KLINGT ERFUNDEN? True Stories statt Fake News.

Kerstin Keller und Bastian Brockmann

Klingt erfunden? Ist es aber nicht. In einer Welt voller Fake News und Clickbait ist die Realität oft absurder als jede Lüge. Wir sind Bastian Brockmann und Kerstin Keller. Jede Woche nehmen wir uns Schlagzeilen vor, bei denen man sich fragt: „Das kann doch nicht wahr sein?!“ Wir graben tiefer, checken die Fakten und erzählen euch die kuriosen, wahren Geschichten hinter den verrückten Headliner-Storys. Wir liefern die Fakten zu den Storys, die eigentlich zu gut sind, um wahr zu sein. Jeden Donnerstag. Überall wo es Podcasts gibt. Folge uns auf Instagram: klingt.erfunden

  1. 5d ago

    Endstation Schwanz: Das Wunder von Spijkenisse

    Stell dir vor, du bist U-Bahn-Fahrer auf deiner letzten Schicht. Es ist kurz nach Mitternacht, der Zug ist leer und du erreichst die Endstation. Doch anstatt anzuhalten, durchbricht die Bahn den Prellbock und schießt über das Ende des zehn Meter hohen Viadukts hinaus. Genau das passierte in der Nacht auf den 2. November 2020 in der niederländischen Stadt Spijkenisse. Doch statt in die Tiefe zu stürzen, wurde der vordere Waggon in der Luft aufgefangen – von der gigantischen Flosse einer Walschwanz-Skulptur. Das absolut Absurde daran: Das Kunstwerk bestand nicht aus massivem Beton, sondern lediglich aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Wie durch ein Wunder hielt die Konstruktion, die dort bereits seit fast 20 Jahren stand, dem Gewicht des tonnenschweren Zuges stand und rettete dem Fahrer das Leben. Da Episodenbeschreibungen der wichtigste Weg sind, um Hörern zu vermitteln, worum es in der Folge geht, rollen wir diesen unfassbaren Zufall hier komplett auf! WICHTIGER HINWEIS: Das surreale Foto des Zuges, der auf der Walflosse balanciert, packen wir euch diese Woche auf Instagram. (@klingt.erfunden) Das müsst ihr mit eigenen Augen sehen! Nicht vergessen! Lasst uns 5 Sterne auf Spotify oder Apple Podcasts da. Folgt uns auf Instagram unter @klingt.erfunden (dort findet ihr auch das Wahnsinns-Foto zur heutigen Folge!). Schickt uns eure Themenvorschläge oder euer Feedback per DM oder direkt an klingt.erfunden@mail.de.

  2. Aug 26

    Der McDonald's Monopoly Millionen-Betrug

    Hast du auch schon mal bei McDonald's die kleinen Monopoly-Sticker von deinem Burger-Karton abgezogen und auf den Hauptgewinn gehofft? In den 90er Jahren war dieser Traum für Millionen von Amerikanern eine reine Illusion. Zwischen 1995 und 2001 lag die Chance auf einen der Hauptgewinne in den USA nämlich praktisch bei null. Der Grund: Das berühmteste Gewinnspiel der Welt wurde manipuliert – und zwar direkt von innen heraus. In dieser Folge nehmen euch Bastian und Kerstin mit in einen der dreistesten Betrugsfälle der US-Geschichte. Jerome Jacobson, alias „Uncle Jerry“, war ausgerechnet der Sicherheitschef der Agentur Simon Marketing, die für den Druck und die Verteilung der Monopoly-Lose zuständig war. Sein Job war es, die Millionen-Gewinne zu beschützen. Stattdessen schmuggelte er die wertvollsten Sticker unbemerkt an den Wachen vorbei und baute ein landesweites Netzwerk aus falschen Gewinnern auf, in das am Ende sogar die Mafia verwickelt war. Erfahrt, wie das FBI durch einen mysteriösen Anruf auf die Spur des kriminellen Netzwerks kam, die Verdächtigen mit einer gefälschten Dokumentarfilm-Crew überführte und warum dieser gigantische Skandal heute fast völlig vergessen ist. DISCLAIMER: Die Geschichte ist aus den 90ern und wahr, das Unternehmen wurde selbst zum Opfer! Doch keine Sorge, heutzutage ist das Monopoly Spiel bei McDonalds nicht mehr manipuliert. Folge uns auf Instagram: @klingt.erfunden Schreibt uns eine E-Mail: klingt.erfunden@mail.de Kommentiert, bewertet und folgt uns - damit wie weitermachen können. Danke. :-)

  3. Aug 20

    Der große Spotify-Betrug: Wie clevere Kriminelle 1 Million Dollar erbeuteten

    Wir reisen nach Sofia, Bulgarien, ins Jahr 2017. Bulgarien befand sich zu dieser Zeit in einem massiven wirtschaftlichen Umbruch zwischen postsozialistischer Vergangenheit und digitalem Europa, geprägt von Frustration über Korruption und langsame Justiz. Genau in diesem Klima entwickelte sich in Sofia eine Generation hochqualifizierter junger Informatiker, die auf Weltklasse-Niveau programmierten, aber nur einen Bruchteil ihrer westlichen Kollegen verdienten. Einer dieser jungen Köpfe oder eine Gruppe dahinter erkannte eine gigantische Lücke im System von Spotify: das sogenannte Pro-Rata-Modell. Statt Einnahmen direkt an die Hörer eines Songs auszuzahlen, wandern alle Abo-Gebühren in einen großen Topf, der prozentual nach den weltweiten Gesamt-Streams aufgeteilt wird. Die mutmaßlichen Betrüger bauten daraufhin eine schier unfassbare Infrastruktur auf. Sie mieteten 1.200 Premium-Accounts bei Spotify und ließen diese rund um die Uhr laufen. Um maximale Effizienz und möglichst viele Streams zu generieren, produzierten sie Hunderte eigene, exakt 31 Sekunden lange Lieder – genau die magische Grenze, ab der ein Stream bei Spotify gezählt wird und Tantiemen auslöst. In dieser Folge sezieren Bastian und Kerstin einen der raffiniertesten digitalen Betrugsfälle der Streaming-Ära und stellen die Frage, was dieser Vorfall eigentlich über die Fairness des modernen Musikmarktes aussagt. Euch faszinieren wahre Geschichten, die völlig absurd klingen? Dann helft uns weiter! Lasst uns 5 Sterne auf Spotify oder Apple Podcasts da. Folgt uns auf Instagram unter @klingt.erfunden. Schickt uns eure Themenvorschläge oder euer Feedback per DM oder direkt an klingt.erfunden@mail.de.

  4. Aug 6

    Die erfundene Bank

    Was passiert, wenn du pleite bist, die Schulden dir über den Kopf wachsen und dir kein Kreditinstitut mehr Geld leiht? Normalerweise bricht Panik aus. Doch der chinesische Geschäftsmann Zhang hatte eine Idee, die so absurd, genial und frech ist, dass man sie in keinem Hollywood-Drehbuch durchgewunken hätte. Wir reisen ins Jahr 2015 nach China – mitten in eine Zeit des extremen wirtschaftlichen Umbruchs. Während in den Megastädten alles digital über WeChat und Apps läuft, gibt es in den Provinzen noch Ecken, in denen Bargeld regiert. Genau hier schlägt Zhang zu. Da er mit einem Schuldenberg von mehreren zehntausend Euro dasteht und den traditionellen Bankrott fürchtet, baut er sich im Juli 2015 einfach seine eigene Bank. Nicht im Keller, sondern mitten auf einer geschäftigen Einkaufsstraße im Stadtteil Lanshan. Er mietet einen Laden, lässt millimetergenau die Fassade, die Logos, die Schalter und sogar die Uniformen der China Construction Bank (CCB) nachbauen – einer der mächtigsten und größten Banken der Welt. Mit echten Angestellten, maßgeschneiderten Business-Anzügen und einer perfekten Software-Kopie im Hinterzimmer öffnet die Fake-Filiale ihre Pforten. Und das Unfassbare passiert: Die Leute strömen rein, zahlen echtes Erspartes ein – und niemand schöpft Verdacht. In dieser Folge tauchen Bastian und Kerstin tief ein in die Welt des kollektiven Vertrauens, perfide inszenierte Simulationen und einen Betrug, der erst aufflog, als die Kasse leer war. Der Berg aus Schulden: Wie Zhang in eine finanzielle Sackgasse geriet, aus der es scheinbar keinen legalen Ausweg mehr gab. Die Architektur des Vertrauens: Wie man eine der größten Banken der Welt so täuschend echt nachbaut, dass selbst Kunden und Handwerker keinen Verdacht schöpfen. Das perfekte Schauspiel: Maßgeschneiderte Uniformen, Krawatten, Teambuilding und das beruhigende Rattern der Geldschzählmaschinen. Das System bricht ein: Die schier endlose Geduld der Anleger und der Moment, als der Schwindel durch einen blinden Zufall aufflog. Dieser Betrug lief Wochenlang völlig reibungslos, weil niemand hinter einer vermeintlichen Staatsbank eine Fälschung vermutete. Deshalb wollen wir von euch wissen: Euch faszinieren wahre Geschichten, die völlig absurd klingen? Dann helft uns weiter! Lasst uns 5 Sterne auf Spotify oder Apple Podcasts da. Folgt uns auf Instagram unter @klingt.erfunden. Schickt uns eure Themenvorschläge oder euer Feedback per DM oder direkt an klingt.erfunden@mail.de.

  5. Jul 30

    Das Rätsel der gruseligen Turnschuhfüße in Vancouver & British Columbia (Kanada)

    Stell dir vor, du machst einen entspannten Spaziergang an der wilden, malerischen Küste von British Columbia. Die Möwen kreischen, das Wasser rauscht, und plötzlich entdeckst du einen einzelnen, verwaschenen Turnschuh im Sand. Du hebst ihn auf, schaust hinein – und blickst geradewegs auf einen abgetrennten, menschlichen Fuß. Was wie der groteske Beginn eines Thrillers klingt, ist an der Pazifikküste rund um Vancouver Island ab dem Jahr 2007 blutige Realität geworden. In den darauffolgenden Jahren tauchen immer wieder einzelne Turnschuhe auf. Der Inhalt: immer ein echter menschlicher Fuß. Insgesamt werden weit über 20 dieser makabren Päckchen an die Strände der sogenannten Salish Sea gespült. Die Weltpresse überschlägt sich und die Kriminal-Theorien schießen ins Unermessliche: Ist hier ein Serienmörder mit einem bizarren Fetisch am Werk? Treibt die organisierte Kriminalität ihr Unwesen? Die Hysterie und Paranoia der Bevölkerung geht sogar so weit, dass skrupellose Trittbrettfahrer Tierknochen in Socken stopfen, um die Polizei an der Nase herumzuführen. In dieser Folge lüften Bastian und Kerstin eines der unheimlichsten Mysterien der modernen Geschichte. Sie sprechen über wilde Verschwörungstheorien, die knallharte forensische Wahrheit von Meeresströmungen und die überraschende Rolle, die die moderne Sneaker-Industrie bei all dem spielt. Der Schock am Strand: Der erste Fund auf Jedediah Island und der Beginn einer beispiellosen Fundserie. Panik und Paranoia: Warum die ganze Region den Atem anhielt und verrückte Theorien über Serienmörder und Menschenhandel das Internet fluteten. Makabre Trittbrettfahrer: Die abgründige Idee, Hundeknochen in Turnschuhe zu stecken, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Die Wissenschaft hinter dem Horror Euch faszinieren wahre Geschichten, die völlig absurd klingen? Dann helft uns weiter! Lasst uns 5 Sterne auf Spotify oder Apple Podcasts da. Folgt uns auf Instagram unter @klingt.erfunden. Schickt uns eure Themenvorschläge oder euer Feedback per DM oder direkt an klingt.erfunden@mail.de. BESONDERER DANK: Ein riesiges Shoutout geht an dieser Stelle raus an Sue! Du bist die absolute Inspiration für diese Episode gewesen, auch wenn du unseren Podcast (noch) nicht hörst, weil Du kein Deutsch sprichst. Danke für diese unfassbare Story – und liebe Grüße rüber nach British Columbia!

  6. Jul 23

    Ein eigener Staat im Mittelmeer vor Rimini: Die unglaubliche Geschichte der Republik der Roseninsel

    Was machst du, wenn dich die Bürokratie deines Heimatlandes so sehr in den Wahnsinn treibt, dass du am liebsten auswandern würdest? Richtig, du baust dir einfach dein eigenes Land. Mitten im Meer. Wir reisen zurück in die frühen 1960er Jahre. Der italienische Ingenieur Giorgio Rosa hat die Nase voll von Steuern, Vorschriften und dem italienischen System. Sein Plan: Er konstruiert eine 400 Quadratmeter große Plattform aus Stahl und Beton, schleppt sie mit Booten aufs offene Meer vor die Küste von Rimini – exakt 500 Meter hinter die damalige italienische Seegrenze – und rammt sie in den Meeresboden. Das Absurde daran: Es funktioniert. Giorgio ruft 1968 die "Republik der Roseninsel" aus. Ein komplett unabhängiger Mikronation-Staat mit eigener Sprache (Esperanto!), eigenen Briefmarken, einer eigenen Währung und einer Bar, die schnell zum absoluten Hotspot für Touristen wird. Doch während die Jugend auf der Insel feiert und sich auf einmal Menschen aus aller Welt um eine Staatsbürgerschaft bewerben, schrillten in Rom die Alarmglocken. Die italienische Regierung sieht in der kleinen Plattform plötzlich eine gigantische Bedrohung für die nationale Sicherheit – und schickt die Armee. In dieser Folge tauchen Bastian und Kerstin ab in eine Geschichte, die klingt wie ein schlechter James-Bond-Film. Ein absurder Kleinkrieg zwischen einem sturen Ingenieur und einem ganzen Staat, der schließlich in der einzigen militärischen Invasion in der Geschichte der italienischen Republik mündet. Der Traum von Freiheit: Wie baut man sich eigentlich eine eigene Insel aus Beton und schleppt sie aufs offene Meer? Esperanto und Briefmarken: Die clevere Taktik, mit der Giorgio Rosa versucht hat, seine Plattform völkerrechtlich abzusichern. Panik in Rom: Warum die italienische Regierung plötzlich glaubte, auf der Roseninsel würden sowjetische U-Boote auftanken. Die Invasion: Ein grotesker Militäreinsatz gegen eine handvoll unbewaffneter Urlauber und Barbesitzer. Wenn euch diese verrückte Story gefallen hat, lasst uns 5 Sterne da und klickt auf „Folgen“ – das hilft unserem kleinen Podcast-Staat extrem weiter! Wer sich die Geschichte nach dem Hören noch einmal als Film anschauen möchte: Auf Netflix findet ihr die Spielfilm-Adaption „Die unglaubliche Geschichte der Roseninsel“ (L'incredibile storia dell'Isola delle Rose)

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