Payment Radar

KIWI Consulting EDV-Beratung GmbH

PAYMENT RADAR – der Podcast für alle, die den Zahlungsverkehr nicht nur beobachten, sondern verstehen wollen. Payment Radar begann als Newsletter auf LinkedIn. Aus der monatlichen Einordnung relevanter Entwicklungen ist inzwischen mehr geworden: eine eigene App, eine wachsende Plattform für die Payment-Community – und jetzt dieser Podcast. Im Zahlungsverkehr mangelt es nicht an Nachrichten. Neue Regulierung, neue Infrastrukturprojekte und neue technologische Versprechen erscheinen beinahe täglich. Was häufig fehlt, ist die Einordnung: Welche Entwicklung verändert den Markt tatsächlich? Was ist strategisch relevant? Und was erzeugt vor allem Aufmerksamkeit, ohne schon Wirkung zu entfalten? Genau dort setzt Payment Radar an. Wir sprechen über die Entwicklungen, die Banken, Zahlungsdienstleister, FinTechs, Handel und Technologieanbieter bewegen. Über den digitalen Euro, Wero und europäische Souveränität. Über Instant Payments, Request-to-Pay und neue Account-to-Account-Verfahren. Über Betrugsprävention, künstliche Intelligenz, Cloud, Regulierung und die Modernisierung gewachsener Zahlungsverkehrsarchitekturen. Dabei betrachten wir Technik nie isoliert. Denn hinter jeder neuen Schnittstelle, jedem Regelwerk und jedem Zahlverfahren stehen größere Fragen: Wer kontrolliert die Infrastruktur? Wo entsteht künftig Wertschöpfung? Welche Abhängigkeiten werden gelöst – und welche neuen geschaffen? Payment Radar ist deshalb kein vertonter Nachrichtenticker. Der Podcast soll auswählen, einordnen und auch dort genauer hinsehen, wo einfache Antworten besonders verlockend sind. Mit Erfahrungen aus konkreten Projekten, Gesprächen mit Menschen aus dem Markt und Gästen, die den Zahlungsverkehr aus unterschiedlichen Perspektiven gestalten. Unser Ziel ist eine neue Folge pro Woche. Im September 2026 findet außerdem die erste Payment-Radar-Veranstaltung statt. Damit wächst aus Newsletter, App und Podcast zunehmend ein Ort, an dem Marktbeobachtung, fachlicher Austausch und persönliche Begegnung zusammenkommen. Payment Radar ist ein Podcast von KIWI Consulting, einem Unternehmen der adesso Group. Wir verbinden tiefes Zahlungsverkehrswissen mit Technologie- und Umsetzungskompetenz – von der strategischen Idee bis zum Go-live. Für alle, die im Zahlungsverkehr Entscheidungen treffen, Verantwortung tragen oder verstehen möchten, wohin sich der Markt bewegt. Denn entscheidend ist nicht, jede Meldung zu kennen. Entscheidend ist, die Signale zu erkennen, die bleiben.

  1. 1d ago

    Realitätscheck – Was im Maschinenraum jetzt wirklich entschieden wird

    Doreen Wangard doreen.wangard@kiwi-consulting.de LinkedIn Bert Schuiling bert.schuiling@kiwi-consulting.de LinkedIn Payment Radar Live Informationen zur Veranstaltung KIWI Consulting Website · LinkedIn Diese Folge wurde am 22. September 2026 beim Payment Radar Live im Scandic Frankfurt Hafenpark aufgezeichnet. Im Live-Vortrag „Realitätscheck – Was im Maschinenraum jetzt wirklich entschieden wird“ schauen Bert Schuiling und Doreen Wangard hinter die großen Überschriften der Payment-Branche. Instant Payments sind längst keine Zusatzfunktion mehr. Doch Echtzeit verändert nicht nur die Geschwindigkeit einer Zahlung. Sie verschiebt Liquiditätsbedarfe in Off-Zeiten, verkürzt die Reaktionszeit bei Betrug und zwingt Banken, Verfügbarkeit, Limits, Compliance und Fraud-Prüfungen rund um die Uhr zusammenzudenken. Ein Dashboard zeigt dabei nur den Ist-Zustand. Steuerungsfähigkeit entsteht erst aus Prognose, Kontext und klaren Handlungsoptionen. Auch Verification of Payee löst nicht jedes Problem. Bert und Doreen sprechen über Matching-Qualität, Prevalidation, Massenzahlungen und die Frage, wie Bulk- und Instant-Verarbeitung zusammenwachsen. Mit PSD3 und PSR verändern sich zugleich Erstattungspflichten und Haftungslogiken. Damit wird aus einer regulatorischen Vorgabe sehr schnell eine Entscheidung über Kundenprüfung, Risikobereitschaft und Geschäftsmodell. Regulierung landet zunächst als Kostenblock im Maschinenraum. Richtig umgesetzt kann sie jedoch Fähigkeiten schaffen, die über Compliance hinausreichen. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, was umgesetzt werden muss. Sondern auch: Was sollte ein Institut selbst bauen, was als Standard einkaufen und wo braucht es Partner? Der Vortrag zeigt, warum sich die Ertragslandkarte im Zahlungsverkehr verschiebt: Float und Aufpreise für Geschwindigkeit verlieren an Bedeutung, während Daten, Sicherheit, Verfügbarkeit und Mehrwertdienste wichtiger werden. Nicht jede bekannte Entwicklung muss sofort umgesetzt werden. Aber jede Bank sollte wissen, welche Entscheidungen sie heute trifft – und welche Optionen sie sich damit für morgen offenhält. Kapitel 00:00 Willkommen beim Payment Radar Live 03:01 Kein Erkenntnisproblem, sondern ein Priorisierungsproblem 06:15 Sechs Realitäten aus dem Maschinenraum 08:16 Echtzeit ist Pflicht und kein Produkt mehr 12:11 Instant Payments und Liquiditätssteuerung 17:33 Fraud, VoP und neue Haftung 22:11 Bulk-Zahlungen und Prevalidation 30:58 Regulierung, Kosten und Macht 33:30 Legacy und Make-or-Buy 37:51 Die neue Ertragslandkarte

    Realitätscheck – Was im Maschinenraum jetzt wirklich entschieden wird
  2. Oct 27

    FIDA wird kleiner - der Wettbewerb um die Kundenschnittstelle nicht

    Kontakt & Links Philipp Mader Philipp.Mader@adesso.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/philipp-mader/ Samantha Lange Samantha.Lange@adesso.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/samantha-lange-74a268121/ Über diese Folge Enrico versucht, seine eigene Altersvorsorge einmal vollständig zu überblicken. Er baut sich mit einer KI ein eigenes Dashboard, kippt Konten, Depots und Versicherungen hinein – und merkt, wie schwer es bleibt, den eigenen Anlageschwerpunkt und mögliche Versorgungslücken wirklich zu erkennen. Genau an diesem Punkt setzt FIDA an. Die EU-Verordnung soll Finanzdaten über Banken, Versicherer und weitere Anbieter hinweg zugänglich machen – mit Zustimmung der Kundinnen und Kunden. Der Vorschlag stammt aus dem Jahr 2023 und befindet sich weiterhin im Trilog. Aktuell diskutiert Brüssel eine kleinere, gestufte Variante, die als FIDA Light bekannt geworden ist. Enrico Köhler spricht mit Nina Hülsken, Samantha Lange und Philipp Mader darüber, was vom ursprünglichen Versprechen übrig bleibt. Nina ordnet den politischen Stand seit 2023 ein und erklärt, warum ein kleinerer Umfang die strategische Bedeutung unverändert lässt. Samantha zeigt, wie Banken vom Datenhalter zum Datennutzer werden. Philipp bringt die Versicherungsperspektive ein: Versicherer sitzen auf einem ähnlich großen Datenschatz wie Banken und beginnen erst, ihn zu heben. Anhand von vier Use Cases – von der finanziellen Gesamtsicht über bessere Kreditentscheidungen bis zum Versicherungs- und Vorsorgecheck – zeigt sich, wo der eigentliche Wert entsteht: in der Beratungslogik hinter dem Dashboard. Die Runde diskutiert, wo Personalisierung endet und Manipulation beginnt, und wer künftig die Kundenschnittstelle gewinnt, wenn alle Beteiligten dieselben Daten sehen können. Kapitel 00:00 – Begrüßung und Vorstellung der Runde 01:01 – Philipp stellt sich vor: Open Insurance bei Adesso 01:26 – Samantha stellt sich vor: Banking-Beratung bei Adesso 03:22 – Ninas Rückblick: der FIDA-Verfahrensstand seit 2023 07:55 – FIDA Light: kleinerer Umfang, gleiche strategische Fragen 08:40 – Vom Datenhalter zum Datennutzer 10:26 – Versicherer sitzen auf demselben Datenschatz 16:56 – Einstieg in die vier Use Cases 18:16 – Use Case 1: Finanzielle Gesamtsicht und Liquiditätsberatung 22:15 – Vom Produkt zum Kundenprofil: die Bankensicht 25:52 – Risiken: wenn der Versicherer nur Datenlieferant bleibt 27:00 – Use Case 2: Bessere Finanzierungs- und Kreditentscheidungen 30:37 – Ersetzt FIDA künftig die Schufa? 33:33 – Use Case 3: Versicherungs- und Vorsorgecheck 36:46 – Weg vom Fond-der-Woche-Vertrieb 41:06 – Die Rolle der KI bei Handlungsempfehlungen 43:47 – Use Case 4: Ereignisbasierte, KI-gestützte Beratung 47:51 – Welcher Use Case wäre der schnellste Quick Win? 52:47 – Wer ist der glaubwürdigste Orchestrator? 56:54 – Wo endet Personalisierung, wo beginnt Manipulation? 1:00:28 – Makler und Vermittler zwischen Stärkung und Austauschbarkeit 1:05:42 – Was Banken und Versicherer heute schon vorbereiten können 1:13:14 – Abschlussrunde: FIDA wird kleiner, der Wettbewerb nicht

    FIDA wird kleiner - der Wettbewerb um die Kundenschnittstelle nicht
  3. Oct 20

    Zahlungsverkehr ohne Brüssel - Was Deutschland von der Schweiz lernen kann

    Kontakt zu Oscar Neira E-Mail: oscar.neira@incentage.com LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/oscarneira/ Als Oscar Neira nach der Lehman-Krise der Wechsel in den Zahlungsverkehr vorgeschlagen wurde, dachte er zunächst an eine Welt aus Kellerräumen und „Jesus-Sandalen“. Heute beschäftigt er sich bei Incentage mit Transaktionsmanagement, ISO 20022 und tokenisiertem Geld. Der Perspektivwechsel ist ein passender Ausgangspunkt für diese Folge: Zahlungsverkehr wirkt häufig behäbig – bis sichtbar wird, welche Infrastruktur, Marktinteressen und politischen Entscheidungen darin zusammenkommen. Gemeinsam mit Enrico und Bert vergleicht Oscar den Schweizer Markt mit Deutschland und der EU. Die Schweiz wartet bei manchen Themen länger ab, geht bei anderen aber früh voran. Instant Payments und Open Banking kamen später. Rund um das Crypto Valley, Kryptobanken und tokenisierte Vermögenswerte wurden dagegen früh praktische Strukturen geschaffen. TWINT zeigt, dass auch eine nationale Lösung eine starke Kundenschnittstelle besetzen kann. Der heutige Erfolg begann allerdings nicht mit einem geradlinigen Plan: PostFinance, Banken und ein Fintech starteten mit konkurrierenden Lösungen. Erst die Sorge vor Apple Pay brachte die Beteiligten zusammen. Neben dem gemeinsamen Marktauftritt war auch eine pragmatische Technologieentscheidung wichtig: Der Bluetooth-„Frosch“ an der Kasse verschwand, der QR-Code brachte den Durchbruch. Kontrovers wird es beim Blick auf Regulierung. Oscar beschreibt die FINMA als stärker prinzipienorientiert, während europäische Vorgaben häufig technische Details festlegen. Gleichzeitig entkommt ein Schweizer Anbieter den EU-Regeln nicht, sobald er mit europäischen Banken arbeitet. DORA, PSD und ESG-Anforderungen reichen über die Grenze hinweg. Die Schweiz steht also nicht außerhalb des Systems – sie setzt im eigenen Markt teilweise nur andere Schwerpunkte. Bei Stablecoins sieht Oscar zunächst ein konkretes Marktproblem, das private Anbieter gelöst haben. Ob es CHF- oder Euro-Stablecoins braucht, entscheidet sich für ihn deshalb am Use Case. Einen Wholesale-CBDC für die Abwicklung zwischen Banken hält er für sinnvoll. Beim digitalen Retail-Euro sieht er dagegen Risiken: Ein höheres Haltelimit könnte Einlagen aus Banken abziehen, Refinanzierung verändern und den Einfluss der Zentralbank auf die Kreditversorgung vergrößern. Hinzu kommt der Zielkonflikt um begrenzte Investitionsbudgets: Geld für regulatorisch vorgegebene Infrastrukturen fehlt an anderer Stelle für Innovation. Die Schweizer Erfahrung liefert damit keine einfache Formel „weniger Regulierung gleich mehr Innovation“. Sie zeigt vielmehr, was möglich wird, wenn Marktteilnehmer ein konkretes Problem erkennen, sich auf eine gemeinsame Infrastruktur einigen und bereit sind, eine Lösung tatsächlich in den Markt zu bringen. Kapitel 00:00 Einstieg und Oscars Weg in den Zahlungsverkehr03:03 Incentage und Transaktionsmanagement09:43 Schweiz und Deutschland im Vergleich14:32 Open Banking ohne unmittelbare PSD2-Pflicht20:42 Wie aus Konkurrenz der TWINT-Erfolg entstand30:07 FINMA und BaFin: Prinzipien oder Paragrafen?33:04 Wie EU-Regulierung in die Schweiz hineinwirkt34:44 Crypto Valley und tokenisiertes Geld37:49 Stablecoins zwischen Use Case und Souveränität43:36 Wholesale-CBDC und die Kritik am digitalen Euro53:39 Wero und der Wettbewerb um Investitionsbudgets56:04 Was die Schweiz künftig zeigen könnte

    Zahlungsverkehr ohne Brüssel - Was Deutschland von der Schweiz lernen kann
  4. Oct 13

    Payment 2027 – Wenn Identität und Zahlung zusammenwachsen

    Christian Fink E-Mail: christian.fink@euro-V.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christianfink111/ Verification of Payee prüft, ob Name und IBAN zusammenpassen. Doch viele Risiken entstehen früher: beim Anlegen eines Geschäftspartners, beim Nachweis einer Identität oder wenn kurz vor einer Zahlung eine Kontoverbindung geändert wird. In Folge 09 spricht Enrico Köhler mit Christian Fink, Geschäftsführer der euro-V GmbH, über die Frage, wie Identität und Zahlung bis 2027 zusammenwachsen könnten. Christian erzählt von seinem Weg durch den Zahlungsverkehr und erklärt, warum Innovation nicht nur technisch funktionieren, sondern auch Prozesse, Stakeholder und Geschäftsmodelle erreichen muss. Im Mittelpunkt stehen die Grenzen von VoP und die Frage, wie Unternehmen Empfängerdaten bereits vor der eigentlichen Zahlung prüfen können. Pre-Verification setzt früher an: bei Stammdaten, Onboarding und Änderungen von Kontoverbindungen. Das kann Firmenkunden mehr Sicherheit geben, wirft aber zugleich Fragen zu Datenschutz, Rechtsgrundlage, Haftung und Kosten auf. Auch Instant Payments werden aus Unternehmenssicht eingeordnet. Eine Zahlung in Echtzeit ist nicht automatisch der bessere Prozess, wenn Massenzahlungen, Freigaben, Liquidität und bestehende Systeme anders funktionieren. Zum Schluss geht es um EUDI Wallets, digitale Identität und Payment 2027. Welche Nachweise könnten künftig in einem durchgängigen Prozess zusammenkommen? Wer darf ihnen vertrauen? Und wie lässt sich aus Identität, Berechtigung, Kontonachweis und Zahlung ein sicherer, verständlicher Ablauf machen? Kapitel 00:00 Einführung in Payment 2027 01:35 Christians Weg durch Zahlungsverkehr und Identität 07:24 Innovation und Regulierung 20:41 Verification of Payee: Nutzen und Grenzen 24:10 FOB/Pre-Verification im Bankprozess 26:36 Herausforderungen für Firmenkunden 27:15 Instant Payments im Unternehmensumfeld 29:04 Pre-Verification für Firmenkunden 44:23 Recht und Datenschutz 50:11 EUDI Wallet und künftige Zahlungsprozesse 51:04 Identität und Zahlung wachsen zusammen 53:00 Wallets für sichere und komfortable Zahlungen 01:00:32 Wie sehen Zahlungen 2027 aus? 01:01:03 Digitale Identität im Geschäftszahlungsverkehr 01:10:31 Herausforderungen und Chancen

    Payment 2027 – Wenn Identität und Zahlung zusammenwachsen
  5. Oct 6

    Zwischen Zahlung und Liquiditätssteuerung liegt mehr als ein Dashboard

    Kontakt & Links Oliver Schwarz LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/oliver-schwarz-a69b01223/ Doreen Wangard doreen.wangard@kiwi-consulting.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/doreen-wangard-11b2a8161/ KIWI Consulting Webseite: https://www.kiwi-consulting.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/7177842/ Über diese Folge Ein Kunde bestellt Samstagnacht ein neues iPhone und bezahlt instant. Vor Instant Payments wäre die Zahlung erst am Montag liquiditätswirksam geworden. Jetzt fließt das Geld sofort ab – an einem Tag, an dem eine Bank ihr Liquiditätskonto kaum noch auffüllen kann. An diesem Beispiel von Oliver Schwarz zeigt sich, was sich für Treasury durch Instant Payments wirklich verändert hat: Das Zahlungsvolumen bleibt gleich, nur der Zeitpunkt der Liquiditätswirkung verschiebt sich – auch in Nächte und Wochenenden, in denen Banken bislang kaum steuern konnten. Enrico Köhler spricht mit Doreen Wangard und Oliver Schwarz darüber, wie ein Intraday-Liquidity-Dashboard damit umgehen muss. Oliver bringt seine Erfahrung aus dem Devisenhandel und rund 20 Jahren Treasury-Beratung ein, Doreen die Schnittstelle zwischen Zahlungsverkehr und Liquiditätssteuerung. Im Zentrum steht die Qualität künftiger Cashflows: Zahlungen, die sicher kommen, Zahlungen mit bekanntem Betrag, aber offener Uhrzeit, und Zahlungen, die sich nur aus Erfahrungswerten modellieren lassen. Ein Konzert, ein Produktlaunch oder auslaufende Sonderkonditionen verändern diese Modelle messbar. Oliver bringt das Dilemma auf den Punkt: Mit zu viel Liquidität verliert eine Bank langsam durch Opportunitätskosten, mit zu wenig verliert sie schnell durch Zahlungsunfähigkeit. Beide Seiten zusammenzubringen gelingt nur, wenn Zahlungsverkehr und Treasury ihre Sichten teilen und ein Dashboard über Governance-Regeln auch Handlungsempfehlungen liefert. Kapitel 00:00 – Begrüßung und Vorstellung von Doreen und Oliver 01:02 – Olivers Weg vom Devisenhandel zur Treasury-Beratung 02:57 – Die zentrale Veränderung durch Instant Payments 04:58 – Das Intraday-Liquidity-Dashboard als Prognosetool 06:40 – Unterschiedliche Qualität künftiger Cashflows 08:39 – Gleiches Volumen, neuer Zeitpunkt der Liquiditätswirkung 10:52 – Zielkonflikt zwischen Corporates und Treasury 14:58 – Reifegrad heutiger Liquiditäts-Dashboards 18:04 – Drei Unsicherheiten: ob, wann, wie viel 20:28 – Events, Produktlaunches und auslaufende Konditionen 25:14 – Ab welchem Volumen Zahlungen liquiditätswirksam werden 28:51 – Rund-um-die-Uhr-Steuerung und alte Cut-off-Zeiten 32:05 – Liquiditätsprognose als Optimierungsproblem 34:52 – Datencluster, Abweichungsanalyse und Governance 38:25 – Von getrennten Silos zu agilen Teams 41:17 – Das Beratungsangebot von Doreen und Oliver 45:46 – Internationale Bankenkonsolidierung und Zentralbankzugänge 48:37 – Automatisierung, KI und die Rolle des Menschen 51:53 – Wunsch an Regulator und Zentralbanken

    Zwischen Zahlung und Liquiditätssteuerung liegt mehr als ein Dashboard
  6. Sep 29

    VoP prüft den Namen – aber wer prüft den Prozess

    Kontakt & Links Michael Hülsiggensen michael@banfico.com LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/huelsiggensen-michael/ Bert Schuiling bert.schuiling@kiwi-consulting.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bert-schuiling-0486855/ Enrico Köhler enrico.koehler@kiwi-consulting.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/enrico-koehler KIWI Consulting Webseite: https://www.kiwi-consulting.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/7177842/ Über diese Folge Verification of Payee soll Fehlüberweisungen und Betrug verhindern, indem Name und IBAN vor einer Zahlung abgeglichen werden. Seit Oktober 2025 ist das in 20 europäischen Ländern Pflicht. Was in der Theorie einfach klingt, zeigt in der Praxis erstaunlich viele Facetten. Enrico Köhler und Bert Schuiling sprechen mit Michael Hülsiggensen von Banfico, der das Thema seit den ersten Tagen in den Niederlanden begleitet. Michael erklärt, wie eine VoP-Prüfung technisch abläuft, warum Banken Namensvorschläge nicht immer weitergeben und welche Rolle Datenschutz und Haftung dabei spielen. Er ordnet ein, warum Ergebnisse zwischen Ländern und Banken trotz gleicher Regulierung auseinanderlaufen, und erklärt, was sich mit Version 1.1 des VoP Scheme Rulebooks wirklich ändert. Ein eigener Schwerpunkt liegt auf Firmenkunden: Warum Sammelzahlungen zur echten Belastungsprobe werden, weshalb geschätzt neun von zehn Unternehmen aktuell ein Opt-out wählen und warum Michael seit Jahren für Pre-Validation als ergänzende Lösung wirbt. Zum Schluss geht es um erste Zahlen zur Betrugsprävention, die französische Fraud-Datenbank FICOFI und die Frage, wie viel gemeinsame Dateninfrastruktur der europäische Zahlungsverkehr noch braucht. Redaktioneller Hinweis: Die Folge wurde am 9. September aufgenommen. Version 1.1 des VoP Scheme Rulebooks trat erst am 20. September in Kraft. Wer diese Folge hört, hört sie also bereits im gültigen Rechtsrahmen von Version 1.1. Kapitel 00:00 – Begrüßung und Vorstellung Michael Hülsiggensen 01:39 – Wie Michael in den Zahlungsverkehr kam 04:34 – Alter Wein in neuen Schläuchen? Der Unterschied zum SEPA-Namensabgleich 05:59 – Vorreiter Niederlande und UK 08:33 – Fehlgeleitete Zahlungen und ihre verborgenen Kosten 12:21 – Wie eine VoP-Prüfung technisch abläuft 16:06 – Warum Banken Namensvorschläge oft nicht übernehmen 18:23 – Welchen Betrug VoP tatsächlich verhindern kann 25:25 – Warum Ergebnisse zwischen Ländern und Banken abweichen 34:12 – Version 1.1: Wartungsrelease oder mehr? 36:02 – Das Bulk-Problem der Firmenkunden 43:28 – Auf der Suche nach der Lösung: Pre-Validation 54:10 – Personengesellschaften, Arztpraxen und das Rot-Problem 58:44 – Was VoP an Betrug bereits verhindert hat 01:04:51 – Der Zeitplan für Version 2.0 01:09:55 – Frankreich prescht vor: die zentrale Fraud-Datenbank 01:11:17 – Michaels persönlicher Radar

    VoP prüft den Namen – aber wer prüft den Prozess
  7. Sep 22

    Wenn Zahlung und Liquidität zusammen gedacht werden

    Kontakt zu Doreen Wangard E-Mail: doreen.wangard@kiwi-consulting.de LinkedIn: Doreen Wangard KIWI Consulting Webseite: www.kiwi-consulting.de LinkedIn: KIWI Consulting Eine Zahlung ist in wenigen Sekunden beim Empfänger. Für die Liquiditätssteuerung beginnt die eigentliche Arbeit jedoch früher – und sie endet nicht mit der Ausführung. In Folge 6 des Payment Radar Podcasts spricht Enrico Köhler mit Doreen Wangard über ihren Weg von der Bankausbildung über Risiko, Finance sowie Projekt- und Testmanagement bis in den Zahlungsverkehr. Eine Bankenintegration hat ihren Blick besonders geprägt: Veränderungen sind nie nur technisch. Prozesse, Rollen, Daten und Menschen müssen gemeinsam verstanden werden. Doreen hält Geschwindigkeit als Wert für überschätzt. Instant Payments sind sinnvoll, doch eine schnelle Zahlung ist nicht automatisch die richtige Zahlung. Unterschätzt wird, was Echtzeit im Maschinenraum auslöst: Zahlungsströme laufen rund um die Uhr, Planungsfenster verschwinden und Liquidität muss genau dann verfügbar sein, wenn sie gebraucht wird. An einem praktischen Beispiel wird deutlich, weshalb Payment und Treasury nicht getrennt gedacht werden können. Ein großer Instant-Payment-Abfluss ist im Zahlungsverkehr zunächst ein einzelnes Ereignis. Für Treasury zählt sein Kontext: War er erwartet? Welche Zuflüsse folgen – und wann? Reicht die Position aus? Ein späterer Zufluss hilft nicht, wenn die Liquidität jetzt benötigt wird. Die Folge zeigt auch, warum ein Dashboard noch keine Steuerung ist. Daten sind meist vorhanden, liegen aber verteilt. Erst wenn historische Werte, aktuelle Bewegungen, Prognosen und die Erfahrung der Menschen zusammenkommen, entsteht aus Transparenz eine belastbare Entscheidung. Das betrifft Instant Payments heute und künftig auch den digitalen Euro mit Funding, Defunding und Waterfall-Mechanismen. Zum Schluss erzählt Doreen, warum sie zu KIWI Consulting gekommen ist: Sie möchte ihre Erfahrung in ein Team einbringen, in dem Spezialwissen geteilt, Widerspruch zugelassen und komplexe Themen gründlich, aber pragmatisch bearbeitet werden. Kapitel 00:00 Doreens Weg in Banking und Payments05:55 Jahrtausendwechsel und der Blick hinter die Systeme11:21 Was bei Echtzeit über- und unterschätzt wird14:56 Komplexe Projekte verstehen17:09 Zusammenarbeit und unterschiedliche Perspektiven24:26 Warum Zahlung und Liquidität zusammengehören28:03 Wann Zahlungen zu Treasury-Entscheidungen werden31:01 Instant Payments, Großbeträge und Prognosen38:13 Liquiditätssteuerung in einer 24/7-Welt43:15 Erfahrung, Daten und Technologie48:07 Digitaler Euro und Treasury49:48 Doreens Rolle bei KIWI Consulting52:51 Persönlicher Payment Radar

    Wenn Zahlung und Liquidität zusammen gedacht werden
  8. Sep 15

    Warum Europa beim Bezahlen nicht alles neu bauen muss

    Kontakt & Links Christian Pirkner c.pirkner@bluecode.com LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christianpirkner/ Enrico Köhler LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/enrico-koehler Alexej Schwed LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/aschwed KIWI Consulting https://www.kiwi-consulting.de Über diese Folge Muss Europa für mehr Souveränität im Zahlungsverkehr wirklich das nächste Bezahlverfahren bauen? Oder wäre es schneller und resilienter, vorhandene nationale Systeme miteinander zu verbinden? Enrico Köhler und Alexej Schwed sprechen mit Christian Pirkner, CEO von Bluecode, über Payment Roaming, Interoperabilität und die Hürden hinter der Technik. Für Christian bedeutet Souveränität vor allem Wahlfreiheit. Sie entsteht durch die Kontrolle der eigenen Infrastruktur oder durch ein resilientes Netz interoperabler Systeme. Am Beispiel der European Mobile Payment Systems Association (EMPSA) erklärt er, wie Payment Roaming funktionieren kann. Technisches Routing allein reicht nicht: Auch Haftung, Reklamationen, Scheme-Regeln und wirtschaftliche Anreize müssen zusammenpassen. Reale Transaktionen haben gezeigt, dass dies machbar ist. Warum gibt es trotzdem noch keinen europäischen Payment-Teppich? Das Gespräch führt zu Governance, Eigentümerinteressen und Win-win-Modellen. Wero und der digitale Euro zeigen: Reichweite kann auch durch vorhandene Akzeptanz entstehen. Eine gesetzliche Annahmepflicht für den digitalen Euro garantiert noch keine gute Integration in Terminals, Acquiring-Systeme und Händlerprozesse. Christians Vorschlag: Die öffentliche Hand stellt das souveräne Instrument bereit, private Netze organisieren interoperabel die letzte Meile. Die positive Botschaft: Europa hat Know-how und Bausteine. Jetzt müssen Technik, Regeln und Geschäftsmodelle zusammenfinden. Das nehmen wir mit Souveränität bedeutet Wahlfreiheit und Resilienz.Interoperabilität ist anspruchsvoll, aber machbar.Payment Roaming kann vorhandenen Schemes Reichweite geben.Gemeinsame Lösungen brauchen einen Nutzen für alle Beteiligten. Kapitel 00:00 – Warum Europa nicht alles neu bauen muss 01:54 – Christians Weg in die Payment-Branche 05:47 – Bluecode und europäische Souveränität 09:23 – Die Herausforderung neuer Zahlverfahren 15:13 – Souveränität durch Wahlfreiheit 18:15 – Interoperabilität im Maschinenraum 24:07 – Win-win statt Kontrollverlust 27:02 – Warum Europa trotzdem neu baut 31:15 – Bestehende Netze intelligent verbinden 35:22 – Wero und Interoperabilität 44:34 – Lernen von anderen Märkten 50:47 – Das Beispiel Nigeria 54:25 – Der digitale Euro und die letzte Meile 58:35 – Annahmepflicht ist noch keine Nutzung 01:01:51 – Der optimistische Blick nach vorn 01:04:35 – Christians persönlicher Payment Radar

    Warum Europa beim Bezahlen nicht alles neu bauen muss

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