Esel und Teddy

Esel Müller und Teddy Krzysteczko

Es gibt auch schlechtere!

  1. Oct 25

    Routinerouten-Roundtrip

    Ich gehe durch ein verlassenes Land Ich kenne den Weg wie meine Westentasche Ich spüre den Boden unter meinen Füßen Setze mich an den Fluss, und irgendwie ist alles wieder wie früher Hey, gute alte Zeiten, wo seid ihr geblieben? Ich werde älter und brauche etwas, worauf ich mich verlassen kann Wann lässt du mich wieder rein? Ich werde langsam müde und brauche einen Ort, an dem ich neu anfangen kann Ich fahre über die Brücke Kenne jede Kurve, jede Abfahrt auf dem Weg Da ist der Weg, den ich früher so gut kannte. Ist das die Zeit, an die ich manchmal zurückdenke? Hey, gute alte Zeiten, wo seid ihr geblieben? Ich werde älter und brauche etwas, worauf ich mich verlassen kann Wann lässt du mich wieder rein? Ich werde langsam müde und brauche einen Ort, an dem ich neu anfangen kann Hast du ein bisschen Zeit? Wollen wir zusammen losfahren? Ein bisschen reden, irgendwo, wo wir früher immer waren? Vielleicht ist das alles längst vorbei Aber warum fahren wir nicht noch mal an einen Ort, den nur wir kennen? An einen Ort, den nur wir kennen Hey, gute alte Zeiten, wo seid ihr geblieben? Ich werde älter und brauche etwas, worauf ich mich verlassen kann Sag mir, wann lässt du mich wieder rein? Ich werde langsam müde und brauche einen Ort, an dem ich neu anfangen kann Hast du ein bisschen Zeit? Wollen wir zusammen losfahren? Ein bisschen reden, irgendwo, wo wir früher immer waren? Vielleicht ist das alles längst vorbei Aber warum fahren wir nicht noch mal an einen Ort, den nur wir kennen? An einen Ort, den nur wir kennen Oh, oh-oh Ah, oh Vielleicht ist das alles längst vorbei Aber warum fahren wir nicht noch mal an einen Ort, den nur wir kennen? An einen Ort, den nur wir kennen An einen Ort, den nur wir kennen Benutzte Tools: streetwarp.com www.maptogpx.com

  2. Oct 18

    Es gibt auch höhere

    Wir feiern unser 20. Jubiläum! Am 10.4.2027 ab 16 Uhr im Wasemer Turm in Rheinbach. Google Maps: https://maps.app.goo.gl/NwC74MxSvf7NZtU7A Wenn du dabei sein willst, fülle einfach das Formular aus. Wir freuen uns riesig über jede Zusage! Jetzt zur Jubiläumsfeier anmelden: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSe8YdDGPlBqzcqzs2gKpqLAJOjKc1h5EiFXFx3M0DTTG3SOOg/viewform?usp=sharing&ouid=105042619542455877967 Die Hintergrundgeschichte: Im Jahre des Herrn 1248, als man in Köln den Grundstein für einen Dom legte, bot man auch Meister Wilfried aus Rheinbach die Arbeit auf dieser größten Baustelle des Reiches an. Er lehnte aber ab und fing stattdessen an, einen Turm in Rheinbach zu planen. Meister Wilfried hatte nämlich geträumt, dass dort an einem fernen Apriltag zwei Männer des Wortes ein Fest feiern wollten. Die Mauern des Turmes machte er besonders dick, damit die Liebe darin festen Halt finden würde. Rund baute er den Turm, damit der Blödsinn nirgends anecken könne. Und er baute ihn mit Absicht nur zum zweithöchsten Turm der Stadt. „Es gibt auch höhere“, soll Meister Wilfried der Überlieferung nach gesagt haben. Der Turm hat seither viel erlebt. Als man zu Beginn des 14. Jahrhunderts eine Mauer um die Stadt zog, plante man den Turm kurzerhand mit ein. Im 16. und 17. Jahrhundert diente er gar als Gefängnis. Im 19. Jahrhundert rissen die Rheinbacher ihre Stadtmauer wieder ab, den Turm jedoch ließen sie stehen. Denn die Stadtwachen gaben von Generation zu Generation einen Befehl weiter: Der Turm sei mindestens so lange zu hüten, bis die zwei Männer des Wortes ihn für sich beanspruchen wollten. Auch das Corps der Rheinbacher Stadtsoldaten hält an dieser Tradition fest. Seit 1973 beheizen sie den Turm sogar. Und jedes Jahr am 11. November stellen sie ihr Wachhäuschen vor dem Turm auf, angeblich zum Beginn des Karnevals. Doch in Wahrheit wachen sie den Winter hindurch, damit sich die Prophezeiung aus dem Traum von Meister Wilfried eines Tages erfüllen kann und der Turm, der heute Wasemer Turm genannt wird, in jenem April für das Fest gewappnet ist. Musik: https://pixabay.com/de/users/blackpybeats-26358719/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=music&utm_content=477377 Signal: https://signal.group/#CjQKIDZW2dPgmA21exPXQJMz9KlfRvcKbwYdvnleswd1C3wqEhCBGB8X9fYxCbunjeKYwDKv Blumenthal 7 e.V.: https://blumenthal7.de/

  3. Sep 20

    Raffaello und ein alkoholfreies Bier

    Es regnet. Seit Stunden. Ich sitze am Fenster in einem Sessel und sehe hinaus auf diese Hügel, die man hier Berge nennt. Obwohl sie dafür eigentlich zu weich sind. Alles ist grün, noch grün jedenfalls, aber an manchen Bäumen beginnt schon ein stumpfes Gelb. Herbstanfang? Die Fichten sind natürlich alle tot, wie überall. Das ignoriere ich. Über den höheren Hügeln hängt Nebel, mal sieht man die Baumkronen, dann sieht man sie verschwinden. Ein paar Tropfen laufen die Scheibe hinunter. Ich könnte ihnen ewig zusehen. Damals im Auto, als Kind, auf dem Weg in den Urlaub, da habe ich das auch gemacht. Der Regen lief durch den Fahrtwind seitlich über das Fenster, von vor nach hinten, und ich habe stundenlang zugesehen. Nichts anders gemacht. Die Tropfen kamen, vereinten sich mit anderen Tropfen, wurden größer, verschwanden am Rand. Manche liefen ein Stück zusammen. Dann wieder auseinander. Ich mag Regen wirklich sehr. Alles wird dunkler und stärker. Die Wiesen grüner, die Dächer röter, die Straßen schwärzer. Alles nass, alles neu. Oder so. Raus will ich trotzdem nicht. Das ist vielleicht nicht ganz fair, denke ich. Regen schön zu finden, solange eine Scheibe dazwischen ist. Ich könnte einfach aufstehen. Schuhe an, Jacke an, raus. Der Weg führt am Haus vorbei, dann den Hügel runter, durch die Bäume, runter zum See. Ich sollte rausgehen. Ich gehe jetzt raus. Vielleicht vorher noch einen Kaffee. Oder ein alkoholfreies Bier. Kaffee hatte ich genug. Süßigkeiten auch. Raffaello vor allem. Erstaunlich, dass etwas, das so leicht aussieht, einen so schwer machen kann. Ich bleibe sitzen. Draußen wird der Nebel dichter. Für ein paar Minuten ist der gegenüberliegende Hügel fast weg. Ich weiß natürlich, dass er noch da ist. Das ist ja das Beruhigende. Dinge verschwinden nicht gleich, nur weil man sie nicht mehr sieht. Ich will raus. Wirklich. Ich will den Regen ja spüren, den Geruch von nasser Erde, die kalte Luft. Aber vielleicht ist es auch schöner, ihn von hier aus zu mögen. Aus meinem Sessel. Hinter dem Glas. Ein Tropfen läuft über die Scheibe, sehr langsam, bleibt kurz stehen und entscheidet sich dann doch für eine Richtung. Ich sehe ihm nach. Vielleicht mache ich das gleich auch. Vielleicht. Links zur Folge: https://www.window-swap.com/ https://troet.cafe/@Bonetti/117143911012246914

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