Folge 241 - Die Kraft des freien Denkens und freien Willens Wie du säst, so wirst du ernten. Und ich hab wirklich bescheuert gesät. Ganz lange. Ich hab mich Menschen gegenüber nie geöffnet. Ich hab sofort Mauern hochgezogen und interpretiert, was die andere Person gerade über mich denkt. Vor allem hab ich an meine Schwächen gedacht: Was könnte die jetzt in mir sehen? Welche tiefen Abgründe? Ich war total in meinen Gedanken, statt einem Menschen wirklich zu begegnen. Ich dachte, wenn ich mich einsperre und mich emotional nicht öffne, bin ich geschützt. Ein Scheiß. Ich hab mich abgekapselt, sonst nichts. Sydney Banks schreibt in seinem Buch "Die unentdeckte Verbindung" auf Seite 50, dass die Kraft des freien Denkens und des freien Willens zu den größten Gaben gehören, die uns gegeben sind. Sie befähigen uns, das Leben so zu sehen, wie wir es uns wünschen. Und genau diese Gaben können auch unsere größten Schwächen sein, weil uns oft die Stärke fehlt, unsere Meinung zu ändern, und wir in alten negativen Gedanken stecken bleiben. Das passiert uns allen mal, überhaupt keine Frage. Aber wenn diese düsteren Gedankenwolken dein Alltag sind und alles einfärben, dann ist das heftig. Und es führt weg von dir selbst. Denn so sind wir gebaut: Gedanke ist eine neutrale Kraft. Ob es eine positive oder eine negative Geschichte ist, beides wird zum Leben erweckt, je nachdem, was ich gedacht habe. Ich denke etwas, ich fühle es, Full Body Experience. Wir haben ein perfektes System, Erleben zu erschaffen. Die Frage ist nur, wie wir es nutzen. Und das Schöne ist: Wenn wir uns zurückentspannen in unsere Natur, in unser wahres Ich, nicht das erdachte Ich, nicht die Illusionen darüber, wer wir angeblich sind, dann gehen wir ganz von allein mit mehr Liebe und mehr Verständnis durch die Welt. Ein frischer Gedanke kann ändern, wie ich auf eine Person zugehe, wie ich mit meinen Kindern umgehe, wie ich eine Firma aufbaue. Seitdem ich verstanden hab, wie mein Betriebssystem funktioniert, hat sich bei mir alles auf den Kopf gestellt. Ich gehe auf Menschen zu. Ich kann sie so nehmen, wie sie sind. Ich hab eine tiefe Liebe für mich selbst. What the f**k? Das hätte ich mir früher nicht vorstellen können. Das liegt einzig und allein daran, dass ich sehe, was ich im Kern bin, und dass das meiste, was ich über die Jahrzehnte über mich erfunden hab, B******t ist. Mittlerweile hab ich mir eine Aufgabe gestellt: Alles, was ich mache, egal ob Business, Beziehung oder mit meinen Kindern, mache ich mit Spielfreude und Leichtigkeit. Ohne dieses Verkrampfte, ohne dieses Ich muss, ich muss, ich muss. Diese Schwere hat mich mein Leben lang begleitet, und ich hab keinen Bock mehr drauf. Keiner hat uns unser Betriebssystem erklärt. Genau deshalb lohnt es sich, in dich hineinzuschauen. Die drei Prinzipien sind dabei nur ein Hinweis. Am Ende geht es darum, wohin sie zeigen: in dich rein, nirgendwo anders. In der Folge lese ich die Stelle von Sydney Banks vor und erzähle, was die Kraft des freien Denkens bei mir verändert hat. Mehr über mich und meine Arbeit: gabrielbeyer.org Ich wünsche dir was. Gabriel