Studier Jura!

C. M.

Juristische Lehrbücher, Gesetze und Kommentare - liebevoll zum Podcast aufbereitet.

  1. 18h ago

    Bundesgerichts-Bites - Datenflut hebelt das Anklageprinzip aus (BGer 7B_758_2025 vom 22.07.2026)

    Eine 151-seitige Anklageschrift mit hunderten Fussnoten und Aktenverweisen – unverzichtbare Navigationshilfe im Daten-Dschungel oder ein schleichender Tod des fairen Strafprozesses? 💼📑⚖️Ein Treuhänder wird wegen mehrfachen gewerbsmässigen Betrugs, Veruntreuung und Misswirtschaft zu fast sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Doch vor Bundesgericht greift die Verteidigung das Fundament des gesamten Verfahrens an: Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf wiegt schwer: Mit 151 Seiten, hunderten Fussnoten und unzähligen Verweisen auf Aktenordner habe die Anklagebehörde keine knappe Tatumschreibung geliefert, sondern eine unzulässige zivilprozessuale Klageschrift voller vorweggenommener Beweiswürdigung! Laut Gesetz (Art. 325 StPO) muss eine Anklageschrift „möglichst kurz, aber genau“ sein. Doch in der Praxis des Wirtschaftsstrafrechts mutieren Anklageschriften immer öfter zu gigantischen Textmonstern. In dieser Folge sezieren wir das Urteil 7B_758/2025 und werfen mit der Anwaltschaft einen kritischen Blick hinter die Kulissen der Justiz: Was verlangt das Anklageprinzip (Art. 9 & 325 StPO) wirklich – und warum dient die Anklage der Information des Beschuldigten, nicht der Vorprägung des Gerichts?Warum drückt das Bundesgericht beide Augen zu und akzeptiert hunderte Fussnoten mit Verweis auf die „Komplexität von Wirtschaftsdelikten“?Ist das Wirtschaftsstrafrecht wirklich so einzigartig, oder kaschieren uferlose Monster-Anklagen oft nur mangelhafte juristische Subsumtion und unklare Beweisführungen?Ein absolutes Must-Listen für alle, die Strafprozessrecht verstehen, die Taktik der Strafverteidigung durchschauen und die heissesten Diskussionen der Schweizer Strafjustiz mitverfolgen wollen. Jetzt reinhören, den Kampf ums Anklageprinzip verstehen und praxisrelevantes Prozessrecht für deine nächste Klausur mitnehmen! 🚀

  2. 18h ago

    OR AT - Folge 3: Wille schlägt Wort im Schweizer Vertragsrecht (Vertragsschluss)

    Wille schlägt Wort im Schweizer Vertragsrecht Willkommen zur dritten Lektion unseres Kurses zum Schweizerischen Obligationenrecht bei Juristische Standardwerke – Studier Jura! Der Vertragsschluss steht im Zentrum dieser Einheit. Wir widmen uns den Willensäusserungen, dem normativen Konsens nach dem Vertrauensprinzip und dem Dissens (offen vs. versteckt). Zudem schauen wir uns an, wie Scheingeschäfte (Simulation) und das kaufmännische Bestätigungsschreiben juristisch behandelt werden. Egal ob du selbst eine juristische Karriere anstrebst oder dich einfach optimal auf deine Abschlussprüfung vorbereiten möchtest – nach dieser Lektion verstehst du die rechtlichen Grundlagen des Vertragsschlusses und hast dir das Rüstzeug des Allgemeinen Teils des Obligationenrechts meisterhaft erarbeitet! 📚 Quellen & Buchtipp zu dieser Serie: Dieser Kurs orientiert sich an dem bewährten Standardwerk „Tafeln zum Schweizerischen Obligationenrecht I – Allgemeiner Teil ohne Deliktsrecht“ von Hermann Schulin und Nedim Peter Vogt (5., vollständig überarbeitete Auflage, 2012). Auch wenn das Werk schon einige Jahre alt ist: Die darin behandelten dogmatischen Konzepte bilden bis heute das zeitlose Fundament unseres Rechtsstaates. Selbstverständlich wurden für die Besprechung in diesem Podcast die aktuell geltenden Gesetzesnormen (Stand: 1. Januar 2026) berücksichtigt und eingearbeitet. Wer die juristischen Strukturen für seine Prüfungen visuell verinnerlichen möchte, findet in diesem Werk den perfekten Begleiter. In dieser Folge behandeln wir die Tafeln 15 bis 23. Viel Spass beim Zuhören!

  3. 2d ago

    OR Landmark Cases: BGE 133 III 257 - Der Papageien-Fall

    In dieser Folge knöpfen wir uns den berühmten Papageien-Fall (BGE 133 III 257) vor. Was als Kauf von sechs Vögeln für Fr. 4'800.– begann, endete vor dem Bundesgericht in einer existenzbedrohenden Millionen-Haftung – und das völlig ohne Verschulden des Verkäufers! Die Story: Ein Züchter kauft sechs Papageien. Einer trägt das hochgradig ansteckende Pacheco-Virus in sich und steckt den gesamten, wertvollen Altbestand des Käufers an. Fast alle Tiere sterben. Der Schaden: knapp 2 Millionen Franken!Das Problem: Haftet der schuldlose Verkäufer für diesen Mangelfolgeschaden als unmittelbaren Schaden (verschuldensunabhängige Kausalhaftung nach Art. 208 Abs. 2 OR) oder als mittelbaren Schaden (Verschuldenshaftung nach Art. 208 Abs. 3 OR)?Das Urteil: Das Bundesgericht stellt klar: Entscheidend ist allein die Länge der Kausalkette. Da sich das Virus ohne weitere Zwischenursachen direkt von Vogel zu Vogel übertrug, ist der Schaden unmittelbar. Der Verkäufer muss die 2 Millionen Franken komplett bezahlen!Strenge Kausalhaftung: Für unmittelbare Schäden haftet der Verkäufer bei der Wandelung (Art. 208 Abs. 2 OR) immer verschuldensunabhängig.Die Kausalkette entscheidet: Unmittelbar ist ein Schaden, wenn er die direkte Folge des Mangels ist.Ansteckungsschäden im eigenen Bestand sind klassische unmittelbare Schäden.Deine Key-Takeaways für die Prüfung: Jetzt reinhören, die Kausalkette verstehen und für die nächste Klausur perfekt vorbereitet sein!

  4. 3d ago

    OR AT - Folge 2: Wer haftet für den verbrannten Neuwagen? - Die verschiedenen Schuldarten und Sicherheiten

    Wer haftet für den verbrannten Neuwagen? - Die verschiedenen Schuldarten und Sicherheiten Willkommen zur zweiten Lektion unseres Kurses zum Schweizerischen Obligationenrecht bei Juristische Standardwerke – Studier Jura! In dieser Episode klären wir die verschiedenen Schuldarten: Wo liegt der Unterschied zwischen Gattungsschuld, Stückschuld, Wahlschuld und alternativer Ermächtigung? Zudem beleuchten wir die Sicherung von Forderungen und besprechen Personal- sowie Realsicherheiten im Detail. Egal ob du selbst eine juristische Karriere anstrebst oder dich einfach optimal auf deine Abschlussprüfung vorbereiten möchtest – nach dieser Lektion verstehst du die rechtlichen Grundlagen der Schuldarten und hast dir das Rüstzeug des Allgemeinen Teils des Obligationenrechts meisterhaft erarbeitet! 📚 Quellen & Buchtipp zu dieser Serie: Dieser Kurs orientiert sich an dem bewährten Standardwerk „Tafeln zum Schweizerischen Obligationenrecht I – Allgemeiner Teil ohne Deliktsrecht“ von Hermann Schulin und Nedim Peter Vogt (5., vollständig überarbeitete Auflage, 2012). Auch wenn das Werk schon einige Jahre alt ist: Die darin behandelten dogmatischen Konzepte bilden bis heute das zeitlose Fundament unseres Rechtsstaates. Selbstverständlich wurden für die Besprechung in diesem Podcast die aktuell geltenden Gesetzesnormen (Stand: 1. Januar 2026) berücksichtigt und eingearbeitet. Wer die juristischen Strukturen für seine Prüfungen visuell verinnerlichen möchte, findet in diesem Werk den perfekten Begleiter. In dieser Folge behandeln wir die Tafeln 8 bis 12. Viel Spass beim Zuhören!

  5. Aug 23

    OR AT - Folge 1: Forderungen mit Einreden und Einwendungen abwehren

    Forderungen mit Einreden und Einwendungen abwehren Willkommen zur ersten Lektion unseres Kurses zum Schweizerischen Obligationenrecht bei Studier Jura! In dieser Folge dreht sich alles um die Entstehung von Forderungen und das juristische Abwehrsystem. Wir erklären die Entstehungsgründe sowie die wichtige Abgrenzung zwischen rechtshindernden bzw. rechtsaufhebenden Einwendungen und echten Einreden (dilatorisch/peremptorisch). Lerne, wie Abwehrmittel wie die Verjährung, das Retentionsrecht oder die Einrede des nicht erfüllten Vertrages funktionieren. Egal ob du selbst eine juristische Karriere anstrebst oder dich einfach optimal auf deine Abschlussprüfung vorbereiten möchtest – nach dieser Lektion verstehst du das rechtliche Abwehrsystem für Forderungen und hast dir das Rüstzeug des Allgemeinen Teils des Obligationenrechts meisterhaft erarbeitet! 📚 Quellen & Buchtipp zu dieser Serie: Dieser Kurs orientiert sich an dem bewährten Standardwerk „Tafeln zum Schweizerischen Obligationenrecht I – Allgemeiner Teil ohne Deliktsrecht“ von Hermann Schulin und Nedim Peter Vogt (5., vollständig überarbeitete Auflage, 2012). Auch wenn das Werk schon einige Jahre alt ist: Die darin behandelten dogmatischen Konzepte bilden bis heute das zeitlose Fundament unseres Rechtsstaates. Selbstverständlich wurden für die Besprechung in diesem Podcast die aktuell geltenden Gesetzesnormen (Stand: 1. Januar 2026) berücksichtigt und eingearbeitet. Wer die juristischen Strukturen für seine Prüfungen visuell verinnerlichen möchte, findet in diesem Werk den perfekten Begleiter. In dieser Folge behandeln wir die Tafeln 1 bis 7. Viel Spass beim Zuhören!

  6. Aug 21

    Allgemeines Verwaltungsrecht - Folge 14_ Die Diener des Staates – Das Sonderstatusverhältnis im öffentlichen Dienst

    Willkommen zum grossen Staffelfinale und der vierzehnten Lektion unseres Kurses zum allgemeinen Verwaltungsrecht bei Juristische Standardwerke - Studier Jura! Wir haben in den vergangenen 13 Lektionen intensiv darüber gesprochen, wie der Staat handelt, verfügt, plant und enteignet. Doch „der Staat“ ist kein gesichtsloses Konstrukt – er besteht aus Menschen, die in seinem Namen agieren. Wer sich entscheidet, für das Gemeinwesen zu arbeiten, tritt in ein ganz besonderes rechtliches Band ein: das sogenannte Sonderstatusverhältnis. In dieser finalen Lektion erarbeiten wir uns die rechtlichen Grundlagen des öffentlichen Dienstes: Das Sonderstatusverhältnis: Was bedeutet es juristisch, wenn man in einem besonderen Rechtsverhältnis zum Staat steht? Wir klären, wer überhaupt in dieses Verhältnis fällt und wie sich das moderne Dienstverhältnis auf unbestimmte Zeit von der klassischen „Amtsdauer“ des Beamten unterscheidet.Strenge Dienstpflichten: Wer dem Staat dient, hat besondere Pflichten. Wir beleuchten die Gehorsamspflicht, die Treuepflicht und das fundamentale Amtsgeheimnis. Außerdem klären wir, warum beim Annehmen von Geschenken (und sei es nur ein vermeintlich harmloses Abendessen) absolute Vorsicht geboten ist.Anstellung und Kündigung: Wird man durch einen Vertrag oder eine einseitige Verfügung angestellt? Wir schauen uns die Begründung des Dienstverhältnisses an und zeigen, warum bei einer (fristlosen) Kündigung durch den Staat extrem strenge Verfahrensvorschriften und das Recht auf rechtliches Gehör gelten.Die Rechte der Angestellten: Wo Pflichten sind, gibt es natürlich auch Rechte. Wir sprechen über den Anspruch auf angemessene Besoldung, den Schutz der Persönlichkeit durch den Arbeitgeber Staat sowie die lebenswichtigen Versorgungsansprüche bei Alter, Invalidität oder Tod.Egal ob du selbst eine Karriere in der Verwaltung anstrebst oder dich einfach optimal auf deine juristische Abschlussprüfung vorbereiten möchtest – nach dieser Lektion verstehst du das rechtliche Fundament des öffentlichen Dienstes und hast dir das Rüstzeug des allgemeinen Verwaltungsrechts meisterhaft erarbeitet! 📚 Quellen & Buchtipp zu dieser Serie: Dieser Kurs orientiert sich an dem bewährten Standardwerk „Tafeln zum allgemeinen Verwaltungsrecht“ von Dr. iur. Hans Rudolf Schwarzenbach-Hanhart (Ausgabe 2005). Auch wenn das Werk schon einige Jahre alt ist: Die darin behandelten dogmatischen Konzepte bilden bis heute das zeitlose Fundament unseres Rechtsstaates. Wer die juristischen Strukturen für seine Prüfungen visuell verinnerlichen möchte, findet in diesem Werk den perfekten Begleiter. In dieser Folge behandeln wir die Übersichtstafel 90 .Viel Spass beim Zuhören!

About

Juristische Lehrbücher, Gesetze und Kommentare - liebevoll zum Podcast aufbereitet.

You Might Also Like