Druckreif – Das Redaktionsgespräch

Axel Schiel | Axel S.

Axel S. ist Redaktionsleiter der Zeitung „Neues aus der Mainspitze“ sowie Moderator der Formate „GiGu to go“ und „GG INSIDE“. Er berichtet über Ereignisse und Menschen im Rhein-Main-Gebiet, insbesondere im Kreis Groß-Gerau. Im Podcast „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“ nimmt er sich mehr Zeit: für Begegnungen, die ihn bewegt haben, für Geschichten, bei denen der Funke übergesprungen ist, und für Menschen, die in einer 3-Minuten-Reportage oder in 2.500 Zeitungszeichen nicht genügend Raum finden. Hier geht es um das, was zwischen den Zeilen steht – nahbar, intensiv und druckreif.

  1. Oct 10

    Freiheit hat ihren Preis – mit Johanna von Trotha

    Wie lebt es sich auf der Nonnenau, wenn zwischen dem eigenen Zuhause und dem Alltag immer eine Fahrt über den Altrhein liegt? Und wie verbindet man drei Kinder, ein Veranstaltungsunternehmen und politische Verantwortung? In dieser Folge von „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“ spreche ich mit Johanna von Trotha über ihr Leben in Ginsheim-Gustavsburg und darüber, was sie antreibt. Viele kennen die gelbe Fähre „Johanna“ und das Hofgut Nonnenau. Doch hinter dieser besonderen Kulisse steckt viel Arbeit. Johanna erzählt mir, warum Veranstaltungen für den Erhalt des Hofguts unverzichtbar sind, welchen Druck eine ausgefallene Fähre vor einer Hochzeit auslösen kann und weshalb sie möglichst immer einen Plan B hat. Wir sprechen über ihre Familie, den Einfluss ihrer Eltern und die Freiheit der Selbstständigkeit – mit all der Verantwortung, die dazugehört. Und ich erfahre, warum die Fähre ihren Namen trägt und ihre Farben zunächst einmal mit der Familiengeschichte zu tun haben. Auch politisch übernimmt Johanna Verantwortung: Als FDP-Fraktionsvorsitzende in Ginsheim-Gustavsburg, Kreisvorsitzende und Generalsekretärin der hessischen FDP setzt sie sich für liberale Ideen ein. Ich frage sie, warum sie ihrer Partei auch in schwierigen Zeiten treu bleibt, was sie mit ihrem ehrenamtlichen Engagement bewegen möchte und ob sie sich Politik als Hauptberuf vorstellen kann. Natürlich sprechen wir auch über die Frage, ob Johanna selbst Bürgermeisterin von Ginsheim-Gustavsburg werden möchte. Eine Entscheidung hat sie noch nicht getroffen. Was sie an dieser Aufgabe reizt, was sie zögern lässt und welche Rolle die Erfahrungen ihres Mannes als früherer Bürgermeister dabei spielen, erzählt sie offen. Ihre persönliche Prognose steht jedenfalls fest: Sie glaubt, dass künftig eine Frau die Stadt führen wird. Ein Gespräch über Heimat, Unternehmertum, politische Überzeugungen und die Frage, wie man unter Druck ruhig bleibt. DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch mit Axel Schiel | Axel S.  » Überall, wo es Podcasts gibt! Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif YouTube: YouTube.com/@druckreif Instagram: instagram.com/druckreif_podcast Website: www.showpaket.com/druckreif Impressum: Das Redaktionsgespräch für Neues aus der Mainspitze am 15.10.2026 Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com

    Freiheit hat ihren Preis – mit Johanna von Trotha
  2. Oct 4

    Handwerk in neunter Generation – aus Überzeugung – mit Jean Rauch

    Wie ist es, einen Familienbetrieb in die neunte Generation zu führen? Bedeutet Tradition vor allem Sicherheit – oder auch Verantwortung und Erwartungen? In dieser Folge von „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“ spreche ich mit Jean Rauch, 27 Jahre alt, Malermeister aus Ginsheim und Teil des Familienbetriebs Fritz Rauch. Schon mit etwa 14 Jahren war für Jean nach einem Schulpraktikum klar: Er möchte ins Handwerk. Die Entscheidung kam aus eigenem Antrieb. Heute arbeitet er mit seinem Vater Ulrich zusammen und bereitet sich darauf vor, den Betrieb eines Tages weiterzuführen. Ich möchte von ihm wissen, wie sich das Verhältnis zwischen Vater und Sohn verändert, wie aus einem Auszubildenden ein Partner auf Augenhöhe wird und warum Jean auch künftig selbst auf der Baustelle stehen möchte. Wir sprechen über die Suche nach Fachkräften, Wertschätzung im Team und den Wandel des Umgangstons auf Baustellen. Jean erzählt, warum der Meisterbrief für ihn ein Fundament für weiteres Lernen ist und welche Rolle Fehler dabei spielen. Auch Digitalisierung, ökologische Baustoffe und die Anforderungen an modernes Handwerk kommen zur Sprache. Besonders hängen geblieben ist bei mir seine Haltung zur Arbeit: Freude am Beruf, ein gutes Miteinander und persönliche Erfüllung sind ihm wichtig. Gleichzeitig weiß er, dass es Ausgleich und Ruhe braucht, wenn man diese Arbeit über viele Jahre machen möchte. Das bringt auch mich dazu, meine eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen. Ein Gespräch über Familientradition, selbst gewählte Lebenswege und einen jungen Handwerker, der die Zukunft seines Betriebs mitgestalten möchte. Viel Spaß beim Zuhören! DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch mit Axel Schiel | Axel S.  » Überall, wo es Podcasts gibt! Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif YouTube: YouTube.com/@druckreif Instagram: instagram.com/druckreif_podcast Website: www.showpaket.com/druckreif Impressum: Das Redaktionsgespräch für Neues aus der Mainspitze am 01.10.2026 Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com

    Handwerk in neunter Generation – aus Überzeugung – mit Jean Rauch
  3. Sep 22

    Nie angestellt, immer selbstständig – mit Brigitta Fiesel

    In dieser Folge von „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“ spreche ich mit der Unternehmerin und Fotokünstlerin Brigitta Fiesel. Kennengelernt haben wir uns im Technologie-, Innovations- und Gründungszentrum in Gustavsburg, wo ihr Unternehmen bereits seit 26 Jahren ansässig ist. Brigitta erzählt, warum ihr beruflicher Weg zunächst ans Staatstheater Mainz führte – und weshalb sie dort trotz ihrer Begeisterung für Bühnen- und Kostümbilder nicht geblieben ist. Heute leitet sie mit Catventure und Bimventure zwei Unternehmen, die sich auf die Digitalisierung von Planungs- und Bauprozessen spezialisiert haben. Zu ihren Kunden gehören unter anderem Flughäfen, Chemieparkbetreiber und Automobilhersteller. Wir sprechen über Großprojekte, Frauen in der Baubranche, Teamarbeit und die Frage, wie sie ihr Unternehmen Schritt für Schritt für die Zukunft und eine spätere Übergabe aufstellt. Ein weiterer wichtiger Teil ihres Lebens ist die künstlerische Fotografie. Brigitta zeigt Gebäude, Städte und Architektur aus einer sehr persönlichen Perspektive. Viele ihrer Motive erkennen andere Menschen zunächst gar nicht als Motiv. Ihre Fotografien entstehen häufig durch Mehrfachbelichtungen direkt in der Kamera und werden nur in kleinen Auflagen oder sogar als Unikat angeboten. Außerdem sprechen wir über ihr Pferd, 600 Kilogramm geballte Energie und die besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier. Brigitta erklärt, warum die Stunden im Stall für sie ein wichtiger Ausgleich zum Unternehmerinnenalltag sind und was Pferde sie über Konzentration, Vertrauen und das Leben im gegenwärtigen Moment gelehrt haben. Am 20. Oktober 2026 stellt Brigitta eines ihrer Werke für die Benefiz-Kunstauktion „Kunst hilft Kindern“ zur Verfügung. Der Erlös unterstützt die Arbeit der Stiftung Kinder.Gesundheit.Mainz für chronisch erkrankte Kinder. Die Auktion beginnt um 18.30 Uhr im Ramon-Chormann-Theater in Mainz. Eine Teilnahme ist vor Ort, online oder mit einem vorher abgegebenen schriftlichen Gebot möglich.  Mehr über Brigitta Fiesels Fotokunst:www.linsenkunst.de Informationen zur Benefiz-Kunstauktion:www.kinder-gesundheit-mainz.de/kunst-hilft-kindern-2026.html DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch mit Axel Schiel | Axel S.  » Überall, wo es Podcasts gibt! Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif YouTube: YouTube.com/@druckreif Instagram: instagram.com/druckreif_podcast Website: www.showpaket.com/druckreif Impressum: Das Redaktionsgespräch am 25.08.2026 Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com

    Nie angestellt, immer selbstständig – mit Brigitta Fiesel
  4. Sep 12

    Genug von der Politik? Warum ein engagierter Kommunalpolitiker aufhört – mit Jochen Capalo

    Warum zieht sich jemand aus der Kommunalpolitik zurück, der sich fast zehn Jahre lang mit großer Leidenschaft für seine Heimatstadt engagiert hat? Darüber spreche ich in dieser Folge mit Jochen Capalo. Der ehemalige Stadtverordnete der Freien Wähler Ginsheim-Gustavsburg erzählt mir, wie sein Engagement schon in jungen Jahren bei den Pfadfindern, der Feuerwehr und im Vereinsleben begann – und wie ihn schließlich die Diskussion um das Ginsheimer Bootshaus in die Kommunalpolitik brachte. Wir sprechen über politische Erfolge, hartnäckige Dauerthemen und die Frage, warum wichtige Projekte in Ginsheim-Gustavsburg häufig nur schleppend vorankommen. Natürlich geht es auch um die Neugestaltung des Altrheinufers, die Grundsteuer von 1.400 Punkten und die angespannte Finanzlage der Stadt. Jochen macht deutlich, dass dabei nicht allein Vorgaben von Bund, Land und Kreis eine Rolle spielen. Er sieht auch strukturelle Probleme in der Verwaltung und spricht über mögliche Reformen, mehr interkommunale Zusammenarbeit sowie eine langfristige Fusion mit Bischofsheim. Mich interessiert außerdem, wie Jochen mit Kritik und fehlender Anerkennung umgegangen ist. Seine Antwort ist bemerkenswert: Er braucht keinen Applaus, solange er selbst davon überzeugt ist, im Sinne der Mehrheit zu handeln. Ein offenes Gespräch über ehrenamtliches Engagement, politischen Frust, Verantwortung und den richtigen Zeitpunkt, einen Schritt zurückzutreten. Und natürlich klären wir auch die Frage: Ist Jochen Capalos Abschied aus der Kommunalpolitik wirklich endgültig? DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch mit Axel Schiel | Axel S.  » Überall, wo es Podcasts gibt! Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif YouTube: YouTube.com/@druckreif Instagram: instagram.com/druckreif_podcast Website: www.showpaket.com/druckreif Impressum: Das Redaktionsgespräch für Neues aus der Mainspitze am 17.09.2026 Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com

    Genug von der Politik? Warum ein engagierter Kommunalpolitiker aufhört – mit Jochen Capalo
  5. Sep 2

    Warum kleine Buchhandlungen verschwinden – und was wir dadurch verlieren – mit Christina Müllender

    Bücher sind für Christina Müllender weit mehr als bedrucktes Papier – sie begleiten sie seit ihrer Kindheit. Seit 2019 lebt sie ihren Traum von der eigenen Buchhandlung in der Villa Herrmann in Gustavsburg. Doch Ende des Jahres wird sie die Türen schließen. In dieser Folge spreche ich mit Christina über ihre Liebe zum Lesen, den besonderen Charme kleiner Buchhandlungen und darüber, warum gute Beratung allein wirtschaftlich oft nicht ausreicht. Sie erzählt offen von fehlender Laufkundschaft, verändertem Kaufverhalten und einem Umsatzeinbruch von rund 70 Prozent seit der Brückensperrung nach Hochheim. Wir sprechen aber auch über die Bedeutung von Büchern für Kinder. Christina ist überzeugt: „Lesen ist eine Superkraft.“ Sie berichtet von Schulklassen, Vorlesewettbewerben und der erschreckend großen Kluft zwischen Kindern, die mit Büchern aufwachsen, und jenen, die zu Hause kaum Zugang dazu haben. Außerdem geht es um aktuelle Buchtrends, farbige Buchschnitte, Lieblingsbücher, Christinas erstaunliches Lesetempo und die Frage, wie es nach der Schließung für sie persönlich weitergeht. Eine offene und persönliche Folge über einen Lebenstraum, eine schwere Entscheidung – und die Verantwortung, die wir alle für den Erhalt lokaler Geschäfte tragen. DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch mit Axel Schiel | Axel S.  » Überall, wo es Podcasts gibt! Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif YouTube: YouTube.com/@druckreif Instagram: instagram.com/druckreif_podcast Website: www.showpaket.com/druckreif Impressum: Das Redaktionsgespräch für Neues aus der Mainspitze am 03.09.2026 Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com

    Warum kleine Buchhandlungen verschwinden – und was wir dadurch verlieren – mit Christina Müllender
  6. Aug 28

    Frau im Handwerk: „Man muss sich doppelt beweisen“ – mit Tischlerin Emma Reichold

    Emma Reichold habe ich bei einer Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Groß-Gerau kennengelernt. Dort bekam sie ihren Gesellenbrief als Tischlerin – und schon bei unserem kurzen Gespräch auf der Bühne war klar: Mit ihr möchte ich mich noch einmal ausführlicher unterhalten. Denn Emma hat sich für einen Beruf entschieden, der noch immer stark von Männern geprägt ist. Im Gespräch erzählt sie mir, warum Frauen im Handwerk ihrer Erfahrung nach längst nicht überall selbstverständlich akzeptiert werden. Es geht um Kollegen, die ihr körperliche Arbeiten nicht zutrauen, Situationen, in denen sie sich unterschätzt fühlt, und um das Gefühl, sich als Frau manchmal stärker beweisen zu müssen als männliche Kollegen. Dabei spricht Emma sehr offen über ihre Ausbildung: über einen Betrieb, in dem sie viel lernen und ausprobieren konnte, über klassisches Schreinerhandwerk, ihren Plattenspielerschrank als Gesellenstück und die Überzeugung, die ihr während der Ausbildung mitgegeben wurde: Für fast jedes handwerkliche Problem gibt es eine Lösung. Und dann steht bei Emma gerade eine ziemlich große Veränderung an. Wenige Tage nach unserem Gespräch macht sie sich auf den Weg nach Bergen. Fünf Monate lang wird sie im Rahmen eines Erasmus-Auslandspraktikums in einer norwegischen Schreinerei arbeiten. Mit dem VW-Bus geht es Richtung Norden – raus aus dem vertrauten Umfeld und hinein in einen neuen Betrieb, eine andere Kultur und ein Land, dessen Sprache sie nicht spricht. Wir sprechen darüber, wie viel Mut es braucht, für mehrere Monate alleine ins Ausland zu gehen, warum Emma sich trotzdem bewusst für diesen Schritt entschieden hat und weshalb für sie der Satz „Risk no Fun“ ganz gut passt. Sie möchte später nicht sagen: „Hätte ich mal“, sondern lieber: „Habe ich gemacht.“ Außerdem geht es um Meister Eder und klassisches Handwerk, um analoge Musik auf Vinyl, um Möbel, die man niemals verkaufen würde, um alte Fahrräder, die wieder flottgemacht werden, und um die Frage, warum es eigentlich immer weniger Menschen gibt, die traditionelle Handwerksberufe erlernen. Eine Folge über Handwerk, Gleichberechtigung, Selbstvertrauen und den Mut, mit 19 Jahren einfach mal fünf Monate nach Norwegen aufzubrechen. Druckreif – Das Redaktionsgespräch mit Tischlerin Emma Reichold. DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch mit Axel Schiel | Axel S.  » Überall, wo es Podcasts gibt! Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif YouTube: YouTube.com/@druckreif Instagram: instagram.com/druckreif_podcast Website: www.showpaket.com/druckreif Impressum: Das Redaktionsgespräch am 28.07.2026 Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com

    Frau im Handwerk: „Man muss sich doppelt beweisen“ – mit Tischlerin Emma Reichold
  7. Aug 15

    Eine Smartwatch ist keine Uhr – mit Uhrmacher Jörg Leinekugel

    Mein heutiger Gast ist Uhrmachermeister, Unternehmer, Netzwerker, Ehrenamtler – und seit Kurzem auch Kommunalpolitiker: Jörg Leinekugel aus Groß-Gerau. Mehr als fünf Jahrzehnte war der Name Leinekugel mit dem Uhren- und Schmuckgeschäft in der Groß-Gerauer Innenstadt verbunden. Jörg Leinekugel selbst lernte das Uhrmacherhandwerk im Schwarzwald, übernahm später den Familienbetrieb und hat inzwischen einen Nachfolger gefunden. Ganz loslassen kann und will er das Handwerk trotzdem nicht. Ich spreche mit ihm darüber, was eine mechanische Uhr für einen Uhrmacher von einer Smartwatch unterscheidet, warum eine Rolex ihren Preis wert sein kann und weshalb Leinekugel seine eigene Uhr am Handgelenk trägt. Und wir erfahren, dass ein Uhrmacher nicht nur winzige Armbanduhren reparieren kann: Jörg Leinekugel hat jahrelang auch die Turmuhr des Groß-Gerauer Rathauses gewartet und zweimal im Jahr umgestellt. Doch Uhren sind nur ein Teil dieser Folge. Jörg Leinekugel engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich und ist Vorsitzender des Gewerbevereins Groß-Gerau. Deshalb sprechen wir ausführlich über die Zukunft der Innenstadt, den Wegfall großer Veranstaltungen und die Frage, was Gewerbetreibende, Vereine und Bürger selbst auf die Beine stellen können, wenn einer Stadt das Geld fehlt. Ganz konkret geht es um den Weihnachtsmarkt 2026: Der soll unter Federführung des Gewerbevereins wieder auf dem Sandböhlplatz stattfinden – gemeinsam mit weiteren Vereinen und Unterstützern. Und auch für 2027 gibt es bereits Pläne: Dann steht das 100-jährige Jubiläum der Gewerbeschau Groß-Gerau an. Spannend finde ich auch Jörg Leinekugels noch ganz frischen Blick auf die Kommunalpolitik. Bei der Kommunalwahl ist er auf der CDU-Liste überraschend weit nach vorne gewählt worden und sitzt nun in der Stadtverordnetenversammlung. Dort stellt er fest, dass Politik anders funktioniert, wenn man plötzlich selbst Teil einer Fraktion ist. Wir sprechen über Fraktionspositionen, Opposition, den schwierigen Groß-Gerauer Haushalt und darüber, warum die lösungsorientierte Sicht eines Unternehmers in der Politik manchmal an Grenzen stößt. Außerdem geht es um die Zukunft des Handwerks, fehlenden Nachwuchs und ein Vorurteil, mit dem Leinekugel deutlich aufräumt: Handwerk ist keineswegs die Alternative für diejenigen, die es in der Schule nicht geschafft haben. Viele Berufe sind heute technisch anspruchsvoll und bieten hervorragende Perspektiven. Und sie haben einen Vorteil, den Leinekugel auf einen einfachen Satz bringt: Am Ende des Tages sieht man, was man geschafft hat. Eine Folge über Uhren und Smartwatches, Handwerk und Unternehmertum, Ehrenamt und Innenstadt – und über einen Menschen, der eigentlich längst etwas kürzertreten könnte, aber offenbar viel zu gerne mitmischt. Mein Gast bei „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“: Jörg Leinekugel. DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch mit Axel Schiel | Axel S.  » Überall, wo es Podcasts gibt! Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif YouTube: YouTube.com/@druckreif Instagram: instagram.com/druckreif_podcast Website: www.showpaket.com/druckreif Impressum: Das Redaktionsgespräch für GG INSIDE | Folge: 06.09.2026 Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com

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  8. Aug 6

    Warum Festivals Menschen verbinden - mit Jochen Melchior

    In dieser Folge von „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“ treffe ich Jochen Melchior – Kulturamtsleiter des Kreises Groß-Gerau, Festivalmacher und leidenschaftlichen Musikfotografen. Wir sprechen über seinen ungewöhnlichen Weg vom Beamten zum Kulturmanager, über legendäre Festivalfotos von Bruce Springsteen bis zu den Toten Hosen und darüber, warum er überzeugt ist, dass Kultur weit mehr ist als ein freiwilliger Posten im Haushalt. Im Mittelpunkt steht natürlich „Volk im Schloss“ – das Festival im Schloss Dornberg (Groß-Gerau), das Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammenbringen will. Jochen erzählt, wie die Idee entstand, warum der Eintritt bewusst frei ist, wie viel Arbeit hinter drei Festivaltagen steckt und weshalb ein gutes Festival nicht nur organisiert, sondern vor allem finanziert werden muss. Außerdem geht es um Wertschätzung, Teamarbeit, Krisenmanagement, die Herausforderungen durch Wetter, Sicherheit und knappe öffentliche Kassen sowie um die Frage, warum Kultur und Ehrenamt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar sind. Ein Gespräch über Leidenschaft, Verantwortung, Zusammenhalt – und darüber, weshalb manchmal ein einfaches Schulterklopfen genauso wichtig sein kann wie ein großer Applaus. DRUCKREIF – Das Redaktionsgespräch mit Axel Schiel | Axel S.  » Überall, wo es Podcasts gibt! Spotify: creators.spotify.com/pod/profile/druckreif YouTube: YouTube.com/@druckreif Instagram: instagram.com/druckreif_podcast Website: www.showpaket.com/druckreif Impressum: Das Redaktionsgespräch am 28.07.2026 Technik: Vera Ruzhentcova | Marketing: katrin@neuesausdermainspitze.de Produktion: showpaket.com | druckreif@showpaket.com

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Axel S. ist Redaktionsleiter der Zeitung „Neues aus der Mainspitze“ sowie Moderator der Formate „GiGu to go“ und „GG INSIDE“. Er berichtet über Ereignisse und Menschen im Rhein-Main-Gebiet, insbesondere im Kreis Groß-Gerau. Im Podcast „Druckreif – Das Redaktionsgespräch“ nimmt er sich mehr Zeit: für Begegnungen, die ihn bewegt haben, für Geschichten, bei denen der Funke übergesprungen ist, und für Menschen, die in einer 3-Minuten-Reportage oder in 2.500 Zeitungszeichen nicht genügend Raum finden. Hier geht es um das, was zwischen den Zeilen steht – nahbar, intensiv und druckreif.