Wir waren klar besser – der FC-Podcast von Express & Kölner Stadt-Anzeiger

Uwe Bödeker, Jürgen Kemper, Christian Löer, Lars Werner

Uwe Bödeker, Jürgen Kemper, Christian Löer und Lars Werner begleiten den 1. FC Köln seit Jahren – in der Mixed Zone nach dem Spiel, bei Pressekonferenzen und am Trainingsplatz. Zu Hause, auswärts, im Trainingslager. Was sie dort erleben und aus vielen Jahren FC-Berichterstattung zu erzählen haben, hört ihr hier. Jeden Montag. Der FC-Podcast von Express und Kölner Stadt-Anzeiger – klar besser. Schreibt uns per WhatsApp: https://wa.me/message/RUBBJRPRFPIPL1

  1. 4d ago

    #16 – 0:1 in Frankfurt: Zu viel Kontrolle, zu wenig FC?

    Der 1. FC Köln verliert 0:1 bei Eintracht Frankfurt. Christian Löer und Tobias Carspecken analysieren, warum der FC aus seiner Überlegenheit kein Kapital schlägt, nach der Pause in Passivität verfällt und ein Gegentor kassiert, an dem mehrere Kölner beteiligt sind. Im Mittelpunkt steht die taktische Umstellung von Trainer René Wagner: Statt der bisherigen Formation beginnt der FC mit Dreier- beziehungsweise Fünferkette. Ein sinnvoller Schritt zu mehr Stabilität – oder ein weiterer Ausdruck jener Vorsicht, die das Kölner Spiel zunehmend prägt? Diskutiert werden auch die Leistungen von Joel Schmied, Luka Lochoshvili, Mikey Moore und Marvin Schwäbe. Wie viel Zeit benötigen die neuen Innenverteidiger? Warum fehlt beim Gegentor die letzte Konsequenz? Und weshalb gelingt es dem FC nicht, gute Phasen über längere Zeit aufrechtzuerhalten? Nach sechs Spieltagen steht Köln auf Rang zwölf – eine ordentliche Platzierung. Dennoch ist die Stimmung bemerkenswert negativ. Die Zweifel sind groß. Liegt das an der mäßigen Ausbeute gegen bislang eher schwache Gegner? An den niedrigen Laufwerten? Oder vor allem daran, dass nicht klar ist, wofür der Fußball unter René Wagner stehen soll? Der Trainer spricht von Intensität, auf dem Platz aber wirkt vieles vorsichtig, reaktiv und von Einzelaktionen abhängig. Die Ursachenforschung führt über den Rasen hinaus. Geschäftsführer Thomas Kessler und René Wagner sind neu in ihren verantwortlichen Rollen und setzen auf Kontrolle, Rationalität und Seriosität. Doch möglicherweise legen sie sich damit selbst Fesseln an. Beide sind nach außen emotional wenig verfügbar – und lassen die Fans mit Enttäuschung, Sorge und Kummer allein. Gerade in Köln entsteht so ein Vakuum: Wenn weder Spielidee noch Führungspersonal ein emotionales Angebot machen, wächst die Kritik auch bei einem Tabellenzwölften. Zum Schluss richtet sich der Blick auf das nächste Spiel gegen Schalke 04 – und auf Christian Löers königsblaue Wunde, die auch nach 28 Jahren noch frisch ist. Moderation: Tobias Carspecken und Christian Löer Unsere Musik ist von Opole: https://opole.bandcamp.com Fragen, Anregungen oder Feedback? Schreibt uns per WhatsApp: https://wa.me/message/RUBBJRPRFPIPL1

  2. Oct 12

    #15 – Derbysieger, Böller-Chaos und die Frage nach dem Vibe

    Ein Derby ist mehr als ein Fußballspiel – und diese Episode ist mehr als eine Spielanalyse. Christian Löer (Kölner Stadt-Anzeiger) und Jürgen Kemper (Express) reden über einen Sieg, der sich zwischendurch kaum wie einer anfühlte – und am Ende durchaus in Gefahr geriet. Said El Mala war der Mann des Tages – und beide Reporter hätten ihn kurz vor Schluss schon fast abgeschrieben. Verpasste Hochkaräter, Slapstick-Aktionen, zwei Journalisten, die sich über die Kollegenreihe hinweg zuriefen: Das ist nichts, gar nichts. Und dann: Tor. Und dann die Mixzone, in der El Mala herzlicher und offener über dieses Derby sprach als alle anderen. Mikey Moore: Riesentalent, Leihvertrag läuft – aber das erste Tor wartet noch. Und wann funktioniert das Zusammenspiel mit El Mala? Tom Krauß dagegen lieferte als Joker – vorn wie hinten, mit einer Rammbock-Szene, die den Siegtreffer erst ermöglichte. Dann das große Coaching-Gespür-Thema: René Wagner, Daten, Taktik – und der Moment, in dem Tom Krauß auf der Bank saß und das Gegentor kommen sah. Darf ein Trainer das nicht spüren? Und schließlich: die Nordtribüne. Böller, Leuchtraketen, eine eingeschlagene Trennscheibe, eine Diskussion über Pyro – und die eigentliche Frage: Warum stand an der neuralgischen Stelle im Stadion niemand, der das verhindert hätte? Ein Gespräch über Sicherheitskonzepte, das unbequem ist – aber notwendig. Moderation: Jürgen Kemper und Christian Löer Unsere Musik ist von Opole: https://opole.bandcamp.com Fragen, Anregungen oder Feedback? Schreibt uns per WhatsApp: https://wa.me/message/RUBBJRPRFPIPL1

  3. Oct 5

    #14 – Traum und Albtraum, die ereignisreichste Pause aller Zeiten

    In der aktuellen Folge von „Wir waren klar besser" blicken Christian Löer (Kölner Stadt-Anzeiger) und Uwe Bödeker (Express) auf ein ereignisreiches und zugleich dramatisches Wochenende des 1. FC Köln zurück. Im Mittelpunkt steht Said El Malas Debüt in der DFB-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. Die Experten sprechen über El Malas Talent und seinen Austausch mit dem Bundestrainer, betonen aber, dass El Mala noch einen weiten Weg vor sich hat. Da sich El Malas Konkurrenz auf der Außenbahn in Form zeigt, stehen für ihn in den kommenden Wochen Arbeit, Fitness und taktische Reife im Mittelpunkt. Die Aussagen El Malas über Jürgen Klopps Autorität sorgen für Gesprächsstoff und werfen die Frage auf, wie El Mala diese Impulse im Vereinsalltag umsetzt. Überschattet wird die Länderspielpause von einem schweren personellen Rückschlag für die Geißböcke. Im Testspiel gegen Drittligist Viktoria Köln (2:2) im Höhenberger Sportpark erlebte der FC einen medizinischen Albtraum. Neuzugang Thijs Dallinga zog sich eine Kreuzbandverletzung zu und fällt monatelang aus. Kurz darauf verließ der eingewechselte Ragnar Ache mit einer Muskelverletzung den Platz. Der doppelte Ausfall im Sturm trifft den FC mitten in der Vorbereitung auf das Derby gegen Borussia Mönchengladbach und sorgt für Unruhe im Umfeld. Trotz der Lage bleibt die Vereinsführung um Thomas Kessler ruhig. Vizepräsident Jörg Alvermann sprach Cheftrainer René Wagner unter der Woche das Vertrauen aus. Die Verantwortlichen betonen, dass Rückschläge in der Entwicklung der jungen Mannschaft einkalkuliert sind und die Arbeit des Trainerteams nicht vom Ausgang des Derbys abhängt. Löer und Bödeker diskutieren Wagners Spielphilosophie, die Abläufe am Geißbockheim und mögliche Alternativen im Angriff – von Impulsen durch Spieler wie Imad Rondic bis zur Hoffnung auf eine baldige Rückkehr von Malek El Mala. Moderation: Uwe Bödeker und Christian Löer Unsere Musik ist von Opole: https://opole.bandcamp.com Fragen, Anregungen oder Feedback? Schreibt uns per WhatsApp: https://wa.me/message/RUBBJRPRFPIPL1

  4. Sep 27

    #13 – Klopp, El Mala und dicke Bretter

    In der Länderspielpause diskutieren die Reporter Christian Löer (Kölner Stadt-Anzeiger) und Uwe Bödeker (Express) über die sportlichen und strukturellen Weichenstellungen beim 1. FC Köln. Im Zentrum steht das bevorstehende Debüt Said El Malas in der DFB-Nationalmannschaft, das in München unter den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp (und Uwe Bödeker) stattfinden soll. Während Bödeker auf einen mutigen Auftritt und die körperliche Weiterentwicklung des Spielers setzt, reflektiert Löer über die Herausforderungen und teilt eine Anekdote über eine private Begegnung mit dem Offensivspieler in Köln-Ehrenfeld. Sorge bereitet hingegen dessen Bruder Malek El Mala, der verletzungsbedingt einen Rückschlag erlitten hat. Ein weiteres Thema ist die Belastungssteuerung im Kader. Trotz Kritik der Fans verteidigen die Reporter die fünftägige Trainingspause, um nach intensiven Wochen den Kopf frei zu bekommen. Für das anstehende Testspiel gegen Viktoria Köln fordern die Journalisten einen ernsthaften Auftritt, bei dem sich zuletzt nicht berücksichtigte Akteure für das Derby gegen Mönchengladbach beweisen müssen. Zudem ziehen sie ein Resümee zum Jahrestag der Wahl des Vorstands um Jörn Stobbe. Neben der Debatte um eine Stadionerweiterung in Müngersdorf bringen die Reporter innovative Finanzierungsideen ins Spiel, um den Verein auch ohne Investoren langfristig wettbewerbsfähig zu halten. Klar besser. Moderation: Uwe Bödeker und Christian Löer Unsere Musik ist von Opole: https://opole.bandcamp.com Fragen, Anregungen oder Feedback? Schreibt uns per WhatsApp: https://wa.me/message/RUBBJRPRFPIPL1

  5. Sep 20

    #12 – Frust nach dem HSV-Spiel: Wie ist man eigentlich wirklich besser?

    Christian Löer (Kölner Stadt-Anzeiger) und Jürgen Kemper (Express) arbeiten nach dem 1:2 beim Hamburger SV ihren Frust auf. Der FC kontrollierte das Spiel mit rund 70 Prozent Ballbesitz, schaffte es aber nicht, die Überlegenheit in Tore umzumünzen. Während der HSV extrem tief stand, verpasste Köln in der ersten Halbzeit beste Chancen zur Führung. Der Hamburger Plan ging perfekt auf: Nach 44 Minuten reichte eine einzige Standardsituation zum 1:0. Ein Hauptkritikpunkt der Journalisten ist die mangelnde Risikobereitschaft im Kölner Spielaufbau. Beide Kölner Innenverteidiger hatten jeweils über 100 Ballkontakte. Kemper kritisiert, dass das Spiel dadurch extrem verschleppt wurde. Das Gegentor nach einer Ecke sorgt für Fassungslosigkeit. Bilder zeigen eine völlig ungeordnete Kölner Hintermannschaft, in der drei Profis orientierungslos wirkten. Während Co-Trainer René Wagner von einem Abstimmungsfehler sprach, sieht Kemper darin ein grundlegendes Strukturproblem. Zudem wird die Rolle von Marvin Schwäbe diskutiert. Er gilt als Reflexgott auf der Linie, klebt bei hohen Bällen im Fünfmeterraum jedoch fest. Als der Hamburger Fabio Vieira Schwäbe im Fünfer blockierte, fehlte dem Keeper die nötige Physis und Aggressivität. Die Diskussion dreht sich intensiv um Cheftrainer René Wagner. Er ist ein akribischer Theoretiker, der Entscheidungen extrem daten- und faktenbasiert trifft. Kemper bemängelt jedoch, dass dieser wissenschaftliche Ansatz dem Fußball das Herz und die Dynamik nimmt. Die vieldiskutierten Aussagen von Linton Maina, wonach das Team in manchen Phasen nicht wisse, was zu tun sei, ordnet Löer eher als Selbstanklage der Mannschaft ein. Wagners Ansatz ist es, den Spielern Eigenverantwortung auf dem Platz beizubringen. Wenn das scheitert, wirkt es in der Öffentlichkeit jedoch schnell wie Planlosigkeit des Trainers. Fakt ist: Saisonübergreifend punktet der FC unter Wagner wie ein klarer Absteiger und hat noch nie zu Null gespielt. Die Geduld im Umfeld ist aufgebraucht. Die Wut der Fans fokussiert sich fast ausschließlich auf Wagner, da er den negativen „Rucksack“ der schwachen Vorsaison mitschleppt. Während Sportchef Thomas Kessler betont, man fange bei Null an, misst die Öffentlichkeit den Trainer an seiner gesamten Amtszeit. Lichtblicke sind die Rohdiamanten Mikey Moore und El Mala, deren individuelle Qualität das Stadion zum Raunen bringt. Kemper fordert, man müsse diesen unberechenbaren Spielern auf dem Platz alle Freiheiten schenken. Nach der Länderspielpause steht nun das richtungsweisende Heim-Derby gegen Borussia Mönchengladbach an. Im Derby spielen Tabellenplätze und Taktiken vom Reißbrett keine Rolle – hier zählen nur Emotionen und das nackte Ergebnis. Kemper warnt: Wagner muss jetzt Mut und Risikobereitschaft zeigen. Die Fans verzeihen Fehler durch bedingungslosen Offensivgeist eher als ein erneutes Sterben in Schönheit durch ein zu vorsichtiges Datenkorsett. Das Derby wird zum ultimativen Schicksalsspiel für die Stimmung im Verein und die Zukunft des Trainerstabs. Unsere Musik ist von Opole: https://opole.bandcamp.com Fragen, Anregungen oder Feedback? Schreibt uns per WhatsApp: https://wa.me/message/RUBBJRPRFPIPL1

  6. Sep 9

    #10 – Livetalk mit Jakobs, Kessler und Littbarski, Teil 2: Publikumsfragen

    In der Publikumsrunde dominiert die Frage nach Trainer René Wagner. Kessler wehrt sich gegen den Vorwurf, die Entscheidung „durchgezogen“ zu haben, und lobt Wagners Akribie: Der junge Cheftrainer sei teilweise morgens um 5 Uhr im Büro. Jakobs widerspricht in einem Punkt: Er sehe „schon den Rucksack“ – die Vorbehalte im Stadion seien bereits im ersten Heimspiel gegen Hoffenheim zu spüren gewesen. Wagner brauche dringend Ergebnisse. Kessler erklärt offen die wirtschaftlichen Zwänge des Vereins: Die Vertragsverlängerung mit El Mala sei nur möglich gewesen, weil Jakub Kaminski gewinnbringend verkauft werden konnte. Den FC könnten keine Investoren finanzieren – das sei ein Mitgliederbeschluss, den Littbarski grundsätzlich akzeptiert, auch wenn das den Verein in bestimmten Bereichen nicht konkurrenzfähig mache. Weitere Themen: Rav den den Berg, dessen Entwicklung Kessler trotz durchwachsenen ersten Jahres nicht abschreibt; Nachwuchsstürmer Malek El Mala, dem Kessler Bundesliga-Potenzial attestiert; die Frage, was Vereine wie Mainz und Augsburg besser machen – Jakobs nennt Trainergespür und die Fähigkeit, Talente gewinnbringend weiterzuverkaufen. Zum Stadion sagt Kessler, es sehe „noch sehr, sehr viel nach 2006 aus“ – ein Ausbau liege nicht in seinem Zuständigkeitsbereich. Littbarski schließt den Abend mit einer Tabellenprognose ab: einstelliger Platz sei möglich, „alles ist möglich.“ Unsere Musik ist von Opole: https://opole.bandcamp.com Fragen, Anregungen oder Feedback? Schreibt uns per WhatsApp: https://wa.me/message/RUBBJRPRFPIPL1

  7. Sep 9

    #9 – Livetalk mit Jörg Jakobs, Thomas Kessler und Pierre Littbarski, Teil 1

    Transfersommer, El Mala und die Frage nach der Offensive FC-Geschäftsführer Thomas Kessler blickt auf einen intensiven Transfersommer zurück. Die Verpflichtung von Borna Sosa wäre am letzten Tag des Transferfensters beinahe gescheitert: vergessene Ausweispapiere, ein kurzfristig verlegter Medizincheck ans Geißbockheim, und um 19.55 Uhr fror der Bildschirm ein... Drei Minuten vor Toreschluss waren alle Unterlagen eingereicht. Auch die Leihe von Mikey Moore von Tottenham Hotspur stand erst am vorletzten Tag der Transferperiode fest. Das dominierende Thema des Sommers war die Vertragsverlängerung mit Said El Mala. Kessler verteidigt die Entscheidung, El Malas Körper nach den Krämpfen nicht überzubewerten und verweist auf den enormen Druck, der auf dem 20-Jährigen lastete. Pierre Littbarski und Jörg Jakobs loben im Livetalk aus dem Audizentrum Köln-Mitte der Firma Fleischhauer die Offensivabteilung: El Mala und Moore seien „zwei Edelsteine", Stürmer Thijs Dallinga „am Ball besser als Ache". Jakobs setzt dagegen ein Fragezeichen hinter die Defensive – der Ausfall von Abwehrchef Timo Hübers tue dem FC „sehr weh". Rückkehrer Ellyes Skhiri bewertet Littbarski als „50:50-Ding". 45 Minuten geballte Fußballkompetenz - moderiert von Christian Löer, Lars Werner und Uwe Bödeker. Unsere Musik ist von Opole: https://opole.bandcamp.com Fragen, Anregungen oder Feedback? Schreibt uns per WhatsApp: https://wa.me/message/RUBBJRPRFPIPL1

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