Kannste dir nicht ausdenken!

Jule Kieseler

Das Leben schreibt die absurdesten, schönsten und manchmal auch anstrengendsten Geschichten. Und regelmäßig denke ich mir: Kannste dir nicht ausdenken! Ich bin Jule – barfuß unterwegs, Mutter von zwei Kindern, Beobachterin und Mitten-im-Leben-Steherin. In diesem Podcast geht es um echte Momente: vom Mama-Alltag, von Begegnungen im Supermarkt, von Beziehungen, von Überforderung, von Mut – und von diesem ganz normalen Wahnsinn, den wir alle kennen. Ehrlich. Unverblümt. Ohne Hochglanz. Ein Podcast für alle, die nicht nur zuschauen, sondern mitten im Leben stehen.

  1. 3d ago

    Mach mal deinen Shit-Keller leer! Über öffentliche Empörung, Gruppendynamik und Dreck vor der eigenen Haustür #43

    Moini ihr Raketen! 🚀 Satz der Stunde: Mach erstmal deinen eigenen Shit-Keller leer! Melle ist wieder da – und diesmal weiß sie vorher nicht, worüber wir sprechen. Was natürlich dazu führt, dass wir innerhalb von 54 Minuten einmal quer durch die menschliche Psyche galoppieren. Ausgangspunkt ist ein aktueller Fall rund um JP Krämer und ein veröffentlichtes Video, das Gewalt in seiner Beziehung zeigen soll. Und bevor hier jemand Schnappatmung bekommt: Nein, wir diskutieren nicht darüber, ob Gewalt okay ist. Ist sie nicht. Uns interessiert etwas anderes: Was passiert eigentlich danach mit uns allen? Warum reichen wenige Sekunden eines Videos, damit tausende Menschen plötzlich ganz genau wissen, wer Täter, Opfer, guter Mensch, schlechter Mensch und überhaupt für alle Zeiten gesellschaftlich verloren ist? Warum springen wir so bereitwillig auf Empörungszüge auf? Und warum fühlt es sich offenbar verdammt gut an, gemeinsam mit einer ganzen Kommentarspalte auf jemanden zu zeigen? Von dort landen wir bei Gruppendynamik und dem Bedürfnis dazuzugehören. Bei Trollen im Internet. Bei Menschen, die glauben, der Nachbar grüße sie absichtlich nicht. Bei Fußballfans und der „dritten Halbzeit“. Bei teuren Marken, Hooligans und meiner kurzen Karriere mit 18-Loch-Springerstiefeln, Regenbogenschnürsenkeln und Glöckchen. Und irgendwann wird es persönlicher. Wir sprechen darüber, warum Menschen in Beziehungen bleiben, die ihnen nicht guttun. Über Prägungen, Selbstwert und alte Muster. Darüber, warum „Der ist halt so“ keine Entschuldigung für Gewalt ist – und warum die Frage nach dem Warum trotzdem etwas anderes ist als Täter-Opfer-Umkehr. Außerdem geht's um Mental Load, Männer, die „Hast du deine Tage?“ für ein Argument halten, Kinder, die irgendwann tatsächlich lernen müssen, sich selbst ein Brot zu schmieren – und meinen Sohn, der das Problem mit der späteren Haushaltsführung ohnehin längst gelöst hat: Er sucht sich einfach eine Frau, die das alles für ihn macht. Mach erstmal deinen eigenen Shitkeller leer, bevor du bei anderen aufräumst. Kannste dir nicht ausdenken. Kannste aber vielleicht mal drüber nachdenken.

  2. Sep 4

    Plazentamol, blaue Pillen und andere Missverständnisse #42

    Moini ihr Raketen 🚀 Willkommen im Arbeitsalltag einer pharmazeutisch technischen Assistentin. Dörthe ist eben dies, außerdem Freundin, Kleingärtnerin, selbsternannte Pummelfee – und eine Frau mit einer bemerkenswerten Fähigkeit, auch dann noch ziemlich freundlich zu bleiben, wenn andere Menschen längst sämtliche gesellschaftlichen Spielregeln über Bord geworfen haben. Und Geschichten davon hat sie reichlich. Wir sprechen über Plazentamol, die Salbe „mit dem Haschisch drin“, Fußgelenkmassagen, die eigentlich Bandagen sein sollten, fünf Liter Selleriesaft und die überraschend komplizierte Bestellung von „den weißen Tabletten“. Und ich erzähle nebenbei, warum ich mit ungefähr 15 Jahren in einer Eisdiele sehr selbstbewusst eine Kugel Kamasutra bestellt habe. Gemeint war Tiramisu. Natürlich. Wir erfahren außerdem, was hinter einem Apothekentresen passiert, wenn Menschen samstagabends dringend ein verschreibungspflichtiges Medikament brauchen, aber leider keine Lust hatten, sich vorher um ein Rezept zu kümmern. Warum Dörthe die Plexiglasscheiben seit Corona inzwischen sehr zu schätzen weiß. Und was während der Pandemie eigentlich hinter den Kulissen los war, als plötzlich Masken und Desinfektionsmittel gebraucht wurden, die schlicht niemand hatte. Aber irgendwann wird aus den lustigen Anekdoten ein Thema, das uns beiden dann doch ziemlich wichtig ist: Wo endet ein flapsiger Spruch – und wo beginnt übergriffiges Verhalten? Dörthe erzählt von einem Mann, der ihr erklärte, er habe immer gedacht, Rauchen mache schlank. Von Menschen, die ungefragt ihren Körper kommentieren. Und schließlich von einer Kundin, die Dörthe während einer Beratung zum Thema Abnehmen einfach über den Bauch streicht und feststellt: „Na, bei Ihnen dann nicht.“ Und genau da hört der Spaß irgendwann auf. Denn wir dürfen witzeln. Wir dürfen unterschiedlicher Meinung sein. Wir müssen auch nicht jedes Wort dreimal auf gesellschaftliche Unbedenklichkeit prüfen. Aber vielleicht könnten wir uns trotzdem gelegentlich daran erinnern, dass der Körper eines anderen Menschen kein öffentliches Diskussionsangebot und erst recht keine Freifläche zum Anfassen ist. Dörthes Quintessenz ist am Ende deshalb herrlich einfach: Lächelt die Menschen vielleicht einmal öfter an. Und wenn ihr unbedingt einen Spruch drücken wollt, seid darauf vorbereitet, dass die Retourkutsche möglicherweise sitzt. Und bitte: Seid nett zu euren Apothekenmitarbeitern. Ihr wisst nicht, wer vor euch schon da war. 😂

  3. Sep 1

    Männer nur noch ambulant - Über das Altwerden, Selbstbestimmung und warum wir ein ganzes Dorf brauchen #41

    Moini ihr Raketen 🚀 Wann wird Fürsorge eigentlich zur Bevormundung? Und wer entscheidet, was für einen anderen Menschen – oder ein Tier – noch ein gutes Leben ist? Melle bringt diesmal ein Thema mit, das mit ihrer inzwischen 16-jährigen Hündin Anni beginnt. Plötzlich geht es ihr schlecht und da steht diese ziemlich beschissene Frage im Raum: Eingreifen? Tierklinik? Abwarten? Loslassen? Und vor allem: Wie viel eigenen Willen dürfen wir jemandem lassen, wenn wir glauben, es besser zu wissen? Und damit sind wir ziemlich schnell mittendrin in einem viel größeren Thema. Wir sprechen über alte Menschen, die in ihrem Zuhause bleiben wollen. Über Pflegeeinrichtungen und darüber, was es mit einem Menschen macht, wenn irgendwann nicht nur Gesundheit und Mobilität verschwinden, sondern auch das eigene Zuhause, die eigenen Dinge und manchmal sogar das eigene Zimmer. Ich erzähle von meiner Mutter und ihrer Odyssee durch verschiedene Einrichtungen – und von meiner Omi, die zwar Unterstützung braucht, aber bitteschön noch lange nicht bereit ist, den ganzen Tag Zeitung zu lesen, Mittagsschlaf zu machen und ansonsten verwaltet und geparkt zu werden. Wir fragen uns, warum es für Kinder angeblich ein ganzes Dorf braucht, wir dieses Dorf aber irgendwann offenbar nicht mehr brauchen sollen. Was Einsamkeit mit Menschen macht. Warum Alter nicht bedeutet, keine Bedürfnisse, Wünsche oder Abenteuerlust mehr zu haben. Und warum wir dringend bessere Ideen dafür brauchen, wie verschiedene Generationen miteinander statt nebeneinander leben können. Natürlich schaffen Melle und ich es trotzdem, unterwegs komplett abzubiegen und irgendwann kommen wir wieder dort an, wo alles angefangen hat: Ein gutes Leben braucht nicht nur Versorgung. Es braucht Würde, Verbindung, Respekt und so viel Selbstbestimmung wie irgendwie möglich. Egal, ob mit 16 Hundejahren, mit 90 Menschenjahren oder irgendwo dazwischen. Und fürs eigene Alter steht der Plan inzwischen auch: eine ziemlich geile Ladies-Community – Männer gerne ambulant, aber nicht mehr stationär. Wie möchtet ihr eigentlich einmal alt werden?

  4. Aug 28

    Wie viel ist dir deine Lebenszeit wert? Über Hypnose, Geld und Investitionen in dich selbst #40

    Moini ihr Raketen 🚀 Arbeit darf Spaß machen. Erfolg darf Zeit brauchen. Und manchmal beginnt Veränderung schlicht damit, endlich loszugehen. In dieser Folge habe ich Robin zu Gast – Hypnotiseur, Ausbilder, Coach, ehemaliger Sportgymnastiklehrer, Tänzer, Yogamensch und offensichtlich jemand, dessen Lebenslauf genauso geradlinig ist, wie meiner (NICHT 😂) Kennengelernt haben wir uns bei meiner Breathwork-Ausbildung, bei der Robin mein Dozent war. Und weil wir ziemlich schnell festgestellt haben, dass sich unsere beruflichen Welten an erstaunlich vielen Stellen überschneiden, war klar: Den muss ich mir vors Mikro holen. Wir sprechen darüber, warum Arbeit sich manchmal überhaupt nicht wie Arbeit anfühlt, wenn man liebt, was man tut – und warum das trotzdem nicht bedeutet, dass Erfolg einfach vom Himmel fällt. Über Selbstständigkeit, Rückschläge, 17 Jahre Unternehmertum, viel investiertes Geld und die ziemlich unsexy Wahrheit hinter „Mach dich selbstständig und arbeite von überall“. Denn nur weil etwas irgendwann leicht aussieht, heißt das noch lange nicht, dass der Weg dorthin leicht war. Es geht außerdem um die Frage, was Veränderung und Lebensqualität eigentlich wert sein dürfen – und warum Menschen bereit sind, für dieselben Inhalte völlig unterschiedlich viel zu investieren. Robin erzählt dabei auch, warum er selbst nach eigener Aussage rund 200.000 bis 250.000 Euro in seine Aus- und Weiterbildungen gesteckt hat. Und irgendwann landen wir bei einer Frage, die wahrscheinlich weit über Business hinausgeht: Kann ich zufrieden sein mit dem, was heute ist – und trotzdem weiterwollen? Unsere Antwort: unbedingt! Denn Zufriedenheit darf nicht Stillstand bedeuten. Vielleicht ist sie sogar die ziemlich gute Basis, von der aus Entwicklung erst richtig Spaß macht. Und wenn du gerade selbst an irgendeinem Punkt stehst und auf den perfekten Moment wartest: Starte! Geh los! Mach den ersten kleinen Schritt! Könnte ja gut werden! Der Weg zu Robins Hypnose Basic Ausbildung Teil 1: https://youtu.be/EpuU3Ctnbqw?si=soaUsIr2oSCwIiud Der Weg zu Robins Homepage: https://share.google/sDt9RZ95wXoEybL73

  5. Aug 25

    Kindesunterhalt, Kackiteilchen und die Kommentarhölle

    Moini ihr Raketen 🚀 Manchmal nimmt eine Folge einen kleinen Umweg. Oder drei. 😂 Diese Episode ist ein bisschen anders entstanden als sonst: aus einem Gespräch mit Melle, einem spontanen Nachtrag und einem weiteren Nachtrag zum Nachtrag. Klingt wild – passt aber erstaunlich gut zusammen. Ausgangspunkt war eigentlich ein Reel über Kindesunterhalt und finanzielle Realität als Mutter. Was danach in den Kommentaren passiert ist, hatte mit der ursprünglichen Frage irgendwann nur noch bedingt zu tun. Plötzlich ging es um Arbeitsmoral, Männerwahl, gefärbte Haare, vermeintlich falsche Lebensentscheidungen – und um die offenbar revolutionäre Erkenntnis, dass Kinder tatsächlich Wohnraum, Strom, Wasser, Essen, Kleidung, Internet und ein Sozialleben brauchen. Wer hätte es gedacht. 🙃 Mit Melle spreche ich darüber, warum Menschen im Netz so schnell draufhauen. Was Anonymität und Gruppendynamik damit machen. Warum andere Meinungen offenbar so schwer auszuhalten sind. Ob Empathie schwindet, wenn Menschen selbst unter Druck stehen. Und über die ziemlich große Frage, ob Menschen grundsätzlich gut sind – und was unterwegs eigentlich passieren muss, damit davon manchmal nicht mehr besonders viel übrig bleibt. Und weil unter meinem Reel gleichzeitig einiges zum Thema Kindesunterhalt durcheinandergeraten ist, gibt es zum Schluss noch einen kleinen Reality-Check: Kindesunterhalt lebt nicht in einem Briefumschlag, aus dem ausschließlich neue Turnschuhe und Schulhefte bezahlt werden dürfen. Kinder haben einen ganz normalen Lebensbedarf. Und der besteht eben nicht nur aus Dingen, auf denen „FÜRS KIND“ steht. Eine etwas zusammengepuzzelte Folge über Unterhalt, Care-Arbeit, Kommentarspalten, Empathie, Gruppendynamik und die bemerkenswerte Fähigkeit des Internets, innerhalb kürzester Zeit komplett die Contenance zu verlieren. Kannste dir nicht ausdenken. Kannste aber drüber reden. Viel Spaß beim Hören.

  6. Aug 21

    Freundlich wäre keine Information verloren gegangen #38

    Moini ihr Raketen 🚀 Freundlich wäre keine Information verloren gegangen!!! Über Trolle, Projektion und menschliche Abgründe im Internet Was passiert eigentlich, wenn ein Reel plötzlich nicht 400, sondern über 24.000 Menschen erreicht – und sich unter den fast 800 Kommentaren menschliche Abgründe auftun? Genau das ist passiert. Ein kurzer Ausschnitt aus der letzten Podcastfolge über Alleinerziehende, Unterhalt, finanzielle Belastung und ein System, das Familien nicht immer besonders gut auffängt, welches ich bei Instagram geteilt habe, geht plötzlich durch die Decke. Und mit der Reichweite kommen sie: die ungefragten Ratschläge, die Schuldzuweisungen, die Beleidigungen – und erstaunlich viele Männer mit einer sehr starken Meinung zu Nasenpiercings, Tattoos, Zahnspangen und der Frage, wer überhaupt Kinder bekommen sollte. Melle und ich fragen uns deshalb: Warum reicht es manchen Menschen nicht zu sagen: „Ich sehe das anders“? Warum wird aus einer anderen Lebensrealität plötzlich ein Charakterfehler? Warum erzeugt das Internet eine solche Lust am Abwerten – und was hat Projektion damit zu tun? Wir sprechen über Trolle und Shitstorms, über Alleinerziehende und finanzielle Realität, über alte Rollenbilder, Verantwortung nach Trennungen und darüber, warum „Dann geh halt mehr arbeiten“ vielleicht doch keine besonders brillante gesellschaftspolitische Lösung ist. Außerdem klären wir, warum eine Haftanstalt möglicherweise das attraktivere All-inclusive-Angebot ist, Kampffischforen offenbar gefährliches Terrain sind und weshalb eure Mutti vermutlich sehr traurig wäre, wenn sie eure Instagram-Kommentare lesen müsste. Eine Folge über einen Shitstorm, der eigentlich viel weniger über die Person im Reel erzählt als über diejenigen, die darunter kommentieren. Kannste dir nicht ausdenken. Kannste aber offensichtlich kommentieren.

  7. Aug 18

    Sorgerecht ja, Sorgepflicht offenbar optional - Über Kinder-Reha, Alleinerziehende, Unterhalt und deutschen Behördenirrsinn #37

    Moini ihr Raketen 🚀 Manchmal ist es nötig und sinnvoll, dass ein Kind eine medizinisch notwendige Reha bewilligt kriegt und man denkt dann ja als Mama erstmal: Wie schön. Da kümmert sich jetzt jemand. Hahahahahaha. Nein. 😂 Denn plötzlich stellen sich ganz andere Fragen: Wer fährt eigentlich sechs Wochen mit? Wer kümmert sich währenddessen um das andere Kind? Was passiert mit meiner Arbeit? Und vor allem: Wer bezahlt eigentlich meinen wirtschaftlichen Totalausfall, wenn ich selbstständig bin? Spoiler: An einigen Stellen lautet die Antwort offenbar einfach: Tja, schade. Naja, kann man nix machen. 🤷🏻‍♀️ 😐 Nina und ich arbeiten uns in dieser Folge durch die wunderbare Welt aus Kinder-Reha, Verdienstausfall, Fahrtkostenerstattung, Unterhalt, Ferienbetreuung, Zahnspangen, Klassenfahrten, Ausbildungsbeihilfe und der faszinierenden deutschen Behördenlogik. Und irgendwann landen wir bei einer Frage, die eigentlich verdammt simpel klingt: Wenn zwei Menschen gemeinsam sorgeberechtigt sind – warum bedeutet das nicht automatisch, dass auch beide gleichermaßen Sorge tragen müssen? Denn ein Kind hört nach einer Trennung ja nicht plötzlich auf, gemeinsame Verantwortung zu sein. Und Unterhalt ist auch kein großzügiges Geschenk an die Ex-Partnerin, mit dem sie sich heimlich dreimal jährlich auf die Malediven verabschiedet. Kinder kosten Geld. Ziemlich viel sogar. Und manchmal brauchen sie neben Geld etwas völlig Verrücktes: Zeit. Betreuung. Anwesenheit. Verantwortung. Zwischendurch erfahren wir außerdem, warum Nina als Sechsjährige erstmal ihre Mutter fragen musste, ob sie „mit Ausländern spielen darf“, lernen Onkel Erwin im Feinripp samt Hämorrhoiden kennen und stellen fest, dass Kinder erschreckenderweise irgendwann ein eigenes Gehirn entwickeln und anfangen, selbst zu denken. Unangenehm. 😂 Und während ich mich langsam auf Betriebstemperatur rede, erklärt Nina mir selbstverständlich: „Nichts geschieht ohne Grund.“ Sie kann wirklich froh sein, dass zwischen uns mehrere hundert Kilometer liegen. Am Ende bleibt eine Folge, die lustig ist – aber bei einem Thema landet, das alles andere als lustig ist: Warum geraten vor allem Alleinerziehende und Selbstständige so schnell zwischen sämtliche Raster, sobald Familie nicht nach dem vorgesehenen Standardmodell funktioniert? Warum gibt es gemeinsames Sorgerecht, aber Verantwortung lässt sich offenbar deutlich leichter wegorganisieren? Und wie soll ein Elternteil all das auffangen, wenn Geld, Zeit und Möglichkeiten schlicht endlich sind? 🎙️ Eine Folge über Familie, Trennung, Elternverantwortung, Selbstständigkeit, Kinder-Reha und ein System, bei dem wir mehr als einmal dachten: Kannste dir nicht ausdenken. Und jetzt seid tatsächlich ihr gefragt: Wenn ihr Erfahrungen mit Kinder-Reha, Verdienstausfall bei Selbstständigen, Unterstützungsleistungen für Alleinerziehende oder irgendeinem Fördertopf habt, den ich bisher übersehen habe: Bitte schreibt mir. Wirklich. Vielleicht sitzt irgendwo eine Rakete und kennt genau die Lösung, die ich noch nicht gefunden habe. 🚀 Und wenn ihr jemanden kennt, der beim Wort „Sorgerecht“ auch regelmäßig denkt:„Schön. Und wo ist eigentlich die Sorgepflicht?“ Dann schickt ihm diese Folge. Bis zur nächsten Folge, ihr Raketen. ❤️

  8. Aug 14

    Wie komme ich legal ins Gefängnis? Eine absurde Geschichte über Einbrecher, Resozialisierung, Gefängnisse und meine morbide Neugier #36

    Moini ihr Raketen 🚀 Ich würde ja wahnsinnig gern mal ein Gefängnis von innen sehen. Tja...und plötzlich erzählt Melle, dass ihr das beinahe mal gelungen ist und wir kommen zur wahrscheinlich absurdesten Einbruchsgeschichte, die ich je gehört habe. Ein verschwundener Haustürschlüssel. Eine offene Wohnungstür. Ein Einbrecher, der mit einer gestohlenen Kreditkarte shoppen geht...und anschließend tatsächlich wieder zur Tankstelle fährt, um eine defekte Guthabenkarte umzutauschen. Spoiler: Das lief nicht ganz nach Plan. 😂 Während ich also eigentlich nur einen Weg finden will, legal in ein Gefängnis zu kommen, lande ich mit Melle – wie so oft – plötzlich bei ganz anderen Fragen: Was geht in einem Leben schief, dass jemand kriminell wird? Wie funktioniert Resozialisierung? Warum interessieren uns Orte, an die wir eigentlich niemals kommen können? Und wie bitteschön schafft man es eigentlich, sich legal ein Gefängnis anzuschauen, ohne selbst straffällig zu werden? Kannste dir nicht ausdenken. Jetzt brauchen wir als eure Hilfe! 👉 Kennt ihr eine Möglichkeit, ein Gefängnis legal von innen zu besichtigen? Vielleicht arbeitet ihr selbst in einer JVA, kennt jemanden oder wisst von Führungen, Projekten oder Tagen der offenen Tür. Falls ja: Bitte meldet euch! Unser öffentliches Renommee soll schließlich erhalten bleiben. 😂 Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst mir gerne eine Bewertung da und schickt sie an Menschen weiter, die genauso morbide neugierig sind wie wir.

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Das Leben schreibt die absurdesten, schönsten und manchmal auch anstrengendsten Geschichten. Und regelmäßig denke ich mir: Kannste dir nicht ausdenken! Ich bin Jule – barfuß unterwegs, Mutter von zwei Kindern, Beobachterin und Mitten-im-Leben-Steherin. In diesem Podcast geht es um echte Momente: vom Mama-Alltag, von Begegnungen im Supermarkt, von Beziehungen, von Überforderung, von Mut – und von diesem ganz normalen Wahnsinn, den wir alle kennen. Ehrlich. Unverblümt. Ohne Hochglanz. Ein Podcast für alle, die nicht nur zuschauen, sondern mitten im Leben stehen.

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