Feel it all.Der sexualtherapeutische Podcast mit Miriam Pietras. Content Note: Diese Folge beinhaltet Themen, die möglicherweise belastend oder triggernd sein können: Depression, psychische Erkrankung, Suizidgedanken In dieser Folge spreche ich über Depressionen – wie sie sich wirklich anfühlen, was sie mit Sexualität zu tun haben, warum sie entstehen und was tatsächlich helfen kann. Depression ist weit mehr als Traurigkeit. Viele Betroffene beschreiben keine ausgeprägte Traurigkeit, sondern etwas, das sich noch schwerer anfühlt: eine alles durchdringende Leere, die Welt wie hinter Milchglas, eine Erschöpfung, die selbst das Aufstehen zur Herausforderung macht. Dinge, die früher Freude gemacht haben, kommen einfach nicht mehr im Gefühl an. Ich beschreibe in dieser Folge das subjektive Erleben von Depression – körperlich, kognitiv, emotional – und warum das Gehirn in der Depression keine verlässliche Wahrnehmung der Wirklichkeit mehr liefert. Depression und Sexualität hängen enger zusammen als oft gedacht. Lustlosigkeit ist häufig das erste oder einzige Symptom, das Menschen in meine Praxis bringt – und erst dann zeigt sich, dass das eigentliche Thema tiefer liegt. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Antidepressiva Libidoverlust als Nebenwirkung haben. Der Umweg über das sexuelle Symptom führt mich deshalb nicht selten zu einem komplexeren Gesamtbild. Was liegt hinter Depressionen? Ich beschäftige mich mit dem Zusammenhang von unterdrückter Wut und Depression – einem Phänomen, das bereits Freud beschrieb: Feindseligkeit, die eigentlich einem anderen gilt, wird gegen das Selbst gewendet. Auch Entwicklungs- und Bindungstraumata, überprotektive Erziehungsstile und Loyalitätskonflikte innerhalb der Herkunftsfamilie können depressive Erlebnisweisen begünstigen. Erich Fromm kommt hier ebenfalls zu Wort – mit seiner These, dass wer in einer zerstörerischen Gesellschaft symptomfrei funktioniert, möglicherweise die Gesündere von beiden ist. Der zweite Teil der Folge widmet sich konkreten Schritten: Was hilft wirklich – und was eher nicht? Ich spreche über die Wirksamkeit von Bewegung, echter sozialer Verbindung und körperlichen Grundbedürfnissen. Und ich erkläre, warum Dankbarkeitstagebücher, positives Denken und das Reden über Probleme nicht nur oft wirkungslos sind, sondern manchmal das Gegenteil bewirken. Am Ende steht eine Einladung: die eigene Wut besser kennenzulernen – weil Wut das Gegenteil von depressiver Lähmung ist und genau dort in Bewegung bringt, wo alles feststeckt. Telefonseelsorge: 0800 1110111 (kostenlos, 24/7) Weitere Folgen und Themen findest du hier im Podcast. Wenn du Fragen hast oder Gedanken zur Folge teilen möchtest, schreib sie gerne in die Kommentare. Mehr über mich und meine Praxis erfährst du hier: https://miriampietras.de/ Ich organisiere außerdem Systemische Selbsterfahrung & Yoga Retreats: https://yoga.feel-it-all.de/ Wenn du mit mir im Kontakt bleiben möchtest, geht das über meinen Newsletter: https://miriampietras.de/#newsletter Keywords: Depression, Sexualität, Lustlosigkeit, Wut, Anhedonie, Bindungstrauma, Emotionsregulation, psychische Gesundheit, Antidepressiva, Einsamkeit, systemische Therapie, Sexualtherapie, Feel it all, Miriam Pietras