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Ein Podcast zu medizinischen Themen für junge Ärzte und Studierende mit den Basics aber auch mit Tips für den alltäglichen Dienst in der Klinik oder Praxis.

  1. 6h ago

    Nosokomiale Pneumonie (HAP/VAP)

    🦠 Häufige Erreger Typisch sind meist bakterielle, oft monomikrobielle Infektionen: • gramnegative Stäbchen: E. coli, Klebsiellen, Enterobacter spp., Pseudomonas aeruginosa • Staphylococcus aureus Bei Risikofaktoren für multiresistente Erreger: • MRSA • multiresistente Enterobacterales • Pseudomonas • seltener Acinetobacter baumannii, Stenotrophomonas maltophilia ⚠️ Wichtige Risikofaktoren Allgemein: • hohes Alter, Multimorbidität • chronische Lungenerkrankungen, neurologische Erkrankungen • langer Klinikaufenthalt • invasive Beatmung, Reintubation • vorausgegangene Antibiotikatherapie • Dysphagie, Bewusstseinsstörung, schwacher Hustenreflex • Rückenlage/Flachlagerung • thorakoabdominelle Operationen Für MRE/Pseudomonas besonders wichtig: • Antibiotika >24 h in den letzten 30 Tagen • Erkrankungsbeginn ab Tag 5 nach Aufnahme • septischer Schock, ARDS, Hämodialyse • bekannte Kolonisation mit MRE/MRSA/Pseudomonas • Behandlung in Hochprävalenzländern • strukturelle Lungenerkrankung, z. B. schwere COPD, Bronchiektasen Merke: • vorausgegangene Antibiotikatherapie • invasive Beatmung 🩺 Klinik und Diagnose Typische Hinweise: • Fieber • Leukozytose oder Leukopenie • purulentes Sekret • Dyspnoe, Husten • Hypoxämie, steigender O2-Bedarf • Delir, Kreislaufinstabilität, septisches Bild Arbeitsdiagnose HAP: • neues, persistierendes oder progredientes Infiltrat im Röntgen-Thorax plus • mindestens 2 klinische Kriterien, z. B. Fieber, pathologische Leukozytenzahl, purulentes Sekret 🚨 Sofortmaßnahmen im Alltag Immer zuerst: • Vitalparameter • Oxygenierung/Blutgasanalyse • Sepsis-Screening • Organfunktion mitdenken Bei Sepsisverdacht: • Blutkulturen • Laktat • rascher Antibiotikabeginn • Volumentherapie je nach Situation • engmaschiges Monitoring 🧪 Diagnostik Bildgebung: • Röntgen-Thorax primär • CT-Thorax bei unklarem Befund oder therapierefraktärem Verlauf • Sonografie auf Intensivstation hilfreich Labor: • Blutbild • CRP, Prokalzitonin • Kreatinin, Bilirubin, Thrombozyten • Blutgasanalyse, Laktat Mikrobiologie möglichst vor Antibiotika: • Blutkulturen • Sputum bzw. tracheobronchiales Aspirat • BAL in speziellen Situationen Gezielte Zusatzdiagnostik: • PCR auf SARS-CoV-2, Influenza, RSV bei Verdacht • Legionellen-Antigen im Urin • Galactomannan aus BAL bei Aspergillose-Risiko 💊 Therapieprinzipien • kalkulierte antiinfektive Therapie so früh wie möglich • bei septischem Schock: erste Gabe innerhalb von 1 Stunde • initial meist intravenös • Beta-Laktame bei Schwerkranken oft als verlängerte Infusion sinnvoll • erste Dosis bei Niereninsuffizienz nicht zu niedrig wählen Initiale Therapie richtet sich nach 2 Fragen: • Liegt ein septischer Schock vor? • Gibt es Risikofaktoren für MRE oder Pseudomonas? Ohne Risikofaktoren oft Monotherapie möglich. Mit Risikofaktoren antipseudomonale Therapie. Bei MRSA-Verdacht zusätzlich Vancomycin oder Linezolid. ⏱️ Dauer und Reevaluation Regeldauer: • meist 7–8 Tage bei gutem Ansprechen Nach 48–72 Stunden zwingend reevaluieren: • klinischer Verlauf • Oxygenierung/Beatmung • Entzündungswerte • Organfunktion • mikrobiologische Befunde Dann: • deeskalieren, wenn Erreger bekannt • stoppen oder verkürzen, wenn HAP unwahrscheinlich Antibiotic Stewardship ist zentral. 🛡️ Prävention Basismaßnahmen: • Händedesinfektion • sauberes Gerätehandling • Schulung und Surveillance Bei nicht beatmeten Patient:innen: • gute Mundhygiene • Dysphagie-Screening • Aspirationsprophylaxe • frühe Mobilisation • PPI/Sedativa nur bei klarer Indikation Bei beatmeten Patient:innen: • Beatmung vermeiden, wenn möglich • frühes Weaning • Oberkörperhochlagerung 30–45° • konsequente Mundhygiene • Cuff-Druck 20–30 cmH2O • unnötige Diskonnektionen vermeiden • ggf. subglottische Absaugung

  2. 1d ago

    Chlamydien-Infektionen

    🦠 Überblick Chlamydien sind gramnegative, obligat intrazelluläre Bakterien. Relevant für Klinik und Prüfung: • Augen, Urogenitaltrakt und Atemwege betroffen • oft asymptomatisch • mögliche Komplikationen trotz milder Verläufe • β-Laktame wirken nicht zuverlässig 🔬 Mikrobiologie Charakteristischer Entwicklungszyklus: • Elementarkörperchen = infektiöse, extrazelluläre Form • Retikularkörperchen = intrazelluläre, metabolisch aktive Vermehrungsform • Vermehrung in Einschlusskörperchen Merke: • infektiös = Elementarkörperchen • proliferativ = Retikularkörperchen • Anzucht schwierig wegen intrazellulärer Lebensweise 💊 Therapie-Grundsatz Bevorzugt: • Doxycyclin Alternativen: • Makrolide, z. B. Azithromycin, Clarithromycin • Fluorchinolone in ausgewählten Situationen, z. B. Levofloxacin, Moxifloxacin Nicht erste Wahl: • β-Laktam-Antibiotika 📚 Wichtige Erreger • Chlamydia trachomatis • Chlamydia pneumoniae • Chlamydia psittaci 👁️ Chlamydia trachomatis: Serovare • A–C: Trachom • D–K: urogenitale Infektionen, okulogenitales Paratrachom • L1–L3: Lymphogranuloma venereum 🫁 Atemwegsinfektionen Chlamydia pneumoniae: • atypische Atemwegsinfektionen • Pharyngitis, Sinusitis, Bronchitis, atypische Pneumonie • oft trockener Husten, schleichender Verlauf Chlamydia psittaci: • Psittakose / Ornithose • Übertragung über Vogelkot oder Federstaub • wichtiger Hinweis: Vogelkontakt • Mensch-zu-Mensch-Übertragung meist keine Rolle Typische Psittakose-Befunde: • Fieber, Abgeschlagenheit, trockener Reizhusten • atypische Pneumonie • mögliche Hepatosplenomegalie • selten ZNS- oder kardiale Komplikationen 🚻 Urogenitale Chlamydieninfektion Meist durch C. trachomatis D–K, häufige bakterielle STI. Typisch: • oft asymptomatisch • Männer: Urethritis, Dysurie, Ausfluss, Epididymitis, Prostatitis • Frauen: Zervizitis, Fluor, Kontaktblutungen, Dysurie, Unterbauchschmerzen • aufsteigend: Endometritis, Salpingitis, Adnexitis, PID Mögliche Folgen: • chronische Schmerzen • Adhäsionen • Fertilitätsstörungen • extrauterine Schwangerschaft 🧪 Diagnostik Goldstandard: • PCR auf Chlamydien-DNA Geeignetes Material: • Abstrich entzündeter Areale • Erststrahlurin, nicht Mittelstrahlurin Serologie: • bei akuter urogenitaler Infektion meist nicht führend 📋 Therapieschemata Unkomplizierte Urethritis / Zervizitis / asymptomatische Infektion: • Doxycyclin 100 mg 2x täglich für 7 Tage Alternative: • Azithromycin 1 g einmalig Epididymitis: • Doxycyclin 100 mg 2x täglich für 14 Tage Lymphogranuloma venereum: • Doxycyclin 100 mg 2x täglich für 21 Tage Psittakose: • Doxycyclin, meist 100 mg 2x täglich für 10–21 Tage 🤝 Partnerbehandlung Zentral bei sexuell übertragenen Infektionen: • Partner der letzten 2 Monate informieren, testen, meist mitbehandeln • keine sexuellen Kontakte bis Therapieende • viele vermeintliche Therapieversager sind Reinfektionen ⚠️ Wichtige Komplikationen • reaktive Arthritis • Fitz-Hugh-Curtis-Syndrom: Perihepatitis mit rechtsseitigen Oberbauchschmerzen • PID • Neonatalinfektion nach perinataler Übertragung 🤰 Schwangerschaft & Neugeborene In Schwangerschaft und Stillzeit: • Azithromycin bevorzugt • Doxycyclin nicht Mittel der ersten Wahl Wichtig: • asymptomatische Mutter schließt Risiko fürs Kind nicht aus • möglich beim Neugeborenen: Konjunktivitis, Otitis media, interstitielle Pneumonie 🌍 Okuläre Infektionen • Trachom: C. trachomatis A–C, global wichtige Ursache für Erblindung • Paratrachom: D–K, oft assoziiert mit genitaler Infektion 🛡️ Praxis-Merksätze • Chlamydien = intrazellulär → Doxycyclin/Makrolide, nicht β-Laktame • PCR aus Erststrahlurin ist Standard • asymptomatisch schließt Infektion nicht aus • atypische Pneumonie + Vogelkontakt = an Psittakose denken • Partnerbehandlung ist Teil der Therapie

  3. 2d ago

    Legionellose

    🦠 Erreger & Übertragung Legionellose wird meist durch Legionella pneumophila verursacht, ein gramnegatives, obligat aerobes, fakultativ intrazelluläres Stäbchenbakterium. Wichtige Punkte: • „Nasskeim“: Vermehrung v. a. in Warm- und Kondenswasser • Typische Quellen: Duschen, Hotels, Krankenhäuser, Pflegeheime, Klimaanlagen, Kühlwerke, Whirlpools • Wachstum besonders bei 20 bis 50 Grad Celsius • Abtötung typischerweise bei 60 bis 70 Grad Celsius • Übertragung durch Inhalation kontaminierter Aerosole, nicht typischerweise durch Trinken • Keine relevante Mensch-zu-Mensch-Übertragung → in der Regel keine spezielle Isolierung nötig 👥 Risikogruppen Besonders gefährdet: • ältere Menschen • Raucherinnen und Raucher • chronisch Kranke • immunsupprimierte Patientinnen und Patienten 🌡️ Klinische Formen Pontiac-Fieber • leichte Verlaufsform ohne Pneumonie • Inkubationszeit meist 1 bis 3 Tage • grippeähnlich mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit • oft klinisch kaum von viralem Infekt zu unterscheiden Legionärskrankheit • schwere Form mit atypischer Pneumonie • Inkubationszeit meist 2 bis 10 Tage • häufig: Fieber, reduzierter Allgemeinzustand, trockener Husten • wichtige extrapulmonale Hinweise: Diarrhö, Hyponatriämie, Verwirrtheit • Hyponatriämie oft im Rahmen eines SIADH 🔎 Wann an Legionellen denken? Besonders bei: • atypischer Pneumonie • trockenem Husten und hohem Fieber • Diarrhö und/oder Hyponatriämie • älteren oder immunsupprimierten Patientinnen und Patienten • Exposition zu Wasseranlagen, Hotelaufenthalt, Pflegeeinrichtung, Krankenhaus 🧪 Diagnostik Im Alltag zentral: • Legionellen-Antigen im Urin: schnell, praktisch, früh anfordern • PCR aus Sputum: direkter Erregernachweis • Kultur aus Sputum: Ergebnis meist nach 4 bis 7 Tagen, wichtig für Sicherung und Epidemiologie • Serologie: für die Akutsituation meist wenig hilfreich Praxis-Tipp: • wenn möglich Proben vor Antibiotikagabe abnehmen • Therapie bei relevantem Verdacht dennoch nicht verzögern 💊 Therapie Jede Legionellen-Pneumonie sollte früh antibiotisch behandelt werden. Erste Wahl: • Levofloxacin 500 Milligramm 1-mal täglich • bei schweren Verläufen teils 500 Milligramm 2-mal täglich • Nierenfunktion beachten, ggf. Dosisanpassung • oft initial intravenös, später oral Alternativen: • Clarithromycin 500 Milligramm 2-mal täglich • auch Azithromycin ist möglich Therapiedauer: • meist 5 bis 10 Tage • bei Immunsuppression bis zu 21 Tage Wichtige Nebenwirkungs- und Interaktionspunkte: • Levofloxacin: QT-Zeit-Verlängerung, Tendinopathien, ZNS-Nebenwirkungen • Clarithromycin: QT-Zeit-Verlängerung, relevante Arzneimittelinteraktionen Merksatz: • Bei atypischer Pneumonie Legionellen immer mit abdecken. 🏥 Supportive Therapie Je nach Schweregrad: • Sauerstoff bei Hypoxämie • Flüssigkeitstherapie mit Bedacht • Kreislaufstabilisierung • Fiebersenkung • intensivmedizinische Überwachung bei schwerem Verlauf • Hyponatriämie klinisch ernst nehmen 🚿 Prävention & Hygiene Bei kontaminierten Wasserstellen: • Nutzung sofort stoppen • nur Wasser ohne erhöhte Legionellenkonzentration verwenden • thermische oder chemische Desinfektion • thermische Desinfektion: gesamtes Leitungssystem für mindestens 3 Minuten auf mehr als 71 Grad Celsius • endständige Filter in Risikobereichen möglich 📋 Meldepflicht • Erregernachweis ist namentlich meldepflichtig • bei Verdacht oder Nachweis früh Hygieneteam und ggf. Gesundheitsamt einbeziehen 🧠 Take-home-Message Legionellen mitdenken bei: Wasserexposition + atypischer Pneumonie + trockenem Husten + Diarrhö + Hyponatriämie Kurzformel: Wasser – Aerosol – atypische Pneumonie – Diarrhö – Hyponatriämie – Urin-Antigen – Levofloxacin

  4. 3d ago

    Ambulant erworbene Pneumonie (CAP)

    📌 Definition und Abgrenzung CAP = Infektion des Lungenparenchyms, außerhalb des Krankenhauses erworben, auch in Pflegeeinrichtungen möglich. Wichtige Abgrenzung: • nosokomiale Pneumonie • Pneumonie bei schwerer Immunsuppression Diese Unterscheidung beeinflusst Erregerspektrum und kalkulierte Therapie entscheidend. 🦠 Erreger und Pathophysiologie Häufigster Mechanismus: Mikroaspiration in die tiefen Atemwege. Typische Erreger: • Streptococcus pneumoniae • Haemophilus influenzae • Staphylococcus aureus • Enterobakterien • atypische Erreger: Mycoplasma, Chlamydophila, Legionellen, Coxiella • respiratorische Viren: Influenza, RSV u. a. 👥 Risikofaktoren Besonders gefährdet: • ältere Menschen • multimorbide oder funktionell eingeschränkte Personen • Menschen mit geschwächten pulmonalen Schutzmechanismen Wichtige Risikofaktoren: • Rauchen, Alkohol, Mangelernährung • schlechte Mundhygiene • COPD, Asthma, zystische Fibrose • Herz-, Nieren-, Lebererkrankungen, Diabetes • neurologische Erkrankungen, Dysphagie, Bewusstseinsstörungen • PPI, Antipsychotika, Glukokortikoide • unzureichender Impfschutz ⚠️ Multiresistente Erreger Bei klassischer CAP insgesamt selten. Risikofaktoren: • kürzlicher Krankenhausaufenthalt • Dialyse • Pflegeheim • kürzliche Antibiotikatherapie • chronische Lungenerkrankung • Immunsuppression • bekannte Besiedlung/Infektion mit MRE Wichtig: nicht reflexhaft zu breit therapieren – Antibiotic Stewardship beachten. 🩺 Klinik und Diagnostik Typische Symptome: • Husten • Fieber • Dyspnoe • Thoraxschmerz • Allgemeinsymptome, Schwäche, Verwirrtheit Bei älteren Menschen oft atypisch: • Delir, Sturz, reduzierte Nahrungsaufnahme, Leistungsabfall Diagnosesicherung: Klinik plus neues Infiltrat in der Thoraxbildgebung, meist Röntgen-Thorax. Differenzialdiagnosen: • kardiales Lungenödem • Lungenembolie • interstitielle Lungenerkrankung • Malignom • alveoläre Hämorrhagie • Atelektase 🧪 Basis- und Erregerdiagnostik Bei stationären/schweren Verläufen: • Blutbild, CRP, PCT • Elektrolyte, Nieren- und Leberwerte • BGA bei respiratorischer Beeinträchtigung • Lactat bei Sepsisverdacht ⏱️ Antibiotika nicht unnötig verzögern: • stationär möglichst innerhalb von 8 Stunden • bei Sepsis/septischem Schock innerhalb von 1 Stunde 📊 Schweregradeinschätzung CRB-65: • C: Confusion • R: Atemfrequenz ≥ 30/min • B: RR systolisch 90 oder diastolisch ≤ 60 mmHg • 65: Alter ≥ 65 Jahre Aber: Score ersetzt nie den klinischen Gesamteindruck. Auch Hypoxämie, Pleuraerguss, instabile Komorbiditäten oder soziale Faktoren können stationäre Aufnahme erfordern. 💊 Therapie Grundprinzipien: • frühzeitige empirische Antibiotikatherapie • später Deeskalation nach Erregernachweis • früh an Oralisierung denken Typische Dauer: • leichte/mittelschwere CAP: meist 5 Tage • schwere CAP: meist 7 Tage • immer mindestens 2 Tage über klinische Stabilisierung hinaus Leichte CAP: • Amoxicillin als Leitsubstanz Alternativen je nach Situation: • Doxycyclin • Clarithromycin • Azithromycin Mittelschwere CAP: • Ampicillin/Sulbactam i.v. • Amoxicillin/Clavulansäure i.v. • Cefuroxim, Ceftriaxon, Cefotaxim • ggf. Makrolid bei Verdacht auf atypische Erreger Schwere CAP: • z. B. Piperacillin/Tazobactam + Makrolid • oder Ceftriaxon + Makrolid 🫁 Supportive Maßnahmen Wesentlich sind auch: • Sauerstofftherapie • Flüssigkeit mit Augenmaß • Sepsistherapie nach Standard • Antipyrese, Analgesie • Thromboseprophylaxe • frühe Mobilisation • Atemtherapie • adäquate Ernährung Bei fehlender Besserung prüfen: • stimmt die Diagnose? • richtige Substanz, Dosis, Applikation? • Pleuraerguss/Empyem? • neuer Erreger? • unerkannte Immunsuppression? • nicht-infektiöse Mimics? 🎯 Take-home-Messages • CAP = Klinik plus neues Infiltrat • CRB-65 hilft, ersetzt aber nicht die klinische Beurteilung • die ersten 72 Stunden sind entscheidend • Antibiotikatherapie früh starten • Therapiedauer meist 5 bzw. 7 Tage • bei Nichtansprechen zuerst Diagnose und Komplikationen hinterfragen

  5. 4d ago

    Pneumonie

    📌 Kernaussagen • Pneumonie = akute Infektion des Lungenparenchyms • Diagnose gesichert erst durch neues Infiltrat in der Bildgebung • Zentrale Einteilung: CAP, HAP oder Pneumonie bei schwerer Immunsuppression • Gerade ältere Menschen zeigen oft atypische Symptome • Frühe Schweregradeinschätzung und rascher Therapiebeginn sind entscheidend 🧭 Klinische Einteilung • CAP: ambulant erworben bei immunkompetenten Personen • HAP: im Krankenhaus erworben • Immunsuppression: breiter denken, auch opportunistische Erreger wie Pilze, Pneumocystis jirovecii, CMV oder Mykobakterien Warum wichtig? Diese Einteilung bestimmt Erregerspektrum und kalkulierte antimikrobielle Therapie. 🦠 Ursachen und Risikofaktoren Häufige Erreger: • Bakterien • Viren Seltener: • Pilze • Parasiten Wichtige Risikofaktoren: • hohes Alter • Multimorbidität • COPD, Rauchen • Dysphagie, neurologische Erkrankungen • Sedierung, Aspiration • Immunsuppression 😷 Klinik Typische Symptome: • Husten, oft mit Auswurf • Dyspnoe • Fieber • pleuritische Thoraxschmerzen • Abgeschlagenheit Bei älteren Menschen oft unspezifisch: • Delir • Sturz • Schwäche • Appetitlosigkeit • funktioneller Abbau • Diarrhö Merke: Tachypnoe ist ein wichtiges Frühzeichen, besonders im hohen Alter. 🔎 Diagnostik Klinischer Verdacht: • Anamnese + Untersuchung • konsequente Vitalparameter: RR, HF, AF, Temperatur, SpO₂, mentaler Status Diagnosesicherung: • Röntgen-Thorax als Standard • Sonografie hilfreich bei Pleuraerguss, Empyem, Verlauf • CT nur bei unklarem Befund, Komplikationen oder wichtiger Differenzialdiagnose Wichtig: Radiologische Muster helfen, beweisen aber keinen Erreger. 🧪 Mikrobiologie und Labor Gezielt statt routinemäßig breit: • Blutkulturen vor Antibiotikagabe, wenn möglich • Sputum/respiratorische Proben für Gramfärbung, Kultur, Antibiogramm • PCR auf virale oder schwer anzüchtbare Erreger • Urin-Antigentests z. B. Legionellen, Pneumokokken Basislabor: • Blutbild • CRP • Nierenwerte, Elektrolyte • ggf. Leberwerte, Laktat • Blutgasanalyse bei Dyspnoe, Hypoxämie, schwerem Verlauf ⚠️ Differenzialdiagnosen Immer mitdenken: • kardiales Lungenödem • COPD-Exazerbation • Lungenembolie • interstitielle Lungenerkrankung • Lungenkarzinom 💊 Therapie Grundprinzipien: • früh Schweregrad einschätzen • kalkulierte antimikrobielle Therapie starten • nach Erregernachweis fokussieren/deeskalieren • bei Sepsis oder Schock keine unnötige Verzögerung Supportive Maßnahmen: • Sauerstoff bei Hypoxämie • Flüssigkeit mit Augenmaß • Analgesie/Antipyrese • Frühmobilisierung • ggf. NIV, High-Flow oder invasive Beatmung • Thromboseprophylaxe bei stationären immobilen Patient:innen ⏱ Verlaufskontrolle Re-Evaluation nach 48–72 Stunden: • Besserung von Dyspnoe, Sauerstoffbedarf, Fieber? • Kreislauf stabil? • Labortrend passend? Wenn kein Ansprechen: • Diagnose prüfen • Resistenz/falscher Erreger? • Pleuraerguss, Empyem, Abszess? • Obstruktion, Tumor, Embolie, Ödem als Alternative? 🚨 Komplikationen • respiratorische Insuffizienz • Sepsis, septischer Schock • Pleuraerguss, Pleuraempyem • Lungenabszess • ARDS • Delir, Nierenversagen, kardiale Komplikationen 🛡 Prävention • Impfungen: Pneumokokken, Influenza, RSV je nach Zielgruppe • Rauchstopp • gute Mundhygiene • Dysphagie erkennen und behandeln • Aspirationsprophylaxe • Medikamente regelmäßig kritisch prüfen 🧠 Merkschema für den Alltag 1. Ist es wirklich eine Pneumonie? 2. Wie krank ist der Mensch vor mir? 3. CAP, HAP oder Immunsuppression? 4. Welche Proben brauche ich jetzt? 5. Welche kalkulierte Therapie passt? 6. Wann prüfe ich das Ansprechen?

  6. 5d ago

    SARS-CoV-2 & COVID-19

    🌍 Basics COVID-19 = Erkrankung SARS-CoV-2 = Erreger - Behülltes RNA-Virus aus der Familie der Coronaviren - Gegen Standardhygiene und Händedesinfektion gut empfindlich - Relevanz weiter hoch, v. a. für vulnerable Gruppen ⚠️ Wer ist besonders gefährdet? Erhöhtes Risiko für schwere Verläufe bei: - höherem Alter, besonders ab etwa 60 Jahren - Immunsuppression, Organtransplantation - aktiver Chemotherapie - multiplen Komorbiditäten - chronischen Herz-, Lungen-, Leber- oder Nierenerkrankungen - Adipositas, Diabetes mellitus 💨 Übertragung und Infektiosität Hauptübertragung über respiratorische Partikel: - Tröpfchen - Aerosole Besonders riskant: - Intubation - NIV - Bronchoskopie - Absaugen der Atemwege Wichtig: - Ansteckung schon vor Symptombeginn möglich - höchste Infektiosität meist 1–2 Tage um Symptombeginn - bei Immunsuppression oder schwerem Verlauf länger infektiös 🧬 Pathophysiologie - Spike-Protein bindet an ACE2, Eintritt u. a. über TMPRSS2 - Frühphase: virale Replikation → antivirale Therapie relevant - Spätphase bei schweren Verläufen: Hyperinflammation, endotheliale Dysfunktion, Gerinnungsaktivierung → immunmodulatorische Therapie relevant Merksatz: Früh antiviral, später antiinflammatorisch/immunmodulatorisch. 🩺 Klinik Häufige Symptome: - Fieber - Husten, Schnupfen, Halsschmerzen - Kopf- und Gliederschmerzen - Fatigue - Anosmie/Dysgeusie - Dyspnoe - gastrointestinale Beschwerden Warnzeichen für schweren Verlauf: - Atemfrequenz > 25–30/min - SpO2 92 % unter Raumluft - neu aufgetretene Luftnot - Hypotonie - Vigilanzminderung - rasche Verschlechterung Praxispunkt: Früh Pulsoxymetrie durchführen – auch bei zunächst unauffälligem Eindruck. 🔬 Diagnostik Goldstandard: - PCR für Akutdiagnostik Antigentest: - schnell verfügbar - aber weniger sensitiv Wichtige Fallstricke: - negativer Antigentest schließt Infektion nicht sicher aus - negativer Rachenabstrich schließt bei Pneumonie/ARDS COVID-19 nicht aus - bei spätem Verlauf ggf. Material aus den unteren Atemwegen untersuchen Zusätzlich bei schwerem Verlauf: - Blutbild, CRP, Nieren- und Leberwerte - Gerinnung, D-Dimere - Blutgasanalyse - ggf. Troponin - Bildgebung: Röntgen, CT, Lungensonografie 💊 Therapie Frühe Phase, Hochrisikopatienten: - Nirmatrelvir/Ritonavir (Paxlovid) - Alternative: Remdesivir Ganz wichtig: Ohne Interaktionscheck kein Paxlovid. Ritonavir verursacht zahlreiche relevante Arzneimittelinteraktionen. Milder Verlauf ohne Risikofaktoren: - symptomatische Therapie - keine routinemäßigen Antibiotika - keine systemischen Glukokortikoide ohne Hypoxämie Bei Sauerstoffbedarf: - Dexamethason 6 mg 1x täglich für bis zu 10 Tage Bei schwerem inflammatorischem Verlauf: - zusätzlich Tocilizumab erwägen Weitere Bausteine: - Sauerstofftherapie, High-Flow, NIV, ggf. Intubation - Bauchlagerung auch bei wachen Patientinnen und Patienten sinnvoll - stationär Thromboseprophylaxe mitdenken 🧑‍🤝‍🧑 Besondere Gruppen Besondere Aufmerksamkeit bei: - Schwangeren - immunsupprimierten Patientinnen und Patienten - transplantierten Personen - Kindern und jungen Erwachsenen trotz meist milderer Verläufe 🛡️ Prävention Wichtigste Präventionsmaßnahme: - Impfung schützt v. a. vor schwerem Verlauf, Hospitalisierung und Tod Zusätzlich relevant: - Masken - Lüftung - Händedesinfektion - Isolationsmaßnahmen im klinischen Setting 🧠 Long-COVID / Post-COVID Mögliche Beschwerden über Wochen bis Monate: - Fatigue - Belastungsintoleranz - Dyspnoe - Husten - Konzentrationsstörungen - Schlafstörungen - Thoraxschmerz - Palpitationen - Geruchs-/Geschmacksstörungen - psychische Symptome Praxis: - ernst nehmen - organische Differenzialdiagnosen aktiv ausschließen - symptomorientierte, interdisziplinäre Nachsorge ✅ 5 Take-home-Points - Früh Sauerstoffsättigung messen - Risikopatienten sofort erkennen - Antivirale Therapie früh prüfen - Dexamethason nur bei Sauerstoffbedarf - Long-COVID mitdenken und Beschwerden ernst nehmen

  7. 6d ago

    Influenz im Klinik- und Praxisalltag

    📌 Warum relevant? Influenza ist keine „Erkältung“, sondern eine potenziell schwere systemische Viruserkrankung. Entscheidend sind: - frühes Erkennen - Komplikationen rechtzeitig erfassen - antivirale Therapie nicht verpassen 🔍 Influenza vs. grippaler Infekt Typisch für Influenza: - plötzlicher Beginn innerhalb weniger Stunden - hohes Fieber, Schüttelfrost - starkes Krankheitsgefühl - Kopf- und Gliederschmerzen - trockener Husten, Halsschmerzen Merke: „Morgens noch fit, nachmittags komplett krank“ spricht in der Saison stark für Influenza. 🧬 Erreger und Virologie - Meist Influenza A, außerdem Influenza B - Influenza A verursacht die meisten Epidemien - Orthomyxoviren = segmentierte RNA-Viren - Subtypen bei Influenza A nach Hämagglutinin (H) und Neuraminidase (N), z. B. H1N1, H3N2 🌍 Epidemiologie und Übertragung - Saison in Mitteleuropa meist Oktober bis März/April - Übertragung v. a. durch Tröpfchen, zusätzlich Schmierinfektion - infektiös ab ca. 24 Stunden vor Symptombeginn bis 4–5 Tage danach - Kinder sind wichtige Überträger 🫁 Pathophysiologie - Virus befällt das respiratorische Flimmerepithel - Schädigung der mukoziliären Clearance - starke Immunantwort mit systemischer Symptomatik - bakterielle Superinfektionen werden begünstigt 🤒 Klinik - Inkubationszeit: wenige Stunden bis 2 Tage - Krankheitsdauer meist 5–7 Tage - Erschöpfung oft länger anhaltend Typische Symptome: - abruptes hohes Fieber - Myalgien, Cephalgien - trockener Husten - massives Krankheitsgefühl - teils Schweißausbrüche, selten GI-Symptome 🧪 Diagnostik Klinik in der Saison oft richtungsweisend. Erregernachweis besonders sinnvoll bei: - schweren Verläufen - Risikopatienten - stationärer Aufnahme - Ausbruchssituationen - therapeutischer Konsequenz Goldstandard: - Influenza-RT-PCR aus Nasen- oder Rachenabstrich - Nasenabstrich meist sensitiver Schnelltests: - hohe Spezifität - geringere Sensitivität - negativer Test schließt Influenza nicht sicher aus 🩸 Laborhinweis Bei unkomplizierter Influenza oft: - Leukozyten normal - CRP nur leicht erhöht oder normal Alarmzeichen für bakterielle Superinfektion: - deutlich erhöhte Entzündungswerte - produktiver Husten - eitriges Sputum - erneuter Fieberanstieg nach kurzer Besserung 💊 Therapie Unkomplizierte Verläufe: - Flüssigkeit - Schonung - Antipyrese/Analgesie - ggf. Antitussivum bei trockenem Reizhusten Antiviral: - Neuraminidasehemmer: Oseltamivir, Zanamivir - wirksam gegen Influenza A und B - idealer Beginn innerhalb von 48 Stunden Oseltamivir: - Standard bei Erwachsenen: 75 mg 2× täglich für 5 Tage - Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz - häufig Übelkeit/Erbrechen Zanamivir: - inhalativ - Vorsicht bei Asthma/COPD wegen Bronchospasmusrisiko 🏥 Schwere Verläufe und Komplikationen Mögliche Komplikationen: - primäre Influenza-Pneumonie - sekundäre bakterielle Pneumonie - Exazerbation von Asthma/COPD - Myokarditis, Enzephalitis, Myositis/Rhabdomyolyse - Otitis bei Kindern Typische bakterielle Erreger: - Pneumokokken - Staphylococcus aureus - Haemophilus influenzae 🛡️ Hygiene und Isolation Stationär: - Isolation meist 7 Tage ab Symptombeginn - Händedesinfektion essenziell - Schutzkittel, Handschuhe, Mund-Nasen-Schutz, ggf. Schutzbrille 💉 Prävention Wichtigste Maßnahme: - jährliche Impfung im Herbst Besonders empfohlen für: - Menschen > 60 Jahre - Schwangere - chronisch Kranke - Immunsupprimierte - Bewohner von Pflegeeinrichtungen - medizinisches Personal Zusätzlich möglich: - antivirale Prophylaxe, z. B. Oseltamivir 75 mg 1× täglich nach Exposition 🧠 Take-home-Messages - Influenza beginnt abrupt und macht oft ein ausgeprägt schweres Krankheitsgefühl. - Normale oder nur leicht erhöhte Entzündungswerte passen gut zu unkomplizierter Influenza. - Hohe Entzündungswerte oder eitriges Sputum sprechen eher für Superinfektion. - Antivirale Therapie: früh beginnen, ideal 48 Stunden. - Impfung bleibt die wichtigste Präventionsmaßnahme.

  8. Aug 13

    Akute Bronchitis

    📌 Definition und Bedeutung Akute Bronchitis ist eine akute Infektion der unteren Atemwege, vor allem der mittleren und größeren Bronchien. In der Regel ist sie viral bedingt, selbstlimitierend und benötigt bei unkompliziertem Verlauf kein Antibiotikum. 🦠 Erreger Meist viral, besonders häufig Rhinoviren. Seltener bakteriell, zum Beispiel: • Mycoplasma pneumoniae • Chlamydia pneumoniae • Bordetella pertussis 🤧 Typische Klinik Leitsymptom ist Husten: • zunächst oft trocken • später häufig produktiv mit zähem, eher spärlichem Auswurf Begleitend oft: • Schnupfen, Halsschmerzen • Kopf- und Gliederschmerzen • leichtes Fieber • retrosternale oder hustenassoziierte Thoraxschmerzen Bei Bronchialobstruktion zusätzlich: • exspiratorisches Giemen • Pfeifen • verlängerte Exspiration • Brustenge 🩺 Diagnose Die Diagnose ist meist klinisch durch Anamnese und körperliche Untersuchung. Typische Auskultation: • verschärftes Atemgeräusch • seitengleiche grob- bis mittelblasige Rasselgeräusche Das spricht eher gegen eine unkomplizierte Bronchitis und eher für Pneumonie: • einseitig lokalisierte Befunde • feinblasige Rasselgeräusche basal • fokale Klopfschalldämpfung • bronchiales Atmen 🚩 Wann weiter abklären? Weiterführende Diagnostik bei: • Dyspnoe • Zyanose • hohem Fieber • reduziertem Allgemeinzustand • persistierender oder progredienter Symptomatik • höherem Alter, Gebrechlichkeit, Immunsuppression • relevanten Vorerkrankungen wie COPD, Asthma, Herzinsuffizienz Sinnvoll je nach Situation: • Pulsoxymetrie • Blutgasanalyse • Labor • Röntgen-Thorax • PCR oder Abstrich bei Pertussis-, Influenza- oder COVID-Verdacht mit Konsequenz 🔍 Wichtige Differenzialdiagnosen • Bronchopneumonie • COPD-Exazerbation • Asthma-Exazerbation • Pertussis Pertussis mitdenken bei: • lang anhaltendem Husten • stakkatoartigen Hustenattacken • inspiratorischem Ziehen • Erbrechen nach Hustenanfällen 💊 Therapie Im Vordergrund steht die symptomatische Behandlung: • ausreichend trinken • körperliche Schonung • bei Bedarf Paracetamol oder Ibuprofen • kurzfristig abschwellendes Nasenspray bei verlegter Nasenatmung Salbutamol nur bei tatsächlicher Bronchialobstruktion, nicht routinemäßig. Antitussiva nur zurückhaltend: • wenn überhaupt, nur nachts • nur bei quälendem trockenem Reizhusten Mukolytika und Expektoranzien sind nicht Standard bei unkomplizierter akuter Bronchitis. 🚫 Antibiotika Kernaussage: Keine Antibiotika bei unkomplizierter akuter Bronchitis. Antibiotika nur bei: • dringendem Verdacht auf bakterielle Genese • bakterieller Sekundärinfektion • Pertussisverdacht oder -nachweis Wenn Antibiotika erwogen werden, immer prüfen: Ist es wirklich noch Bronchitis oder eher schon Pneumonie? 📣 Patientengespräch und Verlauf Wichtig für die Aufklärung: • Der Allgemeinzustand bessert sich oft nach zwei bis fünf Tagen. • Der Husten kann mehrere Wochen anhalten. • Längerer Husten allein ist kein Beweis für bakterielle Komplikation. Sicherheitsnetz mitgeben: erneute Vorstellung bei • zunehmender Luftnot • hohem oder anhaltendem Fieber • Thoraxschmerzen • Hämoptysen • Verwirrtheit • deutlicher Schwäche • fehlender Besserung ✅ Take-home-Messages • Akute Bronchitis ist meist viral. • Die Diagnose ist in der Regel klinisch. • Keine Routine für Labor, Röntgen oder Antibiotika. • Symptomatische Therapie reicht meist aus. • Warnzeichen und vulnerable Patientengruppen konsequent erkennen.

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