Doppelkinn

Steffen und Robert

Zwei intellektuelle Lichtgestalten Mitte 30, die so brilliant sind, dass sie beim Denken förmlich knistern: Robert, der Familienvater, der den Halbmarathon nutzt, um seine thermodynamische Exzellenz in kinetische Energie umzuwandeln, während sein Gehirn simultan die Weltformel optimiert. Daneben Steffen, der ländliche Schlossherr, der in aerodynamischem Elastan die Gravitation auf dem Rennrad verspottet und dessen Intellekt so messerscharf ist, dass er selbst die Bell-Frequenz seines Hundes im Binärsystem analysiert. Die beiden sind so unfassbar klug, dass sie sich gegenseitig beim Stolpern über die eigenen Füße in fünf Sprachen auslachen können. Ein Duo aus purer Geisteskraft und teurem Equipment, das die Selbstironie erfunden hat, um die Menschheit nicht mit seiner reinen Überlegenheit einzuschüchtern.

  1. 2d ago

    #28 - Halloween regelt

    Dunkelheit zieht auf, Nebel kriecht unter der Tür hindurch und das Licht beginnt bedrohlich zu flackern: Willkommen zur 28. Episode von Doppelkinn, in der euch Robert und Steffen auf eine spürbar schaurige Reise durch die Tiefen der Popkultur und des Übersinnlichen mitnehmen! Passend zur frostigen Jahreszeit geht es diesmal voll und ganz um echten Nervenkitzel, absurde Anekdoten und die Frage, warum wir uns eigentlich so gerne gruseln. Die beiden knöpfen sich ihre persönlichen Top-Horrorfilme vor und verraten, welche Streifen ihnen selbst heute noch schweißnasse Hände bescheren. Natürlich darf auch das alljährliche Promi-Spektakel nicht fehlen: Was steckt diesmal hinter dem gewohnt abgedrehten Halloween-Kostüm von Heidi Klum – und welche Rolle spielt eigentlich Tokio Hotel mitten in diesem bunten Zirkus? Wer nach noch mehr Schockmomenten sucht, reist mit den beiden gedanklich in die düsteren Altweibernächte nach Tripsdrill, wo zwischen Fahrgeschäften und Kreaturen der Nacht der Schreck tief sitzt. Doch der wahre Horror lauert bekanntlich oft im ganz normalen Alltag. Robert packt über seine legendär vergeigte Bad Taste Party aus, bei der wirklich alles schiefging, was nur schiefgehen konnte. Und dann ist da noch der jährliche Ausnahmezustand an der eigenen Haustür: Was passiert, wenn die Süßigkeiten-Vorräte komplett fehlen und panisch die Türklingel deaktiviert werden muss, um dem Ansturm der kleinen Geister zu entkommen? Neben der Unterhaltung geht es aber auch dem Mythischen auf den Grund: Woher stammt Halloween eigentlich ursprünglich? Robert und Steffen begeben sich auf Spurensuche zu den historischen Wurzeln des Festes, machen einen Abstecher zur verstörenden Puppeninsel (Isla de las Muñecas) nach Mexiko und ergründen das schleichende Gefühl, wenn der eigene Verstand im Dunkeln einen Streich spielt und harmlose Schatten plötzlich ein Eigenleben entwickeln. Als Ergänzung zu all den schaurigen Themen dieser Folge lohnt sich schließlich auch ein nachdenklicher Blick auf die reale Welt da draußen: Während im Podcast der Grusel regiert, bewegen die aktuellen Proteste in Deutschland viele Menschen. Ein wichtiger Anlass, um daran zu erinnern, wie entscheidend es gerade für die junge Generation ist, sich für die eigene Zukunft einzusetzen, Stimme zu zeigen und Haltung zu bewahren. Macht es euch gemütlich, zieht die Decke bis an die Nase und drückt auf Play ... wenn ihr euch traut!

    #28 - Halloween regelt
  2. Oct 25

    #27 - Zeitumstellung Duo

    Der Herbst schlägt wieder voll zu, die Tage werden dünkler als unsere Zukunftsaussichten und wir nutzen die magische Stimmung der dunklen Jahreszeit für das, was wir am besten können: hemmungsloses, wohltuendes Selbstmitleid.Passend zum grauen Trübsal knöpfen wir uns natürlich den ewigen Streitfall Sommer- oder Winterzeit vor – nur um festzustellen, dass uns eigentlich beide Zeitumstellungen auf ihre ganz eigene Art komplett überfordern. Und weil das nasskalte Schmuddelwetter bekanntermaßen direkt auf die Gesundheit schlägt, legen wir eine radikale Dosis Schonungslosigkeit nach: Wir offenbaren unsere intimsten Notfall-Strategien für den Ernstfall und verraten, wie wir als gestandene Männer völlig hilflos vor uns hin leiden, wenn das Fieber steigt und das „Kopfi Klopfi“ gnadenlos zuschlägt. Zur mentalen Genesung flüchten wir mit dem Controller in der Hand an die PlayStation, beichten unsere aktuellen Gaming-Sünden und wagen uns an ein gefährliches Gedankenexperiment: Was passiert eigentlich mit unserer Psyche,wenn GTA 6 nach all den Jahren des Wartens am Ende ein absoluter Reinfall wird? Dürfen wir dann überhaupt noch weiterspielen? Zur Ablenkung folgt direkt die nächste Episode unseres Erfolgsformats „ungegoogelt“, in der wir wieder mit einer fast schon beängstigenden Selbstverständlichkeit fundiertes Halbwissen vortäuschen und komplett ohne Internet selbst die Suchmaschine spielen. Damit nicht genug: Wir analysieren messerscharf den neuesten Tech-Trend und fragen uns, ob die Menschheit ein „iPhone Duo“ wirklich braucht oder ob Apple hier einfach nur versucht, uns das Geld noch eleganter aus der Tasche zu ziehen. Zum krönenden Abschluss bringt Steffen sogar noch einen Hauch von echter Kultur in die Runde und erzählt kurz von seinen Eindrücken von der Frankfurter Buchmesse – wo er überraschenderweise nicht hochkant rausgeworfen wurde.Zieht euch die Kuschelsocken über, schnappt euch einen heißen Tee und macht es euch gemütlich – und vergesst nicht:Nächste Woche wird es richtig gruselig, denn da wartet schon unsere große Halloween-Folge auf euch!

  3. Oct 18

    #26 - Valencia ist eigentlich in Spanien

    Ein kurzer Hinweis vorab: In dieser Folge sprechen wir kurz über das Thema Suizid. Wenn dich dieses Thema triggert oder es dir gerade nicht gut geht, überspringe diesen Teil bitte oder schalte ab. Du bist nicht allein, Hilfe ist erreichbar. Die Kontaktdaten der Telefonseelsorge findest du hier: Triggerwarnung (Min. 46:05 – 49:20): Hilfsangebote Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (Kostenlos, rund um die Uhr, anonym) Nummer gegen Kummer (für Kinder & Jugendliche): 116 111 Info-Telefon Depression: 0800 33 44 533 Herzlich willkommen zu einer weiteren fulminanten Episode unseres wöchentlichen Versuchs, zwei Mikrofone, ein Mangel an Vorbereitung und zwei gigantische Egos als hochwertigen Podcast zu verkaufen. Wir steigen heute direkt auf höchstem Niveau ein und spielen eine Runde „Wir spielen Google“. Das Prinzip ist so simpel wie gefährlich für jeglichen Bildungsauftrag: Robert stellt völlig wahllose Fragen, Steffen schlüpft in die Rolle des allwissenden Algorithmus und spuckt mit beachtlicher Überzeugung feinstes Halbwissen und kühne Vermutungen aus. Der eigentliche Clou an der Geschichte? Wir lösen bis zum Ende nicht auf, was davon der Wahrheit entspricht oder frei erfunden war – Recherche wird bei uns schließlich großgeschrieben, allerdings nur in der Fantasie. Anschließend widmen wir uns einer gesellschaftlich hochrelevanten Debatte, die die Menschheit seit Jahrzehnten spaltet: der Teufelchen-Aufkleber auf dem Auto. Wer dachte eigentlich jemals, dass es eine phänomenale Idee ist, Hörner und einen Zackenschwanz um das Markenlogo seines gebrauchten Mittelklassewagens zu kleben? Wir sezieren dieses visuelle Verbrechen der 2000er-Jahre bis ins kleinste Detail und fragen uns ernsthaft, was in den Köpfen dieser Fahrzeughalter vorgeht. Damit sind wir aber natürlich schon mit einem Fuß auf dem Asphalt der Tatsachen gelandet und steuern direkt auf die deutsche Autobahn zu. Ist das zeitlich unbegrenzte Schnellfahren wirklich das letzte Bastion der Freiheit oder schlichtweg die Hölle auf Erden? Und vor allem: Welche Sorte Mann im Vertreter-Kombi mit Lichthupe, Dichtauffahren und Dauer-Drängeln ist eigentlich das eigentliche Hauptproblem im mitteleuropäischen Straßenverkehr? Als wäre das alles nicht schon geistiger Tiefflug genug, stellen wir uns schließlich der vermutlich komplexesten Causa des modernen Internets: Wir steigen hinab in das endlose, mysteriöse und absolut verstörende Rabbithole rund um ApoRed, den aller-echtesten aller Hasen. Wie kann ein einzelner Mensch so viele Meme-Ebenen erschaffen, dass selbst Kulturwissenschaftler kapitulieren? Zu guter Letzt klären wir die drängende Stilfrage des Jahrhunderts: Ist der ikonische Hufeisenbart von Wrestling-Legende Hulk Hogan eigentlich wieder verboten cool, oder sollte man den modernen Mann, der sowas unironisch im Gesicht trägt, vorsorglich aus der Öffentlichkeit entfernen? Lehnt euch zurück, schaltet das Gehirn auf Standby und genießt dieses absolute Meisterwerk.

  4. Oct 10

    #25 - Jürgen bei Nacht

    Während sich die digitale Bohème noch fragt, ob man Cookies jetzt eigentlich akzeptiert, weil man die Cookie-Banner aus tiefster Seele versteht, oder ob man einfach nur resigniert auf „Alle akzeptieren“ klickt, um nach zwei Minuten ziellosem Scrollen wieder zu vergessen, warum man überhaupt auf dieser Website war, klären Steffen und Robert die wirklich drängenden Fragen der Gegenwart. Beispielsweise die spektakuläre Breaking News rund um das Jugendwort des Jahres 2026 – ein Begriff, den wie gewohnt kein Mensch unter dreißig je gehört hat, der von zwei Männern Mitte dreißig aber selbstverständlich mit der fachlichen Autorität von Sprachwissenschaftlern seziert werden muss. Dass körperlicher Verfall und maßlose Selbstüberschätzung erschreckend nah beieinanderliegen, beweist nicht nur der frische Recap vom 10km-Lauf in Ludwigsburg, bei dem Steffen die magische Ein-Stunden-Marke knackte (und sich seither mental auf einer Stufe mit olympischen Marathonläufern wähnt). Es zeigt sich vor allem in der universellen männlichen Allmachtsfantasie, ein Passagierflugzeug bei Triebwerksausfall mit stoischer Gelassenheit punktgenau auf der Landebahn aufzusetzen oder im Tennis mal eben einen Aufschlag von Serena Williams mühelos zu retournieren – nur weil man auf TikTok ein dreisekündiges Tutorial gesehen hat. Apropos digitale Disziplin: Während Steffen und Robert darüber streiten, ob man ein kultivierter Mensch ist, wenn der eigene iPhone-Homescreen exakt null ungelesene Benachrichtigungen zeigt, oder ob gepflegtes WhatsApp-Ghosting schlicht eine moderne Form des Selbstschutzes darstellt, dringt das Gespräch in die Abgründe nächtlicher Kulturgeschichte vor. Warum Jürgen Domian eigentlich Jürgen heißt, bleibt dabei ebenso fragwürdig wie die Frage, warum Robert ausgerechnet Schmitti von Baywatch Berlin ein Foto einer Kirsche schicken musste, die eine verblüffende und absolut unaussprechliche anatomische Ähnlichkeit aufweist. Am Ende verhandelt das Duo schlicht die existenziellste Kulturfrage des mitteleuropäischen Frühstückstischs: Wird Gebäck in Kaffee und Kaba nun getunkt oder geditscht – und ist es sprachlich überhaupt verzeihlich, wenn man beides tut? In diesem Sinne: Viel Spaß beim Hören und beim anschließenden Versuch, den eigenen Alltag ohne nennenswerte Folgeschäden zu überstehen.

  5. Oct 3

    #24 - Schrödingers Folge

    Willkommen zu einer neuen Folge, in der wir wie gewohnt die wirklich dringenden Fragen der Menschheit sezieren. Nachdem wir den gestrigen Ausnahmezustand im Supermarkt überlebt haben – man konnte meinen, es gäbe danach nie wieder etwas zu essen, nur weil ein einziger Feiertag ansteht –, haben wir uns heute entspannt und wohlgefeiert vors Mikro gesetzt, um die Lage der Nation zu analysieren. Wir blicken noch einmal zurück auf das gestrige Drama zwischen Ellenbogeneinsatz am Kühlregal und Prepper-Panik beim Gemüse, ehe wir den Ton für einen Moment etwas bedächtiger anschlagen. Die neue Michael-Schumacher-Dokumentation hat uns beide nämlich ziemlich abgeholt: Schumi war schließlich unser gemeinsames Kindheitsidol, und so sprechen wir über den Mythos, echte Helden der Jugend und die Erinnerungen, die hängen bleiben. Etwas kritischer, aber keineswegs bitterernst, geht es danach weiter mit der Doku „Inside CDU“. Wir werfen einen Blick auf die faszinierende Kunst der durchgestylten Polit-PR, durchchoreografierte „Spontanität“ vor der Kamera und die Frage, wie es um Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit in der deutschen Politik wirklich steht. Warum es so wichtig ist, nicht auf billigen Populismus reinzufallen, und wieso der Griff zu einem guten Buch oft mehr Orientierung bietet als der nächste laute Social-Media-Trend, erfahrt ihr ebenfalls. Damit aber nicht genug der großen Analysen: In unserer persönlichen Transparenzoffensive legen wir lückenlos die Podcast-Zahlen offen – inklusive gewohnt objektiver Schönrechnerei, denn auch wenn wir nicht die Tagesschau sind, feiern wir jede einzelne Zahl. Ganz ohne Ironie geht es dagegen bei „Köppis Kilometer Kollektiv“ auf Strava zu, wo wir euch zum gemeinsamen Kilometersammeln einladen, bevor wir den Blick nach Bautzen richten. Dort verläuft ein geheimnisvolles Gleis und der ein oder andere ICE mitten durchs Wohngebiet, was uns direkt zu einem unironischen Loblied auf die wunderschönen Ecken im Osten bringt. Abgerundet wird die Episode durch philosophische Gedanken über lange Reisen, das Entschleunigen und die unterschätzte Kunst der gepflegten Duschpausen danach. Schnallt euch an, schlüpft in die Lauf- oder Radschuhe oder genießt einfach euren Feiertag – viel Spaß beim Hören!

  6. Sep 28

    #23 - Die Hairline Gottes

    Willkommen zu Folge 23, die mit einer Eleganz verspätet erscheint, wie man sie sonst nur von der Deutschen Bahn kennt. Der meisterhafte Grund dafür: Steffen hat seiner technischen Brillanz schlichtweg seine eigene Tonspur gelöscht. Weil das Schicksal es so wollte, mussten die beiden Helden dieses auditive Kunstwerk also noch einmal einsprechen – mit genau jener Begeisterung, die man spürt, wenn man zum zweiten Mal am selben Tag zum Sperrmüll rennen muss. So steigen Robert und Steffen wie gewohnt haarscharf an tiefgründigen Lebenseinsichten vorbei direkt in die eigenen peinlichen Fettnäpfchen. Diesmal geht es um die wirklich großen Fragen des Lebens – zum Beispiel ab wann pure Selbstliebe eigentlich in grenzenlose Eitelkeit kippt und ab welchem Punkt genau Roberts persönlicher Eitelkeits-Alarm schrillt. Wo wir gerade bei verletztem Stolz sind: Die beiden blicken gewohnt schonungslos auf die Dinge zurück, für die man sich früher am liebsten unter dem Teppich verrotten lassen wollte, während man heute nur noch gelassen mit den Schultern zuckt. Wofür ist man sich mittlerweile absolut nicht mehr zu schade? Apropos dunkle Kapitel: Ein tiefes Loch voller Reue öffnet sich bei der Frage nach der jeweils schlimmsten Phase der eigenen Biografie – also jener Zeit, in der man so meilenweit davon entfernt war, der Mensch zu sein, der man eigentlich sein wollte. Apropos Identitätskrise: Steffen packt endlich aus, welches jugendliche Trauma ihn damals dazu getrieben hat, als wandelndes Zirkuszelt in Hip-Hop-Shirts der Größe 8XL durch die Gegend zu marschieren. Wenn zwei Fachmänner über Fußball philosophieren, wird es gewohnt unterhaltsam – wobei Robert echtes Lokalkolorit mitbringt und erzählt, welche Nationen bei ihm im Ort vor allem beim Zuschauen und Feiern eine unvergleichliche Leidenschaft an den Tag legen (selber kicken wird schließlich völlig überschätzt). Und weil zeitliche Orientierung ohnehin überbewertet wird, erklärt Steffen, warum er Halloween dieses Jahr schlichtweg auf Anfang September vorverlegt hat. Zum krönenden Abschluss steigen die beiden noch in ein echtes First-World-Dilemma ein, das die Menschheit seit Generationen spaltet: Was ist das ultimative Gefühl – duftend frische Wäsche oder das unschlagbare Erlebnis, frisch geduscht in ein neu überzogenes Bett zu gleiten? Einige Antworten, noch mehr Fragen und erschreckend wenig Anstand – jetzt reinhören, bevor es ihnen selbst wieder peinlich wird.

  7. Sep 19

    #22 - Regentanz in Frankfurt

    Willkommen zu einer weiteren Episode mit überraschend hoher Luftfeuchtigkeit. Da wir schockierenderweise immer noch neue Hörerinnen und Hörer dazugewinnen, starten wir diese Folge mit einer kurzen Vorstellung von uns beiden – auch wenn wir selbst nach all der Zeit nicht so genau wissen, wer hier eigentlich welches Mikrofon bedient. Kaum haben wir die Identitätskrise überstanden, arbeiten wir uns direkt weiter durch die geografischen Randgebiete des Alltags und widmen uns dem nächsten blöden Ortsteil von Murrhardt, der wohl nur existiert, um Navis in den Wahnsinn zu treiben. Danach widmen wir uns einer lebenswichtigen Frage des gehobenen Alters: Trinken wir eigentlich genug? Also Wasser, versteht sich. Wir analysieren akribisch unseren Hydrationsstatus und erklären euch die hohe Kunst des richtigen Trinkens, ohne dabei zu ertrinken. Nass wurde es ohnehin schon beim Sport: Wir blicken voller Stolz auf unseren erfolgreich absolvierten Lauf in Frankfurt zurück. Bei strömendem Regen haben wir die Strecke im Stil eines legendären Michael Schumacher beherrscht, der bekanntlich auf nasser Fahrbahn erst so richtig zur Hochform auflief – auch wenn unser Laufstil rückblickend wohl eher nach Aquaplaning als nach Weltmeisterschaft aussah. Dass der Regen Steffen besonders liebt, zeigt sich spätestens bei seinem jüngsten Zugdebakel: Wer schon immer wissen wollte, wie viel Wasser durch ein Loch im Schuh passt und wie man bei all dem Frust auch noch treffsicher die eigene Haltestelle verpasst, kommt hier voll auf seine Kosten. Zum Abkühlen schwelgen wir anschließend in nostalgischen Erinnerungen an alte Social Networks aus den 2000ern, als die Welt noch überschaubar war und Profilbesuche noch E-Mail-Benachrichtigungen auslösten. Zu guter Letzt versuchen wir eine sprachliche Marktlücke zu schließen: Wenn man kurz vor dem Gehen „auf dem Sprung“ ist – wie zur Hölle nennt man es eigentlich auf Deutsch, wenn man gerade frisch zur Tür hereingefallen ist? Schnallt euch an, stellt das Wasserglas bereit und hört rein!

  8. Sep 12

    #21 - Ferrero Ferrari

    In dieser Folge liefern sich Robert und Steffen wieder einmal ein hochkarätiges Duell zwischen sportlicher Leichtsinnigkeit und digitaler Verwahrlosung. Den Anfang macht Robert mit der epischen Geschichte seines absolut unvorbereiteten Spontanlaufs durch Italien. Ein historischer Moment sportlichen Wahnsinns, in dem die staunende lokale Bevölkerung ihn angesichts seiner unaufhaltsamen Erscheinung ehrfurchtsvoll und ohne jede Übertreibung nur noch als „Germano Gigante“ feierte – während bei ihm selbst wohl nach den ersten fünfhundert Metern bereits der Überlebenskampf einsetzte. Nachdem die Muskelkrämpfe notdürftig abgeklungen sind, wenden sich die beiden den wirklich wichtigen Kulturfragen zu: Welche Podcasts hören zwei Typen, die selbst ständig in ein Mikrofon reden? Sie präsentieren ihre persönlichen Top-Podcasts und geben ihr Bestes, um zumindest für wenige Minuten den Eindruck von intellektueller Tiefe und gutem Geschmack zu erwecken. Diese mühevoll aufgebaute Fassade bröckelt jedoch schlagartig, als das Gespräch auf das Thema Bildschirmzeit schwenkt – oder genauer gesagt auf Steffens astronomische iPhone-Nutzung. Werte, bei denen normale Menschen wegen drohender Netzhautablösung den Notarzt rufen würden und die eigentlich schon längst unter das Arbeitsschutzgesetz fallen müssten. Um diesen digitalen Totalschaden irgendwie zu rechtfertigen, schiebt Steffen direkt noch einen gewohnt fachmännischen Recap des jüngsten Apple-Events im September hinterher. Er analysiert minuziös jede Millimeter-Neuerung und erklärt voller Inbrunst, warum er jedes einzelne, völlig überteuerte Prozent Akku auf seinem Display auch wirklich lebensnotwendig braucht. Zu guter Letzt drängt sich nach all diesen Erkenntnissen eigentlich nur noch eine einzig logische Frage auf: Wären Robert und Steffen eigentlich die perfekten Diktatoren? Bevor jetzt allerdings direkt der Verfassungsschutz vor der Tür steht: Selbstverständlich sprechen die beiden ausschließlich von sogenannten Sozialdiktatoren. Es geht also um eine absolut wohlwollende Herrschaft, bei der mit eiserner, aber liebevoller Hand dafür gesorgt wird, dass es allen Menschen ausnahmslos gut geht – ob sie nun wollen oder nicht. Schnallt euch also gut an, legt das Smartphone kurz beiseite (außer Steffen natürlich) und viel Spaß beim Zuhören – auf dass euch unser wohlwollendes Regime schon bald mit bester Unterhaltung beglückt!

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Zwei intellektuelle Lichtgestalten Mitte 30, die so brilliant sind, dass sie beim Denken förmlich knistern: Robert, der Familienvater, der den Halbmarathon nutzt, um seine thermodynamische Exzellenz in kinetische Energie umzuwandeln, während sein Gehirn simultan die Weltformel optimiert. Daneben Steffen, der ländliche Schlossherr, der in aerodynamischem Elastan die Gravitation auf dem Rennrad verspottet und dessen Intellekt so messerscharf ist, dass er selbst die Bell-Frequenz seines Hundes im Binärsystem analysiert. Die beiden sind so unfassbar klug, dass sie sich gegenseitig beim Stolpern über die eigenen Füße in fünf Sprachen auslachen können. Ein Duo aus purer Geisteskraft und teurem Equipment, das die Selbstironie erfunden hat, um die Menschheit nicht mit seiner reinen Überlegenheit einzuschüchtern.