcast-Plattformen! Mehr Informationen zu unseren Veranstaltungen finden Sie unter: www.akademietraunkirchen.com Technische Umsetzung Natalie Gross-Tabachnik, Sprecherinwien.at Jochen Tuch, FXelektrotechnik.com

Episodes

  1. IAT Science-Cast Folge 06 Recycling von Kunststoffen – Notwendigkeit und Herausforderung

    FEB 2

    IAT Science-Cast Folge 06 Recycling von Kunststoffen – Notwendigkeit und Herausforderung

    Prof. Christian Paulik, Institut für Chemische Technologie organischer Materialien, Johannes Kepler Universität Linz, führte uns vor Augen, dass Kunststoff nicht gleich Kunststoff ist, und das Recycling sehr viele Tücken in sich birgt. Ohne Zweifel, wir leben heute im „Kunststoffzeitalter“! Derzeit werden bereits in etwa 400 Millionen Tonnen Kunststoffe pro Jahr hergestellt, jedoch nur ein kleiner Teil davon wiederverwendet. Kunststoffe sind fantastische Materialien, die in allen Bereichen unseres modernen Lebens Anwendung finden, von der Gesundheitsfürsorge bis zur Verpackung, und damit unser Leben wie wir es heute führen zu einem guten Teil erst möglich machen. Die Flexibilität, mit der Materialien für jede spezifische Anwendung maßgeschneidert werden können, erschwert jedoch auch deren Wiederverwendung. So werden nur weniger als 10% der kommunalen Kunststoffabfälle in den USA recycelt, was bedeutet, dass der größte Teil verbrannt oder auf Deponien gelagert wird. Die Rückgewinnung von Ressourcen (Recycling) gewinnt dagegen zunehmend an Bedeutung. Es müssen jedoch weitere Leitlinien, Strategien und Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Entwicklung hin zu einem geschlossenen Materialkreislauf zu beschleunigen. In seinem Vortrag erörterte Prof. Christian Paulik verschiedene Aspekte des Recyclings von Kunststoffen, von der notwendigen Vorbehandlung des Abfalls bis hin zu den unterschiedlich möglichen Recycling Strategien. Zur Person: Prof. Christian Paulik ist Leiter des Instituts für Chemische Technologie organischer Materialien an der Johannes Kepler Universität Linz, Österreich. Er erwarb seinen Master und PhD in Technischer Chemie an der Johannes Kepler Universität Linz im Bereich Polymerwissenschaften. 1995 begann er seine Karriere bei Borealis, einem führenden Unternehmen im Bereich Polyolefine, in der zentralen Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Nach verschiedenen Positionen in der globalen Forschungs- und Entwicklungsorganisation von Borealis kehrte er 2010 in die Wissenschaft zurück und nahm das Angebot der Johannes Kepler Universität an. In seiner aktuellen Forschung konzentriert sich Prof. Paulik auf die Polymerisation und die Struktur-Eigenschafts-Beziehungen von Polyolefinen und Spezialpolymeren, z. B. melaminbasierten Materialien und antimikrobiellen Polymeren, 3D-Druck von Polymeren und Hochdruck-Biotechnologie. Er ist außerdem auf dem Gebiet der Polymeradditive und biobasierten Ressourcen tätig. Die Folien zum Vortrag finden Sie unter: https://www.akademietraunkirchen.com/iat-science-cast-folge-06-recycling-von-kunststoffen-notwendigkeit-und-herausforderung/

    1h 6m
  2. IAT-Science-Cast Folge 04 Pflanzen – Zauberer der Anpassung

    JAN 21

    IAT-Science-Cast Folge 04 Pflanzen – Zauberer der Anpassung

    Vortrag: Pflanzen – Zauberer der Anpassung Referent: Prof. Jiří Friml, Institute of Science and Technology Austria Klosterneuburg Datum: 13.06.2025 Pflanzen und Tiere leben auf ganz unterschiedliche Weise. Tiere können weglaufen oder kämpfen, wenn es brenzlig wird – Pflanzen dagegen sind fest in ihrer Umgebung verwurzelt. Doch gerade daraus haben sie eine erstaunliche Fähigkeit zur Anpassung entwickelt. Ihre Entwicklung und Lebensweise sind oft viel flexibler als die der Tiere. Spannend ist auch: Pflanzen haben sich unabhängig von den Tieren zu vielzelligen Lebewesen entwickelt – und dabei ganz eigene Lösungen gefunden, um mit den Herausforderungen des Lebens klarzukommen. Eine der wichtigsten „Erfindungen“ der Pflanzen ist das Hormon Auxin – eine Art Zaubersubstanz, die fast alle Aspekte des Pflanzenwachstums steuert. Von der Entstehung des ersten Keimlings bis zum natürlichen Altern (der sogenannten Seneszenz) begleitet Auxin jede Phase des Pflanzenlebens. Zur Person: Jiří Friml stammt aus Südmähren in der Tschechischen Republik, studierte in Brno und Köln, wo er auch jeweils promovierte. Nach seiner Habilitation 2006 in Tübingen hatte er Professuren an den Universitäten Göttingen und Gent (Belgien) sowie am Flämischen Institut für Biotechnologie inne. Seit 2012 forscht er am ISTA in Klosterneuburg. Seine Forschung konzentriert sich auf die Mechanismen der Anpassungsfähigkeit von Pflanzen während der embryonalen und postembryonalen Entwicklung, sein besonderes Interesse liegt dabei in den Mechanismen des polaren Auxin-Transports. Er gehört auf seinem Gebiet zu den meistzitierten ForscherInnen Europas und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet. Für seine Forschungen erhielt er unter anderem den Körber-Preis 2010, die EMBO-Goldmedaille 2012 sowie zwei ERC Advanced Grants (2017 und 2024) und 2024 schließlich den hochdotieren Wittgenstein-Preis. Die Folien zum Vortrag finden Sie unter: https://www.akademietraunkirchen.com/podcast-folge-04-pflanzen-zauberer-der-anpassung/

    48 min
  3. IAT-Science-Cast Folge 03 Ist Krebs übertragbar? Lehren von Tasmanischen Teufeln

    JAN 21

    IAT-Science-Cast Folge 03 Ist Krebs übertragbar? Lehren von Tasmanischen Teufeln

    Vortrag: Ist Krebs übertragbar? Lehren von Tasmanischen Teufeln Referent: Prof. Andreas Bergthaler, Medizinische Universität Wien Datum: 09.05.2025 Die Tasmanischen Teufel, eine einzigartige Beuteltierspezies, stehen am Rande des Aussterbens – nicht durch menschliche Einflüsse sondern durch ein faszinierendes biologisches Phänomen: einen übertragbaren Gesichtstumor. Diese ungewöhnliche Krebsform, die durch Bisse von Tier zu Tier weitergegeben wird, hat bereits 80-90% der Population vernichtet. Doch wie ist es möglich, dass Krebszellen zwischen Individuen übertragen werden können? Dieses Phänomen ist nicht nur auf Tasmanische Teufel beschränkt – auch bei Hunden wurden ähnliche Fälle dokumentiert, während beim Menschen bislang keine übertragbaren Krebsformen bekannt sind. Zur Person: Prof. Andreas Bergthaler studierte Veterinärmedizin an der Vetmeduni Wien und absolvierte sein Doktorat bei Hans Hengartner und Nobelpreisträger Rolf Zinkernagel am Institut für Experimentelle Immunologie an der Universität Zürich. Seit 2011 leitet er eine Forschungsgruppe am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Seit 2022 hat Andreas Bergthaler die Professur für Molekulare Immunologie an der MedUni Wien übernommen sowie die Leitung des Instituts für Hygiene und Angewandte Immunologie am Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie. Mehr dazu: https://www.akademietraunkirchen.com/podcast-folge-03-ist-krebs-uebertragbar-lehren-von-tasmanischen-teufeln/

    54 min
  4. IAT-Science-Cast Folge 02 Bodenverbrauch und Resilienz – Herausforderungen und Lösungswege

    JAN 21

    IAT-Science-Cast Folge 02 Bodenverbrauch und Resilienz – Herausforderungen und Lösungswege

    Vortrag: Bodenverbrauch und Resilienz – Herausforderungen und Lösungswege Vortragender: Prof. Gernot Stöglehner, Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung (IRUB) der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) Datum: 07.03.2025 Wie wir als Gesellschaft resilient, also widerstandsfähig gegenüber Krisen und Schocks sind, hängt wesentlich davon ab, wie wir unser Leben im Raum organisieren und wie wir unsere Städte und Orte sowie die Infrastruktur dazwischen errichten und nutzen. Prof. Gernot Stöglehner stellte uns vor, was räumliche Resilienz ist, wie sie mit Themen wie Klimaschutz, Klimawandelanpassung und Bodenverbrauch in Verbindung steht und wie sie in politischen Entscheidungen der Raumplanung und in persönlichen Alltagsentscheidungen berücksichtigt werden kann, denn die räumlichen Voraussetzungen beeinflussen unsere Entscheidungen genauso wie unsere Entscheidungen räumliche Strukturen beeinflussen. Zur Person: Gernot Stöglehner ist Professor für Raumplanung an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), Leiter des Instituts für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung (IRUB) und Koordinator des BOKU-Energieclusters. Zu seinen Fachgebieten zählen nachhaltige Raumplanung und Raumentwicklung, Energiewende und Energieraumplanung, Flächeninanspruchnahme für Bauland und Infrastruktur, Resilienz in der Raumplanung, Klimaschutz und Klimawandelanpassung mit raumplanerischen Mitteln, Umweltplanung, strategische Raumplanung und die damit verbundene Entwicklung von Planungsmethoden und Planungsinstrumenten. Mehr dazu: https://www.akademietraunkirchen.com/podcast-folge-2-bodenverbrauch-und-resilienz-herausforderungen-und-loesungswege/

    53 min
  5. IAT-Science-Cast Folge 01 Wissenschaftsskepsis in Krisenzeiten – am Beispiel Österreich

    JAN 21

    IAT-Science-Cast Folge 01 Wissenschaftsskepsis in Krisenzeiten – am Beispiel Österreich

    Vortrag: Wissenschaftsskepsis in Krisenzeiten – am Beispiel Österreich Vortragender: Dr. Jakob-Moritz Eberl, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Universität Wien. Datum: 15.08.2024 Im Vortrag von Dr. Eberl geht es um die Grundlagen der Wissenschaftskommunikation und ihre Herausforderungen in einem politisierten und medialisierten Umfeld. Wenn wir von Wissenschaftsskepsis sprechen, sollen wir zwischen wissenschaftlicher Skepsis, die als treibende Kraft der Wissensproduktion dient, und Wissenschaftsskepsis, die institutionelle Wissenschaft und deren Akteur:innen in Frage stellt, unterscheiden. Österreich steht europaweit auf dem vorletzten Platz, was die positive Akzeptanz von Wissenschaft betrifft. Verschiedene Faktoren wie Science Literacy, Populismus, Freiheitsideologien und Naturglaube spielen bei der Wissenschaftsskepsis in Österreich eine große Rolle. Die komplexen Spannungsfelder zwischen Wissenschaftsskepsis und wissenschaftlicher Skepsis, insbesondere während der Corona-Pandemie, wurden anhand des „Austrian Corona Panel Projects“ beleuchtet. Das „Austrian Corona Panel Project“, eine mehrwellige Online-Panel-Befragung mit 1500 repräsentativ ausgewählten Teilnehmer:innen, untersuchte die soziale, mediale und politische Dimension der Pandemie in Österreich. Zur Person: Dr. Jakob-Moritz Eberl ist Senior Scientist an der Universität Wien mit dem Schwerpunkt Medien und Demokratie. Sein Hauptforschungsinteresse gilt den Einflüssen von Mediendiskursen und Medienbias auf öffentliche Meinung und politisches Verhalten. Die Folien zum Vortrag finden Sie unter: https://www.akademietraunkirchen.com/podcast-folge-1-wissenschaftsskepsis-in-krisenzeiten-am-beispiel-oesterreich/

    1h 7m

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