Was, wenn's gut wird?

Anna J. Haushofer

„Was, wenn's gut wird?" ist eine Frage, die ich mir viel zu selten stelle. Wir neigen dazu, grundsätzlich mal eher von Worst-Case-Szenarien auszugehen. Aber was ist denn eigentlich, wenn's gut wird? Wenn ich es jetzt in der Hand habe, es gut werden zu lassen? Und wie gelingt mir das? Hier teile ich Geschichten. Meine und die all jener Menschen, die mit mir ins Gespräch gehen. Geschichten von dir und mir - die "kleinen" Geschichten, die sonst nicht so viel Sichtbarkeit, Gehör und Raum bekommen. Und ganz viel Gedankensalat. Alle 14 Tage eine neue Folge. Putting my heart and soul out there.

  1. Oct 19

    Was ist dein Traum? Und warum ist es so schwer, ihn auszusprechen? Oder auch: Ich wollte immer schon Geschichten erzählen.

    „Was ist dein Traum?“ Eigentlich eine ganz einfache Frage. Und trotzdem hat sie mich irgendwie kalt erwischt. Ende September war ich zwei Tage auf einer Veranstaltung, bei der es unter anderem darum ging, den eigenen Traum zu definieren, ihn größer zu denken und irgendwann auch ins Tun zu kommen. Und als ich dort meine Antwort auf eine Serviette geschrieben hatte, wurde ich von einem völlig fremden Menschen direkt gefragt: Was ist dein Traum? Tja. Und plötzlich war mir mein eigener Traum ziemlich unangenehm. Warum eigentlich? Glaube ich nicht genug daran, dass er wahr werden kann? Nehme ich ihn selbst nicht ernst genug? Oder ist es einfach verdammt schwierig, etwas auszusprechen, das einem wirklich wichtig ist? In dieser Folge erzähle ich dir, was mein Traum mit einem Ikigai-Kurs, der kleinen Anna und meiner ziemlich großen Liebe zu Geschichten und Gesprächen zu tun hat. Warum ich glaube, dass wir uns durch die Geschichten, die wir miteinander teilen, näherkommen. Und was ich eigentlich am liebsten tun würde, wenn Geld und Zeit keine Rolle spielen würden. Außerdem stelle ich mir die Frage, was ich eigentlich tun würde, wenn ich wüsste, dass ich nicht scheitern kann. Und was ich heute schon machen könnte, um meinem Traum zumindest ein kleines Stück näherzukommen. Manchmal ist es ja gar nicht notwendig, gleich das ganze Leben umzukrempeln. Vielleicht reicht es fürs Erste, sich wieder daran zu erinnern, was man eigentlich gerne tut. Und ich war einfach schon immer ein Kaffeehauskind. Ich hab jedenfalls einen kleinen Plan für diese Woche. Und ich freu mich, wenn du mich dabei begleitest. Und jetzt liegt natürlich eine Frage auf der Hand: Was ist dein Traum? Und was würde sich verändern, wenn du ihn wirklich ernst nehmen würdest? Wenn du Lust hast, mit mir über dich und deine Geschichte zu sprechen, freu ich mich übrigens auch sehr. Melde dich gerne: waswennsgutwird.derpodcast@gmail.com ❤️

  2. Oct 5

    Aktuell geht sich bei mir einfach nicht alles aus.

    Aktuell geht sich bei mir einfach nicht alles aus. Ich arbeite momentan deutlich mehr als meine vereinbarten 35 Stunden. Nicht unbedingt, weil ich das Gefühl habe, dass ich muss oder das von mir verlangt wird, sondern weil mir die neue Rolle gerade wirklich taugt, ich viel Freude daran habe und da auch richtig viel zu tun ist. Und gleichzeitig bin ich halt nicht nur berufstätig. Ich bin wochenweise alleinerziehend, habe Mental Load, Carearbeit, Haushalt, Besorgungen, kranke Kinder und irgendwie hätte ich auch gerne noch ein bisschen Leben da draußen. Freundinnen und Freunde sehen. Menschen treffen. Zeit haben. Räumen. Mal einen neuen Esstisch kaufen (nachdem ich meinen alten vor drei Monaten verkauft habe, ohne direkt Ersatz zu haben). Leichtigkeit. Und genau die kommt gerade ziemlich kurz. Was mich dabei fast am meisten beschäftigt: Eigentlich hätte ich teilweise sogar die Zeit. Aber ich habe nicht die Kapazität. Ich schaffe es gerade nicht, mich bei Menschen zu melden, die mir wirklich wichtig sind. Ich lese Nachrichten und denke mir „Ich antworte später“ – und dann vergehen Tage. Manchmal Wochen. Und das bin eigentlich überhaupt nicht ich. Gleichzeitig hängt meine Wäsche seit eineinhalb Wochen am Wäscheständer, der Geschirrspüler wartet halb eingeräumt darauf, dass ich ihn endlich einschalte und irgendwo zwischen Arbeit, Kindern und allem anderen frage ich mich: Wie machen das eigentlich andere? Mein Kopf ist gerade zu voll und gleichzeitig fühle ich mich tageweise sehr leer. Dementsprechend eine knackige Folge, in der ich dich ein bisschen in mein gerade ziemlich dichtes Leben mitnehme. „Und wenn es sich nicht ausgeht, war es eine Erfahrung.“ Vielleicht ist das genau das, was ich gerade selbst hören muss. Schau ma mal, dann seng ma scho.

  3. Sep 7

    Part II: 48 Stunden Stille - ein Wochenende im Schweigekloster

    48 Stunden Stille. Kein Handy. Keine Nachrichten. Keine äußeren Reize. Dafür viele Gedanken. In Teil 2 meines Wochenendes im Schweigekloster nehme ich euch wieder mit in mein „Tagebuch“ – und damit direkt in meinen Kopf.  Ich dachte ursprünglich, ich würde mich hier vor allem mit meiner beruflichen Zukunft auseinandersetzen. Spoiler: So richtig viel Raum bekommt das Thema dann gar nicht. Und vielleicht ist genau das auch schon eine Antwort. Stattdessen geht es um den Drang, ständig irgendetwas erledigen zu müssen, darum, was eigentlich „einfach da sein“ bedeutet und warum selbst Fotos aussortieren oder eine Einkaufsliste schreiben plötzlich verdächtig nach Produktivität aussieht. Und natürlich geht es auch wieder ums Dating und darum, ob ich mich auf etwas einlassen möchte, das sich gerade gut anfühlt … obwohl ich ursprünglich gar nicht auf der Suche war. Dazwischen: Würstelbuffet im Kloster, ein gelber Ohrensessel, ein alter Vision- und Wunsch-Zettel und sehr viele Gedanken. Kein „Ich fahre ins Schweigekloster und komme mit allen Antworten zurück“. Eher die Erkenntnis, dass ich vielleicht gar nicht auf jede Frage sofort eine Antwort brauche – und auch nicht alles wissen und lösen muss. Und irgendwo zwischen all dem wird ein Gedanke immer lauter: Was, wenn’s gut wird? Vielleicht ist das hier tatsächlich meine bisher positivste Folge. Zumindest fühlt es sich gerade so an. 🤍 Das ist Teil 2 meines Wochenendes in Stille. Wenn du Teil 1 noch nicht gehört hast, fang dort an. 🎧

  4. Aug 24

    48 Stunden Stille - ein Wochenende im Schweigekloster Teil 1

    Was passiert, wenn es plötzlich still wird und all die Gedanken auftauchen, für die im normalen Alltag nie richtig Platz ist? Anfang August war ich für ein Wochenende in Innsbruck, um mal rauszukommen. Kein Handy, kein Buch, keine Musik – eigentlich möglichst wenig von außen und dafür ein bisschen mehr von innen. Ich hatte vorher gedacht, dass ich vielleicht zu ein paar Fragen in meinem Leben etwas mehr Klarheit bekomme. Was genau ich mir davon erwarte, wusste ich allerdings selbst nicht so richtig. Und dann war da plötzlich ziemlich viel. Menschen, die mich gerade beschäftigen. Gedanken über Vergangenheit und Zukunft, über Liebe, Trennungen und die Frage, wie es eigentlich sein wird, wenn ein Mensch, der mich so gut kennt wie kaum jemand sonst, plötzlich nicht mehr so selbstverständlich da ist. Ein Date. Die Frage, was ich eigentlich will. Gedanken darüber, wie schön etwas Neues sein kann – und gleichzeitig ganz schön beängstigend. Über Verletzlichkeit, Selbstwert und das Grübeln darüber, ob ich es schaffen würde, ein „passt nicht“ irgendwann einfach als ein „passt nicht“ stehen zu lassen, ohne daraus wieder etwas über mich zu machen. Und dann ist da noch diese eine Frage: Was bedeutet es für mich, einfach da zu sein, ohne etwas leisten zu müssen? Ein Wochenende, an dem es außen ganz still war und innen dafür umso lauter. Ich habe irgendwann angefangen, alles aufzuschreiben. Und weil ich beim Schreiben irgendwann gemerkt habe, dass das für eine Folge viel zu viel wird, gibt es das Wochenende in zwei Teilen. Das hier ist Teil 1. Der Rest kommt beim nächsten Mal.

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„Was, wenn's gut wird?" ist eine Frage, die ich mir viel zu selten stelle. Wir neigen dazu, grundsätzlich mal eher von Worst-Case-Szenarien auszugehen. Aber was ist denn eigentlich, wenn's gut wird? Wenn ich es jetzt in der Hand habe, es gut werden zu lassen? Und wie gelingt mir das? Hier teile ich Geschichten. Meine und die all jener Menschen, die mit mir ins Gespräch gehen. Geschichten von dir und mir - die "kleinen" Geschichten, die sonst nicht so viel Sichtbarkeit, Gehör und Raum bekommen. Und ganz viel Gedankensalat. Alle 14 Tage eine neue Folge. Putting my heart and soul out there.