3D-Druck Wissen, mit Torsten Wolschendorf

Torsten Wolschendorf

3D-Druck Wissen, der Podcast für die Industrie und den Mittelstand. Einfach für alle, die mehr aus der additiven Fertigung rausholen wollen. Ich bin Torsten Wolschendorf, Geschäftsführer und Inhaber der PROTOTEC GmbH & Co. KG. Ich komme aus dem Maschinenbau und habe in verschiedenen Branchen gearbeitet und bringe dieses Prozessverständnis heute direkt in die additive Fertigung ein. Im 3D-Druck erlebe ich täglich, wie viel Potenzial bei Unternehmen auf der Strecke bleibt, weil intern einfach das Anwendungswissen fehlt. Wo hat der 3D-Druck seine Stärken? Wie setzt man diesen richtig in der Serienfertigung ein? Welches Verfahren und Material passt zu welcher Anwendung? Wo liegen die echten Kostenfallen? Wann macht der 3D-Druck Sinn und wann eben nicht? Genau diese Fragen beantworte ich hier, mit echten Beispielen, die du direkt mitnehmen kannst. Für Konstrukteure, Ingenieure und alle, die wissen wollen, was wirklich hinter der Technologie steckt. Im 3D-Druck heißt es Layer by Layer, und genau so baust du hier Episode für Episode dein Anwenderwissen auf. Einfach abonnieren und direkt loslegen. PROTOTEC GmbH & Co. KG: https://prototec.de LinkedIn Torsten Wolschendorf: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf

  1. 1d ago

    #014 3D-Druck statt Werkzeug: Früher starten, früher verdienen

    #3DDruck #TimeToMarket #3DDruckWissen Wer auf das Spritzgusswerkzeug wartet, bevor er sein Produkt launcht, verliert zweimal: Zeit und Kapital. In dieser Episode geht es darum, warum Geschwindigkeit in der Produktentwicklung mehr wert ist als Perfektion, und wie 3D-Druck konkret dabei hilft, früher an den Markt zu kommen. Takeaways * 8 Wochen früher am Markt bedeuten bei einem Produkt mit 500.000 Euro Jahresumsatz rund 77.000 Euro mehr verdient, plus 30.000 Euro eingesparte Werkzeugkosten. * 3D-Druck ersetzt kein Spritzgusswerkzeug dauerhaft. Er überbrückt die Vorlaufzeit und ermöglicht, das spätere Werkzeug aus dem bereits verdienten Produktumsatz zu zahlen. * First Mover sind nicht die Perfekten, sondern die Schnellen. Flex, Tempo, OpenAI: Wer zuerst da ist, setzt die Marke. Chapters * 00:00 Einleitung und Event-Kontext * 01:56 Die Nächste-Woche-Montag-Falle * 03:40 Transfer in die Business-Welt * 06:03 Warum starten die meisten zu spät? * 07:36 3D-Druck als Beschleuniger im Serienprozess * 08:54 Die Rechnung: 500.000 Euro Jahresumsatz und 8 Wochen Verzögerung * 10:22 First-Mover-Vorteil und Markenaufbau * 11:40 Saisonale Produkte früher launchen * 13:26 Kapital früher verdienen und reinvestieren * 14:28 Das Werkzeug aus dem Produktumsatz finanzieren * 15:58 Wann 3D-Druck nicht das richtige Mittel ist * 16:51 80 Prozent Serienumsatz: Was die Praxis zeigt * 17:18 Fazit: Früher starten, früher verdienen * 21:29 CTA und Verabschiedung FAQ * Wann lohnt es sich, statt Spritzguss auf 3D-Druck zu setzen? Wenn die Werkzeug-Vorlaufzeit länger ist als der Marktvorteil, den Warten bringt. Bei neuen Produkten und kleineren Stückzahlen ist 3D-Druck fast immer die schnellere Wahl. * Sind 3D-Druckteile nicht teurer als Spritzgussteile? Im reinen Stückpreis oft ja. Aber wer Werkzeugkosten, Iterationskosten und entgangenen Umsatz einrechnet, kommt in der Anlaufphase häufig auf ein anderes Ergebnis. * Kann ich ein Produkt mit 3D-Druckteilen bereits vermarkten? Ja. Marketing aufbauen, erste Kunden gewinnen, Feedback sammeln, Social Media bespielen. Das Werkzeug kommt, wenn die Marktnachfrage bewiesen ist. Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/

  2. Sep 6

    #013 Serienteile und Endanwendungen im 3D-Druck

    #3DDruck #Serienfertigung #3DDruckWissen Die meisten fragen mich noch heute, ob 3D-Druck überhaupt für die Serie geeignet ist. Dabei machen wir bereits 80 Prozent unseres Umsatzes mit Serien- und Endanwendungsteilen, nicht mit Prototypen. In dieser Folge erkläre ich, was ein Serienteil wirklich auszeichnet, wann sich 3D-Druck gegenüber Spritzguss und Fräsen lohnt und wo die echten Grenzen liegen. Takeaways Ein Serienteil hat andere Anforderungen als ein Prototyp: Wiederholgenauigkeit, zertifiziertes Material, QSV-Vereinbarungen und Materialkonformitäten sind Pflicht, kein Nice-to-have.Werkzeugkosten fehlen in den meisten Wirtschaftlichkeitsvergleichen komplett, weil sie auf der falschen Kostenstelle landen. Das verzerrt das Ergebnis systematisch zugunsten klassischer Verfahren.Serienreife beginnt beim Bauteildesign. Wer erst am Ende des Entwicklungsprozesses an 3D-Druck denkt, verschenkt die größten Einsparungen. Chapters 00:47 Intro und Hinweis: AM Innovation 202601:30 Prototyp oder Serienteil? Warum der Unterschied zählt03:37 3D-Druck als etabliertes Serienverfahren05:12 Serienanforderungen: QSV, REACH, RoHS und Materialkonformität06:55 Verfahren oder Material zuerst wählen?10:08 DfAM: Warum der Zeitpunkt in der Konstruktion entscheidet14:00 Endanwendung am Beispiel: Konturnahe Kühlung15:38 Wirtschaftlichkeit: Der unfaire Vergleich mit Spritzguss17:04 Mindestmengen, Lagerkosten und Zeit bis zum Markt22:32 Praxisbeispiele: Prothetische Hand und SLS-Abdeckungen28:06 Grenzen: Oberflächen, Toleranzen, Materialäquivalenz33:05 Fazit und Anforderungsanalyse34:58 Serienreife beginnt beim Bauteildesign35:31 DfAM-Beispiel: Vakuumsauger und Total Cost of Ownership37:07 Muster anfragen und Beratungsgespräch FAQ Was unterscheidet einen Prototyp von einem Serienteil im 3D-Druck? Ein Prototyp beantwortet eine Entwicklungsfrage. Ein Serienteil muss dauerhaft Anforderungen erfüllen: Wiederholgenauigkeit, zertifiziertes Material und QSV sind Pflicht.Welche 3D-Druckverfahren eignen sich für die Serienfertigung? SLS ist das einzige supportfreie Verfahren und damit geometrisch sehr flexibel. Carbon DLS liefert spritzgussnahe Eigenschaften. Resin-Verfahren punkten bei glatten Oberflächen. FDM eher für Betriebsmittel.Wann lohnt sich 3D-Druck gegenüber Spritzguss in der Serie? Bei kleinen bis mittleren Stückzahlen, häufigen Produktänderungen und wenn Werkzeugkosten wirtschaftlich nicht sinnvoll sind.Warum werden 3D-Druck-Preise oft unfair mit Spritzguss verglichen? Werkzeugkosten landen in vielen Unternehmen auf Entwicklungskostenstellen und tauchen im Stückpreisvergleich nicht auf. Der Vergleich ist damit strukturell verzerrt.Was bedeutet Serienreife im 3D-Druck konkret? Serienreife entsteht beim Konstruieren, nicht beim Drucken. Funktionsintegration und DfAM von Anfang an machen den Unterschied. Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/

  3. Aug 30

    #012 Seriennahe Prototypen im 3D-Druck: Was muss ein Prototyp eigentlich beweisen?

    #Prototypen #3DDruck #Serienfertigung In dieser Folge geht es um eine Frage, die viele Entwicklungsabteilungen nie explizit stellen: Was muss ein Prototyp eigentlich beweisen? Ich erkläre die drei Ebenen der Seriennähe und warum die Antwort auf diese Frage darüber entscheidet, ob du mit deinem Prototyp etwas wirklich qualifizierst, oder nur etwas anfasst. Takeaways Seriennahe Prototypen gibt es auf drei Ebenen: geometrisch, mechanisch und prozessseitig. Wer diese Ebenen nicht bewusst wählt, testet am falschen Objekt.Mechanische Seriennähe braucht Materialvielfalt. Mit PLA und einem FDM-Drucker lässt sich kein IP65-Test, kein Dauertest und kein Vibrationstest seriös qualifizieren.Wer mechanische Tests im 3D-Druck erfolgreich abschließt, hat damit oft schon den Grundstein für einen späteren Serienprozess ohne Werkzeugkosten gelegt. Chapters 00:00:46 Intro und Hinweis: AM Innovation Days 8.9.202600:01:42 Thema: Seriennahe Prototypen, was steckt dahinter?00:02:44 Ebene 1: Geometrische Seriennähe00:04:45 Ebene 2: Mechanische Seriennähe00:06:29 Materialvielfalt für mechanische Tests: EPU, Dichtungen, IP65, Rüttelplatte00:10:28 Ebene 3: Prozessseriennähe00:12:09 Wenn mechanische Tests gelingen: 3D-Druck als Serienprozess00:14:10 Skalierungsrisiko und Werkzeugkosten im aktuellen Markt00:18:11 Die 80/20-Logik im Prototyping00:20:43 FDM ist nicht alles: Was interne Drucker nicht leisten können00:21:22 Was ein Fehler wirklich kostet: 1 Euro, 10 Euro, 100 Euro00:22:49 Abschluss und Kontakt FAQ Reicht ein FDM-Drucker für seriennahe Prototypen? Für geometrische Tests meistens ja. Für mechanische Seriennähe nein. Festigkeit, Steifigkeit und Beständigkeiten lassen sich mit Standard-FDM nicht zuverlässig abbilden.Wann macht mechanische Seriennähe im 3D-Druck Sinn? Immer wenn ein Prototyp qualifiziert werden soll: IP65-Tests, Vibrationstests, Dauertests oder Medienbeständigkeit. Wer dabei ein anderes Material einsetzt als später in der Serie, testet an der falschen Grundlage.Was kosten Fehler, die erst spät entdeckt werden? In der Zeichnung: 1 Euro. Im Werkzeug: 10 Euro. In der laufenden Serie: 100 Euro. Je seriennäher der Prototyp, desto früher tauchen Fehler auf und desto günstiger ist die Korrektur. AM Innovation Days 8.9.2026 in Attendorn: https://prototec.de/am-innovation-day-2026 Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/

  4. Aug 23

    #011 Betriebsmittel mit 3D-Druck: Verborgenes Potenzial erkennen und nutzen

    #Betriebsmittel #3DDruckWissen #3DDruck Betriebsmittel, Vorrichtungen und Hilfsmittel aus dem 3D-Druck gehören zu den am meisten unterschätzten Potenzialen in der Fertigung. Ich zeige in dieser Folge, wie ihr solche Anwendungen im eigenen Betrieb findet, wie ihr sie bewertet und wie ihr von der Idee zur fertigen Lösung kommt. Mit zwei Beispielen aus unserem eigenen Betrieb und einem konkreten Kundenfall. Takeaways Wer nach einem Standardteil sucht, bekommt oft nur eine 80-Prozent-Lösung. Eine konstruierte 3D-Druck-Lösung trifft den Idealzustand — und der Aufwand dafür ist geringer, als die meisten denken.Das Signal für ungenutztes Betriebsmittelpotenzial ist eindeutig: Klebeband, Kabelbinder, Draht oder Pappe als Provisorium zeigen, dass eine echte Lösung fehlt.Wer intern keine Konstruktionskapazität hat, braucht trotzdem nicht auf das Potenzial zu verzichten. Eine Handskizze mit Maßen reicht als Ausgangspunkt. Chapters 00:00 Intro00:46 Thema: Betriebsmittel und ihr Potenzial01:21 Wie lange sucht ihr wirklich?02:56 Praxisbeispiel: Druckluftpistolen-Halter05:35 Praxisbeispiel: Gerätehalter im Vakuumguss06:19 80 Prozent vs. 100 Prozent: Warum Standardteile nicht reichen17:00 Kundenbeispiel: Kupferrohr-Wickelmaschine19:47 Wie erkenne ich Betriebsmittelpotenzial?20:13 Das Klebeband-Signal: Provisorien als Hinweis24:29 Konstruieren oder recherchieren?26:27 Die richtigen Ansprechpartner im Betrieb29:10 Bewertung: Aufwand vs. Mehrwert31:06 Intern oder extern — wer macht das?31:35 Handskizze reicht: Was wir übernehmen können32:52 Wissen im Betrieb kommunizieren36:18 Workshop-Angebot und externe Unterstützung39:15 Fazit FAQ Lohnt sich 3D-Druck für Betriebsmittel nur bei eigenem Drucker? Nein. Auch wer extern beauftragt, profitiert. Die Konstruktion kann intern oder durch den Dienstleister erfolgen. Die Lieferzeit ist etwas länger als bei internem Druck, dafür entfallen Materialwissen, Maschinenpflege und Anlernaufwand komplett.Wie erkenne ich, wo 3D-Druck im Betrieb sinnvoll ist? Überall dort, wo Klebeband, Kabelbinder, Draht oder Pappe als Notlösung eingesetzt werden. Auch Bereiche, in denen Mitarbeiter sich dauerhaft über die gleichen Abläufe ärgern, sind ein klares Signal.Muss ich CAD-Dateien liefern, um loszulegen? Nein. Eine Handskizze mit Maßen reicht als Ausgangspunkt. Die Konstruktion kann auf Anfrage mit übernommen werden.Wann ist FDM die richtige Wahl, wann SLS? FDM eignet sich für schnelle Funktionstests und einfache Geometrien. SLS in PA12 ist besser bei dünnen Wanddicken, höherer Belastung oder wenn die Lösung dauerhaft im Einsatz bleibt.Was ist der wirtschaftliche Vorteil, wenn das gedruckte Teil teurer ist als ein Standardteil? Der Vergleich ist nicht Teil gegen Teil, sondern Prozess gegen Prozess. Stunden für Recherche, eine Kompromisslösung, die wiederkehrende Problemstelle, das sind echte Kosten, die selten bewertet werden. Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/

  5. Aug 16

    #010 3D-Druck in der Stanz- und Umformtechnik: 5 Anwendungen, die kaum jemand kennt

    #3DDruckWissen #3DDruck #Umformtechnik 3D-Druck und Stanz- und Umformtechnik klingt erstmal nach einer unwahrscheinlichen Kombination. In dieser Folge zeige ich, warum es fünf konkrete Bereiche gibt, in denen 3D-Druck für Stanz- und Umformbetriebe echten Mehrwert liefert. Und warum die meisten dieser Betriebe das noch gar nicht wissen. Takeaways * Für die eigentlichen Stanz- und Schneidwerkzeuge ist 3D-Druck nicht geeignet. Scherkräfte, Schnittkräfte und Toleranzanforderungen übersteigen die Möglichkeiten der heute verfügbaren Materialien. * Rund ums Werkzeug gibt es fünf Bereiche, in denen 3D-Druck konkret Zeit und Geld spart: Werkzeughalter, Messvorrichtungen, Biegeprozesse mit komplexen Konturen, Sicken und direkte Blechprototypen. * Wer vor dem ersten Werkzeugeinlauf kein SLS-Teil zur Vorbereitung des Messprogramms nutzt, verschenkt mehrere Stunden Maschinenzeit bei jedem neuen Werkzeug. Chapters * 00:00 Intro * 01:06 Ankündigung: AM Innovation Days 8.9.2026 in Attendorn * 02:07 Thema: 3D-Druck in der Stanz- und Umformtechnik * 03:02 Bereich 1: 3D-gedruckte Halter, Auswerfer und Sensorik im Werkzeug * 04:12 Bereich 2: Messvorrichtungen fur taktile Messmaschinen * 08:48 Messprogramme vorab schreiben mit dem SLS-Druckteil * 11:03 Was ein 3D-Druckteil hier wirklich spart * 13:26 Bereich 3: Prototypenwerkzeuge fur Biegeprozesse * 17:03 Bereich 4: Sickenwerkzeuge und Versteifungsgeometrien * 20:01 Bereich 5: Blechteile direkt drucken * 21:35 Automobilbereich: Verbautests und Plattformvarianten * 22:43 Fazit: Wo 3D-Druck wirklich Sinn macht * 25:42 Outro FAQ * Kann man Stanzwerkzeuge aus dem 3D-Drucker herstellen? Nein, nicht fur den aktiven Stanz- und Schneidprozess. Scherkrafte und Toleranzanforderungen sind zu hoch. Sinnvoll sind hingegen Werkzeughalter, Sensoraufnahmen und Auswerfer innerhalb des Werkzeugs, die schwer zu fransen waren. * Welches 3D-Druckverfahren eignet sich fur Messvorrichtungen im Stanz- und Umformbereich? SLS ist hier das Mittel der Wahl. Es liefert maasshaltige, formstabile Teile ohne Stutzstrukturen, die als Aufnahme und Positionierhilfe fur komplexe Umformteile auf taktilen Messmaschinen geeignet sind. * Ab welcher Blechdicke funktionieren 3D-gedruckte Biegewerkzeuge? Erfahrungswerte liegen im dunnen Blechbereich bis etwa 1,5 bis 2 Millimeter, material- und geometrieabhangig. Bei einfachen Biegungen reichen Kunststoffwerkzeuge. Fur Sicken und hohere Stuckzahlen empfehlen sich Metallwerkzeuge, die bis auf 54 HRC gehartet werden konnen. * Was kostet ein 3D-gedrucktes Biegewerkzeug? Je nach Grosse und Komplexitat liegen die Kosten fur einfache Werkzeuge im Bereich von 100 bis 300 Euro. Im Vergleich zu den Stillstandskosten einer Stanzmaschine fallt das kaum ins Gewicht. AM Innovation Days — 8.9.2026 in Attendorn, kostenlos, Anmeldung erforderlich: https://prototec.de/am-innovation-day-2026 Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/

  6. Aug 9

    #009 3D-gedruckte Spritzgussformen: Prototypen Spritzguss Formen und Lost Molds

    #3DDruckWissen #3DDruck #Spritzguss In dieser Folge spreche ich über gedruckte Spritzgusswerkzeuge für kleine Stückzahlen. Es geht um MSLA-Formen aus keramisch gefülltem Kunststoff, wasserlösliche Einleger für Hinterschnitte und den Lost-Mold-Prozess für das Spritzen ohne Entformungsschrägen. Kein Ersatz für klassische Serienwerkzeuge, aber eine echte Alternative in der Prototypen- und Qualifizierungsphase. Takeaways * Gedruckte MSLA-Werkzeuge aus keramisch gefülltem Material ermöglichen 20 bis 50 Abschüsse mit dem Originalwerkstoff, ohne ein teures Prototypenwerkzeug bauen zu müssen. * Wasserlösliche Einleger ersetzen klassische Schieber im Prototypenwerkzeug und lösen sich nach dem Spritzen einfach in Wasser auf. * Mehrere Geometrievarianten lassen sich beim MSLA in einem einzigen Druckjob parallel fertigen. Die Druckzeit ist identisch, die Kosten verteilen sich auf alle Varianten. Chapters * 00:00:46 Intro und Thema der Folge * 00:02:06 3D-Druck und Spritzguss: kein Widerspruch * 00:03:58 Welche Materialien kommen für gedruckte Werkzeuge in Frage? * 00:06:21 MSLA: alle Variantenformen parallel in einem Druckjob * 00:08:02 Ablauf am Spritzguss: Einrüsten, Füllstudie, Variantenwechsel * 00:09:25 Hinterschnitte ohne Schieber: wasserlösliche Einleger * 00:13:57 Kosten und Lieferzeit in der Praxis * 00:15:21 Lost Mold: Spritzen ohne Entformungsschrägen * 00:17:54 Größenbereich und Grenzen: bis ca. 100 mm Teillänge * 00:19:27 Direktvergleich: gedruckte Formen vs. gefräste Werkzeuge bei Varianten * 00:20:45 Fazit und Empfehlung FAQ * Was ist der Unterschied zwischen keramisch gefüllten Werkzeugen und wasserlöslichen Formen? Keramisch gefüllte MSLA-Werkzeuge sind wiederverwendbar und liefern 20 bis 50 Abschüsse im Originalwerkstoff. Wasserlösliche Lost-Mold-Formen sind Einwegwerkzeuge für genau einen Schuss, ermöglichen aber Geometrien ganz ohne Entformungsschrägen. * Für welche Teilegröße eignen sich gedruckte Spritzgussformen? Erfahrungsgemäß gut bis zu einer Teillänge von ca. 100 mm. Bei größeren Bauteilen fehlt meist der Kostenvorteil gegenüber gefrästen Werkzeugen. * Wann lohnt sich das gegenüber einem Aluminium-Prototypenwerkzeug? Immer dann, wenn mehrere Geometrievarianten unter Originalmaterial getestet werden sollen oder geringe Stückzahlen für Qualifizierungs- und Zulassungstests benötigt werden. * Kann jeder Spritzgusswerkstoff in gedruckten Formen verarbeitet werden? Nicht jeder. Keramisch gefüllte MSLA-Formen halten aber schon Materialien wie PA6 GF30 aus. Hochtemperatur Sondermaterialien stoßen an die Grenzen der Werkzeugstandzeit. Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/ Zum Event AM-Innovation Day 2026: https://prototec.de/am-innovation-day-2026

  7. Aug 2

    #008 Wie ersetze ich meinen Spritzguss-Werkstoff im 3D-Druck? So findest du das richtige Material

    #3DDruckWissen #3DDruck #Werkstofftechnik Technische Datenblätter vergleichen klingt einfach. Ist es aber leider nicht. Wer einen PA6 GF30 aus dem Spritzguss sucht und im 3D-Druck nach genau diesem Namen fragt, wird enttäuscht. Wer stattdessen fragt, welche Eigenschaften er wirklich braucht, findet fast immer eine Lösung. Takeaways - Datenblätter aus dem Spritzguss und dem 3D-Druck sind nicht direkt vergleichbar. ISO vs. ASTM, konditioniert vs. trocken, Streckdehnung vs. Bruchdehnung: Wer das nicht unterscheidet, vergleicht Äpfel mit Birnen. - HDT A, HDT B und Glasübergangstemperatur messen grundlegend verschiedene Dinge. Wer Wärmebeständigkeit pauschal liest, unterschätzt oder überschätzt seinen Werkstoff. - Die richtige Frage ist nicht: Welchen Werkstoff brauche ich? Sondern: Welche Eigenschaften muss mein Bauteil unter welchen Bedingungen erfüllen? Chapters - 00:00:47 Intro: Warum Datenblätter ein ständiges Beratungsthema sind - 00:01:12 Das Problem: Spritzguss-Werkstoffe haben keine 1:1-Entsprechung im 3D-Druck - 00:02:45 Die entscheidende Frage: Was brauchst du wirklich? - 00:06:26 Anekdote: Werkstoff in der Zeichnung, dessen Ursprung niemand mehr kennt - 00:08:50 PA6 und PA12 im Vergleich: ähnlicher als erwartet - 00:09:12 HDT A und B: Was Warmformbeständigkeit wirklich misst - 00:14:45 Konditioniert vs. trocken: Wie Feuchtigkeit Kennwerte verändert - 00:17:01 Faserorientierung: Gleiche Effekte im Spritzguss und im 3D-Druck - 00:20:27 Schmelztemperatur vs. Glasübergangstemperatur - 00:24:48 Resin-Werkstoffe: PU, Acrylat, Epoxid und die Rolle der Tg - 00:28:39 Dehnungswerte: Streck-, Bruch- und Biegedehnung erklärt - 00:34:11 Konkrete Werkstoffvergleiche: PP, PA6 und Vakuumguss-Alternativen - 00:35:40 Warum Verfahrens- und Werkstoffbreite kein Zufall ist - 00:36:00 3D-Druck in Medizintechnik und Automobil - 00:37:05 Unsere Realität: 80 % Serien- und Endanwendungen - 00:37:48 Fazit: Anforderungen analysieren statt Werkstoff fordern FAQ - Was ist der Unterschied zwischen HDT A und HDT B? HDT A wird mit 1,8 MPa geprüft, HDT B mit 0,45 MPa. Beide messen die Temperatur, bei der ein Prüfstab 0,32 mm durchbiegt. Ohne Kenntnis der Prüfbedingung ist ein Vergleich wertlos. - Was bedeutet konditioniert bei Polyamid-Datenblättern? Das Material hat vor der Prüfung Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufgenommen. Das verändert mechanische Eigenschaften teils um 30-40 %. Viele Datenblätter weisen das nicht klar aus. - Was ist der Unterschied zwischen Streckdehnung und Bruchdehnung? Streckdehnung ist der elastische Bereich: Das Bauteil kehrt nach Entlastung zurück. Bruchdehnung ist das vollständige Versagen. Diese Werte können sich drastisch unterscheiden und werden von Herstellern nicht einheitlich angegeben. Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/

  8. Jul 26

    #007 Eigenschaften entscheiden, nicht der Materialname | Interview mit Andreas Wegner

    #3DDruckWissen #3DDruck #SLS3DDruck Andreas Wegner ist Gründer von AM-Polymers und entwickelt seit 18 Jahren Pulvermaterialien für das Lasersintern. Er betreibt selbst fünf SLS-Anlagen. Thema: das 1-zu-1-Problem bei der Materialauswahl, Datenblatt-Werte die in der Praxis nicht reproduzierbar sind und der Unterschied zwischen kristallinen und amorphen Kunststoffen. Takeaways SLS-Materialien sind keine Pendants zu Spritzguss-Werkstoffen. Gleicher Name, andere Chemie, anderes Prozessverhalten, andere Bauteilkennwerte. Viele Datenblätter zeigen Werte, die am Bauteil nicht reproduzierbar sind. Wer die eigenen Werte kennt, hat einen echten Qualitätsvorteil. Der Mehrwert von 3D-Druck liegt nicht im Preiskampf gegen den Spritzguss, sondern in Flexibilität, Variantenvielfalt und dem Wegfall von Werkzeugkosten. Chapters 00:00 Intro und Begrüßung 00:47 Vorstellung: Andreas Wegner und AM Polymers 01:24 Warum schon 2014 Materialentwicklung für SLS? 02:31 Warum SLS und nicht Spritzguss-Material? 04:47 SLS vs. FDM: Schichtanbindung und Bauteilqualität 06:10 Das Materialportfolio: 8 Polymere, 30+ Produkte 06:57 Das 1-zu-1-Problem: SLS-Material ist kein Spritzguss-Pendant 11:24 Anforderungen statt Materialnamen 14:24 Prozessparameter und ihr Einfluss auf Bauteilkennwerte 17:49 Warum AM Polymers Startparameter für verschiedene Maschinen liefert 22:46 SLS-Pulver als Filament: Was technisch dagegen spricht 23:35 Kristallin vs. amorph: Der entscheidende chemische Unterschied 29:17 Datenblatt-Wahrheit: Welche Werte sind reproduzierbar? 34:44 Bewusst langsamer: Qualität vor Geschwindigkeit 36:35 Überkapazitäten, Preisdruck und Bauteilqualität 38:04 Der echte Mehrwert des 3D-Drucks gegenüber Spritzguss 41:29 Variantenvielfalt und sinkende Stückzahlen als SLS-Chance 43:35 Desktop-SLS: Chance oder Risiko? 49:28 Große vs. kleine Maschinen: Handling und Wirtschaftlichkeit 54:42 Ausblick: Nächste 2 bis 3 Jahre im SLS-Markt 58:41 Kontakt zu Andreas Wegner / AM Polymers FAQ Was unterscheidet SLS-Materialien von FDM-Materialien, auch wenn beide PA12 heißen? Im SLS werden teilkristalline Kunststoffe mit definiertem Schmelzpunkt benötigt. FDM-Materialien sind meist amorph, optimiert für geringen Schrumpf und Haftung auf der Bauplattform. Warum sind Datenblätter für SLS-Materialien oft nicht realitätsnah? Viele zeigen Spritzguss-Rohmaterialwerte oder Messwerte unter optimierten Bedingungen. Schichtstärke, Hatchabstand, Packdichte und Auffrischrate beeinflussen die Bauteilkennwerte erheblich. Wann macht Desktop-SLS Sinn, wann nicht? Für kleine Bauteile, geringe Stückzahlen und maximale Materialflexibilität ist er sinnvoll. Für großen Durchsatz und niedrige Stückkosten sind größere Anlagen bei voller Auslastung im Vorteil. Gastlinks: AM Polymers Webseite: https://www.am-polymers.de AM Polymers LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/andreas-wegner-60a3681ab/ Link zur Webseite: https://prototec.de LinkedIn Profil: https://de.linkedin.com/in/torsten-wolschendorf Instagram: https://www.instagram.com/prototecattendorn/

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