Was KI kann - mit Florian Zsifkovics

Binifico

Journalist Florian Zsifkovics begleitet dich durch die KI-Revolution und spricht mit Experten, Visionären und Warnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. 

  1. 1d ago

    Warum weinen Mathematiker gerade wegen KI?

    Hugo Duminil-Copin hat die Fields-Medaille, die höchste Auszeichnung in der Mathematik. Anfang Oktober hat er erzählt, dass er so geweint hat, dass seine Tochter davon aufgewacht ist. Kurz davor hatte OpenAI 722 Mathe-Paper auf einmal veröffentlicht, geschrieben von einer KI. Max Fröhlich forscht als Doktorand am Weierstraß-Institut in Berlin zu Quantencomputing und Machine Learning und erklärt auf Instagram KI. Mit ihm rede ich darüber, was in seinem Fach gerade passiert. Während des WM-Finales hat ein Mathematiker mit KI eine Vermutung widerlegt, an der sich Leute seit Jahrzehnten die Zähne ausgebissen haben, und der Beweis passte in einen Tweet. Bei den Navier-Stokes-Gleichungen, die zum Beispiel beschreiben, wie sich Hafermilch im Kaffee verteilt, streiten jetzt zwei Mathematiker und OpenAI darüber, wem die Lösung gehört. Einer der beiden, Tristan Buckmaster von der New York University, vermutet, dass OpenAI seine Arbeit gesehen hat. OpenAI bestreitet das. Max selbst hat keine Angst. Für sein erstes Paper hat er ein Jahr gebraucht, jetzt schreibt er an vier gleichzeitig. Ihn beschäftigt trotzdem, dass die Ideen immer öfter von der KI kommen und der Mensch nur noch nachprüft. QUELLEN OpenAI veröffentlicht 722 Mathe-Paper eines internen Modells (Science): https://www.science.org/content/article/openai-just-changed-math-forever-exactly-how-no-one-yet-knows OpenAI zieht drei der Paper nach einem Tag zurück (Retraction Watch): https://retractionwatch.com/2026/10/08/openai-withdraws-preprints-722-manuscripts-unsolved-math-problems/ Hugo Duminil-Copin, Fields-Medaille 2022, über seine Reaktion (OfficeChai): https://officechai.com/ai/fields-medal-winner-hugo-duminil-copin-says-he-cried-so-much-it-woke-up-his-daughter-after-openai-released-300-math-proofs/ Levent Alpöge, Mathematiker mit Anthropic-Bezug, widerlegt die Jacobi-Vermutung während des WM-Finales (The Next Web): https://thenextweb.com/news/jacobian-conjecture-disproved-ai-fable-5 OpenAI und Navier-Stokes, der Streit mit Tristan Buckmaster (Fortune): https://fortune.com/2026/09/08/openai-says-it-cracked-navier-stokes-math-grand-challenge-buckmaster-accusation-cheating-intimidation-tao-lament/ OpenAI löst das 90 Jahre alte Navier-Stokes-Problem nach eigenen Angaben in 88 Stunden (CNBC): https://www.cnbc.com/2026/09/09/openai-navier-stokes-math-problem-solved.html Max auf InstagramMax auf LinkedIn Hol dir den WKK Newsletter!  Flo auf InstaFlo auf TikTok Flo auf LinkedIn--- Die Veröffentlichungen auf dieser Website/in diesem Podcast sowie die darin erteilten Hinweise und gesetzten Links dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung, Anlageanalyse noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Insbesondere kann eine Anlage- oder sonstige Beratung dadurch nicht ersetzt werden. Die in den Veröffentlichungen enthaltenen Angaben basieren auf dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Ausarbeitung und können jederzeit ohne weitere Benachrichtigung geändert werden. Die Inhalte richten sich ausschließlich an natürliche Personen. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen, Informationsquellen, daraus resultierenden Haftungen oder Schäden jedweder Art übernommen. Eine Haftung für leicht fahrlässiges Verhalten wird jedenfalls ausgeschlossen.

    Warum weinen Mathematiker gerade wegen KI?
  2. Oct 21

    KI-Blase: Die Wall Street wettet schon auf Pleiten

    In dieser Folge spreche ich mit Furkan, Krypto- und Finanzmarktanalyst von CoinCheck TV, darüber, wie riskant die KI-Blase wirklich ist. Die großen Cloud-Konzerne investieren heuer rund 700 Milliarden Dollar in Rechenzentren und leihen sich dafür zunehmend Geld, Google sogar mit einer Anleihe über 100 Jahre. Furkan hält genau das für das größte Risiko, weil die Hardware in diesen Rechenzentren vielleicht schon nach fünf Jahren veraltet ist. Er erklärt, warum Profis an der Wall Street inzwischen auf Pleiten von KI-Firmen wetten und warum die Rekorde an der Börse an wenigen KI-Konzernen hängen. Außerdem geht es um die Zinsen in den USA, die laut Furkan trotz Druck von Donald Trump kaum sinken können, und um Stablecoins (an den Dollar gekoppelte Kryptowährungen), die zu wichtigen Käufern von US-Staatsanleihen geworden sind. Und er sagt, was das alles für Bitcoin heißt und warum er den Vergleich mit der Dotcom-Blase für unpassend hält. Furkan auf YouTube Hol dir den WKK Newsletter!  Flo auf InstaFlo auf TikTok Flo auf LinkedIn--- Die Veröffentlichungen auf dieser Website/in diesem Podcast sowie die darin erteilten Hinweise und gesetzten Links dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung, Anlageanalyse noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Insbesondere kann eine Anlage- oder sonstige Beratung dadurch nicht ersetzt werden. Die in den Veröffentlichungen enthaltenen Angaben basieren auf dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Ausarbeitung und können jederzeit ohne weitere Benachrichtigung geändert werden. Die Inhalte richten sich ausschließlich an natürliche Personen. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen, Informationsquellen, daraus resultierenden Haftungen oder Schäden jedweder Art übernommen. Eine Haftung für leicht fahrlässiges Verhalten wird jedenfalls ausgeschlossen.

    KI-Blase: Die Wall Street wettet schon auf Pleiten
  3. Oct 14

    Schluss mit Doom! Warum wir alle bei KI zu pessimistisch sind

    In dieser Folge spreche ich mit Stefan Erschwendner darüber, warum das wertvollste Unternehmen der Welt plötzlich ein österreichisches Bier namens Lobster Lager ins Silicon Valley holt und was wirklich hinter dem rasanten Aufstieg von Agentic AI steckt. Wir analysieren, warum klassische SaaS-Modelle durch Coding Agents massiv unter Druck geraten, wie Unternehmen ihre Prozesse jetzt radikal neu denken müssen und warum die echte Disruption nicht bei simplen Chatbots, sondern bei autonom agierenden Agenten-Systemen liegt. Stefans FirmaLobster LagerStefan auf LinkedIN Hol dir den WKK Newsletter!  Flo auf InstaFlo auf TikTok Flo auf LinkedIn--- Die Veröffentlichungen auf dieser Website/in diesem Podcast sowie die darin erteilten Hinweise und gesetzten Links dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung, Anlageanalyse noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Insbesondere kann eine Anlage- oder sonstige Beratung dadurch nicht ersetzt werden. Die in den Veröffentlichungen enthaltenen Angaben basieren auf dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Ausarbeitung und können jederzeit ohne weitere Benachrichtigung geändert werden. Die Inhalte richten sich ausschließlich an natürliche Personen. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen, Informationsquellen, daraus resultierenden Haftungen oder Schäden jedweder Art übernommen. Eine Haftung für leicht fahrlässiges Verhalten wird jedenfalls ausgeschlossen.

    Schluss mit Doom! Warum wir alle bei KI zu pessimistisch sind
  4. Oct 7

    Kauft sich Amerika mit KI ein neues Jahrhundert?

    Anthropic will an die Börse und peilt über zwei Billionen Dollar an. Ist das die KI-Blase? Niko Jilch ist das egal. Er betreibt das Podcast-Netzwerk Binifico, in dem auch Was KI kann läuft. Laut einem vertraulichen Prospekt-Entwurf, den Reuters am 28. September einsehen konnte, hat Anthropic 2025 knapp 4,6 Milliarden Dollar umgesetzt und mehr als 8 Milliarden Dollar operativen Verlust gemacht. Fast ein Viertel des Umsatzes kam von zwei Kunden. Im zweiten Quartal 2026 waren es rund 11,5 Milliarden Dollar Umsatz. In einer Welt mit so hohen Staatsschulden, sagt Niko, werde jede Krise mit Gelddrucken beantwortet. Eine Finanzkrise sei das einzige Ding auf der Welt, das sich so lösen lässt, ein Crash also eher eine Gelegenheit zum Nachkaufen. Bitcoin sieht er als Antwort auf Staatsschulden und Geldentwertung. Mit KI habe dessen Anstieg gar nichts zu tun. Haben OpenAI und Anthropic überhaupt einen Burggraben, also einen Schutz vor Konkurrenz, wie ihn Microsoft mit Windows hatte? Wenn chinesische Modelle fast genauso gut und deutlich billiger sind, warum sollte man die Aktie kaufen? Im Gespräch geht es auch um Michael Burry und Steve Eisman, bekannt aus dem Film The Big Short, und um die Frage, ob man eine Blase erst im Nachhinein erkennt. Er sagt selbst, er sei kein KI-Power-User und arbeite mit Gemini. Trotzdem hält er KI für unterschätzt, schon als bessere Suchmaschine, weil man wieder Antworten bekommt statt dreißig Seiten Werbung. Einzelaktien kaufe er keine, und dass früher alles besser war, hält er für Unsinn. Und mir wirft er vor, dass auf meinen Thumbnails zu wenig positive KI zu sehen ist. Keine Anlageberatung. Niko im InternetNiko auf YouTubeNiko auf LinkedIN  Hol dir den WKK Newsletter!  Flo auf InstaFlo auf TikTok Flo auf LinkedIn--- Die Veröffentlichungen auf dieser Website/in diesem Podcast sowie die darin erteilten Hinweise und gesetzten Links dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung, Anlageanalyse noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Insbesondere kann eine Anlage- oder sonstige Beratung dadurch nicht ersetzt werden. Die in den Veröffentlichungen enthaltenen Angaben basieren auf dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Ausarbeitung und können jederzeit ohne weitere Benachrichtigung geändert werden. Die Inhalte richten sich ausschließlich an natürliche Personen. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen, Informationsquellen, daraus resultierenden Haftungen oder Schäden jedweder Art übernommen. Eine Haftung für leicht fahrlässiges Verhalten wird jedenfalls ausgeschlossen.

    Kauft sich Amerika mit KI ein neues Jahrhundert?
  5. Sep 30

    Die KI-Panik als Plan der Staaten: Andreas Grassl über eine brisante These

    Trump lehnt bei der UNO jede internationale Kontrolle von KI ab und nennt sie ein globalistisches Schema. Zur selben Zeit bitten die Chefs von OpenAI und Anthropic den Sicherheitsrat um Regeln. Andreas Grassl war mit der österreichischen Delegation bei der Generalversammlung in New York und hat mitgenommen, was auf den Gängen erzählt wird. Eine Resolution gegen KI in Waffen würde demnach an zwei Vetos scheitern. Eines käme von den USA, wer das zweite einlegt, ist offen. Ein UN-Koordinator hat ihm außerdem erzählt, dass die USA ihren Anteil für die Blauhelme zuletzt nicht gezahlt haben, und die Friedenstruppen mussten weltweit um ein Viertel schrumpfen. Für Andreas ist damit ziemlich klar, wer an der Handlungsunfähigkeit der UNO mitschuld ist. Vor dem UN-Gebäude haben Drohnenfirmen Politikern vorgeführt, was ihre Systeme können. Der Prompt lautete, alle Personen mit roter Jacke zu finden. Die Drohne steigt auf und erfasst sie, den letzten Schritt haben sie ausgelassen. Wer zuschauen wollte, musste vorher seine Persönlichkeitsrechte abtreten. So haben es ihm mehrere Leute geschildert. Ein Drohnenentwickler, den Andreas nicht namentlich nennt, hält die ganze KI-Panik für einen Versuch der Staaten, sich die Technologie zu holen. Andreas selbst sieht sich eher liberal und fragt trotzdem, ob der Staat nicht der bessere Eigentümer wäre, weil man eine Regierung wenigstens abwählen kann. Vielleicht braucht es erst ein Desaster, sagt er, so wie es bei den Atomwaffen Hiroshima und Nagasaki gebraucht hat, bevor sich alle an einen Tisch setzten. Und ja, das 60-Dollar-Brot vom österreichischen Bäcker in New York gibt es wirklich. Andreas hat sich ein Marmeladenbrot um 12 Dollar geleistet. Andreas auf InstaAndreas auf TikTokHol dir den WKK Newsletter!  Flo auf InstaFlo auf TikTokFlo auf LinkedIn--- Die Veröffentlichungen auf dieser Website/in diesem Podcast sowie die darin erteilten Hinweise und gesetzten Links dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung, Anlageanalyse noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Insbesondere kann eine Anlage- oder sonstige Beratung dadurch nicht ersetzt werden. Die in den Veröffentlichungen enthaltenen Angaben basieren auf dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Ausarbeitung und können jederzeit ohne weitere Benachrichtigung geändert werden. Die Inhalte richten sich ausschließlich an natürliche Personen. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen, Informationsquellen, daraus resultierenden Haftungen oder Schäden jedweder Art übernommen. Eine Haftung für leicht fahrlässiges Verhalten wird jedenfalls ausgeschlossen.

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  6. Sep 23

    Geschichten aus der Geschichte R. Hemmer: "Die Zahnpasta kann einfach nicht mehr zurück in die Tube"

    Seit über einem Jahrzehnt rollt Richard Hemmer in *Geschichten aus der Geschichte* die Vergangenheit auf, mit bald 600 Episoden einer der reichweitenstärksten Podcasts im deutschsprachigen Raum. Sämtliche Schauplätze und Epochen bündelt er inzwischen auf einer interaktiven Weltkarte, dem hauseigenen „Atlas“. Die Arbeit hinter den Kulissen erledigt eine Pipeline, die Hemmer spät nachts im Alleingang zusammengelötet hat. Der Ablauf ist gnadenlos effizient: Geht mittwochs eine neue Folge online, wird sie vollautomatisch transkribiert und nach Koordinaten und Jahreszahlen gescannt. Hemmer selbst übernimmt am Ende nur noch den Faktencheck der Treffer. Auf der Zeitleiste des Atlas sticht dabei ein bezeichnendes Muster ins Auge: Rund zwanzig Jahre nach Gutenbergs Buchdruck verdichten sich die Episoden sprunghaft, schlicht, weil die Quellenlage ab diesem Kippmoment massiv explodierte. Eine Parallele, die seinen Blick auf die aktuelle Tech-Welt schärft. Für Hemmer markiert der KI-Boom denselben tektonischen Bruch wie einst die industrielle Mechanisierung: Wir stünden an einem ähnlichen Punkt wie damals, als der Webstuhl die Weber ersetzte – mit massiven sozialen Verwerfungen und handfesten Aufständen als Folge. Entsprechend nüchtern blickt er auf die führenden KI-Konzerne: Die Leute dort fänden die eigene Technologie zwar zweifellos fantastisch, doch niemand solle sich der Illusion hingeben, an den Schalthebeln säßen Weltverbesserer. Hemmers persönliche Konsequenz daraus ist konsequente digitale Autarkie: Seine Website betreibt er völlig unabhängig vom jeweiligen Podcast-Hoster, getragen vom offenen RSS-Protokoll, für ihn eine der letzten funktionierenden Bastionen des dezentralen Webs. Geschichten aus der GeschichteAtlasHol dir den WKK Newsletter!  Flo auf InstaFlo auf LinkedIn--- Die Veröffentlichungen auf dieser Website/in diesem Podcast sowie die darin erteilten Hinweise und gesetzten Links dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung, Anlageanalyse noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Insbesondere kann eine Anlage- oder sonstige Beratung dadurch nicht ersetzt werden. Die in den Veröffentlichungen enthaltenen Angaben basieren auf dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Ausarbeitung und können jederzeit ohne weitere Benachrichtigung geändert werden. Die Inhalte richten sich ausschließlich an natürliche Personen. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen, Informationsquellen, daraus resultierenden Haftungen oder Schäden jedweder Art übernommen. Eine Haftung für leicht fahrlässiges Verhalten wird jedenfalls ausgeschlossen.

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  7. Sep 16

    Wie KI-Kanäle mit geklauten Videos abkassieren

    Idee geklaut, Skript per ChatGPT umgeschrieben, Voiceover und B-Roll vollautomatisch aus dem Generator: Ganze Kanäle leben inzwischen von synthetischem Content-Recycling, erhalten damit sogar Millionen an Klicks. Creator Stephan Tschany ist genau so ein KI-Klon seiner eigenen Arbeit in die Timeline gespült worden. Die erste Reaktion: Wut. Ein Blick in die Kommentare machte es nicht besser, denn das Publikum feierte das Plagiat mit exakt demselben Feedback wie sein Original. Der Moment, in dem man sich unweigerlich fragt: Wozu der ganze Aufwand eigentlich noch? Dabei ist Tschany alles andere als ein Technologie-Verweigerer. Er spannt KI selbst vor den Karren – als Sparringspartner für Zusammenfassungen oder um internationale Quellen abzugrasen. Nur die eigentliche Recherche überlässt er keinen Algorithmen mehr. Sein Befund: KI liefert zwar Datenberge, hat aber null Gespür dafür, was eine Geschichte überhaupt erzählenswert macht. Am Ende driftet das Gespräch ins Grundsätzliche. Bei der Frage nach echter Kunst winkt Tschany ab – das bleibe menschliches Terrain. Beim Journalismus ist er skeptischer. Und als es um die Gretchenfrage geht, ob man die ungeschminkte Realität oder doch lieber die makellose Simulation wählt, gehen unsere Meinungen endgültig auseinander. Stephans YouTube-KanalStephans Firma Hol dir den WKK Newsletter!  Flo auf InstaFlo auf LinkedIn--- Die Veröffentlichungen auf dieser Website/in diesem Podcast sowie die darin erteilten Hinweise und gesetzten Links dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung, Anlageanalyse noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Insbesondere kann eine Anlage- oder sonstige Beratung dadurch nicht ersetzt werden. Die in den Veröffentlichungen enthaltenen Angaben basieren auf dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Ausarbeitung und können jederzeit ohne weitere Benachrichtigung geändert werden. Die Inhalte richten sich ausschließlich an natürliche Personen. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen, Informationsquellen, daraus resultierenden Haftungen oder Schäden jedweder Art übernommen. Eine Haftung für leicht fahrlässiges Verhalten wird jedenfalls ausgeschlossen.

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  8. Sep 8

    KI würde besser regieren als jede Regierung, sagt dieser Entwickler

    Ein Entwickler aus Ungarn hält Wahlen für ein überholtes Verfahren. Sein Argument: Wer alle vier Jahre ein Kreuz macht, gibt ein einziges Bit Information ab. Das sei keine Demokratie. Sein Gegenvorschlag ist radikal. Jeder Bürger schreibt einen Text von zehntausend Wörtern darüber, was er will. Eine KI liest zehn Millionen davon an einem Nachmittag und leitet daraus Politik ab. Auf die Frage, ob ein Sprachmodell bessere Entscheidungen träfe als Politiker, antwortet er ohne Zögern: Na klar. Dafür reiche sogar ein Modell, das fünf Jahre alt ist. Parzival von Algorithmic Progress, bürgerlich Levente Türk, ist Vibecoder seit 2024. Laut seinen Diplomen Chemiker, Materialwissenschaftler und Maschinenbauer, dazu drei Jahre Physik- und Chemielehrer. Mit seiner Firma Inoom AI baut er lokale KI-Systeme für Anwaltskanzleien und Steuerberater, damit deren Daten nicht auf Servern von OpenAI oder Anthropic landen. Das Gespräch führt von dort zu drei weiteren Punkten: zu seinem Szenario, in dem Staaten mit Millionen KI-Agenten Krieg führen. Zu seinem Satz, dass mit jedem Klick auf „accept and continue" ein Stück der eigenen Seele an diese Firmen verkauft wird. Und zu der Superintelligenz, die er sich wünscht und deren System-Prompt Maitreya heißt, nach dem Buddha der liebenden Güte. QUELLEN Cloudflare Radar, 3. Juni 2026: 57,4 % des Traffics sind Bots. Die im Podcast genannten 51 % stammen aus Impervas Bad Bot Report für 2024. https://www.nbcnews.com/tech/tech-news/bot-web-traffic-overtaken-human-web-traffic-data-shows-rcna348522 OpenAI-Modelle brechen am 21. Juli 2026 aus der Testumgebung aus und dringen in Hugging Face ein. https://openai.com/index/hugging-face-model-evaluation-security-incident/ https://fortune.com/2026/07/21/openai-says-ai-models-escaped-control-hacked-hugging-face/ SpaceX übernimmt Cursor für 60 Mrd. Dollar, 16. Juni 2026. https://www.cnbc.com/2026/06/16/spacex-spcx-cursor-acquisition-ipo.html Unitree-Börsengang, 19. August 2026, im Tagesverlauf bis +629 %. https://www.cnbc.com/2026/08/19/china-backflipping-robot-maker-unitree-jumps-shanghai-ipo.html Meta: seit April 2026 geschlossene Modelle, seit 10. August mit Muse Glimmer wieder ein offenes. https://ai.meta.com/blog/introducing-muse-spark-msl/ China und die Proteste gegen Rechenzentren: OpenAI bestätigt eine Einflussoperation, hält die Wirkung aber für gering. 71 % der Amerikaner lehnen Rechenzentren in ihrer Gemeinde ab. https://www.npr.org/2026/06/10/nx-s1-5844328/us-china-data-centers-foreign-influence Parzival Website Hol dir den WKK Newsletter!  Flo auf InstaFlo auf LinkedIn--- Die Veröffentlichungen auf dieser Website/in diesem Podcast sowie die darin erteilten Hinweise und gesetzten Links dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung, Anlageanalyse noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Insbesondere kann eine Anlage- oder sonstige Beratung dadurch nicht ersetzt werden. Die in den Veröffentlichungen enthaltenen Angaben basieren auf dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Ausarbeitung und können jederzeit ohne weitere Benachrichtigung geändert werden. Die Inhalte richten sich ausschließlich an natürliche Personen. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen, Informationsquellen, daraus resultierenden Haftungen oder Schäden jedweder Art übernommen. Eine Haftung für leicht fahrlässiges Verhalten wird jedenfalls ausgeschlossen.

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