Schnittstellen des Lebens - mit Barbara Messer

Barbara Messer

In diesem Podcast dreht sich alles um Persönlichkeitsentwicklung, Reflexion und die Kraft der eigenen Gedanken. Es ist eine Einladung zum Denken, Fühlen und Wachsen – ein Raum für ehrliche Selbstbetrachtung, inspiriert durch Geschichten, Erfahrungen und tiefgehende Gespräche. Besonders richtet sich dieser Podcast an Menschen, die sich selbst besser verstehen und weiterentwickeln möchten. Führungskräfte, Verantwortliche und alle, die den Mut haben, in den Spiegel zu schauen, finden hier Impulse für einen bewussten Umgang mit Integrität, Achtsamkeit und Aufrichtigkeit im Leben. Hinter dem Mikrofon steht Barbara Messer – Autorin, Coach und Trainerin mit einer tiefen Leidenschaft für Worte, Reflexion und persönliche Weiterentwicklung. Ihr unkonventioneller Werdegang, der von Theater über Pflege bis hin zur Persönlichkeitsentwicklung reicht, prägt ihre einzigartige Perspektive. Mit Tiefgang und Lebenserfahrung verbindet sie Theorie mit gelebter Praxis und lädt ihre Zuhörer:innen dazu ein, sich selbst ein Stück näher zu kommen.

  1. 12h ago

    046 Wissen, das zündet – Schluss mit langweiligen Vorträgen!

    Wissen, das zündet – Schluss mit langweiligen Vorträgen! Ich bin überzeugt: Es gibt kein Thema, das langweilig aufbereitet werden muss. Nicht die Kennzahlen eines Unternehmens, nicht die Pflegeversicherung und auch nicht der Schulunterricht. Trotzdem sitzen täglich unzählige Menschen in Vorträgen, Meetings und Seminaren und langweilen sich. Warum eigentlich? In dieser Folge stelle ich Heiko mein gemeinsam mit Dr. Stephen Wagner geschriebenes Buch **„Wissen, das zündet – Der letzte langweilige Vortrag“** vor. Ich erzähle von ungewöhnlichen Einstiegen, kleinen Effekten mit großer Wirkung, überraschenden Requisiten und der Kunst, aus alltäglichen Erlebnissen spannende Geschichten zu machen. Von meiner ersten Zahnspange und Rüdiger, von Fragen unter Stühlen, einem gründlich misslungenen Vortrag und davon, warum ich einmal auf der Bühne meine Stiefel geputzt habe. Wir sprechen über die typischen Fehler bei Präsentationen, über PowerPoint, Dramaturgie und die Frage, wie wir selbst trockene Themen so aufbereiten können, dass Menschen neugierig werden. Vor allem geht es mir um die Haltung hinter einem guten Vortrag. **Wer vor Menschen spricht, sollte seinem Thema Würde geben und sein Publikum lieben.** Denn Menschen schenken uns ihre Lebenszeit. Sie verdienen, dass wir sorgfältig mit ihr umgehen. Ich erzähle auch, warum meine eigenen Schulerfahrungen meinen Anspruch an guten Unterricht geprägt haben und weshalb ich mich selbst nach hunderten Vorträgen immer wieder gefragt habe: Wie kann ich es noch interessanter machen? Heiko hört zu. Wir sitzen früh am Morgen im Bett, und ich könnte über dieses Thema noch stundenlang sprechen. Am Ende bleibt ein Gedanke, der für mich das ganze Buch trägt: Wer andere berühren will, muss selbst berührt sein. Barbara Messer Buch: „Wissen, das zündet – Der letzte langweilige Vortrag“, gemeinsam mit Stephen

  2. 4d ago

    045 Liebeskummer – und plötzlich geht es um mich

    **Liebeskummer – und plötzlich geht es um mich** „Liebeskummer lohnt sich nicht, mein Darling, schade um die Tränen in der Nacht …“ So ungefähr geht das alte Lied. Aber ich bin ganz anderer Meinung. **Liebeskummer lohnt sich. Nicht, weil der Schmerz schön wäre, sondern weil wir an seiner Bewältigung wachsen können.** Heute habe ich die Druckfreigabe für mein neues Buch „Zurück zu dir – Ein Ratgeber bei Liebeskummer“ erteilt, das in der Edition Forsbach erscheint. Ein Buch, an dem ich lange gearbeitet habe. Ein Buch, in dem viele meiner eigenen Erfahrungen mit Liebe, Trennung, Sehnsucht und Schmerz stecken. Und ein Buch, das ich geschrieben habe, weil ich mir wünsche, dass Menschen ihren Liebeskummer ernst nehmen. Nicht einfach verdrängen. Nicht gleich die nächste Beziehung beginnen. Nicht den Schmerz mit Arbeit, Alkohol, Ablenkung oder endlosen Serien zudecken. Sondern hinschauen. Was tut da eigentlich so weh? Ist es die Zurückweisung? Die Enttäuschung? Die zerplatzte Vorstellung von einer gemeinsamen Zukunft? Oder berührt diese Trennung etwas, das viel älter ist als die Beziehung selbst? In dieser Podcastfolge spreche ich mit Heiko darüber, was Liebeskummer mit uns macht und warum ich glaube, dass er eine wertvolle Einladung sein kann, uns selbst besser kennenzulernen. Ich erzähle von meinen eigenen Trennungen, von einer Wahrsagerin, die ich in einer besonders verzweifelten Phase angerufen habe, von einer Sommerliebe, bei der wir lernen mussten, uns zu entlieben, und von einer tiefen Erkenntnis über meinen Großvater. Denn manchmal suchen wir in einer Liebesbeziehung etwas, das wir selbst noch gar nicht richtig verstanden haben. Sicherheit. Geborgenheit. Bestätigung. Das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Und manchmal verlieben wir uns nicht nur in einen Menschen, sondern auch in unsere Vorstellung davon, wer dieser Mensch sein könnte. Wir sprechen über Projektionen, Beziehungsmuster und die unbequeme Frage, welchen eigenen Anteil wir am Verlauf einer Beziehung hatten. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, uns für eine Trennung schuldig zu sprechen. Sondern darum, Verantwortung für unser eigenes Leben zu übernehmen und aus unseren Erfahrungen zu lernen. Ein wichtiger Begriff in meinem Buch ist die **Schmerzkraft**. Damit meine ich die Kraft, die entstehen kann, wenn wir Schmerz nicht verdrängen, sondern annehmen, durchleben und verarbeiten. Wenn wir feststellen, dass wir einen schweren Tag überstanden haben. Dass wir wieder lachen können. Dass wir plötzlich mit einer Freundin Eis essen und für eine Weile gar nicht traurig sind. Und dass wir irgendwann vielleicht sogar mit Güte auf einen Menschen zurückblicken können, von dem wir uns getrennt haben oder der uns verlassen hat. Heiko erzählt in unserem Gespräch, dass er 15 Jahre lang ohne Partnerschaft gelebt hat. Auch darüber sprechen wir: Was geschieht, wenn wir uns aus Angst vor einer erneuten Verletzung verschließen? Wie schützen wir uns, ohne unser Herz dauerhaft zu verschließen? Mein Buch möchte gerade in den ersten Stunden und Tagen nach einer Trennung helfen. Es enthält eine Art Erste-Hilfe-Kasten für akuten Liebeskummer, Anregungen zum Schreiben, zur Selbstreflexion und zur bewussten Auseinandersetzung mit der eigenen Beziehungsgeschichte. Aber es geht noch weiter. Es geht um die Frage, wer wir eigentlich sein möchten. Wie wir lieben wollen. Welche Beziehung wir uns wünschen. Und was wir selbst dazu beitragen können, dass eine neue Liebe anders und vielleicht wahrhaftiger wird. Ich habe dieses Buch im Hotel Artemis auf Mykonos begonnen und dort auch seine abschließende Fassung bearbeitet. Ein Ort, an dem ich mich geborgen und geschützt gefühlt habe und an dem ich Zeit hatte, mich mit meinen eigenen Erfahrungen auseinanderzusetzen. Heute sitzt Heiko neben mir. Und auch unsere Beziehung ist geprägt von der Bereitschaft, uns selbst und einander immer wieder ehrlich zu begegnen. Das ist der Weg, wie ich finde.

  3. Oct 15

    044 Das letzte Mal – Abschied von meinem Leben als Trainerin

    Das letzte Mal – Abschied von meinem Leben als Trainerin Wann hast du etwas zum letzten Mal getan? Meistens wissen wir es nicht. Wir erinnern uns an den ersten Kuss, die erste Reise, den ersten großen Auftritt. Aber wann haben wir einen Menschen zum letzten Mal gesehen? Wann haben wir etwas zum letzten Mal getan, das jahrzehntelang zu unserem Leben gehörte? Bei meinem letzten Seminar wusste ich es. Am 28. und 29. September 2026 habe ich meine letzten Crazy Days gegeben. Mein letztes Führungskräftetraining. Nach 27 Jahren als Trainerin, Coach und Speakerin. Und ich habe diese beiden Tage mit einer Intensität erlebt, die mich bis heute bewegt. Schon im März, beim Trainerkongress, hatte ich tief in mir gespürt: Das ist das letzte Mal. Ich schaute in die Gesichter der Teilnehmenden, experimentierte, irritierte, verstörte liebevoll und wusste, dass ich diese Bühne nun verlassen würde. In dieser Podcastfolge spreche ich mit Heiko darüber, was es bedeutet, einen Beruf loszulassen, den man geliebt und mit so viel Leidenschaft ausgeübt hat. Ich erzähle von meinem Kollegen Stefan Marolf, der mich eines Tages fragte, ob ich überhaupt noch Lust auf meine legendäre Wäscheleine hätte. Jene Methode, mit der ich über viele Jahre in unzähligen Seminaren gearbeitet hatte. Meine Antwort brachte mich zum Weinen. Und am Abend verbrannten wir die Wäscheleine. Ich nahm ihre Asche in einem Marmeladenglas mit. Ein kleines Abschiedsritual, das rückblickend der Beginn eines viel größeren Übergangs war. Wir sprechen über meine letzten Seminare, über die Materialien, die ich verschenkt habe, und über die wenigen Gegenstände, die mich weiterhin begleiten dürfen. Über mein Brett vom Kopf, meinen kleinen Schweinehund und die Geschichten, die an solchen Dingen hängen. Vor allem aber beschäftigt mich die Frage: **Wer bin ich, wenn ich nicht mehr Trainerin bin?** Ich habe in meinem Berufsleben unzählige Menschen begleitet. Habe Methoden entwickelt, Seminare ungewöhnlich gestaltet, Bücher geschrieben, Lehrende ausgebildet und immer wieder versucht, Menschen zum eigenständigen Denken zu ermutigen. Doch irgendwann habe ich bemerkt, dass ich mich selbst weiterentwickelt habe. Dass ich bestimmte Fragen nicht noch einmal beantworten möchte. Dass ich nicht mehr erklären will, wie man ein Flipchart gestaltet oder eine Methode mutig einsetzt. Nicht, weil diese Fragen unwichtig wären. Sondern weil ich inzwischen an einer anderen Stelle angekommen bin. Mich beschäftigt heute noch stärker, wie Menschen aufrichtig werden. Wie wir unseren eigenen Überzeugungen widersprechen können. Wie wir mit uns selbst und miteinander Frieden finden. Wie wir die Welt betrachten, ohne alles sofort in richtig und falsch, gut und schlecht einzuteilen. Und was wir tun können, damit Menschen nicht erst am Ende ihres Lebens erkennen, was sie versäumt haben. Meine beiden jüngsten Fachbücher waren für mich auch eine Art Vermächtnis meiner Arbeit als Trainerin. Vieles von dem, was ich über Jahrzehnte gelernt, erprobt und entwickelt habe, durfte dort seinen Platz finden. Jetzt möchte ich weitergehen. **Von der Trainerin zur Dissidentin. Von der Vermittlung von Methoden zur Auseinandersetzung mit Haltung.** Das bedeutet nicht, dass ich meine Vergangenheit hinter mir lasse, als wäre sie bedeutungslos geworden. Im Gegenteil. Ich bin unendlich dankbar für meine Lehrmeisterinnen und Lehrmeister, für Kolleginnen und Kollegen, für die vielen Menschen, die mit mir gelernt, experimentiert, gelacht und manchmal auch gerungen haben. Ich trage tausende Augenpaare in meiner Erinnerung. Und ich möchte die Wurzeln dranlassen. Heiko hört mir in diesem Gespräch zu. Er war bei meiner vorletzten Veranstaltung dabei und erlebt nun, wie ich mich von einer vertrauten Rolle verabschiede und mich auf ein neues Leben einlasse. Wir werden reisen. Ich werde schreiben. Ich werde weiterlernen, beobachten, hinterfragen und mit Worten arbeiten. Als Horizonautin, Dissidentin und Schriftstellerin.

  4. Oct 13

    043 Zwischen Manuskript und Meer

    **Zwischen Manuskript und Meer – mein Leben als Schriftstellerin** Am 12. Oktober um genau 17:19 Uhr habe ich mein Manuskript für mein neues Liebeskummerbuch abgeschickt. Von Mykonos nach Bamberg, zu meiner wunderbaren Verlegerin Beate Forsbach. Früher hätte ich einen Stapel Papier und eine Diskette in einen Umschlag gesteckt. Heute fliegt das Manuskript in wenigen Sekunden digital über die Alpen. Und schon kommt die Nachricht: Es ist angekommen! Ich sitze im Hotel Artemis auf Mykonos. In genau dem Zimmer, in dem ich vor einem Jahr drei Wochen lang allein geschrieben habe. Damals war dieses Zimmer mein Rückzugsort, meine Schreibwerkstatt, mein kleiner Leuchtturm über dem Meer. Heute bin ich wieder hier. Aber diesmal ist Heiko dabei. Drei Bücher hat er in den wenigen Monaten unseres Zusammenseins entstehen sehen. Er kennt inzwischen meine Schreibphasen, meine Scheuklappen, meine plötzlichen Gedanken und meine Freude, wenn ein Text endlich die Form gefunden hat, die ich gesucht habe. Und deshalb möchte ich heute mit ihm darüber sprechen, wie es eigentlich ist, mit einer Schriftstellerin zusammenzuleben. Was bekommt er davon mit, wenn ich stundenlang auf dem Bett sitze, im Schneidersitz, mit meinem Kniebrett und dem Laptop vor mir? Wenn ich auf das Meer schaue, nach Worten suche, Sätze ausprobiere, diktiere, wieder verwerfe und weiterschreibe? Was bedeutet es für ihn, wenn ich zwar körperlich anwesend bin, gedanklich aber gerade ganz woanders? Und was brauche ich eigentlich, damit ich schreiben kann? Wir sprechen über die besondere Atmosphäre eines Schreibortes, über die Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die mich geprägt haben, über Inspiration und Konzentration. Über die Muße, die es braucht, um Gedanken entstehen zu lassen. Und über die kleinen Dinge, die dabei plötzlich eine große Bedeutung bekommen. Sogar ein Zimmerschlüssel kann zu einem Symbol werden. Denn Schreiben ist für mich nicht einfach das Aneinanderreihen von Buchstaben. **Schreiben heißt für mich, länger zu denken. Tiefer zu graben. Nach Worten zu suchen für etwas, das in mir ist und nach draußen möchte.** Dafür brauche ich Zeit. Und ich brauche einen geschützten Raum, in dem ich nicht ständig aus meinen Gedanken herausgerissen werde. Heiko erzählt, wie er mich dabei erlebt und wie er gelernt hat, diesen Raum mit mir zu teilen, ohne ihn zu besetzen. Manchmal reicht eine kleine Berührung. Manchmal ist es das Schönste, wenn wir einfach nebeneinandersitzen und jeder bei sich sein darf. Wir sprechen auch darüber, wie ich zur Schriftstellerin geworden bin. Über meine Großmutter, meine Tante, die Buchhändlerin war, und über meine Kindheit in einer Familie, in der Bücher eine große Rolle spielten. Über die Geschichten, die mich geprägt haben, und über die Freude, selbst mit Sprache umgehen zu können. Und schließlich kommen wir zu der Frage, warum ich überhaupt schreibe. Vor knapp drei Jahren habe ich während eines Seminars etwas über mich erkannt, das mich bis heute tief bewegt: **Ich möchte Worte finden für das, was andere Menschen in sich tragen, aber selbst nicht ausdrücken können.** Worte, in denen sie sich wiederfinden. Worte, die berühren, trösten, aufrütteln, etwas verständlich machen oder einen neuen Gedanken ermöglichen. Das ist es, was mich antreibt. Deshalb schreibe ich Bücher. Deshalb ringe ich um Formulierungen, überarbeite meine Gedanken und freue mich, wenn jemand sagt: Genau das habe ich gefühlt, aber ich konnte es nicht sagen. Und natürlich steht nach der Abgabe eines Manuskripts bereits die nächste Frage im Raum: Welches Buch schreibe ich als Nächstes? Unsere große Reise steht bevor. Ich bin neugierig, welche Gedanken, Begegnungen und Erfahrungen unterwegs zu neuen Geschichten werden. Diese Podcastfolge ist ein Einblick in mein Leben als Schriftstellerin. In die Freude am Schreiben, in die Anstrengung, in die besonderen Schreiborte und in das Zusammenspiel von Liebe, Nähe und dem Bedürfnis nach Rückzug. Aufnahme aus Mykonos

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