Fachlich. Menschlich.

Jonas Warnecke

Ich bin Jonas, Erzieher und seit März 2025 selbst Papa. Hier teile ich, was ich in der Kita sehe, was ich zuhause mit meinem Kind lerne, und wo Theorie und Alltag aufeinanderprallen — bedürfnisorientiert, ohne Perfektionismus. Neue Folgen Mo + Fr · 19:00 Uhr. Themen: Wutanfälle, Autonomiephase, Bindung & Grenzen, Schlaf, Gehirnentwicklung, Selbstmitgefühl für müde Eltern. Mehr auf Instagram: @fachlich.menschlich

  1. 6d ago

    Kita: Erwartung vs. Realität – was im Alltag wirklich passiert, wenn du dein Kind abgibst.

    „Die spielen doch nur." – „Die passen halt auf die Kinder auf." – „So schwer kann das nicht sein." Sätze, die fast jede Fachkraft schon einmal gehört hat. Und Sätze, die zeigen, wie groß der Abstand ist zwischen dem Bild von außen und der Wirklichkeit. Diese Folge von Fachlich. Menschlich. ist für zwei Gruppen: für alle Erzieher:innen und Fachkräfte – als kleine Rückenstärkung für einen Beruf, der oft unterschätzt wird. Und für alle Eltern, die sich morgens beim Abgeben fragen: Was passiert da eigentlich den ganzen Tag? Wir gehen sieben typische Situationen aus dem Kita-Alltag durch – und schauen jedes Mal: Was denkt man von außen? Und was passiert wirklich? Du erfährst: → Warum das ruhige Freispiel in Wahrheit die intensivste Lernzeit des Tages ist→ Was hinter einer guten Eingewöhnung (Berliner Modell) steckt – und warum das erste Weinen kein Zeichen von Schaden ist→ Warum eine Fachkraft bei einem Streit unter Kindern oft bewusst nicht sofort eingreift→ Warum in einer guten Kita kein Kind zum Essen gezwungen wird – und was das langfristig für das Körpergefühl bedeutet→ Die echten Zahlen zum Personalschlüssel in Deutschland – und warum nur ein einziges Bundesland die Empfehlungen erfüllt→ Warum „die haben heute nur gebastelt" in Wahrheit ein dichtes Entwicklungsprogramm ist→ Warum Tür-und-Angel-Gespräche unter enormem Druck stehen – und wie beide Seiten damit besser umgehen→ Vier Gedanken speziell für Fachkräfte – und was Eltern beim nächsten Abholen wirklich sagen dürfen Diese Folge ist eine Einladung zum genaueren Hinschauen – und ein Plädoyer für ein echtes Miteinander zwischen Eltern und Fachkräften auf Augenhöhe. Was ruhig aussieht, ist Können. Was nach Spiel aussieht, ist Entwicklung. Und was nach „nichts tun" aussieht, ist oft die anspruchsvollste Arbeit überhaupt. 📚 Die Quellen zum Berliner Eingewöhnungsmodell und zum Personalschlüssel (Laewen, Bertelsmann Stiftung, Viernickel & Strehmel) findest du am Ende der Beschreibung. 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Menschen diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Pädagogik und Erziehung im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht – vielleicht einer Fachkraft, die das heute hören sollte. 📚 Quellen: Laewen, H.-J., Andres, B. & Hédervári, É. (2003): Die ersten Tage – Ein Modell zur Eingewöhnung in Krippe und Tagespflege – Beltz VerlagLargo, R. (2019): Kinderjahre. Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung – Piper VerlagBertelsmann Stiftung: Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme – Personalschlüssel und Fachkraft-Kind-Relationen (laendermonitor.de, Erhebung 2024)Viernickel, S. & Strehmel, P. (2022): Bundesweite Standards zur Betreuungsrelation in der Kindertagesbetreuung – Expertise im Auftrag des BMFSFJ

  2. Aug 7

    Wenn Kinder sich schämen – das leiseste und schwerste Gefühl. Und warum wir dabei so oft genau das Falsche sagen.

    Es gibt ein Gefühl, das macht sich ganz klein. Es schreit nicht. Es tobt nicht. Es zieht sich zurück. Dein Kind senkt den Kopf. Dreht sich weg. Will plötzlich nicht mehr angeschaut werden. Vergräbt sich hinter deinen Beinen. Das ist Scham. Eines der schwersten Gefühle überhaupt. Für Kinder. Und für uns. Denn Scham ist leise. Man sieht sie oft nicht sofort. Und man reagiert deshalb oft genau falsch. In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. schauen wir uns an, was Scham eigentlich ist, warum sie so wehtut – und wie wir unseren Kindern helfen, sie zu tragen. Du erfährst: → Den entscheidenden Unterschied zwischen Schuld („Ich habe etwas Falsches getan") und Scham („Mit mir stimmt etwas nicht")→ Warum Scham einen sozialen Ursprung hat – und ein uraltes Warnsignal für „nicht dazugehören" ist→ Warum Scham bei Kindern den ganzen Raum füllt – weil ihr Gehirn sie noch nicht einordnen kann→ Warum sich Scham auch als plötzliche Wut zeigen kann (die Rüstung, die wir aus Folge 26 kennen)→ Warum gut gemeinte Sätze wie „Das muss dir doch nicht peinlich sein!" alles schlimmer machen→ Warum Beschämung als Erziehungsmittel kurzfristig wirkt – und langfristig einer der schädlichsten Wege ist→ Wie du das Verhalten benennst, ohne die Person zu treffen→ Warum das stärkste Gegenmittel gegen Scham keine Worte sind – sondern die stille Botschaft: Du gehörst zu mir. Immer. Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die das leise Gefühl hinter Rückzug, plötzlicher Wut oder einem unerwarteten „Ich will nach Hause" sehen wollen. Wenn dein Kind sich klein macht – mach du es nicht kleiner. Mach dich klein daneben. Und sei da. 📚 Die wissenschaftlichen Quellen zum Unterschied zwischen Scham und Schuld (Tangney & Dearing, Brené Brown) findest du am Ende der Beschreibung. 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Gefühlen und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht. 📚 Quellen: Tangney, J.P. & Dearing, R.L. (2002): Shame and Guilt – Guilford PressBrown, B. (2012): Daring Greatly – Gotham Books

  3. Jul 31

    Warum Kinder fluchen – und warum unsere erste Reaktion oft genau die falsche ist.

    Ihr sitzt beim Essen. Die Oma ist da. Und dein Kind – ganz beiläufig – sagt ein Wort. Ein richtig deftiges Wort. Die Zeit steht still. Die Oma schaut. Du erstarrst. Und in dir rasen drei Gedanken: Wo hat es das her? Hoffentlich nicht von mir. Was mache ich jetzt bloß? Fluchen bei Kindern trifft einen wunden Punkt. Es ist uns peinlich. Wir fühlen uns ertappt. Und wir reagieren oft genau falsch. In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. schauen wir uns an, warum Kinder fluchen, was es wirklich bedeutet – und warum die schlechteste Reaktion ausgerechnet die ist, die uns zuerst einfällt. Du erfährst: → Warum kleine Kinder fluchen: weniger aus Böswilligkeit, mehr aus Neugier auf ein Wort mit Kraft→ Wie Kinder blitzschnell merken, welche Wörter etwas Besonderes auslösen – und warum das für sie eine faszinierende Entdeckung ist→ Warum eine große Reaktion („Das sagt man NICHT!") das Wort noch attraktiver macht→ Warum Aufmerksamkeit für Kinder wie Dünger ist – egal ob positiv oder negativ→ Wann Fluchen bei älteren Kindern ein Ventil ist – für Wut, Frust, Überforderung→ Der ehrliche Blick auf uns selbst: Woher kommen die meisten Flüche eigentlich?→ Vier konkrete Alltagsstrategien – von der ruhigen Reaktion bis zu alternativen Ventil-Wörtern, die Kinder lieben→ Warum weniger Drama fast immer die stärkere Antwort ist Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die beim nächsten deftigen Wort ihres Kindes nicht in Panik geraten wollen – sondern gelassen und wirksam reagieren. Ein Wort hat nur so viel Macht, wie wir ihm geben. Nimm die große Reaktion weg – und du nimmst den halben Reiz. 📚 Die wissenschaftlichen Quellen zum Fluchen und Spracherwerb (Timothy Jay) findest du am Ende der Beschreibung. 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Sprache und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht. 📚 Quellen: Jay, T. & Janschewitz, K. (2008): The Pragmatics of Swearing – Journal of Politeness ResearchJay, T. (2009): The Utility and Ubiquity of Taboo Words – Perspectives on Psychological Science

  4. Jul 24

    „Ich hab's dem Hund gegeben" – über das Lügen bei Kindern. Warum Kinder schwindeln, was wirklich dahintersteckt – und wie man ein Zuhause schafft, in dem die Wahrheit keine Angst machen muss.

    „Mein Kind hat mich angelogen." Kaum ein Satz löst so schnell Sorge aus. Ist das normal? Ist das ein schlechtes Zeichen? Habe ich irgendwas falsch gemacht? Heute wird es bei Fachlich. Menschlich. anders als sonst. Denn ich bin nicht allein. Zu Gast ist Chiara – ihr kennt sie vielleicht als mamapurelife auf Instagram und TikTok. Sie zeigt den echten Alltag mit Kind – ehrlich, nahbar, und mit dem Ziel, Mütter miteinander zu verbinden. Wir sprechen über eigene Kindheitslügen, Hunde unterm Esstisch – und über die Frage, warum Kinder eigentlich schwindeln. Du erfährst: → Warum „Lüge" kein einzelnes Ding ist – vom Drachen, der die Vase umgeworfen hat, bis zur Angstlüge→ Was prosoziale Lügen sind – und warum wir sie unseren Kindern sogar aktiv beibringen→ Was hinter jeder Lüge steckt: die Fähigkeit, sich in einen anderen Kopf hineinzuversetzen (und warum kleine Kinder deshalb so herrlich schlecht lügen)→ Der wichtigste Satz der Folge – Chiara: „Ich hab lieber gelogen, bevor der Ärger kommt."→ Warum härtere Konsequenzen zu mehr Lügen führen, nicht zu weniger→ Das schöne Ritual vom „Geheimnis-Ohr" – wie Kinder Schwieriges loswerden können, ohne Angst→ Der ehrliche Widerspruch: Osterhase, Weihnachtsmann, Zahnfee – wie viel dürfen wir eigentlich flunkern?→ Warum Kinder feine Beobachter sind – und Ehrlichkeit nicht aus Vorträgen, sondern aus dem Erleben lernen→ Wie Social Media das Lügen von Kindern verändert – und warum die Grundlage trotzdem dieselbe bleibt Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die verstehen wollen, was ihr Kind wirklich sagt, wenn es nicht die Wahrheit sagt. Kinder lügen meistens nicht, weil sie schlecht sind. Sondern weil sie Angst haben. Und das Wichtigste, was wir tun können, ist nicht, das Lügen zu bestrafen. Sondern einen Ort zu schaffen, an dem die Wahrheit keine Angst machen muss. 💛 Über meinen Gast: Chiara aka @mamapurelife – Instagram: Instagram | TikTok Schaut unbedingt vorbei! 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht.

  5. Jul 17

    Warum Strafen oft nicht das bewirken, was wir uns erhoffen und was stattdessen wirklich formt.

    Dein Kind hat etwas getan, das nicht okay war. Und in dir springt sofort ein Gedanke an: Das darf nicht folgenlos bleiben. Es muss etwas spüren. Sonst macht es das wieder. Also nimmst du das Tablet weg. Es gibt keinen Nachtisch. Es muss auf sein Zimmer. Im ersten Moment fühlt sich das richtig an. Konsequent. Nach dem, was man eben tut. Aber was, wenn diese Strafen kurzfristig wirken – und langfristig genau das kaputt machen, worauf alles aufbaut? In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es um eine der wichtigsten Unterscheidungen im Erziehungsalltag: Strafe oder Konsequenz? Und um die ehrliche Frage: Was lernt mein Kind dabei eigentlich wirklich? Du erfährst: → Was eine Strafe im Kern ausmacht – und warum die Absicht wichtiger ist als die Form→ Warum dieselbe Handlung (z. B. die bemalte Wand putzen) Strafe oder Konsequenz sein kann – je nachdem, ob du dabei bist oder nicht→ Warum Strafen kurzfristig wirken – aber aus dem falschen Grund (Angst statt Einsicht)→ Die unbeabsichtigte Lektion: „Wenn ich erwischt werde, wird es unangenehm – also darf ich mich nicht erwischen lassen"→ Warum härtere Strafen zu mehr Lügen führen, nicht zu weniger→ Warum ein Kind im Stress kaum lernen kann – und was das für Erziehungssituationen bedeutet→ Den entscheidenden Unterschied: Strafe macht klein. Konsequenz macht handlungsfähig.→ Warum wir trotzdem strafen – und warum das kein Grund für Schuldgefühle ist→ Die eine Frage, die alles verändert: „Was soll mein Kind hier eigentlich lernen?" Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die aus der Reflex-Erziehung ihrer eigenen Kindheit heraustreten wollen – ohne dabei in Nachgiebigkeit zu kippen. Was Kinder wirklich formt, ist nicht die Härte der Folge. Sondern die Erfahrung: Ich kann etwas wieder gutmachen. Und ich werde trotzdem geliebt. 📚 Die wissenschaftlichen Quellen zur Wirkung von Strafen und zu Erziehungsstilen (Gershoff & Grogan-Kaylor, Baumrind) findest du am Ende der Beschreibung. 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Wiedergutmachung und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht. 📚 Quellen: Gershoff, E.T. & Grogan-Kaylor, A. (2016): Spanking and Child Outcomes: Old Controversies and New Meta-Analyses – Journal of Family PsychologyBaumrind, D. (1966): Effects of Authoritative Parental Control on Child Behavior – Child Development

  6. Jul 13

    „Mir ist langweilig!" Warum genau dieser Satz ein Geschenk ist. Und warum du ihn nicht sofort retten musst.

    Du kennst diesen Satz. Er kommt samstags. In den Ferien. Eine halbe Stunde, nachdem der Fernseher aus ist. Dein Kind lässt sich aufs Sofa fallen, seufzt und sagt: „Mir ist langweilig." Und in dir springt sofort etwas an. Ein leichter Stress. Ein Impuls: Ich muss etwas tun. Ich muss ihm helfen. Du machst Vorschläge – alles wird abgelehnt. Am Ende gibst du entnervt das Tablet raus. Und du hast dabei ein leicht ungutes Gefühl. Zurecht. Aber nicht aus dem Grund, den du vielleicht denkst. In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es um eine radikale Perspektivumkehr: Was, wenn Langeweile für dein Kind gar kein Problem ist – sondern etwas unglaublich Wichtiges, das wir ihm viel zu oft wegnehmen? Du erfährst: → Warum Langeweile kein Zustand von Nichts ist, sondern der Vorraum der Kreativität→ Was neurologisch passiert, wenn das Gehirn nichts zu tun hat – und warum die besten Ideen unter der Dusche kommen→ Warum sofortige Bildschirm-Rettung eine wichtige Übung stiehlt→ Warum wir selbst Langeweile kaum noch aushalten – und was wir dadurch unbewusst weitergeben→ Die Durststrecke: warum Kreativität nach 10–20 Minuten Quengeln entsteht (und die meisten Eltern genau davor aufgeben)→ Warum du die Bühne stellen darfst – aber nicht das Stück schreiben musst→ Der wichtigste innere Satz: „Das ist nicht mein Problem, das ich lösen muss. Das ist ein Prozess, den mein Kind gerade durchläuft." Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die das schlechte Gewissen loswerden wollen, wenn ihr Kind gerade nicht bespaßt wird. Ein Kind, das lernen darf, Langeweile auszuhalten, lernt etwas Größeres: Dass es sich auf sich selbst verlassen kann. 📚 Die wissenschaftlichen Quellen zur Forschung über Langeweile und Kreativität (Mann & Cadman, Gray) findest du am Ende der Beschreibung. 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, freiem Spiel und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht. 📚 Quellen: Mann, S. & Cadman, R. (2014): Does Being Bored Make Us More Creative? – Creativity Research JournalGray, P. (2011): The Decline of Play and the Rise of Psychopathology in Children and Adolescents – American Journal of Play

  7. Jul 10

    Das eine Prinzip hinter allem – der rote Faden durch die letzten vier Folgen.

    In den letzten Wochen haben wir uns zwei großen Themen gewidmet: Grenzen (Folge 29 & 30) und Warum Kinder nicht hören (Folge 31 & 32). Vier Folgen. Vier verschiedene Situationen. Und trotzdem – wenn man genauer hinschaut – steckt unter allen vieren dasselbe. Ein einziger Gedanke. Ein Prinzip, das eigentlich alles zusammenhält. In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es nicht um Wiederholung. Sondern um den roten Faden. Um das eine Prinzip, das dir Halt gibt, wenn dir der perfekte Satz gerade nicht einfällt. Du erfährst: → Warum ein Prinzip mehr wert ist als hundert Techniken – gerade im echten Moment→ Was Grenzen (das Geländer, die ruhige Wand) und Gehörtwerden (die vier Sätze) im Kern verbindet→ Das verbindende Prinzip: Verbindung kommt vor Steuerung. Immer.→ Warum das keine schöne Idee ist, sondern Biologie – ein Kind im Alarm kann nicht kooperieren→ Warum Verbindung nicht das Gegenteil von Führung ist – sondern ihre Voraussetzung→ Warum das Prinzip auch in dir selbst gilt: Du kannst nur die Ruhe geben, die du selbst gerade hast→ Warum Selbstfürsorge kein Luxus ist, sondern Teil der Erziehung→ Die eine Frage, die dir in jeder kippenden Situation weiterhilft: „Fühlt mein Kind sich gerade sicher und gesehen?" Diese Folge ist die Klammer um die beiden Doppelfolgen – ein Aha-Moment für treue Hörer und gleichzeitig ein guter Einstiegspunkt für alle, die noch nicht dabei waren. Dein Kind braucht keine perfekte Mutter. Keinen perfekten Vater. Es braucht jemanden, der immer wieder die Verbindung sucht. Auch nach schwierigen Tagen. Auch nach lauten Momenten. Immer wieder zurück. 🎧 Falls du die zugehörigen Doppelfolgen noch nicht kennst:→ Folge 29 & 30 – Grenzen (Was sie sind & wie du sie hältst, ohne zu schreien)→ Folge 31 & 32 – Warum Kinder nicht hören (Das Warum & 4 konkrete Sätze für den Alltag) 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Verbindung und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht.

  8. Jul 6

    Was hilft, wenn dein Kind nicht hört – 4 konkrete Sätze für den Alltag, die du sofort ausprobieren kannst.

    In Teil 1 haben wir verstanden, warum Kinder oft nicht hören. Dass es meistens kein böser Wille ist. Aber Verstehen allein bringt dich morgens nicht aus der Tür. Du brauchst etwas für den echten Moment. Für die Situation, in der du da stehst – und nichts passiert. Deshalb wird es heute bei Fachlich. Menschlich. ganz konkret. Vier Sätze. Vier Formulierungen. Keine Theorie – nur Sprache, die im Alltag funktioniert. Du bekommst: → Satz 1 – Die Ankündigung: „In fünf Minuten ist es soweit." – warum diese Brücke dem Gehirn Zeit zum Umschalten gibt → Satz 2 – Die Wahl: „Möchtest du selbst, oder soll ich dir helfen?" – wie du den Machtkampf herausnimmst, ohne die Grenze aufzugeben → Satz 3 – Das Benennen: „Du würdest am liebsten weiterspielen. Ich verstehe das." – warum ein gesehenes Kind viel seltener dichtmacht → Satz 4 – Die ruhige Wiederholung: die „kaputte Schallplatte", mit der du die Grenze hältst, ohne lauter zu werden Außerdem erfährst du: → Warum diese vier Sätze aufeinander aufbauen – und du trotzdem nie alle vier gleichzeitig brauchst → Wann selbst der beste Satz nicht mehr wirken kann (Spoiler: im roten Bereich hilft erst Regulation) → Warum der Ton wichtiger ist als die perfekte Formulierung → Wie du neue Sätze so übst, dass sie im Stress wirklich verfügbar sind Diese Folge ist Teil 2 des kleinen „Nicht hören"-Schwerpunkts – und richtet sich an alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die nicht mehr lauter werden, sondern klarer sprechen wollen. Wenn dein Kind nicht hört, brauchst du nicht mehr Lautstärke. Du brauchst andere Worte. Nicht lauter. Sondern klarer. 🎧 Wenn du Teil 1 (Folge 31 – „Warum dein Kind nicht hört") noch nicht gehört hast, empfehle ich dir, dort anzufangen – dann wirkt heute jeder Satz doppelt. 📚 Die wissenschaftlichen Quellen zu Autonomie (Deci & Ryan) und zum Benennen von Gefühlen (Siegel & Bryson) findest du am Ende der Beschreibung. 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Kommunikation und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht. 📚 Quellen: Deci, E.L. & Ryan, R.M. (2000): Self-Determination Theory and the Facilitation of Intrinsic Motivation – American PsychologistSiegel, D.J. & Bryson, T.P. (2011): The Whole-Brain Child – Delacorte Press

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Ich bin Jonas, Erzieher und seit März 2025 selbst Papa. Hier teile ich, was ich in der Kita sehe, was ich zuhause mit meinem Kind lerne, und wo Theorie und Alltag aufeinanderprallen — bedürfnisorientiert, ohne Perfektionismus. Neue Folgen Mo + Fr · 19:00 Uhr. Themen: Wutanfälle, Autonomiephase, Bindung & Grenzen, Schlaf, Gehirnentwicklung, Selbstmitgefühl für müde Eltern. Mehr auf Instagram: @fachlich.menschlich